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| wrdlbrmft:
"Der Unions-Wirtschaftsexperte Joachim Pfeiffer schließt nicht aus, dass sich der Bund an etwaigen Mehrkosten für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 beteiligen wird. "Sollte die Obergrenze von 4,5 Milliarden Euro überschritten werden, müssen die Vertragspartner parallel oder im Anschluss neue Gespräche über die Verteilung der Kosten aufnehmen", sagte der CDU-Politiker Handelsblatt Online. Pfeiffer kritisierte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der erklärt hatte, mit 4,5 Milliarden Euro sei das Ende der Fahnenstange erreicht." (SZ) auch die cdu scheint plötzlich mit einer verteuerung zu rechnen, die vor der abstimmung unvorstellbar war ... |
| tacticus:
--- Zitat von: wrdlbrmft am 29.November 2011, 11:19:48 ---...die vor der abstimmung unvorstellbar war ... --- Ende Zitat --- Das Stimmvieh wird mal wieder beschissen. Kennt man ja. |
| El_Pocho:
Wenn man den ganzen Ablauf der Diskussionen seit den größeren Demonstrationen des Vorjahres betrachtet, wird einem klar, wie genial die Marketingmaschinerie da gelaufen ist. Es begann mit der Erfindung des "Wutbürgers" durch das Käsblatt Spiegel, wodurch die Diskussion von der Sachebene auf die Ebene von persönlichen Angriffen gezogen wurde. Äußerst effizient wurde der Eindruck erweckt - zumindest bei mir, wie ich zugeben muss - es handele sich beim Protest gegen S21 um einen Haufen frustrierter Opis, die aus Langeweile rumdemonstrieren, ohne Ahnung von der Sache zu haben. Zweiter Streich war die großartig orchestrierte "Schlichtung" mit CSU-Hardliner a.D. und jetzt Erklär-Bär Heiner Geißler, bei dem - natürlich - rauskam, daß S21 gebaut werden muss. Dritter - aus dem zweiten hervorgegangener Streich - war der "Stresstest". Ich schiesse jetzt mal aus völliger Ahnunglosigkeit heraus: es geht doch bei dem Streit nicht darum, OB Stuttgart einen neuen Bahnhof kriegt, sondern WELCHEN. Hätte man da nicht auch die Alternativen "stresstesten" müssen, um zu sehen, welche besser abschneidet? Ist dies in irgendeiner Form passiert? Dazu kommen Zweifel an der Unabhängigkeit des "stresstestenden" Institutes. Und der vierte Streich: die Volksabstimmung, deren Ergebnis ich mal ganz frech als das Ergebnis der 12monatigen Dauerbefeuerung Pro S21 durch die großen Medien, der Diffamierung der Gegner und der von mir beschriebenen Marketingcoups bezeichnen wurde. Sehr interessant: Karlsruhe war dagegen ;) |
| tacticus:
Geißler ein CSU-Hardliner? Ist das ein Witz? |
| El_Pocho:
--- Zitat ---1977 hatte Geißler eine Broschüre zu verantworten, in der er viele linke und liberale Kulturschaffende und Politiker der Bundesrepublik Deutschland als „Sympathisanten des Terrors“ (gemeint war der Terror der Rote Armee Fraktion) beschuldigte, darunter Helmut Gollwitzer, Heinrich Albertz, Günter Wallraff, Herbert Marcuse und Bundesinnenminister Werner Maihofer. 1983 sprach Geißler von der SPD als „Fünfte Kolonne der anderen Seite“, mit der der Ostblock gemeint war, als es um die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Europa ging.[15] Willy Brandt warf ihm am 12. Mai 1985 vor, „seit Goebbels der schlimmste Hetzer in diesem Land“ zu sein. Geißler wertete dies als Reaktion auf seine Bemerkung zum diktatorischen System der DDR, die er im Zusammenhang mit einer von der SPD initiierten Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag des Endes der NS-Diktatur in Deutschland getätigt hatte.[16] Fälschlich wird Brandts Ausspruch zuweilen mit Geißlers Auschwitz-Pazifismus-Vergleich (siehe oben) in Verbindung gebracht. Im gleichen Jahr verließen aus Protest einige Teilnehmer eine Gedenkveranstaltung zum Attentat vom 20. Juli 1944, als Geißler eine Ansprache hielt. Geißler übte umstrittene Kritik an der Verleihung des Friedensnobelpreises an International Physicians for the Prevention of Nuclear War, da deren Vizepräsident, der sowjetische Gesundheitsminister Jewgeni Tschasow, Dissidenten in psychiatrische Anstalten einweisen ließ. --- Ende Zitat --- (aus Wikipedia) Man vergisst gerne, daß der Mann eine Vergangenheit vor Attac und seinen jetztigen tatsächlich eher linken Positionen hat. Vielleicht war meine Bemerkung in dem Zusammenhang nicht angebracht, da hast du recht. Aber wie "neutral" ist ein Schlichter, der eine Schlichtung annimmt, deren Ergebnis von vornerein feststeht? |
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