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Autor Thema: mündliche Bachelorprüfung  (Gelesen 31971 mal)

DVNO

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mündliche Bachelorprüfung
« am: 08.Juni 2012, 13:00:17 »

Hier gibt es doch sicherlich User, die das schon hinter sich haben!?

Bei mir steht die Prüfung nun gegen Ende des Semesters an; die schriftliche Arbeit habe ich vor ca. zwei Wochen bereits abgegeben.
Wie läuft so eine Prüfung in etwa ab? Ich weiß, dass ich 45 Minuten von meinem Erstprüfer befragt werde, während ein Protokollant anwesend ist. Genaues kann ich mir aber noch nicht vorstellen. Erzähle ich hier einfach noch mal über meine Arbeit? Werde ich mit Gegenargumenten konfrontiert und muss meine Arbeit gewissermaßen rechtfertigen?

Vielen Dank! :)
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sulle007

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #1 am: 08.Juni 2012, 13:23:22 »

Hier gibt es doch sicherlich User, die das schon hinter sich haben!?

Bei mir steht die Prüfung nun gegen Ende des Semesters an; die schriftliche Arbeit habe ich vor ca. zwei Wochen bereits abgegeben.
Wie läuft so eine Prüfung in etwa ab? Ich weiß, dass ich 45 Minuten von meinem Erstprüfer befragt werde, während ein Protokollant anwesend ist. Genaues kann ich mir aber noch nicht vorstellen. Erzähle ich hier einfach noch mal über meine Arbeit? Werde ich mit Gegenargumenten konfrontiert und muss meine Arbeit gewissermaßen rechtfertigen?

Vielen Dank! :)
Schau mal:


Mündliche Prüfungen

Eine mündliche Prüfung im Bachelor Studium dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten. In dieser Zeit muss der Prüfling beweisen, dass er den Stoff des Semesters verstanden hat und ihn wiedergaben kann. Der Ablauf einer solchen Prüfung hängt stark von dem jeweiligen Dozenten ab. In der Regel wird allerdings erwartet, dass der Prüfling einen selbst ausgewählten oder vorher festgelegten Themenbereich frei referiert, bevor der Prüfer konkrete Fragen stellt. In den meisten Fällen sind zwei Prüfer – der Dozent des Seminars und ein Beisitzer – anwesend, die gemeinsam die Note festlegen.

Quelle: http://www.bachelor-studium.net/bachelor-pruefungen.html

Hab zwar null Ahnung, aber ich denke, das ist hilfreich.

gruss sulle007
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...einmal Palermo und zurück Aktuelle Story mit Palermo (FM12)

Konni

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #2 am: 08.Juni 2012, 13:26:41 »

Das kann allgemein überhaupt nicht beantwortet werden. Es hängt von deinem Studiengang, der Uni, dem Bundesland in dem du studierst und den Vorstellungen der Prüfungskommission ab.

Wenn es eine Verteidigung der schriftlichen Bachelorarbeit ist, sollten Fragen zum Entstehungsprozess, einbezogener Sekundärliteratur, Fachliteraturüberblick und zu deinen Thesen in der Bachelorarbeit rankommen. Du wirst bestimmt Abläufe und Schlussfolgerungen nochmal rechtfertigen müssen und gegen Argumente aus der Fachliteratur oder Einwände des Prüfers verteidigen müssen.
Es kann aber auch sein, dass du eine komplette mündliche Prüfung zu dem Thema nochmal ablegen musst. Am besten du fragst den Prof (oder an seinem Lehrstuhl), der dich prüft einfach mal, das ist doch mit Abstand der einfachste Weg.

@Sulle: Das hat gar nichts mit der Frage zu tun. Das von dir Zitierte beschreibt Zwischenprüfungen oder Modulabschlussprüfungen, aber keine "Endprüfung" der Bachelorarbeit oder deren Verteidigung.
« Letzte Änderung: 08.Juni 2012, 13:28:32 von Konni »
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White

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #3 am: 08.Juni 2012, 13:36:01 »

In der Regel kommt  man ja mit seinem Erstr´prüfer ganz gut klar - ab in die Sprechstunde und mal locker anfragen, wass du zu erwarten hast. Denke das ist uaf keinen Fall ein Fehler.
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DVNO

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #4 am: 08.Juni 2012, 13:38:00 »

Danke Sulle, aber das war nicht das, was ich meinte. :)

Und danke auch an Konni.

Wie soll aber der Entstehungsprozess bspw. bewertet werden? Ich habe meine Arbeit über das Thema "ethische Aspekte des Dopings im Sport" geschrieben und mich - ohne hier die Argumente darzulegen - gegen das Doping ausgesprochen. Ich weiß noch aus dem Vorgespräch, dass mein Professor die gegenteilige These vertritt ;). Unter dem Aspekt könnte ich mir schon vorstellen, dass er seine Argumente mehr oder weniger noch mal gegen die meinigen stellt. Auch weiß ich, dass angrenzende Themenbereiche mit einbezogen werden können. Das wäre, ganz allgemein, bei diesem Thema sicher irgendeine Human Enhancement Debatte, die ich in Abstrichen auch schon in der Arbeit thematisiert habe (Doping nicht nur im Sport, bspw. auch im Management, vor Prüfungen, warum sollte hier differenziert werden? usw.)

Allerdings hat mich mein Professor jetzt auch erst mal auf Mitte Juli vertröstet, da es seiner Meinung nach im Moment noch nicht eilt, da einerseits drüber zu sprechen und andererseits auch einen konkreten Termin zu vereinbaren. Da ich aber nicht kurz vor Schluss 'überrumpelt' werden möchte, würden mich eure Erfahrungen da einfach mal interessieren.

Ich studiere übrigens Philosophie in Hamburg.
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Konni

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #5 am: 08.Juni 2012, 14:14:50 »

Ahh Philosophie, na das ist natürlich wichtig.

Also ich kenne die Prüfungskriterien an der Uni Hamburg nicht, deshalb ist das, was ich sage unter Vorbehalt und entspricht den Erfahrungen aus Prüfungen, die ich gelegentlich für Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften, Englische Philologie und Rechtswissenschaften begleitet habe. Wenn es etwas Geisteswissenschaftliches ist und die Prüfung auf der Bachelorarbeit basiert, dann kann ich mir nur eine Verteidung vorstellen.

Beim Entstehungsprozess können fragen kommen, wie du die Arbeit an der Bachelorarbeit strukturiert hast. Prüfer sind da mitunter recht kreativ, es geht um Arbeitsweise, Strukturierung, dann um die Auswahl von Literatur (und die obligatorische Frage, warum denn das eine Lieblingsbuch des Prüfers nicht berücksichtigt wurde), die Bandbreite der Recherche (online, Bib, Magazine, Primärquellen, Fachzeitschriften, Kongressprotokolle, etc), den Aufbau der Bachelorarbeit selbst und die Kontinuität des Schaffensprozesses (Prüfer hören besonders gerne, dass im Laufe der Arbeitserstellung weiterhin aktuelle Fachliteratur zum Thema herangezogen wurde, um auf dem Laufenden zu bleiben ;) ).
Das macht alles nur einen kleineren Teil aus. Wie es genau bewertet wird, liegt im Ermessen des Prüfers.

Das wichtigste ist dann die Verteidigung der Thesen, Hypothesen und Schlussfolgerungen. Die meisten bereiten sich nur auf eine Verteidigung der Schlussfolgerungen ihrer Arbeit vor. Das ist aber zu wenig, denn die erfolgt ja normalerweise schon in der Arbeit selbst. Wichtig ist auch, warum bestimmte Hypothesen aufgestellt wurden und andere, die zum Thema vllt auch naheliegen übergangen wurden. Analog die Auswahl der Thesen in deiner Arbeit, warum du bestimmte andere Thesen herausgelassen hast, die wissenschaftlich geläufig sind. Das ist eine schmale Gratwanderung, weil der Prüfling natürlich nie weiß, was der Prüfer so aus dem Hut zaubert. Manchmal können das auch abstruse Dinge sein, aber niemals den Fehler begehen und die Einwände des Prüfers kurz und knapp ablehnen, auch wenn der Fall erstmal klar zu sein scheint. Prüfer sind in der Regel sehr gut vorbereitet auf Verteidigungen (besonders was Fachliteratur zum Thema angeht), das ist nicht wie bei normalen mündlichen Prüfungen, wo mensch auch mit selbstbewusst präsentiertem Halbwissen überzeugen kann. Die allermeisten Prüfer bauen das Gespräch aber nicht als Kampf auf, also es kommen lediglich so fragen wie "Hmm, also mir ist beim Lesen in den Sinn gekommen, dass ja auch die Frage nach XXX eine gewisse Relevanz für ihre Forschung hat, sehen Sie das auch so?". Meistens ist die Prüfungsatmosphäre ganz angenehm und es entwickelt sich eher ein lockeres Gespräch über Fachliteratur und eigene Ansätze zur Themenbearbeitung als ein "Frage-Antwort-Spiel". Das hängt aber natürlich vom Prüfer ab. Aber auch in der Lockerheit muss immer beachtet werden, dass es sich um eine Prüfung handelt und der Prof durchaus jederzeit im Bewertungsmodus ist, auch wenn er locker aus der Hosentasche plaudert (sagt mensch das im Deutschen so?)

Was dein Thema angeht: Hast du deine Arbeit nach den 4 Disziplinen der Ethik aufgebaut oder dich auf eine konzentriert? Also "Doping im Sport aus Sicht der deskriptiven/Meta/normativen/angewandten Ethik"? Wenn du dich auf einen Bereich konzentriert hast, kann ich mir vorstellen, dass Fragen zu den anderen Bereichen kommen. Damit solltest du auch fit sein. Wenn du alle 4 Bereiche abdeckst, könnten so Fragen zu Ethik und dem Ethikbegriff allgemein kommen. Prüfer arbeiten sich gerne vom großen Ganzen auf kleine Details vor. Also erstmal wird so umfangreiches allgemeines Wissen beurteilt, bevor es dann wirklich in die Auseinandersetzung mit den Details der (Hypo-)Thesen und Schlussfolgerungen geht. Das handhabt aber auch jeder Prüfer etwas unterschiedlich. Wenn zur wissenschaftlichen Disziplin schon eine sehr fundierte Auseinandersetzung innerhalb der Arbeit stattgefunden hat (also 20 von 80 Seiten nur über den Ethik-Begriff in der Philosophie, mal etwas übertrieben formuliert ;) ) wird das eher kurz gehalten. Als Faustregel bei der Verteidigung gilt, das vor allem das hinterfragt wird, was in der Arbeit etwas zu kurz gekommen ist. Also wenn du bestimmte Themenbereiche bewusst ausgeklammert hast, dann kannst du dir sicher sein, dass dazu inhaltliche Fragen kommen und eine Rechtfertigung verlangt wird, warum du darauf verzichtet hast (und bitte keine Antwort á la "Naja, ich hatte ja nur eine begrenzte Seitenanzahl, irgendwas musste rausfliegen"....alles schon gehabt, du würdest dich wundern).

Wie es bei deinem Thema aussehen könnte, weiß ich natürlich nicht. Ich kenne weder deine Arbeit, noch bin ich mit dem Philosophiestudium und dem Curriculum an der Uni Hamburg vertraut. Human Enhancement klingt erstmal gut. Was ich mir auch vorstellen könnte wären eher abwegige Dinge, also Verbindungen zu Genmanipulation, Ikonisierung in der Gesellschaft, das Verhältnis von Recht und Moral zueinander (Radbruchsche Formel) etc. Aber am besten ist es, wenn du das Gespräch mit dem begleitenden Prof führst. Wann ist denn die Prüfung? Also einen Monat solltest du mindestens Zeit haben, dich darauf vorzubereiten, was und wie er prüfen will. Das ist dein Recht, lass dich da nicht vertrösten. Profs haben immer viel zu tun, blablabla...Völlig egal, für dich ist die Sache ja auch sehr wichtig.
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DVNO

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #6 am: 08.Juni 2012, 14:51:03 »

Danke für die ausführliche und hilfreiche Antwort!

Wir haben jetzt grob als Prüfungstermin Anfang August vereinbart, da ich noch eine Hausarbeit nachreichen muss und mit dieser sicherlich bis in den Juli hinein beschäftigt sein werde. Das würde mir persönlich sonst etwas zu eng werden.

In meiner Arbeit geht es grundsätzlich darum, ob Doping aus philosophischer/ethischer Sicht legalisiert werden sollte, oder eben nicht. So fallen beispielsweise die gängigsten Contra-Argumente ("Doping ist ungesund", "bis einer stirbt") in ihrer Wertigkeit zunächst einmal ab. Nach dem Motto: Der Mensch ist ein freies Wesen und sollte tun und lassen, was er möchte. Auch außerhalb des Sports leben Menschen absolut ungesund (Suchtmittel u.Ä.), ohne dass dies irgendwelche rechtlichen Konsequenzen für sie hat (illegale Drogen natürlich ausgeklammert, aber jedem Menschen steht es frei, sich jeden Abend ne Flasche Wodka und drei Schachteln Zigaretten reinzupfeifen). Somit ist das Argument des Sportlerschützens erst einmal zweitranging. In meiner Argumentation bin ich vorrangig auf das Wesen des Sports eingegangen. Doping und Sport sind demnach zwei absolut widersprüchliche Aspekte, die nicht miteinander zu vereinbaren sind. Im Sport kommt es ja, anders wie bei Klausuren, nicht nur auf das Ergebnis, sondern auch auf den Weg dorthin an (auf den Wettkampf als solches). Beispiel: Doping ist legal. Schießsportler dopen sich mit Beta-Blockern; der Schießsport selbst wäre somit, da jedem Sportler eine ruhige Hand gewährleistet ist, völlig absurd. Das wichtigste Kriterium dieser Sportart fällt heraus. Auf Gendopig habe ich mich auch kurz bezogen, einfach, weil es grundsätzlich derselben Argumentation unterliegt: hypothetisches Beispiel: Synchronspringen mit einem Klon.
Kurz: Sport mit Doping ist kein Sport mehr, wobei auch die Erwartungen und Identifikationskritierien der Zuschauer greifen: Biegt Federer ein Tennismatch, nachdem er zwei Sätze abgegeben hat und im dritten bereits 0:4 zurück lag, ist die Begeisterung groß. Nicht aber, wenn dies das Resultat von diversen Ecstasytabletten ist. Im Zentrum steht also die bestmögliche Individualleistung.

Soweit eigentlich zu einem Überblick der Arbeit. Ich weiß noch, dass mein Prof. im Vorgespräch das Freiheitsargument sehr wichtig war. Dieses finde ich, lässt sich jedoch gut widerlegen, indem man den Sport als ein innerweltliches Regelkonstrukt begreifen muss.

Andere Argumente waren noch, dass Sportler grundsätzlich gar nicht dopen wollen. Ein Prioritätsranking sähe folgendermaßen aus: 1. Ich darf ganz alleine dopen, 2. Niemand darf dopen, 3. Jeder darf dopen, 4. Alle außer mir dürfen dopen. 1. und 4. fallen hier eigentlich heraus, weshalb per se jeder Sportler wohl eher gegen Doping wäre. (Nach Eric Chwang).


Meine Hauptliteratur war eigentlich ein Sammelband. Hier haben -natürlich- diverse Autoren diverse Meinungen vertreten, weshalb ich schon relativ viele Ansätze und Meinungen zusammen hatte. Teilweise sind diese natürlich schon etwas älter, wobei die ethische Sicht meiner Meinung nach gar nicht so großen Wandlungen unterliegt.
« Letzte Änderung: 08.Juni 2012, 15:03:41 von DVNO »
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DVNO

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #7 am: 08.Juni 2012, 15:40:28 »

Kurzes Update:

Der Prof. schrieb mir ohne Nachfrage, dass wir über die Arbeit reden (und evtl. Kritik aus den Gutachten) sowie über ein Thema, das über die Arbeit hinausgeht. Des Weiteren würde er einen zweiten Prüfungsteil begrüßen, in dem über ein ganz anderes Thema gesprochen wird.
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White

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #8 am: 08.Juni 2012, 16:26:33 »

Philosophie ist doch eigentlich was tolles. Solang du nur was sagst kanns eignetlich nicht falsch sein :D
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DVNO

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #9 am: 08.Juni 2012, 16:43:23 »

Es geht aber ja gar nicht um richtig oder falsch. ;D
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Salvador

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #10 am: 08.Juni 2012, 20:32:53 »

Kurzes Update:

Der Prof. schrieb mir ohne Nachfrage, dass wir über die Arbeit reden (und evtl. Kritik aus den Gutachten) sowie über ein Thema, das über die Arbeit hinausgeht. Des Weiteren würde er einen zweiten Prüfungsteil begrüßen, in dem über ein ganz anderes Thema gesprochen wird.

Das ist interessant. In meiner Bachlorprüfung ging es lediglich um meine Arbeit. Bei mir hieß die Prüfung aber auch nicht Bachlor-Prüfung, sondern "Verteidigung der Bachlor-Arbeit". Das scheint also an unterschiedlichen Unis (oder vlt auch in unterschiedlichen Studienrichtungen) anders zu sein. Oder musstest du deine Arbeit zusätlich verteidigen?
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DVNO

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #11 am: 08.Juni 2012, 20:56:45 »

Habe alles geschrieben, was der Prof. mir sagte.

Offiziell heißt es einfach "Abschlussprüfung". Oder so. Bzw. in diesem Sinne dann "mündliche Prüfung", die neben der Bachelorarbeit Bestandteil des Ganzen ist.
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Konni

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #12 am: 09.Juni 2012, 05:01:12 »

Zitat
Das ist interessant. In meiner Bachlorprüfung ging es lediglich um meine Arbeit. Bei mir hieß die Prüfung aber auch nicht Bachlor-Prüfung, sondern "Verteidigung der Bachlor-Arbeit". Das scheint also an unterschiedlichen Unis (oder vlt auch in unterschiedlichen Studienrichtungen) anders zu sein. Oder musstest du deine Arbeit zusätlich verteidigen?

Das habe ich doch oben schon geschrieben, dass das völlig unterschiedlich sein kann. Selbst die Verteidigung kann unterschiedlich sein.

DVNO: die Arbeit klingt recht unwissenschaftlich? Greifst du darin auch Moralbegriffe auf, grenzt Ethik von Moral ab (da kann Hegel ganz gut herangezogen werden) oder ist das einfach nur so eine angewandte Ethik-Auseinandersetzung? Wie umfangreich muss die Arbeit denn sein?
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Salvador

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #13 am: 09.Juni 2012, 10:59:10 »

Zitat
Das ist interessant. In meiner Bachlorprüfung ging es lediglich um meine Arbeit. Bei mir hieß die Prüfung aber auch nicht Bachlor-Prüfung, sondern "Verteidigung der Bachlor-Arbeit". Das scheint also an unterschiedlichen Unis (oder vlt auch in unterschiedlichen Studienrichtungen) anders zu sein. Oder musstest du deine Arbeit zusätlich verteidigen?

Das habe ich doch oben schon geschrieben, dass das völlig unterschiedlich sein kann. Selbst die Verteidigung kann unterschiedlich sein.


Hätte ja sein können, dass er noch eine zusätzliche Verteidigung der Arbeit hätte machen müssen ;)

Ich hab meinen Bachlor aber auch in ner ganz anderen Fachrichtung gemacht, die Unterschiede sind also relativ verständlich.. hab nur nie mir darüber Gedanken gemacht, wie das in anderen Fächern/ an anderen Uni sein könnte ;)
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Emanuel

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #14 am: 09.Juni 2012, 11:56:10 »

DVNO: die Arbeit klingt recht unwissenschaftlich?

Gedisst  :D
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Konni

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #15 am: 09.Juni 2012, 12:16:32 »

Hehe, so war es aber ehrlich nicht gemeint ;)

Zumal die Arbeit ohnehin vermutlich schon längst fertig ist, womit sie die Frage erübrigt.
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DVNO

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #16 am: 09.Juni 2012, 13:14:43 »

DVNO: die Arbeit klingt recht unwissenschaftlich? Greifst du darin auch Moralbegriffe auf, grenzt Ethik von Moral ab (da kann Hegel ganz gut herangezogen werden) oder ist das einfach nur so eine angewandte Ethik-Auseinandersetzung? Wie umfangreich muss die Arbeit denn sein?

Nein, eher weniger. Es geht grundsätzlich eher um eine "Sportethik", wie beschrieben, das Wesen des Sports und dass hieraus eigentlich schon klar wird, dass Doping kein Bestandteil dessen sein kann. Als Literatur hatte ich gängige Texte von bspw. Claudia Pawlenka oder auch Eric Chwang (Why Athletic Doping Should Be Banned). Letzteren Text hat mir mein Professor noch zukommen lassen. In diesem geht es um das bereits erwähnte "Prioritätsranking".

"The best possible scenario for any individual athlete is
where he alone is permitted to dope, whereas the worst possible scenario is where he
alone is required to abstain. Thus, where being higher in the ranking indicates being
preferred, the individual preference ranking for any rational (actual) athlete is (should
be):

Doping permitted for me alone.
Doping permitted for all.
Abstention required for me alone.

If every athlete had this preference ranking, permissive doping might well lead to the
tragic situation where everyone dopes, but with no competitive advantage for anyone.
The key to escaping this tragedy is to highlight the neglected possibility that doping be
banned. Inserting that possibility to our athlete’s preference ranking, we have:
Doping permitted for me alone.
Abstention required for all.
Doping permitted for all.
Abstention required for me alone."


Der Umfang der Arbeit beträgt 6000 bis 8000 Wörter; ich bin bei etwa 7800 gelandet. Die 'angewandte Ethikauseinandersetzung' fand ich hier, auch für den Umfang, einfach passender, weil schlussendlich ja auch im Vordergrund stand, zu einem Ergebnis zu kommen. Moralbegriffe und dergleichen muss ich hier ja nicht wirklich noch klären. Letztendlich habe ich mit einer Hinführung zum Thema begonnen, auch erläutert, welche Komponenten das Thema Doping überhaupt so "groß" machen, Argumente aufgeführt, die sowohl dafür als auch dagegen sprechen und dann meinen Standpunkt vertreten. Diesen habe ich eben in dem Wesen des Sportes gefunden und dass Dopingsport ein Widerspruch in sich ist. Vor Beginn der Arbeit habe ich meinem Professor in etwa gesagt, in welche Richtung meine Argumentation gehen wird. Das fand er in Ordnung.


/Edit:

Natürlich ist das aufgezählte nicht alles. Es sind ja immerhin knapp 30 Seiten. Da gibt es dann noch viele Beispiele aus ganz anderen Bereichen und so weiter. Aber Hegel beispielsweise habe ich nicht herangezogen; 1. hätte es überhaupt nicht gepasst, 2. hatte ich auch einfach keinen Platz, um noch diverse Theorien und begriffliche Abgrenzungen zu erläutern.


/Edit²:

Habe gerade noch mal ins Inhaltsverzeichnis geschaut. Einen Großteil macht auch die Natürlichkeit-/Künstlichkeitdebatte aus.
« Letzte Änderung: 09.Juni 2012, 13:21:03 von DVNO »
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White

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #17 am: 12.Juni 2012, 14:57:44 »

Übrigens, der tiefere Sinn hinter dem Threadtitel ist mir grade jetzt erst aufgefallen.
So ne mündliche Bachelorprüfung hat schon was... ;)
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DVNO

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #18 am: 12.Juni 2012, 14:59:40 »

Versteh' ich nicht.


/edit: In Bezug auf die Fernsehsendung? :o
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Emanuel

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Re: mündliche Bachelorprüfung
« Antwort #19 am: 12.Juni 2012, 16:36:34 »

Versteh' ich nicht.


/edit: In Bezug auf die Fernsehsendung? :o

 :o

Ich denke White meint das Wort vor "Bachelorprüfung".
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