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j4y_z:

--- Zitat von: Leland Gaunt am 13.August 2021, 22:35:26 ---
@Henning:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-viruslast-von-geimpften-genauso-hoch-wie-von-ungeimpften-a-4e21aeaa-78c6-4d61-b350-85bd32942a74

https://www.tagesspiegel.de/politik/studie-aus-grossbritannien-viruslast-bei-geimpften-genauso-hoch-wie-ungeimpften-delta-infizierten/27492972.html

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126251/SARS-CoV-2-Durchbruchinfektionen-mit-Delta-Variante-haben-in-den-ersten-Tagen-hohe-Viruslast

--- Ende Zitat ---

Hier misinterpretierst du was: WENN du dich trotz Impfung mit der Deltavariante infizierst, KÖNNTE deine Viruslast genauso hoch sein wie ohne Impfung.
ABER: die Wahrscheinlichkeit, dass du dich überhaupt infizierst, ist wesentlich geringer. Der Spiegel spricht von "Einzelfällen".

Henningway:

--- Zitat von: Leland Gaunt am 13.August 2021, 22:35:26 ---
@Henning:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-viruslast-von-geimpften-genauso-hoch-wie-von-ungeimpften-a-4e21aeaa-78c6-4d61-b350-85bd32942a74

https://www.tagesspiegel.de/politik/studie-aus-grossbritannien-viruslast-bei-geimpften-genauso-hoch-wie-ungeimpften-delta-infizierten/27492972.html

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/126251/SARS-CoV-2-Durchbruchinfektionen-mit-Delta-Variante-haben-in-den-ersten-Tagen-hohe-Viruslast

--- Ende Zitat ---

Du zitierst drei Mal die gleiche Studie ;), die aber durchaus interessante Ergebnisse liefert, die ich noch nicht kannte :)

Die Isreal-Studie aus meinem Link betrachtet nur den Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer). Die PHE-Studie macht hier augenscheinlich keinen Unterschied. Was aber wichtig ist zu erwähnen (gerade da Du die Studie als Gegenargument zu meinem Posting zitierst): die Testungen fanden ausschließlich an solchen Personen statt, die symptomatisch waren und eventuell sogar hospitalisiert wurden. Hier kommt die Studie zu dem Schluss, dass diese sogenannten Durchbruchsinfektionen mit einer ähnlich hohen Viruslast einhergehen wie bei Ungeimpften Personen, wobei in Singapur Anzeichen dafür gefunden wurden, dass die Viren durch den Impfstoff auch sehr schnell eliminiert werden. Meine Studie befasste sich explizit auch mit asymptomatischen Personen.

Ergo: Impfungen verhindern eine Infektion (per definitionem eine "Besidelung mit einem Fremdorganismus") signifikant, aber nicht zu 100 %. Impfungen schützen zu mindestens 40 % vor Erkrankung/Hospitalisierung durch Delta. Impfungen verhindern in den ersten Tagen einer Infektion jedoch nicht, dass die geimpfte Person selbst infektiös ist, es aber vermutlich wesentlich schneller wieder sein wird gegenüber geimpften Personen.

Durchbruchsinfektionen sind übrigens nicht unüblich in der Infektiologie und auch hat keiner der vier Impfstoffanbieter jemals versprochen, dass es mit Impfstoff keine Infektionen mehr geben wird. Das nur mal kurz allgemein eingeworfen.

Waldi98:

--- Zitat von: DeDaim am 13.August 2021, 23:47:32 ---@Waldi98: Ja, ist alles richtig. Wie ich schon schrieb, maße ich mir als Laie auch nicht an, die Arbeit der STIKO zu bewerten. Andere Gremien kommen (international) aber zu anderen Ergebnissen. Das ist für mich dann schlicht nicht mehr aufzulösen, wo da warum Unterschiede gemacht werden.
--- Ende Zitat ---

Ja, das wird eben das sein, was du als "die STIKO geht sehr vorsichtig und bedacht vor bei der Abwägung der Risiken" siehst. Selbst wenn die die exakt gleiche Datengrundlage haben, ist das keine einfache Mathematik, bei der unterm Strich "Impfung ja/nein" druntersteht. Es ist letztlich eine Risikobwägung. Selbst bei der STIKO sind sich ja nicht alle einig, z. B. Prof. Dr. Ulrich Heininger (zumindest hofft er, dass es mit den neuen Daten zu einer weiter gefassten Empfehlung kommt):
https://www.deutschlandfunk.de/corona-impfung-stiko-mitglied-kinder-und-jugendliche-haben.694.de.html?dram:article_id=501171

In dem Artikel wird auch davon gesprochen, dass die Populationen in den Ländern anders sein können, womit man zu einem anderen Ergebnis kommt (unten im Artikel):
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/124620/COVID-19-Impfung-fuer-Kinder-Wie-Laender-bei-gleicher-Evidenz-zu-unterschiedlichen-Empfehlungen-kommen.



--- Zitat von: DeDaim am 13.August 2021, 23:47:32 ---Bezüglich der Kinderimpfung: ich habe zumindest recht häufig Erfahrungsberichte gelesen, wo Kinderärzte sich weigerten abseits der STIKO-Empfehlung zu impfen. Das ist natürlich anekdotisch und hat wenig Aussagekraft, aber zumindest ist es vorgekommen.

--- Ende Zitat ---
Ja, das kann natürlich gut sein, dass das die Mehrheit der Kinderärzte so handhabt und es dann lokal mitunter schwierig wird, einen zu finden.
Nebenbei: Die STIKO-Empfehlung endet nicht bei Kindern mit Vorerkrankung, sondern auch Kinder, die viel Kontakt mit Risikogruppen haben, die sich selbst nicht impfen lassen können. Oder "Kinder", die in einem Beruf/Ausbildung mit erhöhtem Expositionsrisiko sind.

Und weil ja irgendwann das Thema Kinder unter 12 Jahren ein Thema werden könnte:
"BioNTech/Pfizer erwartet, Daten für die erste Untergruppe im September vorlegen zu können."
https://www.dw.com/de/faktencheck-wie-sinnvoll-sind-corona-impfungen-fuer-kinder-und-jugendliche/a-57615466 (4. August 2021)

900.000 Kinder von 12-17 sind laut Spahn auch in Deutschland schon mindestens 1x geimpft, wie in dem Artikel eben ziemlich weit oben steht.
In der letzten Grafik dort sieht man das auch noch mal. 7% der rund 14 Mio. Minderjährigen in Deutschland sind geimpft, obwohl die unter 12-Jährigen ja noch gar nicht dran sind.

DeDaim:
@Waldi98: Ja, klingt plausibel, dass die STIKO hier z.B. aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung zu einem anderen Ergebnis kommt. Und es ist ja auch absolut richtig, dass da streng evidenzbasiert vorgegangen wird. Mal schauen, was die Aktualisierung der Empfehlung bringt.

Persönlich kann ich sagen, dass wir das bei einer Zulassung für jüngere Kinder schlicht mit unserer Kinderärztin besprechen werden. Die ist Ansprechpartnerin Nummer 1.


Zu den Impfdurchbrüchen kann ich nur nochmal wärmstens diesen Artikel empfehlen: https://www.spektrum.de/news/infiziert-trotz-impfung-was-impfdurchbrueche-wirklich-aussagen/1904347

Leland Gaunt:
@Joe: Ja eben, es gibt kein schwarz oder weiß und keine absolute Lösung. Daher muss man eben auch die Menschen respektieren, die sich nicht impfen lassen wollen. Nur darum geht es mir ja.

@Henning: Ja, das ist durchaus möglich. Mir ging es auch eher darum, dass meine Meinung zu dem Thema schon durch, meiner Ansicht nach, seriöse Quellen entsteht und nicht durch Social Media etc..


Mir geht dieser blinde Vertrauenswahn in eine durch Angst gesteuerte oder vermittelnde Politik auf den Sack.
Und wenn eben jeder etwas anderes begründet, von Querdenken bis Lauterbach, dann entscheide ich nach bestem Wissen, Gewissen und Bauchgefühl.
Muss nicht immer richtig sein, aber stupide folgen ist nicht meines, dann entscheide ich lieber selber, lerne und ziehe daraus die Konsequenzen.
Ich respektiere aber eben auch andere, die anders damit umgehen, auch wenn ich es eben nicht nachvollziehen kann.


Was ist eigentlich mit den ~20% ungeimpften? ;D

Andere Idee.
Jeder geimpfte und/oder genesene hat Antikörper?
Warum nicht alle auf Antikörper testen?
Bei geimpften, meinem Laienverständnis nach eigentlich nicht nötig, ok, vielleicht in Friesland...
Womöglich haben ja bereits 80% Antikörper und die Herdenimmunität ist längst da?


In GE ist die Inzidenz wieder jenseits der 35, bedeutet ab Montag wieder Negativtest und Nachverfolgung für Kontaktsport draußen.
Auslastung Intensivkapazitäten: 1%

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