Henning, Kalium, das Problem beim Klonen sehe ich darin, dass eure Gedanken und Befürchtungen beide berechtigt sind. Es ist natürlich erstrebenswert, die Mechanismen zu kennen, um im Sinne des Menschen Krankheiten heilen zu können oder diese gar nicht erst entstehen zu lassen - die Möglichkeit, ein gesundes Leben zu führen, sollte keinem Menschen genommen werden.
Dieselben Methoden können allerdings auch zum "Tuning" von Menschen missbraucht werden - und zwischen "laufen können" und "laufen können wie Usain Bolt" liegt immer noch ein Unterschied. Um letztgenanntes sollte zumindest die praktisch angewandte Genmedizin einen möglichst großen Bogen machen, die Diskussion hatten wir hier vor einiger Zeit schon einmal.
Auch sollte die Möglichkeit nicht zum Freibrief für eine ungesunde Lebensweise werden, nach dem Prinzip "ist die alte Lunge durchgeraucht, züchte ich mir halt eine neue" (kräftig überspitzt, das Beispiel dient der Verdeutlichung). In der Theorie ist dies alles denkbar, und die Möglichkeit, aus Stammzellen, um bei dem Beispiel zu bleiben, eine Lunge zu züchten, wäre für Menschen mit z.B. Mukoviszidose eine wunderbare Chance - sollte allerdings mit Augenmaß eingesetzt werden, um eben nicht in Richtung Ersatzteilproduktion wie im ersten Beispiel zu gehen.
Hier sind sowohl die Forscher als auch eventuell später die Praktiker gefordert, alles in sinnvollen Bahnen zu halten, damit die Nutzung umgesetzt wird, die Du Dir wünschst, Henning (ich mir übrigens auch), und das ganze nicht in der ebenfalls berechtigten Dystopie endet, die Du befürchtest, Kalium.