Ich finde ohnehin den Loyalitätsgedanken sehr interessant. Normalerweise pfeift der Fan Spieler so lange aus, wie sie nicht für "seine" Mannschaft spielen. Wechselt der eben ausgepfiffene zum Verein des Fans, wird er unverzüglich bejubelt. Antony Sambini lässt grüßen. Wechselt er wieder, wird er wieder ausgepfiffen.
abgesehen davon, dass es bei jedem verein durchaus auch spielerkäufe gibt, die von den fans kritisch gesehen werden (zb neuer

), ist es nun mal eben normalerweise so im fussball: wenn einer beim gegner spielt, ist er nun mal der gegner ... wenn er spieler von meinem verein wird, kann ich ihn zu dieser entscheidung nur beglückwünschen. gute Wahl, meine unterstützung hat er! ... wenn der dann aber meint, er müsste meinen verein verlassen, weil er unbedingt "den nächsten schritt" o.ä. machen muss, soll er sich vom acker machen. er hat sich gegen meinen club entschieden und dann hat er auch jeden pfiff und jegliche missgunst verdient.
Denkt mal zurück an die WM in Südkorea. Wie wurde Kahn da bejubelt, allen voran von denen, die ihn im Stadion normalerweise mit Bananen beworfen haben.
abgesehen davon, dass ich diesen typ niemals bejubelt hätte (respekt vor einer gezeigten leistung wäre das höchste der gefühle), hätte ich ihm für seinen finalpatzer gerne eine banane an den kopf geworfen!
Bleibt die Frage, von was man denn nun "Fan" ist? Vom Verein - was ist denn der Verein? Die Spieler? Wohl kaum, heute "reissen sie sich noch den Arsch für meinen Verein auf" und morgen sind sie "mit Leib und Seele" beim neuen Verein. Das gleiche gilt für Trainer, Manager und Vorstand.
na vom verein natürlich ...
Warum ist es okay, wenn Spieler und Trainer den Verein wechseln
ist es ja eben nicht nicht
Warum darf ein FC Fan nicht sagen "Hey, die Kölner Mannschaft sagt mir in diesem Jahr nicht zu, aber das Team der Bayern schint gut zu sein - diese Saison bin ich Bayern Fan"?
genau so haben die bayern doch ihre ganzen fans bekommen

Warum sitzen erwachsene Männer heulend alleine auf Tribünen wenn "ihr" Verein abgestiegen ist? Was haben sie dadurch verloren? Inwiefern verlieren sie an Lebensqualität? Was macht die Niederlage des Vereins zu ihrer eigenen Niederlage?
das können wahrscheinlich nur die verstehen, die sich nicht jedes jahr aufs neue folgendes überlegen: "Hey, die XXX-Mannschaft sagt mir in diesem Jahr nicht zu, aber das Team der Bayern scheint gut zu sein - diese Saison bin ich Bayern Fan!"