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Autor Thema: [FM 20 bis 24] Lavayeuxs Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers  (Gelesen 335660 mal)

Noergelgnom

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money for nothing

2. Division, Winter 2045, Valby/Kopenhagen




"Handelsblatt", Deutschland

Zitat
Es war DER Aufreger des letzten Sommers: Der Getränkehersteller Red Bull zündet die nächste Eskalationsstufe im Fussballzirkus und bezahlt zwei Trainer dafür, sich öffentlich und über Landesgrenzen hinweg über die Frage zu duellieren, wer von ihnen denn nun der bessere Übungsleiter ist?
Gerard Lavayeux - leidlich bekannt als derjenige, der erst Royal Antwerpen in Belgien und dann Real Saragossa in Spanien zu nationalen (und im Falle Saragossas auch zu internationalen) Titeln führte - und Hannes Ringlwadl, dem einen oder anderen durch seine Kommentatorentätigkeit beim österreichischen Fernsehen bekannt, wurden per Losverfahren zwei unterklassige Vereine zugewiesen, bei denen sie den Beweis ihrer Fachkompetenz liefern sollten.

Dass die Sinnhaftigkeit dieses 'Wettkampfes' aus mehreren Gründen vom Start weg angezweifelt werden mußte, ist wohl offensichtlich.
Der eine (Lavayeux) bekam durch die Online-Abstimmung (!) mit dem Boldklubben Frem aus Kopenhagen einen zwar geschichtsträchtigen, aber heutzutage eher unbedeutenden und vor allem finanziell beschränkten Club zugelost - einen Verein, dessen Gesamtbudget für die Drittligasaison bei etwas unter einer halben Million Euro lag.
Der andere (Ringlwadl) wurde nach Mittelitalien versetzt, zum dortigen Serie-C-Vertreter Ascoli Calcio. Nicht nur, dass dessen gesamte Infrastruktur auf einem völlig anderen Level ist - auch die finanziellen Voraussetzungen sind nicht vergleichbar. Acht Millionen Euro soll das Budget gerüchteweise betragen.

Blenden wir diese Voraussetzungen aus, bleiben dennoch etliche Ungereimtheiten und Fallstricke, die bisher weder von Red Bull noch von den beteiligten Trainern ausgeräumt werden konnten. Nur als ein Beispiel: der Konzern untergräbt mit der direkten externen Finanzierung von Übungsleitern, die sich beide Clubs wahrscheinlich nicht so ohne weiteres hätten leisten können, die Integrität zweier nationaler Sportwettbewerbe. Inwiefern läßt sich das eigentlich mit dem jeweiligen Financial-Fairplay-Regelwerk vereinbaren?

Eine Frage, die auch die Konkurrenzvereine in den beiden Ligen umtrieb.
Und die schlussendlich zu einem noch immer schwebenden Verfahren in Dänemark führte. Der Aufstiegsfavorit Hellerup IK legte im Februar offiziell Beschwerde beim dänischen Fussballverband gegen den Ligakonkurrenten BK Frem Kopenhagen ein. Die Vorwürfe: Vorteilsnahme, Verstoss gegen das Financial Fairplay und Wettbewerbsverzerrung. Indirekt sitzt hier natürlich auch Red Bull mit auf der Anklagebank - und das dürfte den Österreichern gar nicht schmecken, ist es doch das genaue Gegenteil der positiven Publicity, die sich der Konzern so sehnlich wünscht. Seit Jahrzehnten stehen die Salzburger europaweit in der Kritik, weil ihre Methoden (u.a. Lizenzkauf, verdecktes und offenes Sponsoring bis an die absoluten Grenzen des im nationalen Sport- und Wettbewerbsrecht Erlaubten sowie das gesamte Red-Bull-Multi-Club-Geflecht) bei vielen Fans auf klare Ablehnung stossen.

Die Frage muss natürlich erlaubt sein: wer bei Red Bull war der Meinung, dass ein Showevent wie die "Red Bull Coaching Challenge" geeignet sei, dieses negative Konzernimage zu verbessern?
Die Antwort liegt seit gestern auf der Hand - denn der "Head of Eventmarketing" Manuel Pfandsky wurde gestern beurlaubt, ein unerwarteter Vorgang, der von Red Bull lediglich mit einer kurzen Mitteilung begleitet wurde. Man danke Pfandsky für die geleistete Arbeit und wünsche ihm alles Gute. Weniger Wertschätzung geht im Firmenjargon kaum.
Insider, die den geschassten Manager und die Umstände des Zustandekommens der "Challenge" kennen, flüstern hinter vorgehaltener Hand, dass hinter beidem - Event und Manager - ein handfester Skandal lauere. Denn Pfandsky sei dem Initiator der Challenge, dem bereits erwähnten Hannes Ringlwadl, noch einen nicht näher bezeichneten "Gefallen" schuldig gewesen und sei deswegen womöglich voreilig auf dessen Vorschlag eingegangen.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch die reinen wirtschaftlichen Zahlen, die die "Challenge" liefern sollte, bisher so gar nicht erreicht werden. Red Bull hatte mit viel (vor allem finanziellem) Aufwand einen Streamingkanal aus dem Boden gestampft, der etwa eine halbe Million täglicher Klicks benötigt hätte, um halbwegs profitabel zu arbeiten. Davon ist man bisher weit entfernt - nach den ersten beiden Wochen, als klar war, dass der tägliche "content" an den meisten Tagen problemlos in einer WhatsApp-Statusmeldung Platz hat, sank die Klickzahl erst unter 50.000 und zuletzt gar unter 5.000 Klicks am Tag, Tendenz weiter sinkend.

Aus Kopenhagen hört man underdessen, dass Red Bull einen ersten informellen Vorstoß unternommen haben soll, in aller Stille einen Vergleich mit Hellerup IK zu finden und sich aus dem auf mehreren Ebenen desaströsen Projekt zurückzuziehen.
Was das für die Challenge bedeutet, ob einer oder beide Trainer dann ebenfalls das Handtuch werfen und ob Red Bull überhaupt so leicht aus dem Vertrag aussteigen kann, der dem Gewinner der Challenge unter bestimmten Bedingungen schließlich die exorbitante Summe von zehn Millionen Euro einbringen könnte - das steht naturgemäss zur Zeit in den Sternen.

In all diesen Wirren geht nahezu unter, dass beide Übungsleiter rein sportlich betrachtet durchaus erfolgreich arbeiten.
Ringlwadls Ascoli-Team kämpfte sich bis in die vierte Runde des Aufstiegsplayoffs vor, wo man dann knapp und eher unverdient gegen Crotone den Kürzeren zog.
Und BF Frems Saison ist eine veritable Sensation. Der in den Abstiegsplyoffs erwartete frühere Meister feierte bereits am fünften Spieltag der Aufstiegsrunde Aufstieg und Meisterschaft, mit lediglich 4 Niederlagen und 72 Punkten stellte Lavayeuxs Team zudem gleich zwei Rekorde in der 2. Division auf.

Was dieser Aufstieg wert ist und ob Lavayeux auch in der nächsten Saison - dann in der NordicBet Liga, der zweithöchsten dänischen Spielklasse - noch an der Seitenlinie stehen darf, bleibt abzuwarten.


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Na das entwickelt sich doch ganz großartig  :D Glückwunsch zur starken Debütsaison, ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Und wie Hannes zweites Jahr so läuft  >:D
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...und der Teufel schickt uns einen Kuss, wir haben von alledem gewusst!

Noergelgnom

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lady in black

Valby/Kopenhagen, Sommer 2046, 1. Division



"Gerard, eine Frage bitte?"
Der vergleichsweise junge Mann, der sympathischerweise eine Kapuzenjacke mit dem Logo einer dänischen Death-Metal-Band spazierenträgt, hält mir ein Diktiergerät unter die Nase, als ich eines schönen Junimorgens gerade aufs Vereinsgelände eilen möchte.
Ich unterdrücke einen Seufzer (eigentlich habe ich grad gar keine Zeit, bin schon spät dran, gleich ist Strategiemeeting), bleibe stehen und nicke dem mir fremden Mann zu.
(Diese Angewohnheit, sich gegenseitig mit Vornamen anzusprechen, auch wenn man sich gar nicht kennt, war eine herbe Umstellung für mich. So langsam kann ich damit umgehen, wenn andere das bei mir tun - aber meinen eigenen Reflex, den jeweiligen Nachnamen meines Gegenübers zu benutzen, habe ich bisher nicht mal im Ansatz verdrängen können.)
"Natürlich, fragen Sie ruhig."
"Red Bull hat sich ja nun offiziell aus dem Sponsoring Ihrer  Trainertätigkeit - und der Ihres Kontrahenten - zurückgezogen. Ändert das Ihre Pläne oder werden Sie Coach bei Frem bleiben?"
Ich bringe kurz meine zuckenden Mundwinkel auf Linie, dann antworte ich: "Dazu kann ich nur das gleiche sagen, was ich seit meinem Dienstantritt hier schon mehrfach gesagt habe - ich bin nicht hier, weil ich das Geld von Red Bull haben wollte. Ich habe Hannes Ringlwadls Herausforderung aus rein sportlichen Gründen angenommen - und an diesen sportlichen Gründen hat sich ja überhaupt nichts geändert. Also ja: selbstverständlich bleibe ich Coach beim BK Frem. - Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen würden, ich habe einen dringenden Termin einzu..."
Der Fremde schaltet sein Diktiergerät aus, nickt und drückt mir mit seiner freien Hand eine Visitenkarte in die Hand.
"Natürlich. - Wenn Sie lokal verwurzelten Journalismus unterstützen möchten, würde ich mich bei Gelegenheit sehr über einen kurzen Anruf von Ihnen freuen. Nur, wenn Sie Zeit haben, natürlich."
Dann eilt er davon und ich bleibe mit mehreren Fragen und einer Visitenkarte in der Hand zurück.
Ein kurzer Blick auf das kleine Stück Papier beantwortet aber immerhin schonmal mindestens eine dieser Fragen, denn neben dem Namen prangt auch ein Konterfei...

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"Lars Jensen, Dagbladet Information" steht neben dem Bild, zusammen mit einer Telefonnummer, e-mail-Adresse und gefühlt einem dutzend mehr oder minder unwichtiger social media apps.

'Ach sieh an', denke ich mir so. Mein Gesprächspartner von eben arbeitet also bei "Information", wie die Dänen den Namen dieser Tageszeitung meist abkürzen.
Ziemlich linkes Blatt, das - obwohl lange nicht mehr so weit links wie noch zu Beginn der Achtziger des letzten Jahrhunderts. Schon seit jeher im Selbstverständnis unabhängig (vor allem von Parteien), ist "Information" inzwischen am ehesten als Sprachrohr der auch in Dänemark erstarkten Umwelt- und Klimabewegung zu verorten.

Aber selbstverständlich hat auch diese Zeitung ein Sportressort. Wenn ich mich recht erinnere, sitzen auch ab und zu Reporter von denen bei uns in den Spieltags-PKs.
Jensen hab ich allerdings noch nie gesehen, muss ich gestehen.
Na, vielleicht ruf ich ihn wirklich die Tage mal an...
Aber jetzt muß ich erstmal los - und ein Blick auf meine Uhr belehrt mich, dass ich sogar ganz ganz dringend los muss, denn es ist 9:02 Uhr!
Termin ist um neun.
'Super, Gerard', maule ich mich innerlich selbst an, während ich loshaste.
'Zum ersten Meeting der neuen Saison gleich mal zu spät kommen, echt professionell.'


Wie sich herausstellt, ist die Verspätung sogar noch ein bißchen peinlicher als ich das befürchtet habe...
Als ich nämlich endlich in den zweiten Stock des Vereinsgebäudes hoch- und den heute erstaunlich langen Flur entlanggehastet und vor der Tür des Meetingraums angekommen bin, die vier fürs Grundlegend-wieder-zu-Atem-kommen nötigen Schnaufer getätigt und nach kurzem Anklopfen die Tür aufgezogen habe, blicken mich nicht die erwarteten drei, sondern vier Augenpaare an.

"Schön, dass Du es einrichten konntest, Gerard", begrüßt mich Präsident Skjellerup mit einem leicht ironischen, aber glücklicherweise nicht genervt wirkenden Grinsen. "Setz Dich, Du kommst gerade rechtzeitig."

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Während ich eine Entschuldigung halb murmle und halb stammle, laufe ich zu dem einen noch freien Platz am Tisch, wozu ich an allen anderen (den obersten Chef mal ausgenommen) vorbei muß:

Als erstes an unserem Sportdirektor Mads Høi, einem blonden Enddreißiger, der an schlechten Tagen wie aus dem Ei gepellt aussieht und über den man sich auf dem Flur das Gerücht erzählt, dass er den Job nur vorübergehend macht - früher oder später würde er sowieso ins Model business zurückkehren. Und ganz ehrlich. rein optisch und stiltechnisch würde ich das sofort glauben, wenn ich ihn nicht schon ein Jahr lang kennen würde.
Er selbst war es, der mir relativ zu Anfang von diesem Gerücht erzählt hat - dabei hat er sich vor Lachen fast verschluckt.
"Die Leute denken sich einen Mist aus, wenn der Tag lang ist! Richtig ist, dass ich während meines Sportmanagement-Studiums ein paar Euro mit Modephotos verdient habe. Aber das war ein scheiß Job, den ich nie im Leben längerfristig aushalten würde! Neenee, ab und zu mal einen neuen Anzug in den Vereinsfarben kaufen und mir selber im Spiegel zunicken reicht mir - hier bei Frem hab ich viel mehr Spaß."

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Der nächste in der Runde ist mein Co, Mads Rejnhold.
Auch er ein Däne, natürlich - bis auf das luxemburgische Landei, das aufgrund einer Wette mit einem österreichischen Gernegroß hier angeheuert hat, kommen alle Vereinsangestellten aus Kopenhagen oder zumindest aus der näheren Umgebung.
"Co-Mads" ist ein bißchen jünger als sein Namenvetter auf dem Sportdirektorenstuhl - und deutlich legerer glekleidet ist er auch.
Ich hab ihn sehr schnell schätzen gelernt - auf fachlicher wie auch auf menschlicher Ebene ist er ein wirklicher Gewinn!

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Tja, und dann wäre da noch dieses bereits erwähnte Paar unbekannter Augen. Diese Augen gehören in ein leider sehr hübsches Gesicht, mit dem ich so überhaupt nicht gerechnet hätte in diesem Meeting.
Nicht, dass ich die Dame kennen würde - weit gefehlt.
Aber dass außer dem Doppel-Mads und Martin noch jemand zum Meeting kommen würde - und dass es dann auch noch ein derart attraktiver Zuwachs sein würde - hat mir natürlich wieder mal keiner gesagt.

Während ich - begleitet von ihrem irritierend ironischen Lächeln und mit erstaunlich wackligen Knien - zu meinem Stuhl wanke, höre ich Martin sagen: "Das ist übrigens Karoline, unsere Technische Direktorin und ab sofort auch Jugendabteilungsleiterin."

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Mein Gesicht muß die Frage, die mir durch Kopf schießt, wohl überdeutlich preisgeben, denn Martin beginnt zu schmunzeln.
"Kannst Du natürlich nicht wissen, Gerard - Karoline ist bereits seit vier Jahren in dieser Funktion für uns tätig. Sie war in der letzten Saison nur ... verhindert, weswegen sich Mads und Mads in ihre Aufgaben geteilt haben."
Das kurze Zögern in seiner Stimme läßt mich vermuten, dass ich dazu wohl besser erstmal keine Nachfrage stelle.

Das Meeting ist ansonsten gar nicht mal sooo lang, eigentlich geht es ja dabei nur erstmal darum, die Dinge auf die Agenda zu bringen, die in der Vorbereitung auf die neue Saison wichtig sind.
Und da meine Rolle ja auch weiterhin - Red-Bull-Geld hin oder her - ausschließlich darin besteht, mit dem Co-Mads zusammen kurz unsere gewünschte Taktik zu umreißen, sind wir beide sogar noch viel schneller wieder aus dem Meeting raus.
Die anderen drei stecken drin noch etwas länger die Köpfe zusammen.

Das gibt mir die Gelegenheit, bei meinem Co mal unauffällig nachzufragen, wer ... ich komme gar nicht dazu, auch nur den Gedanken zuende zu denken (geschweige denn, meine Subtilität unter Beweis zu stellen), denn sobald wir auf der Treppe zum ersten Stock sind, legt mir Mads die Hand auf den Arm.
"Ein guter Rat unter Freunden, Gerard. Karoline schägst Du Dir am besten sofort wieder aus dem Kopf."
"Äh... wie, was?" Ich bin völlig überrumpelt.
"Ach komm, Du hast sie die ganze Zeit angegafft wie ein liebeskranker Dackel." Er kichert kurz, wird aber sofort wieder ernst.
"Ich mein das ganz ernst: versuchs am besten gar nicht erst."
"Hm ... und warum?"
"Weil sie nach dem, was letztes Jahr passiert ist, wahrscheinlich sowieso erstmal keine Ambitionen hat ... aber viel wichtiger: weil sie ihren Mädchennamen wieder angenommen hat. Und der lautet Skjellerup."
"Ist sie ... seine Schwester?"
Mads nickt nur.
"Und ... äh ... was ist letztes Jahr passiert?"
"Das werd ICH Dir bestimmt nicht erzählen, das steht mir nämlich gar nicht zu. Und wenn ich DU wäre, würd ich SIE nicht danach fragen."
Na großartig!



Den Rest des Weges zum Trainingsplatz laufen wir schweigend nebeneinander her, aber einmal dort angekommen, sind wir dann doch recht schnell wieder im Trainermodus und beginnen mit der Detailarbeit zu der Grundidee, die wir vorhin im Meeting dargelegt hatten.

Es sollen grundsätzlich zwei Standardtaktiken trainiert werden, die sich leicht auch iwährend eines Spieles ineinander überführen lassen und die uns hoffentlich ein stabiles Grundgerüst liefern, mit dem wir das Abenteuer NordicBet angehen können.


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Und ansonsten heißt es erstmal warten, was Anzug-Mads an Spielern verpflichtet - Bedarf wär genug, allein äußern darf ich ihn nicht ....


Ach ja, die Registrierungsregeln für die zweite und erste Liga kommen mir aus den Europapokalen mit Antwerpen und Saragossa sehr bekannt vor - wenn wir es jemals mit Frem nach Europa schaffen, müssen wir uns wenigstens nicht an zwei komplett verschiedene Regelsets für den nationalen und den internationalen Wettbewerb halten.

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Aber das ist noch nichtmal Zukunftsmusik, das sind ungelegte Eier.
Sehen die Journalisten mehrheitlich genauso - wir werden von allen wichtigen Sportjournalisten des Landes auf den letzten Platz getippt.
Mal sehen, ob wir da zB durch die hoffentlich erfolgenden Zugänge noch was dran ändern können.

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Auf geht‘s Frem. Auf geht‘s Gerard. Diesmal bei dem Mädel nicht so trödeln.  >:D
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Valby/Kopenhagen, Vorrunde 2046/47, 1. Division


Der Anruf bei Lars Jensen ist eine wirklich angenehme Erfahrung, kann ich nicht anders sagen - und das hat gleich mehrere Gründe.
Erstens stellt sich der junge Nachwuchsjournalist als Frem-Sympathisant heraus, zweitens erweist er sich als sehr reflektierter und höflicher Zeitgenosse - das erbetene Gespräch dient nämlich dazu, mir mitzuteilen, dass er ab dem 01.07.2046 die Verantwortung für die Frem-Berichterstattung im "Dagbladet Information" übernehmen wird.
Keine überwältigende Neuigkeit - aber er fragt in diesem Zusammenhang doch allen Ernstes nach meinen (bzw den Club-)Wünschen bezüglich seiner Tätigkeit. Konkret möchte er wissen, ob es in Ordnung wäre, wenn er zukünftig an Spieltagen vor und nach der Partie kurz mit der Mannschaft und mit uns sprechen können ("jeweils zwei, drei Minuten, mehr brauch ich nicht!"), wenn ja, wann uns das am besten passe und wenn nein, ob wir alternative Vorschläge hätten.
Ich bin ein bißchen perplex - solche Fragen hat mir bisher kein Journalist gestellt!

Nachdem ich meine Überraschung überwunden habe, einigen wir uns aber rasch darauf, dass Lars (jaja, nach zehn Minuten Gespräch nenne ich ihn nun auch beim Vornamen...) mit uns (als Co-Mads oder mir) vor dem Gang in die Kabine und direkt nach dem Schlußpfiff sprechen kann, dass die Spieler vor dem Spiel allerdings tabu sind.

Und auf seine andere Frage - ob er nämlich eine "Akkreditierung" (huch, was?!) für die Pressetribüne im Valby Idrætspark bekommen kann - gibts natürlich nur eine Frage, nämlich ein "Ja, klar!". Muß ich nur meinem Präsidenten noch beibringen. Aber ich bin zuversichtlich, dass er ein gutes Verhältnis zur Presse genauso wichtig findet wie ich.

Danach plaudern wir noch kurz über seinen (und meinen) exquisiten Musikgeschmack und verabschieden uns schließlich in dem Wissen, dass es nicht lange dauert, bis wir uns wieder sprechen - die ersten Vorbereitungsspiele für die neue Saison finden schließlich bereits in zwei statt ...


Das heißt natürlich auch, dass die Kaderplanung mit Hochdruck vorangetrieben wird. Anzug-Mads und Karoline geben sich im Verbund alle Mühe, eine Mannschaft zusammenzustellen, die einerseits genügend Spieler aus dem eigenen Nachwuchs enthält (um die home-grown-Regeln einzuhalten), die andererseits genügend Qualität aufweist, um das Saisonziel "Nichtabstieg - egal wie!" zu erreichen und die darüberhinaus auch eine ordentliche Kadertiefe aufweist.

Ich würde dabei ja gern helfen - vor allem würde ich unserer Jugendabteilungsleiterin ja wirklich gern dabei helfen, die Jugendspieler zu sichten und diejenigen auszuwählen, die in der Herrenmannschaft mittrainieren dürfen, ahem.
Aber erstens darf ich nicht, zweitens braucht sie augenscheinlich keine Hilfe und drittens ist unser Verhältnis bisher derart professionell-unterkühlt, dass ich mich bereits nach wenigen Tagen frage, ob ich ihr wohl unabsichtlich irgendwie auf den Schlips getreten bin (den sie selbstverständlich überhaupt nicht trägt).
Dass mir inzwischen aufgefallen ist, wieso mir ihr Gesicht von Beginn an so bekannt vorkam, hilft mir übrigens überhaupt nicht - den sie erinnert mich fataler- (und peinlicher-)weise an eine gewisse andere Dänin, von der ich mal in einer gewissen Geschichte geschrieben habe.
Sogar ihr Lachen klingt so, wie ich mir das bei Svea vorgestellt habe!
Gemeinerweise lacht sie jedoch immer nur dann, wenn ich nicht im gleichen Raum bin.
Wenn wir mal ein paar Worte wechseln, geht es immer ausschließlich um die Arbeit, es ist immer bierernst und Karoline ist immer perfekt höflich. Und distanziert, aber sowas von distanziert!
Zum Mäusemelken ist das!

Da hilft wie so oft nur eins – ablenken!
Dem Mann von Welt (und auch dem aus der Provinz, dem Dorf oder dem Wald) stehen dafür traditionell mehrere Optionen zur Verfügung: Alkohol, Schlägereien (gern in Verbiundung mit Alkohol), andere Frauen ... oder Arbeit.

Ich trinke nicht, ich verabscheue Gewalt, dank meiner unterentwickelten-Don-Juan-Drüse kenne ich gar keine anderen Frauen ... das engt die Auswahl natürlich etwas ein, läßt mir aber immerhin eine gangbare Möglichkeit.

Und so kommt es, dass die Vereinsangestellten des Boldklubben Frem Kopenhagen in den Wochen vor dem Saisonstart einen Gerard erleben, der morgens stets als Erster da ist und abends auch dann noch nicht nach Hause gehen mag, wenn die Sonne längst unter- und das Licht im Vereinsheim ausgegangen ist.
"Nach hause" klingt sowieso größer und erhabener als sich die Realität darstellt – denn da ich es ja von Anfang abgelehnt habe, das Phantasiegehalt von Red Bull anzurühren (das setzt auf einem Festgeldkonto gemütlich den einen oder anderen Cent Zinsen an), wohne ich in einer winzigen Ein-Zimmer-Mansarden-Wohnung in der Rossinisvej, keinen Kilometer Luftlinie vom Stadion im Idrætspark entfernt und gleich um die Ecke vom Vermieter dieses kleinen Schmuckstücks.

Oder besser: von der Vermieterin. Jaja, ich habe gelogen: ich kenne tatsächlich DOCH eine Frau hier.
Sie ist irgendwo zwischen 50 und 60, führt den Pub namens "Fremforalt" an der Ecke Spontinisvej/Hammelstrupvej und vermietet "nebenbei" drei Wohnungen, die praktischerweise gleich um die Ecke liegen – und eine davon eben an mich.
Erstaunlich presigünstig, möbliert war das Zimmer auch – und dank der engagierten Vermittlung meines Präsidenten Martinkonnte ich das neue Domizil nach nur 2 Tagen im Hotel bereits beziehen.
Gut, im Nachhinein stellte sich dann heraus, dass Laja (die der Bedeutung ihres Namens – nämlich "die Redegewandte" - wirklich alle Ehre macht!) Martins Tante ist.
Oder seine Cousine. Oder die Schwippschwägerin, Großcousine, Schwiegerenkelin oder Erbbase. Irgendwas in Richtung "bucklige Verwandtschaft" halt. (Wobei ich "Enkelin", in welcher konkreten Ausprägung auch immer, mal ausschließen möchte. Für 20 geht sie wirklich nicht mehr durch.)
Na jedenfalls erklärt sich so, warum Martin so schnell und so erfolgreich bei der Wohnungssuche war.... so bleibt ja die Miete, die ich zahle, in der Familie.

Und außerdem muss ich aufpassen, dass ich meiner Vermieterin gegenüber nicht zu laut über den Verein und dessen Führungsetage meckere, sollte ich dazu mal Anlaß verspüren.

Egal, ich schweife ab.
Der arbeitswütige Gerard, in den ich mich aus Gründen gewünschter Distraktion von der Realität meines (Nicht-)Beziehungslebens zeitweise verwandle, gibt wirklich alles, damit die Rückkehr des BK Frem auf die "große" Bühne der NordicBet Liga kein kurzes Gastspiel, sondern der Start einer erfolgreichen Renaissance des Vereins wird.

Und auch wenn die anderen Verantwortlichen es schaffen, ihre Arbeitszeiten gesundheitsförderlicher zu gestalten (und eben nicht 70, sondern lediglich 40-50 Stunden pro Woche auf dem vereinsgelände zu verbringen), haben wir zum Saisonstart dennoch eine erstaunlich schlagkräftige Truppe am Start.
Klar, wir sind weiterhin in den Saisonerwartungen der Absteiger Nummer eins - aber das spricht eigentlich eher gegen die Fachkompetenz der MMs (Medienmitarbeiter) als gegen die Qualität in der Mannschaft.
Von den Aufstiegshelden sind 18 noch da (darunter natürlich Kapitän Ingvardsen oder Rechtsaußen Lund Larsen), andere sind weitergezogen, weil unsere Gehaltsangebote ihren Vorstellungen aber mal so gar nicht entsprachen.
Mads H. und Karoline nutzen die Abgänge, um in OFrm der "Ersatz"leute das generelle Niveau des Kaders peu a peu zu heben - allerdings tun sich das gleiche gezwungenermaßen auch mit den Kaderkosten.
Die steigen im Laufe des Spätsommers auf fast 800.000 Euro an, das ist eine ziemlich heftige "Teuerungsrate".
Als ich in einem Meeting die (mir eigentlich nicht zustehende, weil nicht in den Bereich des Trainings fallende) Frage äußere, ob sich das eigentlich mit den Vereinsfinanzen verträgt, erhalte ich die beruhigende Antwort, dass in der NordicBet im Laufe eines Jahre fast 1,3 Millionen Euro "Teilnahmegelder" fließen, die in 3 Tranchen im September, März und Juni gezahlt werden, die Finanzen sehen also super aus.

Das beruhigt mich wie gesagt - auch deswegen, weil eine meiner liebsten "Überraschungseinnahmequellen" (Pokalspiele nämlich) hier bestenfalls ein paar Cent extra einbringen - die Qualifikation für eine vierte Runde zum Beispiel belohnt die DBU mit der exorbitanten Summe von 2411,34€.
Nein, das Komma ist nicht verrutscht.

Finanzen sind zum Glück nichts, womit ich mich ernsthaft beschäftigen muss - ich konzentriere mich mit Mads R. aufs Sportliche, sollen die Damen und Herren Vorstände den Rest mal unter Kontrolle halten.


Die Saison beginnt mit einem Auswärtsspiel in Hellerup - also das Aufsteigerduell und eines der Spiele, die wir idealerweise gewinnen sollten, wenn wir das heimliche Ziel "obere Tabellenhälfte" (und damit AUF- statt ABstiegsrunde) erreichen wollen.

Wir fahren also in den Nordosten Kopenhagens, wo der Hellerup IK sein Stadion hat, schlagen den Gastgeber nach kurzer Anlaufphase souverän mit 4:2 und fahren beschwingt wieder heim.


Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen

Der BK Frem hat eine erfolgreiche Rückkehr in die NordicBet gefeiert. Beim Mitaufsteiger Hellerup IK zeigte die Mannschaft eine phasenweise beeindruckende Leistung und gewann auch in dieser Höhe völlig verdient mit 4:2.
Das Spiel war, so Gästetrainer Lavayeux nach dem Abpfiff, 'phasenweise noch zu vogelwild, aber grundsätzlich eine sehr gute Basis, auf der wir weiterarbeiten können.'

Das schönste Tor des Tages - und ein guter Kandidat fürs Tor des Monats schoß Gästestürmer Patrick Friis, der eine Flanke des eingewechselten Frey am linken Strafraumeck volley nahm und zum zwischenzeitlichen 4:1 verwandelte.

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Dann ist Heimpremiere - gegen Kolding IF wollen wir natürlich die nächsten drei Punkte. Und die holen wir uns auch - und wie!

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Das erste Zweitliga-Heimspiel des BK Frem seit drei Jahren geriet zu einer unerwarteten, aber von den Fans im gutgefüllten Valby Idrætspark frenetisch gefeierten Machtdemonstration. Mit 4:1 besiegten die Hausherren die Gäste von Kolding IF - ein Sieg, der auch in dieser Höhe völlig verdient war.
Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine sehr einseitige Partie, die Frem-Cotrainer Mads Rejnhold sehr lapidar, aber auch sehr treffend folgendermassen beschrieb: 'Die Mannschaft hat exakt das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wollten von Beginn an Dominanz im Mittelfeld und schnelle Pässe in die Spitze, gerade letzteres  ist den Jungs mehrere Male herausragend gelungen.'

Symptomatisch dabei das Führungstör, als der Ball mit nur fünf Ballkontakten von Linksverteidiger Jørgensen zu Rechtsaußen Lund Larsen gelangte, der sich am Elfmeterpunkt nicht zweimal bitten ließ und mit einem platzierten Schuß ins rechte Eck die Führung erzielte.

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Nachdem der Ligastart so gut gelungen ist, wollen wir nun natürlich auch im Pokal eine gute Figur abgeben.
Und nicht nur das - beim Viertligisten Væggerløse ist ein Weiterkommen eigentlich Pflicht.
Wir rotieren also nur sehr dosiert (Arenshoj darf für Thomsen starten) und schicken ansonsten die beste verfügbare Elf auf den Platz.

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Der Pokalaufgalopp erwies für BK Frem als eine Art lockeres Trainingsspiel, das bei mehr Konzentration vor dem Tor durchaus auch zweistellig hätte ausfallen können. Thomsen-Ersatz Arenshoj betrieb mit seinem Viererpack eindrücklich Werbung in eigener Sache.

Frem-Trainer Lavayeux meinte nach dem Spiel zur Rangordnung im Sturm: 'Wir entscheiden so etwas nicht nach den Eindrücken eines einzelnen Spiels - aber Klaus hat es heute absolut überragend gemacht und gezeigt, dass er mit seiner Luftpräsenz eine verläßliche Option bei extrem tiefstehenden Gegnern sein kann. Wir sind sehr froh, einen derart breiten Kader zur Verfügung zu haben.'

In diesem Kader steht der von Erstligst Hvidovre geliehene Kusk Petersen nach einem heftigen Foul und einer dabei erlittenen Muskelruptur erst einmal nicht mehr zur Verfügung. Lavayeux wollte sich zur Frage eines eventuellen Leihabbruchs nicht äußern, man warte erst einmal die Ergebnisse der Untersuchung ab.'

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Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
B Frem hat einen bereits sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben und damit die Tabellenführung in der NordicBet Liga verloren. Trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung reichte es für die Mannschaft des Luxemburger Trainers Gerard Lavayeux am Ende nur zu einem - gar schmeichelhaften - 3:3 bei HB Køge.

Gästestürmer Arenshoj, der nach seinem Hattrick im Pokal diesmal einen Doppelpack beisteuert, war nach dem Spiel entsprechend frustriert und sagte, dass man 'dann auch einfach mal konzentriert bleiben muß!'
Wen er mit dieser Kritik meinte, wollte er auch auf Nachfrage nicht preisgeben, es ist allerdings unschwer zu erraten, dass sich zumindest Innenverteidiger Ødegård angesprochen fühlen sollte, der vor den beiden Gegentoren in der 61. und 78. Minute jeweils folgenschwer patzte.

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Die Mannschaftssitzung am Tage nach dem Spiel wird etwas unkuschelig - denn so sehr ich Arenshojs Frust verstehen kann, ich werde nicht dulden, dass sich Spieler in der Öffentlichkeit gegenseitig angehen.
Sowas klären wir gefälligst intern!
Dauert nur 5 Minuten, bis Arenshoj das auch einsieht und um Entschuldigung bittet.
Wird angenommen, Sache erledigt.
Gut so!

Das Training ist mir dann fast schon zu harmonisch - vielleicht wollen die Jungs mir beweisen, wie lieb sie sich haben? Ich beschließe, dass ein kleines Trainingsspiel samt Bonusanreiz das Spannungslevel wieder heben soll.
Wir beenden den Trainingstag daher mit einem Spiel zwischen Stammelf und den Herausforderern - und die Gewinnermannschaft erhält den morgigen Nachmittag (an dem 32°C erwartet werden) frei.

Im Nachhinein betrachtet war das wohl keine so gute Idee, denn neben etlichen blauen Flecken und aufgeschürften Hautstellen ....

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... wir unser Kapitän von seinem Ersatzmann Lars Grønn derart rustikal umgetackelt, dass er einen Knöchelbruch erleidet (!) und mindestens ein halbes Jahr ausfällt.
Grønn ist absolut untröstlich (denn natürlich war das keine Absicht), aber es hilft alles nichts - ab sofort müssen wir ohne unseren mit Abstand besten zentralen Spieler auskommen.
Ingvardsen ist bisher sowohl die Anspielstation Nummer eins (meiste Ballkontakte, meiste gespielte Pässe, beste Passquote und so weiter), sondern auch defensiv eine Bank (direkt nach den beiden Stamminnenverteidigern hat er die besten Tackling- und Balleroberungswerte).
Wen auch immer wir als Ersatz aufstellen - es wird nicht ansatzweise das gleiche Niveau sein, das wir im defensiven Mittelfeld anbieten können.

Als Mads H. in Reaktion auf den monatelangen Ausfall ankündigt, "einen ballsicheren Defensivspieler als Prio 1 zu scouten", kann ich daher nur geschockt nicken.
Nur gut, dass sowohl U-21-Spieler als auch vertragslose Spieler jederzeit zum Kader stoßen können (Letztere können ausserhalb der Transferperioden registriert werden, Erstere benötigen gar keine Registrierung).
Vielleicht findet sich da ja was "brauchbares" ...


Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Im ersten Spiel nach der Hiobsbotschaft, dass Kapitän und Spielmacher Ingvardsen bis ins nächste Jahr hinein ausfallen wird, hat BF Frem eindrucksvoll gezeigt, dass die Mortal der Mannschaft absolut intakt ist.
Im Heimspiel gegen Sønderjyske führten die Blauroten nach einer guten ersten Halbzeit bereits mit 2:0, verloren dann allerdings komplett den Faden und lagen nach 80 Minuten durch einen Hattrick des Gästestürmers Mathias Voldby bereits mit 2:3 zurück. Mit einer famosen Energieleistung stemmten sie die gastgeber in der Schlussphase gegen die drohende Niederlage und schafften es durch einen erneuten Doppelpack von Klaus Arenshoj wider Erwarten doch noch, die drei Punkte in Valby zu behalten.
Der Siegtorschütze meinte nach dem Spiel: 'Das war für unseren Kapitän!'

BK Frem bleibt weiterhin im Schlagschatten des bisher verlustpunktfreien Tabellenführers Hillerød.

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Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Im vor der Saison als 'Abstiegsgipfel erwarteten Duell Hobro IK gegen BK Frem mußten sich die favorisierten Gäste trotz eines Blitzstarts aufgrund einer pomadigen zweiten Halbzeit mit einem Punkt begnügen.
Gästetrainer Lavayeux wollte nach dem Spiel keinen Kommentar abgeben, sein Cotrainer Rejnhold teilte mit, dass nach der Rückkehr 'zuallererst mal die Medizinbälle abgestaubt werden, die werden wir morgen benötigen.'

Wir vermuten, dass er das ironisch gemeint hat.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem hat im zweiten Spiel ancheinander lediglich einen Punkt geholt. Nach dem eher enttäuschenden 1:1 bei Hobro muss das gestrige 2:2 gegen den Tabellendritten Næstved allerdings als glücklich angesehen werden ... vermutlich sogar als ein nicht erwarteter Punkt.
Die Gäste sind schließlich das mit Abstand stärkste Team der Liga und wollen den 'Unfall' ihres letztjährigen Abstiegs so schnell wie möglich korrigieren.
Frem war im gesamten Spielverlauf deutlich unterlegen - im Gegensatz zu so mancher vorherigen Partie stimmte diesmal aber zumindest die Chancenverwertung: aus einer klaren Chance machten Arenshoj und Frey ein sehr frühes und ein sehr spätes Tor.

Lavayeux nach dem Spiel: 'Wir können mit dem Punkt gegen den Ligakrösus sehr gut leben, keine Ahnung, ob mein Kollege das gleiche für sein Team behaupten kann.'

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Nach diesem Spiel schließt dann das Transferfenster endgültig (auch wenn wir, wie erwähnt, weiterhin vertragslose und U21-Spieler in den Kader integrieren und auch einsetzen können) und die Journalisten veröffentlich wie gewohnt ihre Einschätzungen darüber, ob die Zu- und Abgänge in den Mannschaften die Stärkeverhältnisse der Liga verändert haben.
Antwort: ja. Wer hätte das gedacht.

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Der Kader, mit dem wir in den Herbst gehen, ist trotz des langfristigen Ausfalls der zentralen Figur weiterhin mindestens gut - und unter uns: die weiterhin pessimistische Einschätzung der Medien zum BK Frem teilen wir - ebenfalls weiterhin - nicht.
Auch wenn Mads H. uns ein paar Spieler auf den Trainingsplatz gestellt hat, die wir eher nicht gebraucht hätten - die Leihspieler zum Beispiel finde ich gemessen an ihrem sportlichen Wert viel zu teuer. 40.000 Euro für einen geliehenen Jungspund, der absehbar die Bank oder gar die Tribüne wärmt?
Puh, ich weiß ja nicht.
Aber egal, ich muß die ja nicht einsetzen - da ich für Transfers und Co. ja nicht verantwortlich bin, muss ich mich nichtmal gegenüber den Stammvereinen der Leihspieler rechtfertigen.
Hat auch sein Gutes, wenn man nur Befehlsempfänger ist.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Das zweite Pokalspiel dieser Saison war eine klare, eine sehr klare Sache. Vor allem dank eines wie entfesselt aufspielen Patrick Friis, der bereits nach 14 Minuten drei Kopfballtore erzielt hatte und insgesamt fünfmal netzte, gewann BK Frem beim Drittliga-Aufsteiger Tune IF auch in dieser Höhe verdient mit 8:0.

Friis sagte nach dem Spiel: 'Muss mich bei den Jungs für die vielen präzisen Flanken bedanken, das war echt klasse!'

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Viborg gehört zu den Kandidaten für die Aufstiegsplayoffs, ist dieser Erartung bisher allerdings noch nicht so richtig gerecht geworden und dümpelt auf Platz acht herum.
Ihr Trainer fordert vor der Partie öffentlichkeitswirksam, "nun mal in die Spur zu kommen".
Nuja.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem bleibt weiterhin unbesiegt in dieser Saison!
Bei Viborg FF brauchte das Lavayeux-Team dazu allerdings nicht nur eine gehörige Portion Glück, sondern auch die gütige Mithilfe der Gastgeber, die ihren Torhüter gleich zweimal im Wortsinne 'auf dem flaschen Fuss erwischten', indem sie Torschüsse abfälschten.
Viborg war über nahezu die gesamte Spielzeit das bessere Team mit der gefälligeren Spielanlage - nur in punkto Effizienz waren die Blauroten heute eine Klasse besser.

Lavayeux meinte nach dem Spiel: 'Auch ein glücklicher Sieg ist ein Sieg, wir werden das aber natürlich einzuordnen wissen.'

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Und gleich der nächste Playoff-Anwärter -Vejle BK spielte bis 2042/43  noch in der  Superliga und will da natürlich auch wieder hin.
Ihr Problem: der Kader wird von Jahr zu Jahr mehr gefleddert, weil sie ihre Stammspieler aufgrund des geldmangels nicht halten und gleichwertige Neuzugänge aus dem gleichen Grund nicht verpflichten können.
Inzwischen gelten sie nicht mehr als "Aufstiegskandidat", sondern nur noch als "Playoffanwärter".

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
In einem ehrlicherweise ziemlich langweiligen Spiel holte sich Aufsteiger BK Frem weitere drei Punkte - diesmal gegen eine Mannschaft von Vejle BK, die nach dem Rückstand kurz vor der Pause wirklich jegliches Aufbäumen vermissen ließ.
Neben dem sehenswerten Siegtor, für das wieder einmal Rechtsaußen Lund Larsen verantwortlich zeichnete, gab es nur noch einen weiteren Aufreger in diesem Spiel: das üble Foul von Vejle-Rechtsverteidiger Jensen an Frems Kusk Petersen. Das überharte Einsteigen beförderte den von Hvidovre geliehenen Jungspund direkt zurück in die Krankenstation, die er gerade erst verlassen hatte.
besonders unverständlich das rüde Foul zog nicht einmal Gelb nach sich.

Lavayeux dazu: 'Unverschämtheit!'

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Der Randers FC, unser nächster Gegner, dümpelt im Niemandsland vor sich hin - um sich in die Playoffränge zu spielen, bräuchten sie mal mehrere Siege am stück, die ihnen aber bisher nicht gelungen sind.
Vielleicht klappts ja heute mit dem zweiten Sieg hintereinander?

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Der Randers FC hat Aufsteiger BK Frem eine Lehrstunde erteilt und den Ungeschlagen-Lauf der Süd-Kopenhagener auf nachdrückliche Art beendet.
Frem war nur in der ersten Halbzeit des Spieles annähernd auf Augenhöhe und liess nach dem Nackenschlag des 1:3 kurz vor der Pause jeglichen Widerstand vermissen, nachdem das Spiel wieder angepfiffen wurde.
Auch der sonst solide Mikkelsen im Tor hatte an mehreren Gegentreffern seine Anteile - wie auch die gesamte restliche Mannschaft, in der die meisten heute ungewöhnlich fahrig wirkten.

Frem-Trainer Lavayeux sagte nach dem Spiel: 'Die Niederlage an sich ist keine Katastrophe - die Art und Weise, wie wir uns hier präsentiert haben, wird allerdings aufgearbeitet werden. So mutlos dürfen wir uns einfach nicht präsentieren!'

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Schlechtestmöglicher Zeitpunkt für ein Spiel gegen den souveränen Tabellenführer Hillerød - aber auf unsere Befindlichkeiten nimmt der Spielplan selbstverständlich genausoviel Rücksicht wie auf die Wünsche irgendeines anderen Zweitligisten.
Mads R. und ich haben unser Möglichstes getan, die Mannschaft nach der kampflosen Aufgabe bei Randers wieder in die Senkrechte zu bekommen.
Und das Team zeigt - so ehrlich darf man sein - auch eine deutlich bessere Leistung.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Verdiente Niederlage für Frem zuhause gegen Hillerød - aber dennoch eine verbesserung zum Debakel bei Randers.
Die Gastgeber ließen - auf Kosten der eigenen Offensive - sehr wenig zu, allerdings erst nach der Anfangsviertelstunde.
Und zu diesem Zeitpunkt führte der Favorit eben auch schon mit 1:0 und beschränkte sich in der Folge darauf, das nun sehr ereignisarme Spiele zu kontrollieren und zu verwalten.
Frem rutscht auf den vierten Rang ab - eine Platzierung, die ihnen vor der Saison nur wenige Experten zugetraut haben und die jetzt - nach dem famosen Saisonstart - dennoch ein bißchen wie ein Absturz wirkt.

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Und weil wir noch nicht niedergeschlagen genug sind, ist natürlich genau jetzt der beste Zeitpunkt für das Drittrundenspiel im Pokal.
Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Runden sind wir diesmal nicht der Favorit, sondern der krasse Aussenseiter.
Es geht gegen Aarhus GF, fünfmaliger Meister (allerdings zuletzt 1986) und elfmaliger Pokalsieger sowie -verteidiger!
Wenn wir nach Dingen suchen, um daraus Hoffnung zu schöpfen, so sind es vermutlich am ehesten die Tatsache, dass Aarhus-Starstürmer Elleson ausfällt und dass die Mannschaft aktuell keinen guten Lauf hat und nur Zehnter in der Liga ist.
Dennoch: wir sind klarer Underdog.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Ein komplett verrücktes Pokalspiel sahen die Zuschauer im Valby Idrætspark gestern abend. Der gastgebende BK Frem Kopenhagen triumphierte mit 3:2 über die Gäste aus Aarhus.
Zweimal ging Frem in Führung, zweimal glichen die Gäste innerhalb von einer Minute aus.
Zwischendurch verschoss Aarhus einen Elfmeter, Frem wurde einer verweigert, beide Teams bekamen je ein Tor aberkannt (einmal wegen Abseits und einmal wegen Stürmerfoul) ... und am Ende wurde Patrick Friis, der bereits das 1:0 erzielt hatte, zum gefeierten Helden, als er in der Schlussphase eine Lund-Larsen-Ecke zum Siegtreffer einnickte.

Frem-Trainer Lavayeux war nach dem Spiel voll des Lobes für seine Schützlinge: 'Eine absolute Willensleistung und ein Befreiungsschlag, der uns hoffentlich auch in der Liga wieder Rückenwind verschaffen wird.'

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Wie im Interview angekündigt, versuchen wir den Rückenwind aus diesem Überraschungssieg mit ins nächste Ligaspiel zu nehmen. Zum Glück ist Nykøping keine Übermannschaft, da geht doch hoffentlich was.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Rückfall in alte Muster - Frem Kopenhagen hat sein Auswärtsspiel bei Nykøping verdient mit 0:2 verloren.
Offensiv kaum existent, defensiv wacklig - die Gastgeber bekamen die 3 Punkte quasi auf dem Silbertablett serviert und nahmen die Einladung gern an.

Trainer Lavayeux wirkte nach dem Spiel angefressen, wollte aber keinen Spieler vor der Kamera kritisieren.
'Wir gewinnen als Team, wir verlieren als Team. Schuldzuweisung an Einzelne halte ich für den völlig falschen Weg!'

Die Frage, ob Rechtsverteidiger Adam Pedersen - an beiden Gegentoren entscheidend beteiligt - wirklich dauerhaft das Leistungsniveau für die NordicBet Liga hat, darf, nein muss, man dennoch stellen.

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Nach dieser wirklich niederschmetternden, weil völlig unnötigen, Niederlage - die Gastgeber waren vor dem Tor eigentlich genauso harmlos wie wir ... gibt es unter der Woche eine klare, harte, ehrliche Aussprache im team.
Alle sind frustriert - aber gleichzeitig sind auch alle entschlossen, sich diesen tollen Saisonanfang nicht durch eigene Dummheit selbst kaputtzumachen.
Bei Kolding soll, ja muss!, ein Sieg her!

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Ein Spiel, das die aktuelle psychologische Verfassung des BF Frem Kopenhagen wohl fast perfekt wiedegibt: die Mannschaft will unbedingt - und verkrampft dadurch in mancher Phase des Spieles oder bei plötzlichen Rückschlägen. Aber sie scheint zumindest den 'Jetzt-erst-recht!'-Modus wiedergefunden zu haben.
2:0, 2:3, 4:4 - so lautet die nüchterne Stenofassung eines Spiels, das mehrfach kippte und noch viel öfter auf der Kippe stand.
Besonders bemerkenswert sind die vier Scorer von Rechtsaußen Lund Larsen, der das 1:0 selbst erzielte und alle anderen Frem-Tore vorbereitete.
Nicht schlecht für einen Spieler, dem so mancher Experte vor der Saison bescheinigte, das Niveau der zweiten Liga nicht mitgehen zu können!

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Aufsteigerduell, die Zweite!
In Hellerup haben wir zu Beginn der Saison ja souverän gewonnen - wär doch gelacht, wenn wir das zuhause nicht auch hinbekommen, oder?
ODER??

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Bravourös zurückgekämpft, nur um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen: BK Frem erlebte gestern abend im eigenen Wohnzimmer einen besonders bitteren Abend.
Die erste Halbzeit ging klar an den Gast aus dem Norden der Hauptstadt, zu Beginn des zweiten Durchgangs gab es einen weiteren Nackenschlag in Form des 0:2. Frem kämpfte sich zurück, erzielte durch Kim Thomsen erst den Anschluss und in der Nachspielzeit sogar das nicht mehr für möglich gehaltene 2:2 - nur um im direkten Gegenzug und mit der letzten Aktion des Spiels den K.O. zu kassieren.

Trainer Lavayeux meinte dazu: 'Extrem bitter, weil sich die Mannschaft in der letzten halben Stunde dieses Unentschieden wirklich verdient gehabt hätte. - Wir müssen die einfachen Fehler abstellen.'

Wenn der Trnd der letzten Wochen anhält, wird Frem wohl nicht mehr lange auf einem der ersten sechs Plätze zu finden sein.
Nach dem gestrigen Negativerlebnis ging es schon mal runter auf Rang fünf.

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Jensens Kurzzusammenfassung schicken wir - mit rot markiertem letztem Absatz - per Whatsapp an jeden Spieler.
Und in der Mannschaftsbesprechung schwören wir dann alle darauf ein, sich zu konzentrieren und nicht nachzulassen.
Wir wollen diese drei Punkte und wir werden sie auch holen!

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Zittrig, wacklig, zeitweise fast ängstlich - aber am Ende dennoch mit viel Glück gewonnen: so läßt sich der gestrige 3:2-Sieg von BK Frem wohl am besten zusammenfassen.
Die frühe Führung war viel zu schnell wieder weg, zwischenzeitlich lagen die Gastgeber sogar völlig verdient und augenscheinlich chancenlos zurück (und konnten sich nur bei Keeper Mikkelsen bedanken, dass es nur 1:2 stand) - doch die letzten 15 Minuten, ein einziger Sturmlauf aufs Gästetor, brachte doch noch die nicht mehr für möglich gehaltene Wende. Arenshojs Kopfball zum 3:2 setzte den Schlusspunkt unter ein Spiel, das mehr Fragen aufwirft als es beantwortet.

Und das einen Schlimmes für das Viertrundenspiel im Pokal ahnen läßt...

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Im Pokal sehen wir in dieser Saison ja selbst nach bescheidenen Ligaspielen nicht so schlecht aus - vielleicht gelingt uns gegen Hvidovre ja eine ähnliche Überraschung wie gegen Aarhus?

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Vor der Saisonrekordkulisse von über 3300 Fans im Valby Idrætspark hat BK Frem Kopenhagen mit einem streckenweise überragenden Spiel die nächste Pokalrunde erreicht - und das, obwohl es nach einer knappen halben Stunde eher nach einem klaren Ausscheiden roch.
Hvidovre - nach 23 Minuten in Führung gegangen - erzielte in der 29. Minute das vermeintliche 2:0, das Tor wurde jedoch wegen einer Abseitsstellung aberkannt.
Vier Minuten später gab es nach einem klaren Foul an Patrick Friis Elfmeter für Frem - und damit kippte das Spielmomentum endgültig.
Fortan spielte nur noch der Gastgeber, Hvidovres Strafraum wurde phasenweise regelrecht belagert.
Nachdem er kurz zuvor noch zweifach an Gästekeeper Lockert gescheitert war, gelang Friis unmittelbar vor der Pause die Führung für Frem - eine Führung, die in der zweiten Hälfte nicht mehr in Gefahr geriet.
BK Frem Kopenhagen - das ergab die Auslosung unmittelbar nach dem Spiel - wird sich im Viertelfinale in einem ehrwürdigen Derby mit AB Gladsaxe um den Einzug ins Halbfinale duellieren.
Die Ausloung ergab, dass der Drittligist zuerst Heimrecht hat.

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Die Frage, die sich jeder - uns eingeschlossen - nun natürlichstellt: wird uns dieser zweite Überraschungssieg im Pokal diesmal endlich die dringend benötigten Exttraprozente in der Liga verschaffen oder geht das inkonstante Herumtaumeln weiter?

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem ist und bleibt eine Wundertüte in dieser Saison.
Auf Galaauftritte wie unter der Woche im Pokal folgen unerklärliche Schlafwageneinlagen - wie gestern bei Sønderjyske, wo die Gäste die komplette erste halbzeit im Tiefschlaf verbrachten und nur dank des Unvermögens der Gastgeber, ihre Chancen auch zu nutzen, "nur" mit 0:2 in die Kabine gingen.
Nach der Pause zeigte Frem ein völlig anderes Gesicht, konnte die hypothek des 0:2 jedoch nicht mehr wettmachen.
Mehr als der Anschluss waren ihnen trotz aller Bemühungen nciht mehr vergönnt.

Frem-Sportdirektor Mad Høi kündigte an, den Transfermarkt zu sondieren, weil 'offensichtlich ist, dass wir dem einen oder anderen Spieler im Kader Konkurrenz um seinen Stammplatz verschaffen müssen.'
Das mag harsch erscheinen, ist aber aus Fansicht längst überfällig.

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Heimspiel gegen Hobro, die nur noch 5 Punkte hinter uns auf Platz 7 liegen.
"Falls ihr wirklich vorhabt, in der oberen Hälfte zu bleiben, wäre ein Sieg hier ein guter Anfang, um dieses Ziel auch zu erreichen!"

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Das Ergebnis ist enttäuschend - der Auftritt der Mannschaft war es jedoch nicht.
Und bei allem Frust über das späte 3:3, mit dem die Gäste wohl genausowenig leben können wie Frem - das war endlich wieder mal ein Spiel, in dem ein echtes Team in blaurot auf dem Platz stand.
Was auch immer Lavayeux und Rejnhold den Spielern unter der Woche gesagt haben - zumindest den Teamgeist haben sie geweckt.

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Wie lange der vermeintliche "Aufschwung" anhält?
Wahrscheinlich nichtmal bis nach dem nächsten Spiel - wir müssen zu Næstved, die zusammen mit Hillerød zunehmend einsam ihre Kreise auf den beiden ersten Plätzen ziehen.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Offensiv nichtexistent - und defensiv nur dank Mikkelsen bis in die Schlußphase im Spiel.
Der Frem-Keeper hätte der Mannschaft beinahe im Alleingang einen Punkt beim Tabellenzweiten gerettet, hielt in der 82. Minute gar einen Foulelfmeter.
Beim kollektiven Tiefschlaf seiner gesamten (!) Vordermannschaft, die es gleich drei Spielern des Gastgebers ermöglichten, völlig frei vor ihm aufzutauchen, war aber auch er machtlos (85.).

Mikkelsen wollte sich nach dem Spiel nicht konkret zu den Gerüchten äußern, die ihn mit einem Abgang im Winter in Verbindung bringen - aber seine Miene sprach Bände.

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Letztes Ligaspiel vor der Winterpause. Viborg ist Tabellenvorletzter, hat bisher nur 13 Punkte gesammelt. Nur Vejle (!!) steht mit 12 Punkten noch hinter ihnen.
Wenn wir in diesem Spiel keinen Sieg holen, haben wir Rang sechs auch nicht verdient, so einfach ist das.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem kann doch noch gewinnen!
In einem schwachen Spiel zweier offensichtlich verunsicherter Mannschaften hatten die Gastgeber dank einer engagierten ersten Halbzeit das bessere Ende für sich.
Neuzugang und Ingvardsen-Ersatz Kristoffer Wæver war mit einem Doppelpack der Mann des Abends.

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Wir haben für das nun folgende, in Hin- und Rückspiel ausgetragene Pokalviertelfinale den auf dem Papier einfachsten Gegner gezogen, den Gladsaxe ist der einzige verbliebene Drittligist im Wettbewerb.
Wir sollten sie allerdings keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, denn sie sind in der Liga bisher unbesiegt (!) und souveräner Tabellenführer.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem kommt einfach nicht dauerhaft in tritt in dieser Saison.
Drei Tage nach dem wichtigen Sieg in der Liga verlor der favorisierte Zweitligist bei AB Gladsaxe nach einem schwachen Spiel mit 0:1.
Auch der Einsatz von gleich drei Neuzugängen - die bereits seit 2 Wochen im Kader stehen, aber erst nach der Winterpause auch in der Liga spielberechtigt sein werden - konnte dem Team keine Stabilität verleihen.
Wenn es Lavayeux nicht gelingen sollte, die Blauroten im Rückspiel zu einer deutlich besseren Leistung zu inspirieren, wird die Pokalreise von BK Frem wohl in diesem Viertelfinale enden.

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Vor dem Rückspiel wird es dann "in der Kabine etwas lauter, weil der Cheftrainer so hübsch langsam die Faxen dicke hat von der inkonstanz seiner Truppe".
Behauptet jedenfalls ein anonymer Informant, der auf einer berüchtigten "Leak"-Plattform auch gleich noch einen angeblichen O-Ton aus besagter Kabine hochlädt.

https://www.youtube.com/watch?v=2VPIZL-1FuU

Selbstredend ist das kompletter Unfug - die Stimme klingt ja nichtmal wie meine! Und außerdem war ich noch niemals nie nicht cholerisch, nichtmal ein bißchen!
Behaupte jedenfalls ich.


Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Angeführt von Doppelpacker Mads Gundelund hat BK Frem Kopenhagen mit der ersten wirklich überzeugenden Leistung seit Wochen das Derby gegen AB Gladsaxe in der Endabrechnung klar geschlagen und das Pokalhalbfinale erreicht.

Die Gastgeber ließen sich auch von der ruppigen Gangart des Gegners nicht beeindrucken, hatten das Spiel jederzeit völlig im Griff und hätten auch noch höher gewinnen können, scheiterten jedoch merhfach am Gebälk oder dem gegnerischen Keeper.

Trainer Lavayeux dementierte nach dem Spiel erneut, dass der unter der Woche geleakte "Kabinen-O-Ton" wirklich aus der Frem-Kabine stammt und beteuert mehrfach, dass das überhaupt nicht seine Art sei, mit Spielern umzugehen.

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Mit diesem Pokalsieg verabschiedet sich das Team in die Winterpause, erst in der letzten Februarwoche wird es weitergehen.
Und wie die Tabelle zeigt, brauchen wir in den letzten 4 Vorrundenspielen 4 konzentrierte Leistungen, wenn wir nicht doch noch auf den letzten Metern in die Abstiegsrunde rutschen wollen.

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« Letzte Änderung: 21.Juni 2026, 00:08:56 von Noergelgnom »
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Valby/Kopenhagen, Frühjahr 2047, 1. Division


Die langen Wochen der Winterpause kommen uns zumindest in einer Hinsicht sehr gelegen - Mads H. und Karoline S. können ohne allzugroßen Zeitdruck auf die Suche nach Verstärkungen gehen.
Denn dass wir dringend welche benötigen, hat inzwischen wohl jeder verstanden.

Und ich muss sagen - die Mannschaft, die mir nach dem Deadline Day schlussendlich zur Verfügung steht, kann sich wirklich sehen lassen.
Die beiden haben es geschafft, den Kader signifikant zu verstärken - und das obwohl uns ja sogar noch einige Stammkräfte verlassen!

Die beiden Mikkelsens zum Beispiel (Stammkraft auf der RV-Position und Stammkeeper) lehnen alle Verlängerungsangebote ihrer bis zum 31.12.46 laufenden Verträge ab und sind nach Silvester nicht mehr Teil der Mannschaft.
Gleiches gilt - und das ist ein echter Tiefschlag - für John Ingvardsen, unseren Kapitän. Der ist immer noch nicht wieder zu 100 Prozent einsatzfähig, möchte aber dennoch so schnell wie möglich woanders unterschreiben. Soviel zum Thema Vereinstreue!

Im Austausch dafür bekomme ich aber ein paar wirkliche Kracher, das kann ich nicht anders sagen. Luca Orsi zum Beispiel, der aus der zweiten italienischen Liga geliehen wird, hat das Potential, Ingvardsen nicht nur zu ersetzen, sondern gar vergessen zu machen. Der Italiener ist ein absolutes Defensivmonster, hat Übersicht und Passtärke, schlägt vor allem präzise lange Pässe auf die Flügel oder in die Spitze und ist für den taktischen Ansatz bei BK Frem daher nahezu ein 100-Prozent-Fit.

Eloit Peron auf dem linken Flügel ist die nächste faustdicke Überraschung. Den leihen wir nicht, sondern verpflichten ihn gleich fest. Peron hat seine bisherige Karriere fast ausschließlich bei N.E.C. Nijmegen verbracht, wo er im Sommer keinen neuen Vertrag mehr erhielt. Unglaublicherweise hat hier bisher niemand "zugeschlagen", das übernimmt nun Mads H.
Peron ist der schnellste Spieler im Kader und schlägt nicht nur gute Flanken, sondern tritt auch gute Ecken und Freistöße. Das kommt uns zupaß, denn im Sturm wird unser bisherigen Ecken- und Freistoßspezialist Patrick Friis trotz seiner bisher 14 Saisontore wohl nicht mehr erste Wahl sein.

Bei AIK Solna in Schweden läuft zum Jahresende der Vertrag eines wuseligen Strafraumstürmers namens Aleksandar Dragic aus - und auch diesen ablösefreien Transfer tüten meine beiden wunderbaren Transferverantwortlichen ein.

Dazu kommt dann noch ein neuer Defensivabräumer aus Guinea-Bissau namens Vladimir Camara, den uns sein Berater wie warme Semmeln anbietet - und natürlich verpflichten wir den, das Talent ist unübersehbar!

Im Tor holen wir einen Norweger namens Tom Stokkelund, der aus mir völlig unverständlichen Gründen bei seinem Verein Moss FK in der dritten norwegischen Liga aussortiert wurde ....

Alles in allem kommen im Winter elf neue Spieler zu BK Frem (von denen einige allerdings zunächst in der U19 oder der Zweiten Mannschaft herangeführt werden sollen).


Der Kader sieht demzufolge deutlich verändert aus, als die Saisonpause vorbei ist und die Vorrunde der NordicBet Liga in die Endphase geht:

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Die Medien haben unsere Aktivitäten natürlich ebenfalls verfolgt und stufen uns inzwischen als Kandidaten für die Aufstiegsplayoffs ein.
Kunststück, wir stehen ja auch auf einem Playoffrang!

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Die "Standard"-Taktik für die Rückrunde ändert sich nur im Detail - die StammELF dagegen sieht deutlich anders aus als noch im Dezember.
Und wir sind wirklich gespannt, wie sie sich unter Wettkampfbedingungen schlagen wird.
Die Testspiele waren sehr ermutigend - in 4 Spielen gegen unterklassige Gegner erzielen wir 26 Tore und kassieren nur zwei. Diese Spiele waren aber natürlich keine echten Härtetests, sondern dienten wie so oft nur dazu, der neu zusammengestellten Mannschaft eine wenigstens grundlegende Eingespieltheit zu ermöglichen.

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Dann steht der 19. Spieltag vor der Tür und wir fahren Vejle BK besuchen, die tief im Abstiegsschlamassel stecken.
Und beim Abschlusstraining vor dem Spiel lernen wir - mal wieder - die wichtigste Regel des Spiels kennen:
"Unverhofft kommt oft."

Unser nach einem halben Jahr Wartezeit endlich spielberechtigter neuer Wunderknabe auf der Sechs, Vladimir Camara, rasselt bei einem Zweikampf mit Oldie Søjberg zusammen ... und sein Schmerzensschrei hallt derart laut über den Platz, dass wir die Sanis gar nicht extra noch rufen müssen, die kommen höchst alarmiert von ganz allein angelaufen.
Erste Diagnose (die sich leider im Krankenhaus bestätigt): Innen- und Außenbandriß im Knie.
Und damit Saisonaus für Camara.

Mal abgesehen davon, dass das für den Jungen natürlich ein absoluter Schock ist - wir können keinen Ersatz mehr verpflichten, weil das Gehaltsbudget bis zum Äußersten ausgereizt ist.
Also muss der eigentlich als Innenverteidiger Nummer 3 geholte Bordoso auf die Sechs und Søjberg sowie Gundelund sind ab sofort unsere einzigen halbwegs erfahrenen Backups für die Sechs und die Innenverteidigung.

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Vor diesem Hintergrund ist die Souveränität, mit der wir die ersten drei Punkte des neuen Jahres holen, fast ein wenig überraschend - andererseits ist es aber auch ein Ausdruck für die deutlich angehobene Kaderqualität.
Linksaußen Peron und die ebenfalls neu verpflichtete maltesische "Neun" Camilleri schießen uns 2:0 in Front, das Anschlusstor fällt mit der allerletzten Aktion des Spiels und damit nicht mehr ins Gewicht.
Aber ärgerlich ist es dennoch - wir schalten deutlich zu oft bereits vor dem Schlusspfiff ab, das muss besser werden!

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Die Qualifikation für die Aufstiegsplayoffs ist durch diesen Sieg wahrscheinlicher geworden, aber noch nicht ganz in trockenen Tüchern, daher wäre ein Erfolg im anschließenden Heimspiel gegen Randers, wenn schon nicht überlebenswichtig, so doch sehr wünschenswert.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Zum ersten Mal seit dem Oktover des letzten Jahres hat BK Frem zwei Pflichtspiele nacheinander gewonnen.
Im Heimspiel gegen den Randers FC spielte den 'Fremmerne' dabei ein frühes Foul an Dragic in die Karten, das zum Leidwesen der Gäste einen Elfmeter nach sich zog - Thomsen verwandelte gewohnt sicher.

Diese frühe Führung verwaltete Frem dann wenig spektakulär, aber erfolgreich bis zum Schlusspfiff und benötigt nun nur noch einen Punkt, bis die Aufstiegsplayoffs auch rechnerisch nicht mehr zu verfehlen sind.
Trotz aller - berechtigter! - Kritik an den teilweise fahrigen Auftritten im Herbst: es ist ein großer und unerwarteter Erfolg, dass der Aufsteiger nicht in die Abstiegsrunde muss!

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Diese rechnerische "Nahezu-Sicherheit" könnte kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen - denn unser nächstes Ligaspiel führt uns zum souveränen Tabellenführer Hillerød, der seine Playoffteilnahme schon vor Wochen eingetütet hat.
Wir sehen uns zwar nicht chancenlos, aber wenn wir dieses Spiel verlieren, wird wohl jeder Experte nur mit den Schultern zucken und "wie erwartet" murmeln, auch wenn Hillerød das letzte Spiel verloren hat.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Paukenschlag in der NordicBet! BK Frem gewann am Abend bei Tabellenführer Hillerød ebenso überraschend wie hochverdient mit 2:0 und ist nun auch rechnerisch sicher in den Aufstiegsplayoffs.
Die Mannschaft von Trainer Lavayeux sorgte bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse und beschränkte sich nach der Pause sehr erfolgreich darauf, die Gastgeber vom eigenen Strafraum fernzuhalten.

Die zahlreichen Winterzugänge der Blauroten haben - das ist überdeutlich - die spielerische Qualität der Mannschaft merklich erhöht. Beiden Toren gingen höchst ansehnliche Direktpass-Stafetten voraus, insbesondere Linksaußen Peron war im gesamten Spielverlauf von der Gastgeberdefensive nicht zu bändigen.

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Dritter Sieg in Folge also - und noch dazu ein sogenannter "Statement-Sieg". Ganz zu schweigen davon, dass es der dritte Punktverlust des Tabellenführers in Folge war - fangen die etwa an zu schwächeln?
Na, damit müssen sie alleine fertig werden - wir schauen nur auf uns, freuen uns über das bereits Erreichte und nehmen uns insgeheim vor, dass wir Platz 4 oder gar 3 erreichen wollen.

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Un-glaub-lich!
BK Frem ist im Vergleich zum Herbst bisher kaum wiederzuerkennen!
Gegen Abstiegskandidat Nybøbing führte der Gastgeber bereits nach 10 Minuten mit 3:0, erarbeitete sich in der ersten Stunde genügend Chancen für ein zweistelliges Ergebnis und ließ erst nach dem 5:0 ein wenig nach.
Die beiden Gegentore sind zwar ärgerlich - aber es bleibt der Eindruck, dass die Blauroten genau zum richtigen Zeitpunkt ihre gute Form aus dem vorigen Frühjahr wiedergefunden haben.

BK Frem Kopenhagen scheint bereit für die Aufstiegsrunde der NordicBet Liga, die nächste Woche beginnt.

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Wie sich zeigt, haben wir mit diesem Sieg und der gleichzeitigen Niederlange von Randers den 4. Platz schon mal erobert.
Super, dann müssen wir ihn jetzt ja nur noch verteidigen!
Oder so.

Wird allerdings schwer genug, denn .... wir haben ja lange nicht gegen den Tabellenführer gespielt.
Auswärts.
Das steht uns daher jetzt bevor.
Schon wieder.
Ächz.
Aber gut, was solls - Hillerød ist 12 Punkte vor uns, die sind schon so gut wie durch und werden genauso entspannt wie dominant ihren Stiefel runterspielen.
Wenn alles, also wirklich ALLES perfekt für uns läuft, haben wir eventuell noch eine Chance auf Platz 2 (der ja wie schon eine Liga tiefer zum Aufstieg berechtigt).
Aber Næstved, die im Winter nochmal auf Einkaufstour waren und weiterhin das qualitative Mass aler Dinge in der Liga darstellen, wird genau diesen zweiten Platz behalten wollen. Und da wir 7 Punkte Rückstand haben, sind wir auf Punktverluste der Konkurrenz angewiesen.
Und sollten gleichzeitig mit Argusaugen auf die beiden Teams hinter uns schauen - 6 Punkte in 10 Spielen aufzuholen, ist nicht gerade ein Ding der Unmöglchkeit - schon gar nicht, wenn alle Teams noch zweimal gegeneinander antreten!


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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem bleibt die Mannschaft der Stunde in der NordicBet Liga - bei Tabellenführer Hillerød ist die handfeste Krise dagegen nicht mehr wegzudiskutieren.
Die Blauroten gewannen geradezu sensationell mit 4:0 - auswärts, wohlgemerkt!
Und das Beeindruckendste - der Sieg ist absolut verdient.
Mann des Abends war Linksaußen Peron, der erst Dragics Führungstor nach einer halben Stunde vorbereitete, dann den Elfmeter zum 2:0 kurz vor der Pause herausholte, dann die Ecke trat, die Thomsen zum 3:0 einnickte ... und schlußendlich das 4:0 nach feiner Vorarbeit von Lund Larsen selbst erzielte.
In Hillerød hängt der Haussegen schief und Frem feiert!

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Als ob!
Gibt ja überhaupt nix zu feiern - wir loben die Mannschaft nach dieser Klasseleistung zwar auf der Heimfahrt über den grünen Klee, aber sofort am nächsten Morgen ist wieder harte, konzentrierte Arbeit angesagt.
Der klare und verdiente Sieg beim Ersten hat uns nochmal deutlich vor Augen geführt, ass wir inzwischen zumindest an guten Tagen wirklich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz agieren - und demzufolge lautet die Zielsetzung nun, dass wir verdammt nochmal noch 9 gute Tage in diesen Playoffs herbeiführen wollen!

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Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem ist einfach nicht zu schlagen im Moment.
Nach der Gala der letzten Woche gab es gestern ein zwar deutlich nüchterneres, aber dennoch äußerst souveränes 1:0 gegen den Tabellensechsten Nykøbing zu sehen. Die Gäste konnten nicht besser, Frem brauchte nicht besser - am Ende eines vergleichsweise langweiligen Spiels stehen weitere drei Punkte!

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Sehr schön!
Wir können nur hoffen, dass die Mannschaft die nun folgende, fast unausweichliche Niederlage nicht allzuschwer nehmen wird.
Wir müssen nämlich nun zu Odense BK, das Pokalhalbfinale wartet.
Also Teil eins, gibt ja noch ein Rückspiel in Kopenhagen.

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Überraschung! Frem Kopenhagen bleibt auch bei Odense unbesiegt, benötigt diesmal allerdings die gnädige Mithilfe (und unterirsdische Chancenverwertung) der Gastgeber sowie einen bäsenstarken (Ersatz-)Keeper Hutters im Tor, um das äußerst glückliche 1:1 mit zurück in die Hauptstadt nehmen zu können.
So unterlegen wie in diesem Spiel waren die Blauroten schon lange nicht mehr.

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Wir hoffen jetzt einfach mal, dass der Teilerfolg den Jungs den nötigen Auftrieb gibt, um beim Zweitplatzierten Næstved bestehen zu können. Wenn wir dort verlieren, können wir alles heimlich Auf-Platz-Zwei-Schielen nämlich fast schon einstellen, da hat es sich dann nämlich ausgeschielt!

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem ist und bleibt die Überraschung dieser Rückrunde - auch bei Næstved holten die Lavayeux-Schützlinge auf überzeugende Art und Weise drei Punkte.
Mann des Abends sicherlich "Hattricker" Dragic, der nach dem Schlußpfiff auch selbst über sein Mißgeschick lachen konnte.

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Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem läßt die ersten Punkte in der Aufstiegsrunde liegen - und das völlig unnötig!
Gegen Sønderjyske lagen die Gastgeber bereits komfortabel mit 2:0 in Front, bevor der bekannte (nicht beliebte!) Schlendrian Einzug hielt und die Mannschaft den bis dahin weitgehend wirkungslosen Gästesturm noch zu zwei Toren einlud.

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Als wir nach Spielende auf die Onlinetabelle schauen, grummelts und fluchts ganz ordentlich in der Kabine... aus etlichen Kehlen, versteht sich. Wenn wir die Partie konzentrierter zuende gespielt hätten ...

Naja, hilft nix. Weiterarbeiten!
Die Tabelle drucken wir seit Beginn der Playoffs nach jedem Spiel aus und hängen sie mit dem Plan der noch zu absolvierenden partien in der Mannschaftskabine aus.
Zusätzliche Motivation und so...
Wobei das Team eigentlich keine weitere Motivation benötigt - man merkt, dass allen bewußt ist, was hier vielleicht (VIELLEICHT!!!) möglich sein könnte, wenn jeder 110% gibt.

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Gegen Odense, im Pokalhabfinalrückspiel, nehmen wir uns vor, von der ersten bis zur letzten Minute voll konzentriert gegenzuhalten!

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Irgendwann mußte das Pokalmärchen ja enden. Dass es ausgerechnet so kurz vor dem Finale passiert, ist natürlich bitter - andererseits war dies das erste Halbfinale im DBU-Pokal seit über 60 Jahren, an dem Frem überhaupt teilnehmen durfte.
So gesehen wird die Mannschaft hoffentlich das Positive aus diesem Wettbewerb ziehen - man hat mehrfach gezeigt, dass man auch mit hohen Favoriten mithalten kann, auch wenn das für den gestrigen Abend nicht oder nur zwanzig Minuten lang galt.

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Ein Gutes hat das Pokalaus natürlich - wir können uns zu 100% auf die Aufstiegsrunde konzentrieren, wie im beliebten Nachschlagewerk "Ein Phrasenschwein für alle Fälle" nachzulesen ist.

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Frem Kopenhagen bleibt im Aufstiegsrennen! Im Fernkampf um den zweiten Platz erkämpfte sich die Mannschaft ein mühsames 2:1 beim Randers FC, den Siegtreffer erzielte Aleksandar Dragic kurz vor Schluss nach einem Geniestreich von Luca Orsi, dessen 40-Meter-Pass die gesamte Hintermannschaft der Gastgeber düpierte.

Vier Tage nach dem ebenso bitteren wie deutlichen Pokalaus gegen Odense zeigte sich Frem verbessert, ließ aber über weite Strecken die aus den letzten Wochen gewohnte Dominanz und Spielfreude vermissen.

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Dominanz und Spielfreude sind schön und gut - aber die drei Punkte sind wichtiger!
(Ich weiß natürlich, was Jensen meint, und ich geb ihm auch teilweise recht - aber es ist ein bißchen viel erwartet, dass ein Team wie das unsere nach einer solchen Lehrstunde einfach ungerührt zur Tagesordnung übergeht und weiterspielt, als hätte es den Nackenschlag nie gegeben.)

Nächstes Spiel ist nun die Auswärtspartie bei Nykøbing, also der "einfachste" Gegner in dieser Playoffrunde - und dennoch nicht zu unterschätzen.
Für sie geht es von Anfang an um überhaupt nichts - die gesamten 10 Spiele sind lediglich Bonus nach einer Saison, in der sie genauso überperformt haben wie wir.
Wenn es um nichts mehr geht, kannst Du auch unbelastet aufspielen - und genau deswegen sind die Gastgeber eben nicht zu unterschätzen!
(Und also grunzt das Phrasenschwein.)

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Was für eine wilde Partie! Was Nykøbing und BK Frem gestern abend veranstalteten, kann man nur als Werbung für den Fussball bezeichnen - auch wenn beide Trainer nach dem Spiel deutlich gezeichnet vor die Mikrofone traten. Offenes Visier, phasenweise wacklige Abwehrreihen - fertig ist das Spektakel.
Da Frem mit Thomsen, Lund Larsen und Peron eine sehr eingespielte und effektive Offensivreihe auf den Rasen schicken konnte (nur Dragic fiel diesmal ein wenig ab), hatten sie nicht allzu überraschend am Ende die Nase (sehr knapp!) vorn und dürften beim Blick auf die Tabelle aus dem Grinsen nicht herauskommen.

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Da hat er natürlich recht, der Herr Reporter.
Und wieso?
Weil wir mit diesem hart erkämpften Dreier Platz Zwei übernehmen, deswegen!
Innerhalb von 6 Spielen haben wir sagenhafte 9 Punkte auf Næstved aufgeholt und sind nun zum ersten Mal in der Aufstiegsrunde in der Position, alles selbst in der Hand zu haben.
Vier Spiele noch - und wenn wir viermal gewinnen, steigen wir auf.
Klingt einfach - ist aber das Gegenteil davon.
Denn zwei dieser vier Spiele absolvieren wir gegen die direkten Tabellennachbarn. Und beide dürften mächtig Wut im Bauch haben, wenn sie gegen uns antreten - immerhin haben wir beiden in dieser Saison schon schmerzhafte, teilweise gar demütigende Niederlagen zugefügt.

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Los gehts mit unserem ganz persönlichen "Final Four". Und zwar mit einem Heimspiel gegen den - inzwischen nur noch hauchzarten und heftig taumelnden - Tabellenführer Hillerød. Das letzte Auswärtsspiel haben wir 4:0 gewonnen, was geht diesmal?

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
BK Frem Kopenhagen hat die Tabellenführung der NordicBet Liga übernommen! Wie schon im Hinspiel schlagen die Blauroten den fast schon bedauernswerten Tabellenführer mit 4:0 und wie schon im Hinspiel ist das alles andere als unverdient!

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Klingt gut, ist gut - und schmeckt dennoch bittersüß.
Denn unser Stamm-Rechtsverteidiger Oskar Friis verletzt sich beim Auslaufen (!) und kann nun seine Koffer packen, für ihn ist die Saison und das Gastspiel in Kopenhagen damit beendet.
(Wir hätten ihn sehr gerne fest verpflichtet - aber die 400.000 Euro Ablöse, die sein Stammverein dafür aufruft, können, wollen und werden wir nicht zahlen.
Stattdessen verpflichtet Mads H. kurzerhand einen vertragslosen Spieler namens Erwin Schou...)


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Und während wir Erwin noch erklären, wie's hier in Valby so läuft, kommt schon der Bus mit unserem nächsten Gegner um die Ecke gedüst... es geht echt Schlag auf Schlag jetzt.

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Einen ungünstigeren Zeitpunkt für einen gebrauchten Nachmittag hätte sich die teilweise neuformierte Frem-Viererkette kaum aussuchen können. Allen drei Gegentreffern gingen teilweise haarsträubende Abwehr- und Stellungsfehler voraus. Dass gleichzeitig auch der sonst so zuverlässige Dragic im Sturmzentrum drei (!) große Chancen versiebte, passte leider ins Bild.
Frem verliert damit im direkten Duell den mühsam errungenen Aufstiegsrang und ist nun wieder auf Patzer der Konkurrenz angewiesen.

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Noch ist nichts verloren, natürlich nicht - aber beide ausstehenden Spiele müssen, MÜSSEN gewonnen werden.
Und das wird schwer genug - denn beide Teams werden sich natürlich nicht nachsagen lassen wollen, nachlässig zu agieren, nur weil es für sie selbst um nichts mehr geht.
Am vorletzten Spieltag müssen wir - letzten Auswärtsspiel der Saison - zu Sønderjyske ...

Zitat
Kommentar im "Dagbladet Information", Lars Jensen
Kein gutes Spiel gemacht - aber dennoch gewonnen.
BK Frem Kopenhagen hat sich in eine wenn schon nicht komfortable, dann zumindest ordentliche Ausgangsposition für den Saisonabschluss gebracht.
Beim 3:1 in Sønderjyske zeigten beide Teams eine fehlerbehaftete und phasenweise fahrige Spielanlage - die Gäste behielten vor allem dank Linksaußen Peron, der zwei Assists und einen Preassist beisteuerte, etwas glücklich, aber nicht unverdient die Oberhand.

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Als wir uns nach diesem Spiel die Tabelle anschauen, wissen wir sofort zwei Dinge:

Erstens - wir haben den Aufstieg tatsächlich in der eigenen Hand!
Da Hillerød und Næstved gegeneinander spielen, reicht uns ein Punkt im Heimspiel gegen Randers FC, um definitiv aufzusteigen.

Zweitens - die Presse wird in dieser Woche durchdrehen. "Herzschlagfinale" und dergleichen Platitüden werden wir öfter lesen als uns lieb ist...


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Für Spannung ist gesorgt - für Druck auch.
Jetzt müssen wir nur noch beweisen, dass wir inzwischen besser mit Druck umgehen können als im letzten Herbst.


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« Letzte Änderung: 24.Juni 2026, 16:44:27 von Noergelgnom »
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Geile Sache, tolle Saison. Daumen hoch. :)
Jetzt ein paar tolle Transfers eintüten und dann ist der Klassenerhalt auch locker drin.
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Zeig mir den Weg nach unten ...

Valby/Kopenhagen, Sommer 2047


"Na entschuldige mal - es war doch DEINE Schnapsidee, Hannes! Wenn Du mich nicht öffentlichkeitswirksam und mit Rückendeckung genau der Firma, über die Du grad so schön gemeckert hast, lautstark herausgefordert hättest, wäre das alles nicht passiert!"

Schweigen in der Leitung.
"Bist Du noch dran, Hannes?"
*leise* "Ja. ... Ich weiß halt nicht, wo ich das Geld hernehmen soll. Ich kann natürlich alles wieder verkaufen, was ich mir von dem Gehalt geleistet habe ... aber dabei krieg ich ja nichtmal einen Bruchteil dessen wieder rein, was ich dafür bezahlt habe. Und die wollen ja die ganze Kohle wiederhaben."
"Dann vereinbare eben Ratenzahlung oder so..."
"Gerard, ich verdiene fünfzigtausend bei Ascoli! - Wenn ich da zwanzig pro Jahr zurückzahlen kann, ist das wahrscheinlich schon optimistisch .... und Red Bull fordert über achthunderttausend von mir, da zahl ich ja noch als Rentner ab!"
Kurze Pause, als ihm scheinbar etwas auffällt.
"Warte mal - haben die das von Dir nicht zurückgefordert?!"
"Doch natürlich - aber ich hab das ja von Anfang nicht angerührt, weil ichs spenden wollte. Bei mir bleiben sogar noch n paar hundert als Zinsen übrig, wenn ich zurückgezahlt habe."
Hannes grummelt am anderen Ende der Leitung, er klingt nicht glücklich. Nach ein paar Sekunden unverständlichen Gemurmels holt er tief Luft.
"... Du sag mal ... Du hast doch die letzten Jahre gut verdient, oder? ... Kannst Du mir vielleicht was leihen?"

Mir bleibt die Spucke weg.
"Ist das Dein Ernst?! Du willst, dass ich Dir nach allem, was Du im Laufe der letzten zwanzig Jahre so abgezogen hast, fast eine Millione Euro schenke?!"
"Nicht schenken, Gerard, nur leihen!"
"Und wenn Du das Geld nicht mehr Red Bull schuldest, sondern mir, verdienst Du plötzlich mehr und kannst das Darlehen also schneller zurückzahlen?"
"Äh ... nein, da hast Du natürlich recht. - Vergiss es, war auch nur 'ne Idee..."
Jetzt klingt er womöglich sogar noch niedergeschlagener.
Und ich hör mich - oder besser mein Mitleid - zu meiner Verblüffung sagen: "Ist okay, ich leih dir das Geld."

Hannes klingt womöglich noch perplexer als ich es gerade bin:
"Wa... was? ... Echt?? Oooooh, dankdankedanke Gerard, ich versprech Dir, Du wirst es nicht be...."
"Stop!", unterbreche ich ihn. "Versprich mir bitte nix - und schon gar nicht, dass ich das nicht bereuen werde. Denk an Locarno, denk an Essen. - Ich leih Dir das Geld, weil meine kleine Intrige, um Dich in diese 'Challenge' mit reinzuziehen, genauso deppert war wie die ganze 'Challenge' an sich und ich deswegen ein bißchen schlechtes Gewissen habe. Das wars aber auch. Du kannst dann in Ascoli weiter Trainer sein oder was auch immer Du so machen willst und ich mach hier in Kopenhagen weiter. Und ..."

Ich erinnere mich an etwas.

"Wie liefs eigentlich in Ascoli diese Saison?"
Hannes ist sofort wieder im Grummel-Modus.
"Frag bloß nicht!"
"Zu spät, hab schon."
"grummelgrummel .... Wir waren in den Playoffs wieder nicht clever genug, diesmal aber schon in der dritten Runde, nicht erst in der vierten wie letztes Jahr.
Du kannst also wieder lästern, weil Du inzwischen erste Liga spielst und ich immer noch in der Serie C rumdümpele."


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"Ach komm, sei nicht albern", entgegne ich. "Warum sollte ich über Dich lästern? Du hast - abgesehen von verschiedenen kurzen Episoden - doch nie als Trainer gearbeitet. Ist doch logisch, dass ich ein bißchen erfolgreicher bin."
"Arsch!", mault Hannes.
(Und zurecht - das war grad echt nicht nett, wie mir kurz nach dem Spruch auch selbst auffällt. Immerhin.)

"Jaja, hast ja recht - sorry.", murmle ich halbherzig.
"Aber mal im Ernst - willst Du in Ascoli bleiben?"
"Ja schon, mal sehen, ob ich auch bleiben darf. Der Vorstand hat für nächste Woche ein 'Saisonanalyse-Meeting' angesetzt. Bin gespannt, ob ich danach noch Trainer bin."


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Hannes und ich vereinbaren schließlich, dass ich in der kommenden Woche "mal kurz" nach Italien fliege - ich wollte nach dme Reinfall mit Karoline sowieso mal ein paar Tage raus und nutze die Gelegenheit gerne.

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Wir begeben uns zu einem Notar, lassen einen Darlehensvertrag aufsetzen ... und ich leihe Hannes mal so eben ein Viertel meiner Ersparnisse.
Warum auch nicht? Er ist ein sehr vertrauenswürdiger Mensch, wie ich schon mehrmals in meinem Leben feststellen durfte, was soll schon schiefgehen?
Und außerdem ... wozu braucht man schon Geld?


Gut, auf die letzte Frage könnte mein Vereinsvorstand sicherlich Antworten geben - und eine davon würde ganz sicher lauten:
"Um zu verhindern, dass die Umstellung eines Vereins auf Vollprofessionalität direkt in die Insolvenz führt."

Das machen wir nämlich in diesen Wochen.
Also die Sache mit der Vollprofessionalität, nicht die Insolvenzgeschichte...
Wir waren schon in der NordicBet Liga einer von nur 3 Vereinen, die noch semiprofessionell arbeiteten (was unseren Aufstieg glatt noch ein bißchen besondererererer ... äh ... also noch mehr besonders macht.)
In der Superliga würden wir aber nicht nur trainiongstechnisch endgültig ins Híntertreffen geraten - wir würden wahrscheinlich auch keine Spieler mehr finden, die sich das antun.

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Die beiden Skjellerups und Mads H. machen nach der erfolgten Umstellung mithilfe eines Taschenrechners eine kurze Überschlagsrechnung und legen dann fest, dass das Budget locker verdoppelt werden kann.
Mit dem ausdrücklichem Vorbehalt, dass im Winter - falls nötig - nochmal ordentlich nachgelegt werden kann.

Da ich ja inzwischen an keinerlei dusselige Red-Bull-Challenge-regeln mehr gebunden bin, ist es mir erlaubt, entgeistert nachzufragen, wo diese schätzungsweise 2-3 Millionen Euro denn bitteschön herkommen sollen?
Die Antwort überrascht mich etwas.

Offenbar ist es in Dänemark nämlich so, dass in den obersten beiden Ligen 3x in der Saison - im allgemeinen im September/Oktober, im März und im Juni - Teilnahmeprämien an die Vereine ausgeschüttet werden.
Letzte Saison, in der zweiten Liga, beliefen sich die gesamten Einnahmen aus diesen drei Zahlungen auf etwa 1,3 Millionen Euro.
In der ersten Liga erhalten wir stattdessen etwa 5,5 bis 6 Millionen Euro!
Und obendrein gibt es noch Platzierungsprämien am Ende der Saison, die sich auf 700.000 Euro (letzter Platz) bis 2,5 Millionen Euro (Meister) belaufen.

Wir haben also garantierte Prämienmehreinnahmen von mehreren Millionen, dazu wahrscheinlich etwa eine halbe Million Einnahmen durch Übertragungsrechte einzelner Spiele und natürlich höhere Ticketverkäufe und Merchandising-Einkommen.
"Dass wir es geschafft haben, Frem in die erste Liga zu bringen, ist sportlich genauso herausragend wie finanziell", fasst Präsident Skjellerup die kurze Übersicht zusammen.

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Später am gleichen Tag hab ich noch ein kurzes Gespräch mit Mads H. und rede ihm die Idee aus, die er mir präsentiert - er will nämlich, dass ich mich wie bei meinen vorhergehenden Stationen auch, ab sofort wieder stark in die Transferpolitik einbringe.
Ich schüttele nur den Kopf: "Nein, Mads, das werden wir nicht tun - Du hast bisher herausragende Arbeit geleistet und ich möchte das Arrangement daher so beibehalten. Ich kann gern ab und zu einen Blick in die Scoutberichte werfen und Dir den einen oder anderen Tip geben, wenn ich jemanden extrem spannendes da entdecke - aber den Posten als stellvertretender Sportdirektor möchte ich eigentlich nicht antreten."

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Zu guter Letzt schlägt mir Mads H. Ende Juni noch vor, dass ich doch eigentlich meinen Vertrag verlängern könne - der läuft ja nicht mehr so lange und Kontinuität ist doch so wichtig und überhaupt ...

... seine Argumentation ist stichhaltig, außerdem fühl ich mir hier in Kopenhagen echt wohl, also unterschreibe ich ohne Zögern ein Arbeitspapier, das mich bis Sommer 2051 zum Frem-Trainer macht.
Erst als ich abends im Bett liege, fällt mir ein, dass wir gar nicht übers Gehalt gesprochen haben.
Kurzer Kontrollblick in meinen neuen Vertrag - ah, ist der alte, nur mit überkritzeltem Datum.
Also weiterhin 30.000 brutto im Jahr.
Aber ich hab ja noch ne siebenstellige Summe auf der Bank.
Und außerdem, wie gesagt: wer braucht schon Geld?

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« Letzte Änderung: 27.Juni 2026, 20:00:05 von Noergelgnom »
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Valby/Kopenhagen, Vorrunde 2047/2048


Ascoli Calcio entscheiden sich intelligenterweise, mit Hannes zu verlängern.
Warum "intelligenterweise"?
Weil er mit einer Mannschaft, die zwischen Platz 4 und 8 getippt wurde, nun schon im zweiten Jahr in Folge leicht überperformt hat. Muss man ja auch erstmal schaffen.

In Kopenhagen haben die Verantwortlichen alle Hände voll zu tun, um die neue Saison - die erste in der Superliga seit 2003/2004 - vorzubereiten.
Ein halbes Dutzend Spieler haben den Verein verlassen, einige weitere werden das aller Voraussicht nach im Winter tun - in Dänemark ist es nämlich nicht unüblich, dass Verträge bis zum 31.12. geschlossen werden.
Hat vielleicht etwas damit zu tun, dass das in Schweden und Norwegen auch so ist, vielleicht auch nicht.
Ist ehrlich gesagt auch nicht so wichtig - viel entscheidender ist die Antwort auf die Frage, ob Mads H. es schafft, den Kader mit dem deutlich angehobenen Budget so zu verstärken, dass wir eine Chance auf Platz 10 haben.
Denn das ist das interne Ziel.

Wir wissen natürlich, dass wir die absoluten Underdogs sein werden, mehr noch als in der vorherigen Saison.
Und um zu erahnen, dass wir am Ende der Vorrunde in der Abstiegsrunde landen werden, ist auch kein Abschluss in "Divinatio per coffeae sedimenta" (also Angewandter Kaffeesatzleserei) nötig.
Genaugenommen zeichnen die Saisonvorschau-Artikel aller wichtigen Gazetten im Sportblätterwald (also zb der Tenniseiche, der Langlaufweide, der Handballkastanie, nicht aber der Biathlonkiefer) ein Bild, das mir aus meinem Arbeitsleben - egal wo - nur allzu vertraut ist: BK Frem Kopenhagen wird grundsätzlich als Letzter im Tableau erwartet.

Wobei es eine bemerkenswerte Ausnahme gibt - Lars Jensen, der Krachfanatiker von "Dagbladet Information", tippt uns vor Næstved und Vendsyssel auf eben jenen Platz 10, den wir so gern erringen würden.
Warum?
Darauf hat er in seinem kurz vor Saisonstart erscheinenden Artikel eine etwas längere, aber nachvollziehbare Erklärung parat:

Zitat
"Natürlich ist der Umbruch bei Frem nicht zu verachten - aber zwei Dinge machen aktuell wirklich Mut, wenn mans mit den Fremmerne hält.
Zum einen hat es die sportliche Führung geschafft, die Führungsspielerachse fast vollständig zu halten - vom Innenverteidigerpärchen Palade/Johannsen über Bondoso und Camara auf der Doppelsechs bis hin zum besten Vorbereiter (Linksaußen Peron) und dem besten Torschützen, Aleksandar Dragic.

Der einzige Abschied, bei dem ich aktuell nicht sehe, wie er ohne Qualitätsverlust aufgefangen werden soll, ist Defensivmonster Luca Orsi. Der aus Italien geliehene Sechser war nicht für Geld und gute Worte zum Verbleib zu überreden. Und bisher sieht es danach aus, als ob die bereits genannten Camara und Bondoso - also die bisherige Nummer Zwei und Drei im defensiven Mittelfeld - zukünftig Stamm spielen. Kapitän Wæver war schon in der letzten Saison eher Einwechselspieler, da er fürs defensive Mittelfeld einfach zu zweikampfschwach ist.

Der andere Mutmacher sind die Neuzugänge. Sportdirektor Mads Høi hat ja inzwischen mehrfach bewiesen, dass er nicht nur gute Kontakte hat (siehe die Orsi-Leihe), sondern auch mit einem vorhandenen Budget zwar mutig, aber gleichzeitig verantwortungsvoll umgehen und dabei einen klar erkennbaren Plan verfolgen kann. Dass dieser Plan die Taktik des Trainer mit in Betracht zieht, versteht sich eigentlich von selbst.

Frem Kopenhangen spielt unter Lavayeux nunmehr seit zwei Jahren sehr erfolgreich in einem konterlastigen 4222, in dem vor allem der Zweikampfhärte auf der Sechs und der explosiven Geschwindigkeit auf den vier nominellen Offensivpositionen große Bedeutung zukommt.
Als Transferverantwortlicher des sowohl sportlich als auch finanziell kleinsten der 3F-Superliga-Vereine muss man dabei selbstverständlich an manchen Stellen Kompromisse eingehen, um sich auf bestimmter Problemfelder fokussieren zu können.
Und deswegen finden sich hinter Palade/Johannsen im Abwehrzentrum vorwiegend geliehene Spieler, die für kleines Geld (oder gleich ganz ohne Gehaltsübernahme) die Backup-Positionen in der Innenverteidigung übernehmen sollen.
Dazu steht mit Eigengewächs Søjberg ja auch noch eine sehr erfahrene, wenn auch wahrscheinlich nicht komplett ligataugliche Option zur Verfügung.

Den dadurch geschaffenen Spielraum im Budget nutzte Høi zum einen für die Verpflichtung eines Torhüters, der wohl nicht nur die sprichwörtlichen Experten überrascht hat.
Vom serbischen Erstligisten FK Bajša kommt der - nach Vertragsende ablösefreie - frühere U21-Nationalkeeper Serbiens nach Kopenhagen. Der beim RFK Novi Sad ausgebildete Patrick Albert gilt als Torhüter ohne große Schwächen, der über herausragende Reflexe und Sprungkraft verfügt.

Für die rechte Abwehrseite wurde Bent Sørensen vom Lokalrivalen Lyngby weggelotst, für die rechte Außenbahn der Spanier Alejandro Ruiz aus der zweiten Mannschaft des spanischen Drittligisten Cartagena verpflichtet. (Gerüchte besagem bei Ruiz' Transfer habe Coach Lavayeux seine Kontakte nach Spanien spielen lassen.)

Und (leider erst) Mitte November wird dann DIE Überraschung des Transferfensters beim BK Frem eintreffen - der zum Ende der isländischen Saison verpflichtete Neu-Nationalspieler Islands, Gunnar Logi Bond. Bond gilt als DAS Offensivtalent der Isländer und kommt mit der Empfehlung von bereits 21 Länderspielen in den U-Nationalmannschaften.
Bond kommt vom vierfachen isländischen Meister Fjölnir und soll im Winter den Kaderplatz von Bartholomej Molis übernehmen, dessen Leihe (von Lillestrøm) dann voraussichtlich enden wird.
Bond ist allerdings nicht nur der namhafteste, sondern auch der risikoreichste Transfer des Aufsteigers, denn BK Frem entlohnt ihm seine Dienste dem Vernehmen nach mit mehr als 220.000 Euro Jahresgehalt - das ist (sofern es stimmt) mehr als doppelt so viel wie die (nach ihren Vertragsverlängerungen auch ganz und gar nicht mehr günstigen) Eliot Peron auf der linken Außenbahn und Aleksandar Dragic im Sturm verdienen.

Ebenfalls im Januar wird der Franzose Karim Brand zur Mannschaft stoßen und soll perspektivisch die Rolle von Luca Orsi übernehmen, auch er kommt - natürlich, möchte man hinzufügen - ablösefrei.

Wenn man sich den durch die diversen Zu- und Abgänge entstehenden Kader anschaut, kann man Herrn Høi eigentlich nur beglückwünschen, denn zumindest auf dem Papier hat er mehrere Dinge gleichzeitig erreicht:
er hat den Kader verjüngt und polyvalenter aufgestellt, mehrere äußerst verletzungsanfällige Spieler abgegeben und mit hoffentlich widerstandsfähigeren Ersatzleuten, nunja, ersetzt, eine der drängendsten Kaderbaustellen (die Torhüterposition) voraussichtlich sogar mittelfristig geschlossen, die Talentdichte deutlich erhöht und alles in allem, so meine ich, auch die generelle Kaderqualität angehoben.

Die Trainingseinheiten, die ich beoachten konnte, vermitteln zumindest mir den Eindruck, dass die Mannschaft in sich harmonisch ist, gleichzeitig ist das Umfeld von BK Frem ja schon fast traditionell geduldig und loyal.
(Der Rekordzuschauerschnitt von fast 1000 Zuschauern in der 3. Division, aufgestellt in der letzten Viertligasaison 2039/40, hat noch immer Bestand - solch treue und loyale Fans wünscht sich wohl jeder Verein.)

Alles in allem erwarte ich, dass der BK Frem Kopenhagen zwar in der kommenden Saison durchweg gegen den Abstieg spielen wird, sehe aber durchaus Chancen für den Klassenerhalt."

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Unser Vorstand hat Jensens Einschätzung - wie auch alle anderen - selbstredend auch gelesen und ist (in Form von Martin Skjellerup) der Meinung, dass Platz 10 zwar ambitioniert, aber keineswegs unrealistisch ist, insbesondere nachdem Mads H. mir eine derartig tolle Mannschaft zusammengestellt hat.
Die ist genaugenommen toll genug, dass ich doch eigentlich auch abgesehen von der schnöden Platzierung ein paar Vorgaben erfüllen könnte, oder?
Nachdem ich mir konkret habe erklären lassen, was die Dame und die Herren so im Sinn haben, bin ich geneigt, das für erfüllbar zu halten, auch wenn das mit den Standardsituationen so eine Sache ist.
Weder unsere Ecken-/Freistoßschützen noch die eventuellen Abnehmer für Kopfbälle waren in der zweiten Liga fähig, da allzuviel zustandezubringen.
In der ersten Liga, wo das Niveau der gegnerischen Defensive nochmal deutlich höher ist, wird das wohl nicht anders aussehen.
Naja. Vielleicht fällt uns ja noch ein obergeheimer Supertrick ein, mit dem wir die gegnerischen Abwehrreihen eins ums andere Mal übertölpeln können...

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Immerhin können wir viele verschiedene Spieler auf die Standards ansetzen, wenn wir das wollen - denn die Kaderregeln sind erneut äußerst lax, kann ich nicht anders sagen.
Solange uns das Geld nicht ausgeht, können wir theoretisch unbegrenzt viele U21-Spieler holen und in Pflichtspielen auf den Platz schicken.
Ist natürlich mit Sicherheit als Maßnahme zur Nachwuchsförderung gedacht, aber ich hab das Gefühl, dass es nicht so richtig bis zum Ende durchdacht wurde...

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Wir nutzen das Schlupfloch (das wir eigentlich auch Schlupfscheunentor nennen könnten) jedenfalls nicht aus und melden einen angemessenen Kader, der zwar durchaus einige nicht registrierungspflichtige U21-Kicker enthält, aber eben nicht übermässig viele.
Und nach dem Deadline Day sieht dieser Kader sogar richtig gut aus.

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Was die Medien nicht an der Empfehlung daran hindert, uns schon mal anzuschnallen, die schiefe Ebene in Richtung Abstieg sei vermutlich steil, könnte sich auch als Fallrohr herausstellen und die Fahrt sei daher schnell und gefährlich...

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Aber soweit sind wir noch nicht - kurze Rückblende zur Saisoneröffnung.
Die haben wir zum Fanhappening machen wollen und haben deswegen die soeben in die dritte Liga aufgestiegenen Rivalen vom AB Gladsaxe eingeladen.

Der Plan: lockerer Saisonauftakt, schönes Gekicke, ein paar tolle Torraumszenen und hunderte zufriedener Neufans.
Die Realität: wir spielen tatsächlich eine lockere erste Halbzeit, die Gäste haben sich auf der Busfahrt in den Valby Idrætspark allerdings stattdessen das Messer zwischen die Zähne geklemmt und zeigen uns in den ersten 45 Minuten mal, was so eine richtige Derbyharke ist.
Torraumszenen gibt es etliche - leider allesamt in unserem Strafraum - und zur Halbzeit geht es mit einem 0:3 (!!!) in die Kabine.
Im Vorbeigehen höre ich auf den Rängen einen Gesprächsfetzen mit einer Frage, die ich 20 Sekunden später an die Mannschaft weitergebe:

"Du hast gesagt, die in blaurot sind die Erstligisten und die in blaugelb die Drittligisten - bist Du da ganz sicher?"

Ausgehend von diesem Zitat falte ich die Jungs mal kurz zusammen. Saisonauftakt und Freundschaftsspiel hin oder her - das ist n verdammtes Derby, ey!
Merkt die Mannschaft offenbar jetzt erst.
In Durchgang zwei wird das Spiel dann standesgemäßer, auch wenn wir das Ergebnis nicht mehr komplett umbiegen können.
Dennoch: Totalblamage geradeso abgewendet, puh!

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Die weiteren Vorbereitungsspiele laufen seitens unserer Jungs zum Glück deutlich konzentrierter ab, die einzigen Wermutstropfen sind - natürlich! - ein paar Verletzungen, die zu einer Vorbereitung einfach standardmässig dazuzugehören scheinen.
Und - ebenfalls natürlich! - erwischt es die beiden Stammspieler (DM Bondoso und Keeper Albert) direkt vor dem ersten Ligaspiel.
Verdammte Axt, verdammte!


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Gut, der Gegner in unserem ersten Saisonspiel ist Brøndby Kopenhagen, die sich letztes Jahr für die Europa League qualifiziert haben und auch in dieser Saison wieder im Dunstkreis der ersten 3-4 Plätze erwartet werden.
Ob die beiden fehlenden Spieler da einen derart großen Unterschied gemacht hätten?
Weiß man nicht - aber ob nun ohne oder mit voller Kapelle: dieses Spiel macht nicht gerade Mut.

Wir kassieren ein frühes und ein spätes Gegentor, haben selbst nur eine gute Chance (die Dragic kläglich verstolpert) und das Positivste an diesem Spiel ist noch die Erkenntnis, dass Ersatzkeeper Stokkeland (der im letzten Frühjahr noch Stammkraft war) auch in der ersten Liga grundlegend mithalten kann.
Das Zweitpositivste: ausverkauftes Haus, weil Brøndby tausende "Auswärts"fans mitbringt.

Davon abgesehen: Sch...start.

Nur gut, dass Næstved und Vendsyssel mit 3 Toren Unterschied verloren haben, damit stehen wir immerhin grad so über dem Strich.

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Im nächsten Spiel, auswärts bei Odense BK, sind wir nicht ganz so komplett unterlegen, schießen auch unser erstes Tor - allerdings ist Thomsens verwandelter Elfmeter halt nur der Anschluß nach 0:2-Rückstand.
Und ein zweites Tor will uns nicht gelingen.
Immerhin: wir erspielen uns im Gegensatz zum Auftakt Chancen, die generelle Spielanlage scheint zu funktionieren - auch wenn Odense natürlich nicht solch ein Hammer von einem Gegner ist wie Brøndby.

Sowohl Næstved als auch Vendsyssel haben erneut klare Niederlagen "eingeheimst", wir bleiben Zehnter.

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Nach zwei Wochen Pause dann gleich noch ein Auswärtsspiel, diesmal gegen Aalborg. Die werden als unser bisher stärkster Gegner angesehen und genau so läuft auch die Partie. Sehr einseitig - aber unsere Abwehr steht sicher.
Der Schachzug, Camara zum reinen Abräumer (und bei gegnerischem Ballbesitz damit zu einem Bollwerk vor der eigentlichen Innenverteidigung) zu machen, zahlt sich sichtbar aus.
Und vorne gelingt Dragic kurz vor der Pause sein Premierentor in der Superliga - nach einem weiten Ball von Rechtsverteidiger Sørensen ist er frei durch und behält diesmal vor dem Keeper die Nerven.
Leider reicht dieses Tor nicht für drei Punkte, weil auch die Gastgeber einen nahezu perfekten Angriff spielen, den wir einfach nicht verteidigt bekommen.
Aber am Ende des Spiels haben wir unseren ersten Punkt - Næstved und Vendsyssel stehen immer noch bei null.

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Spieltag vier, wir haben Heimspiel gegen Silkeborg IF. Die sind genauso schlecht gestartet wie wir und haben aktuell ebenfalls nur einen Punkt. Klarer Fall: wir wollen hier was mitnehmen!

Das Spiel läuft dann aber erstmal in die völlig verkehrte Richtung, denn gleich der erste gute Gästeangriff führt zum 0:1.
Und während unsere Mannschaft noch versucht, den Schock zu verdauen, wollen die Gäste natürlich so schnell wie möglich nachlegen.
Die erste halbe Stunde des Spiels sieht den Ball fast durchgehend in unserer Hälfte und Keeper Albert kann hier zum ersten Mal vor eigenem Publikum wirklich zeigen, was in ihm steckt.
Er bringt den Mittelstürmer der Silkeborger mehrfach an den Rand des Nervenzusammenbruchs, weil er einfach unüberwindlich scheint.
Nach etwa 30 Minuten läßt der Druck auf unsere Abwehr langsam etwas nach, die Gäste beschränken sich im weiteren Verlauf der Partie eher darauf, uns vom Tor fernzuhalten als dass sie selbst nochmal groß offensiv werden.
Selbst als unser Sechser Camara nach einer slapstickhaften Szene eher zufällig vom rechten Fünfmetereck den Ausgleich erzielt, legen sie den Schalter nicht wieder um.

Und das rächt sich - spät zwar, sehr spät, aber es rächt sich.
In der 92. Minute (!) wird Linksverteidiger Jørgensen bei einem Flankenlauf nicht angegriffen, zieht zum Strafraumeck und passt den Ball dann scharf an den Elfmeterpunkt.
Und dort nutzt Rechtsaußen Ruiz seinen herausragenden Antritt, sprintet zwischen den Innenverteidigern durch und spitzelt die Kugel ins rechte untere Eck. Der Keeper ist völlig machtlos, denn er mußte bis zu Jørgensens Pass ja das kurze Eck zumachen und kommt nun nicht mehr schnell genug auf die andere Seite seines Kastens.

Eine Minute später ist Schluß und wir haben unseren ersten Heimsieg.
Und vier Punkte!
Und weil sich Vendsyssel und Næstved im direkten Duell unentschieden getrennt haben, beträgt unser Vorsprung auf die Abstiegsplätze nun schon 3 Punkte!

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Mit diesem Hochgefühl fahren wir zum Drittligisten HB Køge - Pokalauftakt.
Und was für einer!
Von Klassenunterschied ist nix zu sehen - nach 2 Minuten liegen wir bereits hinten, weil die Gastgeber loslegen wie die berüchtigte Feuerwehr.
Wir lassen uns von diesem Energielevel anstecken - Dragic dreht das Spiel innerhalb von 45 Sekunden! - und es wird eine Partie mit komplett offenem Visier und zwei Trainern, die am Tag danach heiser sind ob der ständigen gebrüllten Flüche, weil sich beide Defensivreihen dabei überbieten, den Gegner zu Torschüssen einzuladen.

Dass wir am Ende die Glücklicheren sind, hat mit Glück und Können gleichermassen zu tun - und mit einem erneut überzeugenden Torwart Albert, der mehrfach klasse pariert und in der 80. Minute, beim Stande von 4:2 für uns, einen (gar nicht mal schlecht geschossenen) Elfmeter hält.
Wer weiß, wie die Schlußphase verlaufen wäre, wenn dieser Elfer das Anschlusstor geworden wäre.

So jedoch können wir uns über den zweiten Pflichtspielerfolg in "Serie" freuen und mit noch etwas mehr Zuversicht nach Aarhus weiterdüsen...

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... wo uns Ligaspiel Numero fünnef erwartet.
Aarhus hat die letzten beiden Ligaspiele verloren, hat auch nur 4 Punkte auf dem Konto ... geht da vielleicht was?
Die Frage wird relativ schnell mit "Nein, vergeßt es!" beantwortet - es ist ein Spiel auf ein Tor (unseres, leider) und Perons Tor in der 94. Minute ist gerade mal unser zweiter Torschuß...
Puh, gar nicht gut.

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Bloß gut, dass wir jetzt ein Spiel vor der Brust haben, für das wir die Mannschaft nicht extra zu motivieren brauchen - Næstwed ist aktuell Letzter und wenn wir hier gewinnen, haben wir bereits 6 Punkte Vorsprung!
Da die Gäste einen ziemlich zentrumslastigen Spielaufbau pflegen, verdichten wir ebenjenes Zentrum durch die Umstellung auf 433 - und das zieht unserem Gegner komplett den Stecker.
Das 3:0 ist vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen, aber das ist ja wurscht.

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Eine Woche drauf gehen wir beim FC Midtjylland (einem der vielen Zusammenschlussvereine in Dänemark) zwar mächtig baden (das 1:4 schmeichelt uns sogar noch ein wenig), aber die Tabelle sieht nach etwa dem ersten Vorrundendrittel deutlich freundlicher aus als viele uns zugetraut hätten!

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"Herr Lavayeux, Glückwunsch zu einem überraschend guten Saisonstart, trotz des heftigen Auftaktprogramms."
"Danke, Herr Jensen, aber die Glückwünsche würde ich gern noch zurückstellen, wir haben absolut nichts gewonnen bisher - da Silkeborg und Vendsyssel an diesem Wochenende gewonnen haben, sind wir nur eine Niederlage vom Abstiegsplatz entfernt."
"Das stimmt natürlich, aber dennoch ist es schön zu sehen, das Frem Kopenhagen in dieser Liga mithalten kann, zumindest gegen Mannschaften, die nicht um die Plätze eins bis vier spielen."
"Wollen wir hoffen, dass es so bleibt."


Achter Spieltag - und eines der schwersten wahrscheinlich schwersten Spiele der Saison - gegen den Meisterschaftsanwärter FC Nordsjælland. Von den letzten 15 Meisterschaften hat Platzhirsch FC Kopenhagen schlappe 12 gewonnen - aber zweimal konnte Nordsjælland jubeln (und einmal auch Aalborg).
Und diese drei Mannschaften liegen ja auch jetzt schon wieder auf den ersten drei Plätzen.

Wir rechnen uns also wenig aus, stellen die Mannschaft auf "Abwehrschlacht" ein ...

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... und trauen dann unseren Augen nicht, als wir miterleben, was sich auf dem Platz abspielt.
Die Jungs rollen in den ersten 30 Minuten mehrfach über die völlig überraschten Gäste hinweg, und wenn Dragic, Ruiz und Peron ein wenig konzentrierter und abschlußstärker wären, hätte es nach diesen 30 Minuten mindestens 4:0 gestanden. Mehrfach versemmeln die Spieler den letzten Pass, treffen den Ball beim Torschuß nicht voll, haben Nervenflattern vor dem Keepr ... das Übliche halt.

Aber trotz dieses Chancenwuchers führen wir nach 25 Minuten mit 2:0, weil erst Leihgabe Molis einen an ihm selbst verursachten Elfmeter verwandelt und dann Rechtsaußen Ruiz nach einer Ecke im Getümmel am schnellsten schaltet und den Ball mit mehr Glück als Verstand (und mindestens dreimal abgefälscht) in die Maschen drischt.

Danach sind die Gäste wach und im Spiel angekommen und nehmen das Heft mehr und mehr selbst in die Hand.
Ein Angriff nach dem anderen rollt auf Patrick Albert in unserem Tor zu - und der pariert und pariert und pariert.
Wenn ich mir Stefan Aegerter im Winterthurer Tor nicht nur ausgedacht hätte, hätte ich jetzt n Deja vu.
Absolut unüberwindlich - dass er danach zum Spieler des Spiels gewählt und mit Sprechchören gefeiert wird, ist beides hochverdient.
Was für ein Spiel!

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Danach gehts für uns zum Viertligisten FC Nakskov, den wir vor 62 Zuschauern (!) locker ausschalten und dabei einen neuen xG-Rekord während meiner Trainerzeit hier aufstellen.
Das Endergebnis ist jedenfalls um 3 oder 4 Tore zu gering ausgefallen, meint Lars Jensen in seinem Artikel am nächsten Tag.

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Nach einer derart überzeugenden Leistung geht doch jetzt im Heimderby gegen Lyngby BK auch was, oder?
Naja, wie mans nimmt - wir können immerhin den Teilerfolg verbuchen, trotz sehr ausbaufähiger Leistung und Rückstand noch einen Punkt geholt zu haben.
Aber der war sehr, sehr, SEHR glücklich.

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Nicht die allerbesten Voraussetzungen für einen "Kellergipfel", aber wir müssen natürlich trotzdem zu Vendsyssel und dieses Spiel spielen.
Und danach wissen wir zwar nicht so richtig, wie wir das einordnen sollen, grinsen aber dennoch wie die Honigkuchenpferde.

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"Glücklicher Sieg, Herr Lavayeux - über eine Niederlage hätten Sie sich heute nicht allzulaut beschweren dürfen, oder?"
"Kann man so sehen, Herr Jensen - oder man nennt uns 'effizient' und verwiest darauf, dass unsere Zweikampfwerte exorbitant besser waren als die der Gastgeber, was darauf hindeutet, dass wir den Abstiegskampf in diesem Spiel besser angenommen haben."
"Abstiegskampf?"
"Natürlich, es zählt nur, Punkte gegen den Abstieg zu holen, auch wenn die tabellarische Momentaufnahme vielleicht etwas rosiger ist."


Ist mir auch egal, wie euphorisch so mancher Fan im Umfeld nach 7 Punkten aus drei Spielen ist - ich hab den Spielplan ja gelesen und weiß, was jetzt als nächstes kommt.
Und diesmal ist mein Pessimismus vollauf berechtigt - wie eine unaufhaltsame Woge rollt Rekordmeister FC Kopenhagen über uns hinweg und nur dem mehrfach glänzend reagierenden Torwart Albert ist es zu verdanken, dass das hier kein vollständiges Debakel, sondern einfach "nur" eine sehr, sehr klare Niederlage wird.
Gut, dass wir schon ein kleines Polster nach unten (und einige Saisonsiege) haben - wäre das hier das Auftaktspiel der Saison gewesen ... puh!
Die Auswirkungen auf die Moral wären wahrscheinlich heftig gewesen.

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So jedoch gelingt es mir, das Team schnell wieder aufzubauen und auf die nächste harte Aufgabe vorzubereiten: Pokal, vierte Runde, mal wieder auswärts.
In Midtjylland.

Leider stellt sich im Spiel heraus, dass das Selbstvertrauen der Jungs doch angeknackst ist - bis zur 21. Minute (und dem ersten Gegentor) halten sie klasse mit, aber als sie einmal hintenliegen, ists vorbei mit dem Kampfgeist, ab dem Moment regiert der Sicherheitspass.
Mit dieser Einstellung, die Co-Trainer Mads R. und ich auch in der Halbzeitpause nicht aus den Köpfen rausbekommen, holst Du bei einem Team wie Midtjylland natürlich keinen Rückstand mehr auf.
Die Gastgeber schonen sich zum Glück in der zweiten Hälfte etwas, wir können sogar noch Ergebniskosmetik betreiben - aber dennoch sind sämtliche Pokalträume nach diesem Abend erstmal Geschichte.

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Das folgende Heimspiel gegen Odense läuft dann unter dem Motto "Haste Angst, haste Probleme".
Die Gäste sind uns - obwohl nominell der "einfachste" der letzten 3 Gegner - eindeutig überlegen und spielen uns ein ums andere Mal schwindlig.
Nichtmal unsere (glückliche) Führung nach knapp einer Stunde kann daran etwas ändern. Ganz im Gegenteil - wir haben offenbar jetzt nicht nur Angst, das Spiel zu verlieren, sondern zusätzlich auch noch Angst, die Führung zu vergeigen und das Unentschieden zu verspielen.
Ergebnis: Odense geht 9 Minuten nach unserem 1:0 ihrerseits in Führung.
Und da sie weniger Angst haben, gewinnen sie.
So einfach kann Fussball sein.

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Ich beschließe, dass vor dem nächsten Spiel (auswärts bei Brøndby) nur Psychotraining stattfindet.
Klar, ein bißchen Laufen und Gegendenballtreten muss auch sein, aber es geht hauptsächlich darum, den Spielern das Vertrauen in ihre Fähigkeiten wiederzugeben.
Volles Programm - Mentaltrainer, Vertrauensübungen, Bäume anschreien ... wenns ihnen dabei hilft, ihren Mut wiederzufinden, kauf ich den Jungs sogar Löwensenf!

Was sich dann im Spiel tut, spottet aber trotz aller Psycho-Geheimwaffen jeder Beschreibung.
Brøndby erwischt den besseren Start und geht schon nach 8 Minuten durch einen abgefälschten Schuß von der Strafraumkante in Führung.
Danach gelingt ihnen allerdings exakt nichts mehr - in jedem halbwegs aussichtsreichen Angriffsspielzug haben sie plötzlich ein Slapstickelement drin, das eben jenen Spielzug ergebnislos versanden läßt.
Und währenddessen rollt bei uns gleich die erste Halbchance (ein Schüßchen Dragics, fast eher eine Rückgabe, weil er den Ball nur streichelt, nicht aber richtig trifft) zum Ausgleich ins Tor.
Unseren anderen drei (DREI!) Treffer sind ebenfalls aus der Kategorie "Kann-Tor" - aber am Ende steht dennoch ein 4:1 auf der Anzeigetafel, das keiner erwartet hatte, keiner versteht - und außer uns und unseren Fans womöglich auch keiner geil findet, weils einfach ziemlich unverdient war.

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Die Länderspielpause nutzen wir zu einem Testspiel, in dem wir der zweiten Garnitur die Chance geben wollen, sich für einen Einsatz zu empfehlen - aber erst, als wir nach 60 Minuten einmal komplett durchwechseln und die Stammspieler auf dem Feld stehen, retten wir gegen Zweitligakellerkind Hellerup IK wenigstens noch ein Unentschieden.
Und zwar zuhause!

Kein gutes Omen fürs vorletzte Ligaspiel vor der Winterpause - aber andererseits ist das nun folgende Heimspiel gegen Aalborg auch das erste Spiel, in dem unser neuer isländischer Jungstar mit dem berühmten Namen mit wirken darf.
Und Gunnar Logi Bond, der mit diesem Spiel Molis sofort und permanent auf die Bank verdrängt, wird gleich mal zum Matchwinner, weil sein schöner Lupfer (nach Jørgensen-Paß) nach einer Viertelstunde das einzige Tor des Spiel bleibt.
Guter Einstand!
(Das Aalborg das bessere Spiel zeigt und auch die besseren Torchancen hat, ignorieren wir mal tapfer.)

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Erster Dezember, Zeit für den Weihnachtskalender.
Wir fahren zu Silkeborg IF, gehen früh durch Dragic (nach Bond-Vorlage) in Führung, versuchen die Führung mit leichter Verwaltungstätigkeit ins Ziel zu beamten, bauen die Gastgeber damit wieder auf - und Silkeborg sagt danke für diese geschenkte Rückholaktion und gleicht sechs Minuten vor Feierabend aus.
Da sich Peron (der in der 88. Minute eine Ecke tritt) und Ruiz (der sie gar nicht erst annimmt, sondern sofort den Volley abfeuert) inzwischen aber ganz gut verstehen, prallt die Kugel nach ein bißchen Geflippere (und unter gütiger Mithilfe eines Silkeborg-Defensivschädels) ins Gastgebertor und wir bejubeln einen durchaus verdienten Sieg.

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Damit ergibt sich eine Winterpausen-Tabelle, mit der so wohl nur die allerwenigsten gerechnet hätten (uns eingeschlossen!):

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Die ist natürlich ein wenig verzerrt, durch die Nachholespiele können wir auf Rang 8 zurückfallen, aber darum geht es ja gar nicht.
Worum es geht, sind die elf (ELF!) Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz!


Die Winterpause, die hier in Dänemark, schlappe 3 Monate lang ist, bringt uns mit Karim Brand noch einen weiteren hochkarätigen Neuzugang, der perspektivisch Stammkraft auf der Sechs werden kann (und hoffentlich auch werden wird).

Außerdem gibts noch ein wenig mehr Bewegung im Kader - und vor allem die Abteilung "im Verein ausgebildete Spieler" ist nunmehr wirklich randgenäht: wir haben nur noch exakt die vier entsprechenden Spieler, die wir da vorweisen müssen.
(Und keiner von denen spielt sportlich eine große Rolle. genaugenommen spielt außer dem Notsechser Søjberg keiner auch nur die geringste Rolle mehr, und zwar schon seit dem Aufstieg in die Zweite Liga...)
Die Jugend gibt nichts her und die Suche nach Ex-Spielern, die wir ausgebildet haben und die vielleicht wieder zurückwollen, verlief auch ergebnislos.
Wir sollten uns vielleicht schonmal darauf einrichten, dass die U21-Fraktion in Zukunft noch etwas wichtiger für Frem Kophagen wird, weil wir nur noch 21 Kaderplätze besetzen dürfen...


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Unsere Kaderoptimierung sorgt übrigens dafür, dass die Mehrheit der Pressefritzen unseren Abstieg nun noch für etwas wahrscheinlicher hält.
Vielleicht ist hier auch der Wunsch der Vater des Gedanken, denn Bond hat eine lächerlich niedrige Ausstiegsklausel im Abstiegsfalle...

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Wir lassen uns davon aber nicht kirre machen und fahren ins Stadion, um Aarhus GF gebührend zu empfangen.
Unser Doppelsturm Dragic und Rakic soll ihnen ....
... was?
Wer Rakic ist?
Ach, nur ein bosnischer Stürmer, der den Abgang von Kim Thomsen und Patrick Friis auffangen soll.
Und der heute für den angeschlagenen Bond in die Startelf gerutscht ist.
Wo war ich?

Ach ja - der Doppelsturm soll ihnen das eine oder andere Tor einschenken.
Funktioniert auch super.
7. Minute: Rakic auf Peron - Tor!
13. Minute: Peron auf Dragic: Tor!

Dummerweise trifft Aarhus' Sabatino zwischendurch zum Ausgleich und kurz nach der Pause gleich nochmal zum Ausgleich.
Danach melden die Gäste unseren famosen Doppelsturm komplett ab.
Da wir aber zum Glück auch torgefährliche Außen haben, erzielt diesmal eben Ruiz (per Gewaltschuß, das kann der schmächtige Spanier überraschend gut!) den Siegtreffer.
Wieder 3 big points - denn Aarhus will ja ebenfalls Platz 6!
Moment - ebenfalls?
Ja, denn auch wenn wir das nie öffentlich äußern würden: wir wollen den Platz an der Sonne so lange wie möglich verteidigen. Sollten wir am Ende der Vorrunde diesen wunderbaren Platz 6 innehaben, haben wir unser offizielles Saisonziel (Klassenherhalt) ja erreicht, hehe.

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Um dieses vor der Saison nach purer Phantasterei klingende und jetzt dennoch nicht komplett unrealistische Ziel zu erreichen, brauchen wir natürlich Punkte.
Zum Beispiel gegen den Tabellenletzten Næstved? Viel einfacher werden die Gegner in dieser Liga ja nicht...
Sehen unsere Stürmer genauso und schießen uns zu einem ungefährdeten Sieg.
Auch wenn die Gastgeber zum Schluß einen höheren xG-Wert haben als wir - ihre Abschlüsse wahren nahezu ausschließlich harmlose Fernschüsse.

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Das folgende Heimspiel ist das dritte Duell in dieser Saison, das wir mit Midtjylland ausfechten.
Und nach dem Schlusspfiff beschließen wir, dass wir keine Lust mehr auf diesen Gegner haben. 1:4, 1:3 und nun wieder 1:3 - jaja, ihr seid besser, wir habens kapiert.
Mist, verdammter.

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Und weils so schön war, gleich der nächste "Brocken".
Der FC Nordsjælland läßt sich leider nicht nochmal von uns düpieren und schlägt uns völlig verdient mit 2:0.
Der sechste Platz ist von Woche zu Woche härter umkämpft, jeder Punktverlust kann der eine zuviel sein, der einen Verein aus dem Rennen wirft.
Aber noch sind wir über dem Strich, der Platz 6 und 7 trennt - noch können wir die Sensation schaffen.

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Dafür sollten wir aber den Vorletzten Vendsyssel schlagen.
Tun wir auch - und zwar ziemlich souverän.
Brands Premierentor und Hagens später Glücksschuß bringen uns die nächsten 3 Punkte ein.
Spieler des Spiels wird Gunnar Bond, der beide Vorlagen lieferte.

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Zwei Spiele noch.
Und eins davon ist das Derby gegen Lyngby.
Die haben - genauso wie Aalborg - ein Spiel weniger als wir und einen Punkt Rückstand auf uns (Aalborg liegt noch einen weiteren Punkt zurück).
Und außerdem sind noch Aarhus (punktgleich) und Brøndby in der Verlosung um Platz 6. Fünf Mannschaften - und nur für 3 ist och Platz in der Meisterschaftsrunde.
FC Kopenhagen, FC Nordsjælland und FC Midtjylland sind bereits qualifiziert, die Mannschaften ab Odense können Platz 6 nicht mehr erreichen.
Spannung pur!

Unser bester Torschütze Aleksandar Dragic fällt aus, Rakic ist nach einer Blessur noch nicht zu 100 Prozent fit, also bekommt der junge Denis Hagens neben Gunnar Bond seinen nächsten Startelfeinsatz auf der Mttelstürmerposition (der für ihn eigentlich viel zu früh kommt, aber da muss er durch. Und wir auch..
Wir sind von Beginn an spielbestimmend, mehr als einmal haben die Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, aber wir vergeben heute mehrfach beste Chancen.
Bond, der allein in der ersten halben Stunde 3 mögliche Assists geliefert hat (die Hagens, Peron oder Ruiz dann nicht im Tor unterbringen) hat in der 28. Minute die Faxen dicke und schießt einfach mal selbst - bäm! 1:0.
Falls wir gehofft hatten, dass sich dadurch die Blockade beim Abschluss auch für die anderen löst, werden wir allerdings enttäuscht.
Auch weiterhin ist das Tor wie vernagelt.
Und wie so oft - wer das Tor nicht macht .... naja, ihr wißt schon.
Lyngby gleicht aus, wir schaffen keinen zweiten Treffer und statt entspannt ins Vorrundenfinale gehen zu können, sind wir plötzlich zum Siegen verdammt, damit wir nicht auf den letzten Zentimetern doch noch an der Riesensensation vorbeischliddern...

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Die Tabelle vor dem letzten Vorrundenspiel zeigt die ganze potentielle Dramatik sehr deutlich.
Lyngby ist dank des deutlich besseren Torverhältnisses wohl durch.
Aber zwischen Aalborg, Aarhus und uns gibt es einen Dreikampf um zwei Plätze.

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Und dass die Presse uns die geringsten Chancen einräumt, kann ich ehrlich gesagt sehr gut verstehen.
Jeder, der die Ansetzungen sieht, sollte das verstehen:

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Natürlich hat Aarhus ebenfalls einen heftigen Gegner vor der Brust - aber während Kopenhagen seit 12 Spielen unbesiegt ist, hat Nordsjælland drei der letzten 4 Spiele nicht gewinnen können und zwei gar verloren.
Egal, ales egal - wir müssen auf Sieg spielen, um Platz 6 zu verteidigen.
Und die Junbgs sind hochmotiviert, das merkt man schon beim Einlauf.

Und im Spiel sowieso - Drei Minuten und zweiundvierzig Sekunden sind gespielt, da drückt Bond eine Peron-Hereingabe aus nächster Nähe ins Tor.
Wir führen!
Leider rüttelt das die Kopenhagener sehr nachdrücklich wach und plötzlich sind sie es, die hier hochmotiviert auf den Ausgleich drücken.
Bis zur Nachspielzeit des ersten Durchgangs kann das Team den hohen Favoriten am Torerfolg hindern, dann ist es doch passiert und es geht mit 1:1 in die Kabine.
In Aarhus führt Nordsjælland mit 1:0, aber die Gastgeber sind drückend überlegen, sagt unser "Spion" (Scout Jasper).
Also weiter - fighten und hoffen.

Es sind gerade 25 Sekunden nach Wiederanpfiff vergangen, als Rakic nach einem Monsterpaß von Peron plötzlich allein auf den Kopenhagener Keeper zuläuft - der macht sich allerdings ganz breit und blockt den Schuß unseres Stürmers. MIST!
Danach geht das Spiel aus der ersten Hälfte wieder los: Kopenhagen drückt, wir versuchen zu kontern.
Die Nachspielzeit ist schon nahezu abgelaufen, da erhalten die Gäste noch einmal einen Einwurf etwa auf Höhe unseres Strafraums.
Der Ball, mit Wucht geworfen, segelt bis an die weiße Linie, wird von einem Gästefuß elegant heruntergepflückt, besagter Fuß dreht sich (samt Ball und Körper) um den heranhetzenden Verteidiger im blauroten Trikot herum, dann versetzt der Fuss den Ball per beherztem Tritt in rasche Bewegung ....

... und 20 Sekunden vor dem Ende der Nachspielzeit steht es nach einem leider wunderschönen Tor 1:2 aus unserer Sicht.
Und das ist auch der Endstand.



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« Letzte Änderung: 29.Juni 2026, 13:45:50 von Noergelgnom »
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Herzlichen Glückwunsch, dass nenne ich mal souveränen Klassenerhalt.

Damit sehen die Finanzen nächste Saison ja gleich besser aus und die Lücke zu den anderen Teams wird weiter geschlossen
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Ich gratuliere zum verdienten Klassenerhalt. Das war sehr gut und deutlich besser als man erwarten konnte und genau so was lieben wir doch alle. :)
Jetzt kommt noch ein bisschen mehr Geld in die Kasse und dann man jetzt wirklich Schritt für Schritt darauf aufbauen. Freue mich schon auf die nächste Saison in der Superliga :)
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Olé, olé, Olé, ola, der FCK ist wieder da,

Olé, olé, Olé, ola, die roten Teufel sind ganz wunderbar

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Was eine Saison! Psychotraining schien der Schachzug zu sein, denn die drei Punkte gegen Bröndby waren im Grunde entscheidend! Weiter so!
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Wow, das war richtig groß! Die besten Glückwünsche zum Durchmarsch! Jetzt bin ich gespannt, dass du dann direkt Meister wirst, glaube ich nicht.
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Don-Juan-Drüse... Ich schmeiß mich weg  ;D ;D ;D ;D ;D Wie immer ganz großes Kino auf und neben dem Platz. Die Wette mit Karoline, Hannes' Gang nach Canossa, es macht einfach Riesenspaß zu lesen!

Abgesehen davon Glückwunsch zu zweieinhalb bärenstarken Saisonleistungen, was jetzt zum Ende der Aktuellen noch folgt, ist wie von dir bereits gesagt, wirklich nur Bonus. Wie viele internationale Plätze hat Dänemark eigentlich? Ich frage nur schonmal wegen der kommenden Saison ::)
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...und der Teufel schickt uns einen Kuss, wir haben von alledem gewusst!

Noergelgnom

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future tense

Valby/Kopenhagen, Meisterrunde 2047/2048


Meisterrunde.
Und wir sind dabei!
Unfassbar - also wirklich, im wahrsten Sinne, unfassbar. Vor drei Jahren spielte Frem noch gegen den Abstieg in der dritten Liga.

Mads R. und ich sind uns nach einen wirklich kurzen Gespräch einig, was unsere Anforderung an die Mannschaft angeht: Wir wollen in allen Spielen einfach zeigen, dass wir zurecht in den Top 6 stehen - und intern (also wirklich nur in der Kabine) äußern wir den leisen Wunsch, vielleicht einen aus Aalborg/Lyngby hinter uns zu lassen und also nicht Letzter in der Meisterrunde zu werden.

Mit diesen Worten schicken wir die Jungs ins fünftletzte Heimspiel der Saison gegen den Tabellendritten Midtjylland.
Die Gäste haben bereits 6 Punkte Rückstand auf den Zweiten und satte 21 (!) auf Tabellenführer FC Kopenhagen.
(Wie der diesjährige Meister wohl heißen wird, ist also aller Voraussicht nach eine Frage, deren Antwort am Saisonende niemanden überraschen wird - außer vielleicht denjenigen, die jeden Morgen aufs Neue fassungslos feststellen, dass die Sonne aufgegangen ist.)

Wie sich zeigt, verspürt das Team aus Midtjylland ordentlich Druck ... und kann damit gar nicht mal sooo gut umgehen.
Sie vergeben zwei, drei gute Chancen, können unseren Führungstreffer (durch den zum Saisonende scheidenden Hillgren) nur mit viel Glück ausgleichen (weil besagter Hillgren sich so unglücklich anschießen läßt, dass der Ball am hechtenden Keeper vorbei in die Maschen hoppelt) ... und haben am Ende dennoch Pech, nicht wenigstens einen (verdienten!) Punkt mitzunehmen, weil unser Nachwuchsjuwel Bond mit Ablauf der regulären Spielzeit eine Peron-Flanke ins Tor wuchtet, dass es nur so eine Freude ist.
Also für uns, nicht für Midtjylland.

Das sind gleich zum Auftakt also mal drei eher nicht eingeplante Punkte.
Cool, darf so weitergehen!

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Und wenn es so weitergeht, dann natürlich besonders gern in einem Derby!
"Auswärts" bei Lyngby - eines der berüchtigten "wichtigsten Spiele für die Fans" in einer Saison.
Die Partie geht denkbar beschissen los, denn nach 7 Minuten foult Palade im Sechzehner Gästestürmer Rasmussen derart ungestüm, dass der Schiedsrichter geradezu zum Pfeifen gezwungen wird.
Der Gefoulte tritt selbst an - und verwandelt cool ins linke untere Eck.

Wie sich herausstellt, ist das der Auftakt für einen bitteren Abend - allerdings für Lyngby, nicht für uns!
Dragic und eine 60-Sekunden-Doppelschocker durch Johannsen und Peron bringen uns bereits zur Pause mit 3:1 in Front, nach einer reichlichen Stunde legen wir einen weiteren extrem schnellen Doppelpack nach.
Das 2:5 wenige Minuten später ist nur noch belanglose Ergebniskosmetik.
Während die Heimfans danach augen- und ohrenscheinlich not amused sind, fahren wir die paar Kilometer zurück in den Süden und haben allerbeste Laune.

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Denn diese Maximalausbeute aus den ersten beiden Spielen hat für eine grandiose Ausgangslage vor der ersten von wahrscheinlich mehreren Niederlagen in dieser Meisterrunde gesorgt.
Denn seien wir ehrlich - auswärts, beim FC Kopenhagen, wo alleine Abwehrchef Nico Mühlbauer mit 4,2 Millionen Euro genausoviel verdient wie alle unsere Spieler (in allen Mannschaften bis runter zur U19) zusammengenommen (!) verdient, was wird uns da wohl erwarten?
Alles andere als eine klare Niederlage wäre doch eine Sensation.

Genau so kommt es dann auch. Das einzige, was ein bißchen überraschend ist, ist das Endergebnis.
Denn das wir hier nur 0:2 verlieren, liegt weniger an uns als vielmehr an einer gewissen übertriebenen Lässigkeit des Tabellenführers, der sogar einen Elfmeter verschießt (allerdings die nachfolgende Ecke dann leider doch zum 1:0 nutzt).
Wir verzeichnen einen xG von 0,15 (!) undfahren in dem Bewußtsein heim, dass wir mit der Meisterschaft einfach nichts zu tun haben.
Was uns nicht überrascht.

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Trotz dieser Niederlage haben wir jedenfalls wenig Grund, die Köpfe hängenzulassen, denn die Tabelle sieht wirklich gut aus.
Und das hat mehrere Gründe.
Zum einen ist unser aktueller Platz natürlich an sich schon großartig.
Aber er wird noch großartiger durch einige kleine Informationen:
mit dem FC Kopenhagen und dem FC Nordsjælland bestreiten die beiden stärksten Teams der Meisterrunde auch das Pokalfinale.
Das bedeutet, dass der Europa-League-Startplatz für den Pokal an den Drittplatzierten in der Liga geht, weil Dänemark nach einigen herausragenden Europapokaljahren zwei Champions-League-Startplätze besitzt.
(Ich erinnere mich aus Saragossa zum Beispiel noch an ein gewisses ECL-Finale gegen ... Kopenhagen.)
Und das wiederum heißt, dass wir aktuell auf dem Tabellenplatz stehen, der für die Teilnahme am ... EUROPA-LEAGUE-PLAYOFF berechtigt!
Da geht mir doch sofort wieder der Ausdruck "unfassbar" durch den Kopf.

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Natürlich hat diese Konstellation auch ihre Tücken.
Zum einen wissen auch die anderen drei Mannschaften, die den CL-Startplatz nicht schon (quasi) sicher haben, dass Platz vier nunmehr das Mindestziel darstellt - und zum anderen kann uns bereits eine weitere Niederlage im nächsten Spiel wieder auf Rang 6 abrutschen lassen.
Und da hilft es überhaupt nicht, dass diese nächste Ligabegegnung ein Heimspiel gegen den Zweitplatzierten, als den FC Nordsjælland, ist.
Auch hier ist jeder Punktgewinn eigentlich nur ein (nicht eingeplanter) Bonus.

Und genau so läuft auch diese Partie.
Womöglich sind diese 90 Minuten sogar noch ein bißchen einseitiger als das vorherige Spiele - und dennoch ärgern wir uns nach dem Schlußpfiff maßlos über einen unnötig hergeschenkten Punkt.
Warum?
Weil wir bis fast in die Schlußphase hinein das angestrebte 0:0 halten - um die Gäste dann durch zwei haarsträubende Slapstick-Fehlerketten (inklusive mehrfachen Anschießens des Mitspielers) förmlich um Gegentore anzubetteln.
Seufz.

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Das bedeutet natürlich, dass wir nun statt eines relativ entspannten Spiels gegen Aalborg ein ganz und gar nicht entspanntes Spiel gegen Aalborg vor der Brust haben, denn wenn wir verlieren, rutschen wir in der Tabelle hinter sie zurück.
Und das kann doch keiner wollen!

Zum Glück habe ich noch einige der Entspannungs-, Meditations- und Konzentrationsübungen im Kopf, die uns damals in Saragossa geholfen haben, die Mannschaft im Saisonendspurt die richtigen Prioritäten zu setzen.
Wie war das noch?
Ach ja: "Zähne fletschen und sich den Gegenspieler als leckeres Steak vorstellen, in das man gerne seine Zähne schlagen möchte".
Sehr entspannend, sehr meditativ - und vor allem ungeheuer sportlich, jaja.

Und es funktioniert.
Also zumindest so ein bißchen.
Wir zeigen eine fast slapstickfreie Vorstellung - und die einzige Einladung an den Gegner sprechen wir auch erst kurz vor dem Schlußpfliff aus, so dass das Gegentor zwar ärgerlich ist (unser Torverhältnis ist sowieso schon sehr ausbaufähig!), aber die drei Punkte behalten wir dennoch.
Puh!

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Die Presse reibt sich inzwischen ob des immer knapper werdenden Europapokalplatzierungsrennens die schweißnassen Hände und recherchiert auch noch den unsinnigsten Unsinn für den drölfzigsten Artikel, denn alles, was dieser tage irgenwo in Dänemakr über Fussball geschrieben wird, wird auch gekauft.
Selbst ein unter Zuhilfenahme von Lebensmittelfarbe, Aktivkohle und Zellulose zusammengemixter "McMeister"-Burger in einer leidlich bekannten Burgerbraterei finden reißenden Absatz (allerdings bei den meisten Kunden nur einmal, da das "Backwerk" erst Verstopfung hervorruft und eine halbe Stunde später dann abführend wirkt.
Ums mit dem MAD-Magazin zu sagen: "WÜRG!")

Zu den exotischeren Informationen zählt dabei die Nachricht, dass der Luxemburger Gerard Lavayeux beim Heimspiel gegen Lyngby BK seinen eintausendeinhundertsten Rumpelstilzchen-Gedächtnistanz bei einem Pflichtspiel an der Seitenlinie aufführen wird.

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Vor diesem mit Spannung erwarteten Jubiläumsauftritt müssen wir allerdings noch zum auf dem Papier drittschwersten Auswärtsspiel der Meisterrunde, nämlich nach Midtjylland.
Die sind ausweislich der markigen Ansagen ihres Trainer auf der Spieltags-Pressekonferenz immer noch echt angefressen über die Niederlage am ersten Spieltag und "werden uns mal dafür erkenntlich zeigen", wie der Übungsleiter poltert.

Was zunächst nach übler Drohung klingt, stellt sich im Spiel dann als wirklich nette Geste heraus.
Offenbar finden sie es gar nicht in ordnung, wenn immer wir den Abwehrslapstick aufführen - und deswegen legen sie sich diesmal zwei Tore fast selbst ins Netz. Dass Ruiz und Peron auf dem offiziellen Spielberichtsbogen als Torschützen aufgeführt werden, kann ich mir nur mit einem sehr seltsamen Humorverständnis des Unparteiischen erklären, denn bei beiden Treffern würde ich dem Abwehrchef bzw dem Keeper der Gastgeber mal mindestens 75% des Scorerwerts gönnen ....

Im Endeffekt natürlich wurscht, die beiden Tore reichen für einen so ganz und gar nicht erwarteten Auswärtssieg, der uns in der Tabelle auch ordentlich weiterhilft.
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Derby und Jubiläum - an diese Kombination hab ich ja nun nicht die allerbesten Erinnerungen.
Und nach dem Spiel bin um eine solche Erinnerung reicher.
Wir spiele nLyngby in der ersten Stunde regelrecht an die Wand, treffen aber nur zweimal  (einmal selbst, beim zweiten Treffer zwingen wir Rechtsverteidiger Sokolowsky regelrecht zu einem Eigentor.)
Zusätzlich treffen Peron, Brand, Rakic, Camara und Dragic allesamt je einmal Pfosten oder Latte (!!) - fünf Fast-Tore, die mit insgesamt ungefähr 0,2 in den xG-Wert eingehen, weil die Schüsse allesamt von außerhalb des Strafraums abgegeben wurden.

Nach 61 Minuten muß Camara nach einem Presschlag raus, drei Minuten später erwischt es auch seinen Sechser-Kumpel Brand.
Und mit den Ersatzleuten Sütö und Lorenzo auf der Doppelsechs kommen die Gäste leider deutlich besser zurecht und auch immer öfter gefährlich vors Tor.
Logische Folge:
Zwei Gegentore ... und in der 91. fast noch der komplette Knockout, aber Gästestürmer Rasmussen scheitert zum Glück ... am Pfosten.
Hätten wir hier gewonnen ... aber hach. Hätte, wäre, wenn - da wußte ja schon Fussballphilosoph Lothar Matthäus das eine oder andere dazu zu sagen...

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Statt mit dem Rückenwind eines (verdienten) Derbysiegs gehen wir nun also mit der Bürde eines leichtfertig verspielten Derbysiegs ins Heimspiel gegen den FC Kopenhagen.
Die sonstigen Ansetzungen dieses Spieltags lassen es möglich erscheinen, dass wir auf Platz 6 abrutschen, wenn wir - wie es ja wieder mal zu erwarten ist - gegen den schier übermächtigen Gegner verlieren.
Ich schwöre die Jungs also darauf ein, defensiv konzentriert zu arbeiten.

...
....
.....

Nach dem Spiel verweigere ich zum ersten Mal in meiner Zeit als Frem-Kopenhagen-Trainer ein Interview.

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Vorletztes Spiel der Meisterrunde, auswärts beim FC Nordsjælland.
Es ist noch nichts verloren, das heimliche Ziel Platz 5 ist weiterhin erreichbar, aber wenn wir die letzten beiden Partien genauso herschenken wie das Spiel gegen Kopenhagen, seh ich schwarz.

Zum Glück hat die Mannschaft genügend Kampfgeist übrig, um sich mit aller Macht der zweiten Niederlage in Folge entgegenzustemmen - und wir haben auch endlich mal das Glück auf unserer Seite.
Rein statistisch betrachtet hätten die Gastgeber hier drei oder vier zu eins gewinnen müssen, stattdessen ärgern wir uns nach dem Spiel, dass nach einem ultraspäten Gegentor "nur" ein Punkt ist, den wir mitnehmen!
Was dieser Punkt wert ist, wird man erst nach dem letzten Spieltag sehen, aktuell ist alles extrem eng beieinander.

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Letzter Spieltag - und die überraschende Frage lautet tatsächlich: "schafft es der als Absteiger erwartete BK Frem Kopenhagen, sich für die Gruppenphase der Europa League zu qualifizieren?"

Eine Frage, die die Spieler eher lähmt als beflügelt, wie sich zeigt.
Aalborg, für die es nach einer rabenschwarzen Meisterrunde außer der Ehre um nichts mehr geht, rennt sich die Seele aus dem Leib und gewinnt völlig verdient mit 2:0.

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Das ärgert uns kurz, dann hören wir, dass Lyngby beim FC Kopenhagen verloren hat und hinter uns bleibt!

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Und kurz darauf stellen wir dann fest, dass wir dennoch nicht für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert sind, sondern "nur" fürs Playoff.
Was allerdings auch bedeutet, dass wir auf jeden Fall die Gruppenphase der Conference League sicher haben!

Der Vorrunden-Dritte FC Midtjylland wird nach katastrophalen 3 Punkten in 10 Meisterrundenspielen noch auf Platz 6 durchgereicht, Aalborg holt auch nur 8 Punkte, sichert sich damit aber immerhin die Qualifikation für die ... äh .... Qualispiele zur Conference League..
Und Lyngby ergattert immerhin 10 Zähler - was aber eben nicht für Platz 3 reicht, weil BK Frem Kopenhagen sensationelle 14 Zähler (4 Siege, 2 Unentschieden) erkämpft und mit Midtjylland die Plätze tauscht.

Mir geht schon wieder "unfassbar!" durch den Kopf.

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Zurück in die Gegenwart - während wir ausgelassen feiern, sind die Mannen von Odense BK am Boden zerstört, denn sie rutschen noch auf den vorletzten Platz zurück und steigen damit zusammen mit Vendsyssel FF ab!

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Für die neue Saison, das sagt uns Präsident Martin schon mal zu, werden wir ein deutlich großzügigeres hGehaltsbudget erhalten, denn wir haben durch Teilnahme- und Platzierungsprämien der Superliga und durch die TV-Einnahmen etwa zehn Millionen Euro mehr eingenommen als in der Vorsaison - und für die Conference-League-Gruppenphasen-Qualifikation (die uns ja nicht mehr zu nehmen ist), fließen auch mindestens anderthalb Millionen Euro.

Darüberhinaus - das fällt dann aber schon nicht mehr unter die Rubrik "gute Nachrichten" - gibt es für mehrere unserer Schlüsselspieler erste konkrete Angebote: der FC Everton bietet für Bond, der VfB Stuttgart für Wæver.
Wir können dort mit mindestens 3-4 Millionen Euro Extraeinnahmen rechnen, die uns bei der Suche nach geeigneten Nachfolgern hoffentlich helfen werden.

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Ein Blick auf die Stammelf der abgelaufenen, äußerst erfolgreichen Saison zeigt uns, dass wir rein nominell nur durch den Bond-Abgang ein echtes Loch zu erwarten haben.
Da Sütö das nötige Niveau (oder besser die nötige Konstanz) für die Liga aber öfter vermissen läßt, soll auch da Verstärkung her.
Und außerdem brauchen wir auf den meisten Positionen Backup, die qualitätiv besser sind als die Drittligakicker, die sich aktuell teilweise noch im Kader tummeln.
Da hat Mads H. eine schöne Stange Arbeit vor sich!

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Als allerletztes noch eine wirklich melancholisch stimmende Nachricht:

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Jakob Søjberg hat knapp anderthalb Dekaden lang seine Knochen für Frem hingehalten und wird nun im Rahmen eines Abschiedsspiels sein Karriereende "feiern".
Und natürlich wird er in die kleine, aber hoch in Ehren gehaltene Riege der Vereinslegenden aufgenommen!
« Letzte Änderung: 10.Juli 2026, 22:42:21 von Noergelgnom »
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Valby/Kopenhagen, Ende Februar 2049


Als ich in den Meetingraum komme, sitzen sie alle schon da und ihre Köpfe drehen sich unisono zur Tür - und damit zu mir - um.

Martin winkt mich heran und deutet auf den freien Platz neben sich.
"Schön, dass Du da bist. Setz Dich, dann können wir anfangen."
Ich nicke und nehme Platz.
Martin wartet, bis ich sitze und nickt dann Mads H. zu.
Dieser schaut uns alle nacheinander kurz an und erhebt die Stimme.
"Joa, die Hälfte der Saison ist vorbei und ich denke, sie läßt sich ganz gut mit 'Licht und Schatten' überschreiben. Ich fang mal mit den Finanzen an. ... Wir haben in den letzten 10 Monaten - also seit die Teilnahme am Europapokal feststand - fast 4 Millionen Euro an Ablösesummen und Handgeldern in die Mannschaft investiert, haben im gleichen Zeitraum aber auch fast 15 Millionen Euro eingenommen, den Löwenanteil davon durch die drei Abgänge von Gunnar Bond, Kristoffer Wæver und Tiago Bondoso.
Unser Gehaltsbudget ist im gerade zuendegegangenen Wintertransferfenster noch einmal angehoben worden, wir geben für alle Mannschaften zusammengenommen inzwischen etwa das vierfache dessen aus, was wir beim Aufstieg an Kosten hatten. Dennoch sind unsere Finanzen mit Fug und Recht als 'sicher' zu bezeichnen, denn trotz neuen Rekordeinkaufs und trotz des Ausbaus der Trainingsanlagen sowohl für die Senioren als auch für die Nachwuchsmannschaften ist unser Kontostand binnen Jahresfrist um fast 6 Millionen Euro gestiegen."



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Ich hebe die Hand und als Mads H. mir zunickt, werfe ich ein:
"Ich finde es durchaus problematisch, dass wir trotz eines zweistelligen Millionenüberschusses aus Ablösen und Europapokalprämien lediglich sechs Millionen als Zuwachs auf dem Festgeldkonto verzeichnen können. Das kann doch zur Folge haben, dass wir - ein Nicht-Erreichen des Europapokals und ein Ausbleiben erneuter großer Verkäufe vorausgesetzt - mit einem deutlichen Millionenloch dastehen werden, oder?"

Mads H. schüttelt den Kopf.
"Nein, weil wir genau diese Summe ja aktuell als Transferausgaben verbucht haben. Sollten wir also den Europapokal verpassen, wird das Transferbudget schlicht auf Null sinken und wir können nur dann Ablösesummen zahlen, wenn wir zuvor Spieler verkaufen. Mach Dir keine Gedanken, allein durch die Teilnahmeprämien der Liga und durch die TV-Gelder sind unsere Ausgaben komplett gedeckt, sogar ein bißchen mehr als das."

"Hm", nicke ich, "na gut, gehen wir mal davon aus, dass das stimmt. Dann bleibt dennoch ein zweiter Punkt, der mir wirklich Bauchschmerzen bereitet." Aus dem Augenwinkel sehe ich Gerard die Augen rollen, er weiß wohl schon, was jetzt kommt. "Warum hat unser Trainer neuerdings soviel Mitspracherecht bei den Transfers? Soweit ich weiß, war doch der ursprüngliche Plan dass er sich da komplett raushält und Du den Hut bei dem Thema aufhast, oder?"

Mads H. setzt zu einer Antwort an, aber Martin zu meiner Rechten ist schneller.
"Karo, das haben wir doch schon geklärt. - Die Beschränkung galt für diese Red Bull Challenge, seit die beendet ist, gibt es keinen Grund mehr, warum wir Gerards Erfahrung und sein Netzwerk nicht nutzen sollten."

"Das ist mir klar, aber ich habe das Gefühl, dass wir uns im Hinblick auf den Kader qualitätstechnisch eher zur Seite bewegen, während die Kosten explodieren. Diese Entwicklung macht mir einfach Sorge."

Mads H. setzt erneut zu einer Antwort an, aber diesmal fährt ihm unser angeblicher "Wundertrainer" in die Parade und antwortet mir:
"Frau Skjellerup, bei allem Respekt, aber das kann ich so nicht stehenlassen. Der einzige Abgang, den wir nicht mit einem mindestens gleichwertigen Nachfolger ersetzen konnten, ist Gunnar Bond. Und das liegt einfach daran, dass Bond ein verdammter Glücksgriff war, wie man ihn alle paar Jahre mal findet. Der ist nicht umsonst aus dem Stand Stammspieler bei Everton in der Championship geworden. Dass wir den überhaupt verpflichten konnten, grenzt an ein Wunder, für das wir Mads auf Knien danken sollten."

Na, damit liefert er mir ja eine perfekte Vorlage!
"Das heißt also, dass Mads in der Lage ist, bessere Spieler zu finden und zu verpflichten als Sie? Falls nein: wie sind wir dann an Bond rangekommen? Falls ja: warum mischen Sie sich jetzt in die Transferpolitik ein, wenn solche Spieler wie Bond Ihrer Meinung nach gar nicht für uns erreichbar sind - eine Meinung, die Mads durch eben diese Verpflichtung ja bereits widerlegt hat?"

Schön zu sehen, wie er nach Luft schnappt - aber wieder ist es Martin, der eingreift. Während er mir mit einer wahrscheinlich beruhigend gemeinten Geste die Hand auf den Unterarm legt (woraufhin ich diesen natürlich mit einem empörten Schnauben wegziehe, wo sind wir denn?!), sagt er:
"Ich glaube kaum, dass es in irgendeiner Form förderlich ist, sich hier Schuldzuweisungen um die Ohren zu schlagen. - Mads", er blickt den Sportdirektor an, "es gab doch sicherlich konkrete Gründe für Gerards erweiterte Rolle im Transferbereich - Gründe, die über 'er hat ein tolles Netzwerk' hinausreichen, oder?"

Mads nickt - und wirkt plötzlich ein wenig verlegen?!
"Ja, die gab es in der Tat - mir ist die wichtigste Kaderregel überhaupt 'durchgerutscht'. Und Gerard hat, nachdem ihm aufgefallen war, dass wir durch meinen Fehler auf ein potentiell schwerwiegendes Problem zusteuern, darum gebeten, in die künftige Planung zumindest insoweit einbezogen zu werden, dass er über mögliche Zu- und Abgänge informiert wird und gegebenenfalls seine Meinung dazu abgeben kann."

Wird Zeit, die Bombe platzen zu lassen.
Ich hole den Zeitungsartikel aus der Tasche und knalle ihn auf den Tisch.
"Ja, stimmt, das passt ins Bild. So hats in Saragossa nämlich auch angefangen. Und dann war seine Sportdirektorin plötzlich auf dem Abstellgleis. Macht er nämlich gerne: erst den großen Teamplayer heucheln und dann seine Vorgesetzten einen nach dem anderen absägen, um seine Machtposition zu stärken. Erst bist Du dran, Mads, und danach wahrscheinlich ich."

Stille am Tisch.
Gerard sieht von einem Moment zum anderen so aus, als hätte ihn einer mit einem Vorschlaghammer getroffen.
Dann schüttelt er den Kopf und fragt mit konsternierter Miene:
"Wer hat Ihnen denn diesen Schwachsinn erzählt?"

"Schwachsinn? Schwachsinn??!", höre ich mich sagen.
"Das ist ganz und gar kein Schwachsinn, sondern ein ausführlicher Artikel der 'Marca' aus dem Jahre 2044 und die ..."
Weiter komme ich nicht, denn dieser intrigante Luxemburger prustet los.
"Die ... MARCA? Ihr Ernst??"
Ich bin irritiert, denn mit dieser Reaktion auf meine Enthüllung habe ich nun wirklich nicht gerechnet.
"... Was stimmt denn nicht mit dieser Zeitung?"
Lavayeux braucht ein paar Sekunden, um zu Atem zu kommen und sich die Lachtränen aus dem Gesicht zu wischen.
"Die 'Marca', Frau Skjellerup, ist die Haus- und Hofboulevardzeitung von Real Madrid - und die tun grundsätzlich alles, um Konkurrenten von Real schlecht dastehen zu lassen und Unruhe zu stiften. Glauben Sie denen nichtmal die Uhrzeit oder das Datum!"

Na, so leicht laß ich mir meine Enthüllung aber nicht kaputtmachen!
"Die haben auch ein Interview mit ihrer damaligen Sportdirektorin abgedruckt, wo sie die Vorwürfe bestätigt!"
Gerard schüttelt nur den Kopf, inzwischen lacht er auch nicht mehr.
"Ich nehme an, Sie haben den Artikel aus dem Herbst '44 vor sich liegen, Ende Oktober müßte das gewesen sein, richtig?"
Ich schaue aufs Datum... "Ja, stimmt, wieso?"
"Eloïse ... ich meine, Frau Mertens und ich haben die Zeitung wegen dieses Interviews bzw wegen des ganzen Artikels verklagt und die mußten eine Gegendarstellung drucken, die müßte irgendwann im Februar des Folgejahres erschienen sein. - Hören Sie, Frau Skjellerup, ich habe keine Ahnung, warum Sie mich nicht mögen und das ist auch Ihre Sache. Aber das, was Sie mir da gerade unterstellt haben, ist wirklich absoluter Unsinn. Sie können gern Frau Mertens selbst fragen - sie wird Ihnen mit Sicherheit sagen, dass ich im Privatleben einer der größten Idioten bin, denen sie jemals begegnet ist. Aber ich würde mich arg wundern, wenn sie sich in beruflicher Hinsicht über mich beschweren würde.
Ich versichere Ihnen, dass ich noch nie gegen meine Vorgesetzten intrigiert habe, um deren Jobs zu übernehmen."



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich hab keine Ahnung, ob sie mir glaubt, deswegen setze ich hinzu:
"Wenn Sie mögen, frage ich Frau Mertens, ob sie bereit wäre, mit Ihnen zu sprechen, um meine Darstellung zu bestätigen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich damit erfolgreich bin. Aufgrund meiner erwähnten privaten Idiotie ist unser Verhältnis nicht mehr allzugut...."

Karoline Skjellerup schaut mich ein, zwei Sekunden mit reichlich perplexer Miene an, dann nickt sie.
"Das wäre ... hrmm .... ja, machen Sie das."
Nach einem Augenblick des Zögerns setzt sie ein "Bitte." hinzu und verstummt dann wieder.

Die anderen, die dem kurzen hitzigen Wortwechsel mit deutlichen Fragenzeichen im Gesicht zugehört haben, scheinen sich darauf verständigt zu haben, das Intermezzo vorerst zu ignorieren.
Nach einer Sekunde der Stille räuaspert sich Mads H. und fragt:
"Dann weiter mit dem Kader?"
Martin nickt nur, also fährt Mads H. fort.
"Die Abgänge insbesondere von Bond und Wæver waren, wie es so schön heißt, ein 'echter Schlag ins Kontor', der auch in der Mannschaft zunächst für schlechte Stimmung gesorgt hat. Dennoch bin ich der Meinung, dass wir inzwischen einen deutlich stärkeren Kader zur Verfügung haben.
Ich bin in aller Bescheidenheit auch der Meinung, dass nahezu jeder der Neuzugänge bisher zumindest im Großen und Ganzen das leistet, was wir uns erhofft haben."


"Naja, besser geht immer - aber wenn man mal von der Tatsache absieht, dass uns pünktlich zur Schließung des Transferfensters nun drei unserer vier Flügelspieler ausfallen, sind wir eigentlich wirklich gut aufgestellt", stimme ich zu.
"Ich finde es besonders schön, dass wir mit Rouxel und Holmberg nun zwei wirkliche Sturmkanten für die guten Flanken unserer Außenspieler im Kader haben.
Dass Rouxel zusätzlich auch noch auf der linken Außenbahn und sogar als Linksverteidiger eine gute Figur abgibt, macht das Ganze sogar noch besser.
Auch unsere neue Innenverteidigung miz Gueye und Baldini kann sich wirklich sehen lassen - ich hoffe darauf, dass wir irgendwie noch das Geld zusammenkratzen können, um die Kaufgoption für Gueye ziehen zu können. Die 1,6 Millionen für Villadsen haben wir ja zum Glück schon überweisen können, so dass dieses Riesentalent über den Sommer hinaus bei uns bleiben wird."


Martin nickt und fragt dann mit einem feinen Lächeln um die Mundwinkel:
"Versteh ich Dich richtig, dass Du keine Baustellen mehr im Kader siehst?"

Ich lächle zurück.
"Ganz so weit gehe ich nicht - perspektivisch brauchen wir auf jeden Fall eine Verstärkung auf der linken Defensivseite, weil sowohl Jørgensen als auch Sørensen bestenfalls knapp durchschnittliches Liganiveau haben. Ein wirklich dringendes Problem - also im Sinne von 'Ich hab schlimme Bauchschmerzen auf Position X' - sehe ich im Moment allerdings wirklich nicht."


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Martin nickt und lächelt sein enervierend unergründliches Lächeln weiter.
"Wir werden also unsere Saisonziele erreichen?"


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"Naja", seufze ich, "das hoffe ich natürlich. Auch wenn es aktuell nicht schlecht aussieht, kann natürlich immer etwas dazwischenkommen. Wenn sich Rakic und Amerighi auch noch verletzt abmelden, brauchen wir auf jeden Fall eine völlig andere Taktik - und dann sieht es möglicherweise sehr schnell sehr duster aus. ich brauche Dir beziehungsweise euch", meine Handbewegung umfaßt auch den Rest der am Tisch Sitzenden, "wohl kaum zu erklären, was die Schwierigkeiten sind, wenn man ohne taktische Vertrautheit in Spiele geht."

Mads H. schaltet sich wieder ein.
"Lass uns positiv bleiben - wir schlingern zwar aktuell ein bißchen, aber immerhin schlingern wir deutlich oberhalb der Tabellenregionen, in denen uns die öffentlichkeit erwartet hat, nicht wahr?"


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Martin nickt mal wieder.
"Auch das ist natürlich absolut richtig - wobei ich mich immer noch frage, was zum Teufel eigentlich im Europapokal los war. Das Abschneiden ist keine finanzielle Katastrophe, selbstverständlich nicht - aber ein bißchen enttäuschend finde ich es schon, muß ich gestehen. Wie erklärst Du Dir - und uns - das Ergebnis, Gerard?"


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"Das ist relativ einfach zu erklären. Erstens ist diese Mannschaft permanente englische Wochen nicht gewöhnt, zweitens haben die allermeisten von den Spielern noch nie im Europapokal gespielt - mit Ausnahme unseres Keepers patrick Albert, der vor einer halben Dekade mal zwei krachende Niederlagen in der Conference League mit gemacht und in 2 Spielen 11 Gegentore geschluckt hat. Der Mannschaft fehlt schlicht die Erfahrung, die Du international einfah brauchst. - Gegen Dundee United sind wir einfach ins offene Messer gerannt, was aber auch daran lag, dass zu dem Zeitpunkt sowohl die Mittelfeldzentrale als auch der Unterschiedsspieler im Sturm gerade gegangen waren, Ersatz noch nicht verpflichtet war und die Mannschaft dadurch ordentlich verunsichert war. Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft jetzt eine bessere Figur abgeben würde.

Abgesehen von den Spielen am Saisonanfang - und von Malaga natürlich - haben wir uns eigentlich dann ganz gut verkauft, finde ich. Und mit etwas mehr Glück hätten wir eines der drei Unentschieden-Spiele ja auch durchaus gewinnen können - die gegentore fielen ja jeweils extrem spät - und stünden jetzt trotz des unschönen Starts dennoch in den Playoffs."



"Hm". Zustimmendes Nicken am Tisch - sogar von Karoline, wie mir auffällt.
Dann ergreift Martin erneut das Wort.

"Zur Liga brauchen wir meines Erachtens gar nicht viel zu sagen, da sieht grundsätzlich ordentlich aus. An der Konstanz der Auftritte solltet ihr noch ein bißchen arbeiten, aber wenn die Mannschaft so weiterpunktet, sehe ich sehr gute Chancen, unser Saisonziel 'Mittelfeldplatz' zu erreichen."

Ich nicke meine Zustimmung.

"Da bin ich ganz Deiner Meinung - gerade durch unsere Winterzugänge und da vor allem durch Jussi Holmberg im Sturm und durch Abobakari Mohammed, der ja fast überall eingesetzt werden kann, haben wir nochmal ordentlich an Kaderqualität und an Flexibilität gewonnen. Wir dürfen auch weiterhin nichts in dieser Liga als erwartbar oder gar selbstverständlich annehmen, aber auch bei der Bekämpfung dieser Einstellung und bei sonstiger Schludrigkeit hilft es Mads R. und mir ja weiter, wenn wir Spielern auch mal eine Pause geben können, um über eben diese ihre Einstellung zum Beispiel auf der Bank oder Tribüne nachzudenken."


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"Bleibt noch der Pokal", sagt Martin. "Zu diesem Wettbewerb möchte ich eigentlich überhaupt nichts sagen und mich auf eine Geste beschränken..." Sprichts, grinst plötzlich und reckt beide Daumen nach oben. "Grandiose Leistung!"

Es wird wieder genickt am Tisch, dann sage ich: "Weitere Erfolge sind in diesem Wettbewerb aber nicht mehr zu erwarten in diesem Jahr. Wir werden natürlich unser bestes geben, aber im Ergebnis zweier K.O.-Spiele im Halbfinale gegen den FC Kopenhagen wäre alles andere als ein mehr oder midner deutliches Ausscheiden eine Riesensensation."

Der Einfachheit halber nickt die Tischbelegschaft einfach weiter.


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"Eine wirklich dringende Bitte hätte ich allerdings noch", setzt er dann hinzu. "Ich wär euch wirklich verbunden, wenn solche Ergebnisse wie im August bei Aarhus GF und im Oktober beim FC Kopenhagen absolute Ausnahmen bleiben.... oder am besten gar nicht mehr vorkommen. Ich meine, gegen den FC Kopenhagen unterzugehen, ist jetzt keine Schande .... aber das Debakel bei Aarhus hat mich schon echt bestürzt."


Wenn man die Heftigkeit, mit der alle Anwesenden mit dem jeweils eigenen Kopf nicken, als Maßstab nimmt, herrscht auch in dieser Frage Einigkeit im Führungszirkel des BK Frem Kopenhagen.


Ein paar Schlußfloskeln noch, dann ist das Halbzeit-der-Saison-Meeting beendet und wir können uns wieder der berüchtigten "akribischen Detailarbeit" zuwenden.
In acht Tagen geht die Vorrunde in den Endspurt und wir müssen als erstes zum Tabellenletzten Hillerød.
Wenn wir da drei Punkte holen, verbessern wir unsere Aussichten auf die erneute Teilnahme an der Meisterrunde enorm!



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« Letzte Änderung: 12.Juli 2026, 12:49:08 von Noergelgnom »
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 Tolles Update, auch der Perspektivwechsel  :)

Und ein weiteres Kompliment, dass man sich beim Lesen schon zu 3/4 gedacht hat, was du dann im Spoiler aufgedeckt hast. Ergebnistechnich läuft es ja auch einigermaßen. Also, mit einem guten Endspurt nach Europa!
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Don't talk to strangers

Valby/Kopenhagen, Frühsommer 2049


Ich schaffe es tatsächlich, eine gewisse Belgierin davon zu überreden, Frau Skellerup eine Schilderung unserer beruflichen Zusammenarbeit zu senden. Keine Ahnung, was Eloïse ihr geschrieben hat und was sie und Karoline sonst noch besprochen haben, aber im Nachgang stelle ich fest, dass die Schwester meines Präsidenten mir gegenüber ... naja, nicht direkt freundlich, aber immerhin nicht mehr gar so giftdornig ist.
Man soll ja auch mit kleinen Dingen zufrieden sein - also freu ich mich darüber.

Das fällt mir insofern leicht, also ich sowieso ab der Wiederaufnahme der Pflichtspiele eine Art perplexes Dauergrinsen spazierentrage.

Warum?
Dazu komm ich gleich.
Erstmal gibt es eine traurige Nachricht zu verdauen - für alle Fans von Hannes nämlich.
Und da gibts überraschenderweise einige!
Seit er als TV-Experte über die Bildschirme flimmert, hat er nämlich zumindest auf seinen SocialMedia-Kanälen ordentlich Karriere gemacht und die Red Bull Challenge, wie auch immer man sie auf einer sportliche nEbene bewerten möchte, hat ihm nochmal ordentlich "Follower in die Kasse gespült", wie er das ausgedrückt hat. Nicht ansatzweise genug, um wie so manch anderer "Star" allein durch die Werbeeinnahmen ein luxuriöses Leben führen - oder mal eben 800.000 Euro Schulden abbezahlen - zu können, aber er nagt ohne sonstige Einnahmequellen auch nicht am Hungertuch.

Und das ist gut so - denn im März zieht Ascoli Calcio die Reißleine und entläßt Hannes.
Eine Entscheidung, die der europäische Sportblätterwald ziemlich einhellig als "überfällig" bezeichnet, immerhin liegt der Verein zu diesem Zeitpunkt gerademal auf Platz 9. Der berechtigt zwar zur Teilnahme an den vom Vorstand wie jedes Jahr als Ziel ausgerufenen Aufstiegs-Playoffs, aber die letzten 6 Spiele waren katastrophal und haben einen Trend fortgesetzt, der sich ebreits im Spätherbst andeutete.
1 Punkt und 2:25 Tore stehen in diesen Spielen zu buche - die Fans pfiffen sowieso schon länger und forderten Ringlwadls Rauswurf, nun ist der Vorstand dieser Forderung gefolgt.

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Hannes beklagt sich bitterlich bei mir, als ich ihn anrufe.
"Dass sie im Verein überhaupt die Playoffs zum Ziel gemacht haben, war schon eine Frechheit - jedes Jahr sind Leistungsträger verkauft und durch Talente ersetzt worden, weil der Verein immer noch an alten krediten abzahlt und in der Serie C natürlich keine großen Zuschauer- oder Sponsoreneinnahmen hat. Also ich da angefangen habe, wurden wir noch auf Platz vier oder fünf getippt - diese Saison wars noch Platz 15. FÜNFZEHN! Und der Vorstand phantasiert vom Aufstieg...

Und ganz ehrlich, die Serie schlechter Ergebnisse jetzt - das kann mir doch auch keiner anlasten. Ich hab den Reservetorwart der U19 auf den Platz schicken müssen, weil alle drei Senioren ausgefallen sind und der U19-Keeper desgleichen. In der Abehr fehlen mir seit drei Monaten zwei Stammspieler, der Stamm-Sechser desgleichen.... dazu pfeift der Schiri in jedem Spiel gegen uns ... was soll ich denn da machen?"


Guter Freund, der ich bin, stimme ich ihm natürlich zu, dass er da aber mal wirklich nichts machen kann.
(Die Zeitungsberichte, in denen beschrieben wird, dass Hannes Ringlwadl durch so manche seltsame Personalentscheidung, durch zunehmende Dünnhäutigkeit und durch zunehmend wirre taktische Aufstellung die Kabine zumindest in teilen verloren habe, entsprechen bestimmt nicht der Wahrheit. Viel naheliegender ist es, dass Hannes einfach im Zentrum einer internationalen Verschwörung steht. Seh ich absolut ein.)

"Wie solls bei Dir denn nun weitergehen?", frage ich ihn nach etwa einer halben Stunde, als seine Klagerundumschlagwelle langsam abebbt.

"Keine Ahnung", sagt er. "Ich werd mal versuchen, ob die mich beim Fernsehen wieder zurücknehmen. Und wenn das nicht ist, zieh ich vielleicht in irgendein einsames Alpental und mach einen Bushcraft channel auf."
"Ach komm", lache ich, "das glaubst Du doch selbst nicht. Drei Stunden in der Wildnis und Du wählst den Notruf. Spätestens."

Es grummelt sehr kurz am anderen Ende der Leitung, dann lachen wir beide.
"Ja, stimmt wahrscheinlich. - Ach ich weiß einfach nicht, was ich jetzt mache. Außer 'irgendwas mit Fussball' kann ich doch sowieso nichts so richtig. Ich glaub, ich mach erstmal Urlaub und überlege in Ruhe."

Wir vereinbaren, "demnächst wieder zu telefonieren", danach taucht mein "Rivale" erstmal ab.
Und ich kann mich auf die vor mir liegenden Aufgaben konzentrieren - und darauf, dass ich beim Dauergrinsen keinen Krampf in den Mundwinkeln bekomme.

Wir - also Mads R. und ich - haben vor kurzem nochmal Detailanpassungen an der Taktik vorgenommen. Die Tatsache, dass wir inzwischen zwei echte Kopfball"ungeheuer" im Sturm haben (Rouxel und Holmberg) und dass auch Dragic und Rakic alles andere als schwach in der Luft sind, hat uns zu der Idee gebracht, diese Stärke noch, nunja, stärker zu nutzen.

Unsere Standardtaktik ändert sich dabei eigentlich nur in Details - und vor allem sieht sie eigentlich auf den ersten Blick gar nicht nach "Da vorne steht n Turm, schießt den mal an, vielleicht fällt der Ball ins Tor!" aus.
Aber wenn Holmberg auf der Mittelstürmerposition steht und/oder Rouxel auf Linksaußen gegen Außenverteidiger spielt, die ein bis anderthalb Köpfe kleiner sind als er, gibt uns das eben oft einen zumindest situativ echt überraschenden Vorteil.

Wir versuchen es mit dieser diese "Luftangriffstaktik" im letzten Testspiel vor dem Rückrundenauftakt - und die Mannschft fegt den bedauernswerten Gegner förmlich vom Platz. Am Ende steht ein 11:0 auf der Anzeigetafel, aber das hätte auch ein 20:0 sein können. Rouxel und Holmberg sind bei hohen Bällen grundsätzlich nicht (mit fairen Mitteln9 zu stoppen, bei den vielen resultierenden Standardsituationen kommen dann auch noch unsere kopfballstarken Defensivspieler mit nach vorn ... es ist zeitweise wirklich eine Demütigung.
"Gut, der Gegner spielte in der fünften Liga, da kann man so einen Kantersieg schon mal erwarten", mag sich der eine oder andere Fan unserer Konkurrenten denken.

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Das abschätzige Grinsen vergeht der Konkurrenz (und ihrem Anhang) allerdings rasch, denn die Pflichtspiele laufen nicht großartig anders als dieses letzte Testspiel.
Natürlich nicht mit zweistelligen Ergebnissen, das nicht.
Aber Frem eilt plötzlich von Sieg zu Sieg.
Dass wir Hillerød klar schlagen, ist noch keine große Sensation, der Tabellenletzte geht ja sowieso in den meisten Ligaspielen als Verlierer vom Platz.
Das 1:0 gegen Aalborg und vor allem das spektakuläre 4:3 gegen Lyngby sind dann schon eher Ausrufezeichen - vor allem, weil wir gegen den Stadtrivalen bereits mit 4:0 vorne liegen und der Gegner nur durch einige sehr seltsame Schiedsrichterentscheidungen wieder ins Spiel zurückfindet.

Als wir dann auch noch Horsens und Silkeborg schlagen, stehen wir bereits drei Spieltage vor Schluß als Teilnehmer der Meisterrunde fest.
Mit diesem Wissen im Hinterkopf gibt die Mannschaft in Aalborg (ja, der Spielplan ist seltsam) nicht die nötigen 100, sondern nur 98% ... und da die Gastgeber sich unbedingt für die Niederlage im vorherigen Spiel rächen wollen, verlieren wir zum ersten Mal im neuen Jahr.
Ein paar Tage später haben wir dann auch gegen Kopenhagen das Nachsehen - egal, wie gut eine Taktik ist, gegen diese Mannschaft brauchst Du auch Glück und einen gebrauchten Kopenhagener Tag, um was mitzunehmen

Zum Vorrundenabschluss siegen wir dann etwas glücklich, aber nicht unverdient gegen Nordsjælland und gehen als Vierter in die Meisterrunde.

Diese beginnt mit einem absoluten Knaller von einem Spiel - auswärts bei eben jenem FC Kopenhagen, der uns grad noch in unserem Stadion auseinandergenommen hat.
Das Spiel ist keine drei Minuten alt, da zückt der Schiedsrichter nach einer wirklich heftigen Attacke des gegnerischen Rechtsverteidigers gegen Rouxel glatt Rot.
Und weil das im Strafraum war, gibts auch gleich noch einen Elfmeter obendrauf.
Nach fünf Minuten führen wir 1:0.
Nach 7 Minuten steht es sogar 2:0 für BK Frem, weil Rouxel, Holmberg und Dragic die gegnerische Defensive mit einer Traumkombination regelrecht auseinanderreißen.
Bis zur Halbzeit neutralisieren sich beide Teams dann auf hohem taktischen Niveau (und mit einem Unterhaltungswert, der dem von trockenem Weißbrot entspricht).

Direkt nach der Pause - der FC Kopenhagen kommt mit Wut und Wucht zurück aufs Feld - kassieren wir nach einer leider tollen Doppel-Doppelpass-Staffette den Anschluß, stellen allerdings vom Anstoß weg den alten Abstand wieder her, weil der für den angeschlagenen Dragic eingewechselte Rakic aus der gegnerischen Hintermannscheft einen Haufen Slalomstangen macht und als I-Tüpfelchen noch den zu weit vor dem Tor stehenden Keeper überlupft.

Die Gastgeber kommen kurz vor Schluss zwar noch auf 2:3 heran, aber am Ende bringen wir dem FC Kopenhagen die erste Heimniederlage in einem Ligaspiel seit Keinerkannsicherinnernwielangedasherist bei!

Leider ist das das einzige Erfolgserlebnis in allen 4 Frühjahrsduellen gegen den FCK. Denn sowohl im Pokal (wo sie uns mit 1:0 und 5:0 schlagen) als auch im Meisterrundenheimspiel (2:4) zeigen sie uns deutlich, wie außergewöhnlich unser Sieg war.

Aber zum Glück spielen wir in de Meisterrunde ja noch gegen ein paar andere Teams, die vielleicht nicht einfach, aber zumindest einfachER zu schlagen sind.
Und zumindest gegen den FC Midtjylland und gegen Aarhus gelingt uns das auch, sogar je zweimal.
Zusammen mit den beiden Unentschieden gegen Aalborg reicht uns das, um am Ende sogar (erneut) als Dritter durchs Ziel zu gehen und damit auch in der kommenden Saison wieder international zu spielen.

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In der Stammelf der damit abgelaufenen Saison stehen mindestens zwei Spieler, die im kommenden Herbst wahrscheinlich nicht mehr Teil der Mannschaft sein werden:
Karim Brand möchte unbedingt weg und sein "Traumverein" Westham baggert inzwischen sogar öffentlich an ihm.
Und der geliehene Innenverteidiger Gueye wird wohl eher nicht fest verpflichtet, denn während seine Leistungen durchaus gut waren, müßten wir ihn zum neuen Topverdiener machen, um ihn zu halten.
Und da er sich pünktlich zum Saisonabschluß einen Bänderriß zuzieht, der ihn wohl mindestens für 4, wahrscheinlich sogar eher 6 Monate außer Gefecht setzt, erscheint uns das als etwas zu großes Risiko.
Die letzte Entscheidung darüber ist noch nicht getroffen, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass wir die Million an Ablöse wirklich investieren, da gibt es eigentlich bessere Optionen.

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Ab 2051 wird es der dänische Fussball übrigens schwerer haben, die Ligaphasen der europäischen Clubwettbewerbe zu erreichen, denn durch die bestenfalls durchwachsenen Resultate der letzten Jahre ist Dänemakr in der Rangliste ein paar Plätze abgerutscht und das macht sich direkt bemerkbar.
(Unsere letztjährige, verheerende erste Europa-Visite im neuen Jahrtausend war da nur der letzte Sargnagel, bis auf den FC Kopenhagen hat sich keiner der dänischen Vertreter mit Ruhm bekleckert....)

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Tja, und dann ist plötzlich Urlaubszeit und ich werde mal ein bißchen ausspannen.
Dachte ich zumindest, aber wie sich zeigt, komme ich vom Fussball einfach nicht los, selbst wenn ich es aktiv versuche.
Statt Ruhe und Erholung gibts für mich allerdings Telefon- und E-Mail-Terror, denn aus heiterem Himmel stehen plötzlich kleinere und größere Klubs Schlange, ganz so, als hätten sie sich verabredet. Buchstäblich Dutzende Erst- bis Drittligisten wollen wissen, ob ich denn nun, da die Challenge durch Ringlwadls Entlassung ja nun wirklich auf allen Ebenen zu meinen Gunsten beedet wäre, nicht Lust hätte, die Fussballprovinz hinter mir zu lassen?

Und während das unfreiwillig komisch klingt, wenn es vom Sportdirektor eines zypriotischen Zweitligisten geäußert wird, sieht das bei Zweitligisten (oder gar Erstligisten) aus einer Top-10-Liga naturgemäß ein wenig anders aus.
Am Ende sage ich allen unter Verweis auf meinen bis 2051 laufenden Vertrag ab - allerdings zeigt sich vor allem ein am Mittelmeer gelegener Verein lange Zeit völlig uneinsichtig.
Das ihrer Meinung nach schlagende Argument lautet dabei wie folgt:
"Sie haben uns in den letzten Jahren bereits 3x abgesagt, Herr Lavayeux. Wir schätzen Ihre Fachkompetenz und wir halten Sie sowohl fachlich als auch menschlich für einen nahezu idealen Chefcoach für unseren Verein, aber ganz ehrlich. so ganz langsam verlieren wir die Geduld. Wenn Sie uns auch diesmal wieder die kalte Schulter zeigen, müssen wir wohl anerkennen, dass Sie unseren ruhmreichen Club nicht genügend wertschätzen und werden bei künftigen Neubesetzungen vielleicht einfach darauf verzichten, Sie überhaupt zu kontaktieren."

Das klingt nach kalter Erpressung und das teile ich dem Herrn am anderen Ede des Videocalls auch mit. Daraufhin grinst er nur und fragt: "Und, klappt es?"
Ich seufze. "Nein, es klappt nicht, aber ich muß gestehen, dass mich die Aufgabe wirklich sehr reizt. Andererseits möchte ich mein jetziges Team einfach nicht im Stich lassen, weil wir uns die Chance erarbeitet haben, die europäische Scharte aus dem letzten Jahr wettzumachen. Ich hoffe, Sie verstehen das?"
Wir palavern noch ein wenig hin und her und am Ende einigen wir uns auf einen ziemlich schrägen Kompromiß - der Club wird die Stelle anderweitig besetzen, aber wenn sie mich das nächste Mal kontaktieren, werde ich zumindest mal zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen.
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Valby/Kopenhagen, Winter 2049/50



Martin schaut mich mit einer Mischung aus dezentem Ärger und Fatalismus an.

"Wann genau hattest Du vor, mit uns darüber zu sprechen?"
Ich zucke ein wenig hilflos mit den Schultern.
"Gar nicht? - Ich meine, die Frage stellt sich doch eigentlich überhaupt nicht, ich habe schließlich Vertrag hier, hab ihn sogar extra vor zwei Jahren verlängert, weil ich mich hier eigentlich sehr wohl fühle."
"Genau: 'eigentlich' ", echot mein Präsident.
"Ich hätte es wirklich schön gefunden, wenn Du uns nicht so vor vollendete Tatsachen gestellt hättest. Find ich echt nicht schön, fast schon wie einen Vertrauensbruch, das muss ich schon sagen."
"Was denn für vollendete Tatsachen?", widerspreche ich. "Ich habe nirgendwo unterschrieben, ich hab den beiden Clubs auch abgesagt und ich habe nicht vor, zu gehen."
"Ja, diesmal nicht. Aber Du hast einen Abgang zumindest soweit in Betracht gezogen, dass Du Dich mit den Vertretern der beiden Vereine getroffen hast. Wird das beim nächsten derartigen Gespräch auch so sein?"
"Ich habe keine weiteren Gesprächstermine."
"Im Moment vielleicht nicht, nein. Aber das kann ja nächste Woche schon ganz anders aussehen. ganz ehrlich, Gerard: je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass mein Vertrauen in Dich ziemlich weg ist.
Und es ist jetzt auch nicht so, als würde irgendwas darauf hindeuten, dass Du den Verein in dieser Saison auf ein neues Niveau hebst. Genaugenommen deutet eigentlich sogar alles darauf hin, dass es in allen Wettbewerben genauso weiterläuft wie in den letzten beiden Saisons."

"Was willst Du damit sagen?", frage ich irritiert.
"Ganz einfach: sportliche Stagnation und Störung des Vertrauensverhältnisses - das ist eine Mischung, die ziemlich laut nach einem 'neuen Impuls' ruft, findest Du nicht?"
"Du wirfst mich raus?!", frage ich ungläubig.
"Nein, ich lasse Dir die Möglichkeit, selbst zurückzutreten. Wenn Du das nicht machst, werd ich mich mit Mads und Karoline zusammensetzen und mit ihnen gemeinsam entscheiden, ob wir Dich entlassen."

Ich bin wie vor den Kopf gestossen, denn das hatte ich nun wirklich nicht kommen sehen - auch wenn mir natürlich klar war, dass die mediale Enthüllung meiner beiden Sondierungsgespräche mit den zwei führenden Genueser Clubs im Verein möglicherweise nicht gar so gut ankommen würde.

Dabei wollte ich eigentlich mit keinem der beiden sprechen, war eher ein blöder Zufall.
Die Winterpause in Dänemark ist nunmal extrem lang und da die Kaderplanung bereits Anfang Dezember abgeschlossen war, hab ich mir eben eine Woche am Mittelmeer gegönnt.
Ja, es war vielleicht nicht der allercleverste Move, diesen Urlaub ausgerechnet dort zu verbringen, wo mein hartnäckigster "Verehrer" (auf Clubebene) beheimatet ist, aber wie hätte ich denn damit rechnen sollen, dass ich gleich am zweiten Tag auf offener Straße erkannt und angequatscht werde?
Eh ich mich's recht versah, saß ich mit den Vertretern des Clubs an einem Tisch eines "ruhigen, diskreten" Lokals (so zumindest die Beschreibung meiner Gesprächspartner) und fand mich in einer ausführlichen Diskussion über den Club und dessen Vision sowie die Gründe dafür wieder, warum ich so unglaublich perfekt als Trainer passen würde.

Und weil das an seltsamen Erlebnissen für einen Tag noch nicht reicht, wurde ich auf dem Nachhauseweg von einem atemlosen Anzugträger angequasselt, der "sehr froh" war, "mich noch eingeholt" zu haben, denn er habe "von einem Freund" erfahren, dass ich gerade "in diese Absteige mit die Vertreter von die Lokalrivale" gesprochen hätte.
Sprachs und zerrte mich von der Straße direkt in ein "ruhiges, diskretes" Lokal, wo ich mich innerhalb weniger Augenblicke in einer Diksussion über den Club, dessen Vision sowie die Gründe wiederfand, warum ich als Trainer null zum erwähnten Rivalen, aber zu 100% zu seinem Verein passen würde.

Muss ich gesondert erwähnen, dass beide Lokale derart diskret waren, dass berichte über die beiden Treffen inklusive mehrerer Photos mit meiner klar erkennbar abgebildeten Physiognomie innerhalb von 24h auf allen einschlägigen Internetportalen zu finden waren?!
Hmph!

Dass ich beiden Clubs abgesagt habe (dem einen damit zum fünften Mal, wie mir höchst theatralisch vorgerechnet wurde), interessiert meinen Präsidenten nicht die Bohne.
Und ganz ehrlich, irgendwo ganz tief drinnen kann ich es auch verstehen. Ich ärgere mich auch, dass ich ihn nicht sofort angerufen habe - dann wär das alles womöglich ein wenig anders gelaufen.

So jedoch werd ich morgen früh wohl vor die Presse treten und meinen Rücktritt erklären müssen.

Gründe gibts durchaus - denn mit der Bewertung"Stagnation auf sportlicher Ebene" hat Martin nicht ganz unrecht. Auch wenn wir die Gehaltsausgaben erneut gesteigert haben, war der Herbst sportlich nur unwesentlich erfolgreicher als die letzten beiden. Kein Beinbruch, aber eben auch keine unglaubliche Erfolgsgeschichte.
(Wenn man mal von dem unwichtigen Fakt absieht, dass wir rein von den Kaderwerten und der sportlichen Stärke her gesehen eher um Platz 8-10 kämpfen sollten statt um Platz 4-7.)

Dass wir gegen Aarhus im Pokal ausscheiden, ist dabei ärgerlich - dass wir in den Playoffs für die Europa League nach einem 4:2 in Donezk zuhause noch mit 0:6 (!) untergehen, hat schon fast was tragisches.

Demgegenüber steht als positives Ausrufezeichen ein glücklicher Ligasieg gegen Kopenhagen ...
... alles in allem wirklich "durchwachsen mit Tendenz zur Seite", wie im Vorjahr.
Irgendwie werd ich den Rücktritt mit Verweis auf diese Ergebnisse schon so erklären können, dass er nicht völlig wie ein Rausschmiss klingt.


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Und danach?
Keine Ahnung.
Das neue Jahr wird mal wieder ein Neuanfang - soviel steht fest.
Was allerdings ebenfalls feststeht - so hübsch langsam werd ich zu alt für den ganzen Scheiß. Ich hätte echt mal wieder Bock auf einen ruhigen, entspannten Arbeitsplatz - ohne große Presseaufmerksamkeit, ohne ständige Nebenkriegsschauplätze, ohne all den Mumpitz, der einem die Trainingsarbeit und die Spieltage vermiest.

Mal sehen, ob ich mit meiner inzwischen errungenen Reputation einen hübsch angenehm ruhigen Club dazu bringen kann, mich anzustellen....


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