Verschiedenes > Sonstiges

Meistertrainer = Meisterköche?

<< < (93/130) > >>

White:
Ich hab mir das Video jetzt nicht angeschaut, mich mit dem Thema Ernährung aber über die Jahre ausgiebig beschäftigt.
Ja, ich hab 30-40 kg Übergewicht und auf den ersten Blick scheine ich da vielleicht der falsche Ansprechpartner zu sein, andererseits sind alle meine "gesundheitlichen Werte" - Blut, Lunge, EKG und alles andere was sonst noch so zum testen hergenommen wurde um herauszufinden warum ich nicht abnehme in einem absoluten Topbereich.
(Zitat Ärztin: "einige Topathleten wären neidisch")

Fett und Proteine sind auf jeden Fall nicht die "bösen", wenn überhaupt dann sind Kohlenhydrate nicht der beste Freund des Menschen. Aber letztlich nimmt der Körper was er bekommt und bastelt daraus was er braucht. Der wirkliche Schwerverbrecher ist ohnehin Zucker.

Ich schweife jetzt mal etwas ab und beschäftige mich mit "Diäten" zum abnehmen.
Es ist eigentlich völlig egal, nach welcher "Ernährungsweise" man da vorgeht, so ziemlich alle haben eines gemeinsam: Sie funktionieren. Und sobald man damit aufhört nimmt man wieder zu.
Komisch, wo die einen doch einen Fokus auf Dinge legen, die in anderen vollkommen verboten sind und umgekehrt.

Merkwür

idioteque3:
In dem Video geht es ja weniger um Diäten als um Gesundheitsrisiken. Für mich ist das aber eine Geschichte, wo die Analyse gut ist, die gezogenen Schlüsse aber eher halbgar, also dass der Grad an Weiterverarbeitung böse ist und nicht Fette oder sonstwas, bzw. dass industrielles Rindfleisch ungesünder sein soll als welches von Weiderindern. Da hätte ich es plausibler gefunden, einfach zu sagen, dass Kohlenhydrate ungesünder werden, je weiter sie heruntergebrochen werden.

Shels:
Es wird in dem Video auch behauptet, dass Cholesterinspiegel und Herzinfarkte in keinem Zusammenhang stehen. Ich bin da einfach zu wenig gebildet in dem Thema. Er widerspricht damit der gängigen und weitverbreiteten These und kann das auch gut begründen. Deswegen muss es aber auch nicht richtig sein. Ich nehme für mich daraus mit, dass ich lieber mal ein gutes Steak mit Bratkartoffeln, als eine mittlere Portion Nudeln und danach noch ein Dessert esse.

idioteque3:
Soweit ich das von meinem kleinen biochemischen Grundwissen mitbekommen habe, müsste das stimmen (bin aber wie gesagt nicht soo im Thema drin, hab das aber in meiner Nebenfach-Grundkursvorlesung so gelernt). Die Theorie hält sich vor allem, weil sich der medizinische Konsens in der Regel nur sehr langsam entwickelt, wenn die Resultate nur schwer beobachtbar sind, und es, nett ausgedrückt, kaum finanzielle Anreize gibt, damit aufzuräumen.

In dem Video wurde ja auch eine Graphik mit den Cholesterinspiegeln von Herzinfarktpatienten gezeigt. Die waren ziemlich klar normalverteilt mit dem Maximum bei einem Wert, der als gesund gilt. Das spricht für mich dafür, dass es da keinen Zusammenhang gibt, zumindest wenn die Studie seriös war, was ich ehrlich gesagt nicht überprüfen kann.

Der Baske:
Mal ein Wort dazu von jemandem der Diabetes mellitus (Typ 2) hatte und sich ausgiebig damit beschäftigt hat und bei Kursen war.
White hat recht. Es gibt nur einen wirklich bösen Faktor, das ist der Zucker.


Habe das Video nicht angesehen, aber Cholesterin ist nicht das Problem.
Es war vor 2 Monaten eine tolle Sendung auf arte dazu im TV. Man hat Ernährung, Herzmedikamente, Cholesterin etc. beleuchtet.
Letztlich ist es ganz einfach.
Ebenso wie White, war ich Anfang 2017 noch sehr übergewichtig und habe dann 30 Kilo abgenommen und damit sogar den Diabetes komplett wegbekommen. Alle 8 Wochen gehe ich zum Bluttest. Anfangs ging das nur mit Tabletten, nachher ohne. Habe alles mögliche mit meinem Körper getestet.
1. Stufe: Tabletten, kaum Zucker, 4 Stunde Pause zwischen den Mahlzeiten, kein Abendbrot und viel Bewegung (gute Blutwerte)
2. Stufe: Tabeletten, normal Zucker, 4 Std Pause zwischenden Mahlzeiten, kein Abendbrot und viel Bewegung (gute Blutwerte)
3. Stufe: Keine Tabletten, kaum Zucker, 4 Std Pause zwischen den Mahlzeiten, kein Abendbrot und viel Bewegung (gute Blutwerte)
4. Stufe: Keine Tabletten, kaum Zucker, 4 Std Pause zwischen den Mahlzeiten, kein Abendbrot und wenig Bewegung (gute Blutwerte)
5. Stufe: Keine Tabletten, normaler Zucker, 4 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten, öfter auch Abendbrot und wenig Bewegung (gute Blutwerte)
6. Stufe: Keine Tabletten, kein Achten auf Zucker, keine Regeläßigkeit bei den Mahlzeiten, öfter Abendbrot und wenig Bewegung (gute Blutwerte, allerdings leicht erhöhtes Cholesterin)

Cholesterin steht nur im Verruf da man, wenn man verstopfte Arterien betrachtet, Cholesterinablagerungen vorhanden sind. Allerdings entstehen diese lediglich auf den eigentlichen Übeltätern, irgendwelchen Plaques und Gedöns.


Man kann im Prinzip Essen was man will, auch mal etwas mit Zucker.
Aber eben direkt nach der Hauptmahlzeit. Die 4 Stunden Pause sind wichitg, damit die sich die Bauchspeicheldrüse erholen kann und genug Zeit hat, den Zucker in die Zellen zu transportieren. Wenn wir Zucker in zu kurzen Abständen essen, lagert er sich ab, weil die BSD nicht mehr hinterherkommt und auslaugt. Man kann sie jedoch wieder voll Funktionsfähig machen, wenn man ihr Raum zur Regeneration lässt. Die Essenpausen, viel Bewegung in der freien Natur. Fitnessstudio ist nicht verwerflich, aber nicht durch frische Luft zu ersetzen.

Jahrzehntelange Tests haben ergeben, dass eine Mittelmeerernährung für die Gesundheit das ideale ist. Viel Olivenöl, frisches Obst, frisches Gemüse, Fisch, auch gutes Fleisch etc.
Achtung, immer nur Pizza ist nicht förderlich  :police:
Fett ist wichtig, aber nicht übertreiben, das ist der Clou dahinter.

Beispiel: Ich habe 30 Kilo innerhalb von 7 Monaten abgenommen, ohne das etwas schlaff ist oder die Gesundheit gelitten hat.
Die Ernährung war einfach.
a) Kein Abendbrot
b) Mindestens 3x die Woche 18 Kilometer am Stück flott Spazieren gewesen
c) Wichtigste Mahlzeit (eine von zweien) am Tag war um 13 Uhr.

Verteilt auf zwei Pfannen mit Olivenöl:
- 1 Zuchini, meistens Grün, manchmal Gelb
- 7 Karotten
- 7 Champignons oder Pfifferlinge
- 2 große Zwiebeln
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 2 Eier
- circa 125g Parmesan frisch drübergehobelt
- Leinsamen drüber
- 2x die Woche mit Knoblauch
- Etwas Kümmel frisch drüber

Als Nachtisch 1-2 Bananen oder ein paar Datteln, unentkernt.


Fazit:
Man sollte sich keine grundsätzlichen Gedanken zum Essen machen, sondern Zucker und Weizen auf ein Minimum reduzieren, 4-5 Stunden Pausen zwischen den Mahlzeiten und ausreichend Bewegung im Freien. Dann ist alles gut.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln