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Autor Thema: Team, Dynamiken und Interaktionen  (Gelesen 4271 mal)

LEViathan

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Re: Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #20 am: 12.April 2019, 07:48:16 »

Eine Sache, die mir aufgefallen ist und die ich recht unlogisch finde: Die Spieler zeigen keinerlei Reaktion, wenn ihr Teamstatus geändert wird. Zumindest ist mir das bisher, obwohl schon mehrmals getan, noch nicht passiert. Selbst ein vertraglich zugesicherter Schlüsselspieler zu einem Rotationsspieler herab gestuft, macht sich nicht bemerkbar. Ist zwar einerseits eine Möglichkeit, Konflikte aufgrund geringer Spielzeiten zu befrieden bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen, andererseits aber schon recht merkwürdig, wenn Spieler sich ansonsten über viele Kleinigkeiten beschweren.

Hat jemand andere Erfahrungen gemacht?
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Magic1111

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Re: Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #21 am: 12.April 2019, 10:43:36 »

Hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

Nein, bei mir das Gleiche.

Gehe sogar ab und zu die Mannschaftsübersicht durch und zähle, dass ich auch nur 11, höchstens 12 Spielern den Status "Stamm- oder Schlüsselspieler" zugewiesen habe. Und zwar die, die sich als meine Stammelf herausgestellt hat. Alle "überzähligen" werden auf Rotationsspieler herabgestuft.

Es erfolgt daraufhin keinerlei Reaktion.
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hodl

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Re: Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #22 am: 12.April 2019, 11:45:38 »

In älteren Teilen gabs definitiv gelegentlich Reaktionen darauf.
Im 19er hatte ich bisher noch keine. Mache ich aber auch nicht wirklich oft.

Man könnte zumindest ein Gespräch einführen sobald man den Teamstatus ändert.
So wirkt das tatsächlich irgendwie willkürlich und führt die Versprechen bzw. Vertragsverhandlungen ad absurdum.
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Magic1111

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Re: Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #23 am: 12.April 2019, 11:51:54 »

So wirkt das tatsächlich irgendwie willkürlich und führt die Versprechen bzw. Vertragsverhandlungen ad absurdum.

Das stimmt.

Hatte sogar mal bei irgendeinem Spieler, weiß jetzt nicht mehr bei wem das war, während der Vertragsverhandlungen die Forderung "Schlüsselspieler" belassen, denn nur dann war er "Extrem interessiert" zu mir zu wechseln. Kurz nach dem er dann im Kader war, hatte ich ihn auf "Rotationsspieler" herabgestuft, denn dafür wollte ich ihn haben.

Hatte genau NULL Auswirkung.
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LEViathan

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Re: Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #24 am: 12.April 2019, 13:23:35 »

Laut den "Hinweisen & Tipps" beschweren sich (einige) Spieler, wenn ihr Teamstatus zu oft während einer Saison gewechselt wird. Habe das noch nicht ausprobiert. Wechsel meistens zu Saisonbeginn und eventuell in der Winterpause, das war's dann aber auch.

@Magic1111, genau einen solchen Fall hatte ich auch. Wollte nur als Schlüsselspieler kommen und ich mache ihn sofort nach dem Transfer zur Rotation - keinerlei Probleme. Aber vielleicht muss man da auch abwarten... eventuell ist die erwartete Spielzeit trotzdem hinterlegt und er mault während der Saison schneller?
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LEViathan

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Re: Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #25 am: 12.April 2019, 13:41:54 »

Habe das mal aus der Ersten Hilfe gefischt...

btw: Was genau ist im Mannschaftsgefüge der "Zusammenhalt auf dem Platz"?
Meine Kaderatmosphäre ist sehr gut und die Unterstützung für den Trainer durchschnittlich (minimal rot), weil ich noch kein Ansehen genieße. Die Hierachie ist nicht optimal, doch müsste sich mit der Zeit ja finden, wenn Neuzugänge Leistungsträger werden und entsprechend an Einfluss gewinnen. Auch die sozialen Gruppen sehen gut aus (auch das Feedback am rechten Rand) und die Moral ist bei allen Spielern sehr gut oder extrem gut. Letztlich sieht das Mannschaftsgefüge also gut aus, doch der Zusammenhalt auf dem Platz ist miserabel.. Wie bekommt man den jedoch gesteigert? Die drei orangen/rote Stichpunkte liefern mir da keinen Hinweis. Nur die Zusammenfassung "In der Mannschaft geht nahezu jeder seinen eigenen Interessen nach" lässt mich vermuten, dass der Zusammenhalt steigten könnte, wenn ich mehrere Spieler im Team habe, die sich gegenseitig als favorisiertes Personal ansehen. Ist dem so oder kann ich noch was anderes tun, als abwarten und hoffen das sich einige Spieler anfreunden?

Gute Frage... verweise mal auf den entsprechenden Thread: http://www.meistertrainerforum.de/index.php/topic,26732.0.html

Eventuell geht die Thematik dort nicht sofort unter und es gibt Leute, die Antworten haben.

Bei fehlendem Zusammenhalt wird deine Mannschaft, wie die Bezeichnung eigentlich schon sagt, nicht als Einheit auftreten und aufgrund mangelndem Spielverständnis mehr Fehler produzieren. Schätze, dass die einzelnen Spielerwerte bei "Teamwork" einen ordentlichen Abzug bekommen.

Mögliche Ansätze:
- Häufiger in der selben Formation mit der gleichen Startelf spielen, damit sich Paare entwickeln (grüne Linien)
- Teamwork als Trainingseinheit nutzen
- Nicht zu viele Neuzugänge
- Nicht zu viele Spieler unterschiedlicher Nationen mit verschiedenen Sprachkenntnissen (in den Hinweisen & Tipps steht, dass Spieler aus anderen Ländern eine Rolle anfangs eventuell anders interpretieren und sich eingewöhnen müssen)
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Eckfahne

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #26 am: 07.Mai 2019, 10:18:57 »

Zurufe während dem Spiel

Ich hatte mich hier bisher immer auf ein gelegentliches, kollektives "Konzentriert euch!" Euch beschränkt, wenn sich z.B. meine Mannen nach 3:0 Führung (fast) das 3:1 einfingen. Ein paar Spieler fühlten sich da dann auch immer zu unrecht angemotzt, insgesamt aber schien die Sache zu wirken.

Vor ein paar Minuten habe ich aber mal probiert, aber man aus diesem Feature nicht noch mehr rausholen kann, wenn man selektiver vorgeht. Ich hatte einen der seltenen Momente in dem im FM mal nicht die gefühlt "üblichen Logiken" greifen (oder vielleicht doch, weil es erklärbar scheint...) - ich habe als Tabellenführer den Drittletzten der Liga zu Hause nach allen Regeln der Kunst mit 8:1 zerlegt. Wobei man allerdings sagen muss, dass Passau sich auch nicht wie ein üblicher Abstiegskandidat hinten reingestellt hat - die sind in dieser Saison ein ziemliches Kuriosum, da sie sich die meisten Gegentore fangen, aber auch den drittbesten Angriff der Liga stellen - Torverhältnis vor dem Spiel: 36:44 nach 20 Spieltagen.

Es stand nach 26 Minuten bereits 3:0 und es zeigten sich bei zwei Spielern gelbe Körpersprache Rückmeldungen ("selbstgefällig"). Ich habe die beiden Herren zu mehr Konzentration aufgefordert - mit unterschiedlichen Erfolg. Der eine hat keine Reaktion gezeigt, der andere wechselte zumindest auf "gelassen" grün. Das beste war aber das zwei andere Spieler sich wohl indirekt angesprochen fühlten und sich plötzlich konzentrierter zeigten. Den uneinsichtigen Spieler habe ich während des ganzen Spieles im 10 Minuten Abstand immer wieder angetrieben, letztlich mit wenig Erfolg (er war dann frustriert).
Das Beste kam aber in der zweiten Halbzeit - ich habe in der 63. (da stand es 6:0, nach dem Stürmer und Rechtsaußen jeweils ihre Hattricks hatten) den linken Flügelspieler gelbbedingt gewechselt und stand nach ein paar Minuten vor dem geläufigen Problem, dass der Einwechselspieler "uninteressiert" wurde. Note 6.7 - ich habe darauf hin angesichts des Spielstandes etwas riskiert und von diesem Spieler "mehr gefordert", worauf hin er konzentrierter wurde (erneut samt zweier Mitspieler). Keine 3 Minuten später schießt er ein Tor und setze dann - nach dem der Gegner per Fernschuss den unvermeidlichen Ehrentreffer markierte - den Schlusspunkt. Beide Tore des Einwechslers waren von der Art her Gewaltschüsse und die Art wie er sich den Ball vorher schnappte sah für mich so aus, als ob die Logik war "dem Trainer zeigt ichs jetzt mal".

Mein Fazit: Auch wenn Zurufe nicht immer funktionieren, sind sie ein nützliches Mittel und der positive Effekt dürfte bei richtigem Einsatz überwiegen - auch wenn es sicher Spiele geben wird, in denen ein durch Zurufe frustrierter Spieler dann mal einen ärgerlichen Fehler fabriziert - an einen reinen Placebo-Effekt glaube ich bei den Zurufen nicht mehr, dazu funktioniert bereits die Konzentriert-Euch-Gießkannenmethode zu gut... (außerdem würde ein Placebo-Feature aus Entwicklersicht keinen Sinn machen...) Interessant find ich besonders, das gerade Einzelzurufe zum Teil doch auch Mitspieler beeinflussen (auch wenn vielleicht nur indirekt, weil diese dann von der geänderten Körpersprache des Ziels "mitgerissen" werden)
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LEViathan

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #27 am: 07.Mai 2019, 14:23:43 »

Sich den Kapitän oder andere Führungsspieler (siehe Teamhierarchie) mit einer individuellen Ansprache oder einem Zuruf rauszugreifen, kann - so auch meine Erfahrung - übrige Mitspieler beeinflussen, wenn sie zu diesen Spielern wiederum eine positive Verbindung haben (soziale Gruppe, Mentoring) und weitere Bedingungen erfüllt sind. Hast du einen jungen, nervösen Spieler ist es manchmal besser, diesen nicht direkt anzusprechen, sondern seinen Kollegen, zu dem er gewissermaßen aufschaut. Klappt aber, glücklicherweise, nicht immer und automatisch.

Dass das Einwirken auf die Körpersprache einen Einfluss hat bzw. haben kann, ist definitiv so. Selbstgefälligkeit ist die "beste" Grundlage, um gegen einen Underdog überraschend zu verlieren oder eine Führung zu verspielen. Hängt aber von verschiedenen Faktoren ab. Die Spielmechanik wirkt komplexer als man auf ersten Blick meinen mag. Auch gefällt mir, dass sich immer gleiche Ansprachen und Zurufe irgendwann deutlich spürbar abstumpfen und es Sprachprobleme im Ausland gibt.

Ganz interessant in diesem Kontext: Habe ein Video gesehen, dass sich mit Pressekonferenzen auseinandersetzt. Dort wird behauptet, dass die dort getroffenen Aussagen sich zumindest unter der Haube auf die Einstellung des Teams - dann in Form der Körpersprache ersichtlich - auswirken. Selbstzufriedenheit schleicht sich noch schneller ein, einzelne Spieler, die charakterlich ohnehin dazu neigen, "kippen" schneller negativ um, wenn die öffentlich beispielsweise zu oft in Lob gehüllt werden. Deshalb war die Empfehlung des Videos, die PKs lieber schön selber zu machen.
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Eckfahne

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #28 am: 07.Mai 2019, 15:43:27 »

Auch gefällt mir, dass sich immer gleiche Ansprachen und Zurufe irgendwann deutlich spürbar abstumpfen (…)

Das ist mir auch aufgefallen; manchmal scheinen Zurufe auch komplett zu verhallen und wenn man es dann nochmal probiert, kommt eine negative Reaktion. Weniger ist also mehr und nachdem ich gerade mit 10 Mann noch ein 0:2 aufgeholt habe und der entscheidende Ausgleichstreffer durch einen Spieler gemacht wurde, den ich vorher durch "nach vorne drücken" motiviert habe werde ich mir die Zurufe in Zukunft vor allem für die wirklich wichtigen Spiele aufheben. Die Logik ist wohl wirklich sehr komplex und die Körpersprache scheint auch nur ein Indiz für die Wirkung zu sein (was ja auch realistisch ist). Schön ist aber, dass man sich im Großen und Ganzen auf seine Intuition verlassen kann und eben darauf, dass ein Spielverlauf dynamisch ist. Nachdem ich in Unterzahl das 0:2 bekommen hatte, waren meine Spieler frustriert und verängstigt. Ich habe daraufhin die Parole ausgegeben kein Druck - Reaktion: alle gelb und "desinteressiert". Dann ist aber kurze Zeit später durch einen gegnerischen Fehler (vermutlich wurden der Gegner nun überheblich) das 1:2 gefallen, woraufhin ich die Mannschaft zu erst gelobt und dann nach vorne getrieben habe. Auch das kam nicht bei allen Spielern gut an (oft kommt dann "fühlt sich überfordert" oder frustriert" vom Zuruf), aber es hat kurz vor Schluss wohl noch zum Ausgleich beigetragen. Ich hatte natürlich auch das Glück auf meiner Seite - es hätte dann leicht auch 1:4 ausgehen können, aber genau das ist eben Fußball.
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Eckfahne

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #29 am: 18.Mai 2019, 08:01:49 »

Umgang mit wegen mangelnder Einsatzzeiten unzufriedener Spieler

Das Problem dürfte nahezu jeder kennen...

Mein Ansatz war lange immer hier eine wirklich "gute" Begründung finden zu müssen (also entweder auf mangelnde Leistung abzustellen, zu sagen Mitspieler XY spielt zu gut usw.), ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, das auch die Optionen (nicht wörtlich wiedergegeben) "Gedulde Dich, die Saison ist noch lang" (hat geklappt nach ca. 1/3 der Saison) oder "Bitte nicht jetzt, die Kaderatmosphäre ist gerade gut" (ich hatte gerade nach einem richtig miesen Saisonstart begonnen den Karren aus dem Dreck zu ziehen…) funktionieren können. Sie tun es aber, zumindest ab und an, denn ich hatte gerade diese Fälle. Ich kann daher nur den Rat geben auch mal was auszuprobieren, gerade wenn man sich sicher unsicher ist - ich habe das Gefühl, dass es hier manchmal weniger drauf an kommt, ein perfektes Argument zu liefern, als eines das zumindest irgendwie plausibel ist. Zumindest Spieler, die grundsätzlich eigentlich gerne beim Verein spielen, wollen -so scheint es mir - vielleicht einfach nur sagen "Hallo, ich bin auch noch da. Hast Du mich vergessen?" und sind froh wenn man ihnen einfach nur sagt, "Ja, ich verstehe Dich. Geht jetzt aber gerade (noch) nicht..."

Ich unterstreiche aber das auch das keine Patentlösung sein wird und FM-typisch die Werte des Trainer- und Spielercharakters, der Teamstatus, die sonstige Zufriedenheit des Spielers und weiteres eine Rolle spielen, ob das klappt.
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LEViathan

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #30 am: 18.Mai 2019, 08:33:56 »

Hatte bisher den Eindruck, dass der Spielercharakter maßgeblich für die "richtige" Reaktion ist. Einem Spieler mit der Persönlichkeit "relativ fair" reicht es meist schon, wenn nur das Gespräch mit ihm gesucht wird. "Professionelle" reagieren meist mit Verständnis, wenn ihnen gesagt wird, dass ihre Konkurrenten aktuell einfach besser spielen. Wobei das nicht lange hält, die stehen wenige Wochen später wieder auf der Matte.

Auf die Kaderatmosphäre habe ich, ehrlich gesagt, noch nie verwiesen. Das wäre wirklich mal interessant, in welchen Konstellationen das klappt. Bei dem Geduld-Argument hatte ich bislang nur negative Reaktionen und die Spieler haben relativ schnell um eine Freigabe gebeten, weswegen ich das eigentlich nicht mehr so gerne verwende.
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LEViathan

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #31 am: 22.Mai 2019, 11:00:01 »

Teamhierarchie: Umbruchphase und Gestaltungsmöglichkeiten

Bin jetzt in der Vorbereitung meiner zweiten Saison bei der PSV Eindhoven. Nachdem ich in der Liga zuvor nur 6. wurde und gerade in der Schlussphase einige Spieler in ein Leistungstief gefallen sind, starte ich jetzt einen größeren personellen Umbruch. Habe gestandene Spieler mit Konstanzproblemen verkauft und einige hoffnungsvolle Talente verpflichtet. Dadurch ist mein Mannschaftsgefügte ordentlich durcheinander gewürfelt worden und könnte Probleme bereiten, wenn ich nicht versuche, aktiv zu steuern.

Übersicht zum Mannschaftsgefüge:
(click to show/hide)
Auf den ersten Blick sieht das alles recht unproblematisch aus. Durchschnittliches Teambuilding liegt an den vielen Neuzugängen, die integriert werden müssen.

Teamhierarchie:
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Die Pyramide zeigt jedoch, dass der "Bauch" viel zu dünn ist. Elneny und Rodriguez sind erst ganz frisch zu Führungsspielern aufgestiegen, weil ich zwei Spieler dieser Kategorie jüngst verkauft habe. Gleichzeitig sind alle drei Spieler nah am Karriereende und haben auch nur ein Jahr Vertragslaufzeit. Bin da aktuell unschlüssig, ob ich überhaupt noch verlängern soll.

Teamhierarchie mit persönlichen Beziehungen:
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Spieler ohne echte Meinung sind entweder Neuzugänge oder solche, die letzte Saison wenig gespielt haben.

Soziale Gruppen:
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Mit den sozialen Gruppen bin ich eigentlich zufrieden. Die Führungsspieler teilen sich auf drei Gruppen auf, was ich gut finde, sodass ich mir Kontrollmöglichkeiten verspreche. Allerdings weiß ich noch nicht, ob "ausgeglichen" eine positive Eigenschaft für die Kerngruppe ist.

Kapitän(e) und Kandidatenliste nach Führungswerten:
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Wie man sieht, habe ich jetzt nicht unbedingt die super, natürlichen Führungsspieler im Kader. Meine Kapitäne habe ich einfach vom Vorgänger übernommen. Zoet ist sehr lange im Verein und noch als Torwart gesetzt. Allerdings läuft sein Vertrag aus, wie oben schon beschrieben, und seine Werte sind halt nicht so gut.

Führungswerte und Teamwork nach Alter:
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Perspektivisch könnte ich versuchen, neue Führungsspieler in Position zu bringen. Suarez und Kewal sind sehr jung, haben aber gute Werte und sind durchaus als Stammspieler vorgesehen. Gleichzeitig frage ich mich, ob 19 Jährige wirklich geeignet sind, ein Team auf dem Platz zu führen.


Herangehensweise:
Aktuell versuche ich, für's Teambuilding eine Stammelf zu entwickeln. Rotiere in den Testspielen kaum, damit die sich einspielen. Nachteil ist natürlich, dass die übrigen Spieler wenig Spielpraxis bekommen und bereits zu Beginn relativ außen vor gelassen werden. Gleichzeitig habe ich dadurch aber "organisches Wachstum" meiner Teamhierarchie?

Fragen:
- Sollte ich bereits - gerade weil die Verträge meiner aktuellen Führungsspieler nach der Saison auslaufen - neue Kapitäne ernennen und sogar die ganz Jungen dazu berufen, oder ist das zu früh?
- Gibt es andere Wege, die Hierarchie aktiv zu beeinflussen oder die Führungswerte / Teamworkfähigkeit meiner Spieler zu fördern?


« Letzte Änderung: 22.Mai 2019, 11:05:12 von LEViathan »
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Eckfahne

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #32 am: 22.Mai 2019, 20:03:41 »

Ich hab schon öfter erfolgreich junge Spieler als Kapitän eingesetzt; allerdings hatten die auch immer Führungsqualitätswerte jenseits 12, eher 14. Ich kann mich nur bei einem einzigen mal erinnern, dass ich die Rückmeldung bekommen habe, dass sich der Spieler überfordert fühlt.

Hinsichtlich Steigerung der Attribute Teamwork und Führungsqualitäten: Für ersteres gibt es einige Trainingseinheiten beim Mannschaftstraining, die lt. Beschreibung helfen sollen - ich habe aber keine Erfahrung, wie gut das klappt oder ob es auch andere Dinge gibt, die dieses Attribut verstärkt fördern.
Führungsqualität scheint bei Spielern, die (Vize)Kapitän sind, langsam automatisch zu steigen - und es gibt die Möglichkeit Spieler auf einen diesbezüglichen Kurs zu schicken (auf der Spielerübersichtsseite unverständlicherweise im ersten Reiter "Übersicht" versteckt). Zu Kosten oder Nutzen kann ich leider nichts sagen, da ich bisher immer so geeignete Spieler auftreiben konnte, die dann schnell in die Führungsrolle reingefunden haben.

Über den Charakter einzelner Mannschaftsteilgruppen mache ich mir wenig Gedanken - mitunter wechselt die Gruppenaufteilung auch einfach plötzlich mal. Natürlich ist eine professionelle Kerngruppe besser als eine ausgeglichene, aber letztlich hab ich das nur in der Hand, wenn ich schon beim Transferieren nach Charakter auswähle. Kann man machen und sollte man vielleicht auch - aber nicht bei jedem Verein und in jeder Situation kann man so wählerisch sein.

Für einen Hierachieaufstieg/-level eine Spielers scheint es eine Vielzahl von Faktoren zu geben - nach dem ich nun gerade meine 7.Spielzeit beim gleichen Verein verbracht habe und sich eine harte Kerntruppe an Spielern herausgebildet hat, sehe ich Chancen, dass ich zumindest einen Großteil auflisten kann - ich bin mal die Mannschaft durchgegangen und habe aufgetauchten grünen Pluspunkte rausgeschrieben:

- hoher Teamstatus (Schlüsselspieler > Ergänzungsspieler)
- lange Zeit beim Verein (meiner Erfahrung nach wirkt sich das ab 3 Jahren voll aus)
- gemeinsame Nationalität mit möglichst vielen Mannschaftskollegen
- gemeinsame Sprache mit möglichst vielen Mannschaftskollegen
- regelmäßige Einsätze
- gute Noten
- hohe Spielstärke
- (Vize)Kapitän
- hoher Wert beim Attribut Führungsqualitäten (unabhängig vom vorigen Punkt)

Korrespondierend gibt es für manche Dinge auch explizite Abzüge für das Gegenteil (z.B. Neuzugang, spricht Sprache nicht, unregelmäßige Einsatzzeiten)

Es kann gut sein, dass hier trotzdem noch etwas fehlt (z.B. Alter, da ich eine junge Truppe habe oder Nationalspieler usw.) Von den genannten kann man nicht alles direkt und/oder kurzfristig beeinflussen, aber sie zu kennen hilft trotzdem finde ich.
« Letzte Änderung: 22.Mai 2019, 20:06:00 von Eckfahne »
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mYro

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #33 am: 24.Mai 2019, 12:19:43 »

Zurufe während dem Spiel

Ich hatte mich hier bisher immer auf ein gelegentliches, kollektives "Konzentriert euch!" Euch beschränkt, wenn sich z.B. meine Mannen nach 3:0 Führung (fast) das 3:1 einfingen. Ein paar Spieler fühlten sich da dann auch immer zu unrecht angemotzt, insgesamt aber schien die Sache zu wirken.

Vor ein paar Minuten habe ich aber mal probiert, aber man aus diesem Feature nicht noch mehr rausholen kann, wenn man selektiver vorgeht. Ich hatte einen der seltenen Momente in dem im FM mal nicht die gefühlt "üblichen Logiken" greifen (oder vielleicht doch, weil es erklärbar scheint...) - ich habe als Tabellenführer den Drittletzten der Liga zu Hause nach allen Regeln der Kunst mit 8:1 zerlegt. Wobei man allerdings sagen muss, dass Passau sich auch nicht wie ein üblicher Abstiegskandidat hinten reingestellt hat - die sind in dieser Saison ein ziemliches Kuriosum, da sie sich die meisten Gegentore fangen, aber auch den drittbesten Angriff der Liga stellen - Torverhältnis vor dem Spiel: 36:44 nach 20 Spieltagen.

Es stand nach 26 Minuten bereits 3:0 und es zeigten sich bei zwei Spielern gelbe Körpersprache Rückmeldungen ("selbstgefällig"). Ich habe die beiden Herren zu mehr Konzentration aufgefordert - mit unterschiedlichen Erfolg. Der eine hat keine Reaktion gezeigt, der andere wechselte zumindest auf "gelassen" grün. Das beste war aber das zwei andere Spieler sich wohl indirekt angesprochen fühlten und sich plötzlich konzentrierter zeigten. Den uneinsichtigen Spieler habe ich während des ganzen Spieles im 10 Minuten Abstand immer wieder angetrieben, letztlich mit wenig Erfolg (er war dann frustriert).
Das Beste kam aber in der zweiten Halbzeit - ich habe in der 63. (da stand es 6:0, nach dem Stürmer und Rechtsaußen jeweils ihre Hattricks hatten) den linken Flügelspieler gelbbedingt gewechselt und stand nach ein paar Minuten vor dem geläufigen Problem, dass der Einwechselspieler "uninteressiert" wurde. Note 6.7 - ich habe darauf hin angesichts des Spielstandes etwas riskiert und von diesem Spieler "mehr gefordert", worauf hin er konzentrierter wurde (erneut samt zweier Mitspieler). Keine 3 Minuten später schießt er ein Tor und setze dann - nach dem der Gegner per Fernschuss den unvermeidlichen Ehrentreffer markierte - den Schlusspunkt. Beide Tore des Einwechslers waren von der Art her Gewaltschüsse und die Art wie er sich den Ball vorher schnappte sah für mich so aus, als ob die Logik war "dem Trainer zeigt ichs jetzt mal".

Mein Fazit: Auch wenn Zurufe nicht immer funktionieren, sind sie ein nützliches Mittel und der positive Effekt dürfte bei richtigem Einsatz überwiegen - auch wenn es sicher Spiele geben wird, in denen ein durch Zurufe frustrierter Spieler dann mal einen ärgerlichen Fehler fabriziert - an einen reinen Placebo-Effekt glaube ich bei den Zurufen nicht mehr, dazu funktioniert bereits die Konzentriert-Euch-Gießkannenmethode zu gut... (außerdem würde ein Placebo-Feature aus Entwicklersicht keinen Sinn machen...) Interessant find ich besonders, das gerade Einzelzurufe zum Teil doch auch Mitspieler beeinflussen (auch wenn vielleicht nur indirekt, weil diese dann von der geänderten Körpersprache des Ziels "mitgerissen" werden)


Finde auch, dass sich Zurufe oft sehr positiv auswirken (es kann natürlich, wie vieles, purer Zufall sein).

Ich mit Atalanta Bergamo gegen Lazio im Pokal:

Lazio führt mit 0:1 ab der 70. Minute und ich brülle durchgehend "nach vorne drücken" und "mehr fordern". Die Jungs sind "konzentriert", dann in der 90+2 das 1:1.
Lazio schießt in der 100. Minute das 1:2. ich brülle weiter und schieße in der 120+1 das 2:2. Leider haben dann 3 meiner Schützen ihren Elfer verschossen :(^^.

Da ich aber nicht wusste, dass sich Einzelzurufe auch positiv auf andere auswirken können, werde ich das mal probieren statt immer gleich alle anzumotzen  :P.
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LEViathan

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #34 am: 24.Mai 2019, 15:20:29 »

"Mehr fordern" sorgt grundsätzlich bei nahezu allen Spielern für höhere Konzentration, das fällt mir auch immer wieder auf. Während "Konzentriert euch" bei mir sehr oft ein Eigentor ist, weil mit Angst, Frust und Desinteresse reagiert wird. ;D

Hinsichtlich Körpersprache habe ich aktuell einen interessanten Fall: Ein 19 jähriger Tscheche, den ich kürzlich verpflichtet habe, ist laut Scoutbericht mit sehr geringem Selbstbewusstsein ausgestattet. Der spielt gut und trainiert überragend, aber sobald ich in einem Spiel ein Gegentor kassiere oder nur knappen Vorsprung habe, reagiert der mit Angst. Zurufe verunsichern den nur zusätzlich, lösen so teils Panik aus.

Für einen Hierarchieaufstieg/-level eine Spielers scheint es eine Vielzahl von Faktoren zu geben - nach dem ich nun gerade meine 7.Spielzeit beim gleichen Verein verbracht habe und sich eine harte Kerntruppe an Spielern herausgebildet hat, sehe ich Chancen, dass ich zumindest einen Großteil auflisten kann - ich bin mal die Mannschaft durchgegangen und habe aufgetauchten grünen Pluspunkte rausgeschrieben:

- hoher Teamstatus (Schlüsselspieler > Ergänzungsspieler)
- lange Zeit beim Verein (meiner Erfahrung nach wirkt sich das ab 3 Jahren voll aus)
- gemeinsame Nationalität mit möglichst vielen Mannschaftskollegen
- gemeinsame Sprache mit möglichst vielen Mannschaftskollegen
- regelmäßige Einsätze
- gute Noten
- hohe Spielstärke
- (Vize)Kapitän
- hoher Wert beim Attribut Führungsqualitäten (unabhängig vom vorigen Punkt)

Korrespondierend gibt es für manche Dinge auch explizite Abzüge für das Gegenteil (z.B. Neuzugang, spricht Sprache nicht, unregelmäßige Einsatzzeiten)

Es kann gut sein, dass hier trotzdem noch etwas fehlt (z.B. Alter, da ich eine junge Truppe habe oder Nationalspieler usw.) Von den genannten kann man nicht alles direkt und/oder kurzfristig beeinflussen, aber sie zu kennen hilft trotzdem finde ich.

Mein Co-Trainer hat in seinem Bericht zum Mannschaftsgefüge kürzlich zwei (zusätzliche) Gründe genannt:
- Verbessertes Verhältnis zum Manager
- Höheres Standing durch Berufung in die Nationalmannschaft

Ersteres gelingt ja, indem ich regelmäßig mit dem Spieler interagiere und er positiv darauf reagiert (z.B. Lob nach Training und Pflichtspiel). Auch meine ich, dass das Verhältnis zu seinem Berater ein wenig auf den Spieler abfärbt.
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LEViathan

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #35 am: 25.Mai 2019, 22:33:00 »

Habe drei Screenshots zu den Entwicklungen meines Mannschaftsgefüge gemacht.

Drei Spieler mit bereits guten Führungswerten (McCrorie, Suarez und Kewal) habe ich nochmal zusätzlich auf einen dreimonatigen Führungslehrgang geschickt. Bei den beiden Jüngsten (jeweils 20 Jahre) gab es laut Rückmeldung ein bisschen Verbesserung - ist aber bei den Attributen selbst als Steigerung nicht ersichtlich. Kewal hat, wie im dritten Screenshot zu sehen, danach jedoch den Sprung in die nächsthöhere Kategorie zum "sehr einflussreichen Spieler" im Mannschaftsgefüge geschafft. Vielleicht auch begünstigt durch einen Abgang (Ayoub wurde verliehen), aber ich denke schon, dass der Lehrgang da eine Rolle gespielt hat. Bei Suarez gab es keine Veränderung dahingehend. 

Stand: Saisonende Mai
(click to show/hide)

Stand: Vorbereitung Juli
(click to show/hide)

Stand: Saisonbeginn Mitte August
(click to show/hide)

Nachdem der Vertrag meines Torwarts und ehemaligen Kapitäns ausgelaufen ist, habe ich McCrorie dazu neu ernannt und Soares als Vize belassen. Mein Co-Trainer hat jetzt angemerkt, dass ich die Kapitäne in der Reihenfolge genau umgekehrt bestimmen soll. Ignoriere das aber erstmal.

Edit: Gibt es eigentlich noch andere Lehrgänge, die mir bisher verborgen geblieben sind, um gewisse Defizite auszugleichen? Würde beispielsweise an "psychologische Workshops" denken, die fehlenden Mut, übersteigerten Ehrgeiz oder mangelndes Teamwork "bearbeiten" könnten. Leider habe ich zwei sehr gute Spieler, die jedoch Angst vor Zweikämpfen haben und/oder niedriges Selbstvertrauen. Im letzten Fall ist mir bis auf "Loben" noch nichts eingefallen, um darauf einzuwirken.
« Letzte Änderung: 26.Mai 2019, 08:08:05 von LEViathan »
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Eckfahne

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #36 am: 26.Mai 2019, 11:18:40 »

Habe drei Screenshots zu den Entwicklungen meines Mannschaftsgefüge gemacht.

Drei Spieler mit bereits guten Führungswerten (McCrorie, Suarez und Kewal) habe ich nochmal zusätzlich auf einen dreimonatigen Führungslehrgang geschickt. Bei den beiden Jüngsten (jeweils 20 Jahre) gab es laut Rückmeldung ein bisschen Verbesserung - ist aber bei den Attributen selbst als Steigerung nicht ersichtlich. Kewal hat, wie im dritten Screenshot zu sehen, danach jedoch den Sprung in die nächsthöhere Kategorie zum "sehr einflussreichen Spieler" im Mannschaftsgefüge geschafft. Vielleicht auch begünstigt durch einen Abgang (Ayoub wurde verliehen), aber ich denke schon, dass der Lehrgang da eine Rolle gespielt hat. Bei Suarez gab es keine Veränderung dahingehend. 

Stand: Saisonende Mai
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Stand: Vorbereitung Juli
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Stand: Saisonbeginn Mitte August
(click to show/hide)

Nachdem der Vertrag meines Torwarts und ehemaligen Kapitäns ausgelaufen ist, habe ich McCrorie dazu neu ernannt und Soares als Vize belassen. Mein Co-Trainer hat jetzt angemerkt, dass ich die Kapitäne in der Reihenfolge genau umgekehrt bestimmen soll. Ignoriere das aber erstmal.

Edit: Gibt es eigentlich noch andere Lehrgänge, die mir bisher verborgen geblieben sind, um gewisse Defizite auszugleichen? Würde beispielsweise an "psychologische Workshops" denken, die fehlenden Mut, übersteigerten Ehrgeiz oder mangelndes Teamwork "bearbeiten" könnten. Leider habe ich zwei sehr gute Spieler, die jedoch Angst vor Zweikämpfen haben und/oder niedriges Selbstvertrauen. Im letzten Fall ist mir bis auf "Loben" noch nichts eingefallen, um darauf einzuwirken.

Ich wüsste nicht, dass es da etwas gibt in Form von Lehrgängen.

Teamwork lässt sich über Trainingseinheiten steigern, bei Mut funktioniert das nicht - obwohl sich das Attribut durchaus verändert: Nach Verletzungen gibt es oft üble Einbußen, sonst steigt es meist über die Zeit an (wobei ich mir unsicher bin, was genau dazu beiträgt oder ob es sich nur um Fälle handelt, in denen durch Verletzungen verlorener Mut teilweise wiedergewonnen wird). Ich bevorzuge daher wenn möglich Spieler die von Natur aus da schon einen hohen Wert haben. Die Wichtigkeit sollte man nicht unterschätzen: Besonders wenn der Spieler dazu noch aggressiv und einsatzfreudig ist hat man jemanden der auch an schlechten Tagen wenigstens kämpft, was oft schon viel wert ist.

Ehrgeiz als Hintergrundattribut ändert sich nur durch Mentoring (sei es durch Begrüßung oder Trainings-/Mannschaftsgruppeneinfluss verstärkt oder nur im normalen Rahmen innerhalb der Mannschaft), das Attribut wird aber eigentlich eher positiv gesehen - wenigstens für die Attributsentwicklung. Nervig können natürlich die Wünsche nach Spielzeit oder Transfers sein. Wenn man da "gezielt" gegen "anmentorieren" möchte, dürften Spieler mit der Beschreibung "loyal" eine gute Wahl sein. Loyalität ist zwar ein eigenes verstecktes Attribut, allerdings scheint eine positive Ausprägung hier eher mit niedrigen Ehrgeizwerten vergesellschaftet zu sein. Generell ist Mentoring als "Tutoring light" aber nicht mehr das was es mal war: Man kann hier graduell den ein oder anderen Spieler etwas Feinschliff geben, aber letztlich muss man die Weichen schon beim Scouting und den Transfers stellen.
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Magic1111

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #37 am: 27.Mai 2019, 11:24:23 »

Drei Spieler mit bereits guten Führungswerten (McCrorie, Suarez und Kewal) habe ich nochmal zusätzlich auf einen dreimonatigen Führungslehrgang geschickt.

Wann schickst Du die Spieler (Sommer/- Winterpause?), und wovon machst Du die Auswahl abhängig, welche Du schickst (ab welcher Höhe der Führungswerte)?
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LEViathan

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Re: Team, Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #38 am: 27.Mai 2019, 14:37:50 »

Habe sie vor dem letzten Saisonspiel los geschickt, um die längere Sommerpause zu nutzen. Da während eines Lehrgangs kein individuelles Training möglich ist, wäre mir die Winterpause zu kurz.

Habe ich geguckt, welche Spieler in meinem Kader mittelfristig als neue Führungsspieler aufgebaut werden sollen. Führungswerte waren hier 15, 14 und 14, also bereits hoch. Der 15er, McCrorie, sollte ab der nächsten Saison mein neuer Kapitän werden, da hatte ich mir nochmal einen kleinen Boost erhofft. Die 14er, Suarez und Kewal, sind beide mit 20 Jahren sehr jung, da hatte ich auf Lernfähigkeit gesetzt. Andere Aspekte bei der Auswahl waren zudem "Stammplatz" als Status, "Konstanz" und "Steigerung bei wichtigen Spielen" als versteckte Attribute. Dadurch sind andere mit 13er und 14er Führungswerten durch's Raster gefallen.

Allerdings heißt der Lehrgang ja, wie ich anschließend in der Mail feststellen musste, "Vom Mitläufer zum Leitwolf" - vielleicht ist es gar nicht so sinnvoll, Spieler zu schicken, die bereits über hohe Führungswerte verfügen. Das müsste mal getestet werden. Möglicherweise verspricht es mehr Erfolg, wenn die Spieler in der Kategorie nur bei 5-10 liegen.

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Tankqull

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Re: Dynamiken und Interaktionen
« Antwort #39 am: 27.Mai 2019, 17:06:12 »

Hat jemand andere Erfahrungen gemacht?

Nein, bei mir das Gleiche.

Gehe sogar ab und zu die Mannschaftsübersicht durch und zähle, dass ich auch nur 11, höchstens 12 Spielern den Status "Stamm- oder Schlüsselspieler" zugewiesen habe. Und zwar die, die sich als meine Stammelf herausgestellt hat. Alle "überzähligen" werden auf Rotationsspieler herabgestuft.

Es erfolgt daraufhin keinerlei Reaktion.
Warum auch? Der Spieler hat in seinem Vertrag stehen Schlüsselspieler, du stufst ihn für dich intern herab davon weis er erstmal nichts und ist ihm auch egal, relevant wirds erst wenn er für seinen Geschmack nicht ausreichend Spielzeit erhält oder eine Vertragsverlängerung ansteht die dein DoF aushandelt und seine Gehaltsvorstellungen ausserhalb der, von dir eingestellten, Rollen-Grenze liegen.
« Letzte Änderung: 27.Mai 2019, 17:11:31 von Tankqull »
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