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j4y_z:
Es gibt keinen Vertrauenswahn. Es gibt auch keine durch Angst gesteuerte Politik. Es gibt wissenschaftliche Evidenz, und es gibt Geschwurbel.
Hätte die Politik auf wissenschaftliche Evidenz gehört, hätte sie letzten Herbst schon viel früher, viel härter eingreifen müssen.
Stattdessen fuhr man einen Kuschelkurs, bis es nicht mehr ging, mit zig Ausnahmen und Wirrwarr.
Das ist alles andere als Angstpolitik. Das ist untätige, typisch konservative Politik. Prävention? Fehlanzeige. Genau wie beim Thema Klima auch.
Intensivkapazitäten. Joah. Dir ist schon klar, dass Menschen am sterben sind, wenn die in die Höhe gehen? Diese Argumentation ist für mich zutiefst unmenschlich und widerlich, und ja, das meine ich genau so drastisch, wie es klingt.
Natürlich respektiere ich die Leute, die sich nicht impfen lassen wollen. Solange sie sich an Hygienevorschriften halten.
Wenn die Herdenimmunität da wäre, hätten wir viel mehr Fälle gehabt. Nicht mal Manaus hatte eine, und da ging es noch viel anders rund.
DeDaim:
@Leland Gaunt: Zunächst mal spricht dir ja niemand ab, deine Meinung aus seriösen Quellen zu beziehen. Ich kann zumindest für mich behaupten, dass ich dich nicht in eine Ecke stelle, nur weil du eine andere Meinung hast. Man kann ja auf Basis der gleichen Quellenlage zu unterschiedlichen Bewertungen kommen. Vollkommen okay.
Ich verstehe dich nur nicht bzw. nur teilweise. Nach wie vor habe ich z.B. nicht verstanden, was du mit dieser Angst(-politik) genau meinst. Mahnende Worte? Falls ja: Was genau stört dich daran? Falls nein: Was ist es dann und warum?
--- Zitat von: Leland Gaunt am 14.August 2021, 13:20:14 ---Was ist eigentlich mit den ~20% ungeimpften? ;D
--- Ende Zitat ---
Was soll mit denen sein? Ein Teil der Ungeimpften sind U12 und dürfen sowieso noch nicht geimpft werden. Nicht geimpft werden dürfen dann auch noch einige wenige Personen, die eine Kontraindikation für die Impfung haben. Dann gibt es einen gewissen Anteil, die der Impfung nicht grundsätzlich abweisend gegenüberstehen, für die der Besuch in der Arztpraxis oder wo auch immer aus den verschiedensten Punkten nicht verfängt und die deshalb noch nicht geimpft sind. Zuletzt gibt es noch die Impfverweigerer.
Die aktuelle Politik steuert Richtung 3G: Wenn du am gesellschaftlichen Leben teilhaben willst, musst du für eines davon den Nachweis erbringen, solange die Immunisierungsquote nicht hoch genug ist, um die Ausbreitung von Covid-19 zu bremsen. Die Impfung kann jeder kostenlos bekommen (außer oben genannte Gruppen, die nicht geimpft werden können), sie kostet den Staat also letztlich uns Steuerzahler einen überschaubaren Betrag und ist eine nachhaltige langfristige Lösung. Die zugelassenen Impfstoffe sind sicher und wirksam. Wer das nicht möchte, muss sich also zukünftig testen lassen. Bislang wurden die Kosten für diese Tests vom Staat, also der Allgemeinheit überlassen. Diese Kosten sind (auf Dauer) um ein Vielfaches höher, als die Impfkosten. Warum also soll die Allgemeinheit noch länger diese höheren Kosten tragen, wenn es eine viel günstigere, für alle verfügbare Lösung gibt? Deshalb werden die Schnelltests ab Mitte Oktober (?) nicht mehr kostenfrei sein, PCR-Tests sind es ohnehin nicht, solange kein Covid-Verdacht vorliegt.
Man kann nun darüber streiten, ob man das für richtig hält. Nachvollziehbar finde ich diese Argumentation allemal. Ob man bei denen, die bislang nicht geimpft wurden, mehr Leute mit Antiköprertests erreicht als mit der Impfung wage ich im Übrigen zu bezweifeln.
Benny:
--- Zitat ---warum den "Reichen" 75% ihres Erwirtschafteten zu nehmen eine gute Idee sei. Ich gehöre sicherlich nicht dazu; aber auch ich kann nachempfinden, dass das alles wäre, nur eines nicht: gerecht.
--- Ende Zitat ---
Den Reichen 75 % ihres Erwirtschafteten zu nehmen ist ja richtig human. Das hat sich vor einiger Zeit noch ganz anders angehört.
https://www.youtube.com/watch?v=J6uB8CYwiS0
Auf diesem Strategietreffen wurde noch davon gesprochen, 1% der Reichen zu erschießen bzw. in Arbeitslager zu stecken. Da kann man nur froh sein, wenn man wie ich als ehemaliges Dissidentenkind (Vater 2 Jahre politischer Häftling in Naumburg an der Saale) sozusagen natürliche Antikörper gegen diesen Schützenverein entwickelt hat. Ist eh so ein obskurer Club. Ich habe Leute (in meiner Familie), die bekennende Linksparteiwähler sind (O-Ton: Ich bin Kommunist). Dieselben Leute sagen mir dann aber im selben Atemzug, dass wenn sie wählen gehen und auf der Kandidatenliste bei der Linkspartei jemand mit ´nem türkisch oder ausländisch klingenden Nachnamen steht, sie dann nicht die Linkspartei wählen sondern die Piraten.
Ja, was sagt man denn dazu? Rassismus, oder? Gibt also offensichtlich auch Rassisten bei der Linkspartei. Das wird noch dadurch deutlich, dass die Linkspartei und die SPD zusammen bei der letzten Bundestagswahl, fast so viele Wähler an die AFD verloren haben wie die CDU.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article168989573/Welche-Parteien-die-meisten-Stimmen-an-die-AfD-verloren.html
Auf Landesebene sogar teilweise die meisten Wähler an die AFD verloren.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/afd-linke-rechts-links-waehler-gemeinsamkeiten
Ja, man mag es kaum glauben aber Linke wählen Rechte sprich Linkspartei speist die AFD. Ist doch auch relevant in Bezug auf die Kontaktschuld, die heute so oft zur Anwendung kommt. Man macht sich doch nicht mit Rechten gemein, oder? Also wem das, keine Kopfschmerzen bereitet, der sollte es mal mit Astra Zeneca probieren.
Ach ja Astra Zeneca und Corona: das Thema hat sich leider längst von einer Sach- zu einer Glaubensfrage entwickelt, gut dargestellt durch das Stern Cover vom letzten Dezember. Wo es um Glaubensfragen geht, klinke ich mich aus. Deswegen diskutiere ich auch nicht mehr darüber sondern kommentiere nur noch.
https://www.pdfmagaz.in/02052306-der-stern-23-dezember-2020/
Impfen als Akt der Nächstenliebe. Erstaunlich wie hoch urplötzlich Nächstenliebe und Solidarität wieder im Kurs stehen und ihr Revival erleben. Genau das wurde doch von der Politik und Gesellschaft in den letzten Jahren eher stiefmütterlich behandelt.
Wer kennt ihn noch den Müntefering, der in der Harz4 Debatte Äußerungen wie ´Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen´ vom Stapel ließ. Nun sei ihm zugute gehalten, dass es sich dabei nicht um seinen Sprech sondern vielmehr um ein Bibelzitat vom Apostel Paulus handelt, mit dem aber fleißig gegen Sozialhilfeempfänger polemisiert wurde. Also gegen die sozial Schwachen der Gesellschaft, die doch unsere Solidarität brauchen oder? Schlimmer noch, der alte Münte hat es sogar noch abgewandelt im Original heißt es nämlich: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. Müntes Version ist also eine Verallgemeinerung, dass also alle Hartzer, auch die Arbeitswilligen, nicht essen sollen. Ist das nicht solidarisch?
Oder der leidige Solizuschlag für den Osten... Mehr Solidarität geht doch nicht oder? Wenn es schon im Namen steht.... Was hat der Plebs dagegen gewettert, dass das doch langsam mal aufhören sollte mit der Bevorteilung des Ostens nach 30 Jahren, obwohl sich die Löhne dort trotz gleicher Arbeit immer noch nicht auf West Niveau befinden. Der Bund der Steuerzahler rüstet gerade wieder kräftig auf für einen Prozess gegen das Finanzministerium. Ist das nicht solidarisch?
Dann noch diese renitenten Impfunwilligen. Denken nur an sich und nicht an die Gemeinschaft. Aber ist es nicht auch so, dass die Impfunwilligen letztlich mit ihren Steuergeldern die Impfungen der Impfwilligen mitfinanzieren? Ist das nicht solidarisch?
Apropos solidarisch...Gerade gestern hatte ich wieder so ein Erlebnis hier auf der Straße. Eine Mutter mit Kinderwagen raunzt mich an, dass ich auf der Straße keine Maske trage (was in Spanien seit Juni auch nicht mehr vorgeschrieben ist). Da ich bei unfreundlichen Menschen prinzipiell auf Durchzug schalte, machte ich einen auf nix verstehen und sage nur: Sorry, English? Ich dachte jetzt bin ich raus aus der Nummer, da hier eh so gut wie keiner Englisch kann aber dann sagte sie das doch alles nochmal extra für mich auf Englisch auf, was ich sehr beachtlich fand. So ein Mist aber auch... :-) Bin dann einfach weiter und bekam von ihr noch hinterhergerufen : ´Wir sind hier in Spanien!´ und ´Scheiß Ausländer!´
Bin ich dieser Frau jetzt böse? Natürlich nicht. Warum? Weil sie mir leid tat. Auf Leute, die einem leid tun, kann man nicht böse sein. Das kennt ihr sicher auch.
Ja und die Meinungsfreiheit. Die meisten verstehen darunter, dass man sagen darf was man möchte, oder? Nein, das greift zu kurz. ich sage immer: Meinungsfreiheit ist nicht das, was man sagen darf, sondern was man jemanden sagen lässt. Meinungsfreiheit gibt es auf der ganzen Welt und in allen Ländern. Der Unterschied ist nur, dass man in bestimmten Ländern dafür Sanktionen erwarten muss und in anderen nicht. Meinungsfreiheit ist also nicht nur die Freiheit etwas zu sagen, sondern, es sagen zu können , ohne dafür persönliche Konsequenzen in Kauf nehmen zu müssen. Da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Und dann noch etwas @ Henningway Ich schreibe das jetzt bewusst hier und nicht als PN. Mir missfällt die Art und Weise deiner Moderation in diesem Subforum. Wie du sicher gesehen hast gibt es den Thread ´ In eigener Sache: Ein Wort zum Umgang in diesem Forum´ den du auch selber unterzeichnet hast. Vor allem die Worte sachlich und zurückhaltend solltest du dir zu Herzen nehmen. Vor ein paar Wochen hattest du im Zusammenhang mit Impfskeptikern noch den Euphemismus ´Ungebildete´ benutzt. Da hattest du dich noch im Griff gehabt, obwohl du sicher ein anderes Wort im Kopf hattest. Jetzt bist du im Zusammenhang mit Meinungsfreiheit schon bei ´Idioten´ und ´abfucken´ angekommen. Du bist Moderator und solltest daher auch dementsprechend moderat auftreten. Du als Moderator schaffst mit Ausdrücken wie´ Idioten´ eine Atmosphäre, die nicht zur Diskussion einlädt, sondern eher abschreckend wirkt. Stell dir mal vor in der Schule sagt ein Lehrer: Wir wollen heute über das Thema x diskutieren. Ich hoffe mal, dass kein Idiot hier in der Klasse ist, der eine andere Meinung zum Thema hat als diese hier. Wirkt das einladend auf dich?
Wir alle haben unsere Ansichten und Meinungen und schießen auch mal über das Ziel hinaus. Das ist völlig normal. Aber Moderatoren sollten sich dazu nicht hinreißen lassen. Zum Thema der ´gefühlten nicht Meinungsfreiheit ´ habe ich hier einen Artikel, der dich wahrscheinlich richtig ´abfucken´ wird.
https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurzberichte_dokumentationen/FAZ_Juni2021_Meinungsfreiheit.pdf
Wenn mittlerweile fast die Hälfte der Bevölkerung Sorge hat, für seine Meinungsäußerung persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen, ist das sicherlich ein Thema , das man nicht nur bei den Querdenkern abladen kann, denn so groß wie diese Bewegung in den Medien gemacht wird, ist sie in der Realität auch wieder nicht.
DeDaim:
Ich mach's mal kurz: Zur Allensbach Studie finde ich diesen Kommentar sehr passend: https://uebermedien.de/62355/worueber-man-in-deutschland-auch-nicht-mehr-frei-reden-darf-juden-und-hitler/
Es ist eben nicht alles so einfach zu interpretieren, wie man meinen möchte.
--- Zitat ---Ja und die Meinungsfreiheit. Die meisten verstehen darunter, dass man sagen darf was man möchte, oder? Nein, das greift zu kurz. ich sage immer: Meinungsfreiheit ist nicht das, was man sagen darf, sondern was man jemanden sagen lässt. Meinungsfreiheit gibt es auf der ganzen Welt und in allen Ländern. Der Unterschied ist nur, dass man in bestimmten Ländern dafür Sanktionen erwarten muss und in anderen nicht. Meinungsfreiheit ist also nicht nur die Freiheit etwas zu sagen, sondern, es sagen zu können , ohne dafür persönliche Konsequenzen in Kauf nehmen zu müssen. Da trennt sich die Spreu vom Weizen.
--- Ende Zitat ---
Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht. Wenn ich in einem Staat lebe, in dem mir dieses Grundrecht verwehrt wird (eben weil ich z.B. Repressalien befürchten muss), dann gibt es dort keine Meinungsfreiheit. Ergo kann es diese auch nicht weltweit geben. Nun kann man darüber streiten, ob die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland dramatisch ist. Persönlich finde ich es richtig, dass z.B. Volksverhetzung und Holocaust-Leugnung strafbar sind. Ich vermute, die Mehrheit der Bevölkerung sieht das ähnlich.
Henningway:
--- Zitat von: Benny am 15.August 2021, 05:58:00 ---
Und dann noch etwas @ Henningway Ich schreibe das jetzt bewusst hier und nicht als PN. Mir missfällt die Art und Weise deiner Moderation in diesem Subforum. Wie du sicher gesehen hast gibt es den Thread ´ In eigener Sache: Ein Wort zum Umgang in diesem Forum´ den du auch selber unterzeichnet hast. Vor allem die Worte sachlich und zurückhaltend solltest du dir zu Herzen nehmen. Vor ein paar Wochen hattest du im Zusammenhang mit Impfskeptikern noch den Euphemismus ´Ungebildete´ benutzt. Da hattest du dich noch im Griff gehabt, obwohl du sicher ein anderes Wort im Kopf hattest. Jetzt bist du im Zusammenhang mit Meinungsfreiheit schon bei ´Idioten´ und ´abfucken´ angekommen. Du bist Moderator und solltest daher auch dementsprechend moderat auftreten. Du als Moderator schaffst mit Ausdrücken wie´ Idioten´ eine Atmosphäre, die nicht zur Diskussion einlädt, sondern eher abschreckend wirkt. Stell dir mal vor in der Schule sagt ein Lehrer: Wir wollen heute über das Thema x diskutieren. Ich hoffe mal, dass kein Idiot hier in der Klasse ist, der eine andere Meinung zum Thema hat als diese hier. Wirkt das einladend auf dich?
Wir alle haben unsere Ansichten und Meinungen und schießen auch mal über das Ziel hinaus. Das ist völlig normal. Aber Moderatoren sollten sich dazu nicht hinreißen lassen. Zum Thema der ´gefühlten nicht Meinungsfreiheit ´ habe ich hier einen Artikel, der dich wahrscheinlich richtig ´abfucken´ wird.
https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurzberichte_dokumentationen/FAZ_Juni2021_Meinungsfreiheit.pdf
Wenn mittlerweile fast die Hälfte der Bevölkerung Sorge hat, für seine Meinungsäußerung persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen, ist das sicherlich ein Thema , das man nicht nur bei den Querdenkern abladen kann, denn so groß wie diese Bewegung in den Medien gemacht wird, ist sie in der Realität auch wieder nicht.
--- Ende Zitat ---
Wow. Mir wird hier fürwahr Sachlichkeit abgesprochen? Und dann wird direkt die Meinungsfreiheitskeule geschwungen?
Okay, ich will mich diesem Vorwurf gerne stellen. Mein Gegenargument: Du haust mir meine geschriebenen Worte um die Ohren, konstruierst daraus den Vorwurf, ich verbiete anderen ihre Meinung, aber Du lässt den Kontext weg, in dem ich nämlich erwähne, dass gegenteilige Meinungen nur zu gerne als Verbot der Meinungsfreiheit gedeutet werden. Eigentlich ein wenig ironisch, findest Du nicht?
Aber bitte, ich erkläre mich.
Was ist sachliche Diskussion? Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um den Austausch von Meinungen, die durch Argumente belegt werden. Das können logische Argumente sein im Bereich der Geisteswissenschaften, vielleicht auch Glaubens- und Darlegungsargumente im Bereich der Religionswissenschaften; oder es sind Faktenargumente im Bereich der Naturwissenschaften. Das Thema Impfen ist ein Thema der Naturwissenschaften und damit muss es bei der sachlichen Diskussion um Zahlen und gemessene Daten gehen.
Das Auftreten von unerwünschten Wirkungen durch die Impfung lässt sich faktisch belegen und daraus ein Risiko interpretieren, das in Wahrscheinlichkeiten angegeben wird. Gleiches gilt für die erwünschten Wirkungen. Am Ende steht ein Nutzen-Risiko-Score. Für mich als Naturwissenschaftler endet die Diskussion an dieser Stelle, denn die Bewertung ist eineindeutig: Impfen ist a) sicher und b) wirksam.
Problematisch wird es jetzt, wenn Leute anfangen, Fakten zu konstruieren und sich die Sorge, Politikverdrossenheit, allgemeine Lebensunzufriedenheit oder was auch immer zu Nutze machen, um Stimmung gegen die Impfungen zu erzeugen. Damit könnte ich noch leben, wenn die Adressaten denn sachlichen Argumenten gegenüber offen wären. Wenn ein Impfstoff 50 Millionen Mal verabreicht wurde, davon wenige hundert Entzündung im Herzen entstehen, dann ist das Risiko dafür extrem gering. Fertig. Diskussionsende.
Wenn ein Herzkranker dann trotzdem vorsichtig ist, habe ich dafür vollstes Verständnis. Wenn ein Kerngesunder aber ankommt, die Impfung ablehnt, weil man davon doch unfruchtbar wird und man trotz aller Daten und Belege dessen Meinung nicht ändert, ärgert mich das, weil es meine Profession nicht respektiert. Das ist so, als würde ich mit Octa über Pädagogik diskutieren und mich ständig so positionieren, als wüsste ich es besser. Ja, dann wird der Ton auch mal rauer, was dann vielleicht weniger sachlich ist, aber wohl nur menschlich. Wer hat schon gerne jahrzehntelang gelernt, nur dass am Ende gefühlt jeder Zweite darauf spuckt?
Aber witzig wird es erst dann, wenn jemand behauptet, die Impfung macht unfruchtbar, Du ihm Daten präsentierst, die das Gegenteil belegen und Du in der Konsequenz die Antwort erhältst, man dürfe seine Meinung nicht mehr sagen? Was dann? Gehst Du lächelnd weg? Entschuldigst Du Dich womöglich sogar? Ich sag's Dir: wenn Du inzwischen seit einem eindreiviertel Jahr in der ersten Frontlinie gegen die Pandemie kämpfst, aufklärst und Deine Freizeit opferst und Du dann so etwas gesagt bekommst, dann fuckt Dich das ab. Dann hältst Du diese Person für einen Idioten. Wenn Du persönlich so gleichmütig bist und da buddhistisch drüber stehst - meinen Glückwunsch! Aber unterstelle mir keine Unsachlichkeit, weil ich meinen Unmut über unspezifizierte Individuen geäußert habe! Der liegt einfach darin begründet, was ich oben geschrieben habe: in der Unfähigkeit zur sachlichen Diskussion! Deshalb stehe ich zu sämtlichen meiner Postings hier und entschuldige mich für meine Wortwahl ausdrücklich nicht!
PS: die Mehrheit, die sich gegängelt fühlt, wählt zu größten Teilen die AfD und meint, man dürfe nicht mehr über Vaterlandsliebe reden. Das fuckt mich nicht ab, sondern macht mich nur traurig. (Quelle: Dein Link)
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