MeisterTrainerForum

Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Autor Thema: Familienhilfe  (Gelesen 32284 mal)

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #20 am: 22.Dezember 2014, 22:25:30 »

Scouting

Vor Karls Büro wartete schon Paul Montgomery, unser neuer Chefscout. Paul hat schon bei einigen renommierten Clubs in England gearbeitet. Sein Notebook soll eine sehr umfassende Datenbank des englischen und schottischen Fußballs beherbergen. Wir machen uns kurz bekannt, da wir bisher nur über E-Mail Kontakt hatten. Gemeinsam betreten wir das Büro, Karl begrüßt uns gut gelaunt und stellt uns Herrn Wiljan Vloet vor. Er soll die bisher vakante Rolle des Sportdirektors ausfüllen. Dafür, dass Karl bestrebt ist, den Verein britisch aufzustellen, werden wir immer internationaler. Deutscher Trainer, deutscher Fitnesstrainer, italienischer Sturmtank und ein niederländischer Sportdirektor. Manchmal geht die Geldbörse doch vor, allen guten Vorsätzen zum Trotz.

Karl: “Schön, dass ihr alle hier seid. Ich denke wir sind uns einig, das wir noch den einen oder anderen Spieler verpflichtet müssen um konkurrenzfähig zu sein. Ihr wisst alle, unter welchen Voraussetzungen wir Spieler verpflichten können und wollen. Ich würde gerne im Tor anfangen. Hat jemand Vorschläge?”
Paul: “Sunderland hat Keiren Westwood auf die Transferliste gesetzt, der darf nur noch in der zweiten Mannschaft trainieren. Keiren ist ein guter Mann, irischer Nationalspieler, vorletztes Jahr in Coventry Stammkraft und mit sehr guten Leistungen. Beim AFC lief es nicht so richtig für ihn. Ich denke er wäre durchaus bereit bei uns zu spielen, da er weiterhin in der Nationalmannschaft eine Rolle spielen möchte und dafür Spielpraxis braucht.”
Karl: “Was verdient so ein Mann?”
Paul: “So circa 30000€, ohne Prämien.”
Karl: “Ein irischer Nationaltorhüter spielt für 30000€ im Jahr. Da verpflichten wir nur noch Jungs von der grünen Insel!”
Paul: “In der Woche, Herr Oyston, in Woche.”
Karl schluckt kurz: “OK, wen hätten wir noch? Denkt bitte dran, 500000€ Jahresgage ist das Limit.”
Paul: “Ich hätte noch Ben Amos im Angebot, dritter Mann bei ManU, steht auf der Leihliste. Der hat allerdings andere Ambitionen. Jed Steer, ganz junger guter Mann, der würde genau in unser Profil passen. Nur fürchte ich, Aston Villa wird nicht abgeben wollen, da er dort auf dem Sprung zur Nummer 1 ist. Bei Olexandr Rybka müsste man schauen, ob er eine Arbeitsgenehmigung bekommen würde. Absoluter Topmann, der aber noch kein Englisch spricht und halt auch kein Brite ist. Sonst hätte ich noch ein Keeper, aus unterklassigen Ligen, die aber alle ein paar Baustellen im Spiel haben.”
Ich: “Es wäre wichtig, das wir einen Schnapper verpflichten, der mitspielt. Wir brauchen eine Art Libero im Tor, der von hinten die Abwehr koordiniert.”
Wiljan: “Magnus, du kommst doch aus dem Land der Torhüter. Was gibt dort der Markt her?”
Karl: “Wir wollen einen Engländer im Tor. Zumindest einen Muttersprachler.”
Ich: “Ja, Karl hat recht, wir brauchen jemanden der dem Englischen mächtig ist.”
Wiljan: “Ich hätte noch ein paar Vorschläge vom Festland, aber wenn die nicht erwünscht sind. Aber ich mache mich schlau, was hier zu haben ist.”
Karl: “Ok, was brauchen wir noch?”
Ich: “Wir brauchen zwingend Innenverteidiger, bis jetzt haben wir nur Gary MacKenzie. 2 Neue sind Pflicht, gut zu Fuß sollten sie sein. Plus natürlich das übliche Profil. Teamspieler, zielstrebig und einsatzfreudig, gerne auch erfahren.”
Paul: “Sonst noch was? Sollen sie auch fliegen können? Schnelle Innenverteidiger werden wir uns nicht leisten können, aber vielleicht können wir das kompensieren.”
Ich: “Wie soll das funktionieren?”
Paul: “Stellungsspiel, das gleich viel aus. Da hätte ich ein paar Gute im Hinterkopf. Allen voran Danny Gabbidon, 50facher walisischer Nationalspieler. Premier League erfahren. Obwohl er schon 33 Jahre alt ist, noch recht fix, naja zumindest nicht langsam. Er hat aber ein gutes Stellungsspiel, sicher im Spielaufbau, gut in der Luft. Crystal Palace würde sich gerne das Gehalt sparen, versucht ihn seit Wochen zu verschachern. Machen wir ein passendes Angebot, würden wir ihn wohl für kleines Geld bekommen.”
Ich: “Was ist der Harken an der Geschichte? Hört sich alles auffällig gut an.”
Karl: “Der Mann hat eine Krankenakte, von der Dicke des Telefonbuches von London. Risikoverpflichtung, aber für kleines Geld ausleihen, könnte ich mir vorstellen. Vielleicht ein Talent dazu, dann könnten wir Gabbidon, auch als Mentoren nutzen.”
Paul: “Ein Talent. Schnell, kopfballstark, ballsicher und das für wenig Gehalt und möglichst ablösefrei? Sonst noch etwas? Soll ich noch schnell die Erdachse schmieren?”
Karl: “Wenn ich Sarkasmus möchte, dann spreche ich mit meiner Frau. Ist das klar?”
Paul: “Entschuldigen Sie, kommt nicht wieder vor.”
Karl: “Schon in Ordnung, ich weiß es ist nicht einfach. Wenn sie mir einen jungen Spieler bringen, der sich zu 100% weiterentwickelt und seinen Marktwert steigert, dann aber auch nur dann können wir eine Ablöse zahlen.”
Paul: “Also eine Garantie kann ich nicht geben, aber ich hätte da schon ein paar vielversprechende junge Männer. Murray Wallace, 19 jähriger Schotte. Spielt in Huddersfield, kommt aus der Jugend von den Glasgow Rangers. Ist gut ausgebildet, für sein Alter hervorragendes Stellungsspiel, sehr sprunggewaltig. Er überzeugt im Spielaufbau: Klar muss er noch viel lernen, aber er ist ein zukünftiger Erstligaspieler. Gehaltstechnisch wird das nicht teuer, aber ich denke 2 Millionen Ablöse werden wir berappen müssen. Nächstes Jahr können wir den nicht mehr bezahlen. Also wenn zuschlagen, dann jetzt!”
Ich: “2 Millionen, das ist aber eine Stange Geld.”
Paul: “Naja hier in England, ist das eher nichts. Die Erstligisten zahlen 5 Millionen für Leute, die halbwegs geradeaus laufen können. Vor allem wenn es Briten sind. Total kaputt der Markt.
Karl: “Deswegen wollen wir das Spiel ja auch nicht mitspielen. Paul, scouten sie den Wallace bitte nochmals, ich checke mal die Verfügbarkeit ab. Der Dean Hoyle, Präsident von Huddersfield schuldet mir noch was.”
Paul: “Ich hätte da noch ein paar Kandidaten. Luke Ayling von Yeovil Town und Miam Moore von Leicester wären ähnliche Spieler.”
Karl: ”Schicken sie mir bitte die Scoutberichte per Mail, ebenso bitte an Magnus und Wiljan.”
Ich: “Ich muss mich verabschieden, ich darf wieder auf dem Trainingsplatz. Die nächste Einheit steht an.”
Karl: “Wir machen ohne dich weiter, es muss ja was vorangehen. Welche Position wäre noch wichtig zu besetzen, deiner Meinung nach?”
Ich: “Rechtsaußen, Sechser, ein Talent im Sturm. Wir brauchen da noch einiges.”
Paul: “Wir werden schauen, ich glaub ich weiß, was du für Spielertypen suchst. Ich lasse dir ein Protokoll zukommen.”
Ich: “Ja ich denke, das weißt du. Ich komm dann nach dem Training wieder.”


Ich verlasse das Gebäude und freu mich auf die frische Luft und die Bewegung.
« Letzte Änderung: 27.Dezember 2014, 16:48:57 von Mchairhill »
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #21 am: 23.Dezember 2014, 22:41:30 »

Überall Neue

Das Training läuft gut, die Spieler ziehen gut mit. Das Team findet unsere Spielidee klasse und man kann täglich Verbesserungen sehen. Fast täglich stoßen neue Leute zum Verein. Assistenten, Scouts und vor allem Spieler. Ich fühle mich ganz gut, die Spieler vertrauen mir und hören zu. Klar bin ich häufig unsicher, oft kann ich mich nicht gewählt ausdrücken, trotzdem merken die Spieler. dass ich sie ernst nehme und mit Leidenschaft bei der Sache bin.

Karl hat einiges an Trainerposten bewilligt, allerdings das Gehaltsbudget stark beschränkt. Trotzdem haben wir mittlerweile eine ganze Schar an kompetenten Trainer, für jeden Teilbereich der täglichen Arbeit eingeteilt sind. Vor jedem Training treffen wir uns, ich gebe die Inhalte vor, und die Kollegen setzten es in die Praxis um. Läuft gut für mich. Meine Rolle bisher beläuft sich auf Beobachtung, Reflexion, Kontrolle und viele Einzelgespräche. Die Presse lässt mich bis jetzt in Ruhe, die Erwartungshaltung scheint gering. Karls Arbeit wird sehr kritisch beäugt, der allerdings geht damit sehr professionell damit um. Die Presse konfrontiert ihn immer wieder mit Vorwürfen, die bislang aber haltlos waren. In Transferangelegenheiten lässt er mich zwar mitreden, die wichtigen Entscheidungen trifft aber immer er. Warum er einen Sportdirektor eingestellt hat, weiß ich noch nicht genau. Gewöhnungsbedürftig sind die 16 Stundentage, meine Frau hab ich kaum gesehen, die letzte Zeit. Ich hab aber die Hoffnung, dass es bald besser wird. Nächste Woche ziehen wir in eine Dienstwohnung in Blackpool City, dann verbringe ich weniger Zeit im Auto.


In drei Tagen steht das erste Testspiel an, gegen eine Halbprofitruppe aus Nordirland, die Dungannon Swifts. Wir spielen auswärts, fliegen morgens hin und abends wieder zurück. Ich hätte das Ganze gerne abgesagt, was aber aus mir unerklärlichen Gründen nicht ging. Trotzdem freue ich mich auf das erste Spiel.


Unsere Scoutabteilung wird durch alte Bekannte ergänzt. Olaf Marschall, Erich Beer und Marco Bode werden verpflichtet. Laut Karl wäre es unfassbar, was Engländer gleicher Qualität verdienen wollen. Mich wundert es eher, das so verdiente Bundesliga und Nationalspieler für so ein paar Kröten bei einem Zweitligisten anheuern. Mir soll es Recht sein, ich finde es toll mit solchen Männer zusammenzuarbeiten. Zudem stellen wir einen Belgier ein, der einzig und allein den nächsten Gegner scouten und beobachten soll. Für was wir alles Geld ausgeben. In vielen Gesprächen werden Aufgabengebiete, Kompetenzen und Aufträge verteilt.


Das viele und gezielte Scouting,  bringt uns einiges an Erkenntnissen. Die Scouts sind echt schnell, sie liefern Berichte im Minutentakt. Recht zügig können wir weitere Neuzugänge vermelden:

Im defensiven Mittelfeld verstärkt uns Stuart Kettlewell. Für knapp 150000€ Ablöse, stößt der 28 jährige Schotte von Ross County zu uns. Er ist ein Dauerläufer, sehr zielstrebig, einsatzfreudig und bewegt sich sehr gut ohne Ball. Technisch ist er durchschnittlich, kann aber mithalten. Eine ganze gute Alternative auf der Sechs, der sich freut, in England eine Chance zu bekommen.

Der 18 jährige Draufgänger Joe Ironside, wurde für 350000€ von Sheffield United losgeeist. Laufstark, mannschaftsdienstlich und mutig, soll er sich Minuten erkämpfen und sich entwickeln. Potenzial bringt er mit, technisch hat er noch massig Luft nach oben. Erst mal als Nummer 4 im Sturm geplant.

Aus der zweiten Mannschaft von Rangers aus Glasgow, kommt Chris Hegarty. Er kostet 60000€, kann hinten rechts und zentral verteidigen. Er ist erst mal für die Kaderbreite geplant, soll lernen und ein bisschen Druck auf die Stammkräfte machen. Der 19 jährige Nordire ist aktueller U21-Nationalspieler, seine Stärken liegen im Spielaufbau, in der Luft und in seiner Zielstrebigkeit. Für sein Alter antizipiert er überdurchschnittlich gut, steht gut im Raum und ist stark im Spiel ohne Ball. Ich bin gespannt, auf den jungen Mann.

Wie von Paul empfohlen, leihen wir Danny Gabbidon von Cyrstal Palace aus. Wir zahlen 3500€ monatliche Gebühr und 50% des Gehaltes, was 240000€ bedeutet. Danny wird uns mit seiner Erfahrung helfen, wird hinten dirigieren und in wichtigen Spielen Verantwortung übernehmen. Er wird seine Pausen brauchen, aber er wird uns helfen.


Weitere Transfers sind in Vorbereitung. Allerdings tun wir uns schwer, einen Keeper zu finden. Westwood hat uns ausgelacht, Aston Villa ebenso. Ben Amos, wollte gar nicht erst mit uns sprechen. Mit  Olexandr Rybka wurden wir uns einig, sogar Karl gab sein Einverständnis, aber die Ausländerbehörde sagte No.
Wir klappern weiter die ganze Insel ab, scouten alles, was fangen kann.Wirklich fündig geworden sind wir noch nicht. Dubiose Spielerberater bieten uns Torsteher an, die in der Türkei dritter Mann bei einer Zweitligatruppe waren. Also bitte, gebt euch ein bisschen mehr Mühe.

P.S. Auch Ihr Leser, dürft mir gerne Schnapper empfehlen.
 
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #22 am: 23.Dezember 2014, 23:47:11 »

Das erste Spiel

Es geht nach Nordirland, nach Dungannon. Es soll ein erster Aufgalopp sein, wir reisen mit nur 14 Spielern an, da bei den Neuzugängen noch Formalitäten zuklären sind. Corradi darf zumindest auf der Bank platzt nehmen. Bobby Grant fehlt zudem verletzt. Wir fangen mit folgender Elf an:

                                                         

Obwohl es nur erster Test ist, bin ich aufgeregt, wie ein Bub bei der Einschulung. Es haben sich 2500 Zuschauer versammelt und warten gespannt auf ihre Elf. Ist doch ein bisschen, was anderes als Bezirksliga, wobei die Kabinen sind, hier nicht besser in Schuss. Aber alleine mit dem Flieger zum Auswärtsspiel, hat schon was. Besser als beim restalkoholisierten Mannschaftskameraden in den Astra zu steigen. Jetzt weiß ich auch, warum wir hier spielen, Karl hat wohl einen großen Auftrag für seine Baufirma mit der Stadt abgeschlossen und versprochen das seine Truppe hier aufläuft. So läuft es hier. Auch nicht anders als bei uns auf dem Dorf. Aber zum Spiel:

Wir legen los, wie die Feuerwehr.

0:1 Davis   1 min.
0:2 Bowyer    14 min.
0:3 Dobbie   22 min.
0:4 Perkins   24 min.

Wir spielen sie förmlich an die Wand, der Gegner ist völlig überfordert. Wir haben Ballgewinn um Ballgewinn. Mindestens 4 weitere Riesenchancen haben wir bis zur 30 Minute. Dann der große Einbruch, aufmal schwere Beine, der Spielfluss ist weg. Die Nordiren berappeln sich und stehen etwas stabiler. Da wir kein Druck mehr aufbauen können, spielen die Halbprofis sich die ersten Chancen raus.

1:4 Fletcher   71min.

Fletcher trifft nach einem Fehlpass von Emmanuel N'Daw zum Ehrentreffer. Danach sind beide Truppen zufrieden und lassen das Spiel auslaufen.

Ich bin zufrieden, meine Kollegen auch. Uns war wichtig, das unsere Spielidee umgesetzt wird. In der ersten halben Stunde klappte das auch gut, der Gegner hat kaum Luft zum Atmen und wir erpressten uns massig Chancen. Dann ging uns die Puste aus, kein Wunder, da wir ja mitten im Konditionsaufbau sind. Über die zweite Hälfte legen wir den Mantel des Schweigens, Corradi hatte nach seiner Einwechslung noch zwei Alutreffer, aber sonst? N`Daw zeigte noch, warum es für ihn eng wird.

Also ab in den Flieger und Heim.
Gespeichert

Signor Rossi

  • Researcher
  • Nationalspieler
  • *****
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #23 am: 24.Dezember 2014, 10:16:09 »

Valdez ist doch ablösefrei zu haben ;D

Ohne Flachs: was ist denn mit Heinz Müller oder Timo Ochs?
Gespeichert

Ruben8

  • Halbprofi
  • ****
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #24 am: 24.Dezember 2014, 14:45:25 »

Fernando Pacheco (Real B, oft ablösefrei), Diego Mariño (puh, wo der anfangs spielt weiß ich gar nicht), Andrés Fernández (Porto), Moyà (wenn er den Konkurrenzkampf gegen Oblak verliert), Guaita (steigt mit Getafe meistens ab und will weg), Adrián Ortolá oder Kiko Casilla (steigt mit Espanyol auch oft mal ab)
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #25 am: 25.Dezember 2014, 01:32:14 »

Die Torwartjagd

Zu Hause angekommen, checke ich noch schnell meine E-mails. Mal wieder etliche Angebote von Spielerberatern, zwei davon scheinen “halbwegs” seriös zu sein. Einer empfiehlt mir zwei deutsche Schlussmänner, der andere scheint Spezialist für den spanischen Markt zu sein. Ich leite die Mails an die Scoutabteilung weiter, mit der Bitte um schnelle Sichtung, da die Zeit langsam drängt. Passende englische Keeper sind nicht im Angebot, unsere Scouts haben auch keine Fortschritte zuvermelden. Vielleicht lässt sich Karl doch auf einen Internationalen ein, er hält sich ja auch häufig nicht an seine Regeln. So und dann ab ins Bett.

Am nächsten Morgen, schon vor dem Vormittagstraining habe ich die Scoutberichte auf dem Schreibtisch. Wie machen die das bloß? Ich bin immer wieder positiv beeindruckt, hoffe aber insgeheim das auch die Inhalte der Berichte passen.

Marco Bode, hat sich über die beiden Deutschen erkundigt:

Timo Ochs, steht beim Jahn Regensburg unter Vertrag. Er wäre für kleines Geld zu haben, allerdings hat er extreme Schwächen beim Rauslaufen und beim Mitspielen. So kommt er nicht infrage.

Heinz Müller hat schon lange Jahre in England verbracht, wäre also von daher sehr geeignet. Trotz seines Alters wäre er sportlich eine enorme Verstärkung. Leider hat er noch Vertrag in Mainz und bekommt dort gutes Geld, welches wir ihm nicht bieten können. Also auch leider keiner für uns.

Bei der spanischen Agentur scheiden  Kiko Casilla, Vicente Guaita, Andrés Fernández Moreno und Moya aus, da sie für uns einfach unbezahlbar sind. Ablösesummen über 5 Millionen, da würde ich Karl gar nicht erst fragen wollen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass die Keeper überhaupt Lust hätten, bei zu spielen.

Fernando Pacheco, Diego Mariño und auch Adrián Ortolà sind interessante, junge Männer. Nach dem Training hab ich einen Termin bei Karl und Wiljan, bei der Gelegenheit werde ich die drei Spanier mal ansprechen.

Ich: “Hallo zusammen, ich hätte da noch ein paar Lösungsvorschläge für unser Torwartproblem.”
Karl: “Magnus, gut das du es ansprichst, das Problem ist gelöst. Ab heute nachmittag wird Victor Valdez, bei uns zur Probe mit traineren. Er ist müde vom Tiki-Taka und will wieder ehrlichen Fußball spielen. Er kommt ablösefrei und will nicht mal ein Gehalt, sogar seine Handschuhe bringt er mit!”
Ich: “Ähh, du verascht mich doch. Victor Valdez, hier bei uns in Blackpool, jetzt hör aber auf.”
Karl: “Ja stimmt, wir verarschen dich. Aber wenn du schon den spanischen Markt sondierst, dann nimm doch gleich den besten Verfügbaren.”
Ich: “Woher weißt du das jetzt schon.”
Karl: “Ist halt mein Verein, was wunderst du dich? Aber auch egal, die Torhüterjagd hat tatsächlich ein Ende.”
Ich: “Jetzt bin ich aber gespannt.”
Karl: “Kennst du Fabien Farnolle?”
Ich: “Nee nie gehört, dreht die französische Softerotikfilme?”
Wiljan: “Frag ihn das mal selbst?”


Ein Berg von einem Mann betritt den Raum. Der Typ könnte als Weltenverdunkeler arbeiten, der aufgepumpte Tim Wiese würde 2 mal in den Kerl passen und es wäre noch Platz. Er stellt sich als Fabien Farnolle vor und erklärt selbstbewusst, er sei unsere neue Nummer eins.

Fabien Farnolle ist 196cm lang, 98kilo schwer und hat zwei Länderspiele für den Benin gemacht. Er hat zudem die französische Staatsangehörigkeit und dort auch größtenteils seine Karriere verbracht. Im letzten Jahr war er Stammkraft bei Clermont Foot, wo aber sein Vertrag nicht verlängert wurde. Der Typ strotz vor Kraft, den haut nichts um. Sein massiger Oberkörper wird von zwei Beinen gehalten, die auch als Brückenpfeiler durchgehen würden.
Statur und Athletik sind beeindruckend, aber der auch fangen kann. Ich bin gespannt.
Fabien und Wiljan verlassen das Büro, sie wollen sich noch das Gelände anschauen und zudem suchen sie noch Trainingsbekleidung in der passenden Größe.Viel Spaß dabei.

Ich: “Karl, wo habt`s ihr den denn ausgegraben? Kann der spielen?
Karl: “Wiljan hat ihn aufgetrieben, der kennt ihn von irgend so einem Turnier, keine Ahnung. Wiljan sagt, er wäre gut, richtig gut. Außerdem wollte er so wenig Gehalt, ich glaub der Platzwart verdient mehr.”
Ich: “Aber Karl, weder Benin, noch Frankreich gehören zum Vereinigten Königreich. Was ist mit unseren Idealen?”
Karl: “Da wir hier in der Karlokratie leben, mache ich die Regeln und Ideale. Du befolgst sie, aber hinterfragst sie nicht. Haben wir uns verstanden?”
Ich: “Ja, wenn du meinst.”
Karl: “Gut waren wir gestern, zumindest die erste, halbe Stunde. Macht weiter so, spielt das 90 Minuten lang, dann wird es ein gutes Jahr für uns. Die Spieler und anderen Trainer loben dich, du scheinst es also ganz gut zu machen.”
Ich: “Danke für die Rückmeldung, wir werden weiter hart arbeiten.”

Ich verabschiede mich und verlasse das Büro. Ich werde nicht schlau aus dem Mann, ich bin irritiert. Zum Glück hab ich nicht viel Zeit zum Grübeln, das nächste Training wartet. 
« Letzte Änderung: 25.Dezember 2014, 11:10:37 von Mchairhill »
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #26 am: 25.Dezember 2014, 15:47:11 »

FC Internationale Blackpool
Zitat
Karl Oyston führt die Entfremdung unseres Vereines unverblümt weiter fort. Vor Wochen versprach er noch, dass das neue Gesicht des Clubs britisch sein wird. Er versprach, junge britische Spieler die mit Leidenschaft Fußball spielen. Wenn man jetzt ein Zwischenfazit zieht, dann sieht man, dass sich der Verein eher international aufstellt. Neben dem jungen deutschen Traineranfänger, der zufällig sein Schwiegersohn ist, beschäftigt Blackpool mittlerweile auch einen niederländischen Sportdirektor. Das Scoutingteam setzt sich aus drei Deutschen, einem Belgier und nur zwei Engländer zusammen. Im Trainerteam läuft neuerdings mit Marcel Lucassen, ein weiterer Niederländer rum, der von Roberto Bonazzi einem Italiener begleitet wird.
Der Torwarttrainer Tony Warner kommt gebürtig aus Trinidad/Tobago. Mit Oliver Otto, gibt es einen deutschen Fitnesstrainerpraktikanten, der wohl bald eine Festanstellung bekommt.
Mit dem italienischen Sturmrentner Corradi und dem französischen Torwarthünen Farnolle wurden auch die ersten internationalen Spieler verpflichtet. Es entstehen die ersten Befürchtungen, das weitere Planstellen im Kader mit ausländischen Veteranen gefüllt werden und das Ganze wohl nur aus Kostengründen. Die britischen Spieler die bisher den Weg nach Blackpool gefunden haben, sind allesamt höchstens als Füllstoff anzusehen. Soll ein Ersatzspieler der zweiten Mannschaft der Glasgow Rangers unseren Blackpool FC verstärken, schwer zu glauben. 

Warum erzählt uns der Präsident am Anfang der Saison etwas von Idealen, Tugenden und Fußball auf den man Stolz seien kann. Mir als Journalist ist es ja recht, das der Verein qualifiziertes Fachpersonal einstellt, aber warum versucht uns Herr Oyston so zu täuschen. Und ob das Personal, siehe den jungen Cheftrainer, wirklich immer so qualifiziert ist, wird die Zukunft zeigen. Die Recherche hat gezeigt, dass Herr Falkner es als Spieler nie über die 7.Spielklasse Deutschlands geschafft hat. Seine einzige Trainererfahrung, die er mitbringt, ist das Begleiten von 15-jährigen Buben in ihrer Dorfliga. Manchmal reicht es als Qualifikation die richtige Frau zu heiraten. In Blackpool, unter der Leitung von Karl Oyston ist so etwas möglich. Hier wird nach Gehaltswünschen eingestellt und dabei vergessen, dass Qualität manchmal ihren Preis hat.

Es wird eine lange, harte und schwierige Saison für alle Seasider.
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #27 am: 25.Dezember 2014, 21:08:43 »

Vieles Weiteres

Mir fiel es schwer, mich mit solchen Anfeindungen auseinander zu setzten. Karl versuchte mich immer zu beruhigen, wer im Mittelpunkt stehe, der habe halt Neider. Der Zeitungsfuzzie, war schon immer ein Kumpel von John Murphy und der versuche eh gerade eine Opposition im Verein aufzubauen. Ich solle einfach meinen Job machen und gute Ergebnisse liefern, dann kommt der Rest von ganz alleine.

Karl gab mir den Auftrag mich mit dem Kader Premier League Absteiger Cardiff City zu befassen, die hätten einige Spieler aussortiert, die uns helfen könnte. Er hat ein sehr merkwürdiges Lächeln im Gesicht, als er mir diese Information verriet. Ich setzte mich mit Darren und Paul zusammen und wir schauten und den Kader an. Nach ausgiebiger Analyse einigten wir uns, dass wir einen Transferangriff wagen auf:

Tony Smith, englischer Rechtsaußen, der auch links und im Sturm aushelfen könnte. Der 32-jährige bringt mental genau das mit was wir suchen, zudem ist er körperlich in bestechender Form. Seine Technik ist in vielen Punkten überdurchschnittlich, vor allem seine Dribblings sorgen immer wieder für Sorgenfalten beim Gegner. Mit fast 100 Toren in knapp 500 Profispielen würde er unsere Torgefahr immens erhöhen. Der Musterprofi würde für eine Leihe zur Verfügung stehen, in Cardiff gehört er nur noch zur zweiten Mannschaft, warum auch immer.

Ebenso könnten wir uns den 29-jährigen Schotten  Don Cowie in unserem Team vorstellen. Der 10-fache Nationalspieler überzeugt durch gigantische Ausdauer, Einsatzfreude, Teamwork, Zielstrebigkeit und eine enorme Konzentrationsfähigkeit. Technisch durchaus beschlagen soll, er den nach innen ziehenden, linken Flügel bei uns geben. Wäre eine absolute Granate für unser Team, der auch noch als Anführer gilt. Problem wird sein, dass er einen Marktwert von 2,4Millionen hat und Karl geizig ist. Wir sind mutig und legen Karl trotzdem die beiden Spieler ans Herz.

Wir sind nicht sonderlich optimistisch, als wir Karl die Mail schicken. 3 Tage später verkündet uns Karl, der sich gerade auf dem Weg zur Eröffnung seines neuen Golfplatzes in Cardiff befindet, dass wir uns nicht wundern sollten, es wären beim Nachmittagstraining zwei neue Spieler an Bord. Nach der Mittagspause konnten wir tatsächlich Tony Smith und Don Cowie begrüßen.

Cowie wechselt für 1,8Millionen zu uns und verdient tatsächlich nur die vorgegebenen 500000€. Ich will gar nicht wissen, wie Karl das macht. Ist aber vielleicht auch besser, es nicht zu wissen.

Smith kommt erst mal auf Leihbasis zu uns, Cardiff zahlt 50% seiner 900000€ Jahresgage weiter. Am Ende der Saison können wir ihn für 800000€ fest verpflichten.

Selbst der ewig nörgelnde Schreiberling Cohen muss zugeben, dass dieses gelungene Transfers sind. Die beiden neuen Spieler integrieren sich schnell in die Truppe und gehen im Training mit Einsatz und Eifer voran.

Als weiterer Innenverteidiger gesellt sich tatsächlich, der von Paul so empfohlene Murray Wallace zu uns. Der junge Schotte wechselt für unglaubliche 3.1 Millionen zu uns. Komisch finde ich, dass wir 2 Tage nach dem Transfer eine komplett neue Computer und Serveranlage bekommen, aber nicht nur wir, sondern sämtliche Firmen aus dem Oyston-Imperium. Die Lieferung, Installation und Wartung wird durchgeführt, von einer Firma namens  Hoyle Computer Corp.  aus Huddersfield.  Mir soll es recht sein, wir bekommen einen sehr talentierten jungen Innenverteidiger, der viel Potenzial mitbringt. Der Linksfuß soll langsam aufgebaut werden und von seinen erfahrenen Kollegen lernen. Er hat einen 4-Jahresvertrag unterschrieben, verdient 250000€ im Jahr und Karl hofft wohl auf einen gewinnbringenden Verkauf in den nächsten Jahren.

Ablösefrei ergänzt Darcy Blake den Blackpool FC. Der 23-jährige Waliser kann flexibel Innenverteidiger, Sechser und den rechten Ausverteidiger geben. Defensiv stark, hat er seine Stärken im mental und physischen Bereich. Das Spiel nach vorne ist nicht unbedingt seins, aber er passt als Typ gut rein bei uns und deckt viele Positionen ab.

Tyler Harvey, kommt für 1 Million von Plymouth Argyle. Der 17-Jährige gilt als Riesentalent und kann jede Position im offensiven Bereich spielen. Wir allerdings sehen ihn eher auf der Sechs und wollen ihn umschulen. Der Milchbubi zeigt sich sehr ehrgeizig und zielstrebig. Er ist technisch sehr gut ausgebildet und auch körperlich schon absolut auf der Höhe. Wir sind uns einig, an Tyler werden wir viel Freude haben.

Aus Schottland von St.Mirren ergänzt uns Paul McGowan. Der offensive Allrounder ist ein mentales Biest, er antizipiert sehr gut, bewegt sich exzellent ohne Ball und ist zu dem einsatzfreudig. Er strahlt das besondere Etwas aus, kann mit seinen Dribbling und seinem Tempo jederzeit Spiele alleine entscheiden. Der Ball ist dein Freund, was man bei seiner guten Technik und seinem hervorragenden Passspiel sieht. Der 24-Jährige ist gerade in wichtigen Spielen voll da. Schwächen hat er in der Luft, da er weder sprunggewaltig noch sonderlich stark ist, auch verzettelt er sich gerne in privat Scharmützel auf dem Platz. Der Spieler konnte für 1,4Million verpflichtet werden, was als Schnäppchen gilt, da er noch Potenzial mitbringt und jetzt schon einen Marktwert von knapp 3 Millionen hat. Das eine Bauabbruchfirma in der Nähe von St. Mirren neuerdings in den alten Trucks einer Blackpooler Baufirma fährt verschweige ich mal.

Nach den ersten Trainingswochen stellt sich heraus, dass Sergei Zenjov nicht so richtig zu uns passt. Er ist zwar unglaublich schnell, aber das war es dann auch schon fast. Statt sich im Training rein zu hängen, lässt er sich oft hängen und hadert mit allem Möglichen, nur nie mit sich selbst. Da er auch noch einer der Topverdiener ist, stehen die Zeichen auf Trennung. Das Ganze ist aber nicht so einfach, da wenig Interesse von anderen Vereinen besteht.

Auch bei Tom Barkhuizen reicht es sportlich noch nicht ganz. Ich wäre froh, wenn er zur Leihe irgendwo unterklassig spielen würde.

Für die zweite Mannschaft wurde beim Talentsichtungstag, der ein oder andere Nachwuchskicker verpflichtet. Sie dürften aber erst mal keine Rolle für das A-Team spielen. Die Reservemannschaft wird neuerdings von Tim Sherwood trainiert.



Karl schickt uns zu einem weiteren Marketingtestspiel in Nordirland. Bei Ballymena United spielten wir mit folgender Aufstellung:



Wieder machten wir anfangs ordentlich Druck, gingen schnell in Führung und vergaben in der Folgezeit Chance um Chance. Für uns als Trainerteam war es wichtig zu sehen, das unser Pressing funktioniert, und das tat es ganz passabel. Mitte der ersten Halbzeit legten wir noch einen nach. In der zweiten Hälfte erlahmte unser Spiel an den vielen Wechseln, sodass wir nur noch auf 0:3 erhöhen konnten.

0:1 Zenjov   4min.
0:2 Corradi   23min.
0:3 Corradi   58min.

Zu null gespielt, Taktik lief ganz gut, niemand verletzt, die Neuzugänge Corradi, Ironside und Naylor mit guten Leistungen. Zufrieden sind wir wieder heim geflogen.
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #28 am: 25.Dezember 2014, 23:13:50 »

Testspiele


Im nächsten Spiel forderte uns der FC Coleraine. Wieder auswärts, wieder Nordirland. Karl verdient viel Geld da drüben, allerdings dank des Jets alles halb so schlimm. Diesmal bekleckerten wir uns nicht mit Ruhm.
Nur ein mageres 1:1  Barhuizen trifft in der 70sten, die Nordiren gleich kurz vor Schuss aus. Ein Spiel zum vergessen und das tun wir auch.



0:1 Barhuizen   70min.
1:1 Ferris           88min.




Gegen Port Vale hatten wir wieder ein Start nach Maß. 0:3 zur Pause, ordentlich gepresst, gut die Räume genutzt, allerdings gegen einen Drittligisten, der aber deutlich stärker war, als nordirischen Gegner zuvor. Am Ende ein verdientes 4:1



0:1 Kettlewell   5min.
0:2 MacKenzie   20min.
0:3 Ironside        34min.
0:4 Ironside           74min.
1:4 Loft           77min.


Corradi,Ironside, Kettlerwell und Hegarty mit Bestnoten.



Dann der erste Härtetest gegen Udinese Calcio. Mein erstes Heimspiel, knapp 10000 Zuschauer waren neugierig und wollten meine Truppe sehen. Enttäuscht wurden sie nicht. In der ersten Halbzeit stellen wir die Italiener vor richtige Probleme, gingen kurz vor der Pause sogar in Führung. Nach der Pause verließ uns ein wenig die Puste und auch der Mut. Wir wurden unkonzentrierter und kassierten unnötig das 1:1 durch ein Elfmetergeschenk. Quasi mit dem Schlusspfiff machen die Südeuropäer sogar noch das Siegtor. Wir haben gesehen, dass wir mithalten können, allerdings hat unser Spiel auch noch Löcher.

1:0 Eigentor   44min.
1:1 Domizzi           60min.
1:2 Tawgui           90min.




Im letzten Testspiel war die Borussia aus Gladbach bei uns zu Gast. Der Euroligateilnehmer schien nicht attraktiv genug zu sein, es kamen nur knapp 5000 Zuschauer in Stadion. Sie kamen in voller Besetzung und zeigten uns gleich den Unterschied zwischen erster und zweiter Liga. Unser Pressing zeigte keine Wirkung, die Gladbacher waren zu gut am Ball, spielten uns einfach aus. 5 hochprozentige Chancen spielten sich die Fohlen in der ersten Halbzeit raus, Endstation war immer Farnolle. Riesenspiel vom Riesen. In der zweiten Halbzeit traf der Bundesligist gleich per Doppelpack und legt in der Folgezeit noch ein drauf, dann nahmen sie das Tempo raus und wir kamen ins Spiel. Corradi konnte noch zum Ehrentreffer abstauben.

0:1 Pisano   47min.
0:2 Pisano   55min.
0:3 Raffael   79min.
1:3 Corradi   84min.


Das Spiel zeigte uns, das wir dringend noch einen Plan B brauchten, falls unser Pressing mal nicht läuft, oder die Spielsituation etwas anderes verlangt.



Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Wir haben eine vernünftige Vorbereitung gespielt, auch wenn die Ergebnisse durchwachsen waren. Mir war wichtig zu sehen, dass die Taktik läuft, dass die Spieler verstanden haben was ich von ihnen will und dieses auch umsetzten. Wir haben den Kader verstärkt und aufgefüllt. Die Spieler haben hart trainiert, sie akzeptieren mich als Trainer und die identifizieren sich mit dem Verein. Wir haben eine kampfstarke, ehrgeizige, teamorientierte und zielstrebige Truppe auf die Beine gestellt. Die Saison kann los gehen, ich bin gespannt und hoch motiviert. Es fällt mir schwer, Saisonziele fest zulegen, weder kann ich die Liga so wirklich einschätzen, noch weiß ich, wo wir wirklich stehen. Karl gibt vor eine respektable Position in der Tabelle zu erreichen, was immer das heißen mag. Verschiedene Fachmagazine sehen uns zwischen einem sicheren Platz 12 und hartem Abstiegskampf. All das hilft mir nicht, aber es motiviert mich.

Mein Leben hat sich in den letzten Wochen drastisch verändert. Ich bin verheiratet, sehe aber meine Frau noch kaum. Ich lebe jetzt in England, hab aber kaum was von dem neuen Land gesehen, außer dem Trainingsgelände in Blackpool. Ich bin jetzt Profifußballtrainer, Medien berichten über mich. Letzte Woche haben Spox, der Kicker und die Bildzeitung nach einem Interviewtermin gefragt. Ich war das letzte Mal in der Zeitung, als ich im Kreispokalfinale ein Doppelpack geschnürt habe, das ist 7 Jahre her. Ein englischer Schreiberling diffamiert mich öffentlich und ich muss freundlich zu ihm sein. Mein Vorgesetzter ist zeitgleich mein Schwiegervater, und das ist die geheimnisvollste Person, die ich jemals kennenlernen durfte. Ich werd einfach nicht schlau aus ihm, ich kann seinen Plan nicht erkennen, aber er führt definitiv etwas im Schilde. Manchmal vermisse ich meine Freunde, meine Fußballbuben, meine Familie und unseren Dorfverein, einschließlich Vereinsheim. Aber immer dann merke ich, ehy ich bin Profitrainer, das macht Spaß. Ich arbeite als Fußballtrainer, das passt gut, den ich liebe Fußball. 
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #29 am: 26.Dezember 2014, 22:58:03 »

Das erste Pflichtspiel


Die erste Runde im Capital One Cup steht an, als Gegner haben wir Shrewsbury Town zugelost bekommen. Man sollte meinen ein machtbarer Gegner, aber auch wenn es abgedroschen klingt, Pokal ist Pokal. Gerade wenn man ein neu formiertes Team hat, ist man anfällig gegen einen kampfstarken, eingespielten Gegner. Wir wollen eine Runde weiterkommen und gehen von Anfang an mit voller Konzentration an das Spiel heran. Shrewsbury liegt gute zwei Autostunden entfernt. Das Trainerteam hatte die Idee, mit dem Bus zufahren, allerdings zusammen mit den Fans. Die Anhänger sind begeistert, die Spieler gehen mit gemischten Gefühlen an die Sache heran. Ich finde es gut, weiß aber auch, dass wenn es in die Hose geht, mir die Zeitungen die Geschichte um die Ohren hauen. Bei einer Niederlage wäre auch die Rückfahrt sehr unangenehm. Fast 25 Busse, mit fast 1000 Fans begleiten uns. Auf mich hat das eine sehr motivierende Wirkung. So einem Zuspruch war ich noch nie ausgesetzt, ich empfinde es aber als sehr beflügelnd. Die Spieler, Trainer und Betreuer verteilen sich auf die Busse und die Fahrt geht los. Es findet reger Austausch statt, ich sitze zusammen mit Bernado Corradi und Fabien Farnolle in einem Bus. Die  Leute sind freundlich und aufgeschlossen, wobei die Jungs von den hinteren Bänken, eher aussehen wir die Spezialisten für die dritte Halbzeit. Die Fans sind optimistisch und geben und positive Rückmeldung, solange wir alles geben würden, wäre alles bestens. Na wollen wir es hoffen.



Der Gegner:

Shrewsbury Town spielt in der 4. englischen Liga. Sie wollen dort eine gute Rolle spielen und haben sich im Sommer durch ein paar clevere Leihen verstärkt. Ihr bester Mann steht im Tor, vorne sind sie sehr jung und noch schneller. Hinten haben sie eher Schwächen, ihre Innenverteidiger sind nicht die schnellsten und nicht sonderlich sicher im Spielaufbau. Wir erwarten sie im klassischen 4-4-2, mit flacher 4 im Mittelfeld. Wir denken, sie werden versuchen tief zu stehen und dann ihre Geschwindigkeit im Spiel nach vorne auszunutzen.

Unsere Taktik:
Wir werden wie geplant, offensiv spielen. Wir wollen Druck machen, wollen den Ball haben. Wir wollen schon im Spielaufbau, den Ball gewinnen, sodass der Gegner keine Zeit hat, platzierte Pässe in den Raum zu spielen. So versuchen wir die größte Gefahr, die unglaubliche Schnelligkeit der gegnerischen Stürmer aus dem Spiel zu nehmen. Bei Ballgewinn wollen wir schnelle, kurze Kombinationen starten und schnell zum Abschluss komme.

Unsere Aufstellung:



Es fehlen heute: Gabbidon, der nicht ganz bei Kräften ist. Davies mit Lebensmittelvergiftung. McMahon und Grant beide verletzt. 



Das Spiel
(click to show/hide)

Man das hat Nerven gekostet, wir haben es uns unnötig schwer gemacht, aber am Ende reicht es. Ein großes Lob an den Gegner, der unglaublich gekämpft hat und vor allem extrem effiezent war. Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns, unsere unzähligen Neuzugänge müssen möglichst zeitnah integriert werden. Trotzdem bin ich froh, dass wir gewonnen haben und eine Runde weiter sind. Die Stimmung in der Kabine nach dem Spiel ist super, alle freuen sich auf die Rückfahrt in den Fanbussen. Ich erlaube jedem 4 Bier und ein Zwischenstopp am Imbiss, das ist zwar nicht professionell, aber was solls. Das größte Lächeln hat Fabien Farnolle im Gesicht, das erste Gegentor verschuldet und dann der Held im Elfmeterschießen. Ach, Fußball ist toll. Joe Ironside erhält von mir ein Sonderlob, ein tolles Debüt für den jungen Mann, der auch zum Spieler des Spiels  gewählt wurde.

Die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt ist feucht-fröhlich, ich habe meine erlaubten 4 Bier schnell erreicht. Alle ausgegeben von den finstern Gesellen aus den letzten Reihen. So grob, wie sie aussehen, so nett sind sie auch. Sie feiern ordentlich, Sieg ist Sieg, auch wenn manch einer sagt, dass man sich noch steigern muss. Fabien ist begeistert, er kann kaum glauben, dass ein Erstrundensieg im Pokal so gefeiert werden kann. Ich stelle mir auch die Frage, was passieren würde, wenn man mal einen Titel gewinnen würde. Träumen mit 4 großen Bieren intus fällt einem leichter.   

1:0 Mills   10min.
1:1 Bowyer   16min.
1:2 Ironside   52min.
2:2 Eaves   61min.


2:5 nach Elfmeterschießen Schützen: Kettlewell,Bowyer vergibt,Dobbie,Ironside

In der nächsten Runde geht es auswärts gegen Ligakonkurrent Reading, die in der ersten Runde klar mit 1:4 gegen Portsmouth gewannen.

Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #30 am: 27.Dezember 2014, 16:51:08 »

Blackpool mühevoll weiter
Zitat
Der Backpool FC scheint bestrebt zu sein, eine Thekentruppe zu werden. Nachdem man sich mühevoll in die nächste Runde gequält hat, hat man anscheinend ausgiebig gefeiert. Gut informierte Kreise meinen zu wissen, dass die Spieler und auch das Trainerteam, auf dem Heimweg zusammen mit den Fans kräftig dem Alkohol zugetan waren. Trainer Falkner soll sogar mit Mitgliedern der „Muckers“ an einer Fish&Chips-Bude gesichtet worden sein. Der junge deutsche Trainer soll der Mannschaft wohl erlaubt haben, den knappen Sieg gebührend zu feiern. Vielleicht sollte man ihn mal daran erinnern, dass der Blackpool FC eine Profifußballmannschaft ist und kein Dorfhobbyteam. Auch wenn sie gestern eher wie letzters gespielt hat.

Nach schwachen 120 Minute hieß es 2:2 (Tore: Bowyer, Ironside), sodass das Elfmeterschießen entscheiden musste. Hier hatte das erfahrenere Blackpoolteam die stärkeren Nerven und den besseren Keeper. In drei Tagen steht der Start der Sky Bet Championship bevor, gegen das ambitionierte Team aus Watford braucht es dann eine gewaltige Steigerung.
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #31 am: 27.Dezember 2014, 21:04:52 »

Der Ligastart


Es waren aufregende Tage nach dem Pokalspiel, ich musste zu Karl zum Rapport und zu Magret auch. Karl war hin und hergerissen, ob er die Aktion jetzt gut finden soll, oder nicht. Bei den Fans kam es sehr gut an, das Gästebuch der Internetseite quilt über und es gibt jede Menge positive Leserbriefe in der Zeitung. Ein Großteil der Spieler fand es auch gut, wobei es auch kritische Stimmen gab. Der junge Murry Wallace gab zu bedenken, das es nicht gerade förderlich für seine Karriere sein, in einem verqualmten Bus Büchsenbier zu trinken. Nach 2 Tagen harkten wir das Thema ab, meiner Frau musste ich versprechen, mich nicht mehr mir diesen Typen rum zu treiben. Die Konzentration lag jetzt auf dem Ligastart. Wir dürfen auswärts bei Watford ran.



Der Gegner:

Der FC Watford wird als klarer Favorit gegen uns gehandelt. Sie werden von den Medien auf Platz 8 gehandelt, laut eigener Angabe wollen lieber noch etwas weiter nach oben. Die Truppe von Trainer Giuseppe Sannino hat einen sehr internationalen Touch. Im Tor steht der Brasilianer Gomes, die Innenverteidigung bilden der Nordire Craig Cathcart und der Australier Lucas Neill. Die rechte Seite bilden die Italiener Marco Cassetti und Diego Fabbrini, die linke Lloyd Doyley und der Tscheche Daniel Pudil. Die achter Positionen bekleiden Almen Abdi aus der Schweiz und der Franzose Samba Diakité. Im Sturm sollen der Österreicher Roland Linz und der einheimische Troy Deeney für die nötige Torgefahr sorgen. Das Ganze fügt sich zu einem 4-4-2 zusammen. Ihr Fokus wird wohl auf eine Überladung der Flügel liegen, um möglichst viele Flanken auf ihre kopfballstarken Stürmer zubringen (Nr 1 in der Liga in der Luft). Unsere Scout berichten, dass sie eher mit gemächlichem Tempo versuchen werden uns zu zermalmen. Watford ist bärenstark im Passspiel, lässt den Ball sehr gut laufen und hat viele technisch beschlagene Spieler in der Mannschaft. Wenn es mal nicht läuft oder in Rückstand geraten, neigen sie dazu in den Egofußballmodus zuverfallen.
Ihre Viererkette ist eher langsam, was uns entgegen kommen sollte.
 
Die Taktik:

Wir werden versuchen, möglichst schnell in die Zweikämpfe zukommen. Wir wollen durch gutes Verschieben die Anspielstation minimieren und schon bei der Ballannahme stören, Ziel muss es sein die Passmaschine Watford zu unterbinden.  Die Außenverteidiger sind für die offensive Rolle die spielen sollen, eigentlich zu schwach im Spiel nach vorne, gerade sie wollen wir doppeln, unter Druck setzten uns so zu Ballverlusten zwingen. Lange Bälle des Gegners wollen wir unterbinden, da wir in der Luft klar unterlegen sind. Selber wollen wir Corradi als Wandspieler nutzen und versuchen in Laufduelle gegen die Viererkette zu kommen. Unsere Außenmittelfeldspieler haben die Anweisung, immer wieder ins 1gegen1 gegen die Außenverteidiger zu gehen. Schlüssel wird sein, wie laufintensiv wir verschieben können, da wir zwingend das flügellastige Spiel der Gastgeber unterbinden müssen.

Die Aufstellung:

 


Dobbie rückt für den noch nicht ganz wieder hergestellten Ironside ins Team, Wallace und Robinson müssen für Naylor sowie Gabbidon weichen.



Am Morgen vor dem Spiel schlage ich die Zeitung auf, irgend so ein Zeitungsvogel räumt uns für heute keine Chance ein. Sein gutes Recht, das zu meinen. Aber seine Begründung stößt mir sauer. Trainer Falkner tut der Truppe nicht gut und steht dem Verein im Weg. Eine Person, die weder mich noch meine Arbeit kennt, nimmt sich raus so ein Urteil zubilden, dabei hat die Saison noch nicht mal begonnen. Dieser Aspekt der Arbeit gefällt mir nicht, allerdings bin jetzt noch heißer auf einen Sieg, dass dem Schreiberling seine Worte im Halse stecken bleiben.

Angenehm war die Begegnung mit Alexander Merkel direkt vor dem Spiel. Der junge, deutsche Mittelfeldspieler sitzt nur auf der Bank bei Watford und ist damit recht unzufrieden. Er ist erstaunt aber auch begeistert, dass es einen Verein gibt, der so viel riskiert mit einem so jungen, unbekannten Trainer. Wir ratschen kurz und wünschen uns viel Glück.



(click to show/hide)

Wir sitzen zufrieden in der Kabine, die Jungs sind stolz, ich spreche Lob und Anerkennung aus. Fühlt sich gut an. Dobbie und MacKenzie, kriegen einen Sonderapplaus von der Mannschaft. 

0:1 MacKenzie   42min.



Nehme gerne Rückmeldung entgegen. Spielpräsentation so in Ordnung?
« Letzte Änderung: 27.Dezember 2014, 21:14:22 von Mchairhill »
Gespeichert

TheGroce

  • Halbprofi
  • ****
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #32 am: 28.Dezember 2014, 18:18:19 »

Absolut in Ordnung, wobei ich ne kurze Zusammenfassung über das Spiel besser finde als einen solchen, ich sag mal "Ticker-Bericht".
Spart an Zeit und lässt sich meiner Meinung nach auch leichter lesen, aber so ist es auch okay. :)

Musst mal noch hören, was die anderen dazu sagen. ^^
Aber sonst Hut ab vor der Story, schöner Schreibstil und sehr interessant gehalten, kann gerne mehr werden :D
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #33 am: 28.Dezember 2014, 22:14:16 »

Analyse

Am Morgen nach dem Spiel wir uns ins Karls Büro zur Analyse der beiden Spiele und der letzten Zeit. Anwesend sind Karls, Darren, Paul, Wiljan, Tim Sherwood und meine Wenigkeit.

Karl eröffnet das Gespräch: „Schön das ihr alle da seid, gestern war es ein schöner Sieg. Gut gemacht, aber ich hätte ein paar Punkte über die wir sprechen müssen.“
Ich: „Danke für das Lob, ja gestern lief einiges zusammen. Die Jungs waren gut gestern. Aber was gibt’s Karl?“
Karl: „Ich bin jetzt keine Taktikikone, aber ich glaub wir haben am Anfang klargestellt, dass wir ballbesitzorientierten Fußball spielen wollen. Ich will mich jetzt gar nicht an den Prozentzahlen von gestern aufhängen, aber es wirkt so auf mich, als spielen wir gar nicht auf Ballbesitz, sondern praktizieren schnelles Umschaltspiel. Was sagt`s du dazu Magnus?“
Ich: „Das kann ich erklären, also zumindest gestern haben wir viel zu schnell den Ball verloren, unsere Passquote war gestern unter aller Sau. Da der Gegner aber recht passsicher und spielstark war, mussten wir viel Energie aufbringen, um gegen den Ball zu arbeiten. Diese Energie fehlte uns dann bei eigenem Ballbesitz. Also eigentlich ein Teufelskreis. Aber ich denke, das wird nicht gegen alle Gegner so sein, zumal auch nicht alle so stark am Ball sind.“
Darren: „Ich pflichte da Magnus bei, zudem darf man nicht vergessen, dass 46% Ballbesitz für ein Auswärtsspiel gegen einen starken Gegner schon Ok sind. Uns geht auch ein bisschen die Eingespieltheit ab, es sind halt doch viele Spieler erst spät verpflichtet worden.“
Karl: „Mir geht es auch eher um die Spielidee, wir spielen nach Ballgewinn, meist ein Mal quer und dann in den Raum, das sehe ich doch. Ich bin doch nicht blind. So behält man den Ball doch nicht.“
Ich: „Das ist richtig Karl, wir wollen bei Ballgewinn in des Gegners Hälfte sofort umschalten und ausnutzen das der Gegner unsortiert ist. Plan B ist es aber, bei tieferen Eroberungen, oder auch nach Abwürfen den Ball kontrolliert nach vorne zu spielen. Wir arbeiten noch dran, das wird aber auch noch ein wenig dauern, da dieses Training und Absprache gebraucht. Aber das schnelle Umschaltspiel ist momentan unsere größte Waffe, da sollten wir nicht drauf verzichten.“
Karl: „Ok soweit. Aber ich werde das weiterhin beobachten. Mein nächster Punkt wäre, warum haben wir den Keogh aus Millwall ausgeliehen? Der hat noch keine Minute gespielt und kostet uns ein Heidengehalt!“
Ich: „Andy zeigt im Training gerade nicht den Einsatz, den es braucht. Die anderen 3 Stürmer sind gerade vor ihm, aber wir werden ihn noch brauchen. Oder möchtest du, dass wir nach Gehalt aufstellen, nicht nach Leistung?“
Paul mischt sich ein: „Ich weiß das Millwall Optionen hat, ihn zu Geld zu machen. Es könnte sein, dass sie die Leihe für nichtig erklären, da sie finanziell sehr schlecht da stehen.“
Karl: „Ich möchte sehen, dass mein Geld sinnvoll angelegt ist. Deswegen frag ich kritisch nach. Wenn es hilft, schickt mir den Keogh ins Büro, dann rede ich ein paar Takte mit ihm. Falls uns Keogh wirklich kurzfristig verlassen würde, bräuchten wir dann jemand?“
Ich: „Wir hätten dann nur drei klassische Stürmer im Kader, aber auch 2-3 Spieler, die da aushelfen könnten. Falls Paul aber noch einen talentierten Angreifer in Peto hätte? Aber das alles ist ja jetzt recht spekulativ. Andy spielt bei uns und wir werden ihn schon hinkriegen. Danke für das Angebot, Karl, aber ich denke ich sprechen selber mit ihm.“
Karl: „Ok, nächster Punkt. Farnolle, wirkt für mich nicht wie die versprochene Granate, Wiljan. Bei jedem Ball, der in Richtung unser Tor geht, krieg ich es mit der Angst zu tun. Wie seht ihr das?“
Wiljan: „Ich sehe ihn jetzt nicht so schwach, sicherlich braucht er noch ein wenig Spielpraxis, damit er an Sicherheit gewinnt. Aber im Elfmeterschießen hat er das Ding gewonnen und ich denke das Preisleistungsverhältnis stimmt. Ein deutlich besserer Keeper wäre auch deutlich teurer.“
Ich: „Fabien hat bis jetzt einen Fehler gemacht, das kann passieren. Er trainiert hart und gut, ist sehr engagiert und wird mit wachsender Praxis auch sicherer werden. Er ist der beste Keeper, den wir haben. Er genießt mein Vertrauen, er ist akzeptiert in der Mannschaft. Was genau willst du uns sagen, Karl?
Karl: „Durch meine Kontakte nach Italien, ist mir ein interessanter Spieler zur Leihe angeboten worden. Der aktuelle italienische U21 Torwart Mattia Perin ist auf der Suche nach Spielpraxis. Er würde in unserem Gehaltsbudget liegen und wäre wohl wechselwillig. Aber letztendlich liegt es an euch?“
Paul: „Ich hab mich schon erkundigt, das wäre ein Bombenmann für uns. Ganz klar eine Verstärkung.“
Ich: „Mag sein, dass der uns verstärkt, aber Fabien hat sich nicht zuschulden kommen lassen. Wir haben ihn mit dem Versprechen des Stammplatzes hier her gelockt und jetzt wollen wir ihn auf die Bank setzen, weil er einen Ball hat fallen lassen. Ich weiß nicht, ich finde da ist auch ein bißchen Loyalität und Vertrauen gefragt.“
Karl: „Wir sind hier nicht in der Sundayleague, sondern im bezahlten Fußball. Hier geht es nach Leistung. Ich will am Ende doch nicht absteigen, weil wir am falschen Torwart festgehalten haben.“
Wiljan: „Herr Osyton ich glaube jetzt übertreiben sie ein wenig, der Farnolle ist ein guter, solider Torwart.“
Karl: „Stehen sie finanziell dafür gerade, wenn wir wegen dem Keeper absteigen? Er ist ihre Verpflichtung, ich mache sie verantwortlich. Sind sich dem bewusst?“
Wiljan: „ Ämmhh, ich weiß nicht.“
Karl: „Sie schleppen hier den Keeper an und sind nicht von ihm überzeugt? Sie knicken hier beim ersten Wind ein. Ihrem Urteilsvermögen soll ich trauen? Und ihrem Keeper soll ich trauen, wenn sie nicht für ihn bürgen?
Wiljan: "Äähhmm Herr Osyton, was soll ich sagen? Ich kenne Herrn Farnolle, als zuverlässigen Keeper.“
Karl: „Das reicht mir nicht. Ich will Sicherheit und die verspricht mir der Italiener mehr. Wenn die Verhandlungen klappen, dann spielt der bei uns! Und bevor jemand auf die Idee kommt, ja es ist mir egal, ob ein Franzose oder ein Italiener bei uns im Tor steht, es sind beides keine Briten. Und wenn es dem Farnolle nicht passt, kann er ja gerne kündigen, dass gleiche gilt für sie, Herr Vloet.“
Ich: „Ich dachte der Trainer entscheidet über die Aufstellung?“
Karl: „Willst du mir jetzt auch noch krumm kommen? Klar entscheidest du über die Aufstellung, aber ich entschiede über dich. Bedenke das, wenn du hier weiter Sprüche machen willst.“
Ich: „Jetzt komm mal runter Karl, du hast mir den Job angeboten und ich mache ihn nach bestem Gewissen. Wir berücksichtigen deine Vorgaben und vor allem haben wir die ersten beiden Spiele gewonnen. Warum hast du also so schlechte Laune und gehst hier so ab?“
Karl: „Ich werde nervös, wenn ich meine Arbeit hier im Verein gefährdet sehe. Da fange ich an zu kämpfen und das mit harten Bandagen. So und jetzt raus hier, alle!“


Darren, Tim, Paul und ich bleiben draußen noch kurz stehen, Wiljan zieht geschockt von dannen.

Darren: „Was ist mit ihm los? Führt der alles seine Firmen so?
Ich: „Laut seiner Tochter kommt sein wirtschaftlicher Erfolg nicht von ungefähr. Er spielt wohl nicht immer fair.“
Tim: „Sein Ruf in der Branche ist nicht der beste. Aber das gerade war schon starker Tobak. Und was hat er mit seinem Ballbesitzfußball, das verstehe ich nicht?“
Paul: „Ich glaube das ist sein Anspruch, er selber und auch seine Geschäftsgebaren sind sehr dominant, und genauso möchte er, dass seine Fußballmannschaft spielt, und dazugehört es offensiv und auf Ballbesitz zu spielen. Der Verein soll eine Art Visitenkarte von ihm sein.“
Darren: „Aber dann muss er auch Gelder locker machen. Spieler für so eine Spielweise kosten Geld.“
Ich: „Das wird er nicht tun, wie du merkst, ist er mehr als geizig. Seine Taktik ist eher, aus dem Vorhandenem alles raus zupressen, was geht. Das macht er immer und überall so.“
Paul: „Und das recht erfolgreich, wenn man seine Bilanzen so sieht. Ich muss los, Magnus, dir viel Spaß mit deinem Schwiegervater.“
Darren: „Ja Magnus, Tim wir haben Training. Fabien erzählen wir erst mal nichts, oder?
Ich: „Ja warten wir mal ab.“
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #34 am: 29.Dezember 2014, 22:47:26 »

Englische Woche, die Zweite.

Es sind anstrengende Tage, es steht die nächste englische Woche an. Sagt man das in England eigentlich?
Am Dienstag kommt Brighton and Hove Albion zu uns an die Bloomfield Road. Ich freu mich auf mein erstes Heimspiel, weil im Gegensatz zu den Medien, haben die Fans Vertrauen in meine Fähigkeiten.  Am Samstag darauf dürfen wir in den Sheerwood Forest nach Nottingham reisen. In beiden Spielen werden wir Punkte hart erkämpfen müssen.

Karl hat sich die letzten Tage sehr rar gemacht, vielleicht darauf zurück zuführen, das Mattia Perin über die Medien verbreiten ließ, das er nicht wisse, wo genau Blackpool liege und auch nicht gewillt ist, dieses rausfinden. Herr Oyston solle sich bitte seine peinlichen Angebote sparen. Diese Ansage hat gesessen, in Karl brodelt es, aber ich hab das Gefühl, er heckt etwas aus. Ich bin gespannt, da auch Paul sehr geheimnisvoll tat, als ich ihn auf dem Flur traf.
Fabien war natürlich hellhörig geworden, als er die Meldung lass. Er suchte das Gespräch, da er nicht verstand, warum man einen neuen Keeper suche. Ich versuchte ihn zu beruhigen, sagte ihm das, das nicht von mir kommt und er einfach durch Leistung überzeugen solle. Naja begeistert was er natürlich nicht, aber wolle um seinen Platz kämpfen.

Mit Andy Keogh führte ich auch ein ausgiebiges Gespräch, wies ihn auf seinen mangelnden Einsatz im Training hin und fügte an, wie dringend wir ihn in guter Verfassung brauchen würden. Er zeigt sich einsichtig, es fiel ihm schwer das Verhalten seines Stammvereins zu verstehen, welche ihn abgeschoben hatten. Er wolle sich jetzt aber auf Blackpool konzentrieren und alles geben, falls er zum Einsatz kommen würde und auch im Training mehr Gas geben.

Die beiden harten Spiele in der letzten Woche hatten Spuren hinterlassen. Gerade die älteren Spieler pfiffen schon jetzt aus letztem Loch, obwohl wir ja noch am Anfang der Saison standen. Ein Punkt, den wir unbedingt beobachten sollten. Wir reduzierten ein wenig die Anforderungen im Training, um rechtzeitig zum Spiel am Dienstag wieder regeneriert zu sein.



Brighton and Hove Albion

Der Gegner:

Brighton wird vom ehemaligen Leverkuserener Sami Hyypiä trainert. Ihm bläst jetzt schon früh in der Saison der erste Gegenwind entgegen. Am ersten Spieltag verloren sie unglücklich gegen Wolverhampton mit 1:2. Im Pokal ein paar Tage zuvor mühten sie sich gegen Exeter zu einem sehr schmeichelhaften 1:0 Sieg. Wir erwarten die Mannschaft sehr kämpferisch, aber eher defensiv eingestellt. Die Hyypiä-Elf wird wahrscheinlich im 4-3-3, mit einem Sechser und zwei Achtern spielen. Die Truppe ist sehr laufstark, führt ihre Zweikämpfe mit der groben Klinge hat aber Probleme mit dem Tempo.

Die Taktik:

Wir wollen von Anfang an viel Tempo machen, da wir dort die größte Schwäche des Gegner sehen. Durch unsere Überzahl im Mittelfeld sollte es uns relativ leicht fallen, den Ballführenden zu doppeln. Unsere Stürmer sind angehalten, das Spiel auf den Flügel zu lenken. Dort wollen wir dann Pressingfallen stellen und ausnutzen, das deren offensive Außen ungerne mit nach hinten arbeiten. Viel Arbeit also für unsere Außen. Da Smith etwas platt wirkt, rückt McGowan ins Team. Er ist frisch und brennt auf einen Einsatz. Den Sturm bilden Ironside und Dobbie, da Corradi etwas Erholung braucht. Zudem soll Ironside seine Laufstärke einbringen und den Gegner müde laufen.

Die Aufstellung:





Das Spiel:

(click to show/hide)


Tore:

1:0 Cowie   24.min.
1:1 Ward   44.min.
2:1 McGowan   61.min.


12687 Zuschauer verfolgten ein rassiges, hart geführtes Spiel und gingen zufrieden Heim.





Nottingham Forest

Der Gegner:

Unser nächster Gegner empfängt uns in guter Form, nachdem sie im Pokal ähnlich wie wir beim unterklassigen Morecambe das Elfmeterschießen brauchten, um die nächste Runde zu erreichen, schlugen sie recht überzeugend Cardiff und Wolverhampton. Auf dem Papier waren wir klarer Underdog, die Spieler von Nottingham verdienen im Schnitt doppelt so viel wie die unseren. Bei den aktuellen Marktwerten liegen sie sogar dreifach vorne. Uns egal, wir sind gut in Form und wollen uns dort nicht verstecken. Nottingham hat ein starkes Gefälle in der Truppe, vorne sie bärenstark, haben etliche gute Stürmer und offensive Mittelfeldspieler. Um so weiter man nach hinten schaut, um so auffälliger werden die Defizite. Die Verteidiger sind recht flink und auch stark im Verteidigungsspezifischen, aber eher schwach am Ball und im Spielaufbau. Das Mittelfeld präsentiert sich lauf- und passstark, arbeitet allerdings nicht gut zusammen. Vorne haben sie kräftige, abschlussstarke Stürmer, die sich sehr gut ohne Ball bewegen. Da kommt Schwerstarbeit auf uns zu. Sie spielen meist im britischen 4-4-2, mit zwei flachen Viererketten.

Die Taktik:
Wir werden die Flucht nach vorne antreten, wir wollen Pressen, was das Zeug hält. Wir sind uns sicher, dass wir gegen deren starke Offensive nicht zu Null spielen können, was heißt wir müssen Tore schießen. Und das wollen wir auch. Druck von der ersten Minute an, die Verteidiger werden keine Luft zum Atmen haben. Die Taktik ist also schnell gemacht, noch höher als sonst verteidigen, noch mehr Laufbereitschaft, noch mehr Verschieben und noch aggressiver den Weg zum Tor suchen.
Fünf frische Kräfte rücken ins Team. Harvey feiert sein Debüt auf der Sechs, eine riskante, offensive Variante. Corradi und Keogh bilden den Sturm und Smith rückt wieder auf seine rechte Seite. Als Linksverteidiger  beginnt diesmal Robinson. Auf die Bank müssen Naylor, McGowan, Kettlewell, Dobbie und Ironside. Alle nicht leistungsbedingt sondern der Frische geschuldet.

Die Aufstellung: 





Das Spiel:

(click to show/hide)


Tore:

0:1 Cowie   19.min
1:1 Cox      23.min
2:1 Djebbour    29.min
2:2 Collins ET   61.min
2:3 Cowie   65.min
2:4 Keogh   71.min
3:4 Mackie   75.min




Wer hätte das gedacht, 3 Spiele, 3 Siege, zweiter in der Tabelle. So darf es weiter gehen. Trotzdem gibt es Grund zur Sorge, ich weiß nicht, was Karl gerade so treibt. Lee Boywer hat irgendein Problem mit mir, er reagiert immer sehr verhalten auf meine Ansprachen und unser Spielstil ist sehr kraftraubend. Entweder brauchen wir Varianten, oder wir müssen mehr rotieren. Jetzt aber erst mal den  Sieg genießen.
« Letzte Änderung: 30.Dezember 2014, 00:37:55 von Mchairhill »
Gespeichert

doc_moustache

  • Profi
  • ****
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #35 am: 29.Dezember 2014, 23:32:20 »

hey, das liest sich sehr amüsant! Glückwunsch zum erfolgreichen saisonstart.

vor allem die Auseinandersetzung zwischen karl und dir bezüglich der ballbesitzorientierung verspricht Spannung! werde hier weiter mitlesen!
Gespeichert
Aktuelle Station: Gennaro Iván Baffi



Storyarchiv: Moustaches Fohlen - Beendet

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #36 am: 30.Dezember 2014, 00:36:08 »

Blackpool verpflichtet Roy Carroll
Zitat
Trotz des guten Saisonstartes sah das Management vom Blackpool FC noch Platz für Verbesserung. Ab sofort steht der nordirische altinternationale Carroll im Tor des Championshipzweiten. Nachdem man sich letzte Woche eine Abfuhr bei italienischen U21 Keeper Perin abholte, wurde der Routinier aus dem griechischen Exil geholt. Er wechselt für eine fixe Ablösesumme von 300000€ zu den Seasiders und freut sich, sich noch mal in England beweisen zu dürfen. Mit Carroll bekommt Trainer Falkner einen erfahrenen, kommunikativen Keeper, der seine Stärken  in der Organisation der Abwehr hat. Dem erst im Sommer verpflichteten Farnolle droht die Bank, dem Trainer damit Ärger ins Haus. Zum Pokalspiel morgen in Reading fährt Carroll aber wohl noch nicht mit, es fehlt noch die Freigabe vom Verband.



@doc: Danke Danke Ja ich bin selber gespannt, wie es weiter geht. Aber so lange wir weiter so erfolgreich sind, wird Karl schon nicht zu sehr meckern.
@Race77: auch dir Danke, ich merke gerade selber wie zeitgefräßig, die ausführliche Berichterstattung ist, muß mir was anderes einfallen lassen.
Gespeichert

doc_moustache

  • Profi
  • ****
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #37 am: 30.Dezember 2014, 09:07:25 »

Zum umfang der Berichterstattung: ich bin am allermeisten an veränderungen im Kader und taktischen spielchen interessiert. Mehr als am reinen spielbericht. Wenn du hier mal eine reihe von fünf, sechs spielen zusammengefasst darstellst, ist das kein Problem für mich.
Gespeichert
Aktuelle Station: Gennaro Iván Baffi



Storyarchiv: Moustaches Fohlen - Beendet

Signor Rossi

  • Researcher
  • Nationalspieler
  • *****
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #38 am: 30.Dezember 2014, 09:36:29 »

So geht es mir auch.
Gespeichert

Mchairhill

  • Hobbyspieler
  • **
  • Offline Offline
Re: Familienhilfe
« Antwort #39 am: 30.Dezember 2014, 14:09:36 »

Ausleihkünstler

Vor der Abfahrt nach Reading, bat mich Karl noch zum Gespräch. Karl empfing mich relativ entspannt und gut gelaunt in seinem Büro.

Karl: „Grüß dich Schwiegersohn, ich hoffe du fühlst dich nicht übergangen, aber ich musste da einfach was machen.“
Ich: „Ich denke du spielst auf die Torwartverpflichtung an. Ja ich ich fühle mich übergangen und ich darf den Knatsch in der Kabine jetzt ausbaden. Fabien hat sich gerade in die Trotzphase begeben und macht nur blöd rum.“
Karl: "Ach das solltest du doch kennen, hast ja schließlich Jugendliche trainiert vorher.“
Ich: „Guter Einwand, da kam die Phase öfter vor.“
Karl: „Wie gesagt, ich hatte das Gefühl etwas tun zu müssen, die Chance mit Carroll bot sich, da konnte ich nicht anders. Ich denke aber das er uns helfen wird.“
Ich: „Wir werden sehen, heute spielt noch mal Fabien. Vielleicht können wir ihm ja zumindest die Pokalspiele geben?“
Karl: „Du bist der Trainer, du entscheidest. Solange du dein Entscheidung vertreten kannst, passt ja alles.“
Ich: „Was gibt’s sonst noch?“
Karl: „Loben wollt ich dich, sehr guter Saisonstart, hätte wohl keiner mit gerechnet. Selbst die regionale Presse, schreibt nicht mehr ganz so negativ über dich.“
Ich: „Danke, wir arbeiten aber auch hart. Die überregionale Presse hat aber meist schon noch schlechte Schlagzeilen über mich parat.“
Karl: „Mach die keine Gedanken, so lange sie schreiben, haben wir gratis Werbung. Hast du schon das Interview mit Felix Magath gelesen?“
Ich: „Nein, was sagt der?“
Karl: „Er findet es eine Frechheit, das jemand der überhaupt nichts im Fußball geleistet hat, die Chance bekommt, eine Profimannschaft zu trainieren. Es gebe so viele gute Fußballlehrer da draußen, und in Blackpool würde so ein Dahergelaufener einen Job kriegen. So einen Job müsse man sich verdienen, und nicht erheiraten. Von Tuten und Blasen keine Ahnung, aber den Profitrainer spielen, weil der Schwiegervater Kohle sparen will. Das ist ein Schlag ins Gesicht, eines jeden Fußballfans.“
Ich: „Uuii, was ist mit dem den los? Hab ich dem was getan? Der kennt mich gar nicht persönlich, und lässt so einen Text ab. Aber immerhin kann er mit meinem Namen etwas anfangen, das war vor 3 Monaten wohl nicht so. Was genau macht er denn, wenn er gegen uns verlieren sollte?“
Karl: „Gute Reaktion Magnus, versuche es als Motivation zu sehen. Der Magath redet eh zu viel, schenke dem nicht zu viel Gehör. Aber noch was, Lee Bowyer war bei mir zum Gespräch!“
Ich: „Aha, was wollte er?“
Karl: „Auf der einen Seite, lobt er dein Training, deine Taktik und vieles mehr. Aber es fällt ihm schwer, Anweisungen und Ansprachen von dir anzunehmen. Er sagt, er hätte alles im Fußball gesehen und erlebt, hätte unter großen Trainern gespielt und jetzt soll er auf einen Kreisklassentrainer hören. Es fällt ihm schwer, er werde sich Mühe geben, aber er kann nichts versprechen.“
Ich: „Interessant, ist mir in der Kabine auch schon aufgefallen. Hab aber gerade keine Lösung parat, vielleicht muss ich ihn mehr mit einbinden.
Karl: „Ja könnte helfen, wollte nur das du es weißt. Ach ja, du hast Sergei Zenjov verliehen? Weißt du warum, der bei uns im Kader steht?“
Ich: „So genau weiß ich das nicht, aber richtig wir konnten ihn nach Hartlepool verleihen. Die übernehmen 20% des Gehaltes. Bei uns hätte er wohl nur in der Zweiten gespielt, vielleicht bringt ihn die Zeit in Hartlepool weiter.“
Karl: „Hahaha, du bist gut. Der Junge steht nur bei uns unter Vertrag, weil sein Vater ein Geschäftspartner von mir ist. Seine eigentlich völlig überzogendes Gehalt, ist eine versteckte Provisionszahlung. Jetzt zahlt Hartlepool 20% davon, klasse. Du bist klasse. Ich lach mich tot. Können wir das öfter machen.Vom fußballerischen gehört er bestimmt besser in die Liga Nummer 4. Hoffen wir mal das sein Vater das akzeptiert, aber der wird sich freuen, das sein Sohn Profifußball spielt. Genial, Magnus du bist genial.“
Ich: „Wir haben auch Barkhuizen verliehen, der geht für ein halbes Jahr nach Burton. Auch sie zahlen 20% Prozent Gehalt. Die Spielpraxis wird ihm gut tun“
Karl: “Ja passt schon. Ist der Kader denn jetzt komplett. Oder brauchen wir noch wenn?“
Ich: „Ein Abräumer im Mittelfeld könnten wir schon noch gebrauchen, sitzt da noch was drin? Oder hast du noch irgendeinen Sohnemann, Schwipsschwager, Geschäftspartner in der Hinterhand?
Karl: „Werd nicht frech, du profitierst ja auch von meinem Netzwerk! Aber was günstiges sitzt noch drin, schau halt, was es zu leihen gibt, oder ablösefrei!“
Ich: „Ich schreib Paul eine Mail. Haben wir es denn?“
Karl: „Ja, das wars. Also viel Glück heute Abend.“



@favre und doc: ich werds versuchen zu berücksichtigen, werde das passende Mass schon noch finden.
« Letzte Änderung: 30.Dezember 2014, 14:40:01 von Mchairhill »
Gespeichert