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| Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread |
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| Zockerbit:
Politik auf einen Taschenrechner zu reduzieren, als wäre es ein Zahlensport ist auch nicht gerade vielsagend. Das die AFD nicht die beste Lösung für jeden Bereich hat, ist richtig. Man sollte aber ebenso erkennen dass der politische Diskurs in diesem Land zunehmend von einem System geprägt ist, der sich auf Konsens & Kompromissen verlassen hat und genau dies viele Menschen frustriert. Wenn man anhand von Wahlergebnissen & Programmen nur die klaren Sieger sehen will übersieht man vor allem die Frage warum immer mehr Menschen aus Protest, anstatt aus Überzeugung wählen? Es geht auch nicht darum, dass Parteien wie die AFD, oder aber auch die Linken, alles richtig machen, oder gar das Richtige vorhaben, sondern dass diese die Unzufriedenheit der Bürger widerspiegeln, die das bisherige System ignoriert und zu weiten Teilen nicht anerkannt hat! Wer dies nicht beachtet, der nimmt den wesentlichen Teil eines politischen Fortschritts. ChatGpt rechnet auch nur nüchtern den Status quo der Parteien und wirft die jeweiligen Programme als trockene Wirtschaftszahlen aus, während hier der Frust der Bürger nicht beachtet werden. Während die Altparteien beispielsweise mit ihren Durchschnittszahlen umherwerfen, weckt bspw. die AFD mit ihren kühnen Zukunftsversprechen genau den Nerv, den die Standards der anderen Parteien schon lange übersehen haben. Nur ist dies eben auch mit mehr Risiko und Drang zu unberechenbaren Ideen verbunden. |
| Henningway:
Da tue ich mich aber ehrlich schwer mit, mich mit der AfD inhaltlich auseinanderzusetzen. Diese Partei bietet ja keine Lösungen an. Sie schreibt in ihr Programm, was der Wähler gerne hören möchte. Nichts anderes sieht man dann überall dort, wo AfDler Bürgermeisterposten übernehmen und unmittelbar grandios scheitern und plötzlich zugeben müssen, dass die Wahlversprechen ja gar nicht durchführbar sind. Wie will man denn mit jemandem diskutieren, der, überspitzt formuliert, die Ausländer remigrieren möchte? Man sollte nicht so naiv sein zu glauben, dass die AfD nur bestimmte Ausländer damit meint. Es würde am Ende so laufen wie in den USA, wo plötzlich Juden umgebracht werde von anderen Juden, weil sie aussehen wie die Zielgruppe der Trump'schen Verfolgungsrhetorik; wo sich Neuntklässer das Leben nehmen, weil Mitschüler sie mit der Deportation mobben. Wenn die Partei unverhohlen in ihr Programm schreibt, dass sie ihre eigenen Wähler am allerstärksten benachteiligen will und die das gar nicht schnallen - wo ist dann die Diskussionsgrundlage? Ja, ich behaupte auch, dass die Flüchtlingspolitik von 2015 in Teilen fragwürdig durchgeführt wurde. Ja, ich meine ebenfalls, dass die Coronapolitik dringend aufgearbeitet gehört. Ja, das Geschmiere mit Cum Ex ist peinlich und verhöhnt das Volk. Aber darüber lässt sich diskutieren. Wo will man das mit der AfD tun, die dann einfach irgendwelche Lügen verbreitet? |
| Addison53:
--- Zitat von: Zockerbit am 26.Februar 2025, 12:21:11 ---ChatGpt rechnet auch nur nüchtern den Status quo der Parteien und wirft die jeweiligen Programme als trockene Wirtschaftszahlen aus, während hier der Frust der Bürger nicht beachtet werden. Während die Altparteien beispielsweise mit ihren Durchschnittszahlen umherwerfen, weckt bspw. die AFD mit ihren kühnen Zukunftsversprechen genau den Nerv, den die Standards der anderen Parteien schon lange übersehen haben. Nur ist dies eben auch mit mehr Risiko und Drang zu unberechenbaren Ideen verbunden. --- Ende Zitat --- Ist eventuell aber gerade deshalb wichtig. "Frust der Bürger" würde doch deutlich mehr ansteigen, wenn Parteien an die Macht kommen die faktisch so gut wie nichts von dem was Sie vorhaben umsetzen können und werden? --- Zitat von: Zockerbit am 26.Februar 2025, 12:21:11 ---Das die AFD nicht die beste Lösung für jeden Bereich hat, ist richtig. Man sollte aber ebenso erkennen dass der politische Diskurs in diesem Land zunehmend von einem System geprägt ist, der sich auf Konsens & Kompromissen verlassen hat und genau dies viele Menschen frustriert. Wenn man anhand von Wahlergebnissen & Programmen nur die klaren Sieger sehen will übersieht man vor allem die Frage warum immer mehr Menschen aus Protest, anstatt aus Überzeugung wählen? --- Ende Zitat --- Für mich hat kein Wähler aus "Überzeugung" gewählt der das Wahlprogramm seiner gewählten Partei nicht durchgelesen und auf Umsetzbarkeit hinterfragt hat. Was ist eine Überzeugung wert, wenn man überzeugt von etwas gelogenem ist? |
| Zockerbit:
Schön, wenn man behauptet, sich nicht mit Inhalten der AfD auseinandersetzen zu müssen, weil sie „nur Wählerwünsche“ bedienen... als ob das Wählerfeedback nicht selbst ein Spiegelbild des gescheiterten & bisherigen Systems wäre. Klar, manche AfD-Bürgermeister haben grandios versagt, aber vielleicht liegt das weniger an der AfD als vielmehr am System, das ihre ehrlichen (wenn auch provokanten) Forderungen schlicht ignoriert. Jedoch, wenn es unbequem wird über Aussagen zu diskutieren, die provokant und herausfordernd sind, dann liegt das daran, dass das Etablierte lieber in seinen altbewährten Floskeln und halben Lösungen verharrt, anstatt den offenen Dialog zu suchen. Bezüglich die pauschale Verunglimpfung von Aussagen wie „Ausländer remigrieren“ ... Wer sagt denn, dass solche Worte nicht nur als Spiegel eines tiefen gesellschaftlichen Missstandes zu verstehen sind, den andere Parteien aus Angst vor Veränderung lieber vertuschen? Es geht nicht darum, Lügen zu verbreiten, sondern darum, unbequeme Wahrheiten anzusprechen, die das Versagen der bisherigen Politik offenbaren. Ein echter Diskurs muss auch die unbequemen Fragen und Visionen beinhalten anstatt sie im Vorgriff als lügenhaft & moralisch höchst ablehnend abzustempeln. Ebenso ist es unvorteilhaft dramatisiert immer auf eine Art ``Horrorsturm`` mit Vergleichen aus den USA zu setzen. So verliert man schnell den Bezug zur Realität. Zielführend ist es jedenfalls nicht jede Diskussion in einem Panikmodus zu führen, wenn man einen offenen Diskurs führen möchte, in denen auch unbequeme Aussagen & Themen hinterfragt werden müssen! Wenn die AfD sofort pauschal als ‚remigrierend‘ abgestempelt wird, überlassen wir uns selbst die Möglichkeit, differenzierter auf die tatsächlichen Probleme einzugehen. Angst und Vorverurteilung bringen uns nicht weiter. --- Zitat ---Wenn die Partei unverhohlen in ihr Programm schreibt, dass sie ihre eigenen Wähler am allerstärksten benachteiligen will und die das gar nicht schnallen - wo ist dann die Diskussionsgrundlage? Ja, ich behaupte auch, dass die Flüchtlingspolitik von 2015 in Teilen fragwürdig durchgeführt wurde. Ja, ich meine ebenfalls, dass die Coronapolitik dringend aufgearbeitet gehört. Ja, das Geschmiere mit Cum Ex ist peinlich und verhöhnt das Volk. Aber darüber lässt sich diskutieren. Wo will man das mit der AfD tun, die dann einfach irgendwelche Lügen verbreitet? --- Ende Zitat --- Pauschal zu behaupten, die AfD wolle ihre eigenen Wähler am stärksten benachteiligen, greift zu kurz. Viele ihrer Forderungen, wie z.B. die Senkung von Steuern oder die Begrenzung von Migration, sprechen direkt die Sorgen und Lebensrealitäten vieler Bürger an. Dass die AfD einfache Antworten auf komplexe Probleme gibt, mag man kritisieren, aber die Frage ist doch: Warum fühlen sich so viele Menschen von den „etablierten“ Parteien nicht mehr vertreten? Wer politische Alternativen nur mit moralischer Empörung abtut, läuft Gefahr die Ursachen zu ignorieren. Statt die AfD und ihre Wähler zu dämonisieren, wäre es klüger, sich zu fragen, warum ausgerechnet sie für viele Menschen als einzige Alternative wahrgenommen wird. |
| m4:
Wenn man sich mit den Inhalten der AFD auseinander setzt, braucht man nur eine einzige Hirnzelle um zu sehen, dass das ein Märchenschloss ist. Dort werden Themen wahllos aneinandergereiht, welche Unmut bei der Bevölkerung auslösen ohne eine gesetzeskonforme oder finanzierbare Lösung aufzuzeigen. Noch besser eigentlich: Themen widersprechen sich inhaltlich teilweise voneinander. Das einzige wo die AFD konkret wird, ist ihr Aufzeigen des rassistischen Gedankengut und der Verherrlichung der Nazi-Zeit. Eine positive Sache muss man der AFD aber lassen... Der Parteiname Alternative für Deutschland ist halt goldwert und zieht automatisch den einen oder anderen Wähler an, der sich mit Politik nicht auseinandersetzt und nutzt die Unzufriedenheit gegenüber den etablierten Parteien maximal aus (deren gztes Recht). Des Weiteren verbreitet die AFD regelmäßig clevere Zusammenschnitte von Aussagen, welche andere Politiker leisten und die sich widersprechen (bspw. geht in den sozialen Medien Marz Aussage über Grenzkontrolle vor der Wahl und die Absage der Grenzschließung nach der Wahl steil), was gegenübergestellt auf den ersten Blick wieder Unmut schürt. Da die wenigsten sich die Mühe machen das zu hinterfragen, fällt kaum jemanden auf, dass Merz NIE von GrenzSCHLIEßUNGEN gesprochen hat, sondern von GrenzKONTROLLEN, welche nichts mit einer Schließung zu tun haben. Trotzdem gibt es etliche Wähler, die bei der Aussage Steil gehen.... Ich persönlich kann absolut nicht nachvollziehen, wieso man in irgendeiner Form die AFD in Schutz nehmen kann, da Sie nachweislich rassistisch und demokratiegefährdend ist. Die Parallelen zur NSDAP sind erschreckend... Dazu für interessierte ein interessanter Link:https://datajournal.org/schon-wieder/ |
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