Genauso gut kann es sein, dass die SPD für die Verweigerung von Koalitionsgesprächen abgestraft wird - dann kann ihnen um die Ohren fliegen, dass sie aus persönlicher Eitelkeit auf konstruktive Mitarbeit pfeift. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, begeistert wäre ich von einer neuen GroKo auch nicht, aber die SPD ist jetzt gerade einfach in einer unangenehmen Situation, in der man ihr jede der möglichen Entscheidungen vorwerfen kann.
Wie eventuelle Neuwahlen ausfallen, kann keiner sagen, noch sind keine neuen Umfragen draußen. Möglich, dass noch mehr Menschen, frustriert von den gescheiterten Koalitionsverhandlungen, ins Protestlager der AfD wechseln. Genauso möglich, dass die Menschen bei eventuellen Neuwahlen mit ihrer Stimme wieder eine der etablierten Parteien stärken, um eine neue Hängepartie zu verhindern und ein funktionsfähiges Zweifrakionenbündnis zu gewährleisten. Also erstmal die Zahlen abwarten, in welche Richtung sich welche Partei bewegt - die neuen Sonntagsfragen sind sicher schon in Arbeit.