Müsste man da nicht mal vorher das Volk fragen, ob man in Zukunft dazu bereit ist, andere Länder zu finanzieren, weil diese dazu selber nicht in der Lage sind?
Es gehört aber auch die Frage gestellt, inwiefern ein Land, daß sich seine rein auf Export ausgerichtete, starke Wirtschaft seit Jahren mit Sozialabbau und fallenden Gehältern für nicht-"Eliten" erkauft, nicht auch eine Mitschuld daran trägt, daß andere Länder ins Schleudern kommen.
Es hat durchaus Gründe, daß die Griechen auf die Deutschen nicht so gut zu sprechen sind.
Ja, das ist doch aber was man hier in Deutschland immer haben wollte. Export und Wachstum! Das hat man seit Jahren forciert und man hat es geschafft. Hätte irgendein Politiker hierzulande etwas gegenteiliges gesagt (egal ob Grüne, SPD, FDP, CDU - die Linken mal ausgenommen, die werden ja nicht ernst genommen), wäre der doch öffentlich gesteinigt worden.
Auf der anderen Seite ist das natürlich auch nichts "Verbotenes" so zu wirtschaften. Und Griechen/Italiener/Spanier hatten genau die selben Möglichkeiten wie Deutschland, seit Einführung des Euros, so eine Politik zu betreiben. Zu den selben Konditionen!!!
Ausserdem musste ja auch Deutschland irgendwie die Stabilitäts & Wachstumskritierien, die sich die EU selber auferlegt hat, erfüllen.
Wenn man jetzt sagt, jaja aber Deutschland konnte die Stabilitätskritierein nur erfüllen, weil die Griechen/Italien/Spanier eben alles von den Deutschen importieren, dann stand ja von vornherein fest, das einige Staaten nicht im geringsten in der Lage sein werden/können, die Anforderungen einer EU zu erfüllen. Das ganze Konstrukt ist somit überflüssig.
Und eine jetzige Einführung einer Transferunion, bringt doch nichts, ausser, dass die letzten 4 Einzahler der EU in relativ kurzer Zeit genauso zahlungsunfähig sein werden wie die derzeit 12 halbbankrotten Empfänger. Das muss einem klar sein.
Was hier gemacht wird, ist einfach nur "EU" durchboxen - scheissegal, was danach passiert.