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Autor Thema: [FM19] Auferstanden aus Ruinen  (Gelesen 1978 mal)

Akumaru

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Re: [FM19] Auferstanden aus Ruinen
« Antwort #20 am: 08.Februar 2019, 13:47:39 »

09. August 2018. Nach einer kurzen, zweitägigen Pause beordert Medvedev seinen Kader wieder auf den Trainingsplatz. Neu dabei ist auch Fabrice Schulz, welcher im Probetraining überzeugte und die Lücke rechts hinten schließen soll. Auf seine nächste Verpflichtung (180€ gehen an den höherklassigen FC Grün-Weiss Piesteritz) angesprochen, brummt Medvedev nur ein "Jung. Braucht Zeit.", anschließend dreht er sich um und brüllt Grégoire Scholl an, weil er beim 5-5 mal wieder den Ball vertändelte. Der junge Spieler, laut Co-Trainer Blisch mit ordentlich Talent gesegnet, möchte am liebsten im Boden versinken...

12. August 2018. Endlich ist es soweit: Die neue Saison startet mit einem Spiel beim Döbelner SC 02/90. Der erst am Vormittag verpflichtete Eugenio Allstaedt gibt direkt sein Debüt im Mittelfeldzentrum neben Polom und Dehmelt. Die weitere Aufstellung läßt auch die neue taktische Marschroute erkennen: Freund im Tor, davor verteidigen Fass, Thomas und Klemm auf nahezu einer Linie. Rechts außen, deutlich offensiver, soll Schulz die Linie beackern. In der Mittelfeldzentrale tummeln sich wie erwähnt Allstaedt, Dehmelt und Polom. Links außen soll Romanovski die Stürmer mit unterstützen, diese lauten Engel und Becker. 1.744 Fans (davon 285 Zittauer) sehnen an diesem mit 20°C angenehm warmen Sommerabend den Anpfiff herbei. Die Heimmannschaft übernimmt direkt von Anfang an die Kontrolle im Spiel und macht klar, daß sie mit einem Sieg in die Saison starten wollen. Birkenstock ist es dann schließlich, welcher in der 23. Minute den Führungstreffer für Döbeln erzielen kann. In den weiteren zwanzig Minuten passiert nichts, obwohl Döbeln immer wieder zu Chancen kommt. Auch in der zweiten Hälfte spielen zuerst nur die Hausherren; Medvedev hat dann schlußendlich nach einer Stunde die Faxen dicke und pfeift die unterirdisch spielenden Dehmelt und Engel zur Seitenlinie. Lenk und Müller kommen auf dem Platz und sofort geht ein Ruck durch die Mannschaft: die Zittauer kommen nun vermehrt zu guten Chancen, oft eingeleitet durch Lenk, welcher immer wieder Müller sucht. In der 63. Minute, also kurz nach dem Doppelwechsel, ist ein solcher Angriff endlich von Erfolg gekrönt, denn Müller kann die Flanke von Lenk verarbeiten und trifft somit zum Ausgleich. Döbeln ist geschockt und auch gefrustet, so verursacht Borowski nur wenige Minuten nach dem Ausgleich einen Freistoß, knapp vor der Strafraumgrenze. Spezialist Lenk läßt sich eine solche Chance nicht entgehen und zirkelt die Kugel links an der Mauer vorbei - und unhaltbar ins obere Toreck! Die mitgereisten Fans aus Zittau jubeln lautstark, während die Heimfans etwas bedröppelt dreinschauen. In der Folge entwickelt sich ein ausgeglichenes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten, aber keine kann sich den entscheidenden Vorteil verschaffen - bis zur Schlußphase. Daniele Fass verliert auf seiner Seite den Ball, Entrup bedankt sich artig und schiebt die Kugel seelenruhig ein - 2:2, jetzt jubeln die Döbelner. Doch Medvedev peitscht seine Männer noch einmal nach vorn - hier geht noch was! Und tatsächlich sind wieder Lenk und Müller im Mittelpunkt des Geschehens: Paß von Lenk auf Müller, Volleyabnahme - erneute Führung für die Zittauer! Medvedev jubelt kurz, stellt danach die Taktik aber direkt defensiver um, damit kein Heimangriff mehr erfolgreich abgeschlossen werden kann. Dies geht auch bis zum Schlußpfiff, so daß der VfB drei Punkte aus Döbeln entführen kann!



17. August 2018. Mit Giuseppe Lippert erhält ein Bewerber auf die offene Position einen Einjahresvertrag und wird ab sofort die U19 als Assistenz-Trainer unterstützen. Mit Benjamin Burkert wird auch ein Trainer gefunden, welcher die U19 in der Junioren-Bezirksklasse betreuen soll.

18. August 2018. Heimpremiere in Zittau! Zur 1. Runde des FDGB-Bezirkspokales empfängt der VfB im heimischen Weinaupark vor 2.040 Zuschauern den SV Lipsia 93 Eutritzsch aus der Bezirksliga Sachsen. Aufgrund der schlechten Leistungen müssen Dehmelt und Engel vorerst auf der Bank Platz nehmen, dafür spielen Lenk und Müller direkt von Anfang an. Letzter erwischt die Gäste aus Leipzig direkt auf dem falschen Fuß und trifft bereits nach wenigen Sekunden zum 1:0 - Vorlage natürlich von Lenk. Nach etwas mehr als zehn Minuten ist es dieses Mal Becker, welcher Müller bedient. Dieser vollstreckt eiskalt zum 2:0, der Weinaupark bebt wie schon seit Jahren nicht mehr. Direkt im Anschluß, als die Zittauer Fans noch feiern, tankt sich Itter durch und schiebt ungefährdet zum 1:2 ein. Nun entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, bis zehn Minuten später Allstaedt den Ball nach vorne zu Becker paßt - und die Zweitore-Führung wieder herstellt. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kommen die Zittauer immer wieder zu guten Möglichkeiten, können aber keine verwerten. Nach dem Seitenwechsel spielen zuerst nur die Gäste und so ist es nicht überraschend, daß, nach Fehler von Klemm, erneut Itter freistehend vor dem Tor von Freund auftaucht und zum 2:3 trifft. In der Folge wechselt Medvedev durch: Klemm sowie der erneut schwach spielende Romanovski müssen den Platz verlassen, für sie kommen Hahn und Abstein zu ihren Debüts. Nun drücken die Gäste auf den Ausgleich und sind immer wieder in guten Positionen, doch irgendwie ist immer noch ein Spieler von Zittau im entscheidenden Moment im Weg. Es bricht die Schlußphase an, die Heimmannschaft sehnt sich mittlerweile den Abpfiff herbei, während die Eutritzscher unbedingt in die Verlängerung möchten. In der 89. Minute vertändelt Abstein im Strafraum den Ball, Bürger schnappt sich diesen und trifft zum 3:3 Ausgleich. Medvedev ist fuchsteufelswild und brüllt und springt auf der Seitenlinie auf und ab. Nun hat er definitiv Ähnlichkeit mit einem wütenden Bären... Dann, es laufen die letzten Sekunden der mit vier Minuten bemessenen Nachspielzeit. Gäste-Kapitän Wallner foult den Heim-Kapitän Müller, direkt läuft Lenk zum Ball, um den fälligen Freistoß auszuführen. Aus einer ähnlichen Position wie schon im Spiel gegen Döbeln läuft Lenk kurz an, tritt den Ball mit Effet - direkt in's Tor! 4:3 in der 95. Minute! Kurz darauf pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab und die Männer liegen sich in den Armen. Einen höherklassigen Verein aus dem Wettbewerb gekegelt!



20. August 2018. Nach dem freien Vortag steht heute wieder Training auf dem Plan. Mittags unterbricht Medvedev das Training und versammelt die Mannschaft um das Radio, damit alle der Auslosung zur zweiten Runde beiwohnen können. Erst sehr spät fällt der Name, auf den alle gewartet haben: "Die 7. Partie bestreiten... der VfB Zittau aus der Bezirksklasse gegen... den SSV Markranstädt aus der Bezirksliga!" Die Mannschaft freut sich, so haben sie doch die Chance erneut eine höherklassige Mannschaft aus dem Pokal zu werfen. Präsident Bünger freut sich ebenfalls, so verspricht eine erneute Heimpartie gute Zuschauereinnahmen. Medvedev dagegen läßt sich nicht anmerken, was er über die Auslosung denkt.

26. August 2018. Die SG Taucha 99 ist zu Gast im Weinaupark. 2.686 Zuschauer (davon gut ein Zehntel aus Taucha) erwarten an einem heißen Tag den Anpfiff. Direkt von Anfang an ist der VfB die spielbestimmende Mannschaft, schafft es aber nicht, das Tor zu treffen. Erst kurz vor der Halbzeit fällt dann doch ein Tor: Büsing will den Ball klären, trifft diesen aber unglücklich und somit ins eigene Tor. Damit führt Zittau zur Halbzeit mit 1:0. Kurz nach dem Seitenwechsel muß Romanovski den Platz verletzt verlassen, für ihn kommt Abstein. Davon abgesehen spiegelt sich die zweite zur ersten Hälfte: Zittau ist spielbestimmend, kommt aber nicht zu nennenswerten Chancen. So sind sie wieder auf die Hilfe der Gäste angewiesen: Achtert foult an der Strafraumkante Müller, welcher den fälligen Elfmeter auch sofort selbst ausführt und sicher verwandelt. 2:0, es sieht nach einem weiteren Heimsieg aus. Trotz weiterer Chancen dauert es noch einmal über zwanzig Minuten, bis wieder etwas passiert: Müller spielt den Ball zum Linksaußen Abstein, welcher direkt zu Becker abgibt. Dieser schaut kurz zum Gästekeeper und donnert die Kugel unhaltbar ins Toreck. Nach diesem Tor fahren beide Teams den Aufwand etwas zurück, sodaß es beim am Ende hoch verdienten 3:0 bleibt.

Präsident Bünger grinst wie ein Honigkuchenpferd, während Medvedev wie immer vor sich hinbrummt und einem Fan, der ihn auf die Tabellenführung anspricht, nur zurückgibt: "Nächstes Spiel - schweres Spiel" und den jungen Mann etwas verwirrt zurückläßt.





31. August 2018. Medvedev hatte seine Scouts in den letzten Wochen immer wieder auf die Trainingsplätze der näheren Region geschickt, in der Hoffnung, noch einen Schnapper landen zu können. Doch fast alle Spieler, die empfohlen wurden, fielen am Ende im Probetraining durch. Kurz vor Ende der Transferphase erhielt er dann doch eine Mail, daß Marco Fischer vom VfL Pirna-Copitz Interesse an einem Wechsel zeigen würde. Nachdem Medvedev gemeinsam mit seinem Trainerstab den mit 23 Jahren immer noch entwicklungsfähigen Spieler im Probetraining eingehend beobachtet hatte, begann eine zähe Ablöseverhandlung mit seinem derzeitigen Verein. Am Ende knickte Pirna bei etwas über sechstausend Euro ein und lässt somit Fischer endgültig ins Dreiländereck ziehen, wo er die Qualität der Abwehr deutlich anheben wird.


Somit registriert der VfB nach Abschluß der Transferrunde folgenden Kader:

Tor

Freund geht als klare Nummer 1 in die Saison und kann sich laut des Trainerstabes noch deutlich verbessern. Schneider ist nicht mehr als Ersatzmann.

Verteidigung

Links hinten kann momentan nur Fass spielen, auf rechts sind Schulz und Eichberg auf ungefähr einem Level. In der Innenverteidigung tummeln sich nun nach den Transfers fünf Spieler, da Eismann und Hahn aber ohne Vertrag spielen, belasten sie das Gehaltsbudget nicht.

Mittelfeld

Baumeister und Scholl sind noch recht jung und talentiert, da ihre Position aber in der aktuellen Taktik nicht vorhanden ist, wird Baumeister zu einem Rechtsverteidiger und Scholl zu einem Mezzala umtrainiert. Abstein wird zu einem Linksaußen umtrainiert, wo Romanovski gesetzt ist. Schwaab ist eher nur Backup des Backup und wird selten zu Einsätzen kommen. Batz dagegen wird als Beidfüßer ebenfalls zu einem Rechtsverteidiger umtrainiert. Im Mittelfeldzentrum ist Polom klarer Stammspieler, Dehmelt und Allstaedt fallen etwas ab. Lenk ist laut den Mitarbeitern nicht einmal Backup des Backup und "erfüllt die Anforderungen nicht", ist aber als sicherer Freistoßschütze eine wahre Bereicherung.

Sturm

Becker ist der vierte Teil der Achse und ist damit gesetzt. Engel und Müller bewegen sich auf einem Niveau, Füssel dagegen darf den Verein verlassen.

Als Taktik hat sich bei Medvedev nun ein asymmetrisches 4-4-2 heraus kristallisiert, welches allen Mannschaftsteilen genügend Unterstützung sichern soll. Da Medvedev ein Freund von aggressivem Pressing ist, soll dies auch möglichst immer und schnell angewandt werden.
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Rosso

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Re: [FM19] Auferstanden aus Ruinen
« Antwort #21 am: 12.Februar 2019, 14:55:59 »

Super Story, macht richtig Spaß!!!

Die Taktik ist noch schräger als meine.  ;D Scheint aber im FM19 eine gute Wirkung zuhaben. Ich hab schon mehrere Berichte gelesen das asymmetrische Formationen gut laufen sollen.
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Akumaru

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Re: [FM19] Auferstanden aus Ruinen
« Antwort #22 am: 15.Februar 2019, 19:50:54 »

Super Story, macht richtig Spaß!!!

Die Taktik ist noch schräger als meine.  ;D Scheint aber im FM19 eine gute Wirkung zuhaben. Ich hab schon mehrere Berichte gelesen das asymmetrische Formationen gut laufen sollen.

Danke. Seit dem FM18 mag ich Asymmetrie bei Taktiken... Keine Ahnung, ob wir dadurch erfolgreicher sind, mag halt ungern mit einem Standard 4-2-3-1 spielen (besonders da sich mir eingebrannt hat: nur ein Stürmer ist beim FM zu wenig).
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Akumaru

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Re: [FM19] Auferstanden aus Ruinen
« Antwort #23 am: 15.Februar 2019, 21:24:03 »

01. September 2018. Ein Reporter der Sächsischen Zeitung tritt an Medvedev heran. "Trainer, ist es wahr, daß Romanovski sich doch schlimmer verletzt hat?" Medvedev schaut mit seinen stahl-grauen Augen den Journalisten an. Streng. Sehr streng. Dieser fängt an, zu stottern. "Also... äh... Trainer... Sergey... äh..." Der Schweiß fließt dem jungen Mann in Strömen übers Gesicht, über den Rücken, das Hemd ist bereits klatschnaß. "H-H-Herr M-M-Medvedev... äh... also zu... ähm..." In diesem Moment kommt der Co-Trainer Blisch vorbei. Glücklich über diesen Umstand wendet sich der SZ-Mann dem Co zu: "Andrea, stimmen die Gerüchte zu Romanovski?" Blisch schaut stirnrunzelnd zu Medvedev, welcher aber kehrtmacht und davon trottet. "Romanovski...? Achja, die Verletzung. Maxim wird uns wohl für knapp einen Monat fehlen, sagen die Physios. Muß jetzt aber auch weiter, der Trainer wartet!" Mit diesen Worten läßt er den Reporter zurück und schlendert Richtung Trainingsplätze.



02. September 2018. Es steht ein kurzfristig anberaumtes Freundschaftsspiel an. Zu Gast ist der FSV Neusalza-Spremberg aus der Bezirksliga. Knapp über 1.000 Zuschauer finden sich an diesem frühen Abend ein, um dem Spiel beizuwohnen. Sie sehen ein ausgeglichenes Spiel, mit zwei völlig konträren Halbzeiten: Nach dem frühen Führungstreffer von Becker sowie einem Doppelschlag von Engel führt der VfB vor dem Seitenwechsel mit 3:0. In der zweiten Hälfte kommen die Gäste innerhalb von zehn Minuten zum Ausgleich, welcher bis in die wortwörtliche Schlußsekunde hält: Romanovski-Vertreter Abstein erzielt in der 93. Minute den vielumjubelten Siegtreffer für die Zittauer.



05. September 2018. Die DDR tritt zu ihrem ersten Länderspiel der "Neuzeit" an, Gegner ist Neuseeland. Da Ralle Fährmann sich langfristig verletzt hat (sechs Monate werden prognostiziert), ist der Nationalmannschaftstrainer Zimmermann (ehemaliger Coach bei CZ Jena) gezwungen, Mielitz statt Fährmann zu nominieren. Außerdem fällt Felix Kroos für gut anderthalb Monate aus, so daß Zimmermann direkt zwei eigentliche Stammspieler wegbrechen. Dennoch finden sich fast 31.000 Zuschauer in Leipzig in der RB-Arena ein, um die DDR gegen Neuseeland zu unterstützen. Bereits nach sechs Minuten jubeln die Hausherren: Stefaniak trifft zum 1:0 und ist somit erster Torschütze der "neuen" DDR. In der zweiten Hälfte treffen noch Kapitän Butzen sowie - per Strafstoß - Kleindienst zum 3:0 Endstand. Trotz einiger Chancen verlieren die Kiwis also das Gastspiel in der DDR und verhelfen so einer hoffentlich aufstrebenden Fußballnation zu einem blendenden Start.

Der erste Kader der DDR im Überblick:


09. September 2018. 1.700 Fans haben sich an diesem Abend im Stadion am Heiligen Grund zusammengefunden, um das Spiel Meißner SV 08 gegen den favorisierten VfB Zittau zu beobachten. Allerdings ist von der Favoritenrollen der Gäste erst einmal nichts zu sehen: Meißen kommt - auch aufgrund einiger Standardsituationen - immer wieder gefährlich nahe an das Tor von Gästekeeper Freund und in der 21. Minute passiert es dann doch: Schröder kann einen Abpraller, der in einem indirekten Freistoß seinen Anfang nahm, verwerten und trifft somit zur 1:0 Führung für die Hausherren. Doch diese Führung hält nur gut zehn Minuten, denn Dehmelt - nach Einwurfvorlage - trifft zum Ausgleich. Und es kommt sogar noch bitterer für Meißen: sie verlieren den Ball kurz nach dem folgenden Anstoß an Müller, welcher mustergültig den Ballführenden preßt und direkt nach vorn zum Sturmpartner Engel schlägt. Dieser dribbelt mit dem Ball Richtung Strafraum, Dibbern kann ihn nicht aufhalten - und dann lupft der Jungspund (19 Jahre!) Engel den Ball auch noch ganz frech über den Torwart Fröbel! 2:1! Spiel innerhalb von zwei Minuten gedreht! Mit diesem Ergebnis geht es dann auch in die Kabinen. Hier mahnt Medvedev seine Spieler an, daß sie nicht in Selbstzufriedenheit versinken mögen. Die meisten Spieler nehmen sich dies anscheinend zu Herzen, aber eine gute Handvoll, darunter auch Polom, scheinen angespannter in die zweite Hälfte zu gehen. Und als der Trainer sich auch noch Polom herausgreift und ihm klar macht, was er von dessen erster Hälfte hält, bricht dieser fast in Tränen aus...
In der zweiten Hälfte passiert in der ersten Viertelstunde bis auf einen guten Freistoß der Meißner nichts; dann wechseln beide Trainer. Bei Zittau muß der heute unterirdisch spielende Müller den Platz verlassen, genau wie Abstein. Polom darf sich noch etwas beweisen. Für Müller spielt nun Becker als Schattenstürmer, auf links kommt Schwab zu seinem Debüt. 69. Minute - Heim-Kapitän Walther-Weißhaupt wird nach einem Konter mustergültig bedient, kann alle seine Verfolger abschütteln und ist nun im Eins gegen Eins mit dem gegnerischen Goalie. Er schaut kurz auf, schießt - und Freund hält! Er lenkt den Ball Richtung Seitenauslinie und hält die Führung somit fest! Teufelskerl! Knapp fünf Minuten später, auf der anderen Seite: direkter Freistoß an der Strafraumkante. Spezialist Lenk läuft an, aber schießt den Ball dieses Mal knapp über das Torgebälk. Und wieder kurz darauf, die Zittauer lassen den Ball rotieren... Polom schießt dann plötzlich nach vorn, will Engel erreichen. Ein Meißner kommt dazwischen und bolzt den Ball zurück. Dehmelt kommt ran, dribbelt kurz und flankt dann den Ball nach links. Dort holt Schwab alles raus und kriegt den Ball noch knapp vor dem Seitenaus. Flanke nach innen zu Engel, der aufgerückt aber auch leider total in Bedrängnis ist. Irgendwie kommt der Jungstürmer doch an den Ball und spielt ihn mit der Hacke zurück - dort kommt Dehmelt angesprintet, nimmt die Kugel volley und knallt sie unhaltbar in's Tor! 3:1! 76. Minute, wieder Freistoß an der Strafraumkante. Wieder, natürlich, ein Fall für Lenk. Dieses Mal landet sein Ball direkt in der Mauer, von dort springt er Richtung Toraus... und kullert und kullert und kullert, bis er die Linie überquert, da sich kein Spieler um ihm kümmert. Kurioser kann man wohl kaum eine Ecke zugesprochen bekommen. Die folgende Ecke führt ebenfalls Lenk aus, der Ball landet auf Schwabs Kopf, doch dessen schwacher Kopfball wird abgewehrt. So bleibt es beim 3:1.



11. September 2018. Am Abend tritt die DDR zu ihrem zweiten Länderspiel an, Gast ist dieses Mal Bolivien. In der RB-Arena finden sich gut 35.000 Fans ein und sehen erneut einen Heimsieg: Kutschke trifft schon nach fünf Minuten, Seguin nach gut einer Stunde. Den zwischenzeitlichen Anschlußtreffer durch Moreno kann Ebert direkt darauf egalisieren. Somit steht am Ende ein ungefährdeter 3:1 Erfolg zu Buche und die "neue" DDR ist nach wie vor unbesiegt. Der nächste Gegner am 10. Oktober wird der Iran sein, bevor im November das Länderspieljahr mit Partien gegen Bosnien&Herzegovina und Katar abgeschlossen wird.
« Letzte Änderung: 15.Februar 2019, 21:29:54 von Akumaru »
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Akumaru

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Re: [FM19] Auferstanden aus Ruinen
« Antwort #24 am: 16.Februar 2019, 13:53:54 »

16. September 2018. Es steht wieder ein Ligaspiel an. Zu Gast ist der Tabellenzehnte Dresdner SC, Medvedev rotiert Hahn in die Innenverteidigung, ansonsten darf die gleiche Elf beginnen, die bereits in Meißen spielte. Und wieder fällt ein frühes Tor: In der 7. Minute entscheidet der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß, natürlich tritt Lenk an. Er flankt den Ball Richtung Strafraum, wo er vom gegnerischen Verteidiger Bichler per Kopfball abgefangen wird. Doch dessen Abwehr landet bei Polom, welcher direkt weiter zu Fischer gibt - welcher seinen Schädel nur noch hinhalten muß und somit das 1:0 erzielt. Kurz darauf kommt auch der DSC zu einer nennenswerten Chance, der direkte Freistoß von Schröder geht aber knapp am Gehäuse vorbei. Beide Teams sind auch im Verlauf der ersten Halbzeit nur über Standardsituationen gefährlich, so daß Medvedev die ersten Momente der Teamansprache nur schweigt und ins Leere schaut. Der eine oder andere Spieler (vor allem Polom) rutscht schon nervös auf seinem Platz herum, bis der Trainer dann doch spricht: "Jungs, erste Hälfte war okay. Zweite Hälfte will ich mehr Offensive sehen!" An Lenk, Abstein sowie beide Stürmer, Engel und Müller, gerichtet: "Das war nichts von euch! Da will ich deutlich mehr sehen!"
Doch die Umstellung bringt in der zweiten Hälfte keinen Erfolg: Lenk, Abstein, Müller, Engel - die komplette Offensive also - ist praktisch nicht existent. Und so wechselt Medvedev in der 62. Minute direkt dreifach: Allstaedt, Becker und Schwab kommen, Engel darf nur deshalb weitermachen, weil "nur" drei Wechsel erlaubt sind. 70. Minute: Die Gäste wollen den Ball hinten raus schlagen, doch Fischer antizipiert und spielt den Ball zu Dehmelt. Dieser auf die rechte Außenbahn, an der Baumeister nach vorne sprintet. Er flankt den Ball links in den Strafraum, dort kommt Schwaab an den Ball und zieht direkt ab. Ellmer im Tor der Dresdner kann den Ball mit den Fingerspitzen nur noch an den Innenpfosten lenken - Tor! ... Es läuft bereits die Nachspielzeit, der DSC versucht noch mal einen verzweifelten Angriff und Förster zieht aus dem Halbfeld ab - doch Freund kann den Ball locker fangen. Nach dem Abpfiff feiern fast 3.000 Zuschauer, denn es bleibt beim 2:0 und der VfB ist nach wie vor ungeschlagen!



17. September 2018. Medvedev sitzt in seinem Büro und sondiert die Scoutberichte - es fehlen immer noch je ein halbwegs tauglicher Mittelfeldspieler und Innenverteidiger. Zum Glück präsentiert sich Baumeister auf der ungewohnten Position als rechter Flügelverteidiger besser als gedacht, so daß hier kein Bedarf besteht. Es klopft an der Tür und herein kommen drei Spieler: Jefferson Eismann, Ferdinand Eichberg und Ralf Füssel. Der Coach sieht kurz auf: "... nun?" Die drei Spieler sind sichtlich nervös, doch Eismann gibt sich dann doch einen Ruck. "Trainer... wir wollen spielen!" Medvedev sieht Jefferson verblüfft an. Keiner der drei hat sich bisher im Training aufgedrängt, also warum kommen sie gerade jetzt? "Spielen? Ihr? Warum sollte ich meine Mannschaft schwächen?" Füssel wird kalkweiß, Eichberg schluckt und Eismann wirkt wie versteinert. "Ihr wollt spielen?! Gern, aber nicht hier! Ihr wißt, wo die Tür ist." Mit einer verächtlichen Handbewegung scheucht er die drei heraus. "Was bilden die sich eigentlich ein?" grummelt er vor sich hin, bevor es sich wieder den Berichten der Scouts zuwendet.



23. September 2018. Der Ligaalltag hat den VfB zurück: Heimspiel gegen FV Eintracht Niesky, welche momentan auf dem 11. Tabellenplatz stehen. Statt Lenk, Müller und Abstein starten heute Allstaedt, Becker sowie Schwaab. In den ersten zwanzig Minuten findet das Spiel vorrangig im Mittelfeld statt, der VfB läßt den Ball gut rotieren. In der 24. Minute kommt Allstaedt an den Ball, sieht den rechts startenden Baumeister und flankt nach außen. Dieser weiß schon genau, wo Engel steht und bedient diesen mustergültig zum längst fälligen 1:0 Führungstreffer per Kopf! In der Halbzeit pusht Medvedev seine Männer noch einmal etwas nach vorn: "Ihr wart nicht übel, aber ihr könnt noch deutlich mehr!" Besonders Engel scheint sich das zu Herzen zu nehmen, so kommt er direkt nach dem Seitenwechsel immer wieder zu guten Chancen. Fischer, Innenverteidiger auf Seiten des VfB, unterbindet in der 53. Minute einen Konter der Gäste und paßt den Ball nach rechts, zu Baumeister, welcher heute ein absolut geniales Spiel abliefert. Dieser blickt kurz nach links, grinst und flankt die Kugel Richtung linkes Strafraumeck - denn Engel schmeißt den Turbo an, bekommt den Ball und macht das 2:0! Wenige Minuten später, Konter von Niesky: Dittmer zimmert die Kugel aufs Tor, doch Freund läßt nach vorn abklatschen! Den Nachschuß dagegen versemmelt Bergjohann kläglich... 62. Minute, Medvedev hat genug von Polom gesehen, welcher trotz eigener unterdurchschnittlicher Leistung wie ein Pfau auf dem Platz herumstolziert, und wechselt ihn gegen Lenk aus. Direkt im Anschluß kommt Niesky wieder zu einem Konter, doch Dittmers Abschluß kann Freund gerade noch so zur Ecke ablenken. Die daraus resultierende Ecke, von Hahn getreten, ergibt kein Tor, denn Hartmanns Kopfball fliegt deutlich über den Kasten. 71. Minute, wieder die Gäste: Steins Einwurf kommt nach vorn, Sisler bekommt den Ball und paßt zu Dittmer, welcher aber unter Bedrängnis dann doch relativ deutlich verzieht. Dann ist es endlich soweit: Schwaab darf nach eher durchschnittlicher Leistung gehen und Romanovski läuft enthusiastisch auf den Platz. Endlich wieder spielen! In der Schlußphase darf noch Müller für Becker rein, aber es bleibt beim 2:0. Spieler des Spiels natürlich Baumeister, welcher immer besser auf der rechten Außenbahn zurecht kommt und durch die Kapitänsbinde noch einmal einen ordentlichen Schub bekommen hat.



26. September 2018. Korkin meldet sich per Mail bei Medvedev. "Sergey, was gibt's?" begrüßt Medvedev seinen Namensvetter. "Brexit -", beginnt Korkin, doch Medvedev läßt ihn nicht aussprechen. "Brexit? Interessiert mich nicht. Melde dich, wenn du etwas interessantes hast. Bis dann."



29. September 2018. Medvedev sitzt mal wieder über der Taktik für das kommende Spiel, als es klopf. Leicht genervt brummt er ein "Ja?!" und Burkert kommt herein. "Boris? Was ist los?" Burkert druckst herum: "Chef... ich heiße Benjamin, das wissen Sie doch... Aber naja, ich bin hier um Ihnen den Spielbericht der Jugendmannschaft zu geben." Damit überreicht er Medvedev ein paar handschriftliche Notizen. "Baierlein hat wieder ein Tor geschossen - und wir haben erneut gewonnen! Vielleicht wollen Sie ja doch mal vorbei schauen, bei einem Spiel?" Kritisch studiert der Trainer den Bericht. "Hm... Seid ihr immer noch im Mittelfeld?" Ein kurzes Lächeln huscht über Burkerts Gesicht, der U19-Coach richtet sich stolz auf. "Nein, wir sind mittlerweile Dritter! Und es sind nur noch zwei Punkte bis zu den Dresdnern, aber die packen wir auch noch!" Medvedev nickt zufrieden und bedeutet Burkert, daß er demnächst ein Spiel besuchen werde, er sich aber nun auf das morgige Ligaspiel konzentrieren müsse. Der Jugendtrainer ist sichtlich glücklich und verläßt das Büro. Sein "Danke, Chef!" hört Medvedev schon gar nicht mehr, da er wieder in seine Taktiken vertieft ist.



30. September 2018. Der VfB muß nach Mittweida, denn heute findet das Ligaspiel im Stadion am Schwanenteich statt. Der Gastgeber ist der SV Germania und dümpelt im Tabellenmittelfeld vor sich hin. Somit sind die Zittauer mal wieder favorisiert. Da Romanovski noch keine Luft für 90 Minuten hat, darf Schwaab wieder beginnen. Becker muß vorerst wieder für Müller weichen, Polom bekommt eine Pause. Lenk wird für ihn starten. Außerdem rotiert Klemm für Thomas in die Innenverteidigung.
Direkt nach Spielstart wird aber klar, daß Mittweida sich was vorgenommen hat: Lenk kassiert eine frühe gelbe Karte, den fälligen Freistoß zirkelt Tigges über die Mauer, Eikemeier kommt an den Ball - und der Underdog führt! Doch der Schiedsrichter entscheidet nicht auf Tor, denn Eikemeier stand - laut Linienrichter - knapp im Abseits. Glück gehabt, denn das war wohl eine Millimeterentscheidung... In der fünften Minute wird Zittau ein Freistoß zugesprochen: Schwaab läuft kurz an, der Ball fliegt an der Mauer vorbei - aber leider auch am Tor. 14. Minute, Klemm führt einen Einwurf weit aus. Baumeister kommt an den Ball, flankt nach links zu Schwaab, welcher direkt abzieht. KLONK! Nur der Außenpfosten, es bleibt beim 0:0. Fünf Minuten später, Ecke durch Lenk. Dehmelt erreicht den Ball im Getümmel, doch sein Abschluß wird von Kraus im Kasten abgewehrt. Den Nachschuß verzieht Allstaedt, weiter 0:0. In der 33. Minute geschieht es dann doch: Andrich paßt den Ball zu Eppler, welcher einfach mal aus dem Rückraum abzieht - und Freund stellt sich leider gar nicht gut an. Somit führt Mittweida jetzt mit 1:0. Gut zehn Minuten später, erneut Andrich und Eppler im Zusammenspiel, welche kaum gestört werden. Eppler nach rechts zu Brack, welcher im Strafraum Tigges sieht - 2:0. Medvedev ist kurz davor, zu explodieren. Alles, was die letzten Spiele gut funktioniert hat, läuft jetzt völlig schief. Zwei Minuten nach dem zweiten Treffer der Hausherren: Einwurf Klemm, auf Müller. Paß zu Allstaedt, welcher kurz dribbelt, bis zum Teilkreis. Und von dort abzieht. Treffer! Nur noch 1:2! 44. Minute, Freistoß Mittweida. Tigges tritt an - der Ball trifft Fischer in der Zittauer Mauer, welcher die Kugel nach links wegköpft. In der Halbzeitansprache reagiert Medvedev bestimmt und greift sich vor allem Fass und Engel heraus, welche heute weit unter ihren Möglichkeiten spielen. Die Mannschaft scheint voll motiviert für die zweite Hälfte zu sein, der Trainer verzichtet vorerst auf einen Wechsel.
Zehn Minuten ist die zweite Hälfte bereits alt, da hat Medvedev genug von Fass und Schwaab gesehen. Klemm spielt nun links, während Thomas für Fass rein kommt. Romanovski kommt für Schwaab. 63. Minute, Lenk stößt von hinten Eikemeier um und sieht folgerichtig die zweite Gelbe Karte. Jetzt muß Medvedev die Taktik umbauen und holt Polom für den schwach spielenden Engel herein. Schlußphase, der Coach läßt mittlerweile offensiver spielen, um zumindest noch einen Punkt mitzunehmen. Der VfB kommt zu einigen guten Chancen, kann aber keine verwerten. In der 87. Minute grätscht Andrich dann von hinten Allstaedt um - glatt rot! Somit geht es in den letzten Minuten nun zehn gegen zehn. 93. Minute, Romanovski leitet einen Angriff ein, Polom spielt zu Baumeister, dieser nach links zum aufgerückten Romanovski, welcher im Eins gegen Eins mit Kraus aber den Kürzeren zieht. Damit bleibt es beim bitteren 1:2 und somit der ersten Pflichtspielniederlage von Medvedev. Entsprechend sauer ist der Trainer dann auch in der Nachbesprechung. Praktisch alle Spieler bekommen ihr Fett weg, einzig Allstaedt mit einer hervorragenden Einzelleistung sowie Klemm werden gelobt. Nichtsdestotrotz bleiben die Zittauer Tabellenführer, aber im nächsten Spiel kommt der Zweite, Hohenstein-Ernstthal, in den Weinaupark.



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Re: [FM19] Auferstanden aus Ruinen
« Antwort #25 am: 17.Februar 2019, 14:38:05 »

Läuft doch sehr gut bei dir. Weiterhin wünsch ich dir viel Erfolg ^_^
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lehnerbua (09/2015 - 12/2018)

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Re: [FM19] Auferstanden aus Ruinen
« Antwort #26 am: 17.Februar 2019, 15:20:10 »

Kombinat for CL. Ist ja richtig was zu lesen bei Dir. Wenn Du so weiter machst kannst bekommst den deutschen Literaturpreise noch vor dem CL Titel :D
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