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Studium/Schule alles mit Bildung hier rein
Veilchen blühen ewig:
Wieso haben die Parteien wohl kein Interesse an finanzieller Bildung?
Weil arme Menschen keine Möglichkeiten haben, als sich zu fügen.
Henningway:
Echt jetzt?
Veilchen blühen ewig:
--- Zitat von: Henningway am 14.März 2022, 19:25:05 ---Echt jetzt?
--- Ende Zitat ---
Logisch. Den Standpunkt hattest du nicht am Radar? Ach ja, die Politiker wollen ja unser Leben besser machen, ich vergaß.
Salvador:
Ich habe aktuell nicht die Zeit, alles zu schreiben, was ich aus Sicht von Schule dazu gerne möchte. Dazu könnte ich wahrscheinlich ein halbes Buch schreiben. Ich mache es mal kurz.
Den Tweet von oben finde ich total irreführend. Ich glaube, dass es richtig ist, dass Schüler eine Gedichtsanalyse in vier Sprachen schreiben können sollten (ist eh übertrieben, zwei Sprachen reichen völlig aus, nämlich Deutsch und eine Fremdsprache wie z.B. Englisch), wenn sie den höchsten deutschen Schulabschluss anstreben. Wenn sie das nicht wollen, steht ihnen frei, die Schule nach der 10. Klasse zu verlassen und eine Ausbildung zu machen. Wenn sie allerdings Abitur machen wollen, um evtl. auch studieren zu gehen, dann gehört da eben dazu, sich in allen Bereichen zu bilden. Und dazu gehören auch Gedichtsinterpretationen, Stochastik oder Stadtflucht in Mexiko.
Ich glaube auch, dass die meisten, die darüber auf Twitter wettern, nichtmal in der Lage sind, eine ordentliche Gedichtsanalyse in einer (oder gar zwei) Sprachen zu schreiben.
Zum Rest: Aus meiner Sicht als Mathelehrer an einem Gymnasium kann ich sagen: Viele dieser Ideen, was alles noch an der Schule beigebracht werden sollte (Finanzen, Steuererklärung, etc.), gehen einfach an der Realität von Schule vorbei. In unserem aktuellen Schulsystem halte ich das für beinahe unmöglich.
Allerdings bin ich auch der Meinung, dass der Grundstein für manche dieser Dinge in der Schule gelegt werden sollte (so wie Octa es z.B. ausgeführt hat). In Realität ist das (glaube ich) aktuell leider sehr schwierig. Ich weiß zudem nicht, wie viele Jugendliche/ junge Erwachsene beim Abitur schon die Reife und vor allem auch Weitsicht besitzen, diese Ansätze sinnvoll für sich zu nutzen (und das dann auch privat weiter zu verfolgen). Ein paar Jahre später fände ich es viel sinnvoller, diese Dinge den Menschen näher zu bringen. Meine erste Steuererklärung habe ich irgendwann nach dem Studium gemacht. Da hätte mir das Wissen aus der Schule auch nichts mehr gebracht...
Ich weiß nicht, wie Octa das aus einer anderen (geografischen) Perspektive sieht, vielleicht sehe ich das auch zu negativ.
Signor Rossi:
Seine Finanzen kann man mit den Grundrechenarten beherrschen, hier die Schuld auf "das System" oder die Schule zu schieben ist mir zu einfach.
Zu dem Tweet: in der Schule bekommt man Grundlagenwissen beigebracht, dieses Wissen kann man dann anwenden, um die Themen Finanzen, Steuern, Miete zu verstehen. Man muss es natürlich auch wollen und sich darüber informieren.
Und von wegen "Kaufdruck": niemand wird gezwungen, irgendeinen Kram zu kaufen, erst recht wird niemand gezwungen, deswegen Schulden zu machen. Früher war auch nicht alles besser, im Gegenteil, dazu muss man sich nur mal ansehen, wie viele Geräte durch das Smartphone ersetzt wurden, die man damals einzeln kaufen "musste".
Aber klar, "der Kapitalismus" ist böse, das muss man nur immer wiederholen, irgendwann glaubt man dann dran, dass man nicht selber die Verantwortung für sein Handeln tragen muss, liegt halt am System.
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