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Autor Thema: Stürmerloser Vollgasfussball  (Gelesen 2089 mal)

Cassius

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Stürmerloser Vollgasfussball
« am: 06.Januar 2017, 10:53:08 »

Hallo in die Community!

Ich wollte hier mal wieder schlichtweg eine Taktik posten, die mir momentan überaus gute Dienste leistet. Gerne mache ich das in mehreren Teilen, da es mehr Zeit kostet als ich zunächst dachte. :)

Teil 1: Grundformation, grundsätzlich wichtige Attribute

Teil 2: Spielerrollen und wichtige Attribute für diese

Teil 3: Team, Player und Opposition Instructions


Rahmenbedingungen

Ich spiele momentan mit dem FC Zürich, der beschämenderweise als einer der grössten Traditionsvereine der Schweiz letzte Saison den Gang in die zweite Liga antreten musste. Es gelang uns der knappe, aber hochverdiente, sofortige Wiederaufstieg und die erste Saison in der Super League haben wir auf Platz drei, was ein sehr gutes Resultat darstellt. Nach langer Suche und vielen kleineren und grösseren Veränderungen habe ich zur Rückrunde meine Taktik verfeinern können und seitdem konnten wir 12 der 18 Rückrunden-Partien gewinnen, bei lediglich zwei Niederlagen.

Teilweise entspricht das, was wir auf dem Platz abliefern richtig meiner Idee von flüssigem, kombinativen Offensivfussball, mit 71 erzielten Toren sind wir auch die besten der Liga und in der Rückrunde bekamen wir meistens auch die Gegentorflut in den Griff, auch wenn die Taktik da sicherlich noch Schwächen aufweist. In einem gewissen Masse nehme ich das aber durchaus in Kauf, wenn wir dafür regelmässig Feuerwerke in des Gegners Strafräumen verursachen. Nun aber zur Taktik:

Spielidee

Damit beginnt in meinen Augen jede Formation. Jeder hat bestimmt eine Vision vom "schönen" Fussball, so wie er ihn mag. Bei vielen Station erfährt die Idee einen Einfluss durch die Umstände. Darmstadt könnte auch unter Idealist Guardiola nicht wie Barca spielen und selbst mit Ancelotti zeigt Bayern keinen Cattenaccio. Glück für mich, dass beim FCZ Umstände und Vorstellungen zueinander passten. Als absolut zwingender Aufstiegskandidat muss man offensiv spielen. Ohne Siege wird das nichts, so weit ist alles klar.

Ich persönlich mag das Kurzpassspiel holländischer und spanischer Prägung. Kontrolliertes, technisch sauberes Spiel in alles Phasen und durch alle Spieler. Es ist zwar nicht der Wahrheit letzter Schluss, aber ohne Ball kann man keine Tore erzielen und mit Ball erzielt der Gegner kein Tor (mit seltenen Ausnahmen, Kramer lässt grüssen). Gleichwohl soll es kein ödes Ballgeschiebe sein. Meiner Meinung nach ist das meistens ohnehin nur der Not geschuldet, weil der Gegner die Räume so eng macht, dass wenig anderes übrig bleibt. Im Angriffsdrittel will ich wann immer möglich schnelles, direktes Kombinationsspiel sehen. Wichtiger Faktor dieser beiden Punkte ist das Gegenpressing. Da meine Mannschaft stets den Ball haben will, soll er dem Gegner schnellstmöglich abgenommen werden. Wir wollen hoch stehen und sie früh angreifen, auch mit dem Hintergedanken, dass die Gegner bei ihrem Ballgewinn noch ungeordnet sind bzw. sich in die Offensivpositionen begeben haben (Aussenverteidiger schieben vor, Innenverteidiger fächern etwas auf, die Flügel suchen die Breite). In diesem Moment sind sie am verwundbarsten. Deswegen soll auch der Klopp'sche Weg in meiner Taktik zu sehen sein: Pressing ist der beste Spielmacher.

Grundformation

Ich komme zur Formation. Es ist ein 4-3-3-0. Nun kommt der Punkt: die Taktik soll ohne nominellen Mittelstürmer funktionieren. Auf den ersten Blick läuft das dem offensiven Fussball zuwider, doch wie eben die Resultate meines FCZ zeigen kann man stürmerlos sogar die offensivste Mannschaft der Liga sein (ohne den besten Kader, obwohl er nicht schlecht ist). Ich kam dazu, weil mich in den letzten FM's die Mittelstürmer mehr und mehr entnervt haben. Bei gegnerischem Ballbesitz gondelten sie beinahe angewurzelt an der Mittellinie herum ohne in der Abwehr zu helfen. Zudem waren sie mit Ball tendenziell eher ein Bremsklotz bis wir in den Strafraum vorgedrungen waren. Ich habe an mir selbst beobachtet, dass sich die Stürmer immer "defensiver" einstellte (F9, DLF, zuletzt DF) um schnelleres und attraktiveres Spiel zu generieren. Also entschied ich mich, sie ganz wegzulassen.

Die Viererkette habe ich gewählt, weil es meiner Ansicht nach sehr schwierig ist, die Innenverteidiger in die Ballzirkulation mit einzubinden, also sehe ich für meine Spielidee den dritten Innenverteidiger als ähnliche Verschwendung im Offensivspiel wie ich den Mittelstürmer im Spiel gegen den Ball wahr genommen habe. So habe ich einen Mann mehr für das Mittelfeld, wobei ich tüftle, ob es eine Möglichkeit gibt, die Dreierkette spielen zu lassen, denn gegen den Ball ist sie Gold wert, das muss man sagen. Vielleicht mit Libero?

Weil im Pressing und auch für viel Ballbesitz dem Zentrum des Spielfeldes am meisten Gewicht zukommen soll, habe ich mich für zwei Dreierreihen entschieden. Flügelspieler im Mittelfeld oder in der Offensivreihe hätte mich zu viel Personal gekostet, das Zentrum zu bespielen. Ich habe sowohl, 4-3-3-0(breit), 4-2-4-0 und 4-4-2-0 ausprobiert und in jeder Taktik zeigte sich die mangelnde Kompaktheit vor allem bei Ballbesitz früher oder später in Fehlpässen und Ballverlust. In keiner Formation bekam ich auch nur annähernd so viele Angriffe bis zum Ende kombiniert als mit dem engen 4-3-3-0.

So sieht nun also die Grundformation aus:



Die Mentalität war schwierig. Lange Zeit spielte ich mit Control, auch eine Zeit mit Standard. Zum Schluss lieferte mir das extreme Attack die besten Dienste, vor allem auch gegen den Ball.

Very Fluid stand für mich hingegen nie in Frage. Erstens gehört es für mich zu überraschendem, offensivem Fussball dazu, dass die Aufgaben nicht klar verteilt sind. Es gibt nicht den Spielmacher oder den Abschlussspieler. In der Tendenz dann letztenendes sicherlich, aber wenn mein Spielgestalter eng gedeckt wird, müssen andere in die Bresche springen und den Mut haben, den Ball zu fordern. Ausserdem erhöht die Fluidität auch die Kompaktheit der Mannschaft und so war es für effektives Pressing für mich unabdingbar.

Zentrale Attribute

Natürlich fordert diese Taktik von den Spielern generell auch passende Attribute. Ich beschreibe mal generell, worauf ich geachtet habe. Natürlich hat kein Spieler ein komplettes Profil und man muss viele Abstriche machen, aber es kann nicht schaden, diverse Attribute zumindest im Blick zu haben:

-Passing: Erklärt sich wohl von selbst, in einem ballbesitzorientierten Spiel müssen alle in der Lage sein, den Ball unfallfrei zum nächsten Spieler zu bringen. Ein Mindestmass an Passgenauigkeit erwarte ich vom Torwart über den Dribbelkünstler bis zum Materialwart.
-Anticipation: Ein enorm wichtiges Attribute, das für mich zu einem grossen Teil beeinflusst, wie intelligent ein Spieler auf dem Platz agiert. Vor allem in einem aggressiven Pressing muss man das Spiel lesen, Pässe antizipieren und abfangen können.
-Work Rate: Pressing ist mehr als laufen, laufen, laufen, aber es bedingt eine grosse Bereitschaft zu Laufwegen und Zweikämpfen. Deswegen lege ich Wert auf dieses Attribut, wenngleich es vor allem die technisch begnadeten Spieler oftmals missen lassen. Bei den Aussenverteidigern ist es umso wichtiger, da die in meinem System den ganzen Flügel beackern müssen.
-Decisions: Das zweite ganz wichtige Attribut, wenn es um die Intelligenz geht, hier eher mit dem Ball. Gehe ich ins Dribbling? Wage ich den Steilpass? Aber auch die Frage, ob man in einen Zweikampf geht, zur Grätsche ansetzt. Ich würde sagen, dass sich schwache Spieler mit guter Entscheidungsfindung sehr viel länger als normal in grossen Teams halten können, denn sie machen schlichtweg weniger Fehler. Und wie wir alle wissen ist Fussball eigentlich ein Spiel der Fehler.

In den nächsten Tagen folgen dann noch Teil 2 und 3, ich reserviere mal die Beiträge.

Anmerkungen, Fragen und jedwede andere Kommentare sind hier gerne gesehen, vielleicht wird ja die eine oder andere Taktik-Diskussion angestossen.
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Cassius

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #1 am: 06.Januar 2017, 10:53:27 »

Spielerrollen
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Dann will ich mal weiter machen.

Generell zu den Spielerrollen so wie sie jetzt stehen habe ich zu sagen, dass es kaum eine gibt, die von Beginn weg so bestanden hat. Eigentlich sogar gar keine, wenn ich es mir richtig überlege... Die haben sich alle im Prozess so ergeben, weil mir auf dem Platz gewisse Dinge gut, andere nicht so gut gefallen haben und natürlich musste ich auch auf mein Spielermaterial eingehen können. Kann von daher gut sein, dass ich gewisse Rollen mit anderen Spielern auch anders wählen würde. Aber als Korsett für dieses Spielsystem erscheint mir das recht gut.

Torhüter

Ich fange hinten an. Der Torhüter hat natürlich die primäre Funktion, Bälle abzuwehren. Durch das hohe, aggressive Pressing und den gewünschten flachen Spielaufbau, soll er sowohl ordentlich mitspielen als auch einen geraden Pass spielen können. Ich habe mich - wenig überraschend - für den Sweeper Keeper entscheiden, lange Zeit auf defend. Nun habe ich einen spielerisch guten Torhüter, da darf er auf attack auflaufen. Ist aber Geschmackssache und ändere ich immer mal wieder ab. Sweeper Keeper als Rolle bleibt aber konstant.

Die wichtigen Attribute sind natürlich die ganz klassischen Torhüter-Fähigkeiten, dazu achte ich auf Concentration (Olli Kahn lässt grüssen), Anticipation, Decisions und eine solide Grundgeschwindigkeit. Sonst wird das mit dem Bälle abfangen schwierig. Dazu natürlich Rushing out.

Innenverteidiger

Beide als CD oder wenn sie technisch wirklich gut sind als BPD, mit der Duty defend. Mit asymmetrischen Versuchen mit stopper/cover habe ich nur mässig gute Erfahrungen gemacht, ausserdem widerspricht das der Abseitsfalle, die mir für Pressing vorschwebt. Dazu aber später mehr. Die beiden Innenverteidiger sollen ruhig und sachlich das Spiel aufbauen, sie werden vom Torhüter auch gezielt angespielt. Durch das hohe Pressing sind sie typischer Weise nicht so vielen direkten Zweikämpfen am Boden ausgesetzt. Normalerweise müssen sie sich mit langen Bällen herumschlagen, die entweder auf einen grossen Stürmer gespielt werden oder hinter die Abwehr. So lösen sich die allermeister Gegner gegen uns aus der Umklammerung. Da wir vorne im Spielaufbau durch die Grundordnung ohne Stürmer kaum Präsenz haben, will ich lange Bälle unserer Verteidiger um jeden Preis vermeiden.

Das Attributprofil ist dementsprechend komplex. Die klassischen IV-Attribute (Marking, Heading, Tackling) lasse ich mal weg, wobei ich Kopfballspiel und Zweikampfverhalten höher gewichte. Mental sollen sie viel mitbringen. Ich schaue zuerst auf Anticipation und Positioning, die Grundlage um möglichst viele Pässe (ob hoch oder flach) abfangen zu können. Sekundär, aber auch wichtig, sind Composure (sie sollen sich trauen, unter Druck den Spielaufbau zu gestalten), Concentration (keine Bälle unterlaufen, etc.), Decisions (Zweikampf im richtigen Moment, passendes Rausrücken aus der Kette) und Team Work (für die Abseitsfalle, generell das kollektive Vorgehen und achten auf den Nebenmann). Dazu gehören gute Werte in der Schnelligkeit und der Kraft. Schön auch, wenn sie über eine solide Technik verfügen. Kein Zufall, dass viele meiner Verteidiger mal Mittelfeldspieler waren, oder? ^^

Aussenverteidiger

Die Aussenverteidiger waren schwierig, immerhin ist ihr Profil recht komplex. Sie sollen drei Funktionen erfüllen. Erstens defensiv ihre Seite dicht halten. Zweitens sollen sie sich offensiv miteinschalten, aber vor allem in der Ballzirkulation mitwirken und dem Team zu Kompaktheit verhelfen. Ich möchte nicht, dass sie vorne an der Linie kleben und schlicht Breite geben, denn so sind die Passwege zu ihnen zu lang und einige Pässe werden abgefangen. Ich sehe sie gerne in den seitlichen Halbräumen, immer anspielbar und die Abstände zum Zentrum gering haltend. Nur situativ (und das ist Punkt drei) sollen sie Breite geben und sich ganz offensiv zur Grundlinie durchtanken. Ich habe mich, nachdem mir Punkt drei beim IWB gefehlt hat, für den WB mit support-duty entschieden. Den Rest habe ich über die Team und Player Instructions gelöst, dazu später mehr.

Typischerweise agieren die WB situativ je nach Spielgeschehen. Ballfern rücken sie ein und wenn sich der Angriff über ihre Seite entwickelt, suchen sie die Tiefe. Hier ein schönes Beispiel in einem Bild, etwa so stelle ich mir das vor:

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Attribute sind dementsprechend. Tackling ist klar, eine gewisse Schnelligkeit auch. Dazu gerne Positioning, Anticipation, dazu Work Rate und Stamina, denn der WB muss schon einen beträchtlichen Raum abdecken können.

Zentrales Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld ist der mittlere Spieler der wichtigste Mann. Er war lange Zeit ein CMd, besser funktioniert er aber als DLPd. Er ist einer der wenigen Spieler im System, die nicht wild drauf los pressen sollen, sondern die Lücken schliessen und lange Bälle mit abfangen. Wenn wir in Ballbesitz sind hat er den Spielaufbau anzuleiten und in der Ballzirkulation gewissermassen als Anker zu fungieren, der im Rückraum stets anspielbar ist und das Geschehen verlagert, wenn die Räume zu eng werden. Das Profil ist also relativ komplett, weil er sowohl offensiv als auch defensiv viel Verantwortung trägt. Ich habe festgestellt, dass er oftmals in Kopfballduelle muss, deswegen schaue ich mittlerweile auch auf seine Grösse.

Wichtige Attribute sind technisch First Touch und Passing, mental sollte er viel drauf haben. Anticipation und Positioning für das Defensivverhalten, Composure und Vision bei Ballbesitz. Ich schaue wie gesagt auch auf Heading.

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Die beiden äusseren Spieler sind die Schlüssel zum funktionierenden Offensivspiel. Da stürmerloser Fussball von viel Bewegung abhängig ist und Laufwege in die formationsbedingt verwaisten Zonen verlangt, habe ich von Beginn weg mindestens einen als CMa auflaufen lassen, mittlerweile sind es beide. Mit dieser Rolle hatte ich schon im FM16 meine helle Freude. Die Aufgaben sind enorm vielfältig. Die beiden Achter sollen ins vordere Drittel vorstossen und dabei häufig die offensiven Mittelfeldspieler überlaufen. Teils fungieren sie dort als Gestalter (Crnigoj, der nur da zum Einsatz kommt, war mein bester Vorlagengeber letzte Saison), wenn Raum vorhanden ist, stossen sie aber gerne auch bis in den gegnerischen Strafraum vor und suchen den Abschluss. Die Wechselwirkung mit den AM ist dabei essentiell, dazu gleich mehr. Im Spielaufbau sind sie oftmals auch beteiligt, wenn auch nicht so präsent wie der DLP. Ganz so tief sollen sie sich nicht anbieten, sondern eher die Zwischenräume gut besetzen, so dass wir sie ins Spiel bringen können.
Gegen den Ball sollen sie eine Art verkappte BWM sein. Das habe ich dann über die Instructions gelöst. Gemeinsam mit der vorderen Dreierreihe pressen sie nach Ballverlust den gegnerischen Defensivverbund und gewinnen den Ball. Wenn die gegnerischen Angriffe geordnet ablaufen können, bleibt dieses Element immer noch wichtig, denn sie sollen auch die WB unterstützen, die auf den Flügeln nicht selten zwei Gegenspieler zu beherrschen haben.

Mein wichtigstes Attribut für diese Rolle: Off the Ball. Wie gesagt sind ihre Laufwege das wichtigste.Sie müssen unterwegs sein, auf die Flügel ausweichen, den Ball in den Zwischenräumen fordern und bis ganz in die Spitze vorstossen. Da sie oft in engen Räumen unterwegs sind, kann Composure nicht schaden und natürlich Work Rate, da sie mit den WB am meisten laufen. Aggression mag ich bei ihnen auch, damit sie ordentlich pressen. Technisch ist ein möglichst komplettes Profil gefordert, aber vor allem die offensiven Attribute sollten passen (Vision, Passing, Dribbling, First Touch), ich schaue bei ihnen auch stark auf Finishing. Sie kommen sehr oft in guten Positionen zum Abschluss.


Offensive Mittelfeldspieler

Hier sind wohl im Verlauf meiner Zeit beim FCZ am meisten Änderungen vorgekommen. Begonnen habe ich mit zwei APs, die im Zentrum einen Trequartista flankierten. Diese Kombination war sehr passsicher, aber es gab von den Laufwegen her nur vom Trequartista überraschende Momente. Dieser schwächte unser Pressing, da er eigentlich nur etwas im Raum herum spaziert. Ich hatte aber keine passende Lösung mit meinem Spielermaterial. Doch dann zwang mich ein Spieler zur Änderung. Mit Moussa Koné musste ich einen technisch mittelmässigen Leichtathleten einbauen. Ich machte ihn zum Shadow Striker, da dieser oft in die Tiefe startet und die Verteidiger zudem aggressiv unter Druck setzt. Von den Nebenpositionen wollte ich mehr Bewegung, aber auch kreative Momente um den Shadow Striker und die vorstossenden Mittelfeldspieler einzusetzen. Deswegen und weil meiner Meinung nach ohnehin möglichst wenige Spezialisten in eine sehr fluide Formation gehören, entschied ich mich für zwei Attacking Midfielder mit einer suppot-duty.

Die Attacking Midfielder sollen alles machen. In Zwischenräume ausweichen, die Laufwege der aggressiven Spieler mit Pässen füttern, aber bei Lücken auch durchaus selber vertikal in den Strafraum stossen. Sie sind quasi Stürmer und Spielmacher in einem, ich regle auch einiges über die Instructions.

(click to show/hide)

Der Shadow Striker soll den Hauptteil der Tore schiessen. Koné hat noch die PPM "try to break the offside trap" und startet so naturgemäss immer wieder hinter die Abwehr. Auch er kann sich aber tiefer anbieten, soll dann aber schlicht einfache Pässe zu den kreativeren Spieler spielen.

Er soll schnell sein, gut antizipieren, ein starkes off the Ball vorweisen und natürlich abschlussstark sein. Ein Stürmer halt. Alle anderen technischen Fähigkeiten sind gerne gesehen, aber kein Muss.

So ergibt sich also folgende Grundformation mit Spielerrollen:



In einem dritten und letzten Teil folgen noch alle Instuctions an das Team, die Spieler und für die Gegner.
« Letzte Änderung: 09.Januar 2017, 14:17:17 von Cassius »
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Cassius

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #2 am: 06.Januar 2017, 10:54:10 »

Instructions
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Team Instructions

Ich werde hier die erteilten, zahlreichen Instructions aufführen und erklären, was ich mir dazu gedacht habe. Dazu werde ich die variablen, die ich im Verlaufe des Spiels ändere, kennzeichnen.

Lower Tempo - Das habe ich als Ausgleich zur sehr offensiven Mentalität gewählt. Die Spieler sollen sich mehr Zeit am Ball nehmen und auch mal kurz innehalten, denn viel vom Mannschaftserfolg ist von den richtigen Laufwegen abhängig. Diese brauchen oft den einen oder anderen Moment. Ich variiere das Tempo selten, kommt aber vor, wenn das Team ungewohnt viele Fehlpässe spielt oder der Gegner sich zu gemütlich formieren kann. (langsameres Tempo)

Narrow - Hier habe ich das Extrem gewählt. Zwar lassen wir gegen den Ball oft eine Seite ganz verwaist, ähnlich wie Schmidts Leverkusen, dafür haben wir einen dichten Zugriff auf den Ball und bei Ballbesitz sind die Passwege kurz und es wird kombiniert. Wenn es zu eng wurde, habe ich es auch schon geändert, aber fast nie. (enger spielen)

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Slightly deeper defensive Line - Vielleicht etwas überraschend. Die Abwehr steht eh schon hoch durch meine Mentalität und eigentlich bin ich der Ansicht, dass mein hohes Pressing eine sehr hohe Abwehr braucht. Aber wird wurden zu oft zu einfach überspielt, was viele Punktverluste zur Folge hatte. Mit dieser Einstellung fehlt uns ab und zu der Zugriff um den DLP vor der Abwehr, dafür kommen die Angreifer seltener hinter die Kette und wir kassieren weniger Tore. Spielt der Gegner kaum in die Tiefe, schiebe ich die Abwehr weiter nach vorne. (leicht tiefere Abwehrlinie)

Offside trap - Ist aktiv, weil meine Spieler ein starkes Stellungsspiel haben und ich damit als Versuch sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Die Hoppers liefen gegen mich mal gefühlt alle zwei Minuten ins Abseits. Es ist aber kein Muss in meinen Augen. (Abseitsfalle)

close down much more - sollte bei meinem Wunsch nach starkem Pressing selbsterklärend sein. (viel mehr Pressing)

Prevent short GK distribution - Ich merke wenige Unterschiede, aber die pressenden Spieler verfolgen den Ball bei Rückpässen zum Torhüter konsequenter, was oft dazu führt, dass der Ball ins Aus fliegt. Auch sonst meine ich, dass wir etwas höher stehen bleiben, kann aber auch Einbildung sein. (kurze Abspiele des TW verhindern)

Use tighter Marking - Ich halte eine klare Zuordnung und ballnahe Mannorientierungen für ganz essentiell im Pressing, deswegen soll das teamübergreifend so stattfinden. Ich liefere gerne noch klarere Bilder nach, aber gerdade im Angriffsdrittel leistet mir das gegen schwächere Gegner gute Dienste. (enger decken)

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Stay on feet - Nicht nur weil ich selbst Schiedsrichter bin, hasse ich Karten. :P Ich will zwar ein aggressives Draufgehen, aber dabei möglichst wenige Fouls. Ich halte es dabei ganz mit Jogi Löw: Grätschen verboten und ab dem zweiten Platzverweis spreche ich Strafen aus. Mein Team soll die Zweikämpfe stehend gewinnen. Erstens geht dann der Ball seltener ins Aus und es gibt weniger Fouls. Zweitens kann der Balleroberer auch schneller selbst reagieren und muss sich nicht erst wieder aufrappeln. Ich habe mich aber ohnehin bei dieser Pressing-Taktik von Nagelsmann beeinflussen lassen, der lieber Bälle durch schlaues Zustellen der Räume und Passwege gewinnt als durch zu viele Zweikämpfe. (Auf den Beinen bleiben)

Play out of Defence - Das sollte klar sein. Möglichst geduldiger Spielaufbau. (aus der Abwehr raus spielen)

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Pass into Space - Das gehört in meinen Augen in jede stürmerlose Taktik. Es geht gerade darum, frei gewordene Räume dynamisch zu bespielen. Das oft gesehene Problem für die gegnerische Abwehr ist ja, dass die Innenverteidiger keine direkten Gegenspieler mehr haben. Sie können also entweder ihre Positionen halten und meinen AM viel Freiraum vor ihnen lassen oder aber vorrücken und Druck ausüben, dafür aber hinter sich viel Raum lassen, in den insbesondere mein Shadow Striker starten soll. (Steilpässe spielen)

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Mixed Passes - Shorter Passing führte mit dem tieferen Tempo und der engen Ausrichtung für zu wenige Kombinationen, ... (gemischte Pässe)

Retain Possession - ... denn gemeinsam mit dieser Anweisung wurde das etwas gar ballschiebend, was ich ja eben nicht will. Mit dieser Anweisung habe ich mich lange schwer getan, denn Ballbesitz soll Mittel zu Zweck, aber nicht Zweck selbst sein. Ich will den Ball und muss ihn eine Weile lang halten, damit wir uns in der gegnerischen Hälfte festsetzen und dort die Strukturen entwickeln können, zielgerichtete Angriffe zu fahren. Es läuft aber stabiler mit dieser Ausrichtung, vor allem, wenn der Gegner auch starken Druck ausübt, bleiben wir im Aufbau sicherer. Kommt immer mal wieder raus gegen schwache, defensive Gegner, die eh kein anderes Spiel zulassen. (Ball halten)

Be more disciplined - Diese Anweisung führt dazu, dass das Team kollektiver agiert. Ich lasse bei den Spieler Anweisungen schon viel Kreativität zu, dies dient als Ausgleich. (Disziplinierter spielen)

Work Ball into Box - Ein ganz essentieller Teil unseres Offensivspiels. Die Spieler sollen vor dem Strafraum geduldig sein und abwarten bis sich sich wirklich eine tolle Chance bietet, sich durch zu kombinieren. (Geduldig spielen)

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Player Instuctions

Zunächst mal haben alle Spieler bis auf die Innenverteidiger und den DLPd mark tighter und tackle harder aktiv, damit sie aggressiver gegen den Ball arbeiten.

Interessant von den Anweisungen her sind vor allem die Aussenverteidiger:

Dribble less - Ich habe da nicht so die begabten Dribbler und weil sie auf den Flügeln grundsätzlich alleine sind, sollen sie sich möglichst nicht in dumme Situationen bringen, sondern zur Not lieber abdrehen und zurück spielen, am besten aber auf unsere zentralen Akteure.
Sit narrower - Näher am Ballgeschehen sollen sie sein. Das gilt für das Kombinationsspiel als auch noch viel mehr gegen den Ball, wo sie mir so viel mehr Kompaktheit verschaffen können.
Cut inside with Ball - Die Aussenverteidiger sollen nicht blind die Seitenlinie suchen, sondern grundsätzlich mit dem Ball auch das Zentrum anstreben um Teil der Zirkulation bleiben zu können. Erst im allerletzten Teil des Angriffs sollen sie vertikal durchbrechen, das tun sie vor allem dadurch, dass sie als Wing Backs Get Further Forward automatisch aktiv haben.

Die offensiven Achter haben aktiv:

Pass it shorter - Weil sie viel zu viele riskante hohe Pässe gespielt haben.
Roam from position - Um in der disziplinierten Formation für überraschende Laufwege zu sorgen.
Move into channels - Damit sie im Aufbauspiel auch in der zweiten Linie viele Anspielstationen schaffen.

Die unterstützenden AMs haben aktiv:

Roam from Position - Um in der disziplinierten Formation neben dem recht linearen Shado Striker für überraschendes zu sorgen.
Move into channels - Vor allem, weil sie so schön die Lücken besetzen, die die nach vorne stossenden Achter hinterlassen und sie diese von da aus ins Spiel bringen können. Das bringt oftmals ganz starke Synergien.
Get further forward - Damit sie im richtigen Moment auch auf Torejagd in den Strafraum gehen.



Bei den Gegneranweisungen lasse ich als pressingverstärkende Massnahme alle Spieler der ersten drei Reihen voll pressen. Also die Abwehrreihe, die DM+WB-Reihe und die Mittelfeldkette. Die offensiven Mittelfeldspieler und Stürmer lasse ich in Frieden, weil mir sonst die Verteidigung zu unkontrolliert attackiert.



So, das war die Taktik, die mir momentan sehr viele glückliche Momente beschert. Das liegt sicherlich auch daran, dass es zwei Jahre in Game gedauert hat, bis alles zu meinen Ideen und meiner Mannschaft gepasst hat und sich auch die Spieler dazu entsprechend entwickelt haben. So macht das Trainer-Dasein Spass.

Es darf jeder eingeladen sein, hier Fragen, Anmerkungen und Kritik dazulassen. Ich liefere auch gerne alles mögliche nach, was sich an Bildmaterial und Statistiken bieten. Und vielleicht möchte ja jemand noch seine eigene stürmerlose Taktik posten und erklären. :)
« Letzte Änderung: 11.Januar 2017, 22:09:31 von Cassius »
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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #3 am: 06.Januar 2017, 21:34:09 »

Wow, spannend - danke fürs Teilen :)
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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #4 am: 06.Januar 2017, 23:58:38 »

Etwas ähnliches habe ich auch mal spielen lassen, damals bei Bath...
Ich glaube unser Grundansatz und die Spielidee waren sehr änlich. Ich habe aber eine andere Lösung gefunden:
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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #5 am: 07.Januar 2017, 11:52:56 »

Oh, und hat das gut funktioniert? Defensiv erscheint das von der Grundformation her etwas anfällig, aber dafür mega kompakt. Auch so eine Takik, wo man halt darauf angewiesen ist, mehr Tore zu schiessen als der Gegner (und wenn das Spiel halt 4:3 endet^^)?
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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #6 am: 07.Januar 2017, 12:24:24 »

Es hat ziemlich gut funktioniert. Nachzulesen dort: http://www.meistertrainerforum.de/index.php/topic,19460.0.html ;)
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Cassius

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #7 am: 09.Januar 2017, 14:17:59 »

Mache ich gerne. :)

Teil zwei ist übrigens fertig.
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doc_moustache

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #8 am: 09.Januar 2017, 22:23:36 »

Sehr spannend; danke für die detaillierte Analyse. Ja, die CMa- Biester,  die gehen gut ab! War denn der Treq beim Pressing wirklich so störend? Kann doch auch hilfreich sein, wenn der zentrale Mann eher Passwege zustellt und gleich abspielbar ist nach Ballgewinn bzw. freie Bälle aufsammelt. Aber wahrscheinlich reicht das nicht, wenn sich auch der DLP wenig am Pressing beteiligt.

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Cassius

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #9 am: 10.Januar 2017, 20:45:03 »

Du hast absolut recht, er hatte auch schon ordentliche Szenen dabei, weil er gerade zufällig an den richtigen Ort gedriftet war. Mein Problem mit dem Trequartista war eher, dass man ihn nicht einplanen konnte. Wäre er wie ein Enganche stets im Zentrum herum gestanden, wäre es in Ordnung gewesen, aber der Trequartista steht mal hier, mal dort. Man kann um ihn kein stabiles Spiel gegen den Ball aufbauen, zumindest nicht so wie ich mir das vorstelle.

Dass sich der DLP am Pressing nicht oder erst in der eigenen Hälfte beteiligt, ist allerdings absolut notwendig, sonst füllt kaum einer die Lücken hinter der ersten Linie.

Morgen oder übermorgen müsste Teil 3 auch stehen.
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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #10 am: 11.Januar 2017, 01:10:16 »

Ich habe deine Idee mit der stürmerlosen Formation mal testweise in meine 343 Taktik übernommen und zumindest offensiv sieht das echt gut aus wie sich die 3 OM und 2 CM den Ball zupassen bis einer der Stürmer durchstarten kann oder einer der überlaufenden WBs bis zur Grundlinie freie Bahn hat um den Ball in die Mitte zu flanken.
Ein 4:2 und 3:2 in Punktspielen direkt ohne Zeit die Taktik zu trainieren sind wirklich ordentlich.

Was mir nicht wirklich gefällt ist das niemand vorne steht um Befreiungsschläge festzumachen und dementsprechend schnell kommt der Gegner auch wieder auf mein Tor zugerannt. Wie sieht das bei dir aus bzw wie hast du das gelöst?
Auch ein bischen schade ist das meine WBs nicht immer einen Abnehmer finden nachdem sie bis zur Grundlinie durch sind weil die OM nicht schnell genug vorrücken können.

Evtl sollte ich es mal mit 2 CF-S und 1 SS oder 2 OM-S und einem AF/Poacher/CF-A versuchen.
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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #11 am: 11.Januar 2017, 15:06:43 »

Erstmal klasse, dass du dich hast inspirieren lassen. Gerade das flüssige, überlegene Kombinationsspiel war auch meine erste grosse Freude mit dieser Art Taktik.

Das mit dem fehlenden Abnehmer ist natürlich ein Problem. Ich habe mal zu Beginn einer Story die Vor- und Nachteile von stürmerlosen Systemen aufgeführt, grob gesagt ist der Vorteil, dass man ballnah viel eher in Überzahl ist, dafür aber ballfern verwaist. Gerade in der Spitze um lange Bälle zu erlaufen/festzumachen oder auch mal auf zu kurze Rückpässe zu spekulieren fällt flach. Ich habe einen zentralen Shadow Striker, der enorm schnell ist und als PPM "breaks offside trap" hat, der spekuliert sehr stark auf Bälle hinter die Abwehr. Sonst löse ich das kollektiv: es wird möglichst geduldig und ruhig flach rausgespielt, auch unter Druck. Zudem sollen die Mittelfeldspieler in Zwischenräume ausweichen (move into channels) und können dort auch mal mit hohen, aber nicht ziellosen Bällen angespielt werden. Ich kann dazu auch gerne noch ein paar Screens nachreichen.

Der eine oder andere Befreiungsschlag wird aber öfter verloren sein, ich nehme das gerne in Kauf.

Das Problem mit den WB habe ich über die Instructions gelöst wie du bald sehen wirst. Ich habe sie mittlerweile so weit, dass sie erst ganz zum Ende der Angriffe die Grundlinie anpeilen und dann sind genügend Spieler in den relevanten Räumen.
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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #12 am: 11.Januar 2017, 16:11:07 »

Das Passspiel ist wirklich toll und im Prinzip wird sich nache der Mittellinie der Ball zugespielt bis sich eine Lücke ergibt statt wie normalerweise am gegnerischen Strafraum. Dadurch ergibt sich dann unheimlich viel Platz um die Spielzüge in gute Torchancen umzuwandeln.
Die Abwehr sieht nach ein paar Spielen zur Eingewöhnung direkt besser aus und die "dribble less"-PI bei den beiden CM erspart mir einige Ballverluste. Wenn ich jetzt noch eine bessere Rolle für den BWM finde bin ich vorerst zufrieden.

Ich würde mal Highlights hochladen wenn ich rausfinden würde warum Youtube meine 1080p Videos beim Hochladen auf 360p runterdreht  >:(
« Letzte Änderung: 11.Januar 2017, 16:16:55 von Maddux »
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Cassius

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #13 am: 11.Januar 2017, 16:33:22 »

Dirbble less musste ich auch das eine oder andere Mal anwenden, pass it shorter war eher notwendig bei meinen CM-Spielern, damit sie sachlicher Kurzpassspiel betreiben.

Der dritte und letzte Teil ist jetzt übrigens online. :)
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HerrFalstaff

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #14 am: 11.Januar 2017, 21:36:27 »

Hi Cassius,

hochinteressant das Alles...probiert hab ichs noch nicht, weil ich werst noch am Lesen und Verstehen bin (was mir die englischen Bezeichnungen nicht leichter machen ;) ).

Vlt hab ich es übersehen, aber was sind die individuellen Spieleranweisungen für den Hängenden Stürmer, den zentralen DM und die beiden IV?

Danke Dir für die Antwort. Grüsse, Robert
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Cassius

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #15 am: 11.Januar 2017, 22:13:20 »

@HerrFalstaff: vielen Dank! Ich habe die deutschen Übersetzungen in Klammern eingefügt, hoffe, sie sind korrekt übersetzt. Dort wo ich nichts aufgezählt habe, habe ich keine Anweisungen gegeben, ausser beim Stürmer auch mehr in die Zweikämpfe gehen und enger decken. Dazu kürzere Pässe, weil mein Schattenstürmer kein sonderlich sauberes Passspiel hat.

Die IVs haben keine Anweisungen.

@alle: Ich habe close down much more vergessen, habe ich noch eingefügt.
« Letzte Änderung: 11.Januar 2017, 22:15:18 von Cassius »
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HerrFalstaff

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #16 am: 11.Januar 2017, 22:34:14 »

Super danke für die prompte Antwort...könntest Du freundlicherwiese bitte noch die Spielerbefehle übersetzen?!

Danke, RObert
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HerrFalstaff

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #17 am: 11.Januar 2017, 22:40:43 »

das mit der überstzung hat sich geklärt...habs selber rausgekriegt.

wo gebe ich den befehl "try to break the offside trap"?

GRüsse
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bene

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #18 am: 11.Januar 2017, 23:05:01 »

Na endlich! Stürmerlose Taktiken. Ich freu mich.

Ich spiele, wenn es ein Langzeitsave ist, fast immer mit stürmerlosen Systemen. Angefangen hat es mit einem gewissen "White" und seiner Bath Taktik. Den FM spiele ich seit der 2014er Ausgabe, habe allerdings die 15er und 16er Versionen übersprungen.

Hier mal meine Interpretation einer stürmerlosen Taktik. Ich bin kein so talentierter Texter wie Cassius aber ich kann Screenshots machen  ;) ;) ;)

Los gehts:

Wir spielen mit dem FC Schalke 04.

4123 counter und fluid mit Spielerrollen und dutys:


Team Instrutions:
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OI:
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Das sieht alles sehr chaotisch und unlogisch aus? Es wird noch schlimmer

Player Instructions:

Torwart
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CWB's
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Innenverteiger
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Deep Lying Playmaker
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BWM
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Advanced Playmaker
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Shadow Striker
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So sieht das ganze dann mit erster 11 und der Ersatzbank aus.
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Ergebnisse
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Funktioniert!!!!

Tabelle
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Nach so vielen Bildchen, doch noch etwas Text.
Es gibt zu dieser Taktik Filter, diese kann ich gerne hochladen, falls gewünscht. Grundsätzlich braucht ihr schnelle und fleißige Spieler. Das Zauberwort heißt WORKRATE, außer bei den AP's diese dürfen tun und lassen was sie wollen. Flair und Vision sollten so hoch wie möglich sein.

Der Schlüssel sind die beiden BWM, die wenn man es genau nimmt, dank ihrer Anweisungen keine Zerstörer mehr sind. Ich habe ewig gesucht, welche Rolle im CM passt. Es ist der BWM geworden weil er (kein Witz) als einziger die Anweisung "close down much more" ermöglicht.

In einer früheren Version gab es mal drei CM, den DLP im DM musste ich einbauen, weil es doch sehr an der defensiven Stabilität mangelte. Der DM sichert bockstark ab und bleibt, falls es keine andere Lösung gibt in der Regel immer anspielbar.

Meine Innenverteidiger sollten schnell sein (der Konter wegen) und auch gerne einen Pass spielen können. Trotzdem will ich keinen von denen höher als an der Mittelinie sehen.

Die Herren auf den Außenbahnen haben es ganz schwer bei mir. Sie müssen rennen und rennen und rennen und flanken.
Defensiv wie offensiv besteht ihre Aufgabe darin Überzahl zu schafffen. Auf dieser Position sehe ich übrigens Handlungsbedarf, ich hätte die Herren gerne im Angriff näher an der Außenlinie und sie dürften auch gerne efektiver flanken. Ideen sind gerne gesehen.

Der Shadow Striker ist mein zweites Sorgenkind. Er arbeitet wie ein Irrer und vernachlässigt gerne mal das Tore schießen. Und Griezmann kann ich mir nicht leisten. Hier besteht die Möglichkeit zu optimieren. Mal sehen.

Die beiden AP's sollen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten am Pressing und Gegenpressing beteiligen. Sie wirken dabei aber eher wie "teil-aktive Störspieler" bei einer leichten Trainingseinheit der lokalen Altherrenmannschaft nach der Weihnachtsfeier. Stört mich allerdings kein Stück, weil sie das im Ballbesitz doppelt und dreifach ausgleichen. Max Meyer hatte ein Spiel mit 13!!!! Key Passes. Ganz großer Sport und ab und zu auch mal ein Tor.

Training:
Taktik in alle Slots, auch bei der Spielvorbereitung. Wenn die ganze Sache sitzt, auf Balanced wechseln.
Heimspiele werden mit Angriffstraining vorbereitet, Auswärtspartien mit def. Positioning.

Wenns mal nicht so läuft, den Trainingsschwerpunkt auf Angriff legen und die Trainingszufriedenheit überprüfen.

Ganz wichtig ist die Moral der Spieler. Seht zu, dass die Mannschaft glücklich ist. Egal wie!


Fazit:
Ich kann gar nicht mehr jeden einzelnen Entwicklungsschritt der Taktik nachvollziehen, aber das Resultat kann sich m.M.n. sehen lassen.
Es hat sich zu einer gelungenen Mischung aus Gegenpressing, Ordnung und Kreativität entwickelt.


Download
http://www.mediafire.com/file/10gnfkbjii06oc1/Strikerless-counter-fluid_BA997B90-2FAF-40CB-96D5-34D3C5155B19.fmf


« Letzte Änderung: 12.Januar 2017, 18:06:02 von bene »
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Cassius

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Re: Stürmerloser Vollgasfussball
« Antwort #19 am: 12.Januar 2017, 11:04:11 »

Sehr spannende Taktik, die du da erstellt hast. Ähnelt meiner ja durchaus etwas. :) Embolo habe ich in zahlreichen FMs vom FC Basel loseisen wollen, in meinen Augen fast schon der perfekte Shadow Striker.

Fragen, die sich mir gestellt haben:

1.) Kommt man gut zu Torchancen mit einer Counter-Mentality? Ich habe damit die Erfahrung gemacht, dass die vorderste Linie zu weit vom gegnerischen Tor weg steht und gegen nicht so weit aufrückende Gegner die Distanz zu gross ist um über Kombinationen erfolgreich zu sein.

2.) Wie verhalten sich die die BWM? Rücken die bis ganz in die Spitze auf bzw. lassen sie sich auch mal steil hinter die Abwehr schicken wie die CMa? Reicht da Get further forward? Und sind die mit diesen Anweisungen nicht ein Quell der Ballverluste?

das mit der überstzung hat sich geklärt...habs selber rausgekriegt.

wo gebe ich den befehl "try to break the offside trap"?

GRüsse

Das ist eine PPM, ein players preferred move. Ich weiss nicht, wie das auf Deutsch heisst, "Lieblingsbewegungen des Spielers" oder so ähnlich. Das sind die Verhaltensweisen, die die Spieler unabhängig von der Taktik mitbringen. Du kannst das den Spielern im Training beibringen. Da müsste nach dem Training für eine Position und dem Training eines bestimmten Attributs auch das möglich sein.

Es kann aber nicht jeder Spieler jede PPM lernen. Diese sollte aber kein Problem sein, wenn der Offensivspieler gute Werte in Ohne Ball und Schnelligkeit hat.
« Letzte Änderung: 12.Januar 2017, 11:07:28 von Cassius »
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