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Umfrage

Wie schätzt ihr den aktuellen Schwierigkeitsgrad der Reihe ein? Wie würdet ihr ihn in Zukunft gestalten?

Viel zu einfach -- wo bleibt der verdammte Nightmare-Modus, SI?
- 5 (5.3%)
Zu einfach -- zwar kein Anstoss-Spaziergang, aber ein bisschen herausfordernder könnte es schon sein
- 38 (40.4%)
Genau richtig -- genug gesagt.
- 46 (48.9%)
Zu schwer -- im Bundesliga Manager bin ich noch ohne Zwischenstopps mit Baunatal in den Landesmeisterpokal.
- 5 (5.3%)
Viel zu schwer -- frustrierender sind eigentlich nur Steuererklärungen. Ich will doch nur spielen!
- 0 (0%)

Stimmen insgesamt: 94


Autor Thema: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad  (Gelesen 1153 mal)

KI-Guardiola

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Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« am: 10.August 2017, 23:29:17 »

So was hatten wir garantiert bestimmt schon mal, und es ist auch schwierig, eine allgemeingültige Aussage zu machen, weil jeder ein bisschen anders spielt. Und das ganze natürlich von Save zu Save etwas varriieren kann; wenn auch stark relativ, weil es vielleicht schwieriger sein mag, mit einem nordirischen Club gute Spieler zu verpflichten und zu halten als mit Bayern und dann auch international so richtig durchzustarten. Aber das generelle Niveau der KI-Manager bleibt ja in jedem Save gleich, lediglich die Grenzen des "Machbaren" verschieben sich ein bisschen. Schwierige Sache also. Mich würde es trotzdem interessieren. Da gibts kein "richtig" und kein falsch", Spaß ist subjektiv. Meine Meinung: Sowohl Transfer-KI (die vor allem) als auch das taktische Niveau gerade der "Topmanager" müsste im Spiel noch einiges zulegen. Den Reiz zieht das Spiel für mich daraus, dass es eine glaubwürdige Fußballwelt darstellt -- Spitzenteams, die meist konstant bleiben, gehören da z.B. dazu.

Ein Grund für die Umfrage ist der: Ich finde es interessant, wie populär auf den größeren Portalen schwer zu verteidigende Download-Taktiken zu sein scheinen, die im Prinzip das halbe Spiel aushebeln und auch mit schlechten Teams garantiert durchstarten, ohne überhaupt irgendwo noch einzugreifen (nicht mal Auswechslungen). Diese Portale sind sogar davon dominiert. Der andere Grund ist: In Deutschland ist es oft so, dass man "zum FM kommt", weil die hiesigen Programme nicht mehr so die riesige Herausforderung darstellen, und die Komplexität eher begrenzt ist. Ein paar SPieler aufstellen und gut ist, mehr gaben gerade die Textsims von Anstoss oder Fussball Manager halt kaum her, im Guten wie im Schlechten, je nachdem. Von daher müsste das Bild, das man auf einer deutschen FM-Fanseite erhält, evtl. etwas anders aussehen auf der durchschnittlichen internationalen Fanseite. Auch im offiziellen Forum gibts immer wieder vereinzelte, lautstarke Beschwerdethreads, das Spiel sei viel zu komplex, der CHampionship Manager 99 sei noch ein "Spiel" gewesen, der FM nur noch Stress pur.

Wie schauts?  :)
« Letzte Änderung: 10.August 2017, 23:39:40 von KI-Guardiola »
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idioteque3

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #1 am: 10.August 2017, 23:42:06 »

Sehe ich so ähnlich. Die Match-KI finde ich soweit ok, schließlich soll das Spiel für Nicht-Taktiknerds auch bewältigbar sein. Die Transfer-KI ist jedoch wirklich nicht sonderlich gut und macht das Spiel auf lange Sicht zu einfach, wenn man sich nicht selbst Beschränkungen auferlegt.
Also der kurzfristige Schwierigkeitsgrad ist angemessen, auf lange Sicht zu einfach.
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Tomminator4real

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #2 am: 11.August 2017, 01:02:11 »

Sehe ich so ähnlich. Die Match-KI finde ich soweit ok, schließlich soll das Spiel für Nicht-Taktiknerds auch bewältigbar sein. Die Transfer-KI ist jedoch wirklich nicht sonderlich gut und macht das Spiel auf lange Sicht zu einfach, wenn man sich nicht selbst Beschränkungen auferlegt.
Also der kurzfristige Schwierigkeitsgrad ist angemessen, auf lange Sicht zu einfach.

Das teile ich zu 100 %, wobei es bei mir scheinbar von FM zu FM länger dauert, tatsächlich erfolgreich zu spielen. Ich hatte von meinen 7-8 Versuchen gerade mal einen Save (meinen aktuellen Dynamo Kiew Save), wo ich die Saisonziele ab Saison 1 erreichen konnte (bzw. sogar das Champions League Finale). Generell bin ich der Meinung, dass es über die Jahre hinaus schwerer geworden ist, gegen kleinere Gegner zu gewinnen. Klar, it's your tactics, aber ich finde es schön zu sehen, dass ich in meinem aktuellen Save gegen einen Gegner mit einer 5er Kette + 2 Dms in den vier Spielen auch tatsächlich nur einen 1-0 Sieg und 3 mal 0-0 gespielt habe. Ich denke, was die Match-KI angeht, ist man auf einem guten Weg.

Die Transfer-KI bleibt aber weiterhin schwach, absolut.
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Shels

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #3 am: 11.August 2017, 01:28:31 »

Ich bin nicht besonders gut und fleißig darin meine taktischen Schwächen auszubessern und damit nur ein mittelmäßig guter Spieler. Dass ich langfristig Erfolg habe in dem Spiel liegt im Grunde nur am Transferverhalten. Für mich ist die Schwierigkeit also eher richtig. Für die Leute hier im Forum die dahingehend viel draufhaben wäre ein bischen schwerer aber sicherlich ganz angenehm und ich würde es auch spielen.
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oink

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #4 am: 11.August 2017, 11:08:24 »

Ich fange am liebsten mit kleineren Teams an und delegiere nicht so gerne und mache und entscheide am liebsten alles selber, dann ist es zumindest recht aufwendig, den Spielstand ans Laufen zu kriegen. In meinem aktuellen Spielstand mit Preußen Münster lief die erste Saison eher durchwachsen (der Kader ist für meine Begriffe aber auch seltsam zusammengestellt), in der zweiten Saison bin ich dann durchmarschiert. Wobei ich mir die Spiele fast immer ganz anschaue, aber schneller laufen lasse, damit es nicht ewig dauert. Dann kann ich direkt sehen, ob was nicht passt und reagieren. Jedenfalls waren Aufstieg und Meisterschaft bereits sechs Spieltage vor Schluss sicher und ich dachte mir, ich spare mal Zeit und lasse die letzten Spiele im Key-Modus schnell durchlaufen. Ergebnis: Ich habe kein Spiel mehr gewonnen (3 Niederlagen, 3 Unentschieden). Ich konnte die Spielverläufe überhaupt nicht mehr einschätzen und die erste Szene, die ich zu sehen bekam, war dann i.d.R. ein Gegentor. Worauf ich hinaus will: Für mich erhöht sich der Schwierigkeitsgrad deutlich, wenn ich mich der Information "Spielverlauf" beraube und die Spiele nur durchhächele. Das klingt für mich erstmal logisch, es ist aber auch klar, dass es viele gibt, die gerne die schnellen Modi spielen. Vielleicht gibt es da ja auch andere Erfahrungen.

Was die Match-KI angeht, kann ich nicht ins Detail gehen, da kenne ich mich nicht aus. Bloß ein "Gesamteindruck": Ich hätte nichts dagegen, mal ein Spiel zu verlieren, in dem der Gegner einfach besser ist. Das passiert im Spiel eigentlich nur, wenn das eigene Team individuell erheblich unterlegen ist. In der 3. Liga liegen die Mannschaften ziemlich eng zusammen und gegen etwa gleichstarke Gegner ist es fast immer möglich, die Spiele zu dominieren. Wenn Spiele mal verloren gehen (bzw. nicht gewonnen werden), dann läuft es über eine z.T. absurde Chancenverwertung (ich meine nur die half und clear cut chances), es passiert aber nicht durch Unterlegenheit (bzw. Gleichwertigkeit) im Spiel. Also wenn man es gerne schwerer hätte, würde ich mir diesbezüglich eine Verbesserung wünschen.

P.S.: Wenn man die Umfänge des Frust- und des Freude-Threads vergleicht, könnte man meinen, das Spiel sei zu schwer. Aber vielleicht ärgern wir uns auch bloß lieber, als dass wir uns freuen.
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Lupus Immortalis

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #5 am: 11.August 2017, 11:19:54 »

P.S.: Wenn man die Umfänge des Frust- und des Freude-Threads vergleicht, könnte man meinen, das Spiel sei zu schwer. Aber vielleicht ärgern wir uns auch bloß lieber, als dass wir uns freuen.

Das ist psychologisch bedingt. Wir neigen dazu, positive Dinge als gegeben hinzunehmen und diese nicht so sehr im Gedächtnis abzuspeichern. Negative Erlebnisse bleiben uns dagegen länger im Kopf - es gibt Untersuchungen, die gezeigt haben, dass man eine negative Erfahrung mit durchschnittlich siebzehn Menschen teilt (heutzutage dürfte die Zahl durch soziale Netzwerke wahrscheinlich noch höher sein), während man positive Erlebnisse durchschnittlich mit drei Personen teilt.

Zum Thema - ich habe im 17er erstmals angefangen, deutlich tiefer in die Taktik-Materie einzusteigen, mit Hilfe einiger Videos von JoeyBanana und diverser Blogs. Ich bin absolut kein Taktik-Guru und bekomme mit selbst erstellten Sachen immer noch oft genug auf die Schnauze, weswegen ich immer wieder gerne auf DL-Taktiken zurückgreife, diese aber auch nach meinen Wünschen tweake. Wenn ich zum Beispiel eine DL-Taktik habe, die gleich drei Positionen mit Spielmachern besetzt, ist mir das persönlich einfach zu viel, da mache ich dann aus der AP-Rolle im AMC lieber einen Shadow Striker. Oder so was.

Ich würde gerne mehr selbst machen, aber andererseits will ich auch Erfolg haben, da ich dazu neige, eine geringe Frustrationstoleranz zu haben. Psychische Erkrankung und so. Ich brauche eben einfach Erfolgserlebnisse, und die finde ich eher mit DL-Taktiken. Noch. Ich arbeite ja dran.

Insgesamt sage ich aber dennoch, der FM ist genau richtig, wie er ist. Ja, manchmal ist das Frustpotential hoch, aber ich glaube, ZU leicht möchte ich es auch nicht haben - da kann ich auch in FIFA den Managermodus spielen. :D
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Dr. Gonzo

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #6 am: 11.August 2017, 11:35:57 »

Das Problem ist halt, dass die KI oftmals ein irrsinniges Kadermanagement betreibt. Das mag bei englischen Topklubs noch halbwegs realistisch und ok sein, beim FC Bayern ist es das beispielsweise aber nicht. Daher ist mir das Spiel mittel- und langfristig deutlich zu einfach. Man muss sich nur einigermaßen klug am Transfermarkt verhalten, dann kann man die überlegenen Platzhirsche ziemlich leicht vom Thron stoßen. Wenn man die 'Director`s Debacle Challenge' spielt, kann man diesen Vorteil allerdings entwerten. :D

Die Match Engine hat ihre Schwächen, wenn man aber auf Exploits und Download-Taktiken verzichtet, ist das vom Schwierigkeitsgrad absolut okay.
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KI-Guardiola

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #7 am: 11.August 2017, 14:03:15 »

Was ich mir in Sachen Match-KI halt wünschen würde, wäre, dass zumindest an der Spitze auch mal grob reagiert wird, selbst auf oberflächliche Dinge, zum Beispiel wenn in einem Match eine extreme Abwehrlinie a la KI-Guardiola von einigermaßen wendigen Gegnern regelrecht zerfetzt wird. Ist jetzt keine taktische Meisterleistung, eher Grundlegendes. Beeinflusst auch KI-gegen-KI-Spiele und damit die "Konstanz" von Spitzenteams. Guardiola war absolut mausig in den letzten Versionen in der Bundesliga (gelegentlich 50 Tore mit Bayern und teilweise 8 Saisonnniederlagen ;D), aber der englische Research hat ihm direkt ein paar andere Attribute verpasst. Langfristig, auch wenns keinen Schwierigkeitsgrad beeinflusst, hätte ich auch Spielstile gerne deutlicher herausgearbeitet. Mach die Spielwelt einfach "glaubwürdiger". Man muss ja eigentlich auch kein "Taktikfuchs" sein (ich bin selbst absolut kein Guru). Aber schon wenn man sich für einen Spielstil entscheidet und dafür langfristig die Spieler kauft/entwickelt, hat man einen Vorsprung. Da greifen natürlich beide Baustellen ineinander: Transfer-KI und das Taktische.  :) Generell richtig schwer ist das Spiel ja nicht, das drückt der Poll bis jetzt aus. Ich weiß nicht, wer das schon mal versucht hat. Aber man kann die Assistenten im Prinzip auch alles machen lassen, das kann gut laufen.

Was die Match-KI angeht, kann ich nicht ins Detail gehen, da kenne ich mich nicht aus. Bloß ein "Gesamteindruck": Ich hätte nichts dagegen, mal ein Spiel zu verlieren, in dem der Gegner einfach besser ist. Das passiert im Spiel eigentlich nur, wenn das eigene Team individuell erheblich unterlegen ist. In der 3. Liga liegen die Mannschaften ziemlich eng zusammen und gegen etwa gleichstarke Gegner ist es fast immer möglich, die Spiele zu dominieren. Wenn Spiele mal verloren gehen (bzw. nicht gewonnen werden), dann läuft es über eine z.T. absurde Chancenverwertung (ich meine nur die half und clear cut chances), es passiert aber nicht durch Unterlegenheit (bzw. Gleichwertigkeit) im Spiel. Also wenn man es gerne schwerer hätte, würde ich mir diesbezüglich eine Verbesserung wünschen.

(Teilweise) ME- und KI-Schwäche, außerdem fehlen Statistiken. Wenn so was regelmäßig passiert, dann ist das eine rein statistische Dominanz, die aber auf dem NIveau der FM-Statistiken nicht sehr aussagekräftig ist. Auch mit den CCCs nicht (die eh verbuggt sind). Auch im Spiel haben unterschiedliche Chancen eine unterschiedliche Wahrscheinlichkeit, reinzugehen. Konkret werden so im Mittel verwertet: knapp 40% der CCCs, der Schüsse aufs Tor 25%, Halbchancen unter 20%! Echte Analyse arbeitet mit Expected Goals, was das Spiel brauchen könnte. Jeder einzelne Schuss wird bewertet. Da kann im echten Fußball ein Team mit 19:7-Torschüssen "dominieren", aber das Team mit den weniger Versuchen das Ding "verdient" rocken, weil die besten Chancen auf seiner Seite sind. Kurzfristig sollte eine Unterscheidung zwischen Schüssen nach Standards und aus dem Spiel kommen, weil die wenigsten Standards zu einem Tor führen (die Strafräume sind halt voll). Das summiert sich extrem manchmal, wenn ein Gegner hinten reingedrückt wird, aber kein Raumgewinn erzielt wird. Außerdem eine Statistik, die anzeigt, wie oft ein Team in Gegenstöße läuft. Die sind quasi die Anti-Standards: Abwehr entblößt.

Es ist je nachdem (gerade in der Version) extrem einfach, das Mittelfeld zu dominieren. Du kannst auch Barcelona auswärts mit West Ham dominieren, kein Problem. Generell ist kein KI-Manager an sich darauf programmiert, Spiele statistisch zu dominieren. Ich habe keine Videos gerade, aber man muss mal selbst das Gegenteil versuchen, ums zu verstehen (das war ein Tabellenführer-Save, in der kein Topspiel "statistisch" dominiert wurde). Aber ist ne Baustelle. Dazu kommen immer noch teilweise extreme, unrealistische KI-Marschrouten. Die kann dich  80 Minuten dominieren lassen, und erst dann das erste Mal wirklich Leute nach vorne scheuchen. Oder mal eben zehn Minuten zwischen Spielminute 50 und 60 auf drei (kaum nach hinten arbeitende) Stürmer schalten, die bei jedem Ballverlust sofort Konter triggern und ein 0:3 wieder wettmachen und vieles mehr.
« Letzte Änderung: 11.August 2017, 15:10:29 von KI-Guardiola »
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oink

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #8 am: 11.August 2017, 15:26:09 »

Was die Match-KI angeht, kann ich nicht ins Detail gehen, da kenne ich mich nicht aus. Bloß ein "Gesamteindruck": Ich hätte nichts dagegen, mal ein Spiel zu verlieren, in dem der Gegner einfach besser ist. Das passiert im Spiel eigentlich nur, wenn das eigene Team individuell erheblich unterlegen ist. In der 3. Liga liegen die Mannschaften ziemlich eng zusammen und gegen etwa gleichstarke Gegner ist es fast immer möglich, die Spiele zu dominieren. Wenn Spiele mal verloren gehen (bzw. nicht gewonnen werden), dann läuft es über eine z.T. absurde Chancenverwertung (ich meine nur die half und clear cut chances), es passiert aber nicht durch Unterlegenheit (bzw. Gleichwertigkeit) im Spiel. Also wenn man es gerne schwerer hätte, würde ich mir diesbezüglich eine Verbesserung wünschen.

(Teilweise) langfristige ME- und KI-Schwäche, außerdem fehlen etliche Statistiken. Wenn so was regelmäßig passiert, dann ist das in dem Fall eine rein statistische DOminanz, die aber auf dem NIveau der FM-Statistiken nicht sehr aussagekräftig ist. Auch mit den CCCs nicht (die eh verbuggt sind). Klar ist, auch im Spiel haben unterschiedliche Chancen eine unterschiedliche Wahrscheinlichkeit, reinzugehen. Konkret werden im Spiel so im Mittel verwertet: knapp 40% der CCCs, der Schüsse aufs Tor 25%, Halbchancen gut unter 20%, also weniger als Torschüsse! Die echte Analyse arbeitet da mit Expected Goals, was das Spiel auch brauchen könnte. Jeder einzelne Schuss wird bewertet. Da kann auch im echten Fußball ein Team mit 19:7-Torschüssen "dominieren", aber in der Summe das Team mit den weniger Versuchen das Ding verdient rocken, weil die besten Chancen auf seiner Seite sind. Kurzfristig sollte zumindest mal eine Unterscheidung zwischen Schüssen nach Standards und aus dem Spiel kommen, weil die wenigsten Standards zu einem Tor führen (die Strafräume sind halt voll). Das summiert sich extrem manchmal, wenn ein Gegner hinten reingedrückt wird, aber kein Raumgewinn erzielt wird. Außerdem eine Statistik, die anzeigt, wie oft ein Team in Gegenstöße läuft. Die sind quasi die Anti-Standards: Abwehr entblößt.

Es ist je nachdem (gerade in der Version) extrem einfach, das Mittelfeld zu dominieren. Wenn man das macht, kann keine KI mehr gegenhalten, die wird dann "dominiert". Du kannst auch Barcelona auswärts mit West Ham dominieren, kein Problem. Das Phänomen hat man auch mit diversen Downloads immer wieder, wo dann aus 60 Schüssen gerade mal ein Tor resultiert. Die diesjährigen Downloads sind zum Beispiel extrem mittig und zentral, und scheuchen auch alle Mittelfeldspieler nach vorne. Dadurch entsteht überhaut kein Raumgewinn, gerade wenn der Gegner mit Fünferkette spielt und noch zwei DMS davor hat (diese KI-FOrmation wurde hier auch schon von Tormminator erwähnt -- sie stopft ein bisschen die großen defensiven Schwachstellen der Engine). Egal, welcher Pass kommt, der nächste Spieler ist dann direkt in Bedrängnis. Was normalerweise extrem effektiv ist, weil zentral nicht sehr gut verteidigt wird, wird dann zum "Ärgernis", weil fas alle resultierenden Schüsse Murks sind. Generell ist kein KI-Manager darauf programmiert, Spiele statistisch zu dominieren. Ich habe keine Videos gerade, aber man muss mal selbst das Gegenteil versuchen, ums zu verstehen (das war ein Tabellenführer-Save mit einer durchschnittlichen Passquote von 65% und weniger als 40% Ballbesitz). Aber ist ne Baustelle. Dazu kommen immer noch teilweise extreme KI-Marschrouten. Die kann dich  80 Minuten dominieren lassen, und erst dann das erste Mal wirklich Leute nach vorne scheuchen.

Ich bin gar kein Ballbesitz-Fetischist. Ich versuche nochmal, den Punkt, um den es mir geht, klarer zu formulieren. Ich habe oben in meinem Kleinhirn unzulässigerweise Dominanz mit einem daraus resultierenden quantitativen und qualitativen Mehr an Chancen gleichgesetzt, aber Dominanz wird natürlich auch mit eher fruchtlosen Dingen wie Ballbesitz, Eckenverhältnis etc. verknüpft. Also lasse ich die Dominanz mal ganz weg und gehe davon aus, dass meistens die Mannschaft ein Spiel gewinnt, die mehr und bessere Chancen hat als der Gegner. Hat ein gewisser V. Finke mal behauptet und ist vermutlich auch statistisch nicht ganz abwegig. Es ist auch kein Problem, dass ab und an das Ergebnis nicht zum Chancenverhältnis passt. Wenn ein nicht zum Chancenverhältnis passendes Ergebnis aber die einzige Möglichkeit für die KI ist, Spiele zu gewinnen (ich übertreibe jetzt mal bewusst), dann reduziert das m.E. den Reiz des Spiels. Dabei orientiere ich mich an den Statistiken zu HC und CCC, da ich nicht wüsste, woran sonst (auch wenn die verbuggt sein mögen). Ergänzende oder aussagekräftigere Indikatoren würde ich natürlich gerne in meine Überlegungen einbeziehen.

Ein anderer Punkt, was die Chancenstatistik angeht: Komisch ist für mich seit jeher, dass mein optischer Eindruck, also das, was die Engine an Spielsituationen darstellt, sich manchmal überhaupt nicht damit deckt, was vom Spiel als HC oder CCC "gezählt" wird. Auch wenn eine gewisse Subjektivität immer im Auge des Betrachters liegt, wäre es schön, wenn Darstellung und Statistik kompatibler wären.
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Splash

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #9 am: 11.August 2017, 15:31:11 »

P.S.: Wenn man die Umfänge des Frust- und des Freude-Threads vergleicht, könnte man meinen, das Spiel sei zu schwer. Aber vielleicht ärgern wir uns auch bloß lieber, als dass wir uns freuen.

Das ist psychologisch bedingt. Wir neigen dazu, positive Dinge als gegeben hinzunehmen und diese nicht so sehr im Gedächtnis abzuspeichern. Negative Erlebnisse bleiben uns dagegen länger im Kopf - es gibt Untersuchungen, die gezeigt haben, dass man eine negative Erfahrung mit durchschnittlich siebzehn Menschen teilt (heutzutage dürfte die Zahl durch soziale Netzwerke wahrscheinlich noch höher sein), während man positive Erlebnisse durchschnittlich mit drei Personen teilt.

Zum Thema - ich habe im 17er erstmals angefangen, deutlich tiefer in die Taktik-Materie einzusteigen, mit Hilfe einiger Videos von JoeyBanana und diverser Blogs. Ich bin absolut kein Taktik-Guru und bekomme mit selbst erstellten Sachen immer noch oft genug auf die Schnauze, weswegen ich immer wieder gerne auf DL-Taktiken zurückgreife, diese aber auch nach meinen Wünschen tweake. Wenn ich zum Beispiel eine DL-Taktik habe, die gleich drei Positionen mit Spielmachern besetzt, ist mir das persönlich einfach zu viel, da mache ich dann aus der AP-Rolle im AMC lieber einen Shadow Striker. Oder so was.

Ich würde gerne mehr selbst machen, aber andererseits will ich auch Erfolg haben, da ich dazu neige, eine geringe Frustrationstoleranz zu haben. Psychische Erkrankung und so. Ich brauche eben einfach Erfolgserlebnisse, und die finde ich eher mit DL-Taktiken. Noch. Ich arbeite ja dran.

Insgesamt sage ich aber dennoch, der FM ist genau richtig, wie er ist. Ja, manchmal ist das Frustpotential hoch, aber ich glaube, ZU leicht möchte ich es auch nicht haben - da kann ich auch in FIFA den Managermodus spielen. :D

Mir geht es da ganz ähnlich. Meine Frustationstoleranz ist aus demselben Grund auch nicht wirklich hoch. Mir macht es zwar sehr viel Spaß mich intensiv mit Taktiken zu beschäftigen, wenn die ganze Arbeit dann aber gar nicht fruchtet und ich den Fehler nicht ausmachen kann starte ich auch gerne mal einen neuen Save (einzige Ausnahme sind Saves bei denen ich bereits einige Jahre InGame verbracht habe).

Wenn man den guten alten Meistertrainer aus der Computer Bild Spiele damals außen vor lässt, dann habe ich mit dem FM06 angefangen. Die Versionen sind auch seitdem, zumindest gefühlt, weitaus komplizierter geworden. Zu Slider-Zeiten waren "Rule of One" und "Rule of Two" Taktiken relativ simpel und man konnte damit nicht viel falsch machen, in den neueren Versionen ist das nicht mehr so einfach.
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MRVN

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #10 am: 12.August 2017, 20:13:55 »

Bin eher der Typ der Underdog-Teams aus der 2. Liga oder maximal dem Tabellenkeller der ersten Liga übernimmt und muss sagen, dass der FM wirklich auf Dauer zu leicht ist. Habe es zwar nur ein einziges mal geschafft eine Meisterschaft zu gewinnen (mit Sivasspor in der ersten Saison, Medientipp war 10-14. glaub ich), ansonsten zähle ich die Viertplatzierung mit dem FC Turin nach dem Wiederaufstieg und Platz 4 in der Bundesliga mit Braunschweig nach ca. 5-7 Saisons zu meinen besten Leistungen. Auch von der 4. in die 1. Liga aufzusteigen hab ich fast direkt geschafft, ohne Investor mit einer Ehrenrunde in Liga 2.

Meistens kommt man schon relativ schnell mit einem Underdog-Team auf die internationalen Plätze und es ist dann insbesondere sehr einfach die eigen gemachten Stars auch beim Verein zu halten, selbst wenn man wieder schlechter in der Liga abschneidet. Realistisch sehe ich das nicht, erst recht nicht wenn man den besten Mittelfeldspieler der Liga stellt. Ich glaube zum Beispiel nicht, dass Sigurdsson im SEGA FM ein 50 Mio. Angebot von Everton erhalten würde, weil er über 20 Vorlagen in der Premier League erreicht und damit der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Saison ist - aber eigentlich MUSS so ein Spieler dann definitiv weg sein, ansonsten ist das Spiel halt zu einfach.

Ich bin meistens gut damit gefahren auf Konter zu spielen, selbst später als ich in der Favoritenrolle gewesen bin ging das noch ganz gut. Langfristig sollte das niemals klappen, erst recht nicht nach 4 Jahren wenn man vom Tabellenkeller in die Top 5 gerückt ist, macht es keinen Sinn zu sehen wie man seine Konterstärke immer noch ausnutzen kann, meiner Meinung nach, weil sich die Liga doch darauf einstellen müsste und dann eigentlich nur noch mauern sollte. Aber letztendlich liegt mein Hauptkritikpunkt darirn, dass man die Spieler alle viel zu einfach halten kann.

Insbesondere heute im modernen Fußball ist das einfach unrealistisch, man sehe sich da die ganzen chinesischen Transfers oder Neymar an, der selbst bei einem Wechsel von Barca zu PSG mega Stress macht. Oder Dembele heute. Man hat das Gefühl für manche Spieler ist selbst die Weltspitze nicht gut genug.  ;D Finde aber auch genug Beispiele bei kleineren Clubs, man siehe Holtmann von Braunschweig zu Mainz, der ca. eine Woche nachdem er seinen ersten Profivertrag unterschrieb direkt für 3 Mio. zu Mainz wechselte. Sowas sollte im FM, insbesondere halt mit den kleinen Vereinen viel öfters ein Problem sein, aber irgendwie konnte ich meine Leistungsträger immer ziemlich lang halten.
« Letzte Änderung: 12.August 2017, 20:17:30 von MRVN »
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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #11 am: 12.August 2017, 21:59:24 »

Ich störe mich ein bisschen daran, dass man nahezu jedem x-beliebigen Spieler, der eine bestimmte Position bekleidet, eine Spezialposition übertragen kann, ohne dass die ME das konkret abstraft. Zwar treten einzelne Attribute abgeschwächt auf, aber als massive Fehlerquelle bspw. bei einem DPL vor der Abwehr mit Mängeln im Stellungsspiel tritt das kaum zutage. Das würde den Schwierigkeitsgrad mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit erhöhen. Eine weitere Baustelle wäre der Transfermarkt. Insgesamt ist der FM dieses Jahr aber schon spürbar schwerer geworden im Vergleich zu seinen Vorgängern, zumindest wenn man nichts dem Zufall bzw. seinem MA-Stab überlässt. Das schlägt sich auch in der Erfolgsquote o.g. Downloadtaktiken nieder. Soweit ich das Geschehen auf fm-base überschlage, gibt es in diesem Jahr keine ultimativen Gamebreakertaktiken.
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"Ein Fan hat mir erzählt, wie sehr er mich für meinen Schuss verflucht hat. »So ein Idiot, wie kann der aus dieser Situation aufs Tor schießen«, hat er gewütet und sich abwinkend weggedreht. Wenige Sekunden später brach der Jubel los und seine Freunde und er lagen quer übereinander."L.Ricken

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #12 am: 12.August 2017, 23:30:45 »

Soweit ich das Geschehen auf fm-base überschlage, gibt es in diesem Jahr keine ultimativen Gamebreakertaktiken.

Doch, z.B. Demolisher. Hab sie selber ausgiebig durchlaufen lassen und naja, Meister mit Nürnberg in der dritten Saison geworden.  ::)
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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #13 am: 13.August 2017, 01:38:03 »

Soweit ich das Geschehen auf fm-base überschlage, gibt es in diesem Jahr keine ultimativen Gamebreakertaktiken.

Doch, z.B. Demolisher. Hab sie selber ausgiebig durchlaufen lassen und naja, Meister mit Nürnberg in der dritten Saison geworden.  ::)

Ist 'ne Heavy Metal-Taktik - passt also zu Nürnberg. Mir ging es um eine Taktik, die die Schwächen der ME so massiv exploitet, dass man z.B. eine TD von 120 erzielt oder  80+x Punkte, Gamebreaker eben. Das hält sich dieses Jahr in Grenzen.

Edith: Aber weil wir gerade beim Thema sind; und das fällt mir nun schon seit meinem ersten FM auf; dieser "Strikerless"-Nonsens sollte endlich massiv eingedämmt werden. Es gibt keine Profimannschaft, die ohne Stürmer spielt und das hat auch deinen guten Grund.
« Letzte Änderung: 13.August 2017, 02:16:03 von Tremonianer »
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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #14 am: 13.August 2017, 03:35:30 »

Das Ding mit den Strikerless-Taktiken dürfte aufgekommen sein, weil die Leute defensiver stehen wollten. So war es zumindest bei mir im FM13 als ich das erste mal ne Taktik ohne Stürmer spielte. Quasi das bespielbare Feld des Gegners kompakter machen. Inreressiert ja nicht, was die in ihrer eigenen Hälfte mit dem Ball machen können. Dann haben die Leute gemerkt, wie extrem gut es funktioniert.
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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #15 am: 13.August 2017, 09:37:51 »

1. Doch, es gibt/gab Teams ohne (echten) Stürmer, z.B. Gladbachs Doppelspitze Stindl/Raffael verhält sich sowohl mit als auch ohne Ball eher wie ein OM im FM. Ist eher selten, aber gibt es.
2. Dürfte das im FM vor allem eine Reaktion darauf sein, dass Stürmer nicht nach hinten arbeiten.  Klar liegt das auch daran, dass bei ordentlich verteidigenden Stürmern die ME wahrscheinlich keine Tore mehr schießen würde, ohne dass SI auch das Aufbauspiel komplett überarbeitet. Aber es macht Strikerless für Taktik-Bastler eben interessant, um bestimmte Spielweisen besser nachzubilden.
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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #16 am: 13.August 2017, 10:52:22 »

Dadurch, dass die angezeigte Formation im Tactics-Screen die defensive Formation darstellt, ist es völlig legitim, "ohne" Stürmer zu spielen. Was faktisch auch gar nicht stimmt. Wenn man mit einem Shadow Striker spielt, hat man einen Stürmer. Sagt der Name schon. Und auch ein AM auf Attack verhält sich ohne Vordermann wie ein Stürmer. Strikerless stimmt also nur auf dem Zettel.
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KI-Guardiola

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #17 am: 13.August 2017, 13:56:11 »

Mir ging es um eine Taktik, die die Schwächen der ME so massiv exploitet, dass man z.B. eine TD von 120 erzielt oder  80+x Punkte, Gamebreaker eben. Das hält sich dieses Jahr in Grenzen.

So was gabs wahrscheinlich seit den Pfeilen nicht mehr (Spieler wird unrealisischerweise sofort bei Ballgewinn ein OMZ und ignoriert dabei alles um sich rum), weil unmöglich zu verteidigen wenn "kreativ" benutzt. Ich würde da nicht nur nach Torrekorden gehen, übrigens. Diverse ausnutzbare Eckenbugs von früher sahen in der Summe auch nicht drastisch aus... was sind schon 15-20 Tore mehr oder weniger? Eine Menge Extrapunkte und eine Menge FMBase-Nutzer-Frust, weil er in manchem Spiel davon abhängig war, um regelmäßig zu gewinnen: Wenn die KI das 0:1 kassiert, spielt sie in der Regel offener und geht womöglich erst so richtig baden. Tut sie das nicht und hing die vermeintliche Supertaktik übermäßig von Standardtoren ab, um endlich dieses erlösende 1:0 zu erzielen wurds frustig. Insofern, m.E. ist die zentrale(!) Schwachstelle, die SI dieses Jahr öffneten, der größte Exploit seit etlichen Jahren imo. Euro-League mit Darmstadt, zweiter mit Freiburg, ohne Auswechslung, ohne alles, ist schon 'ne Hausnummer. (Geht übrigens nicht nur mit stürmerlos, alles was zentral überlädt, von allen KI-Formationen kann nur das von Tomminator erwähnte Fünferketten-Ding mit DMs wirklich gegenhalten). Ist aber ein anderes Thema. :D

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #18 am: 13.August 2017, 14:07:36 »

Wenn eine Formation mit einem alleinigen Schattenstürmer effizient wäre, hätten Mourinho und Klopp sicher mal in Erwägung gezogen, Heno als alleinige Spitze zu installieren. Ein System, das ohne nominelle Spitzen agiert, bindet keine Verteidiger, d.h. es wird sehr eng im Mittelfeld. Es gibt die Varianten die sich fallen lassen, wie von Spalletti, Ferguson, Cuper oder Pep praktiziert i.d.R. mit Ausnahmestürmern. Aber diese Stürmertypen sind im FM bereits gegeben. Im Angriff sollte daher vernünftigerweise immer jemand stehen, der entweder zwischen den Linien agiert oder Verteidiger auf sich zieht. Ein Schattenstürmer hingegen ist lt. Spielverlagerung ein Läufer, der aus dem Abwehrschatten in die Spitze stösst, sobald er die Lücke sieht, also niemand der vorn den Ball hält oder die Abseitsfalle knackt. Das mag funktionieren, wenn man bspw. ein Ergebnis verwalten und über die Außen Nadelstiche setzen will, aber es ist bei Weitem nicht so effizient wie es von der ME dargestellt wird.
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"Ein Fan hat mir erzählt, wie sehr er mich für meinen Schuss verflucht hat. »So ein Idiot, wie kann der aus dieser Situation aufs Tor schießen«, hat er gewütet und sich abwinkend weggedreht. Wenige Sekunden später brach der Jubel los und seine Freunde und er lagen quer übereinander."L.Ricken

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Re: Sommerloch-Umfrage: Schwierigkeitsgrad
« Antwort #19 am: 13.August 2017, 14:23:43 »

Wenn eine Formation mit einem alleinigen Schattenstürmer effizient wäre, hätten Mourinho und Klopp sicher mal in Erwägung gezogen, Heno als alleinige Spitze zu installieren. Ein System, das ohne nominelle Spitzen agiert, bindet keine Verteidiger, d.h. es wird sehr eng im Mittelfeld. Es gibt die Varianten die sich fallen lassen, wie von Spalletti, Ferguson, Cuper oder Pep praktiziert i.d.R. mit Ausnahmestürmern. Aber diese Stürmertypen sind im FM bereits gegeben. Im Angriff sollte daher vernünftigerweise immer jemand stehen, der entweder zwischen den Linien agiert oder Verteidiger auf sich zieht. Ein Schattenstürmer hingegen ist lt. Spielverlagerung ein Läufer, der aus dem Abwehrschatten in die Spitze stösst, sobald er die Lücke sieht, also niemand der vorn den Ball hält oder die Abseitsfalle knackt. Das mag funktionieren, wenn man bspw. ein Ergebnis verwalten und über die Außen Nadelstiche setzen will, aber es ist bei Weitem nicht so effizient wie es von der ME dargestellt wird.

Ich bezog mich einzig und allein auf die ME. Nicht auf die Realität. Und in der ME agierst du sehr wohl mit Stürmern, auch wenn auf dem Tactics-Screen gar keine zugewiesen sind.
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And all I've done for want of wit / To memory now I can't recall
So fill to me the parting glass / Good night and joy be with you all