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Autor Thema: Geld anlegen  (Gelesen 10308 mal)

Tommy

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Re: Geld anlegen
« Antwort #100 am: 10.Januar 2019, 09:00:10 »

Übrigens, hat jemand Erfahrungen mit dem relativ neuen Feld der P2P-Kredite gemacht?
Ja. Ist übrigens nicht so neu, bin dort seit über zehn Jahren dabei und die Rendite liegt da auch über dem Tagesgeldsatz ;) Ist natürlich wieder eine andere Risikoklasse, kannst mich aber dazu gerne was fragen (gerne auch per PM).
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Wieme

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Re: Geld anlegen
« Antwort #101 am: 11.Januar 2019, 10:18:20 »

Ich hab keine Ahnung davon, aber wie siehts denn mit Sicherheiten bei diesen Portalen wie Auxmoney etc aus? Werden die potentiellen Leiher da von der Plattform vorher überprüft?

Tommy

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Re: Geld anlegen
« Antwort #102 am: 11.Januar 2019, 10:52:54 »

Auxmoney ist leider ein denkbar schlechtes Beispiel. Eine Überprüfung findet in der Regel zwar statt, teilweise genügen aber auch nur die letzten Kontoauszüge. Später wird dann natürlich versucht, Geld einzutreiben, doch es gab auch schon oft Betrugsfälle, bei denen schon die erste Rate nicht gezahlt wurde und der Kreditnehmer anschließend unbekannt verzogen war. Bei manchen Angaben der Kreditsuchenden fragt man sich aber auch, wie das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben zusammenpassen kann. Die Verwertungsquote ist bei Auxmoney deshalb auch vergleichsweise niedrig.

Anders verhält es sich bei Auto- oder Immobilienkrediten bzw. Hypotheken, dort hast Du dann durchaus einen Sachwert als Sicherheit, welcher anschließend jedoch auch erstmal einen Käufer finden muss. In manchen Ländern ist der Kreditgeber auch berechtigt, notfalls eine Kontopfändung durchzuführen, im Ausland ist P2P aber eh nochmal eine andere Sache, da dort mit ganz anderen Zinssätzen hantiert wird (hierzulande würde man von Wucher sprechen).
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KI-Guardiola

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Re: Geld anlegen
« Antwort #103 am: 12.Januar 2019, 05:42:07 »

Nutzt ihr eigentlich auch Festgeld und Sparbrief zusätzlich? Große Renditen sind da ja auch nicht drin -- aber für Geld, das man mittelfristig nicht braucht, scheint das eine bessere Alternative, als das Geld irgendwo auf Girokonto/Sparbuch komplett versauern zu lassen. Die besten Angebote scheinen dort allerdings via Auslandsbanken zu existieren, auch noch keine Erfahrung mit.
« Letzte Änderung: 12.Januar 2019, 05:43:40 von KI-Guardiola »
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Tony Cottee

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Re: Geld anlegen
« Antwort #104 am: 12.Januar 2019, 06:01:59 »

Nutzt ihr eigentlich auch Festgeld und Sparbrief zusätzlich? Große Renditen sind da ja auch nicht drin -- aber für Geld, das man mittelfristig nicht braucht, scheint das eine bessere Alternative, als das Geld irgendwo auf Girokonto/Sparbuch komplett versauern zu lassen. Die besten Angebote scheinen dort allerdings via Auslandsbanken zu existieren, auch noch keine Erfahrung mit.

Bei Auslandsbanken solltest Du auf folgende Dinge achten:

Kostet die Ueberweisung Gebuehren? Dann sind die Zinsen naemlich schnell aufgebraucht.

Legst Du in einer fremden Waehrung an? Dann hast Du einmal Gebuehren (bzw. schlechte Kurse) beim Umtausch in Fremdwaehrung und dann auch nochmal beim Rueckweg.

Das Risiko, dass die Waehrung schwankt erklaert dann oft auch den erhoehten Zinssatz.

Sind Deine Einlagen bei der Auslandsbank abgesichert? Ich erinnere mich noch an eine islaendische Bank, die hier hohe Zinsen angeboten hat, dann aber Pleite war...
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KI-Guardiola

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Re: Geld anlegen
« Antwort #105 am: 12.Januar 2019, 06:28:36 »

Gute Punkte. :) Ich spiele aktuell mit dem Gedanken zu mischen.

ETF-Fonds (der MSCI World wird als Index für Einsteiger empfohlen, dazu noch ein/zwei zusätzlich), evtl. Arbeitgeberangebot, dazu sicheres Festgeld (hat denn hier jemand so was laufen irgendwo? Kann auch eine Inland-Bank sein). Geschichten wie die P2P-Kredite würde ich in kleineren Rahmen vermutlich erst mal über 1, 2 Jahre "testen". Die haben ja auch  dazu passende Laufzeiten.

« Letzte Änderung: 12.Januar 2019, 06:33:29 von KI-Guardiola »
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Emanuel

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Re: Geld anlegen
« Antwort #106 am: 12.Januar 2019, 13:21:15 »


Bei Auslandsbanken solltest Du auf folgende Dinge achten:

Kostet die Ueberweisung Gebuehren? Dann sind die Zinsen naemlich schnell aufgebraucht.

Dass die Sparkasse Hintertupfingen hier vielleicht relativ große Gebühren nimmt, mag sein und aus diesem Grund sollte man das auch checken. Bei Onlinebanken kosten diese Überweisungen in der Regel aber um die 10 € pro Transaktion bzw. ab einem gewissen Volumen um die 1 Promille. Und da reden wir schon von Transaktionen außerhalb der EU. Von brasilianischen Sparplänen auf die man dann jeden Monat 10 Euro einzahlt, würde ich dann absehen ( :D) aber gegen größere Einmalüberweisungen spricht nichts. So schnell sind die Zinsdifferenzen nicht aufgebraucht, innerhalb Europas schonmal erst recht nicht.

Zitat
Legst Du in einer fremden Waehrung an? Dann hast Du einmal Gebuehren (bzw. schlechte Kurse) beim Umtausch in Fremdwaehrung und dann auch nochmal beim Rueckweg.

Das kann man pauschal auch nicht sagen. Der Spread für den USD bei der Deutschen Bank liegt bei unter 0,2 %. Es fallen auch keine Sondergebühren an, nur weil man in einer Fremdwährung Transaktionen tätigt.

Zitat
Das Risiko, dass die Waehrung schwankt erklaert dann oft auch den erhoehten Zinssatz.

Nein, wie soll denn ein direkter Zusammenhang zwischen der Volatilität der Fremdwährung und dem Zinssatz einer Anlage funktionieren?
Was man aber bei langfristigen Investments in Fremdwährungen berücksichtigen müsste, wäre die Entwicklung der Wechselkurse (was aber nicht dasselbe wie Volatilität bedeutet und zudem ist der Wirkungszusammenhang auch genau umgekehrt). Dadurch, dass beispielsweise in Indien der Basiszinssatz bei über 6 % liegt, könnte man bei konstanten Wechselkursen risikolos in der Eurozone Kredite aufnehmen und dieses dann in Indien anlegen. Wären die Wechselkurse konstant, wäre das eine Geldddruckmaschine. Ist aber halt nunmal nicht so. Indikationen findet man bspw. bei dbmarkets.com

Zitat
Sind Deine Einlagen bei der Auslandsbank abgesichert? Ich erinnere mich noch an eine islaendische Bank, die hier hohe Zinsen angeboten hat, dann aber Pleite war...

Sehr guter Hinweis!
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Tony Cottee

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Re: Geld anlegen
« Antwort #107 am: 13.Januar 2019, 13:45:45 »


Das kann man pauschal auch nicht sagen. Der Spread für den USD bei der Deutschen Bank liegt bei unter 0,2 %. Es fallen auch keine Sondergebühren an, nur weil man in einer Fremdwährung Transaktionen tätigt.


Das ist nicht korrekt. Du zahlst einen Aufschlag laut Preis- und Leistungsverzeichnis der DB auf den Brief-Kurs, wenn Du USD kaufst. Also neben dem Spread auch noch einen Aufschlag, der aktuell etwa bei 0,25 % liegt, nur sind die Zinsen in den USA nicht attraktiv. Vergleiche ich z.B. mit SGD, betraegt der Aufschlag schon ueber 1%.

Wir sind von "sicherer Geldanlage" auf Auslandsgeldmarktkonten gekommen und da bleibe ich bei meinen Ausfuehrungen. Man sollte sich ueber Ueberweisungs- und Wechselkursgebuehren, Wechselkursschwankungen und Einlagensicherheit schon sehr genau informieren und das gegenrechnen, bevor man wegen 4% Zinsen in die Ferne ueberweist.

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Sakis

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Re: Geld anlegen
« Antwort #108 am: 22.Januar 2019, 16:52:29 »

Aktuell sind Kryptowaehrungen vor allem eines: Eine hochspekulative Geldanlage. Ob sie die Zukunft sind laesst sich jedenfalls nicht mit der Bestimmtheit sagen, mit der Sakis das hier transportiert.

Fuer den durchschnittlichen Investor sind Kryptowaehrungen jedenfalls viel zu volatil und ich wuerde sie nicht als Investment empfehlen, wenn man nicht ein wenig Geld zum Zocken uebrig hat und damit meine ich wirklich UEBRIG, d.h. man braucht es keinesfalls kurz oder langfristig zurueck, sondern koennte auch mit einem sehr hohen Wertverfall im schlechtesten Fall leben.

Ist Sakis mittlerweile reich?

Was das Thema Geldanlage in (Aktien)Fonds betrifft, kann ich mich meinen Vorrednern anschliessen und monatliche Sparplaene empfehlen. Das mache ich z.B. fuer meine Toechter und bin damit zufrieden.

Wenn man keine Ahnung hat, aber auch keinem Bankberater trauen moechte, dann bin ich gerne bereit per PM ein paar Tipps zu geben, wie man geeignete Fonds zum Sparen finden kann. Ich mache das jetzt mal nicht hier im Forum, da das schnell als Werbung missverstanden werden koennte, weil ich mich hierbei auf die Homepage einer bestimmten (Direkt-)Bank beziehe, die die Informationen gut aufbereitet und filterbar darstellt.

Hallo Tony Cottee,

wirklich Reich bin ich nicht geworden, aber am ende des Tages sind kurzfristig 14K euro aus dem Kryptozeug gesprungen. habe 10K draufgelegt und habe mir damit eine Immobilie in München Finanziert (Kapitalanlage). die 14+10 K sind für die Nebenkosten drauf gegangen (Notar, Markler, Steuern) und der Rest war eine 100% Finanzierung. Die ist Vermietet und zahlt sich soweit selbst ab.

Ansonsten bin ich zur Zeit in ETFs aktiv (4 Stück):
- Emergency Markets
- Weltweite Aktienfonds
- Informationstechnologie
- Aktien Europa/Amerika

 und ein kleiner Betrag geht in den Industrie 4.0 Fonds der Deka.

Außerdem habe ich kürzlich wieder 1k EUR in Ripple investiert in der hoffnung dass dieser wieder explodiert  8) O0

Grüße aus München
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P.A.O.K.

mideg

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Re: Geld anlegen
« Antwort #109 am: 23.Januar 2019, 09:47:33 »

TLDR:
Erst notwendiges, dann tilgen, dann sparen! Wichtig ist wissen, was man hat und wozu man es verwenden will.

Um die "Schwarmintelligenz" mal zu füttern, beschreibe ich mal meine Finanzlage, ohne zu viele Zahlen.

Ausgangssituation: verheiratet, 35J, drei Kinder, Haus mit Kredit (mit ca. 25% des aktuellen Werts belastet, nach Plan ohne Sondertilgungen in ca. 30 Jahren abbezahlt), geregeltes (recht hohes) Einkommen von mir, auf Grund von Krankheit und guter Absicherung (versichert euch!) meiner Frau dazu noch gute Einkünfte ohne Arbeit für meine Frau, im Haus ist eine Einheit vermietet und ich habe noch ein sehr kleines Nebeneinkommen, nur wenige Hundert € pro Monat. Das Haus liegt gut, hat in den letzten zehn Jahren ca. 25% Wertsteigerung erfahren, vielleicht mehr.

Grundsätzlich lohnt sich keine Anlage, solange man noch verzinste Schulden hat, egal ob Kreditkarten, Konsumentenkredite, Immobilien- oder sonst etwas. Trotzdem gibt es Dinge, die noch vor der Tilgung stehen:
1a) Verpflichtungen. Werdet Euch bewusst über Eure regelmäßigen und unregelmäßigen Verpflichtungen, und legt dafür Geld beiseite. Was nützt einem Sparen, Investieren oder Tilgen, wenn man dann in den Dispo rutscht, weil eine Versicherung abbucht. Ich nutze YNAB, um mein Geld einzuteilen. Ich lege monatlich einen Betrag zurück für unregelmäßige Ausgaben, z.B. die vierteljährlichen Grundbesitzabgaben, jährliche Raten zu Versicherungen, Steuer etc. Für mich zählen hier auch Rentenversicherungen zu.
1b) Lebenshaltung. Seid  Euch Eurer "variablen" Ausgaben bewusst. Lebensmittel, Klamotten, Medikamente, whatever. Ich protokolliere das alles (mit YNAB) mehr oder weniger genau. Daher weiß ich, wie viel ich für diese Dinge zurücklegen muss. Zählt teilweise (z.B. in der Höhe) zu 3, weil man es im Notfall senken kann.
2) Puffer. Legt einen Puffer an. Ich habe einen Puffer von zwei Monaten. Zwei komplette Monatseinkommen liegen ungenutzt bereit auf einem jederzeit verfügbaren Konto. (Früher Tagesgeldkonto, da das inzwischen keine Zinsen mehr abwirft liegt es derzeit auf einem Kreditkartenkonto - das ist noch etwas verzinst. Dazu kommen einige "zielgerichtete" Notfalltöpfe: Handwerker, Steuern, Nebenkosten, usw. Da lege ich idR das rein, was ich in den letzten 12 Monaten durchschnittlich auch ausgegeben habe. Dazu kommt noch ein Notfalltopf oben drauf.
3a) Spaß. "Regelmäßiges" wie Geld für kleinere Anschaffungen oder Kino- oder Restaurantbesuche, aber auch unregelmäßiges wie hin und wieder mal ein Urlaub. Meine Frau und ich setzen uns meist kurz nach dem jährlichen Urlaub hin und überlegen - ganz grob - ob im kommenden Jahr ein größerer oder kleinerer Urlaub ansteht. Entsprechend stelle ich in YNAB ein Ziel ein, dass zu dem Zeitpunkt das Geld da sein soll.
3b) Ziele. Notwendige Renovierungsarbeiten am Haus, neues Auto, geplante, größere Anschaffungen, etc. Ich mache hin und wieder einen Plan, was in den nächsten zehn Jahren an großen Dingen ansteht. Ich will nicht, dass meine Heizung ausfällt und kein Geld für etwas neues da ist. Das übersetze ich dann mehr oder weniger in einen monatlichen Betrag und packe den in das Budget "Projekte".
3c) Tilgung. Wenn noch Geld übrig ist, wandert es hier rein. Der Zinseszinseffekt funktioniert beim Tilgen noch wegen der idR höheren Zinsen noch besser als beim Sparen. Ich sehe ja, welcher Teil meiner Annuität (monatliche Rate) als Zinsen komplett verschwindet und welcher Teil die Schuld erst tilgt. Mit einer Sondertilgung senke ich für jede zukünftige Rate den Zinsteil und erhöhe den Tilgungsteil.
4) Vermögensaufbau. Erst, wenn jetzt noch Geld da ist, ist es mMn an der Zeit, über Vermögensbildung nachzudenken. Stecke ich vorher einen € in Vermögensbildung, während ich noch Schulden habe, verschenke ich mein Geld an die Bank. Ich bin mir, ehrlich gesagt, auch nicht sicher, was ich davon habe. Für das Alter vorsorgen tue ich unter 1. Größere Anschaffungen plane ich unter 3b) ein. Ansonsten erhöhe ich meinen Lebensstandard, indem ich mein Einkommen erhöhe. Meinen Lebensstandard jetzt senken (=sparen), damit ich ihn irgendwann mal erhöhen kann, halte ich für seltsam. Eine Ausnahme dazu gibt es schon: Wir legen für jedes unserer Kinder monatlich Geld in eine fondbasierte Rentenversicherung mit Auszahlungsoptionen. Wenn sie erwachsen sind, können Sie das Geld entweder als Startkapital nutzen für was auch immer, Führerschein, erstes Auto, Eigenkapital bei einer Immobilie, oder sie lassen die Versicherung einfach stehen und haben den ersten Baustein ihrer eigenen Rente, oder sie zahlen weiter ein und haben einen echt dicken Baustein ihrer eigenen Rente. Aber das ist dann deren Thema.

Damit fahre ich nun seit Jahren und auch in Zeiten von privaten und finanziellen Krisen sehr gut. Die wichtigsten Vorteile für mich:
* Ich weiß, wie viel Geld ich habe. Das ist nicht mein Kontostand. Mein Kontostand beinhaltet nämlich Geld, das mir (in der Zukunft) nicht (mehr) gehört, weil die Stadt es für die Grundbesitzabgabe abbuchen wird. Wenn ich etwas kaufen will, kann ich genau sagen, ob ich es mir leisten kann. Und wenn nicht, ich es aber trotzdem haben will, kann ich jederzeit Geld dafür "umschichten" aus einem anderen Budget, weiß dann aber, womit ich da gerade bezahle.
* Ich bin sehr gut für Notfälle vorbereitet. Selbst wenn die dafür vorgesehenen Töpfe und Budgets nicht ausreichen, kann ich alle möglichen Budgets "plündern": Andere Notfalltöpfe, die Puffer, notfalls die Budgets für irgendwann anstehende jährliche Verpflichtungen. Ich habe eine vergleichsweise hohe Liquidität, in aller Bescheidenheit.
* Da ich finanziell vergleichsweise gut organisiert bin, kann ich Dinge wie "0%-Finanzierungen" mitnehmen. Ich habe dafür ein eigenes Budget. Der Kaufpreis geht vom dafür vorgesehenen Budget in das Budget "Finanzierung" und von dort bezahle ich die anfallende Rate. So schenken mir die Banken/Geschäfte noch zusätzliche Liquidität. Aber: NUR bei 0%-Zinsen, NUR ohne irgendwelche Kosten, NUR mit ausreichend Geld im entsprechenden Budget.

Nun habe ich auch einige Jahre mit guten Einkommenssteigerungen hinter mir und wir zahlen einen Haufen Geld für Versicherungen. Vermutlich würden manche Leute sagen, zu viel. Nach den Erfahrungen, die wir gemacht haben, bin ich über die Versicherungen sehr dankbar und vertraue meinem Finanzberater sehr. (ASI Wirtschaftsberatung) Klar verdient der an den empfohlenen Produkten, sonst müsste ich ihn ja bezahlen. Aber da er auf Akademiker spezialisiert ist, verdient er langfristig mehr mit zufriedenen Kunden. Ich vertraue ihm - und möchte trotzdem jede Entscheidung verstehen, bevor ich sie treffe.

Zur DVAG: Ich rate da auch von ab. Ich habe selbst noch Verträge und war sogar schon für die tätig - jung & naiv. War nicht schön und ist, ehrlich gesagt, klassisches Schneeballsystem. Sicher ist da hin und wieder auch ein guter Berater darunter und die verkaufen auch nicht nur Mist. Ich zähle die dort abgeschlossene Rentenversicherungen schon zu einem (kleinen) Baustein meiner Altersvorsorge. Trotzdem sind die Methoden der Kunden- und Mitarbeitergewinnung fragwürdig, die Anreize ebenso. Und "freie" Auswahl haben die nicht, die verkaufen nur Produkte ihrer Partnerunternehmen. Ich glaube nicht, dass man dort im Regelfall optimal beraten wird. Ich habe dort mal - noch als Schüler(!) - einen Bausparvertrag abgeschlossen. Das eine Zeit lang eingezahlte Guthaben war irgendwann weg. Dann liefen nur noch Gebühren auf. Irgendwann schuldete ich der Bank nominell Geld. Das haben sie mir dann erlassen und den Vertrag aufgelöst. Jung & naiv.
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Re: Geld anlegen
« Antwort #110 am: 23.Januar 2019, 10:30:28 »

Zu Versicherungen: Sinnvoll halte ich nur jede Versicherung, die etwas abdeckt, was existenzbedrohend sein könnte. (Z.B. Alles mit Personenschaden). Alles andere ist dann eher Luxus und wird mit jeder Versicherung mehr unterm Strich Geld kosten.
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Re: Geld anlegen
« Antwort #111 am: 23.Januar 2019, 12:07:34 »

Versicherungen... Auch ein interessantes Thema - neben den gesetzlich vorgeschriebenen Dingen habe ich (was im weitesten Sinne Versicherungen sind)
Erst die, die sich für mich schon gelohnt haben:
-Haftpflicht
-Hausrat
-ADAC Plus-Mitgliedschaft mit Auslands-KV, Mobilitätsgarantie usw. usf. (ich habe als ehemaliger ADAC-Mitarbeiter dort Sonderkonditionen und die haben mir schon mehrere Tausend Euros eingespart. Bei unter 50 €/Jahr für mich ein No-Brainer, auch wenn ich zur Zeit gar kein KfZ besitze, ich bin ja doch öfter im Ausland)
für alle gilt: auch wenn ich die noch mein Leben lang bezahle, die machen keinen Gewinn mehr an mir

sonstige:
-Zahnersatz und private Zahnzusatz (zumiondest Zahnersatz sollte jeder haben, denke ich)
-Berufs-/Erwerbsunfähigkeit (sollte wirklich jeder haben)
-Kleine Sterbegeldversicherung, so dass die Kosten im Todesfall gedeckt wären
-Rechtsschutz (obwohl ich mir da nicht sicher bin, ob ich die wirklich brauche, die wichtigsten Punkte sind da eigentlich ohnehin durch andere Versicherungen abgedeckt)
-Riester und betriebliche RV (ist beides diskussionsfähig, ich persönlich tendiere zu nützlich, sonst hätte ich die ja nicht)

kommt irgendwann noch:
-(Risiko)Lebensversicherung (sobald ich Hausbesitzer und/oder Familienmensch werde)
-Krankentagegeld, sobald mein Gehalt über der Bemessungsgrenze liegt.
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Re: Geld anlegen
« Antwort #112 am: 23.Januar 2019, 12:58:48 »

Zu Versicherungen: Sinnvoll halte ich nur jede Versicherung, die etwas abdeckt, was existenzbedrohend sein könnte. (Z.B. Alles mit Personenschaden). Alles andere ist dann eher Luxus und wird mit jeder Versicherung mehr unterm Strich Geld kosten.
Prinzipiell richtig. Alle Versicherung kosten mehr, als sie unterm Strich "bringen". Ihr Erwartungswert ist negativ, muss er auch sein, sonst wäre sie pleite (oder geht bald pleite).

Es steht und fällt sicher auch mit der Definition von "Existenzbedrohend". Eine Lebensversicherung haben wir seit dem ersten Kind. Aufgestockt seit dem Hauskauf, etwa in der Höhe des Kredits. Wir haben auch eine Hausrat- und Rechtsschutz-VS. Das ist dann schon nicht mehr existenzbedrohend im engeren Sinne, aber trotzdem sehr komfortabel. Beide haben sich noch nicht finanziell gelohnt, trotzdem schwöre ich darauf.

Und, ganz ehrlich, ich würde mir wünschen, dass sich meine BU niemals "rentiert". Die meiner Frau hat sich schon mehr als rentiert. Das hätte ich auch lieber vermieden. ;-)
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Re: Geld anlegen
« Antwort #113 am: 23.Januar 2019, 13:07:59 »

Ne BU hab ich leider (noch) nicht. Die Versicherungen versichern nicht so gern Leute, die nen Schwerbehindertenausweis wegen Krebserkrankung mit sich rumtragen. Zweieinhalb Jahre noch, dann bin ich nicht mehr Aussagepflichtig, dann wird das nachgeholt.
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Re: Geld anlegen
« Antwort #114 am: 23.Januar 2019, 13:34:42 »

Ne BU hab ich leider (noch) nicht. Die Versicherungen versichern nicht so gern Leute, die nen Schwerbehindertenausweis wegen Krebserkrankung mit sich rumtragen. Zweieinhalb Jahre noch, dann bin ich nicht mehr Aussagepflichtig, dann wird das nachgeholt.

Ist nur leider Ärgerlich das es dann noch teurer wird mit den Jahren. Ich hatte das Glück, dass meine Eltern bereits früh eine für mich abgeschlossen haben. Kostet letztendlich 1€ im Monat.  ;D
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Joe Hennessy

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Re: Geld anlegen
« Antwort #115 am: 23.Januar 2019, 14:39:11 »

Was bleibt mir anderes übrig? Und wie hoch ist die monatliche Absicherung, die du für den einen Euro im Monat bekommst?
« Letzte Änderung: 23.Januar 2019, 14:42:23 von j4y_z »
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Re: Geld anlegen
« Antwort #116 am: 23.Januar 2019, 18:47:41 »

Ja wie man schon hier im Forum erkennt, viele Unternehmen wollen Geld scheffeln und betrügen dafür gerne ihre Kunden. Deshalb muss man sehr genau überprüfen, ob eine Anlagemöglichkeit seriös ist oder nicht. Dazu gehört natürlich auch, wie groß ein Unternehmen ist, ob es die richtigen Lizenzen hat und was die (realen) Kundenbewertungen aussagen. Ich würde ehrlich gesagt jedem empfehlen in Aktien von großen Unternehmen zu investieren, solange die Wirtschaft brummt und sie wieder zu verkaufen, sobald die Wirtschaft abkühlt. Denn dieser Zyklus tritt immer wieder auf.
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Ein Beispiel, wie ein unseriöses Unternehmen aussieht, in diesem Fall das Stargames Online Casino, seht ihr in dem Test auf www.serioes.org.

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Re: Geld anlegen
« Antwort #117 am: 24.Januar 2019, 00:06:39 »

Rechtsschutzversicherung: Wenn man sich gern streitet, kann sich das schon lohnen, allerdings halt auch immer mit Eigenanteil. Wenn man dann mal nen Anwalt braucht, kann man sich den auch mal so leisten

BU: Damit habe ich mich jetzt auch etwas näher beschäftigt. Bei 100% BU zahlt auch die gesetzliche, zumindest bei mir. Bei allem drunter nicht. Die Frage, die ich mir stelle: Will ich dann den ganzen Tag rumsitzen und nichts machen, bei z.B. 50% BU? Man muss sich halt überlegen: In welchem Szenario bringt mir die wirklich was. Wenn Familie, Haus etc davon abhängen, dann ist es für mich ne Überlegung wert. Früher abschließen kann zwar von der Gesundheitsnachprüfung ausshcließen, man kann aber dann auch nur bedingt aufstocken. Und meistens hat man im relevanten Alter bereits mehr gezahlt, als der teurere Tarif kosten würde. So früh ist das Risiko schon sehr gering BU zu werden, Unfall wird auch anderweitig übernommen, wenn man für psychische Erkrankungen nicht anfällig ist bleibt eh nicht mehr viel übrig. Bei allem längerfristigen würde ich mir dann eh wohl nen angepassten Job suchen der Spaß macht, wenn man todkrank wird hat man die kurze Zeit von der BU vermutlich auch nichts mehr. Deswegen hab ich mich entschlossen, erstmal keine BU abzuschließen.

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Re: Geld anlegen
« Antwort #118 am: 24.Januar 2019, 04:42:24 »

In meinem direkten Umfeld habe ich nur schlechte Erfahrungen mit BUs gespiegelt bekommen: Selbst in berechtigten Faellen haben die Versicherungen ewig prozessiert und (benoetigte) Zahlungen ewig verzoegert.

Hoehepunkt: Ein Physiotherapeut konnte wegen einer dauerhaften Durchblutungsstoerung im Fuss nachweislich nicht mehr im Stehen arbeiten, was gleichbedeutend mit 100% BU ist.

Die Versicherung hat nicht gezahlt. Begruendung: Der Versicherte hat bei Versicherungsabschluss nicht angegeben, dass er vor Jahren mal Heuschnupfen hatte (aber mittlerweile nicht mehr hat). Die Versicherung sah darin eine arglistige Taeuschung bei Vertragsabschluss und hat argumentiert, dass sie bei Kenntnis dieser Vorerkrankung (die natuerlich 0,0 Zusammenhang mit der Durchblutungsstoerung hat) die Versicherung nicht abgeschlossen haette. Das Gericht ist dieser Argumentation gefolgt. Der Versicherte ging komplett leer aus.
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Re: Geld anlegen
« Antwort #119 am: 24.Januar 2019, 08:22:27 »

Wenn's ein Verstoß gegen deren AGB war, ist es halt seine eigene Schuld. Natürlich ist es auch dann immer noch affig von der Versicherung.
Aber wenn die einen so hart abgezockt haben gibt es noch ein letztes Mittel: Medien. Das muss ja nicht die Bild sein, aber es gibt dich genug Anlaufstellen, die gerne ne Versicherung zerlegen. Daher nehme ich an, dass deren Verhalten juristisch einwandfrei war. Das ist zwar Scheiße für ihn, aber wie bereits erwähnt seine eigene Schuld. Dass Versicherungen sich vorm zahlen drücken wollen ist ja auch nix neues.
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