In der Politikwissenschaft und Soziologie ist die Zivilgesellschaft...
Wir sind hier aber nicht im wissenschaftlichen Seminar, zumal ich Zivilgesellschaft in "" gesetzt habe, um zum Ausdruck zu bringen, dass diese Leute NICHT die Zivilgesellschaft repräsentieren. Ich bin eigentlich der Meinung, dass man meine Aussagen ganz gut verstehen konnte, wenn man denn wollte.
Ne, bei allem Respekt. So einfach geht das nicht. Du unterstellst mir öfters, dass ich nicht verstehe, suggerieren würde, frei erfinden würde. Du machst das ja schon wieder "wenn man den wollte". Ich kann dir garantieren das das nie mit Absicht passiert. Überhaupt, als ob ich so viel Zeit aufwenden würde, nur um dich zu trollen - oder wie du das auch immer nennen würdest. Ich gebe zu, dass ich sicher öfters nachfragen könnte. Ich habe angekündigt, dass ich das jetzt versuchen werde. Das wird unsere Diskussion in Zukunft aber nicht zielgerichteter machen, falls es überhaupt funktioniert. Du beschwerst dich auch bereits im laufenden Text.
Du schreibst einen einzelnen Satz, mit Anführungszeichen und gehst davon aus, dass das schon zu verstehen sei. Das ist schön für dich und sehr optimistisch. Das denken wahrscheinlich die aller meisten Leute von sich. Ich denke eigentlich auch, dass ich ganz gut zu verstehen bin, aber trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass nicht mal der Sinn meiner Absätze bei dir ankommt. Wir reden gerade wieder nur darüber was ich anscheinend hätte schreiben dürfen oder nicht, wie ich dich mit dem Zitat da reinbringe und wie du zu verstehen warst oder nicht. Mein eigentlicher Gedanke und was ich zum Ausdruck bringen wollte ist längst vergessen. Und interessanterweiße erkenne ich an deinen Worten, dass du das gleiche Problem zu haben scheinst.

Dann schreibe doch direkt das Beispiel dazu. Du kannst es doch. Schreib doch oben, dass du genau diese spezifischen Leute auf Demos meinst mit MLPD Fahnen und Co und die für dich nicht zur Zivilgesellschaft dazu gehören.
Was ich daraus mache: "Zivilgesellschaft" ist auch NGO. Es gibt NGOs die gerade gute Arbeit beim Datenschutz machen, was hier ein Nebenthema war. Die sind aber teilweise links und beführworten das Gebrüll oder unterstützen es sogar. Das ist schon sehr doppeldeutig, war mein Punkt. Dann: Drama was gesagt wurde und was nicht. Und Conclusio: Wenn das stimmt, dass die das beführworten, dann ist ihr gesamtes Engagement umsonst, weil unglaubwürdig. Damit löst du meinen Punkt auf. Das war über viele Umwege der Verlauf und damit habe ich meine Antwort. Und jetzt darfst du dir selber beantworten, ob so eine NGO dann Zivilgesellschaft oder "Zivilgesellschaft" ist und ob das Zitat korrekt war. Mir ist es an der Stelle mittlerweile egal.
Es hilft meiner Meinung nach übrigens nicht, dass du zusammenhängende Abschnitte in einzelne Sätze zerlegst und von oben nach unten Satz für Satz beantwortest. Das führt mit dazu, dass wir ohne Ende zerfasern und Nebenbaustelle um Nebenbaustelle aufmachen. Weil wenn du auf jeden Satz spezifisch eingehst mache ich es auch. Zusammhängende Gedanken, die sich über einen Absatz aufbauen und entwickeln gehen sehr häufig verloren. Aber das nur am Rande, ich will dich nicht korrigieren oder so. Poste wie du willst und wie es dir gefällt.
Genauso setze ich "unsere Demokratie" in "", um zum Ausdruck zu bringen, dass es eine Diskrepanz zwischen dem Gebrauch dieser Phrase durch Politiker und meinem Verständnis von unserer Demokratie gibt. Eine Politik, die einen Scheißdreck darauf gibt, was der Souverän will, eine Politik, die meine Bürgerrechte mit Füßen tritt und die mich nur noch als Zahlesel für ihre Geldverprasserei braucht. Nein, danke, das ist nicht mehr meine Demokratie.
Das ist gleich die nächste Frage. Was ist der Souverän für dich? Du nutzt das Wort ja recht häufig. Meinst du so etwas wie Zustimmungswerte oder Zufriedenheit mit der Demokratie im Gesamten oder geht es für dich um Zustimmungen in einzelnen Fragen?
Ansonsten sehe ich es nicht so einseitig wie du. Es ist halt ein Kampf um die Lösung oder den Kompromiss. Aber es gibt nunmal auch den Politiker, der unser Bürgerrechte nicht mit Füßen treten will und der nicht nur einen Zahlesel sucht. Den Souverän auf eine Entität zu verkürzen kann man vorsichtig mit Umfragen und statistischen Meinungen. Die pauschale Geschichte mit dem einen Politiker, der nichts Gutes will und nur Geld braucht und das Volk gängelt und nur an sich denkt lehne ich ab. Politiker kann man vielleicht auf ihre Partei verkürzen. Aber das finde ich manchmal schon schwer. Vor allem, weil es da zum Teil sehr verschiedene Strömungen und Ansichten gibt.
Dann macht mein Zitat vielleicht tatsächlich keinen Sinn.
Wie siehst du denn die Lage im Land? Alles supi, alles paletti und an Problemen sind nur "die Menschen, die schon länger hier leben" Schuld? Oder die Boomer? Oder die "alten weißen Männer"? Nie die Politik und der riesige Elefant im Raum?
Ne, für mich ist nicht alles super paletti im Land auch wenn ich viele Dinge anders sehe als du und sie vor allem nicht ganz so negativ ausdrücken würde. Die Schuldfrage ist nicht an den Wohnort, das Alter oder die Hautfarbe geknüpft. Wieso sollte sie? Aber natürlich ist der Bürger mitschuld. Er ist immerhin der Souverän.

Beim Kernproblem bin ich bei dir: Mindestens 30 Jahre keine ernsthafte Entwicklung bei Infrastruktur, Bildung, Integration, Rentensystem und vielem mehr. Das haben Politiker durch Stillstand ins Hintertreffen geraten lassen und der Bürger war in der Zeit recht zufrieden und hat es geschehen lassen. Und jetzt wachen wir langsam auf und uns fehlt die Initative und der gemeinsame Plan, um aus der Situation zu kommen.
Woran machst du das Offensichtliche fest?
An der dröhnenden Stille. Man stelle sich nur vor, was los gewesen wäre, irgendwelche "Rechten" hätten eine Demo gemacht, auf der sie dann "ganz Sachsen hasst die Grünen" gegröhlt hätten.
Hm? Du hast geschrieben es ist offensichtlich, dass die CDU nicht massenhaft meldet. Ich habe gefragt, was daran offensichtich sei, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass auch Politiker der CDU Meldestellen verwenden. Merz ist ein prominentes Beispiel mit hunderten Meldungen die auch zu Strafanzeigen und zu Hausdurchsuchungen führten.
Aber das Offensichtliche (was meiner Meinung nach falsch ist) wird belegt, weil jemand nicht demonstrieren geht? Verstehe ich nicht.
Warum glaubst du, warum von Rechts oder dem Konservativem keine Lichterketten oder kostenlose Konzerte organisiert werden?
Weil die 1. noch klar im Kopf sind, sie 2. keine Zeit haben, irgendwer muss das viele Geld für die vielen Geschenke der Politik ja ranschaffen und sie 3. keine Lust haben, sich als "Rechte" diffamieren und sich das Leben von irgendwelchen Linksextremen mit zu viel Tagesfreizeit und Langeweile zur Hölle machen zu lassen.
Cool, eins ist ne pauschale Beleidigung gegen jeden der auf so ne Demo geht und trotzdem noch klar im Kopf ist. Nicht überall sind MLPD Fahnen und vielleicht ist es wirklich nur ne friedliche Lichterkette, ein Stadtfest oder ein Konzert. Zweitens ist eine Unterstellung, dass jeder der auf ne linke Demo geht kein Geld verdient und Zeit hat (das Bild der skandierenden ALG2 Empfänger hast du ja schon vorher bedient).
Ich würde sagen, dass die beiden Lager einfach unterschiedliche Kulturen haben und Rechts von sich aus einfach nicht viel auf diese Art mobilisiert sondern eher institutionelle Wege sucht. Aber das Links mehr demonstriert als Rechts und damit lauter wirkt, ist für mich in keiner Weise in Indiz dafür, dass irgendwelche Probleme da sind oder nicht.
Falls ja, welche Unterschiede sind das?
Warum gehst du eigentlich nicht inhaltlich auf postings ein? Es geht bei dir sehr oft um Stil und Ausdrucksweise und die tiefere Bedeutung, die ein Wort haben könnte. Schreibe ich denn so kryptisch, dass mich ein normaler Mensch nicht versteht? Ich finde es extrem mühsam, hier beinahe jedes Wort gleich mehrfach erklären zu müssen.
Dein Stil und dein Ausdruck sind mir herzlich egal. Es geht mir darum, dass ich deine Gedanken und dein Aussage verstehen will. Außerdem bist in die semantische Interpretation eingestiegen und hast mir mehrmals gesagt ich würde dich absichtlich falsch verstehen oder dir Sachen unterstellen wollen und hast mich aufgefordert ich solle mehr nachfragen.
Hier beide Sätze hinereinander:
"(Wie war das eigentlich noch gleich mit Hass und Hetze? Nur selektiv schlimm?)"
Hass gegen die CDU zieht offensichtlich keine tausenden Anzeigen bei Meldeportalen nach sich, keine aufgeregten Medienberichte, keine Lichterketten und kostenlose Konzerte gegen "Hass"."
Hass und Hetze ist immer schlimm.
Es ist belegt, dass Hass gegen die CDU existiert und gemeldet wird (siehe oben). Soviel dazu, was offensichtlich nicht passiert. Das was hier offensichtlich ist und wie du das mit einer dröhnenden Stille zusammen bringst verstehe ich wirklich nicht. Fordest du, dass die Linke ne Lichterkette macht, weil die CDU beleidigt wurde? Es wirkt auf mich als würdest du auf eine Doppelmoral (Nur selektiv schlimm?) hinweisen, weil die Linke den Hass gegen die CDU verharmlost in dem sie ruhig bleibt?
Das die Linke bei Hass gegen was auch immer auf die Straße geht und bei Hass gegen die CDU nicht ist doch kein Ausdruck oder kein Beweis dafür, dass dieser Hass existiert oder nicht, oder, dass er unterschiedliche Qualitäten hat. Schonmal die Beleidsbekundungen der Konservativen verfolgt, wenn die Linke Hass erfährt? Die springen da auch nicht wie Engel zur Seite und skandieren, dass Hass furchtbar ist und unsere Gesellschaft spaltet: Lasst bitte die Linken in Ruhe.
Es wird doch auf beiden Seiten gegenseitig nichts gegönnt, Dinge verharmlost oder unheimlich aufgepauscht, verhöhnt und niedergemacht. Da ist doch links wie rechts gleich. Dazu kommt noch dass rechts = rechtsextrem ist und links = linksextrem und fertig ist die gespaltene Gesellschaft in der man nur noch die Lagerzugehörigkeit klären muss und dann ist das Gespräch beendet. Ach, du bist Links? Und schon hat man das Bild vor Augen, wie ein MLPD-Fahne schwingender ALG2 Empfänger, der nicht klar im Kopf ist, "ACAB"-rufend und Hass erfüllt über den Platz rennt, die CDU antidemokratisch betitelt und den Sozialismus einführen will.
Das ist gut für dich.
Jetzt weiß ich nur immer noch nicht, wo ich so etwas finde. In den Medien, die ich halbwegs regelmäßig konsumiere (Lokalblatt, RP, FAZ, Spiegel, Zeit, Focus, ab und zu taz) konnte ich so etwas nicht lesen. Ich habe zwar einen Account bei Twitter, halte mich aber meistens fern.
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2025/kw26-de-nichtregierungsorganisationen-1084814^ Sowas ist der Aufhänger.
https://taz.de/Rechte-Kampagnen/!6114735/https://www.welt.de/politik/article68bcb2f172019652f128c914/Carsten-Linnemann-fordert-Ueberpruefung-von-Foerdermitteln-fuer-NGOs-Das-geht-gar-nicht.htmlUnd natürlich hast du das je nach Spektrum die Beurteilung. Je weiter links desto besser sind alle NGOs und je weiter rechts desto schlimmer sind alle NGOs. TAZ pro, Welt eher contra, FAZ eher ausgeglichen würde ich sagen.
Und geh mal auf Welt.de und lese dir x-beliebige Kommentarspalten zur Innenpolitik durch. Da zieht sich das wie ein roter Faden durch. Ich sage wertungsfrei, dass das ne Erzählung ist. Aber es ist halt auch nicht belegt, dass NGOs systematisch der verlängerte Arm der Regierung sind, eine Schattengesellschaft darstellen oder ein großes finanzielles System der Bereicherung sind. Wenn es so wäre, müssten meiner Meinung nach mit jedem Parteiwechsel die bezuschussten NGOs wechseln. Das sie konstant bleiben spricht für mich etwas gegen diese Erzählung.
Verkürzt wird entweder gefordert, dass die Finanzierung eingestellt werden muss. Dabei wird nicht reflektiert, was die Gesellschaft für das Geld bekommt. Es ist häufig auch so, dass NGOs hoheitliche Aufgaben des Staats übernehmen und die Abhängigkeit eher in Richtung der NGO geht. In verschärfter Form wird gefordert, dass die NGOs direkt weg sollten. Und natürlich, wie häufig üblich, ohne oder mit sehr wenig Einschränkung einfach nur NGOs, kein Filter, keine Gruppierung, keine Eingrenzung.
Das finde ich schade, weil hier viel guter soziales, gesellschaftliches Engagement über einen Kamm geschert wird und dadurch der wichtige Beitrag, den viele NGOs für Bildung, Umwelt, soziale Gerechtigkeit oder humanitäre Hilfe leisten, leicht übersehen oder untergraben wird.
Wie sind wir darauf gekommen?
Davon ist bei mir geblieben, dass Merz wieder den Schwanz eingezogen hat und selbst fragwürdige NGOs weiter finanziert werden.
Welche Aussage von vor den Wahlen hat Merz eigentlich nicht ins Gegenteil verkehrt? Einzig bei den Grenzkontrollen hat er Wort gehalten. "Links ist vorbei" LOL. Links zerrt ihn am Nasenring durch die Manege und das wird immer schlimmer werden, weil die Union in Zukunft wohl immer mehr linke Parteien als Koalitionspartner brauchen wird. MeckPomm wird interessant, vermutlich wird sich die CDU dort mit der Linkspartei ins Bett legen, verbrämt wird das dann vermutlich als Opfer, dass man für "unsere Demokratie" bringen muss.
Aber er hat sich ja jetzt auf dem Parteitag in Stuttgart entschuldigt. :-P
Wenn eine zutiefst demokratische Partei wie die CDU lautstark und zigtausendfach gehasst wird, dann sind diese Leute imA. komplett antidemokratisch unterwegs und kein bisschen besser als die AfD. Eskaliert ist da nur der "Kampf gegen Rechts".
Da widerspreche ich.
Würdest du sagen, dass der Hass gegen die Grünen schwächer ist? Oder ist es okay, weil man den nicht lautstark auf der Straße sieht? Oder ist die Grüne keine zutiefst demokratische Partei?
Ich würde sagen, man darf jede Partei hassen und spricht damit weder ihnen noch sich selbst das demokratisch sein ab. Du hast doch schon selber gesagt, dass Hass ein total schwammiges Wort ist. Letztendlich ist Hass ein Gefühl und wie soll ein Gefühl antidemokratisch machen? Wenn Hass kippt und dazu führt, dass man die demokratischen Prinzipien und Regeln nicht mehr beachtet oder der Hass in Gewalt, Drohungen, Beleidigung und so weiter mündet ist es vorbei mit dem demokratisch sein.
Es ist halt nicht cool. Hass führt zu den Problemen die ich oben genannt habe. Wenn man hasst ist es schwer in einen Dialog zu kommen und sich auszutauschen mit allen Problemen die das mit sich führt.