Bleibt nur zu hoffen, dass vielleicht diesmal endlich Konsequenzen aus der Scheiße gezogen werden und die verfluchten Atommeiler abgeschaltet werden. Aber wenn ich dann schon wieder lese "In Deutschland kann es nicht zu solchen Erdbeben kommen", "Wir sind über 8000km von Japan entfernt, eventuell austretende Strahlung wird uns nicht erreichen"...Ist ja alles klar, ich denke auch nicht, dass der Reaktorunfall weitreichende Folgen haben wird, selbst wenn es, wonach es nun aussieht, zur Kernschmelze gekommen ist. Solange der Reaktorbehälter intakt bleibt, ist die Strahlenbelastung gering. Vermutlich werden nur ein paar Hundert Menschen in Zukunft daran krepieren, aber ist ja weit weg von Deutschland.
In Deutschland wird nur aufgeschrien, wenn es ein Zugunglück mit 100 Toten gibt. Dann werden da neue Sicherheitssysteme gesetzlich vorgeschrieben. Wenn in Japan ein Erdbeben mit Flutwelle 1400 Menschen das Leben kostet und trotzdem ein brennendes Atomkraft die Schlagzeilen bestimmt, dann spiegelt das doch eine tiefsitzende Angst, die völlig berechtigt ist. Denn die 1400 Toten oder 10.000, wieviele es letztlich auch immer sind, sind nichts gegen einen einzigen verdammten Reaktorunfall. Erdbeben kann man nicht verhindern, Tsunamis kann man nicht verhindern, Hurricanes und Tornados kann man nicht verhindern, Terroranschläge kann man nicht verhindern, technische Fehler kann man nicht verhindern, menschliches Versagen kann man nicht verhindern, all diese Dinge unterliegen dem Prinzip Zufall. Aber müssen wir dem Prinzip Zufall ausgerechnet so eine mächtige Waffe, wie die Atomenergie in die Hand geben? Warum müssen wir es dem Zufall überlassen, dass so ein Atomkraftwerk nicht auch in Mitteleuropa durch irgendeinen nicht verhinderbaren Umstand, in die Luft fliegt?
Wenn es soweit ist, kann man sich ja immernoch nach Gott umschauen, aber bis dahin kann man die Sache selbst in die Hand nehmen.