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Autor Thema: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien  (Gelesen 9409 mal)

MikeyMike

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #60 am: 18.Dezember 2018, 13:42:11 »

Story ist top.
gab es weitere Angebote für Dich?
bin gespannt,ob du mal wechselst.
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Lupito

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #61 am: 18.Dezember 2018, 14:06:00 »

National unglaublich spannend, dennoch scheint der Titel nur über Norrköping zu gehen.

International...
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Erneut Platz 3 zu holen, in der Gruppenphase, um dann nochmal in der EL durchzustarten, wäre schon top. Auch für die schwedische Liga, denn momentan sieht es danach aus, dass Schweden in der 5-Jahreswertung noch ein bisschen weiter nach oben klettert. :)


Mein Güte, muss das Knete gebracht haben.

Habe mit Galway United aus Irland mal die EC-Gruppenphase nach Ausscheiden in den CL-Playoffs erreicht und das brachte an Preisgeldern schon ca. 5-6 Mio.

Und ich schließe mich den Vorrednern äh -schreibern an. Sehr schöner und sehr stimmungsvoller Bericht!

Vielen Dank!
Ja, die CL ist eine reine Goldgrube. Für das Erreichen der Gruppenphase haben wir wieder knapp 15,5 Mio.€ kassiert. In der letzten Saison kamen dann durch die drei Siege in der Gruppe insgesamt nochmal fast 9 Mio.€ an Siegprämien hinzu (ca. 2,7Mio. pro Sieg - so viel bekommen wir in Schweden nichtmal als Titelprämie, die liegt bei 666K). Dagegen sind die Prämien in der Europa League echt mager (aber pro Runde auch nochmal im niedrigen Millionenbereich). Dadurch haben wir inzwischen ein Gehaltsbudget von verrückten 2,3 Mio.€ pro Monat - aber nur 466K genutzt. Das ist nämlich die große Gefahr daran. Ein Jahr ohne die CL-Millionen kann uns dann ganz schnell das Genick brechen, wenn wir uns zu weit aus dem Fenster lehnen. Oder auch das Transferbudget: mittlerweile 27 Mio.€. Eigentlich viel zu hoch. Mit 56 Mio. auf dem Konto sieht es zwar sehr gut aus, aber wie gesagt, die Lage kann sich schnell ändern. Daher lasse ich weiterhin Vorsicht walten. Solange, bis wir uns auf 3 feste CL-Plätze hochgearbeitet haben :D Der "Vorteil" dabei ist natürlich noch, dass die geringe Reputation von Verein/Liga es gar nicht zulassen, wirkliche Topverdiener und Stars zu holen. Das macht es leichter, die Beherrschung zu wahren.


Story ist top.
gab es weitere Angebote für Dich?
bin gespannt,ob du mal wechselst.

Mainz hatte zwischendurch ernsthaft angefragt. Ansonsten kamen bisher keine weiteren Angebote. Mein Vertrag in Norrköping läuft noch 12 Monate und gerade eben erst ist eine Verlängerung an meinen "Forderungen" gescheitert. Dabei wollte ich nur 15K im Monat... aber Hauptsache, der Vorstand teilt am Jahresende wieder zig Millionen aus dem erwirtschafteten Gewinn unter sich auf. Darüber hatte ich mich letzte Saison schon aufgeregt. Speisen mich mit 11K im Monat ab und stecken 6 Millionen in die eigene Tasche :D
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4Ramos

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #62 am: 18.Dezember 2018, 14:19:09 »

Eine sehr gute Europapokalsaison letzte Saison und diese Saison geht es schon wieder richtig gut los, hoffe du schaffst wieder ein paar Wunder, ich denke Platz3 ist vielleicht mit etwas Glück möglich, aber du bist natürlich klarer Außenseiter!
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Lupito

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #63 am: 21.Dezember 2018, 13:52:59 »

Saison 4 - 2021


September-Dezember 2021 | Ligafinale: Spieltage 22-30, CL-Gruppenphase


Liga

In der Liga standen in den Monaten September und Oktober die restlichen 9 Spieltage an. Zuvor erledigten wir unsere Pflichtaufgabe im Pokal und schlugen einen unterklassigen Gegner mit 4:1 - trotz unserer deutlichen Überlegenheit, leistet wir uns wieder einmal einen phänomenalen Abwehrfehler, der unserem Gegner ein Tor ermöglichte. Es folgte eine erfolgreiche Phase in der Liga, die mit einem torreichen Spiel beim BK Häcken (4:2), einem Sieg im Topspiel gegen unseren Angstgegner AIK Solna (2:0) und einem überragenden 3:0 Auswärtssieg im Spitzenspiel in Malmö beste Voraussetzungen für den Titelhattrick schaffte. Beim Abstiegskandidaten Örebro haderten wir wieder mit der 5er-Kette, kassierten eines unserer beliebten, dämlichen, Gegentore und rannten lange Zeit einem Rückstand hinterher. Den konnten wir in der Schlussphase, auch dank eines Elfers, noch zum 2:1 drehen und hatten 4 Spieltage vor Schluss, bei einem Spiel weniger, eine hervorragende Ausgangsposition für das Saisonfinale.

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Im Oktober begannen wir die entscheidende Phase der Saison mit einer starken Leistung gegen Schlusslicht GAIS Göteborg (4:0). Und da Malmö trotz zwischenzeitlicher Führung mit 1:2 beim Östersunds FK verlor, konnten wir bereits 4 Spieltage vor Schluss den dritten Meistertitel in Folge feiern:

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Nach den Feierlichkeiten kamen wir im anschließenden Spiel, trotz Führung, nicht über 1:1 gegen den IFK Göteborg hinaus. 5er-Ketten bereiten uns weiterhin Probleme, vor allem in Unterzahl - mit der wir dank Victor Moses ab der 60. Minute zurechtkommen mussten. Beim Kalmar FF sah es dann schon wieder besser aus. Im Großen und Ganzen eigentlich ein ausgeglichenes Spiel, dennoch hatten wir die deutlichen gefährlicheren Aktionen und wussten uns diesmal auch dafür zu belohnen (3:1). Gegen Hammarby drehten wir am vorletzten Spieltag nochmal richtig auf und ließen dem, eigentlich stark einzuschätzenden, Klub nicht den Hauch einer Chance. Das 4:0 steht hier auch sinnbildlich für ihre verkorkste Saison. Zum Abschluss der Saison präsentierten wir uns dann noch einmal in der nervigsten Verfassung. Dutzende harmlose Schüsse, vergebene Großchancen, ein verschossener Elfmeter, ein Platzverweis, ein Last-Minute-Tor. Ein glanzloser 1:0 Erfolg beim Halmstads BK. Aber es spricht dennoch für uns, dass wir insbesondere in dieser Saison eben auch genau solche Spiele immer wieder irgendwie für uns entscheiden konnten. Nicht ohne Grund stellten wir sowohl einen neuen Punkterekord, als auch einen Rekord für die Anzahl an Siegen auf: und das trotz regelmäßig durchwachsener Leistungen und trotz eines wieder erstarkten Malmö FF, der in den vergangenen Saisons mit 62 Punkten deutlich näher am Titel dran gewesen wäre.

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Saisonrückblick/Auszeichnungen

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Champions League Gruppenphase

Im ersten Gruppenspiel kam Lazio Rom nach Norrköping. Wie bereits in den beiden Duellen des EL-Halbfinals, konnte auch in der CL keines der beiden Teams das Spiel für sich entscheiden. Wir spielten diesmal in einem 4-2-4, um der extrem defensiven Aufstellung der Gäste ein paar Probleme bereiten zu können, mussten selbst aber ebenfalls eher defensiv agieren. Grundsätzlichen standen wir auch sehr sicher und konnten ein paar Vorstöße in den gegnerischen 16er erspielen. Trotzdem führte ihre individuelle Klasse um 0:1, das wir aber dank eines Elfers ausgleichen konnten. Alles in allem ein gerechets 1:1.

Das zweite Spiel, bei Real Madrid, gingen wir mit der letztjährigen CL-Erfolgsaufstellung an, dem defensiven 4-2-3-1. Abgsehen von etwas mehr Ballbesitz, der eher von ängstlichem Ballgeschiebe geprägt war, dominierte uns Real in allen Belangen, ohne dabei aber richtig überzeugen zu können. Schlechte Abschlüsse und ein guter Mann in unserem Tor sorgten dafür, dass Real lediglich einen 1:0 Heimsieg einfahren konnte.

Dann kam der dritte Gegner an die Reihe. Schalke 04. Schalke betrachtete ich als schwächstes Team der Gruppe und als jenes, welches wir im direkten Duell schlagen müssen, wenn wir über Platz 3 wieder in die EL wollen. Die Arroganz ihres Trainers, Rafael Benitez, im Vorfeld des Spiels sollte bestraft werden: Wir spielten stark und die beiden Fanlieblinge, Fransson und Holmberg, brachten uns mit 2:0 in Führung. Schalke kam kurz vor Schluss nur noch zum 2:1. Ein wichtiger Sieg für uns - und ein sichtlich geschockter und um Ausreden bemühter Gästetrainer in der PK nach dem Spiel.


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Das Rückspiel auf Schalke stand an. Ihr Trainer war vor dem Spiel erneut sehr von sich, seinem Team und unserer Unterlegenheit überzeugt. Und wurde erneut eines besseren belehrt. Schalke ging zwar früh in Führung, verpasste es im weiteren Spielverlauf aber, unseren erneut bärenstarken Torwart ein weiteres Mal zu überwinden. Kurz vor Schluss spielte Kristoffer Olsson dann einen seiner bekannten tödlichen Pässe - auf Simon Thern, der zum 1:1 einschob.
Den direkten Vergleich gegen Schalke haben wir also schonmal gewonnen. Bei Punktgleichheit hätten wir am Ende zumindest den erhofften dritten Platz sicher. Vielleicht geht aber sogar noch mehr?

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Auf nach Rom. Lazio agierte zuhause, wie bereits in der EL, viel offensiver im 4-3-3. Ich hatte es verpennt, darauf mit einer 5er-Kette zu antworten, die uns bspw. gegen Ajax in den Playoffs überaschen ließ. Erneut war es unser TW, der uns lange Zeit im Spiel halten konnte. Bis zu einer Schwalbe - oder war es doch ein Foul? - in der 53. Minute und dem Elfer, den Immobile eiskalt verwandelte. Beim 0:1 blieb es auch und durch das Ergebnis im Spiel zwischen Real und Schalke stand nach 5 Gruppenspielen bereits fest, dass wir auf Platz 3 ausscheiden werden. Irgendwie schade, aber dennoch ein voller Erfolg, denn so dürfen wir in Europa überwintern und im nächsten Jahr in der EL weiterspielen.

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Im letzten Gruppenspiel, zuhause gegen Real, ging es um nichts mehr. Weder für Real, noch für uns. Real spielte, wie im Hinspiel, relativ schwach. Diesmal konnten sie aber nichtmal wirklich dominieren, sondern überließen uns das Spiel und brachten lediglich ein paar harmlose Konter zustande. Auf diese Weise gelang es uns, trotz 60-minütiger Unterzahl, ein 0:0 über die Zeit zu bringen. Wir haben uns also gegen die Königlichen in zwei Spielen ziemlich ordentlich präsentiert und uns mit einem weiteren kleinen Achtungserfolg aus der CL verabschiedet.

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Mit diesem Los setzen wir demnächst unsere Europapokalreise fort. Es wird ein nordeuropäisches Duell gegen den FC Kopenhagen. Die konnten wir vor einiger Zeit mal in einem Testspiel besiegen. Ein gutes Ohmen?
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Akumaru

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #64 am: 21.Dezember 2018, 14:04:11 »

Dein Vorstand genehmigt sich aber gut Kohle... Da ist es fast schon peinlich, daß sie dir nicht mal 200.000€/Jahr zahlen wollen.
Der finanzielle Status dürfte wohl weiterhin problemlos "reich" lauten oder?

Und danke für's Weghauen der Blauen.  :P
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Lupito

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #65 am: 21.Dezember 2018, 14:35:41 »

Dein Vorstand genehmigt sich aber gut Kohle... Da ist es fast schon peinlich, daß sie dir nicht mal 200.000€/Jahr zahlen wollen.
Der finanzielle Status dürfte wohl weiterhin problemlos "reich" lauten oder?

Und danke für's Weghauen der Blauen.  :P

Ja, wir gelten mittlerweile als reich. Deswegen haderte ich auch etwas mit der Vertragsverlängerung. Die ziehen die Millionen raus und speisen mich mit einem Minimalgehalt ab. Und dann hätten sie mir sogar fast den Trainerlehrgang verweigert, weil mich die bessere Lizenz für andere Vereine interessant machen würde  :o
Es kam sogar tatsächlich eine Anfrage von Leicester City rein. Da hatte ich schon ein bisschen überlegt, auch weil es nach dem Brexit transfertechnisch eine angenehme Herausforderung darstellen könnte. Aber Norrköping ist zu einer Herzensangelegenheit geworden, daran ändert auch ein 10faches Gehalt nichts. Momentan zumindest. Ein paar Titel, außer dem in der Liga, sollten schon noch her. Der Schweden-Pokal auf jeden Fall, der fehlt uns ja noch. Und vielleicht geht in ein paar Jahren auch etwas mehr in der Euro League.  O0
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El Schnorris

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #66 am: 21.Dezember 2018, 23:36:45 »

Hallo, coole Story. Danke für die Berichterstattung.
Verfolge schon länger bin aber eher der Stille Leser.
Ist mein erster Fottball Manager ( vorher immer den deutschen gespielt )
Ich hätte noch fragen, entwickeln sich die Preisgelder der Liga auch ?
Da du ja europäisch wächst wäre ja das der logische Schritt. Mit 2 Millionen oder so für den Meister kommt man ja irgendwann garnicht an die "großen" ligen...?

Ich hab da bisher noch nie ein Auge drauf geworfen, nur dann kann man ja eine Liga & Land "entwickeln".  ;D

Und wie änderst du deine Taktik bei so spielen gegen Real wo man klar unterlegen ist ?


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Lupito

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #67 am: 22.Dezember 2018, 13:12:48 »

Hallo, coole Story. Danke für die Berichterstattung.
Verfolge schon länger bin aber eher der Stille Leser.
Ist mein erster Fottball Manager ( vorher immer den deutschen gespielt )
Ich hätte noch fragen, entwickeln sich die Preisgelder der Liga auch ?
Da du ja europäisch wächst wäre ja das der logische Schritt. Mit 2 Millionen oder so für den Meister kommt man ja irgendwann garnicht an die "großen" ligen...?

Ich hab da bisher noch nie ein Auge drauf geworfen, nur dann kann man ja eine Liga & Land "entwickeln".  ;D

Der Meister in Schweden bekommt nicht mal annähernd 2 Millionen. In der aktuellen Saison (2022) bekommt der Meister 700K. Zuletzt meine ich, etwa 666K erhalten zu haben. Das ist eine minimale Steigerung, evtl. hängt das mit der Wettbewerbsreputation zusammen. Die Allsvenskan liegt im europäischen Vergleich nun auf Platz 24 (einen Platz besser als in den letzten beiden Saisons). Allerdings erhät der Meister der 2. Bundesliga (Platz 28 in der Rangliste) knapp 17 Millionen. In wiefern sich das ändert, wenn die schwedische Liga regelmäßiger international auf sich aufmerksam macht, kann ich nicht sagen. Keine Ahnung, ob große Sprünge möglich sind und wie diese zustande kommen können. Momentan leben wir jedenfalls hauptsächlich von den Champions League Einnahmen. Der Weg in die Gruppenphase ist mit 4 Quali-Runden aber ziemlich lang, daher lässt sich mit diesen ~20 Millionen nie sicher planen, weshalb ich mich auch noch weigere, einen größeren Teil des Gehaltsbudgets zu nutzen. Im Zweifelsfall wäre der Weg über die 5-Jahres-Wertung am "sichersten". Dazu müssten aber auch mal 1 oder 2 weitere Teams aus Schweden mitziehen und erfolgreicher auftreten. So könnten wir über langfristigen Erfolg zumindest sichere Startplätze erhalten und den langen Quali-Weg umgehen. Im besten Fall wäre ja sogar zumindest ein fester CL-Startplatz sicher. Aber so weit sind wir noch nicht... :D


Und wie änderst du deine Taktik bei so spielen gegen Real wo man klar unterlegen ist ?

Grundsätzlich nehme ich nur selten gravierendere Änderungen an der Taktik vor. Meist lasse ich im bewährten 4-2-3-1 spielen. Gegen überlegene Gegner, wie Real, mit etwas defensiverer Ausrichtung, aber ohne "den Bus zu parken". Also meist mit vorsichtiger/ausgewogener Grundausrichtung, statt kontrollierter. Je nach dem, wie der Gegner spielt, also eher durch die Mitte oder über die Flügel, passe ich die Anweisungen der AV an. Hat der Gegner starke AV/FL auf den Außenbahnen, müssen meine AV sich mehr um die Defensive kümmern, während sie gegen andere Topklubs auch ihre gewohnten Offensivläufe machen dürfen. Unsere Stärke ist ja nunmal ballbesitzorientierter Fußball, daher haben wir mit besonders defensiven und auf Konter ausgelegten Taktiken immer wieder unsere Probleme (allein schon bzgl. der Eingespieltheit - von langsamem Kurzpasspiel auf schnelle vertikale Pässe zu gehen, ist doch recht extrem. Ebenso die höhere Defensivlinie weit nach hinten zu ziehen etc.).

Unser Vorteil ist ja noch, dass wir international in der Regel die Außenseiter sind und viele Gegner entsprechend offensiv auftreten. Dadurch haben wir, im Gegensatz zur Liga, oft sehr viel Raum um unsere eigenen offensiven Stärken zu nutzen - solange wir defensiv sicher stehen und uns auf den TW verlassen können. Dadurch kommen mir viele "schwere" internationale Spiele leichter vor, als welche gegen kleine Gegner in der Liga, die mit 10 Mann hinten drin stehen und uns dann 2-3 Mal eiskalt auskontern. Auf diese Weise kamen wir recht unbeschadet durch die CL-Gruppenphase. 1 Sieg, 3 Remis und zwei 0:1 Niederlagen sind in so einer Gruppe schon ziemlich stark. Klar, im Hinspiel gegen Real waren wir chancenlos, aber wir haben ihnen das Leben dennoch so schwer gemacht, dass von ihren 29 Schüssen nur einer zu einer klaren Torchance wurde. Ähnliches gegen Rom und Schalke. Vielleicht spielen uns hier auch noch Überheblichkeit/Unterschätzung in die Karten. Denn wenn ein Ligarivale so drückend spielt, wie Real, bekommen wir 4 Gegentore.

Davon abgewichen bin ich eigentlich nur in den Playoffs gegen Ajax. Da hatte ich wirklich Angst vor der Offensive und bin das Risiko einer sehr defensiven Mauertaktik eingegangen, obwohl sie nicht eingespielt war. Überraschenderweise hat es im Hinspiel sogar geklappt. Zwei Konter, zwei Tore und trotz riesigen Chancenplus von Ajax dort mit 2:0 gewonnen. Über beide Spiele gesehen war aber deutlich mehr Glück auf unserer Seite, als in anderen Spielen (2 verschossene Elfer z.B.). Und im ersten CL-Spiel gegen Lazio. Da bin ich der defensiven Auswärtstaktik der Römer (5-1-2-1-1) mit einem 4-2-4 begenet.

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Akumaru

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #68 am: 22.Dezember 2018, 13:45:50 »

Hallo, coole Story. Danke für die Berichterstattung.
Verfolge schon länger bin aber eher der Stille Leser.
Ist mein erster Fottball Manager ( vorher immer den deutschen gespielt )
Ich hätte noch fragen, entwickeln sich die Preisgelder der Liga auch ?
Da du ja europäisch wächst wäre ja das der logische Schritt. Mit 2 Millionen oder so für den Meister kommt man ja irgendwann garnicht an die "großen" ligen...?

Ich hab da bisher noch nie ein Auge drauf geworfen, nur dann kann man ja eine Liga & Land "entwickeln".  ;D

Der Meister in Schweden bekommt nicht mal annähernd 2 Millionen. In der aktuellen Saison (2022) bekommt der Meister 700K. Zuletzt meine ich, etwa 666K erhalten zu haben. Das ist eine minimale Steigerung, evtl. hängt das mit der Wettbewerbsreputation zusammen. Die Allsvenskan liegt im europäischen Vergleich nun auf Platz 24 (einen Platz besser als in den letzten beiden Saisons). Allerdings erhät der Meister der 2. Bundesliga (Platz 28 in der Rangliste) knapp 17 Millionen. In wiefern sich das ändert, wenn die schwedische Liga regelmäßiger international auf sich aufmerksam macht, kann ich nicht sagen. Keine Ahnung, ob große Sprünge möglich sind und wie diese zustande kommen können. Momentan leben wir jedenfalls hauptsächlich von den Champions League Einnahmen. Der Weg in die Gruppenphase ist mit 4 Quali-Runden aber ziemlich lang, daher lässt sich mit diesen ~20 Millionen nie sicher planen, weshalb ich mich auch noch weigere, einen größeren Teil des Gehaltsbudgets zu nutzen. Im Zweifelsfall wäre der Weg über die 5-Jahres-Wertung am "sichersten". Dazu müssten aber auch mal 1 oder 2 weitere Teams aus Schweden mitziehen und erfolgreicher auftreten. So könnten wir über langfristigen Erfolg zumindest sichere Startplätze erhalten und den langen Quali-Weg umgehen. Im besten Fall wäre ja sogar zumindest ein fester CL-Startplatz sicher. Aber so weit sind wir noch nicht... :D

[...]

Ich vermute, das hängt mit den finanziellen Eigenschaften der Nation zusammen. Stelle dies gerade bei meiner DDR-Datenbank fest: die von mir eingestellten, doch recht hohen Platzierungsprämien sinken innerhalb von zehn Jahren um 20 Millionen € ab (2019 erhielt der Meister 90 Mio, der Letzte 30 - 2030 sind es "nur" noch 70 bzw. 11 Mio. €).
"Meine" DDR hat in der Datenbank bei "Ökonomischer Faktor" und "Finanzielle Kraft des Verbandes" jeweils 17 spendiert bekommen (Deutschland hat bei beiden Werten 20) - Schweden steht dazu im Vergleich bei 18 bzw. gerade mal 5, was wiederum heißt, daß die Nation an sich reich ist - der Verband aber bettelarm. Zumindest deute ich die Werte so. :D
« Letzte Änderung: 22.Dezember 2018, 13:49:07 von Akumaru »
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Lupito

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #69 am: 23.Dezember 2018, 17:49:14 »

Saison 5 - 2022


1. Halbjahr 2022 | Saisonvorbereitung und der Svenska Cupen


Auf Grund der Vielzahl an Spielen in diversen Pokalwettbewerben und der Liga - und der Zeit, die das Aufarbeiten für die Story (neben dem Spielen) beansprucht -, werde ich die Art der Berichterstattung nun ein wenig verändern.
Die Liga ist ja inzwischen zu einer recht deutlichen Angelegenheit geworden. Daher werde ich die Ligaergebnisse von nun an weniger umfangreich präsentieren und nur bestimmte Highlights herauspicken, die etwas ausführlicher betrachtet werden.

Dafür bleiben unsere Europa(pokal)-Ausflüge wichtiger Bestandteil der Berichterstattung, sowie natürlich all das drumherum.


Saisonvorbereitung und Svenska Cupen

Zuerst einmal schauen wir uns die wichtigsten Veränderungen im Kader an. Mit Simon Skrabb hat uns ein langjähriges Kadermitglied in Richtung Mönchengladbach verlassen. Zudem blieb es mit Victor Moses bei einem kurzen Intermezzo, denn ihn zog es nach nur 6 Monaten zurück in die Championship, zu Nottingham Forest. Für beide konnten wir Ablösesummen in Höhe von jeweils ca. 1,9 Mio.€ aushandeln. Besonders bei Moses ein gutes Geschäft, kam er doch erst kurz zuvor ablösefrei.

Da beide Spieler keine Schweden sind, war dies eine gute Gelegenheit, um unsere "Eigengewächse-Situation" weiter zu verbessern. Dies führte mich zudem zu einem Gedanken, mit dem ich dabei helfen möchte, den schwedischen Fußball etwas voranzutreiben: Das Kaufen und Verleihen von Talenten. Bis 18 gerne auch Nicht-Schweden, da diese ja innerhalb von 3 Jahren trotzdem zu Eigengewächsen werden können. Das Problem an jungen Spielern ist ja oft, dass sie es noch nicht in unseren ersten Kader schaffen, sie ab 18 Jahren aber eher von den Einsatzzeiten bei den Profis profitieren, als vom Training. Auf diese Weise können wir uns große Talente sichern, sie an Ligarivalen verleihen, dort entwickeln lassen und nach einiger Zeit schaffen sie vielleicht den Sprung in unsere A-Elf. Gleichzeitig können sie bereits das Niveau anderer schwedischer Klubs anheben und, falls sie es nicht unsere A-Elf schaffen, diese unter Umständen dauerhaft verstärken.

Johannes Akerholdt, 17 Jahre, IV: Ein norwegisches IV-Talent, kam für schlappe 100K vom Sogndal IL. Momentan darf er im Zuge der Rotation hin und wieder in der Liga ran. Ziel ist aber, im Sommertransfer-Fenster eine Leihe für ihn einzurichten. Könnte bei guter Entwicklung ein recht starker Innenverteidiger werden:

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Kristoffer Nilsson, 18 Jahre, ZM: Dieses schwedische Talent haben wir für 875K vom IFK Göteborg verpflichtet. Für ihn haben wir beim Kauf eine Rückleihe vereinbart, sodass er diese Saison noch in Göteborg verbringen wird. Je nach dem, wie er sich bis dahin entwicket hat, leihen wir ihn nochmals aus oder führen ihn an den Kader heran.

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Rasmus Wikström, 20 Jahre, IV/RV: Die durch den Verkauf von Moses wieder einmal vakante Position des rechten Außenverteidigers konnten wir mit diesem schwedischen Talent besetzen. Für ihn mussten wir eine, meines Erachtens, viel zu hohe Ablösesumme zahlen. Aber angeblich hat er noch eine Menge Potential und er kann zudem auch gut in der Innenverteidigung spielen. Außerdem mangelte es hier generell an bezahlbaren Alternativen. Daher haben wir die geforderten 2 Mio.€ an den IFK Göteborg überwiesen...

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Nach der Todesgruppe in der letzten Saison, schienen wir diesmal etwas mehr Losglück zu haben. Zwar waren wieder zwei Erstligisten dabei, aber beide stellten uns in bisherigen Begegnungen nie vor so große Schwierigkeiten wie der AIK Solna. Und so sollte die Gruppenphase kein großes Hindernis darstellen. Unser ehemaliger Jugendspieler, Christoffer Johansson, blühte als Stürmer richtig auf und schoss uns quasi im Alleingang in das Viertelfinale: Er erzielte 6 von 8 Toren in der Gruppenphase:

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Im Viertelfinale, gegen den IF Elfsborg, überzeugte vor allem wieder unser Fanliebling Fransson mit 2 Toren. Im zweiten Durchgang machten wir es wieder unnötig spannend, eher Johansson in der Nachspielzeit mit dem 3:1 den Einzug ins Halbfinale perfekt machte.

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Gegen den Halmstads BK spielten wir eine weitere starke erste Hälfte und gingen durch einen späten Doppelpack schließlich mit einem 3:0 in die Kabine. In Durchgang 2 ließen wir wieder stark nach und kassierten unser obligatorisches Gegentor. Christoffer Johansson blieb erstmals ohne eigenen Treffer, bereitete aber zwei Tore vor. Zum ersten Mal in meiner Zeit als Trainer des IFK Norrköping hatten wir also das Pokalfinale erreicht. Und das wahrscheinlich nur, weil wir auf dem Weg dorthin erstmals nicht auf den AIK Solna trafen.

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Zu meiner Überraschung trafen wir im Finale nicht auf den AIK Solna, sondern auf Hammarby IF. Solna ist bereits in der Gruppe ausgeschieden und dort an unserem Halbfinalgegner Halmstads BK gescheitert. Hammarby wiederum hatte vor allem in der KO-Runde ein deutlich härteres Programm: Sie schalten große Favoriten wie Malmö und Östersund aus.
Dennoch sollte das Finale zu einem der merkwüdigsten Spiele meiner Trainerlaufbahn werden. Anpfiff - Pass-Pass-Pass-Pass-Flanke - Tor. 1:0 für uns nach 2 Minuten. Nach dem Führungstreffer hatten beide Teams das Spielen eingestellt. Wir schoben den Ball hin und her, schossen nur noch wenige Male harmlos aufs Tor, während Hammarby gar nicht im Spiel war. Langeweile pur und alles andere als ein heißer Pokalfight. Für uns trotzdem ein hervorragender Saisonstart: Denn wir sind Pokalsieger!

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Lupito

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #70 am: 24.Dezember 2018, 11:36:28 »

Saison 5 - 2022


1. Halbjahr 2022 | Europa League


1. Ausscheidungsrunde

Das Hinspiel der 1. Ausscheidungsrunde fand in Kopenhagen statt. Die Gastgeber begannen druckvoll und wollten sich im eigenen Stadion eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel verschaffen. Nach 16 Minuten taten sie dies auch, da erzielte ihr Stürmer das 1:0. Mein Team kam nie richtig ins Spiel. Zwar waren sie bemüht, doch uns gelangen weder gefährliche Konter, noch konnten wir gegen das aggressive Pressing unser gewohntes Ballbesitzspiel aufziehen. Kopenhagen hatte uns gut im Griff und gewann daher verdient mit 1:0. Da wir defensiv aber recht sicher standen, gelang es uns zumindest, eine höhere Niederlage abzuwenden und dadurch im Rückspiel noch gute Chancen auf die nächste Runde zu haben.





Im Rückspiel zuhause spielten wir wie ausgewechselt. Insbesondere Olaus Skarsem, der auf dem rechten Flügel den Vorzug vor den beiden Neuzugängen erhielt, lieferte eine beeindruckende Leistung ab. Er spielte viele wichtige Pässe, leitete Chancen ein, bereitete zwei Treffer vor. Kopenhagen spekulierte auf Konter, hatte sich damit aber verzockt, denn diesmal kamen sie nicht gut in die Zweikämpfe, während wir sie ein ums andere Mal schwindlig spielten. Mit dem Führungstreffer kurz vor der Pause glichen wir die Hinspielniederlage aus. Mit dem Anpfiff konnten wir direkt auf 2:0 erhöhen, was die Stimmung im Stadion sprunghaft ansteigen ließ. Doch in der 55. Minute sorgte eine schlecht verteidigte Ecke für den Schock: Kopenhagen erzielte den Anschlusstreffer und stand wieder mit einem Bein in der nächsten Runde. Unsere Antwort ließ zum Glück aber nicht lange auf sich warten: In der 57. Minute sorgte Irandust mit seinem zweiten Tor für die 3:1 Führung. Die Spannung blieb dennoch extrem hoch, denn Kopenhagen brauchte nur eine einzige Unachtsamkeit auszunutzen, um das Spiel wieder zu kippen. Und dann kamen sie tatsächlich zur riesigen Chance, scheiterten aber an unserem Keeper, der irgendwie die Fingerspitzen an den Ball bekam. Nach 75 Minuten sorgte Strandberg mit seinem zweiten Treffer für Beruhigung. Danach ist nicht mehr viel passiert, es blieb bei einem 4:1 Erfolg, der auch in der Höhe verdient, aber trotzdem nicht so deutlich war, wie es scheint - zwischenzeitlich sorgte Kopenhagen eben immer wieder für eine Menge Spannung.







2. Ausscheidungsrunde





Nun bekamen wir es mit Sparta Prag zu tun, einem Gegner, den ich überhaupt nicht einschätzen konnte. Tendenziell betrachtete ich uns eher als Favoriten, aber da unsere Scouting- und Datenanalyseabteilungen noch nicht auf internationalem Niveau sind, blieb Prag eine Überraschungskiste. Zuhause wollten wir dennoch ein klares Zeichen setzen. Die Gäste kamen uns mit einem frühen Platzverweis (10.) sogar entgegen, sodass wir 80 Minuten in Überzahl spielen durften. Diese Überzahl nutzten wir aber nicht. Stattdessen lieferten wir exzellentes, harmloses Tiki-Taka ab. Einmal mehr ideenlos, ohne einen Weg durch die beiden 4er-Ketten zu finden. Dabei wäre ein Sieg mehr als nur Pflicht gewesen, denn Prag war wirklich harmlos. Am Ende stand dennoch ein enttäuschendes 0:0 auf der Anzeigetafel.





Nach dem schwachen Hinspiel wollten wir in Prag alles besser machen. Doch wir machten alles nur noch schlimmer und begannen das Spiel im Tiefschlag. Dafür wurden wir nach nur 5 Minuten mit dem 0:1 bestraft. Die nachfolgende Verunsicherung, viele Fehler im Aufbauspiel und unentschlossenes Zweikampfverhalten führten nach 23 Minuten schließlich zum 0:2. Mir war klar, dass sich etwas grundlegend ändern musste, wenn wir noch eine Chance haben wollten. Ich zog einen der beiden ZM, Fransson, zurück ins defensive Mittelfeld und ließ dafür ZM, OM und beide FV offensiver agieren. Nach 41 Minuten folgte der erste Lichtblick. Röjkjaer drang über den linken Flügel in den gegnerischen Strafraum vor, dann spielte er einen perfekten Pass zum Elfmeterpunkt, wo Strandberg lauerte und den Anschlusstreffer erzielte. Fransson machte auf der ungewohnten Position als DM einen guten Job, eroberte viele Bälle, brach gegnerische Konter ab und leitete Angriffe ein. Seine zweite Hälfte war ziemlich stark und wurde von einem eingeleiteten Angriff gekrönt, der zu einem Freistoß am Strafraumrand führte - den Sheaf perfekt ins Tor zirkelte. Ausgleich nach 70 Minuten. Das führte zur großen Frage: Weiterhin offensiv spielen und aufs 3:2 drängen, oder ein paar Gänge runter schalten und auf das 2:2 und die Auswärtstorregel spekulieren? Ich wählte den sichereren Weg und wir brachten das Remis tatsächlich über Zeit. Ein verrücktes Spiel. Typisch Europapokal. Aber egal, wir standen wieder im Viertelfinale.







Viertelfinale





Dieser Gegner war ein paar Nummern größer einzuschätzen, als Kopenhagen und Prag. Nachdem wir uns in den letzten beiden Runden in 3 von 4 Spielen ziemlich schwach präsentierten, ließ dieses Los nichts Gutes erhoffen... Hoffenheim begann das Hinspiel im eigenen Stadion ziemlich schwach. Sie überließen uns denn Ball, schauten uns beim Spielen zu und ließen sich letztendlich schnell überrumpeln: unser junger Stürmer Johansson traf nach nur 4 Minuten zur Führung. Nach dem Treffer wurde Hoffenheim allmählich wach und von Minute zu Minute aggressiver und offensiver. Mit einer soliden Abwehrleistung konnten wir ihre Vorstöße über die Flügel immer wieder unterbinden und nach einem der gescheiterten Angriffe sogar einen perfekten Konter herausspielen: Amaral eroberte denn Ball, hatte das Auge für Röjkjaer, der den langen Steilpass erahnte, in die Mitte zog, den Ball kurz vor dem Strafraum erreichte, aus 19 Metern abzog und auf 2:0 erhöhte (34). Fünf Minuten vor der Pause wurde wieder unser schwaches Abwehrverhalten bei Ecken bestraft. Hoffenheims IV Adams stand ungedeckt im Strafraum und köpfte den Anschluss.
In Durchgang 2 erhöhte Hoffenheim den Druck weiter und zwang uns fast ununterbrochen in unseren eigenen Strafraum. Trotzdem dauerte es, auch dank vieler Paraden unseres TW, bis zur 74. Minute, ehe Joker Breel Embolo den Ausgleich erzielte. Mit dem Tor endete Hoffenheims Angriffswelle und wir konnten uns ins Spiel zurückkämpfen. Kurz vor Schluss konnte Neuzugang Aiesh einen Abwehrfehler ausnutzen und das überraschende 3:2 erzielen. Ein weiteres verrücktes Europapokal-Spiel, mit allen Höhen und Tiefen und einem glücklichen Ausgang für uns. Die Lage für das Rückspiel war exzellent, dank dreier Auswärtsstore.





Im Rückspiel schienen uns zuhause die Nerven zu versagen. Youngstar Antonsson erwischte einen rabenschwarzen Tag, spielte unmittelbar vor dem Pausenpfiff ohne Bedrängnis einen Kurzpass direkt zum Gegner, der den Ball nur noch dankend ins Tor schieben musste. Im zweiten Durchgang spielte Hoffenheim bemühte nach vorne, wir versuchten zu kontern, doch auf beiden Seiten wurde es kaum gefährlich. Bis zur 63. Minute: Diesmal machten die Gäste einen katastrophalen Abwehrfehler und Johannson konnte sich nach seinem Ausgleichstreffer für die Hilfe bedanken. Die Freunde über den Ausgleich sollte aber nicht lange halten, denn Hoffenheim überrumpelte uns mit dem Anpfiff und stellte direkt auf 1:2. Trotz seiner miserablen Leistung hielt ich am jungen Antonsson fest, in der Hoffnung, dass er irgendwie noch etwas positives aus dem Spiel mitnehmen kann. Eine Hoffnung, die beinahe bestraft wurde, nachdem alle drei Wechsel anderweitig durchgeführt wurden. Denn kurz vor Schluss bereitete er beinahe das 1:3 vor. Zum Glück nur fast - und kurz darauf ertönte der entscheidende Pfiff des Schiris. Wir hatten es überstanden und uns vor allem dank des Hinspiels (Auswärtstore :D ) erneut ins Halbfinale der Europa League gespielt. Puh...







Halbfinale





Na klar, das Teilnehmerfeld dünnt sich aus, die möglichen Gegner werden zunehmend stärker. Mit Valencia verbinden wir aber recht gute Erinnerungen: In der 2. Ausscheidungsrunde der letzten Saison trafen wir bereits auf sie und setzten uns nach zwei 0:0 im Elfmeterschießen durch. Torlos blieb auch das dritte Duell, zumindest für uns. Valencia zündete zuhause ein Offensivfeuerwerk und es brauchte eine Menge Glück und einen guten Keeper, um nicht mit einer Klatsche nach Hause zu fahren. So verloren wir nur mit 0:1 und konnten wenigstens noch ein bisschen Hoffnung mit ins Rückspiel nehmen.





Es scheint so, dass wir manchmal genau solche Spiele brauchen. Spiele, in denen wir als krasser Außenseiter mit dem Rücken zur Wand stehen. Valencia verließ sich auf den Hinspielsieg und beschränkte sich aufs Verwalten. Wir machten das Spiel, brachten aber kaum nennenswerte Chancen zustande. Bis zur 75. Minute - beide FV beteiligten sich an einem Angriff. Smith flankte von rechts an den linken Strafraumrand, dort wartete Amaral, nahm den Ball an und hämmerte ihn ins Netz. 1:0. Wahnsinn, wir waren zurück im Spiel. In dem anschließend nichts mehr passierte. Bis zum Abpfiff. Gegen Valencia ging es also erneut in die Verlängerung und wir hatten tatsächlich noch die Chance auf den Finaleinzug. Und dann, in diesen dreißig zusätzlichen Minuten, machten 11 Spieler das Spiel ihres Lebens. In der 93. Minute nahm Hussein all seinen Mut zusammen und zog aus 23 Metern einfach mal ab. Zack: 2:0. Ein Wahnsinns-Tor. Valencia geriet immer mehr ins Schwanken und in der zweiten Häfte der Verlängerung schien der große Favorit dem Sturz immer näher zu kommen. Minute 114: Amaral kam über die linke Seite, schlug eine Flanke in den Strafraum, genau auf Johannsons Kopf - und von dort ins Tor. 3:0. Jetzt schien alles gelaufen, die Sensation perfekt. Valencia verlor langsam aber sicher den Glauben - und die Nerven. Das brachte uns nach 118 Minuten einen Elfmeter ein, den Ben Sheaf eiskalt verwandelte. 4:0. VIER ZU NULL. Gegen Valencia. Das war doch verrückt. Absoluter Wahnsinn. Kurz vor Ende kam Valencia doch noch zum Ehrentreffer. Doch da war bereits alles vorbei. Endstand: 4:1. Damit hat nun wirklich niemand gerechnet. Norrköping setzt die verrückte Europapokalreise tatsächlich fort und erreicht das Finale der Europa League. Verrückt. Einfach verrückt.







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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #71 am: 24.Dezember 2018, 11:57:45 »

Was für eine Europa-Pokal-Reise! Ich wünsche euch viel Erfolg - und Glück - im Finale. Gegen die Roma werdet ihr alles, aber auch wirklich alles in die Waagschale werfen müssen. Aber irgendwie glaube ich an das "kleine" Außenseiter-Team aus Schweden.  :laugh:
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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #72 am: 25.Dezember 2018, 16:32:35 »

Saison 5 - 2022


1. Halbjahr 2022 | Europa League Finale


Das Jahr 2022 begann außerordentlich gut. Erstmals, in meiner Zeit als Trainer, erreichten wir das Finale des schwedischen Pokals und konnten dieses sogar gewinnen. Das 125-jährige Vereinsjubiläum hat neben dem Pokalsieg einen weiteren, noch viel größeren Erfolg parat: Das Erreichen des Europa League Finals. Natürlich waren alle überglücklich mit dem Erreichten. Es war klar, dass dieses Finale selbst dann noch einen riesigen Erfolg darstellt und das Team in die Geschichtsbücher eingeht, wenn wir gegen Rom mit 0:10 verlieren. Doch es war ebenfalls klar, dass man, wenn man schon so weit gekommen ist, den Titel gewinnen will. Wir hatten das Finale schließlich nicht erreicht, weil wir nur gegen unterklassige Teams spielten oder übermäßig viel Glück hatten, sondern weil wir gegen einige Topklubs durchaus starke Leistungen zeigten.



AS Rom - IFK Norrköping




Gegen AS Rom hatten wir zuvor noch nie gespielt. Dafür umso häufiger gegen ihren Stadtrivalen Lazio, an denen wir im letzten Jahr nach 2 Unentschieden im Halbfinale scheiterten, als wir es waren, denen die Auswärtstorregel zum Verhängnis wurde. Mit Lazio bekamen wir es auch in der diesjährigen CL-Gruppenphase zu tun, erreichten ein weiteres Unentschieden und verloren einmal knapp. Aber nun stand das größte Spiel der Vereinsgeschichte an. Das Europa League Finale. Auf der Bank unseres Gegners saß übrigens ein alter Bekannter: Isak Nordqvist, der junge LV, der uns in der letzten Saison verlassen hat. Statt auf der Bank zu sitzen, hätte er bei uns sicherlich in der Startaufstellung gestanden. Tja, so ist das Fußballer-Leben.

Das Finale, so wurde mir schnell klar, bot alles auf, was ein Finale aufbieten kann. Wir legten einen guten Start hin und setzten Rom in den ersten 15 Minuten ordentlich unter Druck. Unser Fanliebling Fransson belohnte unsere Bemühungen in der 15. Minute nach schöner Vorarbeit durch Röjkjaer mit dem Führungstreffer. Danach verloren wir nach und nach den Faden, AS Rom fand zunehmend besser ins Spiel und immer wieder Wege, ihre brandgefährliche Offensivreihe (Florenzi, El Shaarawy, Kluivert) in Szene zu setzen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es schließlich Florenzi, der den Ausgleich durch Zaniolo geschickt vorbereitete. Ja, hier hatten wir es mit einem technisch unglaublich starken Gegner zu tun, gegen den wir uns keine Fehler erlauben durften. Fehler, wie ihn Roms Linksaußen, El Shaarawy, nach unserem Anstoß machte: Er nahm einem unserer Spieler den Ball ab, lief ein Stück in unsere Hälfte, wollte das Spiel auf die andere Seite verlagern, wo gar niemand wartete. Außer Ian Smith, unser Rechtsverteidiger. Er nahm den Ball an, leitete ihn an unseren DM, Krogh Gerson, weiter, der mit einem schnellen Steilpass Christoffer Johansson nach vorne schickte. Und so gingen wir tatsächlich noch mit einer 2:1 Führung in die Kabine.

Im zweiten Durchgang baute Rom mehr Druck auf und uns fiel es zunehmend schwerer, erfolgreich dagegen zu halten. In der 66. Minute erzielte erneut Zaniolo den Ausgleich. Danach setzte Rom alles daran, den Titel zu holen und rannte ein ums andere Mal gegen unsere Defensive an. Die hielt jedoch stand, vor allem, weil Roms Stürmer Kluivert einen eher schlechten Tag erwischte. Nach 90 Minuten stand es daher noch immer 2:2. Verlängerung.

Ein vierter Wechsel war erlaubt, daher brachte ich Wikström für Krogh Gerson. Einen frischen, zweikampfstarken DM zur Absicherung. Die 30 Minuten der Nachspielzeit verliefen äußerst ereignisarm. Als hätten wir einen Nichtangriffspakt geschlossen und uns bereits auf das Elfmeterschießen geeinigt. Kaum Torgefahr auf beiden Seiten, niemand wollte zu viel Risiko eingehen.

Abpfiff. Elfmeterschießen.

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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #73 am: 25.Dezember 2018, 16:39:25 »

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Wie geht's jetzt für dich weiter? Realistisch gesehen hast du damit alles erreicht, was in Schweden möglich ist...
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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #74 am: 26.Dezember 2018, 11:20:13 »

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Wie geht's jetzt für dich weiter? Realistisch gesehen hast du damit alles erreicht, was in Schweden möglich ist...

Noch bin ich etwas unentschlossen, aber ich tendiere wirklich dazu, diese Saison noch zu Ende zu bringen und dann meinen Rücktritt zu verkünden. So könnte ich im Winter schauen, ob in Deutschland oder England eine nette Herausforderung wartet. Dort wäre die Saison zur Hälfte durch und das ein odere andere Team sicher auf der Suche nach einem "Feuerwehrmann".

In Schweden steigen die Möglichkeiten inzwischen natürlich auch an - durch den EL-Sieg sind wir in der 5-Jahreswertung auf Platz 11 geklettert. Das heißt, wir haben einen CL-Playoff-Platz und einen weiteren für die 2. CL-Quali-Runde. Dazu einen festen EL-Platz für die Gruppenphase und zwei weitere Quali-Plätze. Aber realistisch betrachtet, ist es natürlich trotzdem noch ein verdammt langer Weg, eher wir uns Hoffnungen auf einen CL-Titel machen können. Von daher ist die Ausbeute mit dem Pokalsieg und der EL wohl wirklich das Maxium dessen, was momentan machbar ist. Jetzt noch die vierte Meisterschaft in Folge holen und ich kann mit dem "kleinen Triple" abtreten.
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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #75 am: 26.Dezember 2018, 18:48:34 »

Krasser Erfolg, ich mein du hattest letzte Saison schon einen verrückten Lauf, dachte nicht dass es diese Saison nochmal möglich ist, natürlich hattest du etwas Losglück, aber gegen die "leichten" hast du dich ja schwerer getan als gegen die stärkeren Teams ;)
Bin auch gespannt was du machst, geb dir Recht es wird wahrscheinlich schwer sein, noch mehr hier zu erreichen, weil einfach die anderen Mannschaften auch zu schwach sind, vielleicht wäre ein Abgang für dich interessant, aber es ist ganz alleine deine Entscheidung, ich freu mich auf die Zukunft :)
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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #76 am: 27.Dezember 2018, 10:10:29 »

Das stimmt, für die wirklich großen Sprünge wäre es nötig, dass auch die anderen schwedischen Topklubs international besser auftreten. Stattdessen ist nun bspw. der IFK Göteborg dabei, in der ersten oder zweiten EL-Quali-Runde an einem Vertreter aus Georgien zu scheitern... so wird das natürlich nichts. Und solange das Ligaansehen nicht deutlich steigt, werde ich die Schlüsselspieler immer wieder verlieren. Durch den EL-Erfolg wollen sie immerhin nicht mehr in die zweite englische Liga wechseln und auch die 2. Bundesliga ist nicht mehr interessant. Aber sobald Klubs aus den Topligen anklopfen, kann ich die Spieler nicht mehr halten. Die Entwicklung einer Liga/Nation wäre aber eher eine Idee für ein zukünftiges Save, vielleicht sogar mit mehreren Trainern.

Momentan möchte ich lieber irgendwas tun, um den Schwierigkeitsgrad anzuheben bzw. einfach eine neue Herausforderung zu erhalten. Ich habe mich aber noch nicht für eine endgültige Lösung entschieden, das wird wohl im weiteren Verlauf der Story / der aktuellen Saison geschehen. Den Spielstand selbst möchte ich aber auf jeden Fall gerne bis zum Winter/Frühjahrs-Update fortsetzen, so viel steht fest.
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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #77 am: 27.Dezember 2018, 14:03:09 »

Saison 5 - 2022


1. Halbjahr 2022 | Die Hinrunde (im Schnelldurchlauf)


Das 125-jährige Bestehen des IFK Norrköping wurde mit dem bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte mehr als gebührend gefeiert. Hinzu kam der Pokalsieg zu Saisonbeginn - und damit die Aussicht, dieser vollkommen verrückten Erfolgsgeschichte mit dem vierten Meistertitel in Serie (und dem kleinen Triple) die Krone aufzusetzen. Achja, im Supercup treffen wir bald auch noch auf den Champions League Sieger, dem FC Liverpool... :D

In der Liga hatten wir auf Grund unserer langen Europapokal-Reise so viele Spielverschiebungen, dass wir ausnahmsweise nicht in den "Genuss" der schwedischen Sommerpause kamen. Denn im Juni fanden einige Nachholspiele statt, von denen wir eines nochmals verschieben ließen, weil es inmitten einer Länderspielpause fiel und wir in diesem Topspiel nicht auf 5 Schlüsselspieler verzichten wollten.

Die vielen Verschieben führten auch wieder dazu, dass im April/Mai der halbe Kader begann, sich erste Gedanken darüber zu machen, dass wir unter unseren Fähigkeiten spielen, weil mir mit 5 Spielen weniger logischerweise weit von Platz 1 entfernt waren (haha, und das als EL-Sieger). Aber dieses Problem hat SI bereits auf dem Schirm, denn nachdem ich es gemeldet hatte, erhielt ich die Rückmeldung, dass das so tatsächlich nicht im Sinne der Entwickler ist :)

Gravierende Auswirkungen hatte es aber glücklicherweise wieder nicht, da wir mit Beginn der Nachholspiele schnell nach oben kletterten und die Bedenken schnell wieder verflogen sind.

Womit mir zum Verlauf der Hinrunde kommen, die nämlich außerordentlich gut verlief und mit dem 31. Ligaspiel in Folge ohne Niederlage endete. 10 Siege und 4 Unentschieden sprechen eine deutliche Sprache - und das, obwohl wir, auf Grund der Doppelbelastung, in den ersten Wochen immer wieder rotieren mussten. Inzwischen haben wir aber so viel Breite im Kader, dass ich bedenkenlos rotieren kann. Auch gegen stärkere Gegner.

In eigen Spielen präsentierten wir gegen defensiv stehende Gegner unseren bekannten Rumpelfußball - in anderen Spielen konnten wir mit hervorragenden Leistungen überzeugen. Nur gegen drei der Topteams und Mitfavoriten um den Titel gelang es uns nicht, drei Punkte mitzunehmen. Torlose Remis gegen Malmö und Djurgardens, sowie ein weiteres Torfestival beim 3:3 gegen Hammarby, die sich in dieser Saison endlich mal als starker, konstanter und somit ernstzunehmender Gegner erweisen. Wobei es dennoch sehr bedenklich war, dass dieses Spiel 3:3 ausging. Aber wie gesagt, Hammarby spielt eine beeindruckende Saison und verwertet die Chancen gnadenlos...

















Die Tabelle beweist: In dieser Saison ist der Titel keine so klare Angelegenheit, wie in den letzten Jahren. Das freut mich auf jeden Fall, denn es drohte ja doch, eine gewisse Langeweile einzukehren. So aber bleibt es spannend und wir müssen weiterhin unsere Leistungen bringen.





Der Blick in die Zukunft darf natürlich nicht fehlen. Ich beantragte ein paar Verbesserungen, damit wir unser hart erarbeitetes Geld sinnvoll nutzen. Der Vorstand stimmte zu und so laufen die Arbeiten an besseren Jugend- und Trainingseinrichtungen:









Im Sommertransferfenster stoßen zudem drei Talente zu uns. Die beiden talentierten Stürmer, Isaksson und Manai, werden dann direkt verliehen. Das IV-Talent, Jacobsen, wird bleiben und darf direkt als Rotationsspieler mitwirken.


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Und zum Abschluss noch ein paar "Folgen" unserer Europapokalleistungen:







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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #78 am: 28.Dezember 2018, 11:31:37 »

Saison 5 - 2022


Juli/August 2022 | Spieltage 15-23, Svenska Cupen, Supercup und Zukunftsfragen


Spieltage 15 - 20

Der Juli begann mit einem Heimspiel gegen unseren Angstgegner, den AIK Solna. Mit Platz 6 lagen sie zu diesem Zeitpunkt zwar wieder hinter den Erwartungen und Ansprüchen, doch das sollte sie bekanntlich nicht davon abhalten, uns Probleme zu bereiten. Bis zur Nachspielzeit gelang es ihnen auch wieder recht gut, doch dann achteten sie einmal nicht auf den eingewechselten Simon Thern, der uns den 1:0 Sieg bescherte.

Es folgte das Rückspiel gegen Djurgardens. Dieses endete, wie kurz zuvor das Hinspiel, mit 0:0. Platz 1 gegen Platz 3 sollte eigentlich spannenderen Fußball erwarten lassen, aber hier ging es beiden Teams bloß darum, das Spitzenspiel nicht zu verlieren. Naja, so hielten wir sie wenigstens auf Abstand.

Am 17. Spieltag trafen wir mit dem IFK Göteborg auf ein weiteres Topteam, machten unsere Sache aber besser, als gegen Djurgardens. Wie dominierten über 90 Minuten und gewannen am Ende verdient mit 2:0. Ein weiteres "Zu-Null" Spiel - davon gab es in dieser Saison bereits einige. In 13 der ersten 17 Spiele hielten wir die Null. Wir werden in der Defensive also endlich stabiler, kassieren weniger der lästigen Gegentore, die aus unnötigen Fehlern resultieren. Das Training defensiver Standards zahlt sich aus. Die Abwehrreihe harmoniert in der aktuellen Konstellation sehr gut - auch, weil wir bislang von größeren Verletzungen verschont blieben (v.a. RV Ian Smith ist ja gerne mal verletzt...).

Am 18. Spieltag stand ein Auswärtsspiel beim BK Häcken an. Spiele gegen Häcken verlaufen regelmäßig recht torreich. Am Ende der ersten Hälfte sah aber alles nach einem normalen Spielverlauf aus. Wir führten durch einen frühen Blitz-Doppelpack von Carlos Strandberg mit 2:0. Bis zur 60. Minute. Da erhöhte Strandberg auf 3:0. Fünf Minuten später erzielte Häcken den Anschlusstreffer, doch wenig später erhöhten Simon Thern und Ben Sheaf auf 5:1. Kurz vor Schluss verkürzte Häcken erneut, aber Skarsem erzielte quasi mit dem Abpfiff noch das 6:2. Ein verrücktes Spiel...





Damit waren wir seit 35 Ligaspielen ungeschlagen. Eine Serie, die mehr, als eine ganze Saison umfasst. Rekordverdächtig - zumindest, was meine Zeit als Trainer in Schweden betrifft.

Entsprechend selbstbewusst empfingen wir am 19. Spieltag die Gäste aus Malmö, gegen die wir unter meiner Leitung noch nie verloren. Aber bekanntlich ist irgendwann immer das erste Mal - und jede Serie endet irgendwann. Gegen Malmö traf also beides zu. Wir führten zwar zur Pause, ließen danach jedoch stark nach und verloren am Ende verdient mit 1:2.

Das Team steckte diese Niederlage allerdings gut weg und beendete den Juli mit einem 5:1 Kantersieg über Aufsteiger und Schlusslicht Norrby IF. Das hatte definitiv Seltenheitswert, denn es kommt nicht häufig vor, dass wir in der Liga gegen ein deutlich schwächeres Team so überlegen gewinnen. Kurios ist allerdings auch, dass wir nach den vielen Spielen ohne Gegentor nun in 3 Spielen am Stück die Null nicht mehr halten konnten...








Das Ende einer Ära

Nach dem starken Auftritt im letzten Spiel des Monats, gab Lupi Beakersson seine Entscheidung bezüglich seiner Zukunftspläne ab. Das Jahr 2022 ist bereits, unabhängig vom Ausgang der Liga, das erfolgreichste Jahr des IFK Norrköping und das erfolgreichste Jahr für den schwedischen Vereinsfußball in den letzten Jahrzehnten. In der Liga sieht alles danach aus, dass demnächst der vierte Titel in Serie gefeiert werden darf. Womit sollte ein solch unfassbarer Erfolg noch getoppt werden? Eigentlich nur durch einen Champions League Titel. Doch dieser ist, realistisch betrachtet, in weiter Ferne. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Jetzt ist genau dieser Zeitpunkt gekommen. Lupi ist ein junger Trainer, am Beginn einer vielleicht langen Karriere. Er muss den nächsten Schritt gehen, sich bei größeren Klubs neuen Herausforderungen stellen. Und Norrköping kann nun sicher etwas frischen Wind und neue Ideen gebrauchen. Etwas, dass Lupi nach diesen großartigen Erfolgen nicht mehr bieten kann. Über diesen Punkt hinauszugehen, kann für beide Seiten negative Folgen haben. Daher ist es nun offiziell:

Lupi Beakersson verkündete am 31.07.2022, den IFK Norrköping am Saisonende zu verlassen. Jetzt besteht für alle Beteiligten Klarheit. Der Verein kann die Zeit nutzen, um den idealen Nachfolger zu suchen. Die Spieler werden nicht von der offenen Frage geplagt und auch Lupi kann diese Saison nun befreit zu Ende bringen. Verhandlungen mit anderen Klubs wird Lupi erst nach Ende seiner Tätigkeit in Norrköping führen. Bis dahin gilt die volle Konzentration dem Erreichen des Ziels "vierte Meisterschaft in Folge", sowie dem Einstieg in die Gruppenphase der Champions League.








Nein. Es wird keinen Rücktritt vom Rücktritt geben. Der Entschluss steht. Es ist Zeit, für etwas neues.



Das dachte sich auch unser Sportdirektor, der nach meiner Rücktrittsankündigung und der Übertragung der Transferaufgaben gleich auf dem noch offenen Transfermarkt aktiv wurde.
Eine seiner Entscheidungen hätte mich beinahe dazu gebracht, vor lauter Frust sofort zurücktreten. Er hat unser Sturmtalent, unseren Europa League Helden, Christoffer Johansson an Inter Mailand verkauft. Aus den fixen 1,6 Mio.€ können zwar insgesamt 4,4 Mio.€ werden - aber mal ehrlich: das Geld benötigen wir doch gar nicht. Und Johansson war auf dem Weg ein neuer schwedischer Top-Stürmer zu werden. ARGH!







Immerhin sorgte er parallel dazu für Ersatz und holte leihweise einen Stürmer, den wir bereits länger auf dem Zettel hatten. Edvin Crona, ebenfalls Schwede, inzwischen aber in England aktiv:




Außerdem sicherte er eine weitere Leihe: Das niederländische Stürmertalent Eddy Winterman vom PSV Eindhoven. Ein torgefährlicher, schneller Techniker;







Mal sehen, ob und wie ich die beiden in den restlichen Spielen einsetzen kann.




Spieltage 21-23 / Pokal / Supercup

Spieltag 21. Ein Auswärtsspiel beim Halmstads BK. Nach dem Spektakel gegen Norrby folgte ein gewohntes "klarer Favorit"-Spiel. Ein mühsamer 1:0 Sieg. Und den erreichten wir nur durch eine Systemumstellung während des Spiels. Für mehr Breite und mehr offensive Durchlagskraft, machte ich aus dem 4-2-3-1 ein 4-2-4.

Eine Formation, die mir ganz gut gefiel und mir die Möglichkeit bot, meine beiden Topstürmer Strandberg und Johansson endlich gemeinsam aufzustellen. Zwar kostet dies einem Mittelfeldspieler einen Platz, aber versuchen kann man es ja mal, gerade gegen schwächere, mauernde Gegner. Wie dem Aufsteiger IK Sirius, den wir am 22. Spieltag empfingen. Doch kurz vor Spielbeginn packte der vom Sportdirektor verkaufte Johansson seine Koffer und verschwand gen Mailand. Naja, der geliehende Crona traf dafür zwischenzeitlich ein und durfte den freien Platz im 4-2-4 direkt übernehmen. Unser ehemaliger Topstürmer, Kalle Holmberg, hat nach dem Verlust seinen Stammplatzes durch Strandberg so sehr abgebaut, dass er inzwischen nur noch dritte Wahl im Angriff ist...

Gegen Sirius ging der Plan voll auf. Linksaußen Röjkjaer hatte als inverser Außenstürmer mehr Platz im Zentrum, den er beeindruckend effektiv nutze: Er bereitete alle 3 Treffer vor. Er wurde vom verteidigenden ZM gut abgesichert. Olsson wurde dafür als rechter ZM zum vertikalen Spielmacher, um die Lücke zwischen Abwehr und Angriff zu schließen, was ihm sehr gut gelang. Und Leihgabe Crona fühlte sich von Beginn an wohl und stellte sich mit einem schönen Treffer vor.





Das letzte Ligaspiel im August war das Spitzenspiel in Hammarby. Es endete nicht ganz so torreich, wie das Hinspiel, war aber erneut ein recht offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Kalle Holmberg, der nun doch in die Startaufstellung rückte, weil sich Crona im Training verletzt hatte, enttäuschte auf ganzer Linie und unterstrich seine schwache Leistung mit einem verschossenen Elfmeter in der letzten Sekunde des Spiels - weil ich es in 95% der Fälle nicht schaffe, rechtzeitig auf "Schütze wechseln" zu klicken. Naja, ein 1:1 reicht aber aus, um unseren größten Rivalen im Titelkampf auf Abstand zu halten.







Die Ausgangsposition für die Schlussphase der Saison ist recht gut. 9 Punkte Vorsprung bei 6 bzw. für uns sogar 7 verbleibenden Spielen lassen auf einen bestmöglichen Abschluss meiner Zeit in Norrköping hoffen.





Svenska Cupen


Kurz vor dem Spitzenspiel fand das Spiel der 2. Pokalrunde hat. Da stand Neuzugang Crona noch auf dem Platz, überzeugte mit drei Treffern, und auch Holmberg durfte in diesem Spiel für Strandberg ran. Gegen den unterklassigen Klub zeigte er noch eine gute Leistung mit zwei Treffern. Das 4-2-4 erwies sich wieder als gut geeignet gegen unterlegene Gegner und funktionierte genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nur die beiden Gegentreffer nervten ein wenig, doch bei einem 7:2 Erfolg kann man darüber wohl hinweg sehen... Pflichtaufgabe erfüllt. Mein Nachfolger wird im Frühjahr also an der Gruppenphase des Pokals teilnehmen.







Super Cup

Zum Abschluss des Monats stand das Spiel im Super Cup an. Wir trafen auf den Champions League Sieger, den FC Liverpool. Obwohl wir in diesem Spiel alles andere als der Favorit waren, ging ich das Risiko ein und schickte das Team im zuletzt starken 4-2-4 auf den Platz. Ein wenig defensiver ausgerichtet natürlich, aber insgesamt traten wir so auf, wie zuletzt in Liga und Pokal. Allerdings fehlte Olsson verletzt und Crona war nur bedingt einsatzfähig, was ich aber nutzen wollte, da Holmberg nicht als nützliche Option erschien.

Wir erwischten einen denkbar schlechten Start und gingen nach 7 Minuten durch ein Eigentor unseres IV Ben Sheaf in Rückstand. Nach 11 Minuten erhöhte Liverpool auf 0:2. Röjkjaer gelang in der 22. Minute zwar der Anschluss, doch Liverpool antworte umgehend mit dem 1:3. Der weitere Verlauf des Spiels war überraschend ausgeglichen, wir standen zwar einer enorm starken Mannschaft aus Liverpool gegenüber, doch wir konnten ihre Angriffe immer wieder stoppen und kamen selbst ebenfalls immer wieder in aussichtsreiche Positionen. In der 66. Minute machte Liverpool den Sack mit 1:4 aber zu. Fransson konnte zwar bereits zwei Minuten später auf 2:4 verkürzen, mehr war in der restlichen Zeit aber nicht drin. Ich war überrascht, wie gut wir teilweise mithalten konnten und das ohne uns hinten einzuigeln und auf Konter zu lauern. Wir haben uns aktiv am Spiel beteiligt, immer wieder mal die Kontrolle übernommen und konnten erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Letztendlich hat Liverpool aber natürlich verdient gewonnen. Ihre Spielweise und individuelle Qualität stellte für uns definitiv den Eintritt in eine andere Welt dar. Das war ein anderes Kaliber als unsere Euro League Gegner und auch Real kam in der CL-Gruppenphase nicht an diese Leistung heran. Naja, Liverpool ist ja nicht ohne Grund amtierender CL-Sieger.







Die Spiele im August:







Auslosung der CL-Gruppenphase




Mit der Auslosung der CL-Gruppenphase endet der August. Als EL-Sieger waren wir in Topf 1 gesetzt und haben auf dem Papier die einfachste Gruppe unserer bisherigen 3 Teilnahmen erwischt. Gegen Galatasaray und Lüttich sollten wir realistische Chancen haben, um neben Sevilla den Einzug ins Achtelfinale zu schaffen. Nur dass ich dann nicht mehr auf der Bank sitzen werde. Vorher werde ich aber noch alles geben, damit mein Nachfolger einen CL-Achtelfinalisten übernehmen kann!


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Re: [FM19] Eine Einsteiger-Story in Skandinavien
« Antwort #79 am: 28.Dezember 2018, 14:46:42 »

Gute, weil sehr nachvollziehbare Entscheidung. Bin gespannt wohin es Dich verschlägt.
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