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DeDaim:
Ach stimmt, den Punkt hatte ich ganz vergessen, aufzugreifen. Danke, Joe. Vielleicht um es nochmal anders zu drehen:
Weltweit wurden Millionen Menschen geimpft, auch Minderjährige millionenfach. Das passiert bereits seit Monaten. Langzeitfolgen im Sinne von Folgen, die nach dieser Zeit, z.B. Jahre danach auftreten, sind bei Impfungen bislang grundsätzlich nicht bekannt. Man müsste also schon einen plausiblen Grund für die Annahme haben, dass das jetzt anders sein soll.

Bekannt sind äußerst seltene schwere Nebenwirkungen, z.B. Herzmuskelentzündungen oder Sinusvenenthrombosen. Die entscheidende Frage ist doch: Ist das Risiko schwerer Impfnebenwirkungen höher als das Risiko eines schweren Verlaufs und/oder Long Covid? Da fällt die Wahl meiner Meinung nach eindeutig auf die Impfung. Auch bei Kindern. Denn es geht ja nicht um die Entscheidung impfen oder nicht impfen. Sondern darum, geimpft mit diesem Virus in Kontakt zu kommen oder ungeimpft. Denn früher oder später werden wir alle mal damit in Kontakt kommen.

Aber Waldi hat natürlich einen validen Punkt: Um die Pandemiebekämpfung insgesamt voranzutreiben wäre natürlich eine weltweit hohe Impfquote bei Erwachsenen wichtiger, als bei uns die Kinder zu impfen. Das scheint aber ziemlich utopisch, daher halte ich die Kinderimpfung für richtig und wichtig.

Edit: Nachtrag zu Kindern: in den USA steigen die Krankenhausaufnahmen bei Kindern rapide an.
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/coronavirus-delta-verursacht-mehr-krankenhausaufenthalte-bei-kindern-in-den-usa-a-c1545e99-0ff3-4a61-b1d8-76a9b436d415
https://www.morgenpost.de/vermischtes/article233026095/delta-usa-kinder-erkrankungen-anstieg-intensivstationen.html

KI-Guardiola:
Die Tage war Janine Wissler (Die Linke) bei Maischberger zu Gast zum Wahlduell gegen Christian Lindner (FDP). https://www.youtube.com/watch?v=tpyztqlRJQs

Und das hat mich noch einmal bekräftigt, dass ich Die Linke nicht mehr wählen werde. Ja sogar mit der FDP liebäugle, zum ersten Mal überhaupt, die ich zumindest als Korrektiv und/oder Koalitionspartner in einer Regierung nicht für schlecht hielte.

Dabei gehöre ich, rein formell, eher zum Klientel, die Die Linke erreichen will. Ich arbeite in der Logistik, zumindest die reinen Löhne sind nur unwesentlich höher als das, was die SPD als Mindestlohn fordert. Rein von der Steuerpolitik Der Linken würde ich also erst mal direkt profitieren, spürbar. Von ihrer gewollten Finanztransaktionssteuer, die vor allem auch Kleinsparer trifft (von wegen private Altersvorsorge...), aber eher nicht. Was paradox ist, denn nie war es für Bürger so einfach, selbst mit Kleinstbeträgen Anteil am etwa Produktionsvermögen zu bekommen.

Mir ist klar geworden, dass Die Linke weitaus radikaler als etwa die FDP, die sie gerne als "marktradikal" bezeichnet. Mit Themen wie staatlicher Enteignung hat sie kein Problem -- genau wie Janine Wissler sichtlich kein Problem bei Maischberger hatte damit, zu erklären, warum den "Reichen" 75% ihres Erwirtschafteten zu nehmen eine gute Idee sei. Ich gehöre sicherlich nicht dazu; aber auch ich kann nachempfinden, dass das alles wäre, nur eines nicht: gerecht.

Aber Die Linke sagt ja selbst von sich, dass sie den "demokratischen" Sozialismus einführen will. Der lenkende Staat, die Partei ist (fast) alles, der mündige Bürger Ballast. Vielleicht passt da auch ins Bild, dass auch Sahra Wagenknecht wie schon mal gepostet in Sachen privatem Vermögensbau alternative Fakten (oder zumindest Ideologiekram) verbreitet, indem sie in Diskussionen zum Thema provisionsfrei ETFs etwa behauptet, davon würden vor allem Böse Bänker profitieren -- ein vom Staat unabhängiger Bürger ist ein ungewollter Bürger.

Dazu: Die Linke betreibt oft plumpe Ideologie-, Feindbilder- und Sündenbock-Politik, und ihr ewig gleicher, oft extrem populistischer Duktus ("Ihr Da Unten gegen Die Da Oben" bzw. "Die Bedürftigen gegen die Bösen Reichen") spaltet außerdem die Gesellschaft. So verführerisch er auch sein mag, gerade für die weniger gut Gestellten.

Dabei ist Politik, die das Soziale in den Mittelpunkt rückt, gerade auch in Deutschland hoch willkommen.

Veilchen blühen ewig:
Irgenwie ist es die Zeit der Extreme. Merkt man auch bei uns.

Entweder triften die Parteien hart nach rechts, nach links, in eine Umweltschutzdiktatur, oder sie waren schon immer die Handpuppen der Wirtschaft.

Vielleicht liegt dem auch die Einstellung zu Grunde, dass man sich bei möglichen Verhandlungen dann in der Mitte treffen kann, aber einen guten Eindruck macht das nicht. Es kommt mir so vor, als würden alle nur mehr ihre Ziele rausschreien, dazu aber keine Lösungen anbieten, welche auch nur irgendwie glaubwürdig wären. Dann vergessen sie auch noch, dass auf unserem Planeten viel mehr Dinge zusammenspielen, als im Schrebergarten Österreich.

j4y_z:

--- Zitat von: KI-Guardiola am 13.August 2021, 11:19:01 ---Die Tage war Janine Wissler (Die Linke) bei Maischberger zu Gast zum Wahlduell gegen Christian Lindner (FDP). https://www.youtube.com/watch?v=tpyztqlRJQs

Und das hat mich noch einmal bekräftigt, dass ich Die Linke nicht mehr wählen werde. Ja sogar mit der FDP liebäugle, zum ersten Mal überhaupt, die ich zumindest als Korrektiv und/oder Koalitionspartner in einer Regierung nicht für schlecht hielte.

Dabei gehöre ich, rein formell, eher zum Klientel, die Die Linke erreichen will. Ich arbeite in der Logistik, zumindest die reinen Löhne sind nur unwesentlich höher als das, was die SPD als Mindestlohn fordert. Rein von der Steuerpolitik Der Linken würde ich also erst mal direkt profitieren, spürbar. Von ihrer gewollten Finanztransaktionssteuer, die vor allem auch Kleinsparer trifft (von wegen private Altersvorsorge...), aber eher nicht. Was paradox ist, denn nie war es für Bürger so einfach, selbst mit Kleinstbeträgen Anteil am etwa Produktionsvermögen zu bekommen.

Mir ist klar geworden, dass Die Linke weitaus radikaler als etwa die FDP, die sie gerne als "marktradikal" bezeichnet. Mit Themen wie staatlicher Enteignung hat sie kein Problem -- genau wie Janine Wissler sichtlich kein Problem bei Maischberger hatte damit, zu erklären, warum den "Reichen" 75% ihres Erwirtschafteten zu nehmen eine gute Idee sei. Ich gehöre sicherlich nicht dazu; aber auch ich kann nachempfinden, dass das alles wäre, nur eines nicht: gerecht.

Aber Die Linke sagt ja selbst von sich, dass sie den "demokratischen" Sozialismus einführen will. Der lenkende Staat, die Partei ist (fast) alles, der mündige Bürger Ballast. Vielleicht passt da auch ins Bild, dass auch Sahra Wagenknecht wie schon mal gepostet in Sachen privatem Vermögensbau alternative Fakten (oder zumindest Ideologiekram) verbreitet, indem sie in Diskussionen zum Thema provisionsfrei ETFs etwa behauptet, davon würden vor allem Böse Bänker profitieren -- ein vom Staat unabhängiger Bürger ist ein ungewollter Bürger.

Dazu: Die Linke betreibt oft plumpe Ideologie-, Feindbilder- und Sündenbock-Politik, und ihr ewig gleicher, oft extrem populistischer Duktus ("Ihr Da Unten gegen Die Da Oben" bzw. "Die Bedürftigen gegen die Bösen Reichen") spaltet außerdem die Gesellschaft. So verführerisch er auch sein mag, gerade für die weniger gut Gestellten.

Dabei ist Politik, die das Soziale in den Mittelpunkt rückt, gerade auch in Deutschland hoch willkommen.

--- Ende Zitat ---

Hierzu 2 Fragen:

1. auf wessen Rücken erwirtschaften Multimillionäre denn ihr Vermögen (Stichwort: auf deinem)? Wenn sie dir keinen gerechten Lohn zahlen möchten, dann sollten sie wenigstens der Gesellschaft gerechte Abgaben zahlen.
2. seit wann ist Radikalität schlecht? Die CDU ist radikal konservativ, die FDP marktradikal, die AfD rechtsradikal bis rechtsextrem (wisse um den Unterschied radikal/extrem)

Wobei wir auch schon beim Thema sind. Wählst du FDP, wählst du hintenrum auch AfD.
Die FDP ist die erste Partei, die für Regierungsbeteiligung mit der AfD in die Kiste steigt, das hat man a) schon gesehen, b) wollen das über 60% der FDP-Wähler bzw wären nicht abgeneigt.

Aber bitte, es ist deine Wahlentscheidung. Auch wenn ich mir einen solchen Sprung von links nach rechts nicht erklären kann.

KI-Guardiola:

--- Zitat von: Joe Hennessy am 13.August 2021, 12:15:31 ---[
1. auf wessen Rücken erwirtschaften Multimillionäre denn ihr Vermögen (Stichwort: auf deinem)? Wenn sie dir keinen gerechten Lohn zahlen möchten, dann sollten sie wenigstens der Gesellschaft gerechte Abgaben zahlen.

2. seit wann ist Radikalität schlecht? Die CDU ist radikal konservativ, die FDP marktradikal, die AfD rechtsradikal bis rechtsextrem (wisse um den Unterschied radikal/extrem)

--- Ende Zitat ---

Ich sehe nichts annähernd so radikales im Programm der FDP wie in dem Der Linken. Beispielsweise die von Linken oft kritisierte Aktien-Rente der FDP, die so skandalös sei (die so einige Länder bereits seit ewig praktizieren -- erfolgreich). Hier geht es um einen Beitragsanteil von gerade mal 2%, die die Rente stützen, nicht tragen soll. Typische Position Der Linken (ich nehme hier mal Kipping von vor ein paar Jahren): "Jeder, der monatlich mehr als 40.000 Euro verdient, gibt den Rest uns."

Umverteilung ist das eine, da würde ich auch gerne mehr drüber diskutieren. Ein Staat, der bevormundet, in allen Bereichen kontrolliert und seine Bürger quasi enteignet, das andere. Aber wie gesagt: Die Linke macht ja selbst keinen Hehl daraus, dass sie deN Sozialismus will.

Übrigens erwirtschaften Millionäre ihr Vermögen nicht nur etwa mit ihren Unternehmen wie meinen; sondern auch, weil sie am Kapitalmarkt partizipieren, den Die Linke zwar besteuern will; aber gleichzeitig abrät, sich damit auch nur im Entferntesten zu befassen, da per se Teufelszeug. Man könnte ja zumindest einen kleinen Teil von diesem Kuchen auch als Kleinsparer abbekommen...

Soziales ist wichtig; aber es hat wiederum auch einen Grund, warum Die Linke trotz der wichtigen sozialen Themen, die sie anspricht, und trotz der Befürwortung für eine Umverteilung generell keinen großartigen Konsens in der Gesellschaft findet. Denn auch wer nicht zu den Bösen Superreichen gehört, hat vermutlich genug Gerechtigkeitsempfinden intus mitzuempfinden, dass das einfach viel zu krass ist, was da vorgeschlagen wird.

Und ungerecht.

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