Gut zusammengefasst.
Danke.

Ich würde es eher so sehen, dass eine vernünftige Mitte verloren gegangen ist die ja eigentlich das Gegenteil von linken und rechten Extremen ist. Die AfD ist ja so stark weil sie Themen aufgreift die andere Parteien links und rechts liegen lassen,z.B eine vernünftige Grenzschutz und Einwanderungspolitik und das Erkennen,dass man da bisher,und schon sehr lange,grundfalsch gehandelt hat sollte normal sein, bei jeder Partei die der Mitte angehört.
Pro Atomkraft zu sein gilt international jetzt auch eher als grün,vernünftige Energiesicherheit sollte auch ein anliegen der Mitte sein.
Schulden machen ist auch nicht per se links, der Gedanke, dass das Geld an Bäumen wächst und zu verdrängen,dass alles auch zurückgezahlt werden muss und Sachen dadurch auch teurer werden vielleicht eher.
Die Union hat sich ja selbst dafür entschieden lange eine unkontrollierte Einwanderung zuzulassen und wenn man als Bürger die Folgen spürt wird mit den Schultern gezuckt.
Allgemein gibt man sich eher ignorant und wenn Probleme benannt werden wird entweder so getan als ob es keine große Sache ist oder der Bürger einfach zu blöd ist die Zusammenhänge zu verstehen, dabei gibt der Ablauf und das Resultat den Kritikern zu oft recht.
Wenn du damit meinst, dass die vernünftige Mitte keine vernünftige Poliktik mehr macht, stimme ich dir zu. (Wobei es ja auch nicht implizieren soll, dass außerhalb der Mitte gute Politik gemacht wird...) Aber das ist ja nicht das, worum es mir ging. Macht aber auch nichts. Kann ja auch beides richtig oder falsch sein.
Was ich meine ist, dass es völlig in Ordnung ist gegen linke oder rechte Politik zu wettern. Aber ein Beispiel: Wenn man gegen linke Politik wettert und dann als Beispiel sowas wie das Intrasparenzgesetz hernimmt, dass mit konservativer Begründung (Spionageabwehr, innere Sicherheit, Sparen) von der CDU in Stellung gebracht wird, dann ist das meiner Meinung nach eine blanke Fehlinterpretation. Hier wird so getan, als müsse alles was nicht liberal und gut für den Menschen sei links sein. Die CDU wird hingestellt, als würde sie dem linken Marsch durch die Institutionen vorschub leisten. Findest du sowas nicht unheimlich anstrengend überhaupt zu diskutieren?
Das Gefühl, dass die Bürger für blöd verkauft werden, habe ich nicht. Also nicht mehr als früher. Man könnte dem ja auch entgegen stellen, dass es heute viel mehr alternative Fakten, Blasen mit kruden Interpretationen und stärker Polarisierung gibt als früher. Ich denke, die Wechselwirkung zwischen Bürger und Politiker ist komplexer, als sie nur auf den Zustand zu reduzieren, dass man für blöd verkauft wird.
Schau dir doch mal den Artikel über das Informationsfreiheitsgesetz an den Pico gepostet hat, da wird eher an Einschränkung von Transparenz gearbeitet statt gute Politik zu machen. So sorgt man dann zusätzlich für Vertrauen. 
Ich frage mich ja eh ob man nicht eine verklärte Vorstellung von Politik hat bevor es andere Wege gab sich zu informieren, heute hast du durch social media einfach alles mögliche auf dem Schirm ohne groß zu suchen.
Ich bin mit dem Thema vertraut und es ist ein Trauerspiel.
Vor allem schade, weil mich die Regierung gerade von einem kleinen Hoch in das nächste Tief bringt. Ich finde manche Reformvorschläge der letzten Wochen ganz gut und im gesamten positiv. Wobei ich dazu sagen muss, dass mein Anspruch an die Politik sehr gesunken ist. Mittlerweile bin ich froh, wenn auch nur irgend ein gemäßigter Vorschlag einen guten (und auch gewollten) Effekt zeigen würde und die Regierungskoalition eine Zustimmung zwischen 50-60% dafür bekommen würde. Einfach nur, damit mal wieder Vertrauen zurück gewonnen wird, dass überhaupt irgendwas geht, was nicht sofort im Nichts verpufft oder von der Boulevard und später dann in allen Gassen kontrovers spaltend zerrupft wird und die Menschen in die Verzweiflung, Desinteresse oder politischen Ränder treibt. Da gibt es bei diesen 34 Punkten sicher einzelne Punkte welche die ich persönlich nicht toll finde. Aber das Gesamtpaket macht wenigstens was.
Und dann kommen die Pläne mit dem Informationsfreiheitsgesetz und mein kurzes Aufwallen eines positives Gefühls verflüchtigen sich. Und dann kommen die Pläne Steuerhinterziehung massiv anzugehen (bisher leider nur von der SPD) und schon bin ich wieder etwas positiver gestimmt. Es ist wie eine Achterbahn.
Das es schlau gewesen wäre damals mal mit einer kleinen Version der Lucke AfD zu regieren kann wohl keiner bestreiten, so hält man eine Brandmauer hoch bei der jeder weiß das sie nicht funktioniert. Gleichzeitig verbreitet man das Märchen, dass das aufgreifen von Themen der AfD sie großmachen würde, damit sich auch ja nichts ändert. Die Zwickmühle,dass man nur etwas beschließen könnte das der AfD schadet wenn man mit der AfD regiert hat sich die Union selbst zuzuschreiben, aber wie gesagt eigentlich würde ich die Erkenntnis und Realitätsinn zu Veränderungen auch von einer ,in der Mitte stehenden,SPD erwarten.
Lucke war 2013-2019, oder? Gab es da den eine Option zu regieren? Das hätte ja zeitlich die letzte Merkel-Legislatur sein müssen. Oder verstehe ich dich falsch?
Das Märchen ist ein Märchen. Es gab da so viele Warnungen von Experten und der Wissenschaft. Immerhin habe ich das Gefühl, dass es in letzter Zeit nicht mehr versucht wird.
Ich würde schon sagen, dass die Brandmauer in so fern funktioniert, als dass sie einen Effekt hat. Den kann man halt positiv oder negativ finden. Aber für mich stellt sich die Frage, ob die Brandmauer in naher Zukunft auf Bundesebene (auf Gemeindeebene sieht die Sache schon lange anders aus) überhaupt noch funktionieren kann. Und zwar nicht wegen positiver oder negativer Effekte, oder weil ich denke, dass die CDU mit der AFD koalieren sollte. Sie wird, wenn es so weiter geht, müssen. Es gibt ja sonst keine Alternative. Soll es eine Koalition aus vier Parteien richten? Da ist doch das Scheitern vorprogrammiert.
Ein Unterschied der mir bei extremen rechts und links auffällt ist die Wachsamkeit von teilen der Gesellschaft, gegen die AfD gibt es Widerstand, Brandmauer, da wird offen aufgestanden und dagegen gearbeitet und protestiert, linke Themen schleichen sich eher in normale Debatten der Mitte ein, es wird gegen ein Gesetz gewettert das Enteignungen verbieten soll. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/enteignung-wohnungskonzerne-spd-cdu-berlin-100.html
Jahrelang wird das "Nie wieder" hochgehalten nur um von einem Teil der linksextremen und linken Szene dann erodiert und umgedeutet zu werden. Greta Thunberg Neulich bei nem Protest mit Intifada Shirt. https://www.tagesspiegel.de/berlin/greta-thunberg-abermals-dabei-nachster-blockadeversuch-vor-rheinmetall-werk-in-berlin-wedding-15838627.html
Extremer Klimaaktivismus wird zu unkritisch betrachtet, neulich hat da wieder eine linke Gruppe eine Bahnstrecke lahmgelegt,Radikalisierung, auch durch die Bewegung um Thunberg und co, hat man nicht genug auf dem Schirm. https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/kommando-angry-birds-bahn-sabotage-anschlag-linksextremismus-100.html
Jup, in der Wachsamkeit und Lautstärke gibt es Unterschiede. Ich finde daran aber auch per se nichts negatives. Wenn "linke Wachsamkeit" sich nicht von linker Gewalt oder linkem Extremismus distanziert wird es für mich sehr problematisch.
Zu deinen Beispielen:
Gegen ein Gesetz wettern ist doch nicht schlimm. Das ist Politik. Oder findest du das in dem Fall bemerkenswert, weil es um ein sehr stark links besetztes Thema (Enteignung) geht?
Und naja...Extremer Klimaaktivismus, der in Straftaten mündet, wird meiner Meinung nach nicht unkritisch betrachtet. Das sind Straftaten und ich wüsste jetzt nicht wer da jubelt oder es sogar beführwortet. Wobei... Irgendwer wird schon jubeln. Aber es haben ja auch Leute gejubelt, als in Deutschland Asylantenheime brannten. Es gibt halt immer Abgründe. Beides ist scheiße.
Was ist mit dem "Nie wieder" passiert? Ich weiß nicht was du meinst, bzw kenne es nicht.
Wenn man als Beispiel mal nach Frankreich schaut haben die Franzosen 2027 die Wahl zwischen dem RN und dem LFI, da fragt man sich als Deutscher wie es so weit kommen konnte,dabei sind wir auch auf dem besten Weg dahin.
Da hätte aber ein Deutscher langezeit nicht mehr die Entwicklungen in der französischen Politk verfolgt.

Mal sehen. Ich drücke uns die Daumen.
Ja gut. Wenn man sich in den Kopf setzt, dass man "die Bonzen" nicht besteuern kann, dann kann man das auch nicht.
Wer etwas gegen Bonzen in kommunistischen Systemen unternehmen wollte, landete im Gulag.

Ich wusste nicht die Gründe, warum Menschen in Deutschland so geringes Vermögen haben.[..]
Außer Signor Rossi kann das niemand wissen.
Damit hast du dich jetzt endgültig aus dem Kreis derer verabschiedet, die von mir noch eine Antwort bekommen.
All Right Then, Keep Your Secrets. Machs gut.