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Autor Thema: Das Trainerleben als Jugendtrainer  (Gelesen 22245 mal)

LüddenDu

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #40 am: 29.März 2013, 12:42:34 »

Zitat
wenn wir angreifen geht er bis an den 16er mit nach vorne.

Spielt ihr schon auf Großfeld?

Bei Spaßturnieren machen wir auch nie eine "gute" und eine "schlechte" Mannschaft, sondern mixen. Ist schon arg unfair, wenn eine Mannschaft nur zum "abschiessen" da ist.
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Casablanca

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #41 am: 29.März 2013, 23:27:25 »

Im Grunde schon. Bei uns haben sich die Positionen im letzten Jahr rauskristallisiert und die Mannschaft ist sehr erfolgreich damit. Unsere beiden Stürmer zB. Wenn der eine Stürmer nach aussen zieht weiß der andere ganz genau, das gleiche der Pass in die Mitte kommt. Der positioniert sich dann, bekommt den Ball und trifft. Das ist schon richtig eingespielt. Das gleiche mit unseren Mittelfeldspielern. Mein Sohn arbeitet bei Gegenangriffen defensiv mit nach hinten, wenn wir angreifen geht er bis an den 16er mit nach vorne.
Unser momentaner Abwehrspieler wäre an jeder anderen Stelle des Feldes verschenkt. Der bewegt sich fast nicht, stellt sich aber allen anstürmenden Gegnern in den Weg und pölt den Ball nach vorne - ohne Rücksicht auf Verluste.
Nach und nach werden sich die Positionen noch verschieben. Mein Sohn hatte letzte Saison komplett nur in der Abwehr gespielt, bis wir eingesehen haben, dass er sein Talent da hinten verschenkt und im Mittelfeld besser aufgehoben ist.

Was für ein Alter / welche Jugend ist denn das bitte?
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Casablanca

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #42 am: 31.März 2013, 22:45:30 »

Okay, weil die Sprache von "16er" etc war.
Dass die Jungs "mit nach hinten arbeiten", sollte im Kleinfeld hoffentlich die Regel sein.

Alle anderen werden eh spätestens Ausgang der F nicht mehr spielen oder selber keine Lust mehr haben.
Wir steigen im Sommer vom 7er auf das 9er Feld um (dann D-Jugend) inklusive Abseits und Rückpassregel.
Da bin ich gespannt, wie es dann losgeht.
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juve2004

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #43 am: 13.April 2013, 13:46:36 »

Na dann mal viel Erfolg.
Ich starte erst nächstes WE in die Rückrunde und darf, durch das tolle vergangene Wetter, jetzt auch an den Feiertagen meine Spieler scheuchen.  :D

juve2004

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #44 am: 22.April 2013, 09:12:51 »

Am WE endlich in die Rückrunde gestartet. Mein bester Spieler durfte, nachdem er lange genug genervt hatte, auch mal ins Tor und sollte als mitspielender TW agieren was er auch ordentlich hinbekommen hat.
Leider lief die erste HZ nicht wie vorgestellt und wir mussten mit einem 0-1 in die Pause gehen weil der Gegner die einzige Chance die er hatte nutzen konnte. Enttäuschend war die Abschlussschwäche der Offensivkräfte und die fehlende Übersicht.
In der Pause dann der Wechsel des TW weil es meinen Torjäger nicht mehr im Tor hielt und jetzt sah es schon mehr nach Fussball aus. Meine Tochter machte gleich den Ausgleich und dann machte sich auch der Wechsel bezahlt. Lupenreiner Hattrick meines Superstars.
Wir erspielten uns Chancen im Minutentakt und der Gegner hatte lediglich noch einen Pfostentreffer aus der Distanz. Mein neuer TW wurde dadurch geweckt.  :laugh:
Endstand 8-1 und weiter auf Kurs um in die Meisterrunde einzuziehen.

juve2004

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #45 am: 22.April 2013, 10:12:04 »

Also bei uns gibt es 4 Staffeln, die Plätze 1+2, 3+4, 5+6 der Staffel I+II und III+IV werden nach der Vorrunde nochmal in eine Zwischenrunde gesteckt. Hier gibts dann nur noch ein Spiel gegeneinander und nach den drei Spielen folgen die Platzierungsspiele.

Die Ansprache war erst leichte Kritik (Chancenverwertung) und Fehleranalyse dann Motivation (Eigene Stärken usw.)

Mittlerweile haben sie es auch ganz gut verstanden das man den Ball nicht immer genau zum Mitspieler passen soll/muss sondern auch mal die Lücken beim Gegner nutzen kann. Wenn sie jetzt noch verstehen das sie nach einem Pass/Schuss nicht gleich abschalten dürfen sondern das Spiel ohne Ball auch wichtig ist.... Agieren statt reagieren.

smedhult

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #46 am: 22.April 2013, 11:45:51 »

So. Morgen geht es endlich nach Stockholm zur Endrunde der schwedischen Meisterschaft bei der U15. Da die beiden hauptverantwortlchen Trainer vor zwei Wochen hingeschmissen haben, bin ich jetzt vom Techniktrainer zum Cheftrainer aufgestiegen. Seitdem haben wir 4 Testspiele gemacht, alle gegen höhere Jahrgänge, und alle gewonnen.

Ich habe irgendwie das Gefühl, das wir ab Freitag die große Überraschungsmannschaft werden können...
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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #47 am: 22.April 2013, 11:51:50 »

Da wünsche ich viel Glück und Erfolg smedhult. Werde der Mourinho des Innebandy :D
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bonnieundclyde8273

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #48 am: 22.April 2013, 14:32:46 »

Unser zweites Rückrundenspiel fand zuhause im eigenen Stadion statt. Wir haben wieder mit der Topbesetzung angefangen. Unser Gegner war leider eine neu gegründete G1 denen einfach die Erfahrung fehlte. Alle Jahrgang 2006, allerdings haben die meisten Spieler des Gegners erst vor 2 Monaten mit dem Fussballspielen begonnen.
In der ersten Halbzeit konnten die Gäste mithalten - weil unsere Abwehr nicht existent war und auch der Rest der Truppe meist nur zugeschaut hat. Halbzeitstand 5:2 für uns. Unser Torwart hatte einiges zu tun und sehr gut gehalten.
Die Halbzeitansprache fiel entsprechend aus. Sobald der Gegner den Ball hat sofort drauf, klauen und direkt passen.
Unser Mann für die Abwehr war in Halbzeit 1 meist weit vorne und hat gestern 2 Tore geschossen. In Halbzeit 2 habe ich ihn immer wieder an seine Position erinnert.
Endstand 13:2
Jetzt hoffe ich auf gleichstarke Gegner. Gewinnen ist toll aber es bringt die Jungs nicht weiter.

Hi,

dazu möchte ich jetzt auch mal meinen Senf dazugeben. Wenn du weißt, dass ihr gegen eine neu gegründete Mannschaft spielt, warum startest du dann mit Topbesetzung und gibst nicht den anderen Kindern mehr Spielpraxis? Gerade gegen solche Gegner können sich auch hier die schwächeren Spieler mal Erfolgserlebnisse holen. Außerdem wäre es für den Gegner auch schöner gewesen, etwas weniger Gegentore zu bekommen.

Ich trainiere seit mehreren Jahren G- und F-Junioren. Aus meiner Erfahrung sind solche Ergebnisse und Verhaltensweisen grob fahrlässig, da ein Trainer alle seine Spieler gleich behandeln soll. Lasst doch bei solchen Spielen auch die schwächeren Kinder spielen oder den Gegner in Überzahl, dann bringt es allen etwas.

Ich kenne beide Situationen. Wir haben auch schon nach 5 Minuten mal 3 : 0 geführt. Dann wird halt der gegnerische Trainer angesprochen und gefragt, ob er einen Spieler zusätzlich aufs Feld schicken will. Somit hatte meine Mannschaft eine Herausforderung und der Gegner konnte besser mitspielen.
Wir haben auch schon 18 : 0 verloren, wo der gegnerische Trainer seinen Torwart noch mit zum angreifen schickt um ein Tor zu erzielen. So etwas kann ich nicht nachvollziehen.

Vielleicht habe ich das aber aus deiner Beschreibung nur falsch rausgelesen.

Leider hören ja gerade in dieser Altersstufe wieder viele Kinder mit dem Fußball spielen auf. Leider auch deswegen, da hier von den Verantwortlichen schon eine 2 Klassen Gesellschaft geschaffen wird. Es ist jedoch so, dass gerade in den späteren Jahrgängen diese Kinder fehlen und eine Mannschaft dadurch nicht gebildet werden kann.

Noch eine Gedankenanstoss. Was macht ihr denn, wenn es mal später aufs große Feld geht und ihr mehrere Spieler braucht. Dann müssen die Ersatzspieler auch von Beginn an ran und sind aufgrund der mangelnden Spielerfahrung und des mangelnden Selbstbewusstseins deutlich hinterher. Dies hat zur Folge, dass es keine homogene Mannschaft ist.

Bitte versteh das nicht nur als Kritik, mach dir aber mal Gedanken darüber.

Michael
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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #49 am: 22.April 2013, 16:56:38 »

Sooooooo knapp...
Wir liegen auf dem 3. Platz, jetzt 9 Punkte hinter dem 2. . Letzte Woche Dienstag, Spitzenspiel, direktes Aufeinandertreffen. Wir gehen 1:0 in Führung, Ausgleich. HZ. Wir machen das 2:1, haben die Chance zum 3:1, Nachspielzeit -> wir stehen zu hoch, langer Ball kommt durch, Ausgleich. Samstag gegen den 7., die immer knapp spielen (-1 Torverhältnis). Wir machen das 1:0, Ausgleich, HZ. Wir machen das 2:1, haben die Chance zum 3:1, Nachspielzeit, Schiedsrichterblackout. Er gibt einen Freistoß für den Gegner statt für uns, wir lamentieren, der Spieler schießt den rollenden Ball in die Spitze, wo ein Stürmer in Abseitsposition das Tor macht. Also wieder Ausgleich in der letzten Minute, mit besten Grüßen an den Schiri...
Alles in allem sehr ärgerlich und frustrierend, obwohl wir so knapp vor einer perfekten Woche standen. Manchmal hasse ich Fussball.

Dafür bin ich im Sommer auf dieser ziemlich spannend klingenden Veranstaltung:
http://de.amiando.com/barca-seminar.html?discountCode=fussballtraining
Ich glaub nicht, dass der Verein dafür bezahlt und das man da jetzt so viel für den Trainingsalltag mitnehmen kann, aber das hört sich schon mal gut genug an.


Diese hohen Ergebnisse/überehrgeizige Trainer sind wirklich problematisch. Ich hasse Jugendtrainer/Eltern/Begleiter von Arminia Bielefeld, die durchaus auch mal bei uns spielen (E oder F halt) und dann nur zufrieden sind, wenn sie mit +20 gewinnen. Das bringt keinem was...

@smedhult: Viel Erfolg!

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juve2004

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #50 am: 23.April 2013, 09:59:32 »

Gegen schwächere Gegner habe ich gern mal die starken solange draussen gelassen bis der Gegner in Führung und nicht mehr viel Zeit bis zum Abpfiff war. Dann hab ich die "guten" Spieler gebracht und denen gesagt das sie das Spiel noch drehen können wenn sie wirklich so gut sind wie sie immer tun und denken.
Somit habe ich auch indirekt die Schwächeren geschützt die sich immer anmeckern lassen mussten von eben jenen wenn eine deutliche Führung nochmal eng wurde.
Genauso hab ich es mit dem TW gemacht. Wer über den meckert weil er einen rein bekommen hat durfte beim nächsten mal sein Können zwischen den Pfosten unter Beweis stellen.

bonnieundclyde8273

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #51 am: 23.April 2013, 10:30:14 »

Teil doch beim Abschlußspiel die Gruppe so auf, dass du 2 parallel laufende Spiele hast. Im einen Spiel lässt du meinetwegen 5 gegen 5 oder 4 gegen 4 spielen (die starken Spieler). Beim anderen Spiel den Rest, gerne auch auf kleine Tore oder Stangentore.

Wenn du alle in einem Spiel hast, werden auch hier die guten Spieler die Bälle haben, holen und fordern. Die Schwächeren sind dann eigentlich nur Zuschauer und mehr oder weniger inaktiv auf dem Platz. Durch die Teilung werden diese dann aktiv gefordert und verbessern sich dann auch. Wenn du nicht bei einem höherklassigen Verein trainierst, wirst du ein solches Gefälle immer haben. Denk jedoch daran, dass du für alle Kinder da bist und alle das gleiche Recht haben.

In meinen Augen sollte es auch noch keine festen Positionen geben. Jeder sollte mal alles spielen, vom Torwart bis zum Stürmer. Diese Rotation kannst du ja auch gegen schwächere Mannschaften ohne Probleme durchziehen. Wir haben einen guten "Libero" in Sachen Schnelligkeit, Stellungsspiel und Zweikampfstärke. Allerdings hat dieser total das Spiel nach vorne und dem Ball verloren. Die letzten Spiele durfte dieser Spieler in die Offensive. Hat jetzt schon ein paar Spiele gedauert, bis er sein Spiel umgestellt hat. Das Positive aus dieser Rotation wirst du erst nach mehreren Jahren zu spüren bekommen, wo du vielleicht selber nicht mehr der Trainer bist, da aus deinen Kindern flexibel einsetzbare und gut ausgebildete Spieler werden. Allerdings bleibt vielleicht der schnelle Erfolg und hohe Siege aus, was jedoch in diesem Alter nicht das Hauptaugenmerk sein sollte, dies jedoch von vielen Betreuern als ihr Erfolg gefordert wird.
 
Vielleicht kannst du ja bei 17 Kindern vor einem Spiel noch ein weiteres Spiel organisieren gegen eine schwache Mannschaft. Hier kannst du dann ja alle Schwächeren einsetzen und Spielpraxis geben.

Ich trainiere derzeit eine F2 mit 12 Kindern (Jahrgang 2005). Letzte Woche haben wir ein Spiel unter der Woche gegen unsere F1 gemacht. Hier habe ich nur die besseren Kinder spielen lassen, 3 : 2 verloren. Heute spielen wir gegen unsere G Jugend. Heute spielen nur die schwächeren Kinder. Ohne die Leistungsträger wird das heute nichts werden. Allerdings dürfen heute alle Schwächeren 40 Minuten durchspielen. Am Wochenende beim Ligaspiel gegen einen gleichwertigen Gegner mit 4 : 2 gewonnen. Es wurden auch die Wechselspieler mindestens 20 Minuten eingesetzt. Das Spiel wurde dadurch nochmal eng, wir hätten auch verlieren können. Hätte auch nichts gemacht, alle dürfen spielen. Ist manchmal schwer, aber eigentlich geht es um nichts (außer um das Ego von Eltern und Betreuern).
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smedhult

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #52 am: 27.April 2013, 09:41:55 »

Nachdem am gestrigen Tag die Gruppenspiele der Endrunde gespielt wurden, hier mal meine Eindrücke.

Die Auslosung der Gruppen brachte für uns kein dankbares Fallobst, eher im Gegenteil. Mit Fagerhult und Linköping gleich zwei Topteams erwischt, die ich stärker einschätzte als das meine Team. Daneben noch Falun und Granlo, die ich als ähnlich stark angesehen habe.

Ich darf schon verraten, das wir Gruppenzweiter geworden sind, und damit in der nächsten Runde stehen.

Hier mal unsere Ergebnisse:

Engelholm : Fagerhult  7:3
Engelholm : Linköping  5:4
Engelholm : Falun  2:8
Engelholm : Granlo  9:0

Die beiden Favoriten waren dann doch nicht so stark wie gedacht. Fagerhult spielte defensiv unter aller Sau, daher war das Spiel nach zwei Dritteln beim Stand von 7:1 entschieden. Das Spiel gegen Linköping sieht vom Ergebnis auch enger aus als es war. Nach 15 Minuten stand es 5:0, danach war Schonung angesagt. Gegen Falun verzichtete ich auf unsere erste Defenceline und auf zwei unserer Angreifer. Ich bin zwar nicht mit der Leistung zufireden gewesen, aber wer weiss wozu das Sparen der Kräfte am Ende gut sein wird. Granlo stellte sich dann doch als Fallobst raus. Bei besserer Chancenverwertung wäre ein zweistelliges Ergebnis drin gewesen.

Insgesamt bin ich mit den Gruppenspielen sehr zufrieden. Die Jungs haben die richtige Balance zwischen Risiko und Verteidigung gefunden. Sie sind sehr konzentriert bei der Sache und setzen meine Vorgaben fast perfekt um. Sorgen macht mir lediglich die Tiefe des Teams, wenn unsere erste Formation draussen ist, zeigt sich leider ein deutlicher Qualitätsabfall. Daher werde ich heute, wenn die erste Reihe nicht auf dem Feld ist, defensiver Spielen lassen. Unsere Formation ist eigentlich 2-1-2, dann wird sie eine 1-2-2 sein. Klingt zwar eigentlich offensiver, da aber der Center als Libero fungiert, wird das System stabiler.

Heute werden die Achtel- und Viertelfinals ausgespielt. Unser Gegner im Achtelfinale ist Pixbo, es wird eine echte Herausforderung.
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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #53 am: 27.April 2013, 09:51:22 »

Viel Erfolg. Wünsche dir nach wie vor die Meisterschaft ;)
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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #54 am: 27.April 2013, 19:05:09 »

Da scheint der Regler bei Weitschüssen wohl ganz weit rechts zu stehen?  ;D
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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #55 am: 27.April 2013, 19:07:17 »

Wenn ich das so lese glaube ich, dass er ihm die PPM antrainieren will ;)
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juve2004

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #56 am: 27.April 2013, 19:59:23 »

Wir hatten gestern auch ein Spiel. 2.Pokalrunde gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der Staffel1. Ich hatte nicht wirklich mit einem Sieg gerechnet und die erste Hälfte zeigte dies auch deutlich. Kaum Einsatzwillen, wenig Konzentration und nur reagieren auf das was der Gegner macht.
Nach vorne ging wenig bis gar nichts und hinten halt das eben Beschriebene. Dadurch fingen wir uns 2 unnötige Gegentore von einem Gegner der eigentlich nicht viel besser war.
In der HZ dann der Wechsel des TW. Meine Tochter raus und der schwächste Spieler rein, Hop oder Top.
2.HZ waren wir dann wacher und aggressiver was uns zu Chancen kommen lies der Abschluss war aber eher mau. Etwas glücklich aber verdient dann der Anschlusstreffer. Tja der Gegner konnte aber direkt wieder den alten Abstand herstellen.
Unser erneuter Anschluss lies nochmal Hoffnung keimen und kurz vorm Ende musste ich dann hinten aufmachen. Der Gegner konterte aber in Perfektion und machte so noch 3 Buden. Lag aber auch am TW der erst eine Reaktion zeigte als der Ball jeweils an ihm vorbei kullerte.
Endstand 2-6, etwas zu hoch weil das Spiel dann doch eigentlich ausgelichen war.

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #57 am: 01.Mai 2013, 14:49:59 »

Teil 2 der englischen Woche wurde vor kurzem erfolgreich beendet.
Meinem Team gelang ein ungefährdeter Auswärtserfolg beim punktlosen Tabellenletzen. Erfreulicher als die 8 Tore ist eher das meine Spieler endlich mal vom Anpfiff weg hochkonzentriert waren und dem Gegner immer weit genug von Tor weghalten konnte und somit das erstemal zu Null gespielt wurde. Der Platz war nicht besonders gut was kaum Kombinationsspiel zulies und das etwas zu hohe Gras kostete desweiteren erheblich Kraft.
Dazu hab ich trotz kleinem Kader wieder fleissig rotiert um den Gegner nicht unnötig hoch abzuschiessen und jeden mal auf einer anderen Position eingesetzt.

Showdown am Samstag. Das Hinspiel wurde von nicht ganz fair vom Trainer des Gegners ge(ver)pfiffen.

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #58 am: 02.Mai 2013, 16:12:12 »

Ja die armen Kinder, ich hatte den Eindruck das entwicklungstechnisch seit dem Hinspiel nicht viel passiert ist und auch die Trainer/Betreuer machten einen etwas überforderten Eindruck (Spielformular ausfüllen) was aber auch dem durch das zeitgleich stattfindende Freizeitturnier geschuldet sein konnte.

Jünger waren sie nicht, eher vom Altersdurchschnitt gleich. Ich hab zwei 2004er Jungs, zwei 2004er Mädchen (könnten eigentlich noch G-Jugend spielen), drei 2005er Jungs und ein 2006er (g-Jugend) eingesetzt. 8 Kinder reichen aus, so bekommt jeder ausreichend Einsatzzeit. Drei davon haben erst im Sommer angefangen, ansonsten kennen sich alle schon länger und sind durch meine Schule gegangen.

Trainingsgeräte kommen vom Verein, die Standardsachen halt die jeder DFB-Stützpunkttrainer auch nutzt.

White

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Re: Das Trainerleben als Jugendtrainer
« Antwort #59 am: 02.Mai 2013, 19:03:45 »

Das ist vom Alter der Kinder ja recht gemischt. Zwischen 2006ern und 2004ern ist schon ein ziemlicher Unterschied, oder?

Ich habe grade gehört, dass bei einem Turnier in der Umgebung vor kurzem BVB Scouts waren und 3 Spieler von einem anderen Dülmener Verein angesprochen und eingeladen haben. Weiß gar nicht was das soll.
Ein anderer Junge aus unserem Verein wurde mit 7 von Schalke angesprochen. Jetzt muss er immer 2mal pro Woche nach GE ( ca. 40min über die Autobahn ) zum Training und trainiert dann noch 2mal im lokalen Verein weiter.
Der Großteil der Jungs aus meiner Mannschaft wären nach so einer stressigen Woche einfach nur gar. Damit tut man den Kindern doch kein Gefallen, oder?
Sehe ich genauso. 2 meiner Kumpels gingen in der C-Jugend zum FCK. Sie warden nie wieder gesehen. Bis sie halt zurückkamen. Mussten 4 mal die Woche trainieren, soziale ontakte (zumindest zu den alten Freunden) gab es eignetlich nciht mehr. Im Endeffekt standen wir genausooft auf dem Fußballplatz, vermutlich sogar länger, wir mussten nicht fast jeden Tag ne Stunde zum Training hin und wieder zurück. Die beiden Stunden hatten wir schonmal mehr. Aus beiden ist übrigens nix geworden. Einer Ist DJ auf Malle, der andere spielt nichtmal mehr Fußball.
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