Wirklich sehr gute Beiträge allenthalb.
Was emotionale Bildung respektive Umgang angeht liegt die Verantwortung natürlich in erster Linie bei den Eltern. Doch genau da haben wir doch bereits eines von zwei Problemen.
Wir orientieren uns bewusst und unterbewusst immer an unseren Eltern. Sie gelten je nach Phase als Vorbild, sreitbare Figur oder Unterstützer, Rückhalt und Mahner.
Doch wievele wachsen denn noch in der eigentlichen Familie auf. Das gewaltigste Problem unserer Gesellschaft ist der Verfall der Werte. Die Ursachen sind Reizüberflutung, Globalisierung, Überemanzipation und zu viele Singles.
Wie ihr schon festgehalten habt, versucht heute jeder immer mit dem anderen zu konkurieren, was man allein daran sieht, dass Frauen heutzutage zu einem viel größeren Anteil Karriere machen wollen, als in der Vergangenheit.
Dagegen ist prinzipiell nichts zu sagen, aber es zieht einen Rattenschwanz nach sich.
Durch diese Veränderung kommt es zu weniger Eheschließungen, weniger Partnerschaften und mehr Scheidungen.
Für die Erziehung von Kindern sind die Frauen der entscheidende Faktor, da sie eben viel geeigneter sind um sie emotional aufs Leben vorzubereiten.
Ich will nicht sagen dass Mütter heute diese Rolle nicht mehr einnehmen. Aber dadurch das wir eben weniger Paare mit Kindern haben, ist eine Dezimierung die logische Schlußfolgerung.
Stellen wir uns einfach mal vor, Frauen würden weitaus weniger ins Arbeitsleben gehen und auf Karriere verzichten und sich stattdessen um Heim und Kinder kümmern. Was hätten wir dann?
Wir hätten mehr Ehen und Partnerschaften, mehr Kinder und vor allem mehr anständig erzogene Kinder. Ferner dürfen die Kinder doch häufig gar nicht mehr richtig Kind sein. Sie werden in Terminkalender gezwengt, da ihre Eltern auch nicht immer Zeit haben. Sie sollen ins Turnen, ein Instrument spielen und dies und das. Das ist auch gut, aber es wird immer früher und immer mehr. Wenn heute Kinder nach einer gewissen Zeit nicht schon Mama oder Papa sagen, geht doch schon die Panik los. Oder wenn die Tochter nach 4 Monaten schon Mama sagt, heißt es gleich hochbegabt. Ist doch völlig egal. Lasst die Kinder doch eine völlig entspannte Entwicklung nehmen. Das einzige worin man sie zwängen sollte sind einige Regeln, Grenzen und Gummistiefel

Darüberhinaus hätten wir weniger Erwerbslose und Menschen mit Burnout und Depression, da ihre Jobs weniger gefährdet wären. Warum wohl gibts weniger derartige Erkrankungen bei den Dachdeckern, Drehern, Zimmermännern etc als im Vergleich dazu bei Dienstleistungen, Vertrieblern usw
Na weil letztere Berufe sind, in denen sich beide Geschlechter tummeln und die Möglichkeit des Austauschens schnell gegeben ist, bis auf den Pflegebereich inklusive Krankenschwestern.
Wo haben wir denn unseren Fachkräftemangel??
Zurück zur Erziehung gekoppelt an Werte. Es ist doch einfach furchtbar wie sich die Gesellschaft heute teilweise benimmt. Es wird in öffentlichen Verkehrmitteln laut herumtelefoniert, man hört anstelle von 'ich' nur noch 'isch' und anstelle von 'mich' nur noch 'misch'.
In Sachsen wäre das ja in Ordnung

, aber in den Breitengraden welche ich bereise, stellt das einen Mangel an Bildung dar.
Genau diese ist der Schlüssel zu vielen aktuellen Problemen. Je weniger davon, desto mehr Problematiken.
Es geht weiter mit der Freundlichkeit und Anstand.
Wenn ich in Bayern in der Kleinstadt mit 25.000 Einwohnern joggen gehe, dann grüßt
JEDER. Egal ob er, in meinem Rücken ankommend, mit dem Fahrrad an mir vorbeiradelt oder joggt oder spaziert.
Wenn ich in Mainz an der Rheinpromenade jogge, grüßt maximal jede vierte Joggerin, ansonsten kein Mensch.
Da sind wir wieder bei dem Punkt Reizüberflutung gekoppelt an Abstumpfung und Werteverfall. Dieses Simple Beispiel zeigt den Vergleich Großstadt (Reizüberflutung) und Kleinstadt.
Weiter gehts mit Globalisierung. In fast jedem Land der Welt gibt es Rassenproblematik. Sie äussert sich nur unterschiedlich.
Denke ich kann mir da eine Meinung erlauben, da ich ein Produkt aus zwei Familienstammbäumen bin das auf der einen Seite aus einer Gastarbeiterfamilie besteht und auf der anderen aus einem Wehrmachtsoldat im zweiten Weltkrieg (unter anderem Russlandfeldzug).
Wir haben jedenfalls viel zu viele Immigranten(was natürlich auch wieder zum Verlust von Arbeitsplätzen für in Deutschland geborene Arbeitnehmer führt).
Multi-Kulti ist eine sehr positive Sache, aber führt leider immer wieder zu Konflikten. Da immer nur eine Minderheit gewillt ist sich mit der anderen Kultur nachhaltig zu beschäftigen, landen wir immer wieder im Minenfeld der Vorurteile und des Hasses. Wenn man sich wünscht, dass Einwanderung etwas geringer ausfällt, dann bedeutet dass nicht das eine oder einer gleich Rechtsradikal ist oder das man andere Rassen als minderwertig ansieht.
Wie einige schon richtig bemerkten, sollte man sich mit der Vergangenheit seines Landes beschäftigen und Dinge wie das dritte Reich und seine Verbrechen immer wieder thematisieren, damit sich so etwas schreckliches nie mehr wiederholt.
ABER die Deutschen trauen sich aufgrund ihrer Vergangenheit nahezu in keinem Bereich einen Riegel vorzuschieben. Plötzlich besteht halb Osteuropa nur noch aus politischen Flüchlingen. Ich überteibe jetzt mal bewusst.
Deutschland lässt sich nicht nur auf politischer Ebene abzocken, sondern auch im täglichen Leben. Und keiner traut sich dagegen zu begehren, aufgrund der ach so schlimmen Vergangenheit. Was kann die heutige Generation dafür? Nichts!
Müssen wir uns jetzt tatenlos die bulgarischen und rumänischen Zigeuner in den Fußgängerzonen ansehen, welche (leider erfolgreich) ahnungslosen Passanten eine Behinderung vorgaukeln, um sich dann Abends (wenn sie sich unbeobachtet fühlen) wieder ganz normal aufrichten, kurz bevor sie von einem Auto abgeholt werden um die Einnahmen abzugeben?

?
Oder müssen wir es hinnehmen das die Handy- und Smartphone Mafia mit gefälschten Ausweisen, Papieren und Bankkarten versucht Telefone und Elektronik abzuzocken und eingegangene Vertragsverhältnisse oder Finanzierungen in den nächsten Mülleimer schmeißen? Ach es gibt so viele Beispiele.........
Klar, Menschen die hier geboren wurden machen das auch, aber ich greife nur ein paar Themen raus.
Im Prinzip geht es mir darum zu sagen das die Deutschen sich nicht alles gefallen lassen und jeden aufnehmen müssen, nur weil sie ein finsteres Kapitel in der Geschichte willentlich nicht schließen.
Wir zahlen so viel Steuer dürfen aber kaum etwas mitentscheiden. Wir dürfen nur alle paar Jahre eine Partei wählen, die uns in der Zwischenzeit das blaue vom Himmel erzählt(genau wie jegliche Werbemaschinerie im TV oder auf Werbeblättchen) um hernach doch kaum was davon umzusetzten oder im schlimmsten Fall sogar das Gegenteil.
Nun komme ich zum Druck in der Arbeitswelt um wieder zum Thema der emotionalen Wracks zurückzukehren.
In vielen Berufsfeldern gehts heutzutage nur noch um Zahlen, Rendite, Gewinnmaximierung und Dividenden. Der Druck in den Unternehmen wird immer von oben ausgebüt, was dazu führt das man meistens immer nur auf seinen direkten Vorgesetzen schlecht zu sprechen ist. Logischerweise ist der Druck ganz unten am Größten und zugleich sind dort die Existenzen am wackeligsten. Das ist ein übler Cocktail.
Die Arbeitnehmer werden in vielen Unternehmen gerne regelmäßg ausgetauscht, weil sie teils wirklich ausgebrannt sind oder einfach nicht mehr mit Begeisterung gewillt sind die schwachsinnigen Zielsetzung(welche so hoch angelegt sind, das sie eh kaum erreicht werden können....aber so bleibt der Angestellte immer schön unter Strom) mitzutragen, wie noch zu Anfang.
Bist du ganz unten, bist du eine Marionette. Steigst du eine Stufe weiter, bist du eine Marionette mit Verantwortung usw und sofort.
Plötzlich sitzt du bei einem Vortrag eines Managertyp-Job-Hoppers, der im van Laack Hemd und im Canali Anzug davon erzählt das dieses vorgestellte Produkt doch das beste überhaupt ist. Das wäre in Ordnung, wenn nicht genau dieser Mensch Monate vorher das gleiche über ein ähnliches Produkt erzählte, als er noch für die Konkurrenz arbeitete.
In der heutigen Arbeitswelt fehlt die individuelle Betrachtungsweise. Jeder wird gleich behandelt. Doch das funktioniert nicht. Der eine braucht Druck, damit er den Arsch hoch bekommt. Der andere jedoch braucht Vertrauen um sein bestes Niveau zu erreichen. Wie im Fussball.
Schnelllebigkeit ist das Gift, welches unsere Gesellschaft unterwandert. Rücksichtnahme ist häufig fehl am Platz und ihr Fehlen eine Ursache der emotionalen Verarmung oder soll ich sagen Verrohung.
Warum treten die psychischen Erkrankungen meist bei den Menschen auf die eben mit Menschen den meisten Umgang haben? Weil sie den ganzen emotionalen Müll aufnehmen, ja aufnehmen müssen. Es geht gar nicht anders.
Wenn du jeden Tag nach der Arbeit nur noch mental fix und fertig bist läuft was falsch.
Es geht weiter mit den wahnwitzigen Öffnungszeiten. Es wird immer noch früher geöffnet und noch später geschlossen. Wozu?



? Weil dann so viel mehr Umsatz gemacht wird? Ne is klar
Amerikanisierung und Anglizismen beherrschen uns. Der Verlust der eigenen Sprache ist schon viel zu weit fortgeschritten(wir sind häufig umgeben von mangelhaftem Satzbau und ähhh ähhh).
Wir sollten alle Englisch beherrschen, aber muss ich deshalb hunderte Wörter einfach in meiner Sprache einfach austauschen.
Unsere Gesellschaft hat jedenfalls ein gewaltiges Problem, welches aber viel zu wenige wahrhaben wollen und viele überhaupt nicht wahrnehmen können.
Ich brauche nur auf Facebook zu gucken wo mir meinetwegen sofort ein Kommentar entgegenspringt indem jemand berichtet, dass er eben seinen persönlichen 'hintereinander Niesen' mit 21x eingestellt hat. Das einmal als willkürliches Beispiel.
Sicherlich polarisiere ich mit meinem Post jetzt und es werden einige aufschreien. Doch das ist die Quintessenz der letzten 10 Jahre. Und während ich das schreibe bemerke ich, dass es zeitlich mit der Einführung des Euro und dem öffnen der Grenzen wenig später, einher geht.