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Autor Thema: Pferderennsport  (Gelesen 25095 mal)

robertob

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Pferderennsport
« am: 03.Juni 2008, 22:52:41 »

Der Pferderennsport interessierte mich schon länger. Doch eher oberflächlich, einmal im Jahr, wenn in Bad Doberan (älteste Galopprennbahn des Europäischen Festlandes) das Ostsee-Meeting steigt. Doch in den letzten Wochen bin ich immer mehr auf den Geschmack gekommen, zumal man viele Rennen live verfolgen kann wie I-Net. Je tiefer ich nun in die Materie einsteige und immer mehr Dinge berücksichtige zur Auswahl meiner Pferde, umso eher kommen auch die Wetterfolge. Ich bin praktisch "angfixt" mit dem Sport.

Mich würde mal interessieren ob hier der ein oder andere ist, der dem Galopp- und Trabrennsport was abgewinnen kann und/oder öfters drauf wettet. Wohlweislich, das dieser Sport in Deutschland weit weniger populär ist, wie auf der Britischen und Irischen Insel, wo Pferderennen und Wetten zum Täglich Brot dazugehört...
« Letzte Änderung: 17.Dezember 2011, 22:46:56 von robertob »
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Henningway

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #1 am: 04.Juni 2008, 08:02:40 »

Ich habe mit dem Sport gar nichts zu tun, bin allerdings früher selbst gerne geritten. Von den Tieren geht absolut eine umwerfende Faszination aus! Mir dann sowas im Fernsehen anzuschauen, hm, nein, da bin ich nicht der Typ für. Dafür schon eher der Gartenlaubentypus ;D
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"Pass auf, ich sach Dir wat: Du klicks getz auf dat, wat da so grün am leuchten is un wenne dat gemacht has, dann holse Dich ne Wurst oder n'Käffken oder sonswat und liest ma in alle Ruhe durch, wat da so am passiern is!"

http://ww

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #2 am: 04.Juni 2008, 09:58:22 »

Der Reiz sich das anzuschauen (am liebsten natürlich live auf der Rennbahn), liegt ja auch darin, das die Hoffnung, besteht sein sauer verdientes Geld auf das richtige Pferd gesetzt zu haben, um es dann zum Sieg zu schreien, in der Hoffnung es nimmt sich der flehenden Rufe des Wetters an.  ;D

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #3 am: 12.November 2008, 15:49:22 »

Erfolgsjockey Torsten Mundry nahm Kokain und beendet seine Karriere!

http://www.bild.de/BILD/sport/mehr-sport/2008/11/12/reiten/torsten-mundry-kokain-skandal.html

Zitat
Karriere-Ende nach positiver Dopingprobe

Bitteres Ende einer Jockey-Karriere. Torsten Mundry (37) nahm Kokain. Erwischt wurde er bei einer Doping-Probe am 1. Oktober in Paris. Mundry ist noch nicht gesperrt, wird aber nie mehr reiten. Ende des Jahres wollte er sowieso aufhören. Zum 1. Januar 2009 fängt er als Trainer an einem großen Rennstall in Warendorf an. Der Jockey-Job wurde zuletzt immer schwerer. Mit 56 Kilo ist Mundry für den Sport zu dick. Zwei Tage vor der positiven Doping-Probe sagte er BILD: „Der Kampf gegen das Gewicht geht mir langsam an die Psyche.“ Diät, Joggen, Sauna - zuletzt nahm er Kokain. Mundry gibt die Gewichtsprobleme als Grund dafür an, erklärte seinen sofortigen Rücktritt. Auch viele Top-Models sollen die Droge nehmen, um dünn zu bleiben. Das Idealgewicht für Jockey liegt bei 50 bis 54 Kilo. Das Rennsystem schreibt die Gewichte vor.

Rennstall-Chef Gregor Baum lässt Mundry nicht fallen: „Er leidet, hat den Fehler zugegeben. Er bekommt die zweite Chance als Trainer. Ich habe ihn 15 Jahre lang als untadeligen Sportsmann kennengelernt.“
Mundry gewann auf deutschen Pferden 1184 Rennen, dazu über 100 Asien.

Das Ende einer Legende! Mensch schade, kein Sieggarant mehr beim nächsten Ostee-Meeting in Bad Doberan, wo Mundry die letzten Jahre mir so manche Wette gewann.  :(

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #4 am: 02.April 2009, 22:42:44 »

Ein schwarzer Tag für den Galopprensport: Eines der populärsten Pferde UKs, Exotic Dancer, starb heute in Folge einer Herzattacke, eine halbe Stunde nachdem es noch den zweiten Platz im bedeutensten Rennen des Tages beim Grand National Meeting in Aintree holte. Der 9 Jährige Wallach gewann 8 seiner 29 Karrierestarts und gewann über 800.000 € an Preisgeldern.

Im 4. Rennen des Tages des selben Meetings, stürzte die Nummer 19, der 11 Jährige Wallach Mel in Blue, am siebten  Hindernis schwer und brach sich in Folge dessen das Genick und starb ebenso. Somit steht das große Grand National Meeting, welches am Samstag mit dem "John Smith'S Grand National Steeple Chase" seinen Höhepunkt findet, bereits am ersten Tag im negativen Licht. Das Hindernis an dem Mel in Blue stürzte, gilt als besonders schwer und ist mit einem Graben auf der tiefer liegenden Aufsprungseite versehen...

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #5 am: 19.Juni 2009, 22:26:07 »

DAS ist jetzt MEIN Rennpferd!!! 8)




Seit eben besitze ich das 3 Jährige Rennpferd Rupestrian! Ok, nicht ganz alleine, sondern mit rund 100 weiteren Mitbesitzern. Ich bin beim Select Racing Club eingestiegen, ein Rennstall der demokratisch über Training, Rennen ectr. abstimmt regelmäßig und ebenso regelmäßig mit Startrainer Tim Vaughan in Verbindung tritt und die Dinge bespricht. Das Preisgeld wird solidarisch geteilt zwischen allen Teilhabern. Die Sache ist vergleichbar mit MyFootballClub oder dem Deutschen Fortuna Köln Projekt. Nur mit dem Unterschied das man durch das Pferd Geld wiederbekommt.  :)

Rupestrian ist ein 3 Jähriger Wallach, hat 4 von 8 Rennen in seiner Karriere gewonnen, davon ein Flachrennen auf All-Wheather und 3/3 in Hurdle races. Macht n Topeindruck, da ist noch viel, viel möglich. Am vergangenen Wochenende gabs in Sedgefield nen überlegenen 13-10 Sieg. Die 59 € Mitgliedsbeitrag/Jahr sollten mit dem nächten Rennen praktisch schon wieder drin sein.

Bodylove

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #6 am: 19.Juni 2009, 22:49:28 »

Wenn ich mitbekomme wie manche ihre Pferde dopen dann kommt mir das kalte Kotzen. Sollen sie von mir aus Sondersprit in irgendwelche Boliden tanken oder sich Fussballschuhe vom Mondstaub nähen lassen nur Tiere die sich nicht wehren können bzw. nicht wissen was mit ihnen passiert sollen sie die Finger lassen.
Immer wieder hört man von solchen menschlichen Schweinen die irgendwelche Dopingmittel mit ins Futter mischen das sollte man gesammelt in einer Spritze dem Besitzer in den Arsch spritzen.. >:( >:(

@ robertob
Ich will nix vermiesen nur ärgert es mich mächtig dass es solche Vollidioten gibt.
Wie muss ich mir das Vorstellen? Ich setze 100 € und bei Gewinn geteilt durch 100 ??

Und Glückwunsch zum Gaul... was kostet da die Teilnahme?
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robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #7 am: 19.Juni 2009, 23:25:05 »

Jahresbeitrag sind 59 Pfund. Wie geschrieben sollte das nach dem nächsten, spätestens nach dem übernächsten Rennen aber aus dem Preisgeld längst wieder drin sein. So n Pferd läuft ja n paar Rennen das Jahr über, und Rupestrian scheint auch auf Flachrennen Siegmöglichkeiten zu haben, was natürlich ne enorme Flexibiliät in der Rennauswahl bedeutet. Das gewonnen Presigeld wird dann solidarisch durch alle Mitteilhaber geteilt. Noch läuft er nur kleine Rennen, aber da geht noch einiges nach oben, auch wenn er sicher nie n Gruppe I Rennen gewinnen wird. Wie geschrieben: Das ist in etwa so wie bei Ebbsfleet United oder Fortuna Köln, nur halt mit nem Rennpferd. In der Community wird über Training, Rennen ectr. entschieden, außerdem gibts kostenlosen Eintritt auf den Bahnen wo das Pferd läuft, man könnte jederzeit den Stall und das Pferd sogar besuchen gehen und sich alles vor Ort ansehen... also wirklich ne richtig schöne Sache.

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #8 am: 20.Juni 2009, 00:08:14 »

Mal n interessanter Artikel zum Select Racing Club, wo das Konzept der Sache erklärt wird:


Zitat
Has world's first democratic horseracing club found the winning formula?

Punters of the world's first ever democratic horseracing club have got it off to a flying start with three wins in three races. The Select Racing Club is the first club of its kind to give members real involvement in all aspects of racehorse ownership, at a price affordable for most racing enthusiasts. Mirroring the successful myfootballclub 's original idea, members of the new racing club select the horses, races and jockeys by voting online from a selection of viable options chosen by the Club's trainer.

So far the SRC seems to have proven that racing enthusiasts can be successful owners, after their punters got the Club off to a flying start by picking the winning combination of race and jockey to amazingly make it three wins from three starts. The Club's first win came after members voted for Rupestrian to run at Stratford and chose leading jockey Richard Johnson to ride him to victory in the first Juvenile Novices Hurdle of 2009 on May 31. Rupestrian then strolled to his second victory in another Juvenile Novices Hurdle win at Hexham on June 6 before completing his hattrick at Sedgefield last Monday. Picked up for just £4,000 at the Doncaster sales by Tim Vaughan, regarded as one of the top trainers in Britain, Rupestrian looks to have been a very shrewd buy, even though members didn't actually take that decision, with the horse being bought to kick-start the Club.

The Select Racing Club website states that their members will vote on which horse the Club takes on next once 750 people have joined up. According to the Racing Post, the Club had 40 members in their first week. But judging by the number of failed horseracing clubs (admittedly not with novel concepts), it will be interesting to see how quickly they grow in the coming months. But in times of economic crisis the SRC may win punters over with the fact that they may just make some money, if not get back their membership fee. The Club is among the top 20 jumps owners this year with two wins from two and a total prize money of £9,420. For the initial outlay of the small price of £59 for a year's membership, cheaper than any other racing club, members have already won back over a quarter of their membership fee in prize money in under just three weeks since the launch.

If that continues, along with money made from insider tips, members may be quids in. But can the Club go the distance? The Club also states the lofty ambition of hoping to attract a younger crowd of racing enthusiasts and bringing new people into horseracing. With the typical age of racing club members usually above 50, that seems to be a rather optimistic challenge. But with a website clearly aimed at the younger internet generation, and with a presence on Facebook and Twitter, they may have a chance. Undoubtedly it is something that the Sport of Kings badly needs, unless it is to slowly be swallowed by sports where the big money is.
http://www.zimbio.com/Horse+Racing+Betting+System/articles/z3uGUWw1Mbt/world+first+democratic+horseracing+club+found

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #9 am: 05.Oktober 2009, 11:40:47 »

Keine Ahnung ob es jemand mitbekommen hat, aber gestern wurde wahrhaftig Sportgeschichte geschrieben. Sea The Stars gewinnt als 3 Jähriger in einem Jahr das Derby, die 2.000 Guineas, die Eclipse Stakes und den Prix de l'Arc de Triomphe, alles in allem 6 Gruppe I Siege in Folge. Das ist bisher unerreicht. Sea The Stars macht sich damit unsterblich. Schätzungen zu Folge ist der Hengst nun 100 Millionen Pfund wert. Den Bookies in UK hat er mit seinem Sieg gestern aber "nur" einen Verlust von rund 5 Millionen Pfund beschert. 

In einem unglaublich spannenden Rennen und einem der besten Rennen aller Zeiten, sah es für STS lange nicht gut aus. Wahrscheinlich kein anderes Pferd hätte unter den schwierigen Umständen die sich während des Rennens ergaben noch gewonnen. Doch STS machte das unmögliche wahr, vor allem auch dank des 50 Jährigen Mick Kinane auf seinem Rücken, der Nerven aus Stahl hat. Ich kann nur jedem empfehlen sich das Rennen anzusehen. Einfach zurücklehnen und genießen: http://www.youtube.com/watch?v=f824CU-F3rc


Ne ausführliche Betrachtung findet ihr auch in meinem Blog: www.horseracing-international.com

Zitat
Sea The Stars' Arc win makes him a true 'once in a lifetime' champion

Fabulous. Out of this world. Too often superlatives are thrown around in sport with meaningless alacrity.

But not this time. Sea The Stars blasted his way to greatness in Paris on Sunday to cap an extraordinary season during which he has won a Group One race every month since May, when he won the 2,000 Guineas. So often in the past the long shadows of Longchamp have cut down three-year-old champions. Think Triple Crown winner Nijinsky and Derby hero Generous.


The racecourse was mayhem before the race. The crowd cheered the colt into the paddock, bursting at its seams. And Sea The Stars walked around it without a bother on him. "He's just so laid back," John Gosden, the trainer of the valiant filly Dar Re Mi marvelled. "Not only is he a great equine athlete, he just couldn't give a d**n." But the race was no cakewalk.After two furlongs it looked as if things were going horribly wrong. The two pacemakers for Irish Derby winner Fame And Glory were being ignored, the field choosing instead to be towed along by the French filly Stacelita at a married man's gallop.

Sea The Stars was fighting for his head and trying to tank off with his 49-year-old jockey, Mick Kinane. But Kinane kept icy cool. With every ounce of strength in his arms, the Irishman hauled his colt back behind a wall of horses in an attempt to "switch him off". Which he did. But that patience left them in a very unpromising position half way up the home straight. See The Stars needed all of his explosive turn of foot to burst through the gaps as they opened. And he needed courage as well as class to thread his way between Vision D'Etat, Dar Re Mi and the weakening pacemakers. His power and athleticism were too much for the other 18 runners. By the time the winning post flashed past it all looked so easy.Once he found daylight, all Kinane had to do was keep pushing.

Sea The Stars reminded us what an amazing temperament he has when he returned to the winners' enclosure. My colleague, Jim McGrath rightly told BBC viewers they were witnessing "scenes not witnessed for decades". Clare Balding enthused that she had never seen anything like it in Flat racing. But the horse did not turn a hair.
www.telegraph.co.uk


Edit: Noch n schönes Video: http://www.youtube.com/watch?v=TVuhOiDasBs
« Letzte Änderung: 05.Oktober 2009, 13:34:24 von robertob »
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robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #10 am: 06.Oktober 2009, 20:36:22 »

Schade das in Deutschland sich fast niemand dafür begeistern kann. Ich vielen Ländern wurde dieses Rennen Live übertragen, überall auf der Welt wird über dieses Sporthistorische Ereignis berichtet, nur in Deutschland nicht. Eine dpa Meldung, die lediglich die Süddeutsche veröffentlicht hat - das wars. Naja, ich habe dennoch eine Hommage an Sea the Stars, in Form eines Videos, gemacht. Vielleicht schaut es sich ja doch irgendjemand an und findet Gefallen dran:
 

Sea The Stars - A Champion becomes a Legend

http://www.youtube.com/watch?v=-OgoE_UiL8s

Octavianus

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #11 am: 06.Oktober 2009, 21:30:20 »

Ich kann Pferdesport einfach nicht ab. Daher lache ich auch immer, wenn ich mal in der Tagesschau Berichte über irgendwelche Reitturniere in Aachen oder sonst wo sehe. Ich kann die Faszination Pferdesport einfach nicht teilen. Finde Pferde einfach nur öde. ;)
Hast du denn wenigstens Geld machen können? Was ist aus Rupestrian geworden?
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Ständig im Einsatz für einen besseren FM und für ein tolles Forum :)

Du hast FRAGEN? Hier gibt es ANTWORTEN rund um den FM!

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #12 am: 06.Oktober 2009, 22:01:16 »

Springreiten und Pferderennen sind aber zwei gaaaanz unterschiedliche paar Schuhe. Springreiten ist öde und langweilig, Pferderennen istdas genaue Gegenteil davon - siehe dem Video. ;)

Ja das Arc Wochenende war ziemlich gut. Waren Samstag und Sonntag viele Rennen in Paris, die ganz gut Geld abgeworfen haben für mich. Aber der Gewinn stand an zweiter Stelle. Der ideelle Wert, ein Ereignis, von dem man noch in 100 Jahren sprechen wird, miterlebt zu haben, ist weitaus größer und wichtiger. 

robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #13 am: 28.Januar 2010, 14:24:10 »

Heute ist es soweit. Meydan, die größte Pferderennbahn der Welt, erbaut für mehr als 1,5 Milliarden €, öffnet zum ersten mal seine Tore. Mit dem Dubai Carnival Meeting geht es heute los. 60.000 Zuschauer werden dann erstmals Meydan City mit samt Rennbahn und dem 1,6 Kilometer langen Grandstand bevölkern. Im März wird auf der gleichen Bahn das höchst dotierte Rennen der Welt ausgetragen: Der Dubali World Cup. Im Preisgeld in diesem Jahr von 6- auf 10 Millionen € erhört!

Hier noch ein netter Artikel mit ein paar eindrucksvollen Bildern:

http://www.dailymail.co.uk/sport/racing/article-1246580/Watch-racing-hotel-balcony-pool-biggest-TV-screen-world--inside-new-1-25bn-racecourse.html

http://www.youtube.com/watch?v=5nlLxXRy0ds
« Letzte Änderung: 28.Januar 2010, 14:28:00 von robertob »
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HSV

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #14 am: 28.Januar 2010, 14:48:30 »

ich gehe manchmal in HH zum Trabrennen, das wars aber auch schon. Mein Onkel ist da manchmal am start.
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Lumpi

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #15 am: 28.Januar 2010, 17:26:27 »

Bin seit etwa 10 Jahren jedes Jahr auf dem Großen Preis von Baden. Morgens die Verwandtschaft besuchen und von da nach Iffezheim. Aber man merkt schon, dass in den letzten 2-3 Jahren alles dramatisch zurückgegangen ist...
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Ja das ist München's große Liebe, Stolz von Giesing, TSV!
An der Grünwalder Straße daheim, SECHZIG MÜNCHEN muss es sein!

holsten

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #16 am: 28.Januar 2010, 17:30:24 »

Heute ist es soweit. Meydan, die größte Pferderennbahn der Welt, erbaut für mehr als 1,5 Milliarden €, öffnet zum ersten mal seine Tore. Mit dem Dubai Carnival Meeting geht es heute los. 60.000 Zuschauer werden dann erstmals Meydan City mit samt Rennbahn und dem 1,6 Kilometer langen Grandstand bevölkern. Im März wird auf der gleichen Bahn das höchst dotierte Rennen der Welt ausgetragen: Der Dubali World Cup. Im Preisgeld in diesem Jahr von 6- auf 10 Millionen € erhört!

Hier noch ein netter Artikel mit ein paar eindrucksvollen Bildern:

http://www.dailymail.co.uk/sport/racing/article-1246580/Watch-racing-hotel-balcony-pool-biggest-TV-screen-world--inside-new-1-25bn-racecourse.html

http://www.youtube.com/watch?v=5nlLxXRy0ds

Wer hat denn das finanziert? Dubai ist echt zu krass,

1 500 000 000 € !!! Das ist doch Wahnsinn!
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robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #17 am: 28.Januar 2010, 18:15:10 »

Keine Ahnung wer genau das finanziert hat. Aber es ist in jedem Fall ein krankres Projekt. Als ich vor nem guten Jahr das erste mal davon hörte, hätte ich nie für möglich gehalten dass das tatsächlich Wirklichkeit wird. Aber heute ist es soweit. Wenn man überlegt, das die jenigen, die es sich leisten können, sogar direkt mit der Jacht an die Rennbahn ran fahren und dort ankern können, wird das ganze Ausmaß dieser Anlage erst deutlich. Aber naja, wie schrieb die Daily Mail so schön: Watch the racing from the hotel balcony, the pool or on the biggest TV screen in the world... inside the new £1.25bn racetrack

hoerbinator

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #18 am: 28.Januar 2010, 19:50:04 »

Geldverbrennerei ist das. Nicht umsonst ist Dubai pleite und muss sich von den VAE helfen lassen.
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robertob

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Re: Galopp- und Trabrennsport
« Antwort #19 am: 23.März 2010, 19:53:33 »

Am kommenden Samstag findet das teuerste Rennen der Welt statt: Der Dubai World Cup, dotiert mit einem Prisgeld in Höhe von 10 Millionen $ (Am ganzen Renntag werden insgesamt 26 Millionen $ Preisgeld ausgeschüttet). Dieses Rennen der Superlative wird von Eurosport ab 18 Uhr live übertragen!!! Deutschland hat am World Cup Day auch einen Starter dabei. Im mit "nur" 5 Millionen $ dotierten Dubai Sheema Classic geht Quijano für uns an den Start.



Hier noch ein interessanter Artikel aus dem Handelsblatt:


Zitat
Ein milliardenteurer Spielplatz für Vollblutfans

Der Herrscher von Dubai pumpt Milliarden in den Pferdesport. Nächstes Wochenende eröffnet er die größte und teuerste Rennbahn der Welt.

DUBAI. Der Scheich der Superlative macht keine halben Sachen - schon gar nicht, wenn es um seine große Liebe geht. In Dubai sagen die Menschen, der Pferdesport sei das Lieblingskind ihres Herrschers. Ihm hat Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum ein gigantisches Denkmal errichtet: Es heißt Meydan und ist die größte und teuerste Rennanlage aller Zeiten. Am Wochenende wird sie feierlich eröffnet und präsentiert sich gleich zu Beginn mit einem Paukenschlag der Öffentlichkeit. Noch nie in der Geschichte des Pferdesports war das Preisgeld so hoch wie beim 15. Dubai World Cup am Samstag. 26,25 Mio. Dollar schütten die Veranstalter aus, allein im Hauptrennen sind zehn Mio. Dollar zu gewinnen. Einige kleinere Rennen haben auf der Anlage in den vergangenen Wochen schon stattgefunden, doch noch immer dröhnt Baustellenlärm durch die Tiefgarage. Abdeckplanen liegen auf den Fluren des Luxushotels, in dem das betuchte Rennpublikum unterkommen soll. Vor dem Haupteingang legen pakistanische Gastarbeiter die letzten Fliesen. Hinter ihnen thront in der Ferne Burj Khalifa, der höchste Wolkenkratzer der Welt. Er wurde mit Baukosten von 1,8 Mrd. Dollar zum Symbol für den Größenwahn des Wüstenemirats.

Doch der neue Spielplatz des Scheichs spielt problemlos in dieser Liga mit. Zwischen 1,3 und zwei Mrd. Dollar soll der Rennzirkus Meydan gekostet haben. Offizielle Zahlen gibt es nicht, aber wenn es um Pferde geht, kommt es Scheich Mohammed auf ein paar Hundert Millionen mehr oder weniger nicht an. 1977 soll Dubais heutiger Herrscher seine kostspielige Leidenschaft entdeckt haben. Er war 28 Jahre alt, als er damals mit der Stute Hatta im englischen Brighton zum ersten Mal einen Sieg holte. Hatta war sein erstes Pferd. Heute besitzt der Scheich rund 4000 Vollblüter. Seit Beginn der 80er-Jahre haben er und seine Brüder mehr als 1,5 Mrd. Dollar für Pferde, Zuchtstätten und Rennställe ausgegeben. Allein in den vergangenen zwei Jahren kaufte er Zuchthengste im Wert von 230 Mio. Dollar ein. Für den Transport der Tiere, mit denen er schon so gut wie jedes große Rennen gewonnen hat, ließ Mohammed eigens eine Boeing 747 umbauen. Der Herrscher mit dem kantigen Bart zeigt seinem Volk nur selten ein Lächeln. Aber wenn er es tut, dann sind seine Pferde nicht weit. "Ich bin überglücklich", sagte er Ende Januar, als er die fast fertiggestellte neue Rennstrecke besuchte. "Meydan ist endlich hier. Und niemand wird es übersehen können."

Aus der Ferne wirkt der Gebäudekomplex neben dem Rennzirkus wie ein riesiges Ufo aus einem Science-Fiction-Film, das mitten in der Wüste gelandet ist. Unter dem halbmondförmigen Dach befinden sich 285 luxuriöse Hotelzimmer, fast alle mit Balkon und bester Sicht auf die Rennbahn. "Unsere Vision war es, Meydan zu einer weltweit einzigartigen Destination für Pferdesportfreunde zu machen", sagt Frank Gabriel, der Vorsitzende des Dubai Racing Clubs.

Die Dimensionen übertreffen die der traditionsreichen Anlagen in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky oder im englischen Ascot um ein Vielfaches. Die Tribüne ist einen Kilometer lang. Die bis zu 60 000 Besucher können die Rennen zusätzlich auf einem 110 Meter langen Bildschirm verfolgen. Weil das Gelände so weitläufig ist, fahren die Angestellten mit Golfwagen an den Zuschauerrängen entlang. Obwohl der Scheich für die Finanzierung des Sports in der Vergangenheit gerne in die eigene Tasche griff, soll sich das Großprojekt Meydan zumindest langfristig auch wirtschaftlich rechnen. Die Voraussetzungen dafür sind in Dubai jedoch denkbar ungünstig: Das Wettgeschäft, die wichtigste Einnahmequelle von Rennbahnen auf der ganzen Welt, ist hier verboten. Und auch die Eintrittsgelder sind niedrig. "Wir müssen unsere Umsätze deshalb in anderen Bereichen machen", sagt Gabriel.

Seine Vorstellung: Aus Meydan soll weit mehr werden als nur ein Ort für Pferdesport. Eine ganze Stadt mit Wohnhäusern, Geschäftszentren, Restaurants, Museen und einem Yachthafen soll rund um die Rennbahn entstehen und auch außerhalb der Rennsaison zahlungskräftige Besucher anlocken. Doch die Finanzkrise bringt die Pläne ins Stocken. "Die Wirtschaftslage hat uns getroffen", sagt Gabriel. Abgeblasen sei der Ausbau von Meydan zwar nicht. Wann es die Pferdesportstadt aber geben wird, traut sich niemand zu sagen. Trotz der Rückschläge blicken deutsche Veranstalter mit Neid auf die arabische Konkurrenz. Was in Dubai in nur einem Rennen an Preisgeld ausgeschüttet wird, verdienen die Betreiber hierzulande in einem ganzen Jahr mit dem Wettgeschäft. Kein Wunder, dass die Besitzer ihre guten Pferde lieber in die Wüste schicken, als sie auf heimischen Bahnen galoppieren zu lassen. "Mit finanzieller Gewalt hat sich der Dubai World Cup zu einer hohen sportlichen Bedeutung befördert", sagt Peter Brauer, Sprecher des Dachverbands des deutschen Galopp-Rennsports.

Eine Chance, von den arabischen Reichtümern zu profitieren, hat am Samstag aber auch der hiesige Pferdesport. Wenige Stunden vor dem Hauptrennen wird der deutsche Wallach Quijano in Dubai antreten. Wenn er gewinnt, fließen immerhin drei Mio. Dollar an sein Gestüt in der Nähe von Bremen.
http://www.handelsblatt.com/magazin/sonstiges/pferderennbahn-meydan-ein-milliardenteurer-spielplatz-fuer-vollblutfans;2549800