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Autor Thema: Doping im Sport - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten  (Gelesen 42537 mal)

ale del piero

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #40 am: 06.Februar 2012, 13:28:32 »

Contador heute für 2 Jahre gesperrt, Tour 2010 und Giro 2011 aberkannt!
Die richtige Entscheidung, aber fast 2 Jahre zu spät... das man ihm die Tour 2010 aberkennt war klar, schliesslich wurde er dort überführt... aber somit hat man das Ergebnis des Giro 2011 verfälscht und auch die Tour letztes Jahr, schliesslich fuhr er auch dort... wer weiß wie das alles ohne ihn gelaufen wäre...
Lächerlich zudem, dass die 2 Jahressperre von 2010 an gilt, sprich sie endet im August 2012... währenddessen ist er trotzdem 1 1/2 Jahre rumgefahren...
Aber Armstrong hat man ziehen lassen  ::)

p.s.: Die nachträglichen Sieger Schleck und Scarponi sind auch nicht besser als Alberto...
« Letzte Änderung: 06.Februar 2012, 14:20:07 von ale del piero »
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #41 am: 06.Februar 2012, 15:09:47 »

2 Jahre bei vorsätzlichem Doping sind doch ein Witz. Und nachträglich einen Toursieg zu erkannt bekommen ist auch ziemlich unbefriedigend. Zum Einen kennt man dann immer noch nicht das Gefühl, am Ende einer strapaziösen Tour als Siegenrauf dem Treppchen zu stehen, man hat keine Fotos von diesem Moment, keine Erinnerun - nix, zum Anderen wird man immer mit dem "Makel" leben müssen, dass man Sieger wurde, weil der ursprüngliche Sieger nachträglich des Dopings überführt wurde.

Die Sperre müsste ab sofort gelten und 5 Jahre beinhalten. Was ich vom Vorgehen des spanischen Radsportverbandes halten soll, weiß0 ich auch noch nicht, es macht auf mich aber den Eindruck des Weg- und Übersehens. Ich glaube aber, dass es im Grunde völlig egal ist, welche Maßnahmen ergriffen werden, der Radsport steht doch inzwischen wie kein anderer Sport, die Tour de France wie keine andere Veranstaltungen für überführte und stark unter Verdacht stehende Teilnehmer und Sieger. Wenn man sich die Tour anschaut, stellt man sich unweigerlich die Frage, ob dieser Kraftakt oder jener Ausreisser auf Training oder Doping zurückzuführen ist.

Hier sind eigentlich Sponsoren und Medien gefragt, solche Veranstaltungen zu boykottieren. Aber das trifft dann wieder die Falschen.
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ale del piero

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #42 am: 06.Februar 2012, 15:39:32 »

Da muss ich aber gegen einschreiten  ;)
Wieso steht der Radsport in diesem Licht und andere Sportarten nicht?
Weil hier wenigstens von einigen, wenigen versucht wird für einen sauberen Sport zu kämpfen... dies kann man von vielen anderen Sportarten nicht sagen...
Ich brauch auch nicht weit ausholen, es reicht ein Fakt:
Bei Dr. Fuentes waren alle spanische Athleten, die Rang und Namen haben, zur Behandlung... nicht nur die Radsportler, auch die Barca, Real und Valencia Profis waren da, auch Rafa Nadal war da und sämtliche andere Nationalteams... aber nur die Radsportler wurden verfolgt, gesperrt usw....
Wieso kann jeder für sich selbst beantworten  ;)

p.s.: Kommt bestimmt nicht gut an, wenn der Fußball Welt- und Europameister und das jetztige beste Team aller Zeiten ( Barca) bei nen Doping-Arzt waren  :P :-X
« Letzte Änderung: 06.Februar 2012, 15:41:28 von ale del piero »
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #43 am: 06.Februar 2012, 17:57:14 »

Finde leider auch das jeglicher "sportlicher" Sieg eines Spaniers oder einer spanischen Mannschaft einen fahlen Beigeschmack hat.

Glaube jetzt nicht das andere nicht dopen, aber in Spanien scheint das ganze doch starkes System zu haben.

Verdächtig, dass im Jahr 2010 die besten Fussballer, Radfahrer, Tennisspieler und und und alle aus Spanien kamen ;)
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #44 am: 06.Februar 2012, 17:59:06 »

Ey! Das liegt halt an der guten Paella! :P
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #45 am: 09.Februar 2012, 12:30:04 »

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ale del piero

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #46 am: 09.Februar 2012, 13:51:23 »

Für mich nicht... nach so vielen Jahren erst zu son Urteil zu kommen, was soll daran gut sein...
Genauso wie das man jetzt nach so vielen Jahren rückwirkend noch in Klassements eingreift... Ulrrichs 3.Platz von 2005 bei der Tour gelöscht...  ::)
Und wenn schon dann richtig... also Ivan Basso müsste es genauso erwischen... dieser wurde zwar gesperrt aber die Ergebnisse blieben... Tour Platz 2 und Giro Sieg 2005 bitte aberkennen....
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #47 am: 09.Februar 2012, 15:44:29 »

Finde die Dauer der Sperren immer sehr komisch. Wer vorsätzlich gedopt hat gehört gesperrt und zwar für immer.
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #48 am: 09.Februar 2012, 16:10:14 »

Geht nicht. Du kannst niemandem vorsätzliches Doping vorwerfen, solang du nicht daneben stehst. Du kannst in der Regel nur nachweisen, dass Spuren vorhanden sind. Es muss ja Schuld bewiesen werden, der Sportler muss seine Unschuld nicht beweisen, dass ist er solange, wie keine ausreichenden Beweise vorliegen. Und das sind nunmal meistens nur die Blutproben (oder Notizen und Blutbeutel etc).
Wiederholungstäter sollten dagegen schon hart bestraft werden. Ebenso sollte die Sperre ab der Urteilsfällung gelten, es sei denn der Sportler verzichtet bis zu eben dieser auf sämtliche Starts.

Desweiteren sollte man Toursieger wohl erst nach 10 Jahren küren...
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #49 am: 09.Februar 2012, 16:16:14 »

Desweiteren sollte man Toursieger wohl erst nach 10 Jahren küren...

Bis derjenige sich dann nach 15 Jahren als Doper outet bzw. geoutet wird.
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Ensimismado

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #50 am: 09.Februar 2012, 16:21:13 »

Geht nicht. Du kannst niemandem vorsätzliches Doping vorwerfen, solang du nicht daneben stehst. Du kannst in der Regel nur nachweisen, dass Spuren vorhanden sind. Es muss ja Schuld bewiesen werden, der Sportler muss seine Unschuld nicht beweisen, dass ist er solange, wie keine ausreichenden Beweise vorliegen. Und das sind nunmal meistens nur die Blutproben (oder Notizen und Blutbeutel etc).
Wiederholungstäter sollten dagegen schon hart bestraft werden. Ebenso sollte die Sperre ab der Urteilsfällung gelten, es sei denn der Sportler verzichtet bis zu eben dieser auf sämtliche Starts.

Desweiteren sollte man Toursieger wohl erst nach 10 Jahren küren...
Du hast schon Recht. Naja, die Konsequenz für mich daraus ist, dass ich seit Jahren kein Radsport mehr schaue.
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ale del piero

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #51 am: 09.Februar 2012, 18:04:31 »

Jaja weil die anderen Sportarten alle sauber sind...
Wenns so ist sollteste gar kein Leistungssport gucken  ;)
Mir z.B. ist es sowieso scheissegal ob sie dopen oder nicht, denn ich gehe davon aus, dass alle es tun und von daher gibt es keinen so großen Vorteil am Ende und es entscheidet halt doch, wer der bessere Fahrer ist und wer die beste Taktik hat...
Und beim Beispiel 2005 zu bleiben, normal hätte T-Com mit Ullrich, Vino und Klöden die ganze Konkurrenz in Grund und Boden fahren müssen.. sie ware 3 aus einem Team gegen Armstrong und Basso.. haben sie aber nicht geschafft, aus verschiedenen Gründen, Doping ist keiner davon... alle 5 haben gedopt  ;)
« Letzte Änderung: 09.Februar 2012, 18:07:26 von ale del piero »
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #52 am: 09.Februar 2012, 18:12:09 »

Ich kann nicht beurteilen, wie sauber der Fußball ist. Aber zumindest kann man beim Fußball davon ausgehen, dass individuelle Schwächen nicht so leicht mit Doping zu umgehen sind und vor allem habe ich keine Lust einen Sport zu sehen, bei dem ich erst Jahre später weiß, ob der Fahrer, für den ich war, eigentlich auch wirklich gerade aktuell noch Sieger war/ist/wird.
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #53 am: 09.Februar 2012, 18:18:52 »

Wahrscheinlich machens bei den Radfahrern alle ich kann mich jedenfalls nicht erinnern das mal ein Fahrer an die Öffentlichkeit gegangen ist und gesagt hat -
Dr. Soundso hat seltsame Sachen in mich reingepumpt
oder
Mein Werauchimmer wollte das ich mir seltsame Pillen einwerfe

Dr. Gonzo

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #54 am: 09.Februar 2012, 18:21:14 »

Das flächendeckende Doping im Radsport ist für mich persönlich nicht das große Problem. Seit dem ich auf der Welt bin, wird das leider schon so praktiziert (nicht nur dort, Leichtathletik ist beispielsweise genauso verseucht). Stehe dem Ganzen nicht positiv, sondern eher gleichgültig gegenüber.

Seitdem die Bestrafungen so unterschiedlich und willkürlich ausfallen, interessiert mich der Radsport nicht mehr. Alle Spitzenfahrer dopen, nur einige werden erwischt, ok. Aber die, die erwischt werden, werden dann auch noch ganz unterschiedlich behandelt und bestraft. Das stört mich gewaltig und hat mir die Freude am Profiradsport genommen.
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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #55 am: 09.Februar 2012, 18:26:07 »


Seitdem die Bestrafungen so unterschiedlich und willkürlich ausfallen, interessiert mich der Radsport nicht mehr. Alle Spitzenfahrer dopen, nur einige werden erwischt, ok. Aber die, die erwischt werden, werden dann auch noch ganz unterschiedlich behandelt und bestraft. Das stört mich gewaltig und hat mir die Freude am Profiradsport genommen.

Das stimmt... einige bezahlen mit dem Leben, andere werden weiterhin als Helden gefeiert...
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robertob

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #56 am: 10.Februar 2012, 00:30:39 »

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,814191,00.html

Auch das eine gute Nachricht!

Ulle hat nie, nie, niiiiieeee gedopt. Nicht der Ulle aus Rostock!

Nein, im Ernst, natrülich hat Ulle gedopt. So wie alle zu seiner aktiven Zeit. Außer der Armstrong natürlich. Der ist dem gedopten Übertalent Ullrich zweifelsfrei ganz sauber davon geradelt.

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #57 am: 10.Februar 2012, 00:42:37 »

Ich steh trotzdem noch auf Radsport, wenn ich an letztes Jahr zurückdenke wie Voeckler gekämpft hat. Mir egal ob der vollgepumpt war, war beeindruckend anzuschauen.

Bin eigentlich nur froh das Ullrich es endlich zugibt, das war ja wirklich erbärmlich, obwohl er jetzt ja schon wieder die Schuld abwiegelt:

http://www.spox.com/de/sport/mehrsport/radsport/1202/Artikel/jan-ullrich-gibt-kontakt-zu-dopingarzt-eufemiano-fuentes-zu-tour-de-france.html

Zitat
"Ich will mich nicht beklagen, dass alles kam nicht ohne Grund. Ich wollte schon damals, kurz nach meiner Suspendierung, den Fehler, den ich gemacht habe, öffentlich eingestehen, aber mir waren die Hände gebunden. Auf Anraten meiner Anwälte und - wie es in solchen Fällen üblich ist - habe ich zu den Vorwürfen geschwiegen. Letztendlich hat mich dieses Thema über Jahre so sehr belastet, dass ich krank wurde und irgendwann zusammengebrochen bin."

erbärmlich ...
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wrdlbrmft

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der vfb spielt im neckarstadion!

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Re: Radsport im Dopingsumpf - Meinungen/Thesen/Neuigkeiten
« Antwort #59 am: 09.Juli 2012, 20:59:12 »

Interessant auch, dass 4-5 davon grad bei der Tour sind und gezwungen worden sind auf einen Olympia Start für die USA zu verzichten... und da sie kollaborieren, werden sie nur für ein halbes Jahr am Ende der Saison gesperrt statt 2 Jahre.. d.h. so gut wie keine Sperre da es kaum Rennen gibt bis März..
Aber aberkennen der Armstrong Titel halt ich ebenso für sinnlos.. juckt eh keinen mehr und wenn man sich die Nächstplatzierten anguckt, die haben alle auch schon Dreck am Stecken gehabt.. also wieso sollte z.B. Ullrich oder Basso dann die Toursieger sein  ;)
Das einzige was traurig ist, ist die Tatsache dass ein Armstrong immer verteidigt wurde während ein Marco Pantani mit seinem Leben bezahlt hat.. traurig traurig  :'(
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