Das Problem an den Wahlprogrammen und an der Demokratie an sich ist doch, dass nicht unbedingt regiert wird, um das Land bzw. Stadt, Regierungsbezirke, Gemeinde (je nach Maßstab) langfristig zu fördern und für die Zukunft aufzustellen, sondern um wiedergewählt zu werden. Daher sind die großen Projekte ja oft auf kurzfristigen Erfolg ausgelegt. Will man es den Politikern verübeln? Natürlich nicht.
Es gibt genug Experten in den Gremien, die wissen, was wirklich notwendig wäre. Doch welche Regierung macht sich bei der Bevölkerung unbeliebt, weil diese arge Einschnitte zu verzeichnen hat, aber erst in ca. 10 Jahren von etwas profitieren würde? Keine.
Das zeigt sich halt leider auch beim Thema Energiewandel, dritte industrielle Revolution etc. Wir könnten Deutschland schon jetzt mit unserer Technik und dem Wissen dazu hervorragend für die Zukunft aufstellen, nur würde es eben zuerst Wut und Hass bei den Bürgern auslösen, da vor allem enorme finanzielle Investitionen notwendig wären, um das umzusetzen. Das Geld muss halt erst mal reinkommen und da wären wir bei den Steuern. Auch die Erzeugung der erneuerbaren Energien ist halt so ein Thema. Jetzt weinen viele rum, weil ja das Windrad so hässlich ist oder Solaranlagen jeden blenden. In einigen Jahrzehnten weinen die selben Leute rum, warum denn im Wald die ganzen Bäume zwecks der Hitze verrecken.
Und genau aus den Gründen, dass man wiedergewählt werden will, gleichen sich doch heutzutage die Parteiprogramme im Groben doch alle. Vor allem bei den größeren Parteien. Die haben noch ihre Eckpfeiler, auf die sie besonderen wert legen und was bei den Wählern gut ankommen kann, aber ich wage zu behaupten, dass es für die zukünftige Entwicklung Deutschlands nur einen minimalen Einfluss hat, ob jetzt Schwarz oder Rot regiert. Die großen Einschnitte und Veränderungen wird es nicht geben. Falls doch, kommt zur nächsten Wahlperiode die neue Regierung und weicht diese wieder auf.