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Autor Thema: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten  (Gelesen 1424 mal)

knufschu

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Aus dem Blog „Nebenplatz“ – Wir berichten über abseitige Stories (manchmal auch über den großen Weltfußball)

Vom Nebenplatz bis ins Finale - Alexander Falkes Weg (1)

Das Flutlicht des Stade du Pays de Charleroi beleuchtet den etwas abgekämpften Rasen, es ist Samstag, der 24. Mai 2031, etwa 18 Uhr. Der Betonklotz, umgeben von ebenso klotzartigen Wohngebäuden, erwacht langsam zu Leben. In Warnwesten gekleidete Ordner, ein paar Mitglieder aus einem Betreuungsstab und Servicepersonal machen sich bereit für den 34. Spieltag in der Proefvotbal 1A, also der ersten belgischen Spielklasse im Herrenfußball.

Die Partie zwischen Sporting Charleroi und dem ZD Oud-Heverlee Leuven wird in rund 90 Minuten angepfiffen. Das Wetter war den Tag über prächtig. In der Arbeiterstadt im wallonischen Teil Belgiens konnte man, je näher der Abend rückte, eine gewisse Vorfreude auf diesen letzten Spieltag der Liga spüren. Überfüllte Kneipen, die jeder Biersorte auch ein eigenes Glas widmen, platzten schon am frühen Nachmittag aus allen Nähten. Normalerweise verirren sich aus Deutschland zu solch einer Paarung maximal wenige Groundhopper, Urlaub machen vermutlich nur wenige in Charleroi.

Doch heute lohnt der Blick aus Deutschland in die belgische Fußballoberklasse, denn der deutsche Coach, Alex Falke, hat hier an der Sambre, die große Chance sportliche Geschichte im toten Winkel der Bundesliga oder der anderen großen europäischen Ligen zu schreiben. An diesem 34. Spieltag entscheidet sich die belgische Meisterschaft. Neben dem Topfavoriten, dem Club Brügge, der etwa 50 Kilometer südlich gegen den SV Zulte Waregem antritt, hat auch Sporting Charleroi die Chance auf den Titel.

Bislang blickt Sportling Charleroi auf zwei Pokalsiege in den Jahren 1978 und 1993 zurück, in der Liga gelang den Wallonen bisher kein Titel. Nennenswert sind aber ein dritter Platz im Jahr 2020 und die Vizemeisterschaft von 1969. Auch in der Kategorie „bekannte, ehemalige Spieler“, muss man schon ein ausgewiesener Experte sein, denn ausgenommen von Daniel von Buyten oder Enzo Scifo braucht man schon mehr als Fachwissen, um sich mit Sporting Charleroi gut auszukennen, wenn man denn kein Fan der „Zebras“ ist. Eine Klärung der Trikotfarben im Heimdress wäre damit auch geklärt.

Kommen wir aber, es ist ja noch reichlich Zeit bis zum Anpfiff, erstmal zu Alexander Falke, dessen fußballerischer Background vermutlich den meisten eher unbekannt ist. Der 37-jährige deutsche Inhaber der A-Lizenz, aktuell paukt er für die Pro-Lizenz, hat selbst keine Sekunde als Profi auf dem Platz gestanden. Aus Interviews, die eher rar sind, kann man lediglich entnehmen, dass er den Fußball seit jungen Jahren verfolgt, sich für Taktikblogs interessiert hat und dann bei seinem Heimatverein einen C-Trainerschein gemacht hat. Eigentlich sollte der gebürtige Essener Co-Trainer bei der ersten Herren der DJK Blau-Weiß Mintard  werden, doch irgendwie ist daraus nie etwas geworden. Letztendlich ist er mit einem Hauch von Nichts in der Hand Cheftrainer des belarussischen Zweitligisten FK Orsha geworden. Man sagt, familiäre Bände hätten ihm diese Chance ermöglicht, als er im November 2025 den Job von Nikolay Kitaev übernahm.

Der FK Orsha stand zu diesem Zeitpunkt mit dem Rücken zur Wand, es drohte der Abstieg in eine niedere Spielklasse, doch es gelang Falke der 16. Tabellenplatz, der auch den Klassenerhalt bedeutete. Was Alex Falke im Gorodskoy aber vorfand, war eine durchaus talentierte Truppe. Dank des „offensiven Dreizacks“ um die Spieler Arsenyi Drab, Pavel Krutko und Vladislav Vanenok stieß der FK Orsha in der Folgesaison hinter BATE Borissow, auf den zweiten Platz in der Tabelle und stieg in die erste Liga auf. In der Folgesaison erreichte Orsha, mit 9 Siegen, 11 Unentschieden und 10 Niederlagen einen soliden neunten Rang im belarussischen Fußball-Oberhaus. In seiner dritten Spielzeit bei Orsha gelang schon eine kleine Sensation, denn Orsha konnte hinter Dynamo Brest und Slaviya-Mozyr den dritten Tabellenplatz belegen.

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Im Zenit seines Erfolgs in Belarus trennten sich jedoch die Wege von Alex Falke und dem FK Orsha. Sucht man triftige Gründe, tappt man fast im Dunklen. Ohne Falke dazu befragt zu haben, verweisen einige Quellen auf interne Streitigkeiten, fakt ist jedoch, Falkes Vertrag wurde nicht verlängert. So verabschiedete sich Falke mit einem Aufstieg und dem Titel „Bester Trainer der Saison“ aus dem Gorodskoy in die Arbeitslosigkeit, inzwischen aber einen B-Trainerschein im Gepäck, digital konnte er sogar bereits an der Theorie für den nationalen A-Trainerschein lernen.

Da nun aber das Saisonfinale in Belgien sich immer mehr dem Finale nähert und vermehrt hektisch dreinblickende Ordner nach einem Presseausweis fragen, wird Teil 2 aus der Geschichte Alex Falkes auf ein anderes anstehendes Großevent verschoben, denn wenige Tage nach dem Saisonfinale treffen die Ligakonkurrenten, Club Brügge und Sporting Charleroi in einem Europapokalfinale, dem Finale in der Conference League, aufeinander.

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Noergelgnom

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Re: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten
« Antwort #1 am: 24.Juni 2026, 14:16:51 »

Schöne Idee für einen Kompromiss zwischen "Nicht-Bericht" und "Public Playing"!  ;)

Glückwunsch zum ECL-Finale (und viel Erfolg dort, wobei Brügge natürlich ein ordentliches Brett zu bohren sein wird) - wobei ich echt erstaunt bin, dass Du es als alter Taktikfuchs in 7 (?) FM-Saisons bisher nicht in ein Europapokalfinale geschafft hattest.  :o
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knufschu

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Re: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten
« Antwort #2 am: 24.Juni 2026, 18:30:28 »

@Noergelgnom: Ja, für mich ist es die Option, zu schreiben, aber nicht in der Regelmäßigkeit und dem Detail, wie in vorherigen Spielständen. In der Tat habe ich, ausgenommen von dem Spielstand in Nordsjaelland, keine großen Titel im FM geholt bisher. Es liegt auch daran, dass ich gerne in den unteren Ligen beginne. Im FM26 habe ich für mich zudem ein Setting gefunden, "schneller" durch die Wochen zu kommen. Weiterhin hatte ich in den vorherigen FM's mitunter nur ein leistungsschwaches Notebook zur Verfügung und hier waren die Ladezeiten ein Killer für eine derartige Idee.

Zusatzinfo zum Spielstand:

Zudem plane ich in dem Spielstand auch mal einen Blick auf andere Vereine, Wettbewerbe oder Personen des Fußballs zu blicken, hierfür wird es immer mal Abstimmungen geben. Sie laufen unter dem Motto "Was macht eigentlich ..." - Ich persönlich finde es ab einer gewissen verstrichenen Zeit immer sehr interessant, was z.B. einzelne Vereine so "machen", wohin es verschiedene Trainer verschlagen hat oder was mir bekannte Spieler so treiben. Das ganze wird aber erzählerisch in dem Blogformat verpackt werden und nicht so unsexy wie jetzt daherkommen.

Falls ich es unverständlich ausgedrückt habe, versehe ich es mal mit einem Beispiel: Die Kategorie "Was macht eigentlich ..." mit dem Schwerpunkt "Spieler" - Ihr als Mitlesende schlagt Spielernamen vor, es folgt ggf. eine Abstimmung, sobald z.B. drei oder mindestens ein Spieler gefunden bzw. genannt worden ist. Ich werde anschließend im FM ein wenig Herumklicken und die Geschichte erscheint dann in dem fiktiven Blogformat. Es wird dann eine Mixtur aus Datenwiedergabe, mit ein paar Geschichten drumherum, die sich mein Hirn erspinnt.

Aus gegebenen Anlass kann ich ja mal einen Einblick gewähren: Im Jahr 2031 trainiert Dino Toppmöller die deutsche Nationalmannschaft, nachdem Julian Nagelsmann im Sommer 2028, nach einer 3:1 Niederlage (Kane, Kane, Bellingham) im Halbfinale gegen England, zurückgetreten ist. Zumindest haben sich Toppmöllers und Nagelsmanns Karrieren irgendwie doppelt gekreuzt, denn Nagelsmann war von 2028 bis 2029 Coach von Eintracht Frankfurt, während Toppmöller vor seinem Engagement für den DFB die SGE trainiert hat. Übrigens, bei der WM 2026 scheiterte Deutschland im Viertelfinale im Elfmeterschießen an Schottland.

Da der Blog aber gerne auf abseitige Geschichten schaut, darf es auch gerne etwas "exotischer" sein.
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Muffi

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Re: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten
« Antwort #3 am: 30.Juni 2026, 15:02:40 »

Sehr schön, hier bin ich gern dabei. Vor allem auf den "Was macht eigentlich ..." Bereich bin ich gespannt.  :)
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knufschu

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Re: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten
« Antwort #4 am: 01.Juli 2026, 20:56:53 »

Vom Nebenplatz bis ins Finale – Alex Falkes Weg (2)


Die nationalen Meriten sind vergeben, das Fell des Bären ist verteilt, das letzte „lekker“ Bier der Spielzeit 2030/31 getrunken – Nun, im mäßig spannenden Fernduell um die Meisterschaft der Proefvoetbal 1A konnte sich am Ende der Favorit aus Brügge durchsetzen. Dem Club Brügge reichte der knappe, aber völlig verdiente Heimsieg gegen Zulte Waregem (xG: 4,46 zu 1,06; Endstand 2:1; Siegtreffer in der 85. Minute), während Sporting den Angstgegner aus Leuven locker, aber zwecklos mit 5:0 abschoss. Immerhin blieb der Titel des Torschützenkönigs für Obama Appiah (25 Saisontore) und auch Falke sackte den „Trainer der Saison“ ein. Vermutlich hätte beide gerne getauscht.

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Aber das nächste sportliche Highlight jagte ja nur wenige Tage hinterher, das „indirekte“ Finale der beiden Meisterschaftskontrahenten im Fernduell wird noch einmal in einem direkten Duell ausgetragen, quasi „High Noon“ oder die schnelle Chance sich zu rächen oder gar die doppelte Pleite zu kassieren?

Dabei ist es irgendwie schon etwas kurios, wenn zwei Mannschaften aus dem gleichen Land für ein Fußballspiel ins Ausland reisen und dafür auch in den Flieger am gleichen Flughafen steigen könnten. Möglicherweise haben sich sowohl die gegnerischen Teams als auch konkurrierende Fangruppierungen in den Fliegern zwischen Brüssel-Charleroi - ja so nennt sich der Flughafen, den vermutlich viele gewählt haben - und Göteborg getroffen. Da es keine Direktflüge gibt, mag es allerdings Unterschiede in der Weiterreise gegeben haben.

Wie auch immer man nun anreiste oder wo man in den nächsten Flieger umstieg, es ging für den FC Brügge und Sporting Charleroi sowie deren Anhängerschaft ins Ullevi-Stadion, wo sich die hiesigen Servicekräfte, die üblicherweise für den IFK Göteborg oder GAIS zuständig sind, halb interessiert auf die Paarung zweier belgischer Teams vorbereiteten.

Die Mischung aus Leichtathletik- und Fußballarena kommt aufgrund der Laufbahn etwas unsexy daher, aber was soll’s, denn immerhin haben beide belgischen Vereine am heutigen Tag die Chance auf eine Europapokaltrophäe. Finalpaarungen oder Spiele mit internationalem Flair gab es im Ullevi unter anderem 1992 oder 2004. In den 90ern konnten sich die Dänen, bekannt als Danish Dynamite, mit 2:0 gegen die deutsche Nationalmannschaft behaupten und als Nachrücker, genährt von Fastfood, so sagt die Legende, die Europameisterschaft gewinnen. Weniger bekannt ist möglicherweise, wer das UEFA-Pokalfinale 2004 im Ullevi gewann. Es war der FC Valencia, trainiert von Rafa Benitez, durch Treffer von Mista und Vicente. Bei Olympique Marseille stand Fabien Barthez nur für 45 Minuten im Kasten, da er aufgrund einer roten Karte den Platz verlassen musste. Auch sein Teamkollege Didier Drogba konnte die Niederlage letztlich nicht verhindern.

Bevor das Finale in Göteborg nun aber beginnt, reisen wir in das Jahr 2027 und blicken auf in einer weiteren Etappe auf den Weg Alex Falkes bis hierher. Falke hat inzwischen einen neuen Trainerposten gefunden. In diesem Fall hat ihm kein Familienmitglied einen Job zugeschanzt, sondern seine Erfolge bei Orsha haben Falkes Namen bei einer flüchtigen, möglicherweise auch fehlerbehafteten Anfrage bei der Datenbank „TransferRoom“ in der Kategorie „Trainer ohne Vertrag“ ausgespuckt.

So reiste Alex Falke im Dezember per Flieger nach Südafrika, um die Lerumo Lions, beheimatet in der Stadt Rustenburg, zu trainieren. Nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen die Tshakhuma und Venda FC stand es, wie einst in Belarus, sportlich nicht gut um den Club in der Motsepe Foundation Championship. Falke sollte also erneut eine Rettung vollbringen, aber in diesem Fall fand er weder eine funktionierende Mannschaft vor, noch hatte er eine Idee, was er überhaupt kadertechnisch vorfinden wird.
 
Möglicherweise, darauf weisen Quellen hin, hat Falke sich gar „Hals über Kopf“ in ein Abenteuer gestürzt, ohne sich präzise mit dem Kader und vor allem den Registrierungsbedingungen der Liga auseinanderzusetzen. Konkret bedeutet dies, dass Falke beim Trainingsauftakt vor einer Rumpftruppe von etwa 14 semiprofessionellen Spielern, die in der Tendenz alle Verteidiger waren, stand, von denen bereits 4 bis 5 auf dem Absprung zu einem anderen Verein waren. Klamme Kassen, Falkes Unkenntnis um die vom südafrikanischen Fußballverband formulierten Regularien und Heerscharen von Probespielern, die sich auf dem Vereinsgelände tummelten, hinterließen den frischen Besitzer der nationalen B-Lizenz komplett überfordert, so dass er das Projekt Anfang März 2028 wieder abbrach. In die kurze Amtszeit von Falke entfallen 5 Siege, 3 Niederlagen und zwei Unentschieden. Nachdem Falke am Ende eher erstaunte oder kritisch dreinblickende Gesichter bei den Lerumo Lions hinterließ, konnte der Club den Abstieg übrigens vorerst verhindern, inzwischen sind die Lions aber in der sportlichen Versenkung verschwunden.

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Nun aber zu den Ereignissen im Ullevi: Sporting ist über das gesamte Spiel hinweg die bessere Mannschaft, sie kommt auf etwa 60% Ballbesitz, erarbeitet sich theoretisch 2,26 Treffer aus 17 Torschüssen, aber ins Netz will über die reguläre Spielzeit und auch über die Verlängerung hinweg kein Ball. Da wäre ein Pfostenschuss von Appiah in der 17. Spielminute, eine Rettung auf der Linie durch den Brügge-Keeper Pizarro in der 32. Minute und ein verschossener Strafstoß durch Romsaas in der 47. Spielminute. Tja und dann gilt eine alte und für Charleroi bittere Fußballweisheit: Wer die Dinge vorne nicht macht … - Im Elfmeterschießen bekleckert sich keines der beiden belgischen Teams mit Ruhm und nach je drei Fehlversuchen kann Renders als siebter Schütze der Zebras nur die Arme über dem Kopf zusammenschlagen, denn Club Brügge gewinnt das direkte Duell.

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Muffi

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Re: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten
« Antwort #5 am: 02.Juli 2026, 09:07:56 »

Sehr bitter, am Ende sowohl in Meisterschaft, wie auch international nur "Zweiter" zu werden. Trotzdem Glückwunsch zum Erreichten!

Dann mache ich doch gern mal den Anfang. Was macht eigentlich Hannover 96 und im Speziellen Enzo Leopold?
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knufschu

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Re: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten
« Antwort #6 am: 02.Juli 2026, 18:56:22 »

@Muffi: Danke! Dein Wunsch ist mir Befehl :-)

Enzo Leopold gehört nie und nimmer auf den Nebenplatz – Leopold und die Roten


„Lass die Andern alle reden, von Bayern oder Bremen, wir sind immer bei dir 96 – HSV!“ – Schon wenige Verse qualifizieren einen Blick auf einen – nun ja, nennen kann man ihn eigentlich so nicht – „Nebenplatz“.

In der Kategorie „Was macht eigentlich?“ hat sich der User „Muffi“ gewünscht, einen Seitenblick auf den „kleinen HSV“ zu werfen, allein der Name macht den Club vermutlich kleiner als er eigentlich ist und reden werden wir heute auf jeden Fall über ihn und nicht über Bayern oder Bremen. Eng verbunden ist dieser Seitenblick aber auch parallel mit dem Werdegang von Enzo Leopold, den die Sportschau 2026 als „Dauerbrenner der Roten“ bezeichnete, da er die Roten als Kapitän in 33 von 34 Ligaspielen auf den Rasen führte.

Leopold betrat als „Kind der Freiburger Fußballschule“ (Badische Zeitung) in der A-Junioren Bundesliga am 11.08.2018 erstmals den Rasen im großen Fußballzirkus. Bei einer 1:0 Heimpleite des SC Freiburg gegen den 1. FC Heidenheim standen neben Leopold noch Noah Atubolu, Noah Weißhaupt oder Kevin Schade für den SC auf dem Rasen. Am Ende reicht ein Treffer von Gökalp Kilic für den 1. FC Heidenheim.

Nennen wir es mal Profiluft, denn diese schnupperte Enzo, der weiterhin die Schuhe für den SC Freiburg II schnürte, etwa drei Jahre später. In der Drittligapartie gegen den Halleschen FC wechselte Thomas Stamm Leopold in der 74. Minute ein. Am Ende feierte der SC einen Punkt, bei einem 1:1 Unentschieden. Spieler des Tages war im Übrigens Kilian Sildillia, der aktuell beim KRC Genk gegen Alex Falkes Sporting Charleroi in der Proefvoetbal 1 in Belgien spielt. 

Für eine bescheidene Summe wechselte Enzo Leopold dann für die Spielzeit 2022/23 an den Maschsee nach Hannover. Fortan spielte der defensive Mittelfeldakteur, ausgenommen von der Spielzeit 2029/30 (14 Einsätze), niemals weniger als 21 Ligaspiele. 

Nach einigen Jahren in der 2. Bundesliga kletterten die Roten mit Leopold als Mittelfeldstrategen ins Oberhaus des deutschen Profifußballs. In der Aufstiegssaison schien für Leopold auch die höhere Spielklasse kein Problem, denn mit seiner Mannschaft belegte Leopold Rang 10. Ihm gelangen in dieser Spielzeit 3 Torvorlagen, ein eigener Treffer und eine starke Durchschnittswertung von 6,81.

Nach einem elften Rang in der Folgesaison und der Teilnahme am Finale des DFB-Pokals, das man mit 2:3 gegen Bayer Leverkusen verlor, gelang dem kleinen HSV schließlich die Qualifikation für den Europapokal.

Wer mitgezählt hat, weiß, dass Hannover 96 also in der Saison 2030/31 europäisch spielte und bis ins Achtelfinale der Europa League durchstarten konnte. Bei einem 0:1 in der heimischen Heinz von Heiden Arena, bei dem weder Nelson Weiper noch Deniz Undav für Hannover treffen konnten, saß Leopold auf der Bank. Beim 1:1 im Rückspiel gegen Brighton spielte er allerdings durch. Vermutlich aufgrund der Doppelbelastung gelang Leopold und seiner Mannschaft keine weitere Qualifikation für den Europapokal, denn die Roten schlossen in der Bundesliga als Neunter ab.

Nach Ende der Spielzeit verließ Leopold Hannover 96 indiekt und wechselte Leihweise zu Union Berlin. Immerhin, eine halbe Millionen Euro Leihgebühr ließen sich die Köpenicker die Dienste des Mittelfeldakteurs kosten.

Aktuell trainiert Alexander Blessin die Roten, zu den wertvollsten Spielern gehören unter anderem Tom Krauß, Yuito Suzuki, Nelson Weiper und Elijah Scott.

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« Letzte Änderung: 02.Juli 2026, 21:53:45 von knufschu »
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Bayernfahne

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Re: [FM26] Nebenplatz - Ein Fußballblog über abseitige Geschichten
« Antwort #7 am: 04.Juli 2026, 22:00:44 »

Was für ein bitteres Saisonfinale da in Belgien bzw. in Göteborg... Wenn man nicht nur nach Spielern, sondern auch nach Vereinen fragen kann, dann wüsste ich gerne, wie es Górnik Zabrze in Polen ergangen ist. Falls es ein Spieler sein soll: Lukas Podolski.  :D
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...und der Teufel schickt uns einen Kuss, wir haben von alledem gewusst!