Ein ganz großes Problem beim Thema "Flüchtlinge" ist ja auch, dass die Straftaten, die einige begehen, nie genau in den Medien erklärt und aufgearbeitet werden, sondern nur von einem "tätlichen Angriff eines Flüchtlings auf einen Flüchtling (oder anderweitigen Bewohner der Stadt)" geschrieben wird und vieles wenig damit zu tun hat, dass mindestens ein Beteiligter Flüchtling ist. Viel eher spielen die kulturellen Hintergründe eine Rolle. Es gibt leider auf der Welt so viel Hass zwischen "Völkern", Ethnien, Religionsgruppen. In einem Land wie Deutschland sind diese eben in manchen Städten gebündelt.
In meiner Gegend war u.a. zwei Mal von tätlichen Auseinandersetzungen mit Beteiligung von Flüchtlingen die Rede. Wenn man das genauer betrachtet, versteht man auch, warum es Ärger gab. In einem Fall geriet ein Syrer mit einem Juden vor einer Synagoge aneinander, im anderen Fall haben zwei kosovarische Serben mit einem Bosniaken und einem Kosovoalbaner geprügelt. Hat mMn nicht viel mit der Tatsache zu tun, dass mindestens einer jeweils Flüchtling war, sondern an den kulturellen und ideologischen Hintergründen. Trotz aller Probleme mit Rechten haben wir in Deutschland eine überaus tolerante Gesellschaft, in der Altruismus ein Grundgerüst darstellt. Da ändern auch die ganzen Darstellungen in den Medien nichts daran. Im internationalen Vergleich sind die Deutschen da quasi ein Vorbild. Neid und Missgunst (der eine bekommt ein "modischeres" Kleidungsstück als ein anderer, bekommt einen Job bzw. eine Verdienstmöglichkeit etc.) untereinander sind leider auch verbreitet. Ziel sollte es also in der "Flüchtlingsthematik" den Menschen, die zu einem gewissen Teil aus wirklich schlimmen Gegenden kommen und viel Leid von anderen erfahren mussten, beizubringen, dass ein friedliches Miteinander das A&O ist, man den Menschen eine Chance geben muss und dass sie sich für Erfolge anderer Leidensgenossen freuen sollten. Nationalismus, Neid und Hass sind fehl am Platz. Leider kann man aber diese Strukturen und Denkweisen wohl nicht mit ein paar guten Worten vertreiben.
Wie man diese "importierten" Konflikte effektiv lösen kann? Ich bin überfragt. Eine räumliche Segregation wäre zwar vorstellbar, aber nun wirklich keine zufriedenstellend Lösung. Ghettos lassen grüßen. Allen immer das gleiche anbieten? Nicht praktikabel und wohl unmöglich...