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gekoo_10:
Der Thread Name ist kacke, aber darum geht es ja nun nicht. Es geht eher dadrum, dass ich jetzt mein 1. Semester gemeistert habe nicht sehr erfolgreich, aber was solls. Ich wollte euch mal fragen wie ihr euch für Klausuren vorbereitet, da ich dabei ziemlich an meine Grenzen komme und schnell aufhöre mich ablenken lasse etc. Wie lernt ihr dafür? Helfen euch Spicker etc.....die Liste der Fragen ist lang, aber antworten finde ich selber dazu nicht. Ich habe in diesem Jahr durch die Umstellung auf Bachelor 6-7 Klausuren geschrieben was meiner Meinung nach ziemlich viel ist, von denen habe ich 2 verhauen und 1 gar nicht erst mitgeschrieben, jetzt merke ich schon so langsam den Druck der auf mir lastet, obwohl ich noch 2 Versuche pro Fach habe. Wie geht ihr mit so eine Situation um? Ich brauch wahrscheinlich noch ein paar Einsteigertipps, denn als Studentenleben konnte ich mich noch nicht so wirklich gewöhnen...in der Schule war alles einfacher...hin..bisschen sitzen..noten alle gut...nach Hause. Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige hier der Fragen bezüglich der Schule etc. hat, da hier ja anscheinend viele sind die zur Zeit Studieren, arbeiten etc., also los Jungens  ;D ;D

:)
Octavianus:
Es gibt diesbezüglich sicher 1.000 Ratgeber und mehr. Ich habe vor kurzem ein interessantes Seminar besucht und dort eine schöne Strategie kennen gelernt, die dir sicher weiterhelfen wird:

Ganz wichtig ist eine gute Zeiteinteilung! Mach dir mal einen Plan für eine Woche oder 2 und schau, wo deine Zeit an den Tagen bleibt. Da schreibst du alles rein, was du täglich tust:
Vorlesungen/Seminare, Vor- und Nachbereitung, Arbeit in der Bibliothek, Nebenjob, Wegezeiten, Schlafen, Essenszeiten, Haushaltstätigkeiten, Körperpflege, Relaxen, Sport, Hobby, Gespräche mit Freunden, FM!! etc.

Mach dir das mal Tag für Tag und dann siehst du ja, wo die meiste Zeit verloren geht.

Weiter sind To-Do-Listen eine große Hilfe, am besten in diesem Muster:
Unbedingt zu erledigen.... bis...
Sollte erledigt werden... bis...

Und wichtig auch: Erfolge abhaken. Ich habe geschafft: Punkt 1, 2, 3. Noch offen: 4, 5, 6.

Dann gibt es 4 Grundsätze für effektives Lernen:
1. Gehörte und gelesene Informationen durch eigene Beispiele veranschaulichen.
2. Das Gelesene in der Wirklichkeit überprüfen.
3. Eigene Aktionen in den Lernprozess mit einfließen lassen.
4. Möglichst alle Lernkanäle (Hören, Sehen, Selber tun/schreiben) einsetzen.

Vor dem Lernen solltest du dir 3 Fragen stellen und sie klären:
Was will ich? / Was soll ich tun?
Wie gehe ich dabei am sinnvollsten vor?
Wie viel Zeit habe ich? -> Zeitplan

Beim Lernen selbst:
Trenne Wichtiges von Unwichtigem!
Mache dir Kategorien, Unterpunkte etc. - das hilft enorm beim Lernen
Versuche dir einen Plan zum Lernen zurecht zu legen und ihn dann möglichst auch einzuhalten (Selbstkontrolle ist sehr wichtig! Nicht in die eigene Tasche lügen! ;))

Noch ein Wort zum Thema Pausen während des Lernens:
Nicht länger als 10 Stunden pro Tag lernen
Etwa 20% des Arbeitstages für Pausen einplanen
Je anstrengender und intensiver der Lernstoff, desto mehr Pausen
Pausen nicht erst machen, wenn man sich erschöpft fühlt, sondern wirklich sofort eine Pause einlegen
Persönlichen Pausenrhythmus finden

Anregung dazu:
"Verschnaufer" -> 1min Pause nach etwa 15min Lernen
Kurzpause -> 3-5min nach etwa 30min
Erholungspause -> 10-15min nach etwa 2h
Entspannungspause -> 30-60min nach etwa 4h

Und noch eines: Es bringt nichts bis ultimo in die Nacht zu lernen. Lieber früher ins Bett, damit sich das Gelernte noch setzen kann. Auch unmittelbar vor der Klausur oder Prüfung bringt es eigentlich nichts, den Stoff nochmal anzuschauen. Mach vor der Prüfung einfach eine halbe Stunde lang etwas völlig anderes, um Prüfungssorgen abzubauen (dazu gibt es ja wieder zahlreiche weitere Leitfäden und Entspannungstechniken).

Literatur zum Thema:
Hella Dahmer: Effektives Lernen. 4. Auflage Stuttgart 1998.
Friedrich Rost: Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. 4. Aufl. Wiesbaden 2005.
Heinz Mandel et al.: Handbuch Lernstrategien. Göttingen 2006.
Provinz-Manager:
6-7 Pruefungen in welchem Zeitraum? Wie lange ist eine normale Klausur? 2 Std?

6-7 Pruefungen innerhalb von 2-3 Wochen war bei mir so standard. Ich tippe einfach mal darauf, dass du vorher (also bevor die "heisse-Phase" angefangen hat) nicht genug gemacht hast. Das erschwert die Sache ungemein, ich spreche da aus Erfahrung. ;)

Viele Tipps kann ich da nicht geben, kommt ja auch immer darauf an, was man fuer ein Lerntyp ist (visuell, auditiv oder kinästhetisch).
Ein paar Sachen gibt es aber doch. Mir hat es geholfen in einer Gruppe zu lernen, also nicht das man dauernd zusammen hockt, aber sich doch vor der Klausur mal trifft und alles durchspricht. Rechtzeitig anfangen, sprich schon waehrend des Semesters was machen. Da hast du auch noch die Chance beim Prof in die Sprechstunde zu kommen um fragen zu stellen.


EDIT: Octa war natuerlich schneller und hat auch gleich nen Aufsatz geschrieben. :P
gekoo_10:
Danke euch erstmal für die Antworten. Ich hatte in einer Woche 1 Klausur in der darauf folgenden Woche 3 und dann wieder 3 Klausuren, damit wir rechtzeitig in die Semesterferien gehen können. Das mit der heißen Phase stimmt schon nur weiß ich nicht ob ich nun in die Nachschreibklausur gehen soll, welche in 3 Wochen ansteht oder diese Klausur erst im 3. Semester nochmal schreibe um die Vorlesungen nochmal zu besuchen.

In der Gruppe lernen ist z.B. für VWL wie ich finde nicht so eine gute Idee, da man da eher auswendig lernen muss zumindest die ganzen Begriffe und den Formeln anweden können muss, was ich natürlich nicht hinbekommen habe ;D. Die schwereren Prüfungen habe ich aufjedenfall bestanden auch nicht so schlecht, so im Rahmen von 2,7 nur hab ich Angst VWL und in dem anderen Fach noch 2 mal zu versagen.

Bringen euch alte Klausuren was zum Lernen oder nutzt ihr sowas gar nicht?

Edit: Jede Klausur dauert 2 Stunden
Octavianus:
Alte Klausuren sind gut, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was der Dozent von einem in der Klausur wissen will. Ich weiß jetzt nicht, in welchem Studiengang du bist, aber in vielen Fächern ist es so, dass die Klausuren doch erheblich vom Dozenten und deren Schwerpunktthemen abhängen. Daher würde ich mir dann natürlich besonders die Klausuren anschauen, die dieser Dozent schon mal hat schreiben lassen. Ansonsten hattest du ja vielleicht auch Tutorien und die Tutoren werden bei der Gestaltung der Klausur ja auch miteinbezogen. Ich würde daher auf jeden Fall nochmal sämtliche Arbeitsblätter aus den Tutorien durchgehen, wenn du einmal mit dem Stoff durch bist. Und dann eben nochmal vertiefend lernen, wo es noch Probleme gibt.
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