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Autor Thema: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos  (Gelesen 70532 mal)

Octavianus

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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #20 am: 13.Oktober 2011, 11:35:29 »

Habe mal die Diskussion über Fankultur in einen eigenen Thread ausgelagert.

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt mal ein Spiel im Stadion gesehen habe, einfach nur, weil ich das Spiel sehen wollte. In der letzten Zeit habe ich immer Zettel und Stift dabei. Allerdings kann ich nicht verhehlen, dass ich dann während eines Spiels schon zu der ein oder anderen Mannschaft halt und bei gelungenen Szenen (gewonnener Zweikampf, schöne Kombination etc.) applaudiere. Wie schon einmal gesagt: es fehlt nur noch eine Jacke mit dem SI-Logo drauf und ich könnte mich zu den bezahlen Scouts auf die Tribüne setzen. ;D
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #21 am: 13.Oktober 2011, 11:36:15 »

« Letzte Änderung: 13.Oktober 2011, 11:40:00 von wrdlbrmft »
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Nytemare

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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #22 am: 13.Oktober 2011, 12:02:38 »

Ich muss sagen, dass ich es halbwegs erschreckend finde, wie arrogant, starrköpfig und eindimensional doch anscheinend viele Fußballfans sind.

Ich meine..ich kann gut nachvollziehen, dass man sich über super Stimmung im Stadion freut und es klasse findet, wenn die sprichwörtliche Hölle los ist (ich bin zwar kein Stadiongänger, aber sowas ist ja auf allen Großevents das gleiche, ob jetzt bei anderen Sportarten, großen Konzerten oder was auch immer).
Was ich aber unglaublich finde, dass ist mit welcher Ablehnung und fast schon "Hass" ihr gegen Fans wettert, die nicht in euer Idealbild passen.

Haben also nach eurer Ansicht Menschen, die eventuell genug Geld haben um sich einen besseren Platz zu bezahlen, oder Menschen, die das Spiel genießen wollen und denen die Stimmung nicht so wichtig ist, oder auch Menschen, die vielleicht einfach nur selber sehr ruhig sind, gar nichts zu sagen? Sind sie deswegen jetzt schlecht? Dumm? Dürfen auf keinen Fall in euer geliebtes Stadion?
Leute..kommt mal runter von eurem hohen Thron, wenn man sowas liest, ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder Kritik an Fangemeinschaften, vor allem Ultras usw. aufkommen. Ihr seid selbst dran schuld.
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tacticus

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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #23 am: 13.Oktober 2011, 12:12:59 »

Warum gehen die, die sich über die Stimmung bei der Nationalmannschaft beschweren, eigentlich nicht selber ins Stadion und machen bessere Stimmung? Weil es zu teuer ist? Ob das Thema dann wirklich so wichtig ist?
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White

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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #24 am: 13.Oktober 2011, 14:19:36 »

Warum gehen die, die sich über die Stimmung bei der Nationalmannschaft beschweren, eigentlich nicht selber ins Stadion und machen bessere Stimmung? Weil es zu teuer ist? Ob das Thema dann wirklich so wichtig ist?
Denke es würde nicht funktionieren, da ist die Rivalität unter den Fangruppen zu groß. Die einzigen die bei Länderspielen ihre Vereinszugehörigkeit vergessen und mit den "Fans" anderer Mannschaften zusammen "arbeiten" sind die Hooligans - wie das jetzt kommt kann sich jeder selber ausmalen. Manche würden es als Ehrencodexbezeichnen, andere behaupten, dass den Hools ihr eigener "Sport" im Vordergrund steht. Die kommen ja aber sowieso in den seltensten Fällen ins Stadion, sondern eher auf den Acker 10 km weiter.
Da steht der Frankfurter neben dem Lautrer und die beiden prügeln sich mit dem City"fan", der vom United"fan" unterstützt wird...
Du würdest aber kaum nen Schalker sehen, der mit nem BVBler zusammen "Deutschlandlieder" gröhlt. Das bezieht sich natürlich auf Ultras und solche die sehr nah an der Szene sind. Und verrückte natürlich. Ich persönlich könnte das, aber solange der Kern fehlt, der die Leute zum "Stimmung" machen animiert und wirklich zum mitmachen anregtpassiert da eben nicht viel. NAja auswärts wird Mexico gesungen, aber sonst? :D
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tacticus

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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #25 am: 13.Oktober 2011, 14:25:23 »

Da ist was dran, White!
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #26 am: 13.Oktober 2011, 16:07:48 »

Super Vergleich! Nicht...

Das ist mal wieder ernüchternd, kaum fällt dir nichts mehr ein, beginnst du mit irgendwelchen Seitenhieben und Zynismus.
Zu einer "Hölle" gehört nicht nur das Publikum sondern auch eine Mannschaft die sich wehrt, wenn ich mir die Spiele der Türkei gegen Belgien und Österreich angucke, die Mannschaften waren wirklich beeindruckt von dem Lärm der ihnen entgegenschlug und haben schließlich auch verloren . Ab und zu trotzt halt mal eine Mannschaft dem ganzen und blüht auf, gehört dazu. Spiele bei denen nicht konstant was von den Tribünen zu hören ist sind für mich uninteressant, so geht es mir persönlich. Ich will nach Toren auch nicht Wiederholungen sehen sondern eine totale Ansicht der Freude auf der Tribüne, was schöneres gibt es für mich in diesem Sport nicht!

Bei White merkt man, dass er Ahnung hat, danke!
« Letzte Änderung: 13.Oktober 2011, 16:10:30 von smonan1900 »
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #27 am: 13.Oktober 2011, 16:23:42 »

Ich muss sagen, dass ich es halbwegs erschreckend finde, wie arrogant, starrköpfig und eindimensional doch anscheinend viele Fußballfans sind.

Ich meine..ich kann gut nachvollziehen, dass man sich über super Stimmung im Stadion freut und es klasse findet, wenn die sprichwörtliche Hölle los ist (ich bin zwar kein Stadiongänger, aber sowas ist ja auf allen Großevents das gleiche, ob jetzt bei anderen Sportarten, großen Konzerten oder was auch immer).
Was ich aber unglaublich finde, dass ist mit welcher Ablehnung und fast schon "Hass" ihr gegen Fans wettert, die nicht in euer Idealbild passen.

Haben also nach eurer Ansicht Menschen, die eventuell genug Geld haben um sich einen besseren Platz zu bezahlen, oder Menschen, die das Spiel genießen wollen und denen die Stimmung nicht so wichtig ist, oder auch Menschen, die vielleicht einfach nur selber sehr ruhig sind, gar nichts zu sagen? Sind sie deswegen jetzt schlecht? Dumm? Dürfen auf keinen Fall in euer geliebtes Stadion?
Leute..kommt mal runter von eurem hohen Thron, wenn man sowas liest, ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder Kritik an Fangemeinschaften, vor allem Ultras usw. aufkommen. Ihr seid selbst dran schuld.

Ich frag mich gerade von wem und durch was du dich auf den Schlips getreten fühlst?

Mir geht es nicht darum zu bewerten wer schlecht und wer gut ist, sondern darum zu analysieren was die Unterschiede liegen und welche Ursache diese haben.
Es gibt elementare Unterschiede zwischen einem Zuschauer, den du in der Regel nicht in der Fankurve finden wirst und einem Fan, diese habe ich oben erklärt, das erklärt den Unterschied in der Stimmung, aber es bewertet nicht was besser oder schlechter ist.

Ich glaube niemand hat etwas dagegen, wenn Octa aka Zettel Ewald im Stadion sitzt und einfach ruhig für sich das Spiel analysiert ;)
Zuschauer bei Fußballspielen stellen eben in der Regel einen Querschnitt durch die Gesellschaft da und da hat eben jeder unterschiedliche Ansichten wie man so ein Spiel erlebt und wie die Stimmung sein soll. Die ablehnende Haltung der Fans beruht mEn auf der Entwicklung im Fußball bei den Vereinen, wo Stehplätze Businesslogen weichen. Es ist ein bisschen so als wenn man einem Kind jeden Tag eine Süßigkeit von der Arbeit mitbringt um am Wochenende ein Spielzeug, dann bringst du plötzlich nur noch jeden 2. Tag was mit und nur noch einmal im Monat ein Spielzeug, die Folge wird sein, dass das Kind sich verletzt fühlt, du hast ihr eine Gewohnheit weggenommen. Im Stadion ist es das gleiche, jedes Mal wenn den Fans etwas weggenommen wird was für sie jahrzehntelang Gewohnheit wahr, entwickeln sie das Gefühl man will sie aus dem Stadion drängen, sie fürchten um ihre Daseinsberechtigung. Diese Angst wird dann fokussiert auf das Klientel, für den die Vereine sich stattdessen engagieren. Vergleichbar wäre, wenn du jetz nicht mehr deiner Tocher jeden Tag ne Süßigkeit mitbringst sondern deinem Sohn. Es ist also wie in vielen Bereichen des Lebens, dass sich Verlustsängste mit Neid vermischen und sich dann als Hass auf eine bestimmte Personengruppe entlädt.

Ich persönlich mag das Klatschpappen, Eventpublikum auch nicht, weil sie für mich einen Mantel tragen der aus Geld besteht und der Verein möchte diesen Mantel gerne haben und das wirkt für mich so offensichtlich, dass ich mich damit nicht anfreunden kann. Dennoch tolleriere ich es, denn anders würde es der Durchschnittsdeutsche Fan sich wohl gar nicht mehr leisten können zu einem Spiel zu gehen.

Uli Höneß hat mal gesagt:



Eklat bei Jahreshauptversammlung des FC Bayern

Einige der 1.105 anwesenden Mitglieder hatten bei ihrer Wortmeldung die – auch für neutrale Besucher – oft müde Stimmung bei Spielen in der edlen neuen Münchner Arena kritisiert.

Sie lösten mit Sätzen wie „in der Tiefgarage ist mehr los“
oder „mit dem Sektglas in der Hand gibt es halt keine La Ola“
Gejohle im Saal aus.

Und den Wutausbruch des Managers!
„Das ist doch populistische Scheiße“, kreischte Hoeneß.
„Eure Scheiß-Stimmung, da seid ihr doch dafür verantwortlich und nicht wir!“

340 Millionen Euro habe die Arena gekostet, schleuderte er den Fans entgegen, schrie sie an: „Das ist nun mal mit sieben Euro in der Südkurve nicht zu finanzieren. Was glaubt ihr eigentlich, wer euch alle finanziert? Die Leute in den Logen, denen wir die Gelder aus der Tasche ziehen!“

Außerdem sei Bayern im Vergleich mit anderen Spitzenklubs in Europa der mit Abstand billigste.

Hoeneß: „Selbst bei den Bolton Wanderers kostet die billigste Karte 40 Euro!“

Quelle: http://bohnenzaehler.blog.de/2007/11/13/194_uli_hoenes_attacke_gegen_eigene_fans~3292808/

Mit dieser Aussage trifft er den Nagel auf den Kopf auch wenn man über die Art und Weise streiten kann, so ist die Aussage schlichtweg wahr!
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #28 am: 13.Oktober 2011, 16:31:52 »

Ich fühle mich nicht persönlich auf den Schlips getreten, es fällt mir lediglich auf, dass hier im Thread, bzw. quasi überall da, wo über Fankultur und den gang ins Stadion gesprochen wird, nur abfällig von Fans, die nicht in das "Ultra-Idealbild" passen, gesprochen wird.
Ich gehe nicht davon aus, dass jeder so denkt, allerdings sind diese Äußerungen a la Operettenpublikum, Geldsäcke usw. einfach nur arm und niveaulos. Es wirkt schlicht wie der Versuch, Menschen die eventuell auch Spaß am Fußball haben, aber nicht in das eigene Idealbild für Fans passen, als etwas schlechtes darzustellen. Und sowas geht mir einfach ziemlich auf den Geist.
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #29 am: 13.Oktober 2011, 16:38:50 »

Super Vergleich! Nicht...

Das ist mal wieder ernüchternd, kaum fällt dir nichts mehr ein, beginnst du mit irgendwelchen Seitenhieben und Zynismus.
Zu einer "Hölle" gehört nicht nur das Publikum sondern auch eine Mannschaft die sich wehrt, wenn ich mir die Spiele der Türkei gegen Belgien und Österreich angucke, die Mannschaften waren wirklich beeindruckt von dem Lärm der ihnen entgegenschlug und haben schließlich auch verloren . Ab und zu trotzt halt mal eine Mannschaft dem ganzen und blüht auf, gehört dazu. Spiele bei denen nicht konstant was von den Tribünen zu hören ist sind für mich uninteressant, so geht es mir persönlich. Ich will nach Toren auch nicht Wiederholungen sehen sondern eine totale Ansicht der Freude auf der Tribüne, was schöneres gibt es für mich in diesem Sport nicht!

Bei White merkt man, dass er Ahnung hat, danke!

Was hat das mit Seitenhieb oder Zsynismus zu tun?

Man kann doch nicht das Spiel Deutschland-Belgien mit Türkei-Aserbaidschan vergleichen!
Oder möchtest du mir nun ernsthaft erzählen, dass der Vergleich auf den selben Voraussetzungen beruht?

Nix gegen dich nun White, aber zu dem Satz "bei White merkt man dass er Ahnung hat":
Dass sich nur Hooligans bei Länderspielen zusammen tun ist falsch. Mal davon ab dass das von dir geschilderte so auch nicht vorkommt.
Ich war bisher nicht bei vielen Länderspielen, aber bisher ist es immer so gekommen, dass wir uns mit den anderen Ultras zusammengetan haben. Zwar keine gemeinsame Choreo oder so, aber im Block saßen wir dann immer in größeren Mengen und haben durchaus Stimmung gemacht. USP geht sowieso nicht zu Länderspielen und Eastside und Konsorten sind eh immer nur ein kleiner Anteil, so dass ich die noch nie bei Länderspielen wahrgenommen habe.
Wie kommst du also darauf?
Es kommt auch drauf an wo und wie interessant das Spiel ist (grade für Ultras).

Und der Rest ist seine Meinung. Was hat das mit Ahnung haben zu tun?
Also haben Leute die es anders sehen keine Ahnung?
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #30 am: 13.Oktober 2011, 16:47:06 »

Ich fühle mich nicht persönlich auf den Schlips getreten, es fällt mir lediglich auf, dass hier im Thread, bzw. quasi überall da, wo über Fankultur und den gang ins Stadion gesprochen wird, nur abfällig von Fans, die nicht in das "Ultra-Idealbild" passen, gesprochen wird.
Ich gehe nicht davon aus, dass jeder so denkt, allerdings sind diese Äußerungen a la Operettenpublikum, Geldsäcke usw. einfach nur arm und niveaulos. Es wirkt schlicht wie der Versuch, Menschen die eventuell auch Spaß am Fußball haben, aber nicht in das eigene Idealbild für Fans passen, als etwas schlechtes darzustellen. Und sowas geht mir einfach ziemlich auf den Geist.

Ok dann habe ich bei dir mit meinem in Anführungszeichen geschriebenen Wort "Geldsäcke" wohl etwas ausgelöst, was ich nicht wollte. Denn ich habe es bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil ich deutlich machen wollte, dass ich es nicht als Diffamierung meine.

Andererseits finde ich es auch überspitzt Fankultur mit "Ultra-Idealbild" zu beschreiben, denn rein aus der Geschichte heraus, existieren Fans schon länger als der normale fußballinteressierte Zuschauer, denn der ist erst ein Phänomen der Neuzeit.

Ich stelle mir das in etwa so vor... 100Jahre lang waren die Rollen klar verteilt und man konnte eindeutig definieren, welche Leute in ein Fußballstadion gehen. Mittlerweile gehen aber eben nicht mehr nur die fanatischen Menschen zum Fußball sondern eben auch Menschen die weit weniger Emotionen mitbringen.
Die fanatischen Menschen, fühlen sich als "Platzhirsche" bedroht in ihrem Revier und vernachlässigt, weil das meißte beim Fußball nur noch auf das normale Eventpublikum ausgerichtet ist und damit ist Spannung vorprogrammiert. Würdest du jemanden lieben und mögen, der dir deinen Arbeitsplatz streitig macht?
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #31 am: 13.Oktober 2011, 16:50:31 »

Man kann doch nicht das Spiel Deutschland-Belgien mit Türkei-Aserbaidschan vergleichen!
Oder möchtest du mir nun ernsthaft erzählen, dass der Vergleich auf den selben Voraussetzungen beruht?

Von den Ticketpreisen her aufjedenfall . Bei Galatasaray kostet eine Karte auf der Gegentribüne Unterrang gegen einen normalen Gegner (in meinem Beispiel Eskisehirspor) mitunter 120€ (!), da staunste was? Gegen Azerbaidschan gab es Karten von 20-50€ in den normalen Kategorien, natürlich ist das ein bisschen niedriger, aber sicherlich ist dort kein so großer Unterschied wie du ihn jetzt hier dastellen möchtest.

Wie ich darauf komme? In unserer Gladbacher Szene fährt jeder mit seinem Freundeskreis und auch nur wer Erlebnisorientiert ist, also nur der Randale wegen. Das gleiche weiß ich aus Stuttgart und Frankfurt, organisiert fährt da kein Ultra zu einem Länderspiel.
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tacticus

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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #32 am: 13.Oktober 2011, 16:53:14 »

...denn rein aus der Geschichte heraus, existieren Fans schon länger als der normale fußballinteressierte Zuschauer, denn der ist erst ein Phänomen der Neuzeit.
Das wage ich aber zu bezweifeln.
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #33 am: 13.Oktober 2011, 17:12:07 »

Ich auch, aber das ist ja nicht so wichtig. In einen Streit will ich das ja gar nicht ausarten lassen. :)

Sicher..die Fans der heutigen Zeit sind halt ein buntes Gemisch aus allen möglichen "Schichten". Ich denke aber, man sollte weniger über das Für und Wieder diskutieren, als viel mehr versuchen sich zu arrangieren und Kompromisse zu finden, um diese Fankulturen zu verbinden, bzw. nebeneinander/miteinander existieren zu lassen.


Was ich allerdings als falsche Denkweise empfinde ist "Ein Fan der kein leicht fanatischer ist, ist sofort nur reines Eventpublikum, welches sich ab und an mal das ein oder andere Spiel ohne große Emotionen anschauen will".
Ich kann durchaus als ruhiger, sehr gemäßigter Zuschauer trotzdem ein treuer Anhänger von einem Verein oder so sein.
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #34 am: 13.Oktober 2011, 17:13:42 »

Man kann doch nicht das Spiel Deutschland-Belgien mit Türkei-Aserbaidschan vergleichen!
Oder möchtest du mir nun ernsthaft erzählen, dass der Vergleich auf den selben Voraussetzungen beruht?

Von den Ticketpreisen her aufjedenfall . Bei Galatasaray kostet eine Karte auf der Gegentribüne Unterrang gegen einen normalen Gegner (in meinem Beispiel Eskisehirspor) mitunter 120€ (!), da staunste was? Gegen Azerbaidschan gab es Karten von 20-50€ in den normalen Kategorien, natürlich ist das ein bisschen niedriger, aber sicherlich ist dort kein so großer Unterschied wie du ihn jetzt hier dastellen möchtest.

Mir geht es nicht um die Preise, sondern um die Konstellation.
Bei euch war es ein alles oder nix Spiel!

Zitat
Wie ich darauf komme? In unserer Gladbacher Szene fährt jeder mit seinem Freundeskreis und auch nur wer Erlebnisorientiert ist, also nur der Randale wegen. Das gleiche weiß ich aus Stuttgart und Frankfurt, organisiert fährt da kein Ultra zu einem Länderspiel.
Da haste mich schon wieder falsch verstanden. Natürlich fährt jeder Mob für sich zum Länderspiel, aber vor Ort sieht es dann ganz anders aus und man tut sich zusammen. Kann ich dir auch gerne per PN am späteren Abend belegen.
Mal davon ab meinte ich White mit "Wie kommste darauf?".
Londoner Hooligans sind sich auch bei Länderspielen spinnefeind und gehen in der Regel nicht einmal zu den Länderspielen.
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #35 am: 13.Oktober 2011, 17:25:36 »

Da haste mich schon wieder falsch verstanden. Natürlich fährt jeder Mob für sich zum Länderspiel, aber vor Ort sieht es dann ganz anders aus und man tut sich zusammen. Kann ich dir auch gerne per PN am späteren Abend belegen.

Das glaube ich dir ja, als Deutsche läuft man dann Auswärts in Budapest, Bratislava oder Amsterdam natürlich zusammen, damit man nicht angreifbar wird. Ich versteh es jetzt aber so, dass sich Ultras und Hools im Stadion zusammenschließen und gemeinsame Sache machen. Ich denke eher, dass der eine den anderen benutzt um nicht auf die Fresse zu kriegen und eigentlich lieber unter sich bleiben möchte. Bei den Engländern fahren ja auch viel mehr Hools der kleineren Vereine um sich auszutoben, kann man sicherlich auch auf den Osten unserer Republik anwenden. Man hört bei den Nach-Länderspiel Wochenenden meistens auch die lustigen Geschichten der gleichen Vereinsangehörigen.
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #36 am: 13.Oktober 2011, 17:32:35 »

...denn rein aus der Geschichte heraus, existieren Fans schon länger als der normale fußballinteressierte Zuschauer, denn der ist erst ein Phänomen der Neuzeit.
Das wage ich aber zu bezweifeln.

Die Frage ist, wonach wir beurteilen, auf welcher Basis? Unsere eigene Meinung? Wissenschaftlichen Abhandlungen? Definitionen?

Ich hab einen sehr interessanten Forschungsartikel gefunden und diesen mal hochgeladen, dieser ist nicht von mir verfasst, ich hab ihn jediglich im Internet gefunden.

http://www.file-upload.net/download-3801345/arbeit_2.pdf.html

Wissenschaftlich kommt Fan von Fanatismus, es ist eine Ableitung, es trifft jedoch keine Aussage darüber ob du ein ruhiger Mensch oder extrovertierter Zuschauer bist.
Ergo, auch wenn du nicht gröhlend im Block hockst, kannst du ein Fan sein, wenn du andere Kriterien erfüllst ;)
Die Ultragruppierungen sind übrigens nur eine extreme Form des Fantums und somit nicht als Standard anzusehen, zudem liegt laut dem Artikel deren Ursprung in DE erst in den frühen 90iger Jahren.

Ich glaube persönlich nicht, dass es nötig ist Kompromisse zu finden, viel mehr ist es nötig sich gegenseitig zu respektieren und zu akzeptieren, dass sich eben durch das gestiegene Interesse am Sport auch das Publikum verändert. Deshalb kann dennoch jeder seine Vorzüge und jeder seine Vorstellung haben wie man ein Fußballspiel erlebt. Ich mag es eben emotionaler, der nächste will lieber gechillt auf seinem Platz sitzen. Am Ende ist es mMn die Ausgewogenheit, die bestimmt wie die Stimmung in einem Stadion ist.

€dit:

Die von mir getroffene Aussage,

...denn rein aus der Geschichte heraus, existieren Fans schon länger als der normale fußballinteressierte Zuschauer, denn der ist erst ein Phänomen der Neuzeit.

ist unglücklich ausgedrückt und in der Form falsch, muss mir da wohl selbst eingestehen, dass das ne Behauptung ist.
« Letzte Änderung: 13.Oktober 2011, 17:59:25 von giZm0 »
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #37 am: 13.Oktober 2011, 17:58:10 »

ALso von wegen ob ich Ahnung hab oder nicht - ist lediglich meine Meinung gewesen und beruht größtenteils auf Erfahrungen und auch Gesprächen mit Leuten aus der "Szene."
Will auch nicht sagen, dass es immer so ist, aber ich hab das beim Fußball nie so erlebt, dass die Ultragruppierngen auf einmal beste Freunde gewesen wären. Bei Eishockeyländerspielen zum Beispiel ist das was völlig anderes. Wie gesagt ist nur meine Erfahrung und Meinung - wenn das jemand anders erlebt hat oder sieht akzeptiere ich das natürlich. Denke wenn man vom Eishockey dort so verwöhnt ist sieht man das vielleciht auch aus ner anderen Perspektive ;)
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #38 am: 13.Oktober 2011, 18:20:31 »

Ok dann habe ich bei dir mit meinem in Anführungszeichen geschriebenen Wort "Geldsäcke" wohl etwas ausgelöst, was ich nicht wollte. Denn ich habe es bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil ich deutlich machen wollte, dass ich es nicht als Diffamierung meine.

dann hätteste aber deine aussage "Ich persönlich mag das Klatschpappen, Eventpublikum auch nicht, " auch in anführungszeichen setzen müssen, klingt nämlich auch diffamierend.  :police:

Zitat
Andererseits finde ich es auch überspitzt Fankultur mit "Ultra-Idealbild" zu beschreiben, denn rein aus der Geschichte heraus, existieren Fans schon länger als der normale fußballinteressierte Zuschauer, denn der ist erst ein Phänomen der Neuzeit.

also früher gab es nur fans und keine normalen fussballinteressierten zuschauer?  :o 

Zitat
Ich stelle mir das in etwa so vor... 100Jahre lang waren die Rollen klar verteilt und man konnte eindeutig definieren, welche Leute in ein Fußballstadion gehen. Mittlerweile gehen aber eben nicht mehr nur die fanatischen Menschen zum Fußball sondern eben auch Menschen die weit weniger Emotionen mitbringen.
Die fanatischen Menschen, fühlen sich als "Platzhirsche" bedroht in ihrem Revier und vernachlässigt, weil das meißte beim Fußball nur noch auf das normale Eventpublikum ausgerichtet ist und damit ist Spannung vorprogrammiert. Würdest du jemanden lieben und mögen, der dir deinen Arbeitsplatz streitig macht?

also entschuldigung, aber das alles klingt schon ziemlich wirr ... mein opa war also automatisch ein fussballfanatiker, nur weil er damals ins stadion ging? nicht nur das, er war auch emotional unheimlich geladen und die anderen zuschauer alle auch? ich stelle mir gerade diesen stoiker als fanatischen fan vor,  :laugh:
und den platzhirschen in ihrem revier, wird der arbeitsplatz streitig gemacht?  :o
« Letzte Änderung: 13.Oktober 2011, 18:22:12 von wrdlbrmft »
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Re: Fankultur: Nationalelf vs. Vereinsebene; Ultras vs. Normalos
« Antwort #39 am: 13.Oktober 2011, 18:39:47 »

dann hätteste aber deine aussage "Ich persönlich mag das Klatschpappen, Eventpublikum auch nicht, " auch in anführungszeichen setzen müssen, klingt nämlich auch diffamierend.  :police:

Das eine war meine persönliche Meinung als solche gekennzeichnet und das andere habe ich in einem Zusammenhang geschrieben, welcher keine Meinungsäußerung war.
Meine Meinung werd ich deshalb wohl kaum in Anführungszeichen setzen :)


Zitat
also früher gab es nur fans und keine normalen fussballinteressierten zuschauer?  :o

Diese Aussage habe ich bereits selbst als falsche Beehauptung deklariert.

Zitat
also entschuldigung, aber das alles klingt schon ziemlich wirr ... mein opa war also automatisch ein fussballfanatiker, nur weil er damals ins stadion ging? nicht nur das, er war auch emotional unheimlich geladen und die anderen zuschauer alle auch? ich stelle mir gerade diesen stoiker als fanatischen fan vor,  :laugh:
und den platzhirschen in ihrem revier, wird der arbeitsplatz streitig gemacht?  :o

Wenn du das Wirr findest, dann frag mich doch einfach, was du da nicht verstehst, beziehungsweise was unklar ist? :)

Ich habe vereinfacht darstellen wollen, wie sich das Publikum verändert hat im Zuge der Erschließung neuer Klientel und der Komerzialisierung des Fußballs.
Lies dir am besten mal die pdf durch, die ich hochgeladen habe, dort steht genau das was ich beschrieben habe auch drin.
Ja ich vergleiche das mit dem Streitigmachen eines Arbeitsplatzes, denn im Stadion waren seit jeher die Fans für die Stimmung zuständig und heute werden Animateure geholt und Klatschpappen verteilt. Normalerweise war es doch immer üblich, dass der Gesang, die Stimmung, aus dem Fanblock kommt, es war die Aufgabe der Fans. Nun frage ich dich wozu braucht es Animateure und Klatschpappen, wenn man Fans hat? Für mich entsteht einfach der Eindruck, dass man den Fans in der Kurve diese Aufgabe "entreißt" und auf professionelle Leute verteilt, die das Publikum animieren sollen.

Kann sich jemand an die Geschichte erinnern, als bei der Hertha in Berlin Stimmung vom Tonband abgespielt wurde? Wenn man das als ok empfindet kann ich verstehen, weshalb die Fangemeinschaften auf die Barrikade gehen.
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