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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 982496 mal)

TNDO

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3240 am: 10.März 2026, 23:53:12 »

Die Mwst sorgt aber nicht für solche Preissteigerungen. Bei 10 Cent/L mehr sind es ca. 2 Cent Mwst und 8 Cent Gewinn.

Es wird halt immer nur nach konservativer Politik & Kapitalismus geschrieben bis es einen (z.B. an der Tankstelle) selbst betrifft. Dann möchte man plötzlich Linke Methoden.


Solange bis die Kosten nachziehen. Sobald die Tanks erstmal geleert sind, werden es keine 8 Cent Gewinn sein. Ist falsch, dass man jetzt das günstige Benzin noch teuer verkauft, aber dazu hat Rossi schon geschrieben, dass die Politik da nur zusieht. Warum auch den armen Arbeiter unterstützen, der zur Arbeit pendelt... Die spD hat ja gezeigt, wie man erfolgreich auf 5% bei den Arbeitern in BaWü schrumpft (Arbeiterpartei ja genau).
Der ADAC hat sich übrigens am 04.03.2026 mal die Zusammensetzung des Spritpreises angesehen. E10 war damals bei 1,94 €. Davon waren 65,4 Cent alleine (!) die Energiesteuer. Dann 15,7 Cent CO2-Abgabe und 31 Cent MwSt. Macht zusammen : 1,12 € pro Liter nur Steuern und Abgaben! 81,9 Cent bleiben bei den Tankstellen, die davon das Öl einkaufen müssen, Strom und Miete sowie Mitarbeiter bezahlen müssen etc. Schau dir doch erstmal die Zusammensetzung an. In den Niederlanden ist das mit den Abgaben auf Benzin noch schlimmer. Das ist mittlerweile der stärkste Treiber des Benzinpreises und im Moment kommt die Weltlage und auch Gier dazu. Damit haben wir ein grausames Triumvirat. Aber den Staat jetzt als unschuldig darzustellen ist schon wild.


@Veni_Vidi_Vici
Die Rechnung für das e-Auto sähe auch ganz anders aus, wenn unsere Strompolitik nicht so verfehlt wäre. In Deutschland ist der Strompreis so durchschnittlich bei 34 Cent pro kwH Ököstrom + monatliche Grundgebühr. Da ich in meinem Portfolio auch "Eneuerbare-Energie-Aktien" besitze, habe ich mir vorher auch diese Unternehmen angesehen. Eines wäre z.B. aus Österreich. Nennt sich Verbund und ich verlinke hier mal den Österreich-Tarif : https://www.verbund.com/de/privat/strom/verbund-strom
15 Cent pro kwH, im ersten Jahr 11,6 Cent pro kwH. Das ändert jede e-Auto-Kalkulation komplett. Ist übrigens 100% Strom aus erneuerbaren Energien (Wasserkraft). Aus meinem Umfeld weiß ich von den e-Auto-Fahrern, dass diese etwa 16-20 kwH/100km brauchen. In Deutschland werden daraus 5,44-6,80 Euro auf 100km, in Österreich wären wir bei 2,40-3,00 Euro pro 100km. Das gilt aber nur, wenn du zu Hause lädst. Unsere Politikversager haben nämlich komplett außer Acht gelassen, was für Preis an Ladesäulen aufgerufen werden. 40-60 Cent beim langsamen AC (Wechselstrom) und 60-85 Cent für DC (Schnellladen). Beim Schnellladen bin ich mit meinem Benziner günstiger trotz der hohe Staatsquote am Spritpreis. Da brauche ich mich nicht über ein Floppen von e-Autos zu wundern. Das ganze steht und fällt mit der Ladestruktur und den Preisen dort. Die ganze Preisstruktur ist übrigens ein Witz an den Ladesäulen.
@ Maturin : Wenn du E-Mobilität fördern willst gäbe es folgenden Plan.
1. Keine Importzölle auf chinesische e-Autos + Zusage von deren Seite, die Preise nicht zu hoch über die Preise in China zu erhöhen
2. Einheitliche Bezahlkarten für Ladesäulen und Preise auf einem erträglichen Niveau (nicht 60-85 Cent pro kwH), dazu mehr Transparenz
3. Eventuell E-Autoförderung wie jetzt (6000 Euro) bei einem Jahreseinkommen (versteuerbares Einkommen) von unter 60000 €
=> Wir werden die E-Auto-Nation in Europa.
Genau das machen wir aber nicht, sondern bestrafen einfach die Leute weiter, die Verbrenner fahren und nicht auf Mobilität verzichten können. So macht man halt sein Land kaputt, anstatt es zu modernisieren.
« Letzte Änderung: 11.März 2026, 11:14:42 von TNDO »
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maturin

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3241 am: Gestern um 07:19:44 »

Grundsätzlich bin ich dabei, allerdings muss man Technologien wie Ladesäulen auch eine gewisse Zeit zur konsolidierung geben. Allerdings darf man auch nicht übersehen, dass man 2025 in Deutschland immer noch nur 20% der Neuzulassungen E-Autos waren. Hybrid waren es 40%.Von insgesamt fast 3 Millionen Neuzulassungen bei 41 Haushalten.

Es ist also auch rein statistisch teil der Wahrheit, dass sich letztes Jahr mehr als 5% der Haushalte ein neues (!) Auto gekauft haben. Und zumindest all denen waren Risiko und Kosten von Diesel und Benziner ja bewusst und dürfen jetzt eigentlich nicht nach Entlastung schreien.

Viele möchten sich halt nicht umstellen was Tanken / zu Laden, Geschwindigkeit auf der Autobahn, Reise in den Urlaub angeht etc... Aber dann muss es mir auch höhere Benzinpreise wert sein.

Was die Ladeinfrastruktur angeht gibt es natürlich immer noch viel zu tun und auch bei den Preisen bin ich bei dir, wobei das mit Ladeapp ehr bei 50 Cent liegt und die mittlerweile auch sehr weiträumig funktionieren. Ich finde es allerdings auch sehr positiv wenn man für Privatleute ohne Firmenwagen z.B. E-Auto Strom anbieten würden oder andersweitig eine vergleichbare Entlastung zur 0,25% Regel finden würde. 
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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3242 am: Gestern um 08:24:43 »

Du sprichst zum Start aber nur von Neuwagen, oder? Wer sich einen Neuwagen leisten kann oder möchte, der hat ggf. tatsächlich weniger ein Problem mit den höheren Spritpreisen. Ich kenne aktuell tatsächlich niemanden, der sich kürzlich einen Neuwagen - egal ob Benziner oder Elektrisch - geholt hat. Hier fehlt mir also der Vergleichswert.

Jeder hat das Recht auf Verlässlichkeit zu pochen. Mal abgesehen davon, dass der aktuelle Anstieg der Kosten vermutlich temporär ist. Andere Länder haben Entlastungen auf den Weg gebracht. Deutschland ist da einfach spät dran. Es geht doch nicht immer nur um die private Umwelt- und Wirtschaftsbilanz. Auch der Staat verdient einerseits an der Steuer und ist andererseits auf die Mobilität seiner Steuerzahler angewiesen. Lohnt sich das Autofahren nicht mehr, dann sind Jobwechsel oder Verluste ebenfalls möglich.

In China bekommst du ein E-Auto vermutlich für umgerechnet 4.500 Euro. Eine dauerhafte Umstellung erreichst du nur über die Brieftasche. Und hier ist eine Vergünstigung das verträglichere Mittel als eine Verteuerung. Problem: Deutsche Autobauer haben bei den E-Autos schon jetzt eine niedrigere Marge als bei den Benzinern (soweit ich weiß). Das ist ggf. auch Teil des Problems, mit denen die Autobauer zu kämpfen haben (neben vielen weiteren).

Nehmen wir einmal an die Anschaffungskosten sind bei E-Auto 4.000 Euro höher (je nach Modell/Kategorie kann es ein wenig günstiger oder sogar ne ganze Ecke teurer sein). Dann kommt noch die Wallbox hinzu, wenn ich daheim günstiger tanken will. Ich fahre vielleicht 2.500 km im Jahr. Selbst bei einer Ersparnis von 200 Euro, was aktuell ein Großteil meiner jährlichen Tankkosten ausmachen würde, wäre ich erst nach 20+ Jahren Break-even. Bis dahin bräuchte ich schon ein neues Auto.

Auch für Leute, die unterwegs tanken müssen, verteuert sich die Rechnung. E-Autos können sinnvoll sein, aber hier so zu tun als wären sie alternativlos und das Beste überhaupt, dass ist halt einfach nicht wahr. Es kommt immer auf den Einzelfall an und der schlägt halt oftmals zu Ungunsten des E-Autos aus. Politik sollte doch auch für die Bürger gemacht werden, oder? Und nicht nur für die E-Auto-Fahrer? Hier müssen alle Interessen bestmöglich berücksichtigt werden. Natürlich darf also jeder nach Entlastung schreien, besonders wenn die Spirtpreise hier im Vergleich zu unseren Nachbarn so hoch sind - politisch gewollt und nicht aus reiner Notwendigkeit. Ein normaler Preisanstieg muss bei der Wahl zwischen E-Auto und Benziner eingepreist sein. Aktuell ist aber eine Ausnahmelage. Da darf die Politik also gerne handeln. Meine Meinung, auch wenn mich das Thema als Wenigfahrer entsprechend kaum tangiert.

LG Veni_vidi_vici

Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3243 am: Gestern um 09:58:37 »

Und zumindest all denen waren Risiko und Kosten von Diesel und Benziner ja bewusst und dürfen jetzt eigentlich nicht nach Entlastung schreien.
Vllt. haben die auch der Regierung geglaubt und mit einer Entlastung nach dem Wahlkampf gerechnet? Ich finde das auch eine merkwürdige Logik: "Hey, du kaufst dir ein neues Auto? Dann lebe damit, dass der Staat dich ausplündert und beschwere dich nicht!" Warum kümmern sich eigentlich andere Staaten besser um ihre Bürger, deckeln Spritpreise oder senken Steuern und Abgaben?

Man sieht es auch an den Evakuierungsflügen aus dem Nahen Osten, dt. Politiker labern und palavern noch, gründen Ausschüsse und Unterausschüsse, da sind die Flieger anderer Staaten schon wieder auf dem Rückweg. Von dieser Posse um das Nachtflugverbot in FFM und der Tatsache, dass man den Flug auch noch selber bezahlen soll, mal gar nicht erst zu reden. Manchmal habe ich das Gefühl, deutschen Politikern sind ihre Bürger scheißegal, die sollen nur arbeiten, bezahlen und ansonsten nicht zur Last fallen und vor allen Dingen das Maul halten, sonst werden strenge Strafgesetze erlassen und - anders als bei einer gewissen Klientel - auch hart durchgesetzt.

Zurück zur Energie. Beim Strom ist es ja nur ein wenig erträglicher, da gehen aber auch ca. 30% für Steuern und Abgaben drauf und dem Klima bringt es sowieso nichts, weil wir - allem EE-Ausbau zum Trotz - dreckigen Strom produzieren. Und dafür haben wir jetzt schon hunderte Milliarden EUR verprasst. Dass man mit seinen Steuern die EEG-Unlage weiter bezahlt merkt schon keiner mehr. Die von der Stromrechnung zu entfernen, war auch so ein bauernschlauer grüner Trick Habecks zur Bürgerverarschung.

Aber selbst von günstigerem Strom hat man nichts, wenn man mit seinem eAuto irgendwo Laternenparker ist und weder Wallbox noch Steckdose in der Nähe hat. Gerne wird von der besten Konstellation ausgegangen: hohes Einkommen, Eigenheim mit dicker Dämmung, plus fette PVA auf dem Dach plus Wärmepumpe. "Was wollt ihr eigentlich, ich spare an laufenden Kosten! Warum seid ihr so doof und macht das nicht nach?" Aber wie viel Prozent der Bevölkerung können so leben? Ca. 55% der Menschen leben zur Miete, sind also vom Ideal schonmal per se ausgeschlossen und dank der politisch gewollten extrem hohen Baukosten werden sie auch endgültig davon ausgeschlossen bleiben. Wie viele der Eigenheimbesitzer finanziell in der Lage wären, eine Investition in Dämmung, Wärmepumpe, PV und eAuto zu stemmen, weiß ich nicht.

Und da fängt dann das Dilemma an, man will die Menschen dazu zwingen, "klimaneutral" zu leben (ob sie das können oder nicht) oder man nimmt ihnen noch mehr Geld ab. Und das ist das Perfide an der Sache, man schraubt den Preis zu "Strom-Alternativen" einfach immer höher und kann dann breit grinsend erklären, dass der dumme Michel ja schließlich selber Schuld sei, dass er nicht das tut, was die Herrschenden wollen. Dass Michel immer weniger Geld zur Verfügung hat und selbst zB. an Lebensmitteln sparen muss, ist egal, aber wenn der dann wütend wird und sein Kreuz bei der AfD macht, dann wird sich über den "Nazi" aufgeregt.

Und wozu das alles? Für einen imaginären "Klimaschutz", auf den Deutschland sowieso nur minimalen Einfluss hat. Total gaga. Das wird noch richtig böse knallen in Deutschland, spätestens dann, wenn der wirtschaftliche Niedergang immer mehr Arbeitslosigkeit nach sich zieht und der Sozialstaat unbezahlbar wird und man wieder an der Suppenküche Schlange stehen muss. Der Irankrieg hat durchaus das Potential, eine Weltwirtschaftskrise auszulösen, besonders, wenn der Krieg sehr viel länger dauert, als angenommen. Und ja, auch daran haben deutsche Politiker - allen voran Frank-Walter Steinmeier (SPD) - mit ihrem dämlichen JCPOA ihren Anteil.

Zitat
Viele möchten sich halt nicht umstellen was Tanken / zu Laden, Geschwindigkeit auf der Autobahn, Reise in den Urlaub angeht etc...
Wie viele sind denn viele, gibt es dazu repräsentative Umfragen? Dass die Majorität der Deutschen nicht so leben kann, weil man sich den grünen Lifestyle schlichtweg nicht leisten kann, erschließt sich dir nicht? Wie viele Privatmenschen kaufen sich eigentlich einen Neuwagen? Der Großteil dürften Leasingkarren sein, wovon wiederum ein Großteil von Unternehmen für ihre Mitarbeiter geleast werden. Wer der dt. Autoindustrie den endgültigen Todesstoß versetzen will, der legt die Axt ans "Dienstwagenprivileg".

Nachricht von gestern: VW will 50.000 Jobs streichen. Jetzt kann man sich natürlich auch hinstellen und sagen: "Selber Schuld, warum arbeiten die auch in der Autoindustrie und nicht bei einer linken NGO, die mit Steuergeld gefüttert wird?" Für die deutsche Volkswirtschaft sind solche Meldungen mittlerweile aber Alltag, dazu kommen noch die vielen verlorenen Arbeitsplätze bei KMU, von denen man kaum was hört, 7 Entlassungen hier, 50 Entlassungen da, 170 Entlassungen dort, der stille Tod des Mittelstandes. Aber hey, so eine Insolvenz ist ja nicht schlimm, man produziert halt einfach nicht. Wo das Geld für den üppigen Sozialstaat kommen soll, wenn kaum noch produziert wird, das scheint den Politikern egal zu sein, die sind dann eh nicht mehr in Amt und "Würden" sondern liegen irgendwo in der Sonne und genießen ihr Leben, deren üppige Altersversorgung ist - anders als die karge Rente der Bürger - 100% sicher.

Zitat
Ich finde es allerdings auch sehr positiv wenn man für Privatleute ohne Firmenwagen z.B. E-Auto Strom anbieten würden oder andersweitig eine vergleichbare Entlastung zur 0,25% Regel finden würde.
Warum? Risiko und Kosten von eAutos waren ja bewusst und die dürfen jetzt eigentlich nicht nach Entlastung schreien. (Leicht abgewandelt von mir)
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maturin

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3244 am: Gestern um 10:39:30 »

Und zumindest all denen waren Risiko und Kosten von Diesel und Benziner ja bewusst und dürfen jetzt eigentlich nicht nach Entlastung schreien.
Vllt. haben die auch der Regierung geglaubt und mit einer Entlastung nach dem Wahlkampf gerechnet? Ich finde das auch eine merkwürdige Logik: "Hey, du kaufst dir ein neues Auto? Dann lebe damit, dass der Staat dich ausplündert und beschwere dich nicht!" Warum kümmern sich eigentlich andere Staaten besser um ihre Bürger, deckeln Spritpreise oder senken Steuern und Abgaben?

Die letzten Preiserhöhungen sind aber nunmal Markteffekte und keine Ausplünderung vom Staat. Wenn man neoliberalisten wählt sollte einem bewusst sein, dass die einen nicht gerne vor den negativen Seiten der Marktwirtschaft schützen. Das machen die nur bei Banken und Großunternehmen.


Zitat
Viele möchten sich halt nicht umstellen was Tanken / zu Laden, Geschwindigkeit auf der Autobahn, Reise in den Urlaub angeht etc...
Wie viele sind denn viele, gibt es dazu repräsentative Umfragen? Dass die Majorität der Deutschen nicht so leben kann, weil man sich den grünen Lifestyle schlichtweg nicht leisten kann, erschließt sich dir nicht? Wie viele Privatmenschen kaufen sich eigentlich einen Neuwagen? Der Großteil dürften Leasingkarren sein, wovon wiederum ein Großteil von Unternehmen für ihre Mitarbeiter geleast werden. Wer der dt. Autoindustrie den endgültigen Todesstoß versetzen will, der legt die Axt ans "Dienstwagenprivileg".
[/quote]

Auch wer einen Firmenwagen bekommt hat im allgemeinen Auswahlmöglichkeit ob er ein E-Auto nimmt, wenige Ausnahmen für Vertriebler mal ausgeschlossen. Auf die Schnelle habe ich knapp 33% Privatneuzulassungen gefunden. Davon jeder 5te Elektro. Das zeigt meiner Meinung nach halt, dass genügend Leute die durchaus positive Entscheidungen Richtung Klima treffen können sich dagegen entscheiden.

Zitat
Ich finde es allerdings auch sehr positiv wenn man für Privatleute ohne Firmenwagen z.B. E-Auto Strom anbieten würden oder andersweitig eine vergleichbare Entlastung zur 0,25% Regel finden würde.
Warum? Risiko und Kosten von eAutos waren ja bewusst und die dürfen jetzt eigentlich nicht nach Entlastung schreien. (Leicht abgewandelt von mir)
[/quote]

Richtig, aber wenn man Veränderung will gibt es nur zwei Möglichkeiten Entscheidungen zu beeinflussen, entweder man verteuert Alternative 1 oder vergünstigt Alternative 2. Da verteuern überproportional hart die schlecht gestellteren betrifft, wie du ja richtig hervorhebst, wäre ich dafür die Alternative günstiger zu gestalten.

Ich lese allerdings raus, dass wir in der Grundannahme auseinanderliegen. Ich finde, dass die EU / Deutschland versuchen sollte ihren Beitrag zur Reduktion des Klimawandels beizutragen, auch wenn die Ausführung nicht ideal ist.

In deinen Aussagen wird klar, dass du das für nicht machbar hälst und man sich dem realpolitischen Druck beugen sollte um Wohlstand zu verteidigen. 

Wenn das die Grundpositionen sind ist es klar, dass wir viele Situationen anders beurteilen werden. Ich persönlich kann dieses Gewinne individualisieren, Verluste sozialisieren das wir seit der Bankenkrise betreiben nicht mehr sehen, der Staat, ob fett oder dünn ist schon lange nur noch eine Geisel der Industrie.


@veni_vidi_vici: Ja, mir geht es um Neuwagen, sonst ist es halt einfach auch nicht fair im Vergleich. Ich denke aber das die wenigsten mit einem Auto so wenig fahren wie du. Bei mir sind es z.B. knapp 20.000 km im Jahr. Ich würde einen besser ausgebauten und günstigern OVP bevorzugen, aber die Realität der Bahn macht das unmöglich.
« Letzte Änderung: Gestern um 10:45:01 von maturin »
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Folge meiner irrsinnigen Reise als deutscher Gründer, Fotograf und Dokumentarfilmer, wenn ich im Van mit Freundin und Hund Brasilien abseits der bekannten Wege erkunde. Wahrend unserer Expedition suchen wir die besten lokalen Guides für Peabiru, stürzen uns in Abenteuer in unangetasteter Natur und erzählen die Geschichten des ursprünglichen Brasiliens.

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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3245 am: Gestern um 11:38:13 »

Ich würde - nebenbei bemerkt - auch einen besser ausgebauten ÖPVN bevorzugen. Doch der Supermarkt-Einkauf dauert dann schnell 2 Stunden länger, meine Eltern sind nicht zu erreichen und spontane Ausflüge mit Freunden in Richtung Kino etc. sind hier auf dem Dorf praktisch unmöglich, auch generell private Treffen, weil ja nicht alle bei mir in der Nachbarschaft wohnen. Und selbst wo es möglich ist, da ist es ein sehr ungünstiger Tausch Geld gegen Lebenszeit. Hier gewinnt die Lebenszeit.

Ich lese allerdings raus, dass wir in der Grundannahme auseinanderliegen. Ich finde, dass die EU / Deutschland versuchen sollte ihren Beitrag zur Reduktion des Klimawandels beizutragen, auch wenn die Ausführung nicht ideal ist.

In deinen Aussagen wird klar, dass du das für nicht machbar hälst und man sich dem realpolitischen Druck beugen sollte um Wohlstand zu verteidigen. 

Wenn das die Grundpositionen sind ist es klar, dass wir viele Situationen anders beurteilen werden. Ich persönlich kann dieses Gewinne individualisieren, Verluste sozialisieren das wir seit der Bankenkrise betreiben nicht mehr sehen, der Staat, ob fett oder dünn ist schon lange nur noch eine Geisel der Industrie.

Spritpreise sind mir nicht so wichtig (weil ich wenig fahre), hier hake ich aber auch mal kurz rein. Es braucht ein Umdenken bei der grünen Transformation. Deutschland allein wird es nicht schaffen. Bis vor einigen Jahren habe ich die Aussage "Wenn Deutschland es schafft, dann werden andere es nachmachen" noch nachvollziehen können. Spätestens seit der Ampel sind wir aber das internationale Gespött in Sachen Umwelt-, Energie- und Wirtschaftspolitik. Diese Bereiche lassen sich halt nicht trennen. Ich bin sogar der Meinung, dass wir mit unserem schlampigen Vorgehen der Umwelt eher geschadet haben. Mag es daran liegen, dass nicht alle mitgezogen haben oder dass es nicht funktioniert hat. China, USA und Co haben sich das genau angeschaut und genau so wie Deutschland werden sie es definitiv nicht machen.

Seither würde ich ein Umlenken auf einen stärker technologischen Ansatz oder auf international verbindliche Bemühungen mehr schätzen. Oder die Bevormundung (Heizung im Keller, etc.) weicht mal einer besseren Aufklärung. Viele Leute wissen gar nicht, was sie mit 2 Grad weniger Zimmertemperatur an Geld einsparen können. Etc.

Nebenbei ist nichts gewonnen, wenn überspitzt gesagt nur Deutschland sich für den Klimaschutz einsetzt. Einmal hört das Klima nicht an der Landesgrenze auf. Dann ruinieren wir im Zweifel unsere Wirtschaft. Womit uns auch Gelder fehlen um die Folgen des Klimawandels abzumildern.

LG Veni_vidi_vici

Dukel

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3246 am: Gestern um 12:19:44 »

Wenn man Weltweit schaut dann muss man einmal auf China und Indien schauen. Indien hat seine CO2 Ziele von 2030 oder 2040 jetzt schon erreicht.
China errichtet mehr Erneuerbaren wie kein anderes Land der Welt und dort sinken (!) die CO2 Emissionen.

Jetzt macht man in Deutschland die Wirtschaft & Klima kaputt indem man auf veraltete Technologien setzt.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3247 am: Gestern um 12:23:58 »

Die letzten Preiserhöhungen sind aber nunmal Markteffekte...
Nope, MWSt.! Eine Preisexplosion aufgrund eines Krieges kann man zwar als Markteffekte bezeichnen, trotzdem kann der Staat seine Bürger temporär unterstützen und Steuern und Abgaben senken, bis sich das wieder beruhigt hat.

Zitat
Wenn man neoliberalisten wählt...
Was für eine sinnfreie Aussage aus der marxistischen Mottenkiste, es gibt in D keine neoliberale Partei, noch nichtmal die FDP ist ansatzweise neoliberal. In D herrscht die soziale Marktwirtschaft, mit einer fetten Überbetonung auf "sozial" plus eine Staatsquote jenseits von 50%.

Zitat
Das zeigt meiner Meinung nach halt, dass genügend Leute die durchaus positive Entscheidungen Richtung Klima treffen können sich dagegen entscheiden.
Wie viele sind denn nun "viele", die aus reiner Bequemlichkeit kein eAuto kaufen, obwohl sie es sich leisten könnten? Und wie hoch ist der Effekt für das Klima, wenn die Deutschen privat eAutos kaufen und die dann mit dreckigem Strom laden?

Zitat
Richtig, aber wenn man Veränderung will...
Was außer Acht lässt, dass diese Veränderungen von oben oktroyiert werden, der Souverän will diese Veränderung nicht derart, dass Deutschland deindustrialisiert wird und deswegen verarmt.

Zitat
...wäre ich dafür die Alternative günstiger zu gestalten.
Wie würdest du das machen?

Zitat
Ich finde, dass die EU / Deutschland versuchen sollte ihren Beitrag zur Reduktion des Klimawandels beizutragen...
Ja, das sollten D und die EU tun, aber so, dass wir unseren Wohlstand und unseren Sozialstaat nicht gefährden. Denn das gefährdet sonst unsere Demokratie, das führt dazu, dass sich die Menschen radikalen/extremen Parteien zuwenden und egal ob die Scheiße braun oder dunkelrot ist, es bleibt Scheiße.

Zitat
...auch wenn die Ausführung nicht ideal ist.
Die EU hat zumindest erkannt, dass Kernkraft dringend notwendig ist. D wird nicht mitmachen, die Folgen werden wir in 20 Jahren sehen.

Zitat
In deinen Aussagen wird klar, dass du das für nicht machbar hälst und man sich dem realpolitischen Druck beugen sollte um Wohlstand zu verteidigen.
Doch, die Energiewende wäre machbar gewesen, aber das haben die Grünen wegen ihrer Anti-AKW-Ideologie unmöglich gemacht.
Ich hätte das so gemacht:
  • AKW instandsetzen und deren Laufzeit verlängern, evtl. auch neue Reaktoren bauen.
  • EE mit Sinn und Verstand ausbauen, nur Standorte wählen, die auch eine gescheite "Ernte" erbringen, keine alten Wälder dafür abholzen oder wertvolles Ackerland mit PV pflastern.
  • Biogasanlagen und entsprechende Kraftwerke bauen.
  • Speichermöglichkeiten schaffen: Akkus, Schwerkraftspeicher, Speicherwasserkraftwerke.
  • Die dreckigen Braunkohlekraftwerke nach und nach abschalten, sobald es genug EE-Kapazität (Erzeugung und Speicherung) gibt.
  • Ganz in Ruhe und peu a peu das Stromnetz ausbauen.
  • Städte an Flüssen oder größeren Seen mit Fernwärme aus großen Wärmepumpen versorgen.
  • Das alles auf einen vernünftigen Zeitrahmen strecken,  ob D jetzt 2045, 2060 oder 2080 "klimaneutral" ist, ist für das Klima selber völlig irrelevant.
  • Falls absehbar ist, dass die Energieproduktion aus EE nicht ausreicht: mehr Kernreaktoren bauen.
  • CO2-Abgabe auf Importe aus Ländern, die Waren mit dreckigem Strom herstellen, Steuererleichterungen für einheimische Unternehmen, die EE-Produkte herstellen.
  • Finanzierung: über Schulden und die Einnahmen aus der CO2-Importabgabe, das sind sinnvolle Investitionen in die Zukunft das Landes, von der auch unsere Nachkommen profitieren. Ob man das die Privatwirtschaft machen lässt und der dafür z.B. günstige Darlehen gewährt (keine Einspeisevergütungen, erst recht nicht für fiktiven Strom, der gar nicht produziert wird) oder ob der Staat das über zB. Stadtwerke selber baut und betreibt, wäre mir egal. Prinzipiell bin ich aber der Meinung, dass überlebenswichtige Infrastruktur durch den Staat betrieben werden sollte und halte die Privatisierung in diesen Sektoren für falsch bzw. sollte nur im ganz engen Rahmen betrieben werden. Voll neoliberal halt  O0

Zitat
Ich persönlich kann dieses Gewinne individualisieren, Verluste sozialisieren...
Wo geschieht das? Welche Unternehmen sind gemeint? Wie funktioniert der Mechanismus?
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Dukel

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3248 am: Gestern um 12:30:47 »

Doch, die Energiewende wäre machbar gewesen, aber das haben die Grünen wegen ihrer Anti-AKW-Ideologie unmöglich gemacht.

Der Atomausstieg kommt von der CDU!
Kernkraft ist im gegensatz zu erneuerbaren Energiequellen die teuerste.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3249 am: Gestern um 12:38:41 »

Indien hat seine CO2 Ziele von 2030 oder 2040 jetzt schon erreicht.
Indien will erst 2070 CO2-neutral sein.

Zitat
China...
...stößt über ZWANZIGMAL so viel CO2 aus als Deutschland: https://i.imgur.com/l6Bd4fE.png

Zitat
...dort sinken (!) die CO2 Emissionen.
Die deutschen CO2-Emmisionen sinken (!!!) seit 1990.

Zitat
Jetzt macht man in Deutschland die Wirtschaft & Klima kaputt indem man auf veraltete Technologien setzt.
Ja, Windmühlen sind einfach nicht mehr zeitgemäß.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3250 am: Gestern um 13:33:36 »

Der Atomausstieg kommt von der CDU!
LOL O0 Der Atomausstieg ist ein urgrünes Anliegen, Merkel war Opportunisten, die hat die deutsche Atompanik nutzen wollen, um die BaWü-Wahl doch noch gegen Kretschmann zu gewinnen. Ist voll in die Hose gegangen, wie so vieles, was Merkel fabriziert hat.

Zitat
Kernkraft ist im gegensatz zu erneuerbaren Energiequellen die teuerste.
Nur dann, wenn man bei den EE die Folgekosten weglässt.
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maturin

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3251 am: Gestern um 13:44:35 »

Ich mache es mal ähnlich kurz:

Zitat
Nope, MWSt.!

Die MWSt hat sich nicht verändert sondern die Preise im Markt.

Zitat
Wie viele sind denn nun "viele", die aus reiner Bequemlichkeit kein eAuto kaufen, obwohl sie es sich leisten könnten?

Mindestens: 80% der Privatzulassungen (33%) aller Neuzulassungen (3 Millionen): 800.000 Haushalte. Kann man jetzt als wenig oder viel ansehen. Im internationalen Vergleich weit hinter den Skandinaviern oder Benelux, die ein vergleichbares Wohlstandsniveau haben.

Zitat
Wie würdest du das machen?

Über staatliche Förderung nachhaltige Technologien unterstützen. Gerne auch höhere einkommensabhängige Förderungen. Wäre übrigens gut wenn man dann auch mit einer Preisbremse verhindert, das die Förderung beim Händler bleibt.

Zitat
Wo geschieht das? Welche Unternehmen sind gemeint? Wie funktioniert der Mechanismus?

Bankenkrise, Lufthansa, Uniper, Meyer Werft - als prominente oder neuere Beispiele. Im konkreten Umfeld im Kleinen sieht man es auch immer wieder das der Steuerrelevante Gewinn gering gerechnet wird auch wenn es gut läuft, sobald es schlecht läuft ruft man nach Hilfe vom Staat um Entlassungen zu vermeiden. (Die dann trotzdem häufig kommen).
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3252 am: Gestern um 14:52:42 »

Die MWSt hat sich nicht verändert sondern die Preise im Markt.
Die MWSt. wird prozentual auf den Preis erhoben.

Zitat
Mindestens: 80% der Privatzulassungen (33%) aller Neuzulassungen (3 Millionen): 800.000 Haushalte.
Aha, die sind also alle zu bequem, um ein eAuto zu fahren, andere Gründe kann es nicht geben.

Zitat
Über staatliche Förderung...
Also noch mehr Subventionen. Und wo kommt das Geld in der Wirtschaftskrise her?

Zitat
Bankenkrise, Lufthansa, Uniper, Meyer Werft - als prominente oder neuere Beispiele.
Die Bankenkrise ist mittlerweile 17 Jahre her, ich war auch dagegen, diese Banken - auch die staatlichen - zu retten, man weiß aber nicht, ob die Alternative mit evtl. Bankencrash und Weltwirtschaftskrise nicht noch teurer geworden wäre.

Inwiefern wurden bei den anderen Unternehmen Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert? Geht das auch ausführlicher? Man muss imho auch unterscheiden zwischen selbstverschuldeter Notlage (Bankenkrise) und "höherer Gewalt" wie zB. dem Krieg in der Ukraine (Uniper). Ein ansonsten gesundes Unternehmen kaputt gehen zu lassen, nur weil es durch höhere Gewalt getroffen wird, kann man natürlich machen, wirklich sinnvoll ist das aber nicht, da würde ich aber mit günstigen und lange laufenden Darlehen helfen.

Lufthansa hat wegen der Coronakrise Geld bekommen, das aber mW. zurückgezahlt, bei der Meyer Werft ist das nicht so, das stimmt, deren Rettung ist durch die strukturschwache Gegend motiviert. Da müsste man mal durchrechnen, ob sich das volkswirtschaftlich nicht doch lohnt, trotz Verlusten.

Aber halten wir fest, dass der Staat gemäß diesen Beispielen nur in absoluten Ausnahmefällen einspringt und es nicht die Regel ist, dass der Staat den Unternehmen ihre Verluste ersetzt, wie suggeriert werden sollte: "Ich persönlich kann dieses Gewinne individualisieren, Verluste sozialisieren das wir seit der Bankenkrise betreiben nicht mehr sehen, der Staat, ob fett oder dünn ist schon lange nur noch eine Geisel der Industrie."

Dass auf Gewinne auch Steuern fällig werden, wird unter den Tisch fallen gelassen. Und ja, es ist inakzeptabel, dass sich Konzerne mit Hilfe von Steueroasen immer noch "arm" rechnen können, die Einführung der globalen Mindeststeuer ist zumindest schonmal ein großer Schritt nach vorne.

Zitat
Im konkreten Umfeld im Kleinen sieht man es auch immer wieder das der Steuerrelevante Gewinn gering gerechnet wird auch wenn es gut läuft, sobald es schlecht läuft ruft man nach Hilfe vom Staat um Entlassungen zu vermeiden. (Die dann trotzdem häufig kommen).
Das ist auch wieder so eine inhaltsleere Floskel. Rechnest du deine Steuererklärung nicht auch mit spitzem Bleistift durch sondern schenkst dem Staat Geld?
« Letzte Änderung: Gestern um 15:04:10 von Signor Rossi »
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3253 am: Gestern um 23:09:14 »

Noch nix zum Thema Irankrieg?

Wenn ich mir die Preise an den Zapfsäulen so ansehe, würde ich mir von unserer Regierung wünschen, dass sie zumindest temporär die Energiesteuern senken würden. Und dass sie der Gier der Gas-, Öl- und Spritkonzerne einen Riegel vorschieben, die jetzt verkauften Öl- und Gasprodukte wurden wesentlich billiger eingekauft als zum derzeitigen Preis. Nichts gegen Marktwirtschaft, aber es gibt nicht umsonst den Wucherparagraphen im deutschen Recht.

Wäre vielleicht mal wieder Zeit für eine Übergewinnsteuer. Das kann direkt und temporär gegen die Energiesteuer auf Kraftstoffe gerechnet werden, bis es vorbei ist. Das läge dann nahe, weil die Steuer direkt zweckgebunden für etwas in der Art verwendet werden muss. Damit hätte der Staat was getan und der Gier wäre Einhalt geboten. Gesetzlich ist dafür alles vorbereitet.


Das Kartellamt sollte aber so oder so prüfen. Wäre ein Unding, wenn der Verdacht sich erhärten würde, dass sich Unternehmen (vor allem Unternehmen der kritischen Infrastruktur) an globalen Krisen bereichern.
« Letzte Änderung: Gestern um 23:13:27 von DragonFox »
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