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Autor Thema: Allgemeine Nachrichten  (Gelesen 2070056 mal)

smedhult

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1240 am: 23.Juli 2011, 18:03:18 »

Norwegen ist recht kritisch bzw. eigensinning. Kein Euro, gegen Lybien-Krieg, für Palästina Abstimmung (sprich KEIN Israel Freund). Daraus kann man schon eine schöne Verschwörungstheorie basteln.

Wenn Du das auf die Regierung beziehst, ist es falsch. Norwegen beteiligt sich am Einsatz gegen Libyen.
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"En del människor tror att fotboll är en fråga om liv och död. Jag avskyr den inställningen. Jag kan försäkra er om att det är mycket allvarligare än så." (Bill Shankley)

mancity

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1241 am: 23.Juli 2011, 18:48:31 »

Ich weiss nicht, ob es Sinn macht, von der Tat eines Einzelnen (bzw. Mehreren?) auf gesamtgesellschaftliche Probleme zu schliessen. Wenn die gefühlte Frustration einer bestimmten Schicht ein Maß für die Anschlagsgefahr wäre, dann würde uns hier in Deutschland die Bomben wöchentlich um die Ohren fliegen.

Was sollte denn die Motivation im "Paradies" Norwegen sein? Angst vor einer Öffnung nach außen?

Ich weiß, dafür ist jetzt noch nicht die Zeit. Doch die Frage, wieso privater Waffenbesitz erlaubt, wäre schon eine gesellschaftliche. Oder die Frage nach dem Rechtspopulismus, der seit 15 Jahren immer stärker in Europa wird. Oder die Frage, wieso seit zehn Jahren Krieg gegen arabische Staaten geführt wird. Das muss man sich doch mal vorstellen. Der Typ hat an einem Nachmittag mehr Leute umgebracht als die RAF in ihrer gesamten Wirkungszeit.
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smedhult

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1242 am: 23.Juli 2011, 19:02:41 »

Es ist eine interessante Frage nach dem privaten Waffenbesitz.

Aber, auch in Deutschland haben wir aus den Amokläufen der vergangenen Jahre nicht viel gelernt. Es gibt zwar Einschränkungen aber halt kein Verbot.
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smedhult

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1243 am: 23.Juli 2011, 19:13:40 »

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mancity

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1244 am: 23.Juli 2011, 19:14:31 »

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smedhult

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1245 am: 23.Juli 2011, 19:23:06 »

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mancity

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1246 am: 23.Juli 2011, 19:29:54 »

Ja, traurigerweise.
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HcLugano

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1247 am: 23.Juli 2011, 19:38:42 »

interessanter Kommentar zum "Griechenland-Bailout" - Willkommen in den "Vereinigten Schulden von Europa"  ;D

http://www.cashkurs.com/Detailansicht.80.0.html?&cHash=102d0e1c0c&tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=10418

(bekomme den Link nicht korrekt dargestellt - einfach alles kopieren und in die Adresszeile des Browsers)

Fazit:

- Gewinner: die Banken
- Verlierer: die EU-Bürger
- alles wie immer! *kotz*

Irgendwie selber schuld, wenn man gegen eigenes Recht verstösst und denkt man könnte eine Währungsunion, mit so unterschiedlichen Staaten, aufziehen.
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pudel

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1248 am: 23.Juli 2011, 20:00:21 »

Was heißt hier selber schuld? Der Steuerzahler? Und woran? Das man den Banken wieder Milliarden in den Arsch bläst? Mehr ist das ja nicht. Für Griechenland ändert sich rein gar nix.

Eigentlich müssen da alle, die an diesem Gipfel teilgenommen haben, in den Knast gesteckt werden.

Norwegen ist recht kritisch bzw. eigensinning. Kein Euro, gegen Lybien-Krieg, für Palästina Abstimmung (sprich KEIN Israel Freund). Daraus kann man schon eine schöne Verschwörungstheorie basteln.

Wenn Du das auf die Regierung beziehst, ist es falsch. Norwegen beteiligt sich am Einsatz gegen Libyen.

Ja, hatten aber schon ihren Rückzug angekündigt, was natürlich bei den "Verbündeten" nicht so gut ankommt.
« Letzte Änderung: 23.Juli 2011, 20:13:48 von pudel »
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"Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft."

J.P. Sartre

HcLugano

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1249 am: 23.Juli 2011, 20:50:43 »

Was heißt hier selber schuld? Der Steuerzahler? Und woran? Das man den Banken wieder Milliarden in den Arsch bläst? Mehr ist das ja nicht. Für Griechenland ändert sich rein gar nix.

Eigentlich müssen da alle, die an diesem Gipfel teilgenommen haben, in den Knast gesteckt werden.

Nicht die Steuerzahler, ich meinte einfach die Mitglieder der EWU. Hätte man sich an die Gesetze gehalten, wärs vielleicht einfacher gewesen.

Nicht nur die, die am Gipfel teilgenommen haben, sondern auch diejenigen, die den Maastrichter-Vertrag ratifizierten (Waigel  :police:).
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Der Baske

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1250 am: 23.Juli 2011, 21:23:21 »

Fast schon eine tragische Konsequenz............Amy Winehouse tot aufgefunden.
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Botschafter des Quan!
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Kaliumchlorid

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1251 am: 23.Juli 2011, 21:24:50 »

Im Falle von Amy Winehouse kann ich nur sagen: Selber schuld.
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Zu weit exitiert nur in deinem Kopf

Friedel Funkhelm

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1252 am: 23.Juli 2011, 21:47:30 »

Der Typ hat an einem Nachmittag mehr Leute umgebracht als die RAF in ihrer gesamten Wirkungszeit.

Whow, whow, whow, mal bitte keine unqualifizierten Vergleiche anstellen bitte! Von der RAF mag man ja halten, was man will, aber Kinder abkzunallen ist nochmal ne völlig andere Qualität!


Und Amy... you lived fast, you died young... R.I.P. (Meine Mucke war's nicht, aber cool fand ich sie irgendwie trotzdem: unkonventionell, ein Anti-Superstar)
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"Ein Lothar Matthäus hat es nicht nötig von sich in der dritten Person zu sprechen." (L. Matthäus)

mancity

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1253 am: 23.Juli 2011, 21:48:26 »

Im Falle von Amy Winehouse kann ich nur sagen: Selber schuld.

Ah ja. Du weißt natürlich bescheid. Ich finds einfach nur beschissen, Drogenabhängige als selber schuld zu bezeichnen.
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mancity

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1254 am: 23.Juli 2011, 21:52:22 »

Der Typ hat an einem Nachmittag mehr Leute umgebracht als die RAF in ihrer gesamten Wirkungszeit.

Whow, whow, whow, mal bitte keine unqualifizierten Vergleiche anstellen bitte! Von der RAF mag man ja halten, was man will, aber Kinder abkzunallen ist nochmal ne völlig andere Qualität!


Und Amy... you lived fast, you died young... R.I.P. (Meine Mucke war's nicht, aber cool fand ich sie irgendwie trotzdem: unkonventionell, ein Anti-Superstar)

Ja, aber die RAF galt als Gefahr schlechthin, während dieser Typ jetzt nur als armer Irrer hingestellt wird. - Nee, dieser Typ wusste genau, was er machte. Aber den Zusammenhang zwischen Rechtspopulismus und christlichem Fundamentalimus möchte plötzlich niemand wahrhaben.
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Konni

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1255 am: 23.Juli 2011, 21:55:29 »

Rein politökonomisch ist der Euro für Deutschland ein Glücksfall, auch wenn die Auswirkungen nicht ganz so stark wie nach Bretton Woods für die USA waren. Wer hat von den Auswirkungen profitiert? Die Bevölkerung? Haha. Man sollte Folgendes lernen: institutionalistische Währungsverträge waren schon immer schnell die Untergang geweiht. Auch wenn der Euro, im Gegensatz zu den Bretton Woods-Reformen, einem eher flexiblen Wechselkurssystem zuzuschreiben ist (zumindest kein Goldstandard mehr) ist es doch fraglich wo der Gewinn der Geldpolitikautonomie bleibt, wenn unfähige Politiker diese Autonomie vollstrecken sollen. Damit meine ich jetzt nicht Merkel, die aus ökonomischer deutscher Sicht im Moment alles richtig macht, wenn sie soviel Geld wie möglich in den Euro reinpumpt, immerhin hat Deutschland bzw deutsche Unternehmen mittlerweile soviele Zinsen aus dem Leid Griechenlands geschlagen, dass ein "point of no return" überschritten wurde. In Griechenland hängt eine Menge deutsches Geld, aber nicht, wie die BILD-Zeitung weißmachen will, Geld, dass vom Steuerzahler dort an die raffgierigen Griechen geht, sondern Geld das umgeschichtet wird, nämlich von deutschen Steuerzahlern auf deutsche Unternehmen und Gläubigern.

Das System funktioniert perfekt. Deutsche Unternehmen haben sich als "Export-Weltmeister" in Griechenland eine goldene Nase verdient, weil die Produktionskosten für alle möglichen Güter in Deutschland aufgrund der extrem niedrigen Löhne so gering sind, dass es für die Griechen augenscheinlich billiger war, Waren zu importieren, als selbst herzustellen (wozu sie zu einem gewissen Grad sogar in dieser Handelszone gezwungen sind). Dieses Geschäft finanzierte sich über Kredite, die von europäischen Banken gerne zu niedrigsten Zinsen gegeben wurden, weil diese Banken natürlich zum größten Teil auch Gläubiger eben jener Unternehmen sind, die von dem Export leben und deshalb ein Interesse daran haben, dass Griechenland ohne zu zögern einkauft. Würde mir jemand eine Kreditkarte in die Hand geben und sagen "kauf was du willst, zahls mir einfach in 30 Jahren zurück quasi fast ohne Zinsen", würde ich doch auch kaufen ohne Ende. Der griechischen Kapitalbilanz hat das nicht gut getan, aber keine Sau hat sich dafür interessiert, denn es war ja im Interesse aller derjenigen, die etwas zu sagen haben.
Erst als die Banken dann durch eigene Fehler (!) in eine absolute Schieflage geraten sind und nun vom Gläubiger immer mehr zum Schuldner wurden, haben sie plötzlich doch etwas gegen das System mit dem Geldzyklus. Die Banken brauchten durch die Finanzkrise Geld, was also tun? Ganz klar, wenn ein Gläubiger zum Schuldner wird, dann beutet er so schnell wie möglich seine eigenen Schuldner aus. Die Banken brauchen schnell Geld, also zwingt man Griechenland mit Hilfe der EZB und dem IWF dazu, so schnell wie möglich die Ausgaben so drastisch wie möglich zu reduzieren, damit man die Einnahmen in größtmöglichem Umfang schröpfen kann. Es muss eben schnell gehen, also setzt man als Druckmittel höhere Zinsen für Kredite ein. In Griechenland ertönt der Alarm, die ganzen Güter, die durch den Import mit Hilfe von quasi-Null-Zins-Krediten unheimlich billig waren, werden durch Kredite mit 5% Zinsen auf einmal unheimlich teuer. Es wäre auf einmal viel billiger, diese Güter selbst zu produzieren, denn mit dem Kostenaufschlag lohnt sich das nicht mehr. Aber anstatt Griechenland die Möglichkeit zu geben vom Import deutscher Güter unabhängig zu werden, dreht man ihnen lieber sofort die Gelder ab, denn eine Belastung für die deutsche Exportindustrie will natürlich auch niemand. Anstatt also die Griechische Konjunktur anzukurbeln, auf Selbstversorgung umzustellen und die Kaufkraft der Griechen zu erhöhen, nimmt man den griechischen Staat lieber sofort aus, um so schnell wie möglich die Schulden beglichen zu kommen, weil man selbst in Schieflage geraten ist. Das wird von der Politik, die sich meiner Auffassung nach fest in der Hand der Finanzindustrie befindet (weil auch sie von der Kreditvergabe abhängig ist / Schuldner-Gläubigerverhältnis), vollkommen unterstützt. Kleiner Exkurs:
Wie lächerlich ist es denn, wenn ein 15-jähriger Teenager seinen Eltern 500€ monatlich gibt, damit diese die Miete für die gemeinsame Wohnung bezahlen können? Haben die Eltern dann noch irgendeine Kontrollfunktion über ihr Kind, irgendeine Handlungsmacht? Und jetzt wird es noch abstruser: Das Kind hat die 500€ gar nicht. Er hat mit 10 Jahren mal angefangen, seinem Grundschulkumpel 5€ zu leihen und berechnet dafür Zinsen. Der Kumpel hat die Rückzahlung inklusive Zinsen für 60 Jahre später angekündigt. Der Junge rechnet also, 5€ mit Zinsen macht in 30 Jahren eine Rückzahlung von 15.000 Euro. Von diesen (virtuellen) 15.000€ bezahlt der Junge also die Mieter seiner Eltern. Geht nicht? Na klar, so funktioniert das Finanzsystem, das sich nicht umsonst als Finanzindustrie bezeichnet. Das, was dort an Krediten in der Luft zirkuliert, existiert als reales Geld überhaupt nicht. Das ist das zentrale Problem, an der sogenannten Finanzkrise. Die Banken haben Geld verliehen, das sie überhaupt nicht hatten, das sie aber fest eingeplant haben. Als die festen Einplanungen sich als fehlerhaft erwiesen, merkten sie plötzlich, dass sie nicht ansatzweise die herausgegebenen Kredite decken können.

Zurück zu Griechenland. Die schröpft man jetzt also ab. Die Staatsausgaben werden nach marktradikaler Manier auf ein Minimum reduziert, damit Griechenland überhaupt noch an etwas Geld zur Versorgung seiner Bevölkerung kommt. Das ist ein Zwangsgeschäft, man hätte den Griechen auch Zeit geben können, ihre Ausgaben für den Import zu reduzieren. Es ist ja nicht so, dass das meiste Geld im eigenen Staat bei ein paar Beamten oder im 13. Monatsgehalt versickert, Griechenland finanziert die deutsche Industrie. Ich denke nicht, dass Griechenland langfristig irgendeine Überlebenschance hat. Und so sind die Reformen auch nicht ausgelegt. Das griechische System wird nicht umgestellt, man macht sich nicht Import-Unabhängig, sondern man pumpt einfach das Geld von europäischen Steuerzahlern in das Land, um die Rechnungen an die europäischen Exportfirmen zu bezahlen. Nebenbei nehmen die Banken sich über die üppigen Kreditzinsen Geld aus der griechischen Staatskasse, um damit ihre eigenen Gläubiger wieder ruhig zu stellen, bzw ihre Bücher zu schönen. Da werden also wieder Kredite über 20 Jahre mit 8% Zinsen abgeschlossen, die sich die Banken in die eigenen Bücher schreiben können, um damit ihre Ausfälle abzufangen. Von dem Geld werden sie nie etwas sehen, es ist nicht so, dass Griechenland in 20 Jahren auf einmal steinreich wäre und die Kredite bedienen könnte. Aber es geht auch nicht um reales Geld, wenn Griechenland in 20 Jahren auf einmal die Kredite mit den 8% Zinsen zurückzahlen muss, dann nehmen sie eben neue Kredite bei den Banken auf. Dadurch können die Banken wieder mit mehr Geld rechnen, dass sie überhaupt nicht sehen und nie sehen werden, aber es existiert in den Büchern, das ist das entscheidende. Es hängt lediglich von der Lage der Banken ab. Wenn es den Banken recht gut geht, dann bekommt Griechenland die Kredite quasi für lau, fast wieder zinsfrei und so boomt der europäische Außenhandel. Geht es den Banken ganz schlecht, wird eine Krise quasi "simuliert", man verlangt plötzlich wieder 8% für die Kredite von Griechenland, um sich noch mehr virtuelles Geld in die Bücher schreiben zu können. Und so geht das ewig weiter, weil es schon ewig so läuft.

Die internationalen Verbindlichkeiten übersteigen heute schon bei weitem das, was an realem Geld vorhanden ist. Es wird also niemals möglich sein, alle Kredite zu begleichen, weil simplerweise nicht genug Geld da ist. Deshalb heißt das System Finanzindustrie. Der Block erschafft Geld. Die Autoindustrie fertigt Autos, die Spielzeugindustrie fertigt Spielzeuge und die Finanzindustrie produziert Geld, Geld, welches nie gedruckt wird (die Druckrechte liegen beim Staat), Geld, welches niemals existiert. Das ist pervers und es funktioniert. Das wenige echte Geld, das man braucht, welches man in das System hereinpumpen muss, das holt man sich von produzierenden Menschen und wenn das mal nicht reicht, dann vom Staat in Form von Steuereinnahmen.

Die Griechen haben das mittlerweile erkannt. Sie sind nicht Schuld an der Misere. Wäre die Bankenkrise nicht "passiert", dann hätten sie für Jahrhunderte genauso weiterleben können, wie bisher, weil sie immer wieder die billigen Kredite bekommen hätten, um die teuren abzulösen. Und selbst wenn sich der Berg durch die Exponentialbelastung vertausendfacht hätte, wären sie ja nie gezwungen, echtes Geld den Banken zu geben, sondern nur neue Verbindlichkeiten einzugehen. Jetzt müssen die Griechen leiden, weil die Banken einen Fehler gemacht haben. Das System ist vollkommen pervers und es funktioniert. Es funktioniert, weil es niemand durchblickt, alle gehen davon aus, dass Banken Kredite vergeben für Geld, das sie wirklich haben. Also dass es eine Menge X von Geld auf der Welt gibt und diese Menge X im Umlauf ist. X ist aber nur ein Milliardstel von dem "Geld", was tatsächlich in irgendwelchen Büchern auf der Haben-Seite steht. Schon alleine durch Zinsen werden Geldwerte geschaffen, die es real überhaupt nicht gibt. Wenn ich jmd 5€ gebe, wie soll sich das Geld denn dann künstlich so vermehren, dass er mir dafür morgen 7€ geben kann? Er muss sich die fehlenden 2€ doch von irgendjemand anderem beschaffen oder sie sich leihen. Leiht er sich die, schuldet er jemand anderem am nächsten Tag wieder Geld, der dafür auch mehr sehen will, usw. Alleine sich dieses einfach Prinzip vor Augen zu halten, demaskiert das Finanzsystem.

Letztendlich ist das System auf kurz oder lang dem Untergang geweiht. Wenn sich jeder Bürger in Deutschland das Geld, welches er auf dem Konto seiner Bank lagert, in Bargeld auszahlen lassen wollte, würde er eine totale Systemkrise hervorrufen. Die Banken könnten das Geld nicht herausgeben, weil sie es selbst gar nicht haben. Arme Griechen. Das Finanzsystem ist eine faschistoide, menschenverachtende Ideologie, deutsche Unternehmen profitieren immens an dem, was dort in Griechenland passiert und passiert ist. Die Hakenkreuze muss man deshalb nicht gutheißen, zumal sie mit "Deutschland" gleichgesetzt werden, viele deutsche Staatsangehörige davon aber ebenfalls betroffen sind (siehe Niedriglöhne zur Finanzierung der Exportwirtschaft) . Einige werden auch sagen, Don't hate the player, hate the game. Aber Solidarität mit den griechischen Opfern ist angebracht.
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Friedel Funkhelm

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1256 am: 23.Juli 2011, 22:20:18 »

Im Falle von Amy Winehouse kann ich nur sagen: Selber schuld.

Ah ja. Du weißt natürlich bescheid. Ich finds einfach nur beschissen, Drogenabhängige als selber schuld zu bezeichnen.

Naja, niemand wird gezwungen Drogen zu nehmen, aber ich sag mal so: Sie sind ein immer gern genommenes Mittel um im Kleinen gegen die Gesellschaft zu rebellieren und manch einer verliert dann leider die Kontrolle... Daher: Nicht unbedingt "selber Schuld", eher "dumm gelaufen".

Der Typ hat an einem Nachmittag mehr Leute umgebracht als die RAF in ihrer gesamten Wirkungszeit.

Whow, whow, whow, mal bitte keine unqualifizierten Vergleiche anstellen bitte! Von der RAF mag man ja halten, was man will, aber Kinder abkzunallen ist nochmal ne völlig andere Qualität!


Und Amy... you lived fast, you died young... R.I.P. (Meine Mucke war's nicht, aber cool fand ich sie irgendwie trotzdem: unkonventionell, ein Anti-Superstar)

Ja, aber die RAF galt als Gefahr schlechthin, während dieser Typ jetzt nur als armer Irrer hingestellt wird. - Nee, dieser Typ wusste genau, was er machte. Aber den Zusammenhang zwischen Rechtspopulismus und christlichem Fundamentalimus möchte plötzlich niemand wahrhaben.

Dass dieser Typ berechnend gehandelt hat, will ich auch garnicht bestreiten. Ich wollte nur klarstellen, dass du RAF und diesen Typen einfach mal nicht in die gleiche Liga stecken kannst. Es ist schon ein Unterschied, ob ich erwachsene Menschen mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung für ihr Handeln zur Verantwortung ziehe (bitte wertfrei zu betrachten) oder ob ich dahingehend völlig unschuldige Menschen quasi "prophylaktisch" ausradiere.

@Konni: Ey, es ist Sonnabend und es läuft Fußball! ^^
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"Ein Lothar Matthäus hat es nicht nötig von sich in der dritten Person zu sprechen." (L. Matthäus)

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1257 am: 23.Juli 2011, 22:32:44 »

Im Falle von Amy Winehouse kann ich nur sagen: Selber schuld.

Ah ja. Du weißt natürlich bescheid. Ich finds einfach nur beschissen, Drogenabhängige als selber schuld zu bezeichnen.

Ich wollte dies nicht auf alle Drogenabhängige verallgemeinern.
Aber Amy Winehouse hat bereits eine Entziehungskur hinter sich und wusste, was sie da macht. Zudem wurde sie sicherlich nicht in ihrer Sucht allein gelassen.
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Zu weit exitiert nur in deinem Kopf

Dr. Gonzo

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1258 am: 23.Juli 2011, 22:40:01 »

Guter Beitrag Konni. Auch wenn ich nicht in jedem Punkt deiner Meinung bist, zeigst du hervorragend auf, wie das System funktioniert und warum es nicht ewig so weiterlaufen wird.
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Pneu

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #1259 am: 23.Juli 2011, 22:42:10 »

@Konni: sehr guter Beitrag. Schade dass wir uns das alles anschauen müssen und irgendwie nichts tun können dagegen.
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