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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 998896 mal)

Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3320 am: Gestern um 18:36:50 »

Ja, es stand zu befürchten, dass ein Teil des Geldes verkonsumiert würde. Aber fast alles? Das ist schon kriminell. Und es wird natürlich weder Merz noch Klingbeil auch nur irgendwas an Strafe erwarten, "Spitzen"-Politiker haben in Deutschland offensichtlich Narrenfreiheit, es fing klein an mit Kohl, dann Schröder mit seiner Connection zum lupenreinen Demokraten, dann Scholz und die Cum Ex-Affäre, jetzt Merz und Klingbeil mit einem gewaltigen Schaden für Deutschland. Ich bin absolut fassungslos, das wird er AfD wieder mächtig Auftrieb geben, ganz besonders, wenn die beide im Amt und in Freiheit bleiben. Aber wehe, jemand verweigert die "Demokratieabgabe"...
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3321 am: Gestern um 18:41:36 »

Ich wundere mich da ein wenig,dass Leute wirklich gedacht haben das da nichts hin und her geschoben wird, ich wäre eher überrascht wenn es nicht so kommt.
Ich habe damit gerechnet, dass ein Teil auch in den Konsum fließen würde, aber niemals hätte ich mit so einer Größenordnung gerechnet.

Zitat
Bei uns dürfen die Benzinpreise bald nur einmal am Tag erhöht werden, Italien schafft es gleichzeitig den Preis deutlich zu senken.
Dabei regiert in Italien doch eine ganz schlimmböse Rechtspopulistin, quasi Trumps kleine Schwester und Satans Tochter ::)
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Pico

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3322 am: Gestern um 19:29:17 »

Zitat
Die Aussage kam aus dem Interview:
Zitat
Aha, und der Interviewte kennt die Zukunft? Kann dieser Nostradamus mal die kommenden Lottozahlen rüberschicken?
Ich war der Meinung, dass eine Prognose von einem aus der Branche und dessen Marktkenntnis vielleicht ein einigermaßen akzeptabler Indikator für Dich ist.

Zitat
Es ging auch nicht um imaginäre Kosten in der Zukunft, sondern um das Geld der Bürger, das bisher in der sogenannten Energiewende versenkt wurde und für das man als "Erfolg" weniger, teureren und dreckigeren Strom bekommen hat. Sorry, ich finde so eine Politik, die extrem viel Geld kostet und zu einer Verschlechterung der Lage auf allen Ebenen führt, komplett gaga. Wie man sich so etwas schönreden kann, erschließt sich mir nicht.

„Die Energiewende wird Strom billiger machen“
Wer soll auf diesen Bullshit eigentlich noch reinfallen? Das wurde uns schon 2004 von Trittin vorgelogen, die Energiewende würde uns nur eine Kugel Eis für 50 Cent im Monat kosten. Tja, es kostet viel mehr und die Kugel Eis ist mittlerweile, auch dank teurer Energie, bei 1,50 EUR und mehr angekommen.

Unsere Diskussion und deine Perspektive hat auf jeden Fall dazu geführt, mich noch mehr (als mein bisher konsumiertes Wissen - was ja neben Work/Life ja nie 100 % betragen kann) mit der Thematik auseinander zu setzen.
Das die Energiewende Geld kostet und auch weitaus mehr als veranschlagt ist offensichtlich. Wären KKW im Weiterbetrieb sinnvoll gewesen? - ja. Und das sicher auch günstiger und sauberer als die jetzigen Lösungen. Das Kind ist aber offenbar in den Brunnen gefallen. Baut man jetzt neue KKW? Von welchem Zeitraum redet man da, also technisch am Netz und mit dem nötigen ausgebildeten Personal? Wenn man Energieversorger findet, die das finanzieren - gerne.
Wind- und Sonnenenergie haben ja keine Brennstoffkosten. Sobald die Dinger gebaut sind, produzieren sie günstigen Strom. Nur halt nicht durchgängig, dazu braucht es dringend Batteriespeicher und vor allem Wasserstoffspeicher, die den steigenden Bedarf decken können. Da muss weiter investiert und geforscht werden, vor allem bei Wasserstoffspeichern, damit diese schnell Marktreife erlangen und dann muss man welche bauen. Das alles kostet.
Gibt es eine Alternative? Das Festhalten an fossilen Energien, und das ist doch gerade in den letzten 5 Jahren offensichtlich, ist ein riesiges wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Risiko.
Letztendlich ist es eine Diskussion, ob man die sehr hohen Kosten für eine Klimaneutralität und Unabhängigkeit akzeptiert oder nicht. Langfristig ist das m.E. der Weg. Wir sind uns einig, dass der Strompreis in DE im Vergleich viel zu hoch ist und vor allem für die energieintensive Industrie in DE ein enormer Wettbewerbsnachteil ist. Eine andere Herangehensweise, ein konsequenter Ausbau der EE inkl. Fitmachen des Stromnetzes plus Kernenergie hätten diesen Nachteil wohl abgemildert.

Zitat
Aber gut, was will man von Lobbyisten und Profiteuren auch erwarten, die wollen natürlich nicht, dass ihr Geschäftsmodell, an dem sie prächtig verdienen, endet.
Die Öl- und Gaslobby mit der ins Amt gehieften Bundeswirtschaftsministerin lassen herzlich grüßen!  ;)

Zitat
https://www.elektromobilitaet.nrw/infos/laden-am-arbeitsplatz/
Zitat
Also nicht, interessant. Eine Klage dagegen wäre noch interessanter, weil diese Regelung imho gegen den Gleichheitsgrundsatz im GG verstößt.
War auch mein Gedanke. Ich habe eine Argumentation gelesen, dass ja alle Arbeitnehmer des jeweiligen Unternehmens dieses Angebot bekommen und niemand ausgeschlossen wird.

Zitat
Bin gespannt, ob davon wirklich alle betroffen sind.
Zitat
Ich vermute, dass es natürlich nur die Betreiber von kleinen Anlagen treffen wird.
Würde mich nicht wundern, der Vertrauensverlust in die Politik ist noch nicht groß genug. Da braucht es noch ein bißchen mehr Futter...
« Letzte Änderung: Gestern um 19:32:33 von Pico »
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3323 am: Gestern um 20:34:56 »

Ich war der Meinung, dass eine Prognose von einem aus der Branche und dessen Marktkenntnis vielleicht ein einigermaßen akzeptabler Indikator für Dich ist.
Nein, Lobbyisten sind für mich keine unabhängigen, vertrauenswürdigen Instanzen, wenn der Lobbyist dann auch noch von „Die Energiewende wird Strom billiger machen“ labert, ist die Glaubwürdigkeit endgültig ruiniert.

Zitat
Gibt es eine Alternative?
Ja, die gäbe es: die völlig unwichtige "Klimaneutralität" um 30 oder 40 Jahre nach hinten zu verschieben und die Kosten so zu strecken, dass sie eben nicht ruinös sind. UND: alle Kosten, die unseren Unternehmen aufgebürdet werden, muss man auch ausländischen Unternehmen, die ihre Produkte hier verkaufen wollen, aufbürden, wenn das deren Staat nicht auch tut.

Zitat
Letztendlich ist es eine Diskussion, ob man die sehr hohen Kosten für eine Klimaneutralität und Unabhängigkeit akzeptiert oder nicht.
Bisher gibt es halt nur Kosten und weder Klimaneutralität noch Unabhängigkeit, dafür aber viele Leute, die sich an der "Energiewende" bereichert haben.

Zitat
Die Öl- und Gaslobby mit der ins Amt gehieften Bundeswirtschaftsministerin lassen herzlich grüßen!
Ich werde die Reiche nicht verteidigen.

Zitat
Ich habe eine Argumentation gelesen, dass ja alle Arbeitnehmer des jeweiligen Unternehmens dieses Angebot bekommen und niemand ausgeschlossen wird.
Wenn der Arbeitgeber Wohnungen für alle seine Angestellten mietet, müssen die auch als geldwerter Vorteil versteuert werden.
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Herr_Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3324 am: Gestern um 22:10:15 »

Soweit ich das mitbekommen habe:
- Eine der Buchhandlungen habe eine Rolle "im Kommunikationsnetzwerk der RAF" gespielt. Wie lange gibt es die RAF nicht mehr?
- Graffiti: Die Schmierereien - die eindeutig mindestens geschmacklos sind - sehen absolut alt aus.

Weimers Aussage, man habe politische Extremisten ausgeschlossen, ist ebenfalls mindestens fragwürdig.
Mal sehen ob er in seinem Wirken konsequent ist und von den kommenden Buchmessen auch rechte Verlage ausschließen lässt. Denn auch die Leipziger und Frankfurter Buchmesse werden/wurden durch Bund/Land mitfinanziert.
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3325 am: Gestern um 23:11:52 »

Soweit ich das mitbekommen habe:
- Eine der Buchhandlungen habe eine Rolle "im Kommunikationsnetzwerk der RAF" gespielt. Wie lange gibt es die RAF nicht mehr?
- Graffiti: Die Schmierereien - die eindeutig mindestens geschmacklos sind - sehen absolut alt aus.

Weimers Aussage, man habe politische Extremisten ausgeschlossen, ist ebenfalls mindestens fragwürdig.
Mal sehen ob er in seinem Wirken konsequent ist und von den kommenden Buchmessen auch rechte Verlage ausschließen lässt. Denn auch die Leipziger und Frankfurter Buchmesse werden/wurden durch Bund/Land mitfinanziert.

Geht ja hier mal wieder nicht um rechts oder links. Die RAF ist lange her, ja. Aber da weder bekannt ist, ob es sich um die gleichen Personen handelt (die den Laden führen), noch welche konkrete Rolle gespielt wurde, lässt sich das von außen nur schwer bewerten.
Zu den Schmierereien: Die könnte man auch mal entfernen oder zumindest unkenntlich machen. Ich denke schon, dass man davon ausgehen kann, dass das ein bewusster Ausdruck ist.

Ob das für verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse ausreicht und solche Konsequenzen rechtfertigt? Keine Ahnung. Und genau da fängt für mich das Problem an.

Skandalwürdig finde ich vor allem, dass man den Geheimdienst in Deutschland einsetzen kann, um in so einen Betrieb (Preisverleihung) einzugreifen, in dem man Bürger und Organisationen prüfen lassen kann, die daraufhin völlig intransparent mit der Aussage ausgeschlossen werden "ihr wurdet von der Jury nicht ernannt". Natürlich muss man sowohl prüfen, als auch ausschließen dürfen. Aber so ist das schlicht gelogen und verhindert den Rechtsweg. Im Zweifel kann man nicht unterscheiden, ob man einfach nicht nominiert wurde oder wegen verfassungsschutzrelevanten Erkentnisse nie wieder berücksichtig wird. Dabei sollte man sich gegen solche Erkentnisse wehren können. Schließlich kann sich auch ein Geheimdienst irren.
Bei Verfahren mit finanziellen Konsequenzen und potenziell erheblichem Imageschaden sollte das so nicht laufen.

Darüber hinaus bleibt durch die Intransparenz völlig unklar, was überhaupt als „verfassungsschutzrelevant“ gilt und nach welchen Kriterien entschieden wird, wer gefördert wird und wer nicht. Ist ein Laden mit entsprechenden Schmierereien wieder unproblematisch, wenn er die Fassade streicht? Oder wann „verjährt“ so etwas?
Das kann der Willkür Tür und Tor öffnen. Der Verdacht auf Willkür ist allerdings auf jeden Fall gegeben und sorgt nicht unbedingt dafür, dass das Vertrauen in die Institutionen wächst. Letztlich bleibt hängen: Wenn man vom Staat etwas will (z. B. Förderung), muss man damit rechnen, im Geheimen überprüft zu werden, um im Zweifel ohne nachvollziehbare Begründung aussortiert zu werden.

Mit dem Haber-Verfahren wurde hier ein ziemlich problematisches Instrument geschaffen: Über 1200 zivilgesellschaftliche Organisationen und 1300 Personen wurden in den letzten Jahren überprüft, ohne dass nachvollziehbar ist, ob und welche Konsequenzen sich daraus ergeben haben. Nicht mal für die, die von den Konsequenzen direkt betroffen wären.


Mir ist klar, dass die Arbeit von Geheimdiensten Grenzen der Transparenz hat. In solchen Fällen sehe ich diese Grenzen allerdings nicht zwingend erreicht.
« Letzte Änderung: Gestern um 23:25:41 von DragonFox »
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3326 am: Gestern um 23:47:20 »

Warum sollte der Verfassungsschutz denn nicht in Deutshcland eingesetzt werden dürfen und was soll daran skandalwürdig sein? Weil es zur Abwechslung mal nicht die AfD oder "Rechts" trifft?

Warum sollte der Staat radikale oder gar extreme Buchläden finanziell unterstützen, die den Staat selber ablehnen? Das ist absurd. Mich würde aber nicht wundern, wenn diese Läden vor Gericht erfolgreich wären.
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