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Autor Thema: Allgemeine Nachrichten  (Gelesen 2134072 mal)

Tim Twain

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7000 am: 04.Juli 2017, 21:32:44 »

Wenn ich schon bei der lieben CDU bin:

-Generalsekräter Peter Tauber auf Twitter in Anspielung auf das SPD-Wahlprogramm: "Vollbeschäftigung ist besser als Gerechtigkeit."
-ein User: "Heißt das jetzt drei Minijobs für mich?"
-Tauber: "Wenn Sie was richtiges gelernt haben, brauchen Sie keine drei Minijobs."

Da fällt mir dann halt echt nichts mehr zu ein.

"Ich bin der Vater, der Sohn, und der heilige Geist."
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7001 am: 04.Juli 2017, 21:46:43 »

Die Idee, Vollbeschäftigung zu erreichen ist doch eh nichts als heiße Luft, die sich im Wahlkampf gut verkauft. Das wird nie mehr zu erzielen sein, da man allein die strukturelle Arbeitslosigkeit (Stichwort Digitalisierung) nicht einfach wegdiskutieren kann. Wie man ernsthaft so einen Blödsinn verzapfen kann, bleibt mir schleierhaft. Aber wenn man damit 35-40% holt, soll's Recht sein... ::)
Es geht aber halt völlig an der Realität vorbei und man verschließt vor den Herausforderungen der Zukunft die Augen. Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie man immer mehr Arbeitslose - die es zwangsläufig geben wird - sinnvoll beschäftigt und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht, posaunt man was von Vollbeschäftigung durch die Gegend. Und die Leute glauben das auch noch. Man kann gar nicht so viel fressen, wie man... >:( Aber gut, lassen wir das.
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7002 am: 04.Juli 2017, 23:09:40 »

Es kann gar keine Vollbeschäftigung geben, zumindest nicht, solange wir nicht wieder zur Planwirtschaft übergehen. Vor allem sehe ich die Probleme in Deutschland momentan nicht darin das es zu wenig Jobs gibt, sondern das es zuviel schlecht bezahlte Arbeit gibt. Alleine diese Zeitfirmen unart die von der SPD damals eingeführt wurde ist ein Modell das einfach abgeschafft gehört.
Das ist aber recht überspitzt formuliert Fuchs. Automatisierung und Industrie 4.0 kann, wenn es bezahlbar wird, eine Möglichkeit sein neue Jobs zu schaffen. Produktion die aufgrund der Kosten für den normalen Arbeiter ins Ausland verlagert wurden können dadurch auch wieder zurück nach Deutschland verlagert werden, wodurch wiederum neue Jobs entstehen. So gesehen bieten die neue Technologien Chancen und Risiken und es enstehen einfach nur neue Arbeitsstellen, die einfach einen höheren Bildungsgrad benötigen.
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7003 am: 05.Juli 2017, 00:41:00 »

Ich hab mich mit den entsprechenden Statistiken zur Beschäftigung in letzter Zeit oft befasst.
Nicht selten sieht man Städte, die haben x% Arbeitslose und x+3% Unterbeschäftigung. Ergibt sich draus: Es gibt Arbeit, aber die Leute wollen nicht oder haben keine Qualifikation für die Jobs, die es gibt.
Folglich wäre "wenn du was ordentliches gelernt hast, musst du keine 3 Minijobs machen" irgendwo richtig.
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BlueSnakeRD

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7004 am: 05.Juli 2017, 07:39:42 »

Zuerst gesagt: Freut mich, dass wir - trotz oft sehr auseinandergehender Meinungen - sehr nüchtern über die emotionale Thematik sprechen können. :-)

Ja, "irgendwo richtig" ist es schon. Es ist ja nicht so, dass das eigene Talent gepaart mit Arbeitsethik keine Rolle spielen würden. Wer das in Abrede stellt, macht es sich halt auch zu einfach.

Was jedoch stimmt, ist, dass wir zusätzlich zur natürlichen Arbeitslosigkeit (selbst bei Vollbeschäftigung gäbe es ja ein paar Arbeitslose, einfach weil einer nicht will, einer nicht kann und einer grad den Job verloren hat und erst einen neuen antreten muss) uns mit der Leiharbeit und inzwischen Werksvertragssache weit über die ungelernten Arbeiter hinaus ein Problem geschaffen haben. Spätestens wenn ich daran denke, dass man "früher" mit dem Friseurgeld sich mehr leisten konnte ohne mehr als heute eigentlich zu verdienen, wird einem schwindelig - alles hängt halt mit allem zusammen. Letztendlich sind Leiharbeit und Werkverträge ja nur solange erfolgreich, wie ich einen Arbeitskräfteüberangebot habe. Wer tut sich das als Sklaven gehalten werdende System an, wenn er nicht MÜSSTE und die Firma ihn trotzdem dringend BRÄUCHTE...

...was mich zu einer interessanten Begebenheit bringt. Meine Schwiegermutter in spe, ihres Zeichens Arztgattin, sucht verzweifelt zwei Arzthelferinnen - weil zwei aus verschiedenen Gründen die Praxis verlassen. Gut verdienen tut eine Arzthelferin nicht, leidet aber auch keinen Hunger. Ihr ernsthaftes Problem ist nun, dass die jungen Arzthelfer es sich in Baden Württemberg inzwischen aussuchen können, wohin sie nach der Lehre gehen. Es hat sich halt rumgesprochen, dass man da nicht mit reich wird und dann suchst du die fleißigen die es TROTZDEM machen wollen wie die Nadel im Heuhaufen. Die Bewerber die sie dann größtenteils bekommt, haben irgendwo Lücken im Lebenslauf, Brüche, dauernd die Stelle gewechselt - lauter so Sachen, die einem Personaler die Nackenhaare hochstellen - und mich daran erinnern, wie schön es ist als Selbstständiger mich nicht bewerben zu müssen... 8)

...gleichzeitig lache ich mir das Brett was sie für Bewerber ablehnt. Viele Bewerber haben gar nicht als Arzthelfer gelernt, sondern Krankenschwester oder Ähnliches - haben sich über die Jahre da reingefuchst. Typisch sind Krankenschwestern, die wegen Familie kein Bock mehr auf Schicht haben und lieber weniger Geld in Kauf nehmen, dafür aber familiengerechtere Arbeitszeiten. Das will meine "Mutti" noch nicht so sehen - denn SIE hätte das ja so niemals gemacht. "Damals" hat man was gelernt, hat keine Lebenslaufbrüche und blieb 45 Jahre auf DEM Job.

Wir halten also grob fest: 30-40 Bewerber über 2-3 Monate. Davon die Hälfte brauchbar. Nur halt die 2 oder 3, die klassisch den Weg gegangen sind suchen sich halt aus wohin sie wollen.

Einerseits verstehe ich dass dies "gefühlter Fachkräftemangel" ist - andererseits halt dann doch nicht. Der Unterschied zwischen Schwiegermutti und Tauber ist halt, dass Erstere wenigstens mal da draußen gearbeitet hat und Erfahrungswerte hat - Tauber hat halt nur nachgeplappert. Ist halt doof: Ich werfe auch Niemanden vor "Du Looser" wenn er die Statistikprüfung verhauen hat, wenn man sie selber nicht gepackt hat...

Ähnlich und doch anders bei meinem Vater, der im Fertighausgewerbe arbeitet. Die suchen dringend Elektriker. Die zahlen auch verdammt gut. Das Lustige ist, dass die WIRKLICH gut bezahlen - wenn man auf Montage geht erst recht. Die finden wirklich kaum Jemand, auch zu guten Konditionen. Denen ist aber klar wieso: Anfang/Mitte 2000er war man halt der Depp, wenn man ne Lehre angefangen hat im Handwerksbereich...das kam auch bei den Leuten an...die probieren es jetzt auch mit Umschulern. Bleibt ja sonst nix anderes übrig. Denen hilft ja auch kein arbeitsgeiler Hilfsarbeiter weiter, sie brauchen Leute die zumindest perspektisch den Baustellenverteiler anschließen können und die komplette Haussteuerung programmieren, ohne sich selbst zu grillen. Das ist schon ne Hürde...Fachkräftemangel durchaus gegeben.

Dritter Fall: Kollege arbeitet bei nem großen Automobilzulieferer. Mitte/Ende 2000er haben die viele Abiturienten in die Lehre eingestellt. Man ist ja smart und braucht die "dummen" Realschüler nicht mehr. Konsequenz? Die Abileute schauen sich den Spaß an und merken "Irgendwie ist Dreischicht ja doof und so ein Bürojob ist schon chilliger" - und hauen denen in statistisch signifikanter Anzahl 1-2 Jahre nach der Lehre zum Studium ab. Manche kommen dann wieder als Ingenieure, aber man wollte ja eigentlich die Facharbeiterstellen besetzen. Ätsch. Die sind leer - und man muss doch wieder -  um eine Erfahrung reicher - zu den schulisch "schwächeren" greifen, die aber sehr gerne bleiben weil der Lohn stimmt. Fachkräftemangel (vorübergehend) sich selbst geschaffen.

==> Ich aus meiner Warte erlebe in BW eine lustige Mischung aus Fachkräftemangel und Arbeitswilligenüberschuss. Wahrscheinlich ist das auch ein lokales Phänomen, aber so ganz falsch ist der Spruch nicht: "Wenn du was ordentliches gelernt hast, musst du keine 3 Minijobs machen"...aber eben halt nicht ganz. Mit 50+ bist du aktuell auch bei uns hier im Süden dumm dran, wenn du deinen Job verlierst. Interessant ist, dass studiumtaugliche die sich sagen "ich will was körperliches arbeiten" aktuell recht gute Karten haben...eben solange sie jung genug sind. Desweiteren überlegt sich der ein oder andere der durchaus was in der Birne hat zweimal, ob er sich den Spaß antut. Zumindest kann man sagen, dass ein Ungelernter ein Problem hat - ein Facharbeiter/Studierter aber durchaus inzwischen auch. Es gilt zwar weiterhin Ungelernt = Schwierig nen Job zu bekommen von dem man Leben kann, aber es gilt nicht mehr Gelernt = Alles gut.

Wie hat es der große Philosoph Gernot Hassknecht gesagt, bezogen auf die Bereitschaft der heutigen Generation zu schlecht bezahlten Jobs: "Ich habe in den 50ern für 20 Pfennig die Stunde gearbeitet. Warum? WEIL ICH BLÖD WAR!" :-P

Im Übrigen hat schon der große Menschenfreund, Demokratieliebhaber und Pluralismusförderer, ausgezeichnet mit dem höchsten für Ausländer möglichen Orden des Deutschen Reichs, Henry Ford in seinem Buch "My Lifes Work" schön (sinngemäß) gesagt:

"Fortschritt ist nicht das Problem bezüglich Arbeitslosigkeit. Fortschritt bringt auch neue Arbeit. Blöde ist nur, wenn viele Veränderungen gleichzeitig passieren, sodass der Umbruch zuviel gleichzeitig umwirft."

Wir hatten es ja noch nie in der Form: Früher hat man Menschenjobs durch andere Menschenjobs ersetzt. Maschinen waren Hilfsmittel. Heute ersetze ich den Menschen durch Maschinen komplett. Das ist ein Novum. Ohne Maschinensteuer und Grundeinkommen wird das schwer.

Btw: Als sich der Daimlerchef zur Hochzeit der Flüchtlingswelle hinstelle und die kommenden Facharbeiter begrüßte - da war mir dann klar, wieso unsere "Spitzenmanager" nach China und Co. verlagern und sich dann überrascht wundern, wieso die Qualität und Arbeitsethik eine andere sind - wobei China ja noch halbwegs geht. Ohje, was ich früher für schreckliche Teile aus Ungarn in die Hände bekommen habe.....dafür wäre man bei uns in DE gefeuert worden. Die "Spitzenmanager" checken nicht was sie eigentlich am deutschen Arbeiter haben. Selbst der dümmste Hilfsarbeiter ist hier arbeitstechnisch-arbeitsgeilheitlich-qualitätsmäßíg sehr gut sozialisiert. Das gibt es sonst kaum auf der Welt...
« Letzte Änderung: 05.Juli 2017, 07:45:33 von BlueSnakeRD »
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DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7005 am: 05.Juli 2017, 09:33:15 »

Das ist aber recht überspitzt formuliert Fuchs. Automatisierung und Industrie 4.0 kann, wenn es bezahlbar wird, eine Möglichkeit sein neue Jobs zu schaffen. Produktion die aufgrund der Kosten für den normalen Arbeiter ins Ausland verlagert wurden können dadurch auch wieder zurück nach Deutschland verlagert werden, wodurch wiederum neue Jobs entstehen. So gesehen bieten die neue Technologien Chancen und Risiken und es enstehen einfach nur neue Arbeitsstellen, die einfach einen höheren Bildungsgrad benötigen.

Mag sein, dass das etwas überspitzt formuliert ist, aber der Kern stimmt: durch die Digitalisierung fallen Jobs weg und es wird mehr Arbeitslose geben. Klar bringt die Digitalisierung auch neue Jobs (zurück), aber die werden nicht die alten 1:1 ersetzen. Damit meine ich nicht im Sinne der Tätigkeit, das ist klar, sondern im Sinne der benötigten Arbeitskräfte. Wie du ja schon gesagt hast, benötigen diese neuen Jobs aber Leute mit einem höheren Bildungsgrad - oder sagen wir einfach mal: mit einer anderen Ausbildung. Einen Ausflug ins Bildungssystem möchte ich mir und auch aber ersparen. Man muss ja nicht gleich noch ein Fass aufmachen... ;)
BlueSnake hat's ja schon geschrieben (interessanter Beispiele übrigens, Danke dafür!), ohne Grundeinkommen wird das schwer werden (über die genaue Ausgestaltung lässt sich natürlich streiten).
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7006 am: 05.Juli 2017, 11:35:18 »

gekürzt weil Lang, werde mich auf "Qualifikation für Stelle X", vor Allem die Nummer mit der Schwiegermutter, beziehen.
Aber auch sonst ein sehr interessanter und lesenswerter Beitrag, dem ich nahezu komplett zustimme.
Ich erlebe es ja gerade quasi von der anderen Seite. Als Historiker nen Job zu finden ist nicht einfach, also versuche ich auf andere "Branchen" Auszuweichen. "Fancy Start Ups" sind überhaupt nicht mein Ding, da würde ich den ganzen Tag Chef und Kollegen verprügeln wollen. Beamter beim deutschen Staat wird schwierig weil Schulden. Und dann hat man die Typen, die fachfremde Hochschulabsolventen gerne einstellen schon. Ein duales Studium in nem anderen Fachbereich machen - das bietet sich noch an und ist für mich aktuell eine sehr realistische Möglichkeit, für die Eisntellung jetzt im Herbst/Winter bin ich aber schon zu spät.
IT-Bereich geht quasi nur mit Umschulung, egal wie viel ich weiß und wie viel ich sage "wenn ich was nicht weiß, nach 5-30 Minuten weiß ich es". Aber auch da befinde ich mich in einigermaßen guten Verhandlungen und vielleicht kann ich was in der IT-Sicherheit von - darf ich nicht sagen - bekommen. Lustig ist, dass genau dort Historiker arbeiten. Und ich keine Chance auf nen Job in meiner eigentlichen Fachrichtung da habe.   
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kn0xv1lle

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7007 am: 05.Juli 2017, 11:40:50 »

Nein der stimmt eben nicht. Zumindest nicht für Deutschland. Wenn ein Unternehmen wie Addidas nun entscheidet aufgrund der technischen Möglichkeiten ist es wieder günstiger hier in Deutschland eine Fabrik aufzubauen, dann entstehen so neue Jobs die vorher verloren waren. Zu sagen durch den technischen Fortschritt wird es immer mehr arbeitslose geben ist einfach eine Stammtischparole, da man die Konsequenzen noch gar nicht richtig abschätzen kann. Und seien wir mal ehrlich von selbstfahrenden Busen und Bahnen sind wir noch meilenweit entfernt. Denn da stehen immernoch Gewerkschaften dahinter, die ganz sicher nicht damit einverstanden sind, dass plötzlich ein Großteil ihrer zahlenden Mitglieder arbeitslos werden. Von der Gesetzlichen Machbarkeit ganz abgesehen.

Weiterhin kommt die Akzeptanz hinzu. Ganz oben auf der Gefährdungsliste an Platz 1 und 2, wenn ich mich recht entsinne, der Jobs die durch die Digitalisierung abgelöst werden sind nämlich Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Da wäre die Technologie schon so weit, dass man diese Berufe obsolet machen könnte. Aber ob das letztendlich passiert ist eine ganz andere Frage.

Die Aussage von dem CDU Herren ist dennoch selten dämlich. Natürlich ist jeder selbst dafür verantwortlich wo es hingeht. Das Problem dabei ist aber, dass nicht jeder die gleichen Voraussetzungen hat. Es gibt schon einen Grund warum Kinder aus weniger gebildeten Familien meist auch den gleichen Weg wie ihre Eltern gehen. Auch wenn ich denke, dass man ab einem gewissen Alter sehr wohl etwas für seine zukünftigen Arbeitsmarktchancen machen kann.



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DocSnyder

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7008 am: 05.Juli 2017, 12:44:29 »

Beamter beim deutschen Staat wird schwierig weil Schulden.

Den Punkt verstehe ich nicht ganz...eine Schufa-Auskunft wollte von mir nie jemand. ;)
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7009 am: 05.Juli 2017, 12:47:54 »

Dort wo ich geschaut hatte stand überall in den Voraussetzungen, dass man Schuldenfrei sein muss.
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Tim Twain

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7010 am: 05.Juli 2017, 12:59:40 »

Zitat
Und seien wir mal ehrlich von selbstfahrenden Busen und Bahnen sind wir noch meilenweit entfernt.
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Leland Gaunt

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7011 am: 05.Juli 2017, 13:24:04 »

Die "Spitzenmanager" checken nicht was sie eigentlich am deutschen Arbeiter haben. Selbst der dümmste Hilfsarbeiter ist hier arbeitstechnisch-arbeitsgeilheitlich-qualitätsmäßíg sehr gut sozialisiert. Das gibt es sonst kaum auf der Welt...

Ich würde dir bei fast allem zustimmen, besonders beim letzten Punkt, allerdings da beinahe die junge Generation Hartz ausnehmen wollen.
Es gibt sie tatsächlich, die jungen Erwachsenen, die ein geregeltes Berufsleben von ihren Eltern gar nicht kennen.
Denen ist auch die o.g. Arbeitsmentalität unbekannt.

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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7012 am: 05.Juli 2017, 13:45:09 »

Dort wo ich geschaut hatte stand überall in den Voraussetzungen, dass man Schuldenfrei sein muss.

Jaja, in der freien Wirtschaft wollen se von nem 22-Jährigen auch 8 Jahre Berufserfahrung und 3 Jahre Ausland, plus fließend Hebräisch und Mandarin.

Zitat
Und seien wir mal ehrlich von selbstfahrenden Busen und Bahnen sind wir noch meilenweit entfernt.
Nicht in Bad Birnbach  O0

Da gibts selbstfahrende Busen?  ;D
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kn0xv1lle

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7013 am: 05.Juli 2017, 14:00:10 »

Dort wo ich geschaut hatte stand überall in den Voraussetzungen, dass man Schuldenfrei sein muss.

Jaja, in der freien Wirtschaft wollen se von nem 22-Jährigen auch 8 Jahre Berufserfahrung und 3 Jahre Ausland, plus fließend Hebräisch und Mandarin.

Zitat
Und seien wir mal ehrlich von selbstfahrenden Busen und Bahnen sind wir noch meilenweit entfernt.
Nicht in Bad Birnbach  O0

Da gibts selbstfahrende Busen?  ;D

Ich nehme mal an er meint das hier. http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/pilotprojekt-autonomes-fahren-bad-birnbach-100.html

Wow ein Bus der mit 20kmh vor sich hinrollt. :-D Da ist man mit dem Fahrrad ja schneller. :angel:

Der Artikel zeigt eigentlich ziemlich gut was für Probleme es in diesem Zusammenhang alles noch zu lösen gibt. Einfacher wäre das ganze wahrscheinlich auf der Schiene umzusetzen.
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7014 am: 05.Juli 2017, 14:04:09 »

Dort wo ich geschaut hatte stand überall in den Voraussetzungen, dass man Schuldenfrei sein muss.

Jaja, in der freien Wirtschaft wollen se von nem 22-Jährigen auch 8 Jahre Berufserfahrung und 3 Jahre Ausland, plus fließend Hebräisch und Mandarin.

Zitat
Und seien wir mal ehrlich von selbstfahrenden Busen und Bahnen sind wir noch meilenweit entfernt.
Nicht in Bad Birnbach  O0

Da gibts selbstfahrende Busen?  ;D

Ich nehme mal an er meint das hier. http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/pilotprojekt-autonomes-fahren-bad-birnbach-100.html

Wow ein Bus der mit 20kmh vor sich hinrollt. :-D Da ist man mit dem Fahrrad ja schneller. :angel:

Der Artikel zeigt eigentlich ziemlich gut was für Probleme es in diesem Zusammenhang alles noch zu lösen gibt. Einfacher wäre das ganze wahrscheinlich auf der Schiene umzusetzen.

Mir war schon klar, was er meinte, mir ging es eher um den Rechtschreibfehler von dir, kn0xv1lle. :D
« Letzte Änderung: 05.Juli 2017, 14:31:25 von j4y_z »
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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7015 am: 05.Juli 2017, 14:12:50 »

 ;D ;D Jetzt erst gesehen. Ja selbstfahrende Busen sind auch toll.  ::)
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Ryukage

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7016 am: 05.Juli 2017, 15:21:53 »

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E.Hemingway

DeDaim

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7017 am: 05.Juli 2017, 15:45:33 »

Nein der stimmt eben nicht. Zumindest nicht für Deutschland. Wenn ein Unternehmen wie Addidas nun entscheidet aufgrund der technischen Möglichkeiten ist es wieder günstiger hier in Deutschland eine Fabrik aufzubauen, dann entstehen so neue Jobs die vorher verloren waren. Zu sagen durch den technischen Fortschritt wird es immer mehr arbeitslose geben ist einfach eine Stammtischparole, da man die Konsequenzen noch gar nicht richtig abschätzen kann.

Ich finde es schade, dass du mich in die Nähe von Stammtischparolen rückst. Entweder du missverstehst meinen Punkt, oder wir sind da grundlegend anderer Ansicht. Ich versuche es nochmal anders und differenzierter zu formulieren: Ja, die Digitalisierung birgt auch Chancen und mit großer Sicherheit werden dadurch auch neue Jobs geschaffen. Es ist auch richtig, dass man die Konsequenzen der Digitalisierung noch nicht richtig abschätzen kann.
Andererseits lässt sich auch nicht wegdiskutieren, dass Jobs wegfallen werden. In welchem Ausmaß und vor allem wann, kann man jetzt natürlich noch nicht sagen - aber Szenarien lassen sich sehr wohl erstellen. Die Wirtschaftswoche hat sich darüber hinaus 2015 mal die heutigen Zahlen angesehen. Ich kann natürlich nicht sagen, wie belastbar diese Zahlen sind, aber gehen wir einfach mal davon aus, dass sie stimmen: 4,4 Millionen Arbeitsplätze könnten schon heute (!) ersetzt werden. Wie weit das in Zukunft reichen wird, keine Ahnung. Aber ob der gleiche technische Fortschritt, der diesen 4,4 Millionen Menschen theoretisch schon heute den Arbeitsplatz kosten könnte, auch ebenso viele neue schaffen kann? Das wage ich zu bezweifeln und ich vermute, dass das Gefälle "wegfallende Jobs/neue Jobs" eher zunehmen wird (das ist meine persönliche Einschätzung). Wissen tut das natürlich keiner. In diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung sind verschiedene Positionen ganz gut zusammen gefasst.

Mag sein, dass es alles halb so wild ist, aber die Augen davor zu verschließen und Vollbeschäftigung zu versprechen ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg.
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So long, and thanks for all the fish

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7018 am: 05.Juli 2017, 16:45:14 »

Nein ich habe deine Aussagen nicht in der Richtung Stammtischparole verstanden. Viel mehr ging es mir um das Argument an sich, dass durch die Digitalisierung viele Menschen Arbeitslos werden. Das hört man einfach viel zu oft ohne das sich differenziert damit auseinandergesetzt wird, was für Chancen und Potentiale dahinter stecken können und das eben nicht nur Arbeitsplätze verloren gehen, sondern sich die Arbeitsmarktstruktur verschiebt. Letztlich sind die Prognose zu diesem Thema viel zu wage. Und das Beispiel aus Bad Birnbach zeigt auch, dass dort technisch eben noch vieles nicht ausgereift ist. Ich würde es aber ehrlich gesagt nicht schlimm finden, wenn Jobs  verloren gehen würden, die eine Hirnlose Drohne verrichten könnte.

Das die versprochene "Vollbeschäftigung" nur Wahlkampf gequatsche ist, vor allem da eine Vollbeschäftigung aus Volkswirtschaftlicher Perspektive gar keinen Sinn macht, muss man denke ich nicht weiter ausführen.
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j4y_z

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Re: Allgemeine Nachrichten
« Antwort #7019 am: 05.Juli 2017, 17:14:56 »

Das Problem bei der Digitalisierung ist ja (ich bin mittendrin, wir digitalisieren Kommunen): klar schafft sie auch neue Arbeitsplätze, nur halt nicht (bzw nur bedingt) für diejenigen, deren Arbeitsplatz dadurch weggefallen ist.
Überspitzt gesagt: einen Fabrikarbeiter, dessen Job jetzt von einem Roboter gemacht wird, den schulst du nicht so einfach um zum Roboterprogrammierer.
Ich sage mal, grob geschätzt, dass 50% unserer Kunden als Grund der Digitalisierung mit einem unserer Produkte "Personaleinsparung" angibt. Die anderen 50% "Prozessoptimierung", was, seien wir ehrlich, auch oft darauf hinaus läuft.

Ich würde es aber ehrlich gesagt nicht schlimm finden, wenn Jobs  verloren gehen würden, die eine Hirnlose Drohne verrichten könnte.

Bei dem Satz muss ich schlucken. Das ist fast schon ekelhaft, auch wenn es wahrscheinlich nicht so gemeint war, wie es ankam. Es geht aber in die Richtung Tauber: "Hättest du ein Hirn, würde dir eine Drohne jetzt nicht den Job klauen."
« Letzte Änderung: 05.Juli 2017, 17:19:17 von j4y_z »
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