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Autor Thema: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger  (Gelesen 4584 mal)

Tony Cottee

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Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« am: 13.August 2018, 06:19:23 »

Hi,

da man im Internet ja immer sehr viele 'fancy' Taktiken mit sehr vielen extra Anweisungen und teilweise exotischen Rollenanweisungen findet, habe ich mich entschieden, hier mal meine sehr, sehr einfache 4-2-3-1 wide Taktik zu praesentieren, die ich gerade im Mittelfeld der zweiten englischen Liga mit Nottingham Forest spiele.

Die Grundformation ist ein klassisches 4-2-3-1 Wide mit Control/Flexible-Ausrichtung.

Es gibt absolut keine individuellen Anweisungen und als Teamanweisungen nutze ich standardmaessig nur: "Close down more", "tighter marking" und "pass into spaces".

Bei Heimspielen und gegen gleichwertige oder schwaechere Gegner kommt noch 'play out of defence' und 'look for overlap' hinzu. In diesem Fall warden die Fullbacks von support auf attack-Duty umgestellt.

Die Spielerrollen:

Torwart: Goalkeeper defend. Keine Besonderheiten, keine Extravaganzen. Costel Pantilimon im Tor kann mit dem Fuss gar nichts und soll da gar nicht erst in die Verlegenheit gebracht werden.

Aussenverteidiger: Fullback support. Die Aussenverteidiger sollen - mangels eines DM - mit absichern. Das machen aus meiner Sicht FBs deutlich besser, als die zu weit stehenden Wing Backs. Gegen schwaechere Gegner bzw. Heim auch gegen gleichwertige Gegner (oder bei Gegner mit schwachen Fluegeln) spielen die Fullbacks auf Attack und sollen auch hinterlaufen. Ihre defensive Qualitaeten (Tackling, Positioning, Work Rate) sind dennoch wichtiger, als Flanken und Dribblings.

Innenverteidiger: Der technisch bessere der beiden Innenverteidiger ist der Ball Playing Defender, der andere ein Central Defender. Beide mit defend Duty. Ein Defensive Centre Back kloppt mir zu viel unbedacht raus, so dass sich das mit 'play out of defence' beissen wuerde. Wenn ich mit meinen eher langsamen IVs gegen schnelle gegnerische Stuermer antrete, dann waehle ich auch noch aus, dass wir 'slightly deeper' stehen, in der Teamanweisung.

Zentrales Mittelfeld: Der rechte der beiden Mittelfeldspieler ist CM mit defend Duty. Er laeuft nach Ballverlusten gut Luecken zu und spielt dann fast eine Art Defensive Midfielder vor der Viererkette. Ins Offensivspiel schaltet er sich kaum ein, kann aber gut abgewehrte zweite Baelle aufnehmen. Er sollte defensivstark sein. Ein Spieler der von Haus aus DM ist bzw. physisch sehr stark ist hier bevorzugt.

Der linke der beiden Mittelfeldspieler spielt Box to Box Midfielder support. Dieser Spieler sollte technisch beschlagen sein, aber auch eine ordentliche Work Rate mitbringen und in Zweikaempfen nicht voellig unbrauchbar sein. Ein 1,74m grosser Edeltechniker ist hier nicht zu gebrauchen. Auch hier ist Physis gefragt.

Offensives Mittelfeld: Die Dreierkette besteht - von links nach rechts - aus IF (s), AP (support oder attack) und RMD (a). Die Fluegelspieler koennen je nach Faehigkeit ihre Rollen auch tauschen. IF und W oder W und RMD gehen auch. Ein Spieler sollte aber wenigstens immer nach innen ziehen. Was bei mir in dieser Konstellation nie funktionierte: Zwei IFs. Die stehen sich dann mit dem Stuermer und dem AP auf den Fuessen. Ein RMD gibt mehr Breite, ein Winger sowieso.

Der Advanced Playmaker ist der klassische 10er. Spielt der Gegner mit einem oder zwei DMs lasse ich ihn gerne mit support Duty spielen, da er dann besser der engen Deckung entflieht. Hier muss man nur schauen, dass er sich nicht mit dem B2B auf den Fuessen steht. Der B2B kann dann (abhaengig von der Rolle auf dem Fluegel) auch mal Carrilero oder Mezzela spielen. Oder aber ganz billig CM support. Spielt der Gegner ohne DM, ist der AP mit attack Duty ausgestattet.

Sturm: Der Stuermer funktioniert aus meiner Sicht am besten mit einer Attack Duty. Je nach Faehigkeiten des Stuermers kann er Complete Forward oder Advanced Forward spielen. Target Man, Trequartista, Poacher und alle support Rollen funktionieren aus meiner Sicht nicht so gut.


Je nach Spielverlauf und gegnerischer Taktik passe ich leicht an:

- die Fullbacks werden offensiver (inkl. look for overlap)
- die Abwehrreihe steht tiefer (dann nicht mehr play out of defence)
- Umstellung von Control auf Standard oder Counter gepaart mit more direct passing und/oder higher tempo (abhaengig davon, ob ich gute Ballkontrolle habe)
- je nach Gegner kann ich auch mal auf slightly wider wechseln, wenn der Gegner sich zu sehr einigelt

Alles sehr basic, auch waehrend des Spiels keine sooo grossen Tweaks, allerdings betrachte ich alle Spiele auf Comprehensive (es sei denn es steht nach 60 Minuten schon 3:0, dann gehe ich runter auf Extended), um diese kleinen Aenderungen vornehmen zu koennen, bevor etwas passiert.

Also: Wird meine Abwehr ein oder zwei Mal beim Kontern ueberlaufen, dann stehe ich tiefer. Werden meine Aussenverteidiger ueberspielt, dann gehen die auf support. Wird mein AP nicht eingebunden, dann versuche ich ihn hoeher oder tiefer zu positionieren.

Ich achte ausserdem darauf moeglichst zwischen 48 und 58% Ballbesitz zu haben. Zu wenig Ballbesitz heisst meistens, dass ich hinter her laufe, zu viel Ballbesitz, dass ich zu statisch agiere. Ist der Ballbesitz zu gering, versuche ich zu eruieren, wo die Baelle verloren gehen und suche Mittel, um diesem entgegen zu wirken. Im Zweifelsfall (wenn der Gegner ueberlegen ist) verzichte ich auch auf Ballbesitz und spiele schneller und ueber die Fluegel mit defensive FBs und ggf. sogar im 4-1-2-3 wide.

Ist der Ballbesitz zu hoch, erhoehe ich das Spieltempo und/oder die Spielbreite.

Ausserdem sollte man drigend darauf achten, wie sich die Anzahl der Torschuesse und die Schuesse aufs Tor zueinander verhalten und in welchen Situationen man von wo abschliesst. Auch hier gilt: Viele Schuesse sind kein Qualitaetsmerkmal, wenn davon nicht viel aufs Tor geht.
 
Sicher keine Downloadtaktik, um damit mit Crewe Alexandra die Champions League zu gewinnen, aber aus meiner Sicht eine gute Basis fuer einen Anfaenger, um damit ein Gefuehl fuer die taktischen Zusammenhaenge zu bekommen.

Eure Meinungen?
« Letzte Änderung: 13.August 2018, 06:24:54 von Tony Cottee »
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DocSnyder

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #1 am: 14.August 2018, 19:53:00 »

Klingt schlüssig, sinnvoll und ähnelt meinen Vorstellungen eines solchen Systems sehr. Wie schauen denn deine Ergebnisse aus? Wer macht die Vorlagen, wer die Tore, wie funktioniert das Defensivverhalten?
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Tony Cottee

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #2 am: 15.August 2018, 05:26:28 »

Klingt schlüssig, sinnvoll und ähnelt meinen Vorstellungen eines solchen Systems sehr. Wie schauen denn deine Ergebnisse aus? Wer macht die Vorlagen, wer die Tore, wie funktioniert das Defensivverhalten?

Ich bin aktuell Mitte September und habe in der Liga das erste Spiel verloren (war die bessere Mannschaft, habe aber nach 2 Standards dumme Gegentore bekommen). Danach habe ich von 6 Spielen 4 gewonnen und 2 Unentschieden gespielt (eine 0:2 Auswaertsfuehrung gegen Middlesbrough noch verdaddelt, da ich zu frueh auf "verwalten" umgestellt habe und die Aussenverteidiger gegen offensivere MLs/MRs zu passiv waren).

Die Vorlagen kommen haeufig vom AP (der auf Attack besser funktioniert) und vom BBM. Auch die Aussenverteidiger sind gut am Offensivspiel beteiligt. Die Tore erzielen hauptsaechlich der Stuermer und der RMD, aber auch der IF ist gefaehrlich. Mein BBM hat ein schoenes Fernschusstor nach abgewehrtem ersten Ball erzielt. Ausserdem ein Kopfballtor eines IVs nach Ecke und ein direkt verwandelter Freistoss meines Ersatz-APs im Pokal.

Das Defensivverhalten ist ganz ok. Ich muss allerdings stark drauf achten, was die Gegner auf den Fluegeln veranstalten und meine AVs entsprechend darauf einstellen. Durch die Mitte lasse ich durch den CM(d) relativ wenig zu und die IVs spielen ja auch eher konservativ. Traditionell die meisten Probleme habe ich mit einem flachen 4-4-2. Meine IVs sind dann gegen die gegnersichen Stuermer gebunden und meine AVs bekommen nicht immer Zugriff auf die auesseren Mittelfeldspieler. Hier ueberlege ich, ob ich mit einer 3er-Kette und offensiveren AVs reagiere, aber aktuell habe ich noch keinen Bedarf zu viel Veraenderung zu probieren, da die Ergebnisse mehr als stimmen.

Ich bin zwei oder drei Mal in Rueckstand geraten und habe das Spiel noch gedreht. Mein Eindruck: Weil ich nicht zu viel (oder teilweise auch gar nichts) geaendert habe. Die Gegentore sind entweder sehr frueh oder aber durch Standards oder abgefaelschte Schuesse etc. entstanden. Wenn ich also kein grundsaetzliches Problem sehe, sondern die Gegentore eher als Aussnahmen sehe und mit dem Spiel meiner Mannschaft ansonsten zufrieden bin, dann lasse ich sie spielen. Ich habe in der Vergangenheit gerade beim FM18  zu oft etwas veraendert und angepasst - teilweise auch fundamentalere taktische Aenderungen im laufenden Spiel - und ich habe das Gefuehl, dass meine Mannschaft besser damit klar kommt, wenn sie nicht zu viele taktische Aenderungen auf einmal verarbeiten muss. Ein paar wenige sehr kleine Tweaks scheinen oft sehr viel nutzbringender zu sein.

Beipsiel: Umstellung der FBs von (a) auf (s) Duty, oder zurueckziehen des AP(a) auf AP(s), wenn die gegnerischen DMs ihm zu sehr auf den Fuessen stehen. Auch der Tausch der RMD/IF oder W Rollen auf den Fluegeln kann manchmal helfen, wenn sich Spieler immer wieder festrennen oder einfach keine Raeume finden. Sehr hilfreich ist dabei immer wieder der Blick auf die Heatmap, um heraus zu finden, wo sich Spieler (gerade in der offensiven Formation) haeufig auf den Fuessen stehen.

Das schoene an der Taktik ist aus meiner Sicht, dass man sehr gut auf dem Spielfeld ablesen kann, was funktioniert und was nicht.

Media Prediction war 11. und aktuell bin ich punktgleich mit dem Tabellenfuehrer Zweiter. Allerdings kommen jetzt ein paar harten Brocken und ich waere froh, wenn ich mich zum Ende der Hinrunde so irgendwo in Schlagdistanz zu den Playoffplaetzen einpendeln koennte.
« Letzte Änderung: 15.August 2018, 05:36:34 von Tony Cottee »
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Urban Classic

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #3 am: 15.August 2018, 19:58:43 »

Top. Die Übersicht + Rollenbeschreibungen machen ziemlich gut verständlich wie die Taktik funktioniert und welches Personal benötigt wird. Ich fand die Anmerkung mit dem Tempo im Bezug zum Ballbesitz ganz gut.

Zitat
Ich achte ausserdem darauf moeglichst zwischen 48 und 58% Ballbesitz zu haben. Zu wenig Ballbesitz heisst meistens, dass ich hinter her laufe, zu viel Ballbesitz, dass ich zu statisch agiere. Ist der Ballbesitz zu gering, versuche ich zu eruieren, wo die Baelle verloren gehen und suche Mittel, um diesem entgegen zu wirken. Im Zweifelsfall (wenn der Gegner ueberlegen ist) verzichte ich auch auf Ballbesitz und spiele schneller und ueber die Fluegel mit defensive FBs und ggf. sogar im 4-1-2-3 wide.

Ist der Ballbesitz zu hoch, erhoehe ich das Spieltempo und/oder die Spielbreite. 

Da habe ich so im Detail noch nie drauf geachtet. Habe es gestern mal in einigen Spielen getestet als ich Gefahr lief zu statisch zu agieren. Das klappt ziemlich gut und öffnet das Spiel wieder etwas mehr.

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Tony Cottee

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #4 am: 16.August 2018, 04:17:48 »

Top. Die Übersicht + Rollenbeschreibungen machen ziemlich gut verständlich wie die Taktik funktioniert und welches Personal benötigt wird. Ich fand die Anmerkung mit dem Tempo im Bezug zum Ballbesitz ganz gut.

Zitat
Ich achte ausserdem darauf moeglichst zwischen 48 und 58% Ballbesitz zu haben. Zu wenig Ballbesitz heisst meistens, dass ich hinter her laufe, zu viel Ballbesitz, dass ich zu statisch agiere. Ist der Ballbesitz zu gering, versuche ich zu eruieren, wo die Baelle verloren gehen und suche Mittel, um diesem entgegen zu wirken. Im Zweifelsfall (wenn der Gegner ueberlegen ist) verzichte ich auch auf Ballbesitz und spiele schneller und ueber die Fluegel mit defensive FBs und ggf. sogar im 4-1-2-3 wide.

Ist der Ballbesitz zu hoch, erhoehe ich das Spieltempo und/oder die Spielbreite. 

Da habe ich so im Detail noch nie drauf geachtet. Habe es gestern mal in einigen Spielen getestet als ich Gefahr lief zu statisch zu agieren. Das klappt ziemlich gut und öffnet das Spiel wieder etwas mehr.

Danke fuers Feedback. Ich habe auch erst beim FM18 richtig entdeckt, dass die Analysetools und die Statistiken eine gute Hilfe sein koennen, weil man selbst auf Comprehensive nicht alles sieht und/oder falsch interpretiert, wenn es darum geht im laufenden Spiel taktische Anpassungen zu machen.

Man kann das sicher noch weiter treiben und sich Paesse und Laufwege der einzelnen Spieler genauer ansehen etc. - aber es soll ja eine Basic-Taktik fuer Anfaenger bleiben und daher moechte ich es nicht zu komplex gestalten.

Habe gestern 'nur' zwei Spiele geschafft: Gegen Stoke mit Glueck 3:2 gewonnen, weil ein AV bei Stoke mit Gelb-Rot vom Platz geflogen ist. Anschliessend gegen die Blackburn Rovers nur 2:2 gespielt, obwohl ich ueberlegen war, nachdem ein Innenverteidiger von mir vom Platz geflogen ist.

Insgesamt kassiere ich noch zu viele Gegentore, bin aber offensiv auch sehr gefaehrlich. Ich bleibe daher vorerst beim Control-Setup, da ich das Spiel schon gerne aktiv gestalten moechte.

Aktuell groesstes Problem: Durch die Vielzahl an Spielen bis Ende September (dann ist mal 2 Wochen Laenderspielpause) habe ich mittlerweile ein ordentliches Lazarett. 7 Spieler sind verletzt bzw. angeschlagen und da ich nur mir einem 23er-Kader operiere, muss ich jetzt schon Spieler hochziehen, um die Bank voll zu bekommen. Nachdem die Taktik einigermassen eingespielt ist, muss ich mich jetzt wohl mal um die Trainingssteuerung kuemmern.
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vonreichsmueller

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #5 am: 16.August 2018, 08:06:00 »

@Tony Cottee.

Danke für die Taktik und die Erklärungen. Sehr verständlich. Schön wäre es noch, wenn du die Mannschafts- und Spieleranweisungen, falls vorhanden, noch aufnehmen könntest. Ich weiß, in einem Nebensatz hast du z.B. play out of defense genannt, schöner fände ich es aber, wenn es dazu auch einen Punnkt gibt, wie bei der Aufstellung.

Zudem habe ich eine weitere Frage. Wie schaust du dir denn deine Spiele an? In 3d? Entscheidene Highlights? Wäre ganz nett, wenn du die Info mal gibst. Und eine weitere Frage, welche Punkte schaust du dir genau bei deinen Analyse an. Und, im Spiel auch, oder nur nach dem Spiel? Uiuiui. Soooo viele Fragen.

Gerade die Taktik getestet. Im Jahre 2025 im Halbfinale der NationsLeague mit Deutschland gegen England. Toll gestartet und 1-0 zur Halbzeit geführt. In England. Dann aber leider noch 3-1 verloren. Schade.
« Letzte Änderung: 16.August 2018, 08:23:56 von vonreichsmueller »
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Tony Cottee

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #6 am: 16.August 2018, 08:34:52 »

@Tony Cottee.

Danke für die Taktik und die Erklärungen. Sehr verständlich. Schön wäre es noch, wenn du die Mannschafts- und Spieleranweisungen, falls vorhanden, noch aufnehmen könntest. Ich weiß, in einem Nebensatz hast du z.B. play out of defense genannt, schöner fände ich es aber, wenn es dazu auch einen Punnkt gibt, wie bei der Aufstellung.

Zudem habe ich eine weitere Frage. Wie schaust du dir denn deine Spiele an? In 3d? Entscheidene Highlights? Wäre ganz nett, wenn du die Info mal gibst. Und eine weitere Frage, welche Punkte schaust du dir genau bei deinen Analyse an. Und, im Spiel auch, oder nur nach dem Spiel? Uiuiui. Soooo viele Fragen.

Gerade die Taktik getestet. Im Jahre 2025 im Halbfinale der NationsLeague mit Deutschland gegen England. Toll gestartet und 1-0 zur Halbzeit geführt. In England. Dann aber leider noch 3-1 verloren. Schade.

Zu den Spieler- und Teamanweisungen habe ich oben schon was geschrieben:

Es gibt absolut keine individuellen Anweisungen und als Teamanweisungen nutze ich standardmaessig nur: "Close down more", "tighter marking" und "pass into spaces".

Bei Heimspielen und gegen gleichwertige oder schwaechere Gegner kommt noch 'play out of defence' und 'look for overlap' hinzu. In diesem Fall werden die Fullbacks von support auf attack-Duty umgestellt.


Ich sehe die Spiele in 3D in der "vertical scrolling" Kameraeinstellung (gibt mir den besten Ueberblick) und zwar "comprehensive highlights".

Nach dem Spiel gucke ich mir die Analyse nur dann an, wenn ich waehrend des Spiels nicht verstanden habe, was falsch gelaufen ist bzw. wo der Gegner einfach besser war. Waehrend des Spiels schaue ich mir Ballbesitz und Schussstatistik staendig an. Die Heatmap der Positionen fruehestens nach 20 Minuten, dann aber so ca. 10-15 Minuten bzw. nach taktischen Anpassungen.

Diese Analysetools sind aber eher Beiwerk und sollen die eigene Wahrnehmung stuetzen bzw. ergaenzen. Wenn Du das Spiel auf 'comprehensive' guckst, dann entdeckst Du in der Regel fruehzeitig, wo es hapert.

Woran lag es, dass Du noch 3:1 verloren hast? Hast Du nach der Fuehrung etwas veraendert? Hat der Gegner etwas veraendert? Wie hast Du die Gegentore kassiert? Wie waren Ballbesitz und Torschuesse verteilt?
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Tery Whenett

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #7 am: 16.August 2018, 08:45:27 »

Insgesamt kassiere ich noch zu viele Gegentore, bin aber offensiv auch sehr gefaehrlich. Ich bleibe daher vorerst beim Control-Setup, da ich das Spiel schon gerne aktiv gestalten moechte.

Die Offensiv-Defensiv-Balance ist beim 4-2-3-1 generell die Herausforderung. Das ging mir in meinem System mit identischer Formation und ähnlichen Rollen genauso:
https://fm.zweierkette.de/taktik/taktiken/bremen-taktik-fm18/

Ich habe deshalb in einer Übergangssaison die beiden ZMs ins DM zurückbeordert (SEGa + DMu), was die defensive Stabilität deutlich erhöht hat. Offensiv hat sich die Statik komplett verändert: Während sonst immer mein Stürmer der Haupt-Torschütze war, wurde es dann interessanterweise der Flügelspieler. Auch der Segundo Volante hat offensiv einiges beigesteuert (8 Saisontore).

In der übernächsten Saison bin ich dann allerdings wieder auf die ursprüngliche Formation zurück, nachdem ich den defensiven ZM und die Innenverteidigung verstärkt hatte. Die müssen schon überdurchschnittlich stark sein, da sie öfter als in anderen Formationen in 50:50-Situation geraten, die sie dann besser für sich entscheiden sollten.

Grüße Tery
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Tony Cottee

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #8 am: 16.August 2018, 09:49:07 »

Ich wehre mich aktuell noch dagegen die taktische Grundformation aufzugeben.

Ich versuche es aktuell je nach Gegner auszubalancieren, in dem ich die FBs entsprechend einstelle und die IVs im Zweifel "slightly deeper" agieren lasse. Mein Spielermaterial gibt aus meiner Sicht auch keine zwei DMs her - mag sich vielleicht in der kommenden Saison aendern.

Aber Du hast Recht. Aus meiner Sicht ist der CM-d ein entscheidender Faktor. Der Spieler sollte keinen Offensivdrang haben, physisch stark sein und eine hohe Work Rate, Determination etc. mitbringen.

Interessant zu beobachten ist dabei, dass sich unterschiedliche Spieler im voellig identischen System auch unterschiedlich positionieren. Ich habe ein Arbeitstier, der genau die o.g. Faktoren mitbringt und der sieht dann laut Heatmap manchmal so aus, als ob er wirklich DM zentral vor der Abwehr spielt (obwohl er ja halbrechts neben dem anderen 6er/8er aufgestellt ist).

Setze ich einen anderen Spieler taktisch identisch ein, der aber von Haus aus etwas mehr Technik, Flair und Vision mitbringt, dann spielt der auch viel hoeher (teilweise fast auf Hoehe des BBM). Beide Spieler haben keine PPMs.

Man sollte also nicht glauben, dass die eigene Taktik von den Spielern (unabhaengig von deren Eigenschaften, Vorlieben) gleich interpretiert wird. Das ist auch eine wichtige Erkenntnis.
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Hanz Maia

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #9 am: 18.August 2018, 12:01:26 »

Tolle Diskussion und Analyse hier, danke an alle!

Wie Tony und Terry klingen, könnte Folgendes sein:
Die schwierigsten Entscheidungen sind wohl die über die 2 zentralen MFs

Ich spiele zZ auch eine ähnliche Formation (der eine Flügel ist nicht OM) und hatte erst ZMs, bin nun aber zu DMs übergegangen.
ZMv und B2B waren es vorher, aber: Braucht man den B2B wirklich noch vorne mitdrin?
Und: Der ZMv ist der spielerisch bessere, aber er ist dann weniger "im Spiel eingebunden" als der rein Läufertyp. Nich soooo kreativ.

Nun also DMs
Da steckt nun aber evtl. das Problem drin, das eine Lücke im ZM entsteht.
Wie kann man das lösen?
Durch "Dynamisch" gegenzuwirken wäre ggfs möglich, ich möchte es aber eher (noch) nicht.

Über die Rollen also? Welche?
B2B gibt es im DM nicht (warum eigentlich nicht?), VertSM können kaum welche (dribbeln als knock out!) und den SegVol hab ich im 17er noch nicht - ich spiele mit dem Speed eines plattgefahrenen Hamsters und daher ist der Journeyman-Save noch weit von der Weltherrschaft entfernt. Nicht nur daher, hust.  :P

DMs und DLPs (im DM) (sorry, vertippt im ursprünglichen Post) - (fast) wie BoomBremen, aber eins weiter hinten ... evtl. zu wenig Penetration nach vorne, kein Schließen der o.g. Lücke. Das Problem gibt es bei Boom Boom Bremen, evtl so nicht.
Also DMu und Regista (den ggfs. noch auf "offensiver positionieren" stellen). Das klappt soweit, weil der Spieler es hinreichend kann, aber so richtig systematisch (spielerunabhängig) ist es damit nicht gelöst.

Ich denke, es bleibt eine Baustelle - zumindest bei mir.  :o
« Letzte Änderung: 18.August 2018, 22:57:28 von Hanz Maia »
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idioteque3

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #10 am: 18.August 2018, 13:27:11 »

Im 4-2-3-1 mit ZMs würde ich davon abraten, einem von beiden ZMs eine umtriebige Rolle (BBM, BWM, RPM, ZM(a), AP(a)) zu geben, sofern man Wert auf defensive Stabilität setzt (was ja nicht sein muss, Spiele mit vielen Toren machen schließlich auch Spaß). Dadurch, dass die beiden offensiven Außen wenig nach hinten arbeiten, müssen die beiden ZMs sehr viel Raum abdecken, i.d.R. zu viel für einen einzelnen Spieler, wenn der andere sich auch offensiv beteiligt. Das logischste Pärchen ist mMn DLP+ZM, wobei einer eine Support und einer eine Verteidigen Duty bekommen sollte. Allzu viel Offensivpower aus dem ZM braucht man auch nicht, schließlich hat man schon vier primär offensive Spieler plus Unterstützung von den AV.

Wenn du mit 2 DMs spielst, hast du leider auch nicht soo viele Optionen, und die praktikablen hast du auch schon genannt. Ansonsten kannst du versuchen, DMs über PI oder PPMs entsprechend zu tweaken, damit die sich auch mal nach vorne wagen.
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Tony Cottee

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #11 am: 18.August 2018, 13:49:28 »

CM-d, DLP-s ist eine interessante Variante, die ich mal ausprobieren werde. Muss ich dann den AP-a auf der 10 in einen AM-A oder so anpassen, oder funktionieren auch zwei Spielmacher gleichzeitig, ohne das Spiel zu statisch zu machen?
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Maddux

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #12 am: 18.August 2018, 14:33:58 »

CM-d, DLP-s ist eine interessante Variante, die ich mal ausprobieren werde. Muss ich dann den AP-a auf der 10 in einen AM-A oder so anpassen, oder funktionieren auch zwei Spielmacher gleichzeitig, ohne das Spiel zu statisch zu machen?
2 Spielmacher funktionieren wobei ich eher die Kombination DLP-D plus CM-S oä in der Zentrale nehmen würde. Der DLP-S spielt hartgecodet viele Steilpässe und der DLP-D ist eher für den ruhigen Spielaufbau da.
Dann musst du darauf achten das dein Spielmacher auf der Zehn sich weit genug fallen lässt um die Offensive mit der Zentrale zu verbinden.
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idioteque3

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #13 am: 18.August 2018, 14:49:16 »

@Tony Cottee: Würde ich einfach mal testen. Natürlich besteht das Risiko, dass du so wenig Bewegung im Zentrum hast, muss aber nicht sein, je nachdem, wie der Rest der Mannschaft sich verhält. Es klingt zwar etwas paradox bei zwei zentralen Spielmachern, aber dein System wird dann wahrscheinlich etwas flügellastiger, da die offensiven Bewegungen größtenteils von Außenspielern kommen werden. Insofern wäre z.B. ein mutigerer AV nützlich. Das wäre vom Setup her so ähnlich wie die deutsche Nationalmannschaft mit Doppelsechs Kroos(DLP-s)/Rudy(ZM-d). RA Müller, OM Özil, LA Reus, ST Werner, dazu noch als etwas offensiveren AV Kimmich. Und die Phase mit Rudy auf der Sechs war bei der WM die einzige, wo Deutschland ganz gut gespielt hat.
Falls das nicht funktioniert, kannst du immer noch testen, die Rolle des OMZ zu ändern.

@Maddux: Das kommt glaube ich stark auf den Einzelfall an, was da funktioniert. Wenn man vorne vier Leute hat, die gut schnelle Angriffe durchspielen, dürften die riskanteren Pässe des DLP-s ziemlich gut funktionieren, zumindest falls er sie ordentlich beherrscht. Dann dürfte auch der AP-a super reinpassen. Wenn der DLP aber nur unerreichbare Bälle hinter die Abwehr spielt, sollte man natürlich was ändern. Das hängt aber wirklich daran, was die jeweiligen Spieler und Mitspieler können oder eben nicht.
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der_Hildener

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #14 am: 18.August 2018, 22:58:20 »

ich spiele, wenn ich denn ab und an nochmal spiele (fast) genau so wie Tony es hier vorstellt - ein ganz feines System - ich würde noch anfügen, dass ich den AMC mitunter - z.B. um eine Führung über die Zeit zu bringen - rausnehme und dafür einen DMC bringe - und entsprechend dann fluid / bzw. control runterschraube.
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Wir hatten damals unterschrieben, bis zu unserem Todestag zu spielen und das haben wir gemacht.

vonreichsmueller

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #15 am: 19.August 2018, 07:03:16 »

@Tony Cottee.

Danke für die Taktik und die Erklärungen. Sehr verständlich. Schön wäre es noch, wenn du die Mannschafts- und Spieleranweisungen, falls vorhanden, noch aufnehmen könntest. Ich weiß, in einem Nebensatz hast du z.B. play out of defense genannt, schöner fände ich es aber, wenn es dazu auch einen Punnkt gibt, wie bei der Aufstellung.

Zudem habe ich eine weitere Frage. Wie schaust du dir denn deine Spiele an? In 3d? Entscheidene Highlights? Wäre ganz nett, wenn du die Info mal gibst. Und eine weitere Frage, welche Punkte schaust du dir genau bei deinen Analyse an. Und, im Spiel auch, oder nur nach dem Spiel? Uiuiui. Soooo viele Fragen.

Gerade die Taktik getestet. Im Jahre 2025 im Halbfinale der NationsLeague mit Deutschland gegen England. Toll gestartet und 1-0 zur Halbzeit geführt. In England. Dann aber leider noch 3-1 verloren. Schade.

Zu den Spieler- und Teamanweisungen habe ich oben schon was geschrieben:

Es gibt absolut keine individuellen Anweisungen und als Teamanweisungen nutze ich standardmaessig nur: "Close down more", "tighter marking" und "pass into spaces".

Bei Heimspielen und gegen gleichwertige oder schwaechere Gegner kommt noch 'play out of defence' und 'look for overlap' hinzu. In diesem Fall werden die Fullbacks von support auf attack-Duty umgestellt.


Ich sehe die Spiele in 3D in der "vertical scrolling" Kameraeinstellung (gibt mir den besten Ueberblick) und zwar "comprehensive highlights".

Nach dem Spiel gucke ich mir die Analyse nur dann an, wenn ich waehrend des Spiels nicht verstanden habe, was falsch gelaufen ist bzw. wo der Gegner einfach besser war. Waehrend des Spiels schaue ich mir Ballbesitz und Schussstatistik staendig an. Die Heatmap der Positionen fruehestens nach 20 Minuten, dann aber so ca. 10-15 Minuten bzw. nach taktischen Anpassungen.

Diese Analysetools sind aber eher Beiwerk und sollen die eigene Wahrnehmung stuetzen bzw. ergaenzen. Wenn Du das Spiel auf 'comprehensive' guckst, dann entdeckst Du in der Regel fruehzeitig, wo es hapert.

Woran lag es, dass Du noch 3:1 verloren hast? Hast Du nach der Fuehrung etwas veraendert? Hat der Gegner etwas veraendert? Wie hast Du die Gegentore kassiert? Wie waren Ballbesitz und Torschuesse verteilt?

Danke für die Info. Ich habe nichts geändert an der Taktik. 90 Minuten lang. Leider weiß ich aber nicht mehr, wer, von wo die Tore geschossen hat. Sorry. Teste die Taktik aber gerade, mit einigen persönlichen Vorlieben, gerade weiter. Werde meine Erfahrungen aber auch gerne mitteilen.

So sieht es bei mir jetzt aus:







Es scheint also, dank deines Gerüstes, ganz gut zu funktionieren.
« Letzte Änderung: 19.August 2018, 07:40:48 von vonreichsmueller »
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Tony Cottee

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #16 am: 20.August 2018, 04:00:31 »

CM-d, DLP-s ist eine interessante Variante, die ich mal ausprobieren werde. Muss ich dann den AP-a auf der 10 in einen AM-A oder so anpassen, oder funktionieren auch zwei Spielmacher gleichzeitig, ohne das Spiel zu statisch zu machen?

Ich habe das jetzt in zwei Spielen getestet und bin nicht ueberzeugt. Zwar stehe ich defensive tatsaechlich besser, aber das Spiel wird sehr langsam und der DLP neigt dann dazu eher fragwuerdige (lange) Paesse zu spielen. Der Spielfluss ist gestoert und irgendwie fehlt mir die Dynamik im Spiel.

Ich werde das moeglicherweise in der naechsten Saisonvorbereitung nochmal intensiver testen.
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Leland Gaunt

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #17 am: 20.August 2018, 15:16:53 »

Richtig gesunde und schmale Taktik, mit der man ein normalerweise funktionierendes Grundgerüst bekommen sollte.
Überschaubare Anzahl an TIs und auch gut erklärt, warum du beispielsweise zwischen APa und APs wechselst etc..
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Immer schön GErade bleiben!

Tony Cottee

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #18 am: 23.August 2018, 05:00:20 »

Danke. Die Hinrunde ist mittlerweile beendet und ich pendele immer noch zwischen Platz 2 und 4 (Medientipp war 11.) - also deutlich ueber den Erwartungen.

Die Variante mit DLP-d (oder DLP-s) und CM-d (oder CM-s) nutze ich jetzt immer oefter als Variante waehrend des Spiels, wenn ich a) in einem eher ausgeglichenen Spiel in Fuehrung liege und so mehr defensive Stabilitaet gewinne oder b) ich offensichtlich spielerisch unterlegen bin und im Mittelfeld keinen Zugriff bekomme (dann meistens auch mit AP-s anstelle AP-a auf der 10).

Ich habe immer noch das offensivstaerkste Team und was die Anzahl der Gegentore betrifft bin ich 14. Insgesamt ist das aber durchaus ansehnlicher Fussball.

Da die Grundformation unveraendert ist, gehe ich mal etwas auf die taktischen Anpassungen waehrend des Spiels (je nach Spielverlauf) ein:

Variante 1: Fullbacks von FB-a auf FB-s (dann kein Overlap)

- eine Fuehrung soll verteidigt werden (bei ausgeglichenem Spiel, wenn ich ueberlegen bin, belasse ich es dabei)
- die gegnerischen Fluegel sind zu stark und schaffen es vermehrt in die Raeume hinter den Aussenverteidigern

Variante 2: kein Play out of Defence

- wenn das Aufbauspiel zu langsam ist und das Spiel dadurch zu statisch geraet
- wenn der Ballbesitz sehr niedrig ist und viele Baelle bereits im Spielaufbau verloren gehen (z.B. weil der Gegner frueh presst)

Variante 3: taktische Anpassung des BBM zum DLP

- bei knapper Fuehrung in ansonstem ausgeglichen Spiel, um Defensive zu staerken
- um Zugriff bei spielerischer Unterlegenheit im Mittelfeld zu bekommen

Variante 4: taktische Anpassung des AP-a zum AP-s

- gegen Mannschaften mit DMs oder aber wenn der AP in Manndeckung genommen wird, um ihm etwas Raum hinter der Spitze zu geben
- in dem Fall genau auf den BBM achten und diesen ggf. zum DLP umstellen, da er sich ansonsten mit dem AP auf den Fuessen stehen koennte

Variante 5: das Spiel breiter/schneller machen

- bei zu hohem Ballbesitz und statischem Spiel (breiter und/oder schneller)
- wenn der Gegner in der Mitte massiert steht, die Aussenbahnen aber z.B. nur einfach besetzt sind (breiter machen)
- bei schneller: fuer gewoehnlich entferne ich dann auch 'play out of defence'
- wenn ich gar keinen Zugriff aufs Spiel bekomme, mache ich es schneller, nehme play out of defence raus und versuche es mit Counter-Mentalitaet, ansonsten immer auf Control

Variante 6: der Linksaussen

- standardmaessig ein IF-s
- wenn er zu eng steht (in der Heatmap) stelle ich den auf Winger-s um
- steht er zu tief (auf Hoehe mit dem BBM), dann wird er IF-s
- stehr er zu tief und zu eng, dann W-a


So kann man auch auf (fast) jede Situation im Spiel reagieren, ohne zu viele grosse Aenderungen vorzunehmen. Die Spielstatik aendert sich bei jeder Variante schon recht augenfaellig und einige Varianten kann man auch kombinieren, um die Effekte noch zu verstaerken.

(Nahezu) immer bleibt aber die taktische Grundformation und die Ausrichtung Control/Flexible bestehen. Wirklich taktisch andere Rollen bekommen maximal einer der 6er und der Linksaussen verpasst. Die Aussenverteidiger und der 10er werden nur was die Ausrichtung betrifft bei Bedarf leicht von attack auf support angepasst. Die anderen Rollen bleiben unabhaengig von Gegner und Spielverlauf immer unveraendert.

Ich habe den Eindruck, dass diese Aenderungen (da sie nur vergleichsweise klein sind) von meinen Spielern waehrend des Spiels fluessig und direkt umgesetzt werden koennen. Die Auswirkungen sind direkt sichtbar. In der Vergangenheit habe ich oft gesamte Systemwechsel waehrend des Spiels vorgenommen und Mentalitaeten von Overload bis Contain vor und zurueck geaendert - was nie so gut funktioniert hat.

Mein Tipp daher: kleine Tweaks aendern die Spielstatik schon sehr offensichtlich. Wenn man sich fuer ein System entschieden hat, reichen daher oft schon kleine Anpassungen. Das macht das Spiel - gerade auch fuer taktische Anfaenger - leichter nachvollziehbar und man kann sich spaeter immer noch groesseren Anpassungen widmen.



« Letzte Änderung: 23.August 2018, 05:03:07 von Tony Cottee »
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Muffi

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Re: Basic 4-2-3-1 fuer Anfaenger
« Antwort #19 am: 04.September 2018, 11:21:20 »

Ich bin jetzt erst auf diesen Thread gestoßen. Die Erläuterungen finde ich klasse, da waren auch für mich alten Hasen noch einige "Aha"-Momente dabei. Danke dafür! Das mag ich am FM, man lernt hier immer wieder auch etwas dazu, was einem auch beim Verständnis des realen Fußballs weiterhilft.  :)
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