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Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
Signor Rossi:
--- Zitat von: Viking am 27.März 2026, 16:23:33 ---Gleichzeitig eröffnet BASF erstmal ein Werk in China.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/basf-china-werk-zhanjiang-100.html
--- Ende Zitat ---
So etwas wird es in Zukunft noch viel öfter zu lesen geben. Hier werden Werke geschlossen, in China, den USA oder Osteuropa neu eröffnet. Deutschland wird zum Armenhaus Europas werden, weil man die Industrie vertreibt und gleichzeitig die jungen Menschen dumm und dümmer macht, schulisch gibt es ja auch keine Ansprüche mehr, jeder muss "abgeholt" werden und Abitur machen.
Noch könnte man die Bremse reinhauen und einen Kurswechsel vornehmen, die Zeit läuft aber immer schneller ab, je mehr Industrie abwandert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Arbeitslosenzahlen explodieren, weil man eben nicht jeden in den Vorruhestand schicken kann, und weil keine neuen Arbeitsplätze mehr in großer Zahl geschaffen werden, weil die Rahmenbedingungen anderswo viel besser sind. Von der fast schon feindseligen Atmosphäre gegen Investoren, Unternehmer und Arbeitgeber in D im Allgemeinen und einer Regierungspartei im Speziellen mal ganz zu schweigen. Angesichts unserer regierenden Politiker habe ich daher große Zweifel, dass so ein Kurswechsel stattfinden wird.
Mit immer mehr Arbeitslosen explodieren die Kosten in den Sozialsystemen, bei gleichzeitig immer geringeren Einnahmen. Also belastet man die, die noch Arbeit haben, immer stärker. Mit der Folge, dass sich Arbeit immer weniger lohnt und noch mehr Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können, was wiederum noch mehr Arbeitslose bedeutet, die Spirale nach unten dreht sich immer schneller.
Das wird ein Absturz, wie ihn die Welt höchstens einmal vor ein paar hundert Jahren gesehen hat, als Spanien vom kolonialen Goldrausch in den Abgrund stürzte. Und da gibt es einige interessante Parallelen: Abhängigkeit von einer Wohlstandsquelle (D: Export), zu wenig Investition und Innovation in den fetten Jahren, Bürokraten (in S: Adel und Klerus) verhindern Strukturreformen, außenpolitische Belastungen (S führte selber viele Kriege) dämpfen die Weltwirtschaft (für eine Exportnation fatal) und erhöhen die Kosten.
Reichtum ist kein immerwährender Zustand, er muss erarbeitet werden, er entsteht durch Innovation, Produktivität, Bildung, Anpassungsfähigkeit und Resilienz. Alles Bereiche, in denen D massivst zurückgefallen ist. Wie will man aus dieser - selbst gegrabenen - tiefen Grube wieder rauskommen?
Signor Rossi:
Hat jemand den Juso-Fritzen bei Lanz gesehen? Der leiert immer noch das Gerechtigkeitsmantra runter und will "die Reichen" mal wieder höher besteuern, bis zu 56% ESt. soll das gehen. Dafür sollen angeblich 90-95% der Bevölkerung von Steuersenkungen profitieren, was ungefähr so wahr ist, wie die 80% der Syrer, die Merz in die Heimat schaffen will, was er ja jetzt angeblich nur deren Präsident nachgeplappert haben will.
Dass die oberen 10% der Einkommen schon für 50% der ESt-Aufkommens sorgen und die unteren 50% zusammen gerade mal 5-7% beitragen, scheint dem jungen Mann unbekannt zu sein. Man kann das natürlich "gerecht" nennen und es mit "starke Schultern tragen mehr" begründen, man darf aber auch der Meinung sein, dass da die Neidschürerei - wie auch bei der Erbschafts- und Vermögenssteuer - eine große Rolle spielt.
Die Steuer- und Abgabenschraube ist am Anschlag, auch für hohe Einkommen (was in D schon bei 90.000 EUR losgeht). Es müssen andere Rezepte her, wichtig wäre es, den Standort Deutschland attraktiv für Investitionen zu machen, dazu braucht es eine massive Senkung künstlich auferlegter Kosten und eine Entbürokratisierung, die vermutlich beispiellos in der Geschichte wäre.
Je mehr die Wirtschaft brummt, desto besser für unseren Sozialstaat. Aber das hat man bei der SPD nie verstanden und bei der CDU scheint dieses Wissen auch verloren zu gehen, wenn selbst ein Kanzler, der aus der Wirtschaft kommt, diesbezüglich nichts auf die Kette bekommt, sondern sich nur in der Außenpolitik profilieren will.
Jetzt will der einflußreiche Arbeitnehmerflügel der SPD, dass die Partei noch linkere Politik macht. Wie soll Merz damit noch koalieren können? Mit wem soll die Union überhaupt noch koalieren können, wenn nur noch linke Parteien, die sich mit immer linkerer Politik gegenseitig überbieten, als Koalitionspartner in Frage kommen?
Die Wähler haben es in der Hand, würden anstatt 26% nur 6% AfD wählen und die anderen 20% bei der Union oder FDP ihr Kreuz machen, gäbe es eine ganz andere Politik in Deutschland. Aber das wiederum verstehen diese Leute nicht, aus Trotz ruiniert man lieber das Land, indem man die Union zwingt, mit linken Parteien zu koalieren. Die diese Zwangslage der Union natürlich genüsslich ausnutzen und rausschlagen, was nur geht, derweil immer mehr Industrie und gut ausgebildete, motivierte Leute dem Land den Rücken zukehren.
Octavianus:
--- Zitat von: Signor Rossi am 01.April 2026, 08:55:56 ---Die Wähler haben es in der Hand, würden anstatt 26% nur 6% AfD wählen und die anderen 20% bei der Union oder FDP ihr Kreuz machen, gäbe es eine ganz andere Politik in Deutschland. Aber das wiederum verstehen diese Leute nicht, aus Trotz ruiniert man lieber das Land, indem man die Union zwingt, mit linken Parteien zu koalieren. Die diese Zwangslage der Union natürlich genüsslich ausnutzen und rausschlagen, was nur geht, derweil immer mehr Industrie und gut ausgebildete, motivierte Leute dem Land den Rücken zukehren.
--- Ende Zitat ---
Höre ich da heraus, dass der Wähler schuld daran ist, dass die Parteien schlechte Politik fürs Land machen?
Ich frage mich in dieser Hinsicht, was man konkret Wählern erzählen soll. Wahlprogramme und Wahlversprechen gehen natürlich damit einher, dass sie die Maximalforderungen einer Partei darstellen. Eine 100%ige Umsetzung darf man nicht erwarten, wird allerdings von vielen Wählern offenbar so angenommen. Das hilft also nicht weiter.
Erzählt man den Wählern, dass in der Vergangenheit Fehler begangen wurden (egal von welcher Partei und egal auf welcher weltpolitischen oder innenpolitischen Grundlage), dann mag das die Fehler der Vergangenheit beleuchten, aber nicht die Frage lösen, wie die Zukunft aussehen soll.
Was also sollte eine Partei tun, die Deutschland in deinen Augen wieder auf den richtigen Weg bringen soll? Welche öffentliche Strategie wünschst du dir? Denn schließlich müssen die Wähler ja überzeugt werden, ein Kreuzchen bei der Partei zu setzen.
Signor Rossi:
--- Zitat von: Octavianus am 01.April 2026, 13:02:54 ---Höre ich da heraus, dass der Wähler schuld daran ist, dass die Parteien schlechte Politik fürs Land machen?
--- Ende Zitat ---
Der AfD-Wähler ist "Schuld" daran, dass die Union mit linken Parteien koalieren muss, weil jeder weiß, dass die Union nicht mit der AfD koaliert. Dass linke Politik meistens auch schlechte Politik ist, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren >:D
--- Zitat ---Ich frage mich in dieser Hinsicht, was man konkret Wählern erzählen soll.
--- Ende Zitat ---
Wie wäre es zur Abwechslung mal mit der Wahrheit, auch wenn sie weh tut?
--- Zitat ---Erzählt man den Wählern, dass in der Vergangenheit Fehler begangen wurden...
--- Ende Zitat ---
Das ist gar nicht nötig, der aktuelle Kanzler ist nicht für die Fehler seiner Vorgänger verantwortlich, er muss die Misere nur ausbaden.
--- Zitat ---Was also sollte eine Partei tun, die Deutschland in deinen Augen wieder auf den richtigen Weg bringen soll?
--- Ende Zitat ---
Ich wäre schon zufrieden, wenn Merz das umsetzen würde, was er gerne vollmundig verkündet und er nicht nach einer Weile das Gegenteil von dem, was er sagt, macht.
Für mich gäbe es drei Prioritäten: 1. die Wirtschaft flottmachen (was vieler Einzelmaßnahmen bedarf), 2. Kahlschlag bei der Bürokratie und 3. Ordnung ins Einwanderungschaos bringen, inkl. Ausschaffungen all derer, deren Schutzgrund entfallen ist oder die hier kriminell werden.
Wenn das ein integrer Politiker sauber kommuniziert, dann sähe ich für so eine Politik auch eine Mehrheit der Wähler. Garantiert ist das natürlich nicht, aber einen Versuch wäre es wert und wenn die Kanzlerschaft dann nur in einer Koalition, in der er seine zentralen Punkte nicht umsetzen kann, möglich wäre, dann würde ich von einem integren Politiker erwarten, dass er verzichtet. Das mag blauäugig sein, aber für mich ist der Kanzler der "erste Diener des Staates", zu diesem Selbstverständnis müssen wir unbedingt wieder zurück. Das Volk ist der Souverän, nicht die Regierung.
Weil es gerade ins Thema passt:
High Noon an der Tankstelle: Spritpreise in Bremen steigen deutlich - buten un binnen
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/spritpreise-bremen-teuer-100.html
Wollte die Regierung nicht die Preise senken? Und war es nicht allen schon vorher klar, dass dieses Instrument völlig untauglich ist?
Was erwarte ich von der Regierung? Dass sie ihre Bürger schützt, die finanziellen Folgen solcher weltweiten Krisen zumindest etwas abfedert. So wie es eigentlich auch jedes Land, außer Deutschland, macht. Sogar Polen senkt die Steuern auf Sprit...
Dukel:
--- Zitat von: Signor Rossi am 01.April 2026, 13:40:47 ---Dass linke Politik meistens auch schlechte Politik ist, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren >:D
--- Ende Zitat ---
Weil so ein Blödsinn nicht stimmt!
Was ist für dich konkret an linker Politik schlecht?
Links = Alle sind gleich viel Wert; Rechts = Die eine Gruppe, Religion, Herkunft, Job, ... ist mehr Wert als die andere
Außerdem ist Linke Politik eher Zukunftsorientiert und Rechte eher Konservativ / vergangenheitsorientiert.
Ich bin hier für Linke Politik, da ich diese als Gerechter empfinde.
--- Zitat von: Signor Rossi am 01.April 2026, 13:40:47 ---
--- Zitat von: Octavianus am 01.April 2026, 13:02:54 ---Ich frage mich in dieser Hinsicht, was man konkret Wählern erzählen soll.
--- Ende Zitat ---
Wie wäre es zur Abwechslung mal mit der Wahrheit, auch wenn sie weh tut?
--- Ende Zitat ---
Das machen z.B. die Grünen und haben daher schon des öfteren dadurch Wählerstimmen verloren..
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