Was mir in der gesamten Debatte etwas zu kurz kommt, ist die Differenzierung von Seminaren und Vorlesungen. Vorlesungen sind häufig tatsächlich sinnlos gewesen, da hängt es enorm vom Dozenten ab, ob es sich lohnt, anwesend zu sein. Hier wäre es sicherlich sinnvoll, wenn nicht die Teilnahme der Vorlesung über das Bestehen entscheidet, sondern die Klausur oder Prüfung allgemein, auf die sich jeder vorbereiten kann wie er will. In Seminaren hingegen lebt das Thema von der Interaktion und den Beiträgen der Studenten. Wenn die nicht ebenso Leistung zeigen, kann der Dozent noch so gut sein. Zudem muss man ehrlich sagen: Hausarbeiten von Studenten, die selten anwesend sind, offenbaren oftmals schlicht inhaltliche Mängel. Es sind nämlich dann doch eher die Deppen, die wegbleiben als die wirklich guten Studenten.