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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 1552392 mal)

veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3700 am: 07.September 2026, 18:25:08 »

Naja. Vieles davon ist nunmal notwendig, manches sehe ich ähnlich.
...

Hier störe ich mich dann doch an vielen Sachen.

Aktionärsgewinne: Warum ist das schlecht? Ich bin selbstständig und meine Altersvorsorge funktioniert zum großen Teil über Aktien. In den USA ist das üblich. Ausschüttungen an Aktionäre funktionieren nur, wenn Unternehmen Gewinne machen. Gesunde Firmen = sichere Arbeitsplätze. Du musst ja jubilieren, dass die Aktienkurse von VW, Mercedes und Co im Keller sind. Am besten wir werden noch linker, dann vernichten wir nämlich noch mehr Arbeitsplätze. Aktionärsgewinne bleiben dann immerhin aus. Habe diese Sicht nie verstanden. Anstatt Aktionärsgewinne zu verhindern sollten wir mehr Aktionäre schaffen, die dann alle von diesem Wohlstand profitieren!

Klimaschutz und Deutschland als Vorreiter: Ist gescheitert. Die Presse im Ausland lacht über uns und unsere hohen Energiepreise im Zuge der Energiewende. Auch wenn es wegen hoher Steuern und Abgaben ein Stück eine Mogelpackung ist, bleiben nur hohe Kosten im Ausland hängen und natürlich die Deindustralisierung, die hier wie ein Rattenschwanz dranhängt. Grüne haben früher im Zuge der Erneuerbaren behauptet, dass es dadurch günstiger wird. Müsste halt irgendwann mal anfangen. Dann inzwischen zweifelt der "dumme" Bürger daran.

Geld für Unsinn: NGOs mögen im Vergleich zu den Steigerungen der Rentenbeiträge kleine Kosten verursachen. Aber mit den Millionen, die da unnötig verbraten werden, ließen sich zum Beispiel sehr sehr viele Schulen fördern und Lehrer bezahlen. Es ist halt immer die Frage welche Vergleichswerte man heranzieht. Viele NGOs haben sich ja das Fördern der Demokratie und "gegen Rechts" auf die Fahnen geschrieben. AfD im ersten Bundesland bei knapp 44 %. Also definitiv sinnvoll investiert!

________

Noch ein paar andere/ähnliche Sachen.

AfD: Ihr großer Vorteil ist, dass sie ihre Wähler noch nie enttäuschen konnten. Die größte Gefahr für die Altparteien ist, dass sie es wirklich besser machen oder sich zumindest auch weiterhin besser verkaufen. Die Leute haben SPD, Grüne, CDU und Co immer aus Gründen gewählt. Und die damit zusammenhängenden Wahlversprechen wurden enttäuscht. Die CDU tönte "links ist vorbei", "mit uns gibt es keine Steuererhöhungen", etc. Nichts ist mit den aktuellen Linken umzusetzen und so wandern dann auch viele CDU-Wähler zur AfD. Also haben die Linken schon etwas damit zu tun, die CDU, die zu viel mit sich machen lässt, aber auch. Und viele Nichtwähler konnten ja auch mobilisiert werden. Ganz nebenbei... ist das nicht sogar demokratiefördernd?

Steuern: Für mich ein wichtiger Punkt, der häufig unterschlagen wird. Wobei es nicht nur Steuern sind. Bürger reagieren sehr sensibel darauf, was ihnen am Monatsende übrig bleibt oder nicht. Die aktuelle Regierung wird wohl nichtmal die Inflation ausgleichen, Beiträge (Rente, Pflege...) werden steigen. Und die Beitragsbemessungsgrenze wird ebenso angehoben. Zudem gibt es eine Zuckersteuer, die erst zweckgebunden ins Gesundheitswesen fließen sollte, jetzt wohl aber nicht mehr. Wo sind die versprochenen Entlastungen? Klimageld? Senkung der Stromkosten? Der Bürger will sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen. Ob es bei der AfD anders läuft? Vielleicht nicht. Aber die konnten sich halt noch nicht beweisen. Ihr Vorteil.

Steuern II: Ich bin der Meinung, dass wir hier an einer sensiblen Stelle sind. 10 % Steuern sind zu wenig. Damit kann der Staat die Straßen, etc. nicht am Laufen halten. 100 % Steuern wären aus Sicht der Politiker optimal, oder? Natürlich nicht, dann würde nämlich niemand mehr Arbeiten gehen. Und irgendwo dazuwischen liegt der Punkt, wo Leute, die es sich leisten können, lieber weniger arbeiten und mehr Freizeit genießen. An diesem Punkt sehe ich mich irgendwo so langsam und andere Leute in der Selbstständigkeit/Freiberuflichkeit mit denen ich rede auch.

Grundsicherung: Puh. Also selbst die AfD sagt ja, dass jeder der hier Arbeit hat, auch hierbleiben darf. Aber das System ist hier m.M.n. sehr dysfunktional. Und ich bleibe auch dabei, dass es im großen Stil ausgenutzt wird. Quelle? Nein, nur meine persönlichen Erfahrungen hier vor Ort, Gespräche mit einem ehemaligen Klassenkameraden der im Jobcenter arbeitet, etc. Irgendwie müsste es umgekehrt sein. Jeder muss eine Leistung nachweisen und erst dann gibt es Geld. Und diese Leistung darf nicht in drei absichtlich fehlerhafte verfassten Bewerbungen bestehen. Und wer nicht eingezahlt hat, der hat mit wenigen Ausnahmen eigentlich kein Recht etwas aus diesem Topf zu erhalten.

Mir ist durchaus bewusst, dass das vermutlich hier als recht "rechts" angesehen wird. Da sehe ich mich auch, aber ausdrücklich nicht rechtsradikal. Habe noch nie die AfD gewählt und hoffe, dass das auch nicht nötig wird. Aber die einzig andere konservative Kraft hat sich zwischen den linken Parteien und der Brandmauer in eine Sackgasse manövriert. Aktuell ist konservative Politik unmöglich, denn solange die CDU zur Brandmauer steht, brauchen sich die linken Partien nicht zu bewegen. Das weiß die SPD sehr genau, weshalb in der Bundespolitik viel durchgesetzt werden kann. Ich denke die CDU würde sich einen Gefallen tun, wenn die Brandmauer fällt, eine Regierung mit der AfD aber nur als stärkere Kraft in Erwägung gezogen wird.

Der Punkt wo ich die Wahl der AfD in Erwägung ziehe ist, wenn die CDU mit "Der Linken" zusammenarbeitet. Die halte ich für noch gefährlicher und damit macht sich die einzig andere konservative Partei halt komplett unglaubwürdig. Das wäre dann der Sargnagel für die CDU. Vielleicht erfindet sich die FDP ja mal neu. Eine starke FDP könnten wir aktuell gut gebrauchen.

LG Veni_vidi_vici

OppaChonk

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3701 am: 07.September 2026, 18:30:51 »

Das wäre mir aber, mit Verlaub, für eine solche Forendiskussion zu müßig gewesen...
Dann lass es doch ganz sein. Aber nein, du hattest den Drang, unbedingt widersprechen zu müssen und mir ein "AfD-Programm" anhängen wollen. Doppelgähn. Dieses "Du Rechter!!!"-Geschrei ist einfach nur noch nervtötend, ohne jeglichen Sinn und Verstand, und mit dem Effekt, dass die Leute erst recht die AfD wählen. Soll ich? Dann kannst du dich rühmen der AfD eine Stimme mehr verschafft zu haben. Nein, keine Sorge, ich bleibe bei der FDP, die ist für Linke ja sowieso kaum besser.

Aber das hatte ich ja schon antizipiert: "für den ein oder anderen mag das sicher "rechtsradikal" sein".

Zitat
Die Endbetrachtung bleibt aber so bestehen: dein "Anti-AfD-Programm" besteht zum größten Teil aus AfD- und, an zweiter Stelle, BSW-Punkten.
Kompletter KI-Humbug ist das. Ich plädiere weder für eine massenhafte "Remigration" auch gut integrierter Ausländer, noch will ich die Schulpflicht oder den ÖRR abschaffen. Von einer Steuerreform im AfD-Sinn findest du bei mir auch nichts.

Zitat
...Arbeitende...Nichtwählende...CDU-Wählende
LOL  O0 Diese Verhunzung der deutschen Sprache muss ich auch noch in mein Neonaziprogramm aufnehmen O0

Zitat
Warum Arbeitende in ST vorrangig die AfD gewählt haben, ist mir aus rein faktischer Sicht schleierhaft.
Kann ich dir erklären: die Menschen habe die Schnauze voll, arbeiten zu gehen und vom dt. Staat für Sozialleistungen für Ausländer in D und für Feiminismuskurse oder ähnlichen Schwachsinn in fremde Staaten geschröpft zu werden. Vor allen Dingen dann, wenn der Faulenzer in Grundsicherung netto kaum weniger Geld zur Verfügung hat. Das kann man dann Fremdenfeindlichkeit, Neid oder auch "Das Hemd ist mir näher als die Hose" nennen.

... okay, ich geb's auf. Ich habe dir die Hand gereicht und von dir kommt wieder Mal nur populistischer Quatsch. Damit ziehe ich mich hiermit aus der "Diskussion" zurück.
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kn0xv1lle

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3702 am: 07.September 2026, 18:31:43 »

Warum sollte ich? Bei den EE werden jede Menge Kosten nicht mit eingerechnet. Die Braunkohle würde ich als ÜBERGANG, als Alternative zu noch zu bauenden Gaskraftwerken weiter nutzen, bis EE und KKW auch in Dunkelflauten genug Energie liefern. Das Geld, das man durch den Nicht-Bau von Gaskraftwerken einspart, kann man dann für EE-Kraftwerke einsetzen. natprlich muss man Geld in KKW stecken, das kann man aber über die extrem lange Nutzungsdauer strecken.
Zitat
Kernkraft ist staatlich subventioniert und nur deswegen so günstig.
Und EE werden nicht subventioniert? Es wurden sehr viel mehr Subventionen in EE versenkt als in KKW.
Interessante Behautpung. Und bei KKW und Braunkohle wird alles eingerechnet ? Auch ein Braunkohlewerk verursacht ewigkeitskosten.
Ganze Landstriche in NRW sind unbewohnbar, belastet, oder werden schlicht geflutet, sobald man die Pumpen abstellt.
RWE hat dazu Rückstellungen im Milliardenbereich. Aber das ist ein dauerhaftes Problem über hunderte von Jahren, da werden die Milliarden nicht reichen.
Dazu kommen dann so spaßige Sachen wie Bewegter Boden:
(click to show/hide)

Dazu gleiches Spiel bei den KKW. Die Kraftwerksbetreiber haben sich für 24,1 Milliarden freigekauft von jeglichem Risiko. Dies trägt nun einzig und allein der Steuerzahler. Für Abfälle die Über Millionen von Jahren Strahlen. Dazu Endlagersuche immernoch nicht abgeschlossen.
Heißt die Rechnung für die KKW kannste ruhig noch offenhalten. Alleine moralisch fragwürdig dies künftigen Generationen einfach so zu hinterlassen, wenn es andere Optionen gibt.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3703 am: 07.September 2026, 18:39:58 »

... okay, ich geb's auf. Ich habe dir die Hand gereicht...
Wo denn? Du hast nur wiederholt, warum mein Anti-AfD-Programm eigentlich ein AfD-Programm ist. Dass man in so ein Wahlprogramm Punkte aufnehmen und dann auch tatsächlich umsetzen muss, die Wähler hin zur AfD treibt dürfte wohl nur logisch sein. Mit "Weiter so" oder noch mehr illegaler Migration bei gleichzeitiger Deindustrialisierung wird man sicher keinen von diesen Wählern ansprechen. Im Gegenteil damit vergrault man immer mehr Wähler.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3704 am: 07.September 2026, 19:10:12 »

Interessante Behautpung.
Tatsache:

Und da fehlen ja noch vier Jahre.

Wo sind denn in NRW ganze Landstriche unbewohnbar? Die renaturierten Tagebaue werden ja meistens als Naherholungsgebiete angelegt, das soll niemand wohnen.

Zitat
...moralisch fragwürdig...
O0 Sollten wir Deutschen nicht einfach alle Aktivitäten einstellen, die irgendwelche Schäden verursachen könnten? Keinerlei Bergbau, keinerlei Landwirtschaft, keinerlei Produktion, nichts.

Zitat
...dies künftigen Generationen einfach so zu hinterlassen, wenn es andere Optionen gibt.
Ja, da machen wir lieber Billionenschulden, ruinieren unsere Wirtschaft und hinterlassen den zukünftigen Generationen eine gewaltigen Zinslast, einen Schulden-Mount Everest und ein kaputtes Land. Zumindest blühen in den Industriebrachen dann ein paar Blümchen, ist doch auch was und so eine Brennnessel- und Löwenzahnsuppe ist mega gesund!

Zitat
Für Abfälle die Über Millionen von Jahren Strahlen.
Jau, wir müssen das unbedingt für Milliarden Jahre sicher in der Erde verbuddeln, nicht dass irgendein Blödmann noch auf die Idee kommt, das Zeug in ein paar Jahrzehnten als Rohstoff nutzen zu wollen!
« Letzte Änderung: 07.September 2026, 19:11:47 von Signor Rossi »
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kn0xv1lle

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3705 am: 07.September 2026, 19:38:18 »

Die Einspeisevergütung ist jetzt für dich also die große unbekannte ? Die ist immerhin Jährlich bezifferbar. Die Kosten aus Rückbau von  KKW und Braunkohlekraftwerke sowie Lagerung der ganzen scheiße ist dagegen eine große unbekannte. Von den Naturschäden und laufenden Pumpen mal abgesehen.
Dazu kann man sich ja freuen sollte hier in Europa doch mal ein KKW hochgehen. Da brauchste dir dann auch keine Gedanken mehr um die Deutsche Wirtschaft machen. Mal davon ab wird Einspeisevergütung zu großen Teilen von eben jenen getragen, die CO2 zu großen Teilen in die Luft blasen.

Aber ja du kannst gerne in Polemik verfallen. Moralisch vertretbar den nächsten Generationen wird es dadurch nicht. Mal davon ab das wir wirtschaftlich auch noch weit weg vom Verfall sind. Bspw. hatten wir im Juni den Exportstärksten Monat seit jeher. Heißt es geht wieder etwas bergauf mit der Wirtschaft. Allgemein ist 2026 wieder ein gutes Jahr.
Dazu Exporte in den Europäischen Raum sind auf einem Rekordstand. Jetzt können die ganzen AFD Wähler sich ja mal fragen was passiert wenn die AFD wirklich ihre EU Fantasien wahr macht. Dann können wir uns viel eher von unserer Wirtschaft verabschieden als durch die Energiewende.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3706 am: 07.September 2026, 19:44:23 »

Die Einspeisevergütung ist jetzt für dich also die große unbekannte ?
Wieso Unbekannte?

Zitat
Aber ja du kannst gerne in Polemik verfallen.
So wie du in Panikmache und Moralismus.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3707 am: 07.September 2026, 22:34:30 »

@Kn0xv1lle : Ich habe explizit geschrieben, dass die Finanzierbarkeit nicht gegeben ist. Was danach kam war überspitzt und ironisch gemeint. Ich hätte vielleicht noch Merz dazuschreiben sollen um es deutlicher zu machen. Sie würden damit auf jeden Fall den Merz-Kurs einschlagen, wenn sie sich das wagen würden...
Bin gespannt wieviel die beim Rundfunk in Sachsen-Anhalt sparen wollen. Das läuft nicht über den Landeshaushalt meines Wissens.

Zum Thema Beamte in einer solchen Größenordnung ersetzen. Da müssen sie erstmal das Geld für auftreiben und ich bezweifledass dies so einfach sein wird.

Vielleicht sollte ich mir das Wahlprogramm der afD in Sachsen-Anhalt mal durchlesen. Es ist nicht so interessant gewesen für mich bisher.

Ich bin da ganz bei dir, dass viele im Bürgergeld Aufstocker sind. Traurig genug, dass man von seiner Arbeit in Deutschland nicht leben kann. Ist wohl ein "Lohnproblem" und ein "Kostenproblem" im Alltag. Trotz allem haben sie meinen Respekt wenn sie trotzdem arbeiten gehen. Für einen Aufstocker zahle ich gerne Steuern um ihn zu unterstützen und auch für Kinder.
Ich kann ein Baby-Begrüßungsgeld machen und ein traditionelles Familienbild bevorzugen (finanziell). Trotzdem kann sich jeder frei auch dagegen entscheiden. Als Single zahlst du auch mehr in die Pflegeversicherung ein. Aber ob das ein Grund ist sich irgendeine Frau zu schnappen und sie zu heiraten, wenn du das Singleleben liebst, da denke ich nicht. Beim traditionellen Familienbild sehe ich eher Mann/Frau und 1-3 Kinder. Wer jetzt Vollzeit arbeitet ist offen. Soll ja Frauen geben die mehr verdienen, da kann Mann auch zu Hause bleiben. Wäre trotzdem eine Kernfamilie. Muss nicht für jeden etwas sein, aber man kann sich immer dagegen entscheiden.

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kn0xv1lle

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3708 am: 07.September 2026, 23:20:46 »

Das ist es ja eben. Die AfD nennt keine Punkte an denen sie Einsparungen vornehmen kann die ihr Programm finanzieren. Das ist aber auch vollkommen egal. Man muss sich von dem Gedanken verabschieden das in Sachsen Anhalt irgendjemand die Partei wegen dem Wahlprogramm gewählt hat. Vielleicht noch am ehesten die Rechtsradikalen. Alle anderen die man fragt sagen immer das gleiche Mantra. Man hofft das sich etwas ändert. Was genau sich ändern soll ? Da wird irgendwie niemand so recht konkret aber es schwingt da immer noch die alte Ost gegen West Mentalität mit. Und das kriegt man auch 36 Jahre nach dem Mauerfall einfach nicht aus den Leuten raus. Man kann sich denke ich schon auf Neuwahlen einstellen. Der BSW hat ja bereits angekündigt nicht mit der AfD zu kooperieren. Ich denke man wird da auch keine einzelnen Abgeordneten der anderen Parteien überzeugen können.


Wieso Unbekannte?

So wie du in Panikmache und Moralismus.

Du redest doch von unbekannten Kosten die bei Sonne und Wind die nicht eingepreist werden. Was übrigens auch völliger Quatsch wäre.

Ich halte es nicht für Panikmache die Risiken der Kernkraft und Braunkohle für Mensch und Umwelt zu berücksichtigen, wenn es um die Wahl der Energiepolitik geht. Vor allem wenn es sicherere und Umweltverträglichere Alternativen gibt.
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3709 am: 07.September 2026, 23:46:35 »

Ich bin da ganz bei dir, dass viele im Bürgergeld Aufstocker sind. Traurig genug, dass man von seiner Arbeit in Deutschland nicht leben kann. Ist wohl ein "Lohnproblem" und ein "Kostenproblem" im Alltag. Trotz allem haben sie meinen Respekt wenn sie trotzdem arbeiten gehen. Für einen Aufstocker zahle ich gerne Steuern um ihn zu unterstützen und auch für Kinder.
Ich kann ein Baby-Begrüßungsgeld machen und ein traditionelles Familienbild bevorzugen (finanziell). Trotzdem kann sich jeder frei auch dagegen entscheiden. Als Single zahlst du auch mehr in die Pflegeversicherung ein. Aber ob das ein Grund ist sich irgendeine Frau zu schnappen und sie zu heiraten, wenn du das Singleleben liebst, da denke ich nicht. Beim traditionellen Familienbild sehe ich eher Mann/Frau und 1-3 Kinder. Wer jetzt Vollzeit arbeitet ist offen. Soll ja Frauen geben die mehr verdienen, da kann Mann auch zu Hause bleiben. Wäre trotzdem eine Kernfamilie. Muss nicht für jeden etwas sein, aber man kann sich immer dagegen entscheiden.

Vielleicht sollte ich mir das Wahlprogramm der afD in Sachsen-Anhalt mal durchlesen. Es ist nicht so interessant gewesen für mich bisher.

Vielleicht machst du das mal, bevor du interpretierst was drin steht...

Du hast einfach nur ein Ding aus kn0xv1lle Satz genommen und das in Frage gestellt. Aber ein Wahlprogramm ist kein Rosinenpicken. Ich bin mir sicher, dass der Mensch der am weitesten von der AFD weg ist noch etwas im Programm finden würde, was er irgendwie ganz okay fände. Aber zu sagen, das ein Baby-Begrüßungsgeld von der AFD gut ist und alles andere im Programm zu ignorieren ist naiv.

Familie und Kinder pushen klingt gut. Es muss attraktiv sein in Deutschland eine Familie gründen zu können. Dabei belässt es die AFD aber nicht.

Hier mal ein Auszug:
"Steigende Abtreibungs- und sinkende Geburtenraten hängen auch damit zusammen, dass sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen mittlerweile mehr Akzeptanz genießen und offensiver beworben werden als die normale Familie aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen."

Dieser Text ist unglaublich wertend und zuspitzend. Das heißt nicht, dass man einfach mal Mann und Frau und der Familie was Gutes tut und fertig.

Erstens, es beginnt mit einem kausalen Zusammenhang, der nicht belegt wird und die eine komplexe demografische Entwicklung auf eine kulturellen Faktor zuspitzt.
Zweitens, sexuelle Abweichung ist stark normativ. Eine Abweichung ist nicht normal. Eine Abweichung wovon? Von dem was die AFD als normal ansieht?
Drittens, was bedeutet mehr Akzeptanz und Werbung? Mehr Akzeptanz als die traditionelle Familie? Oder als früher? Das für Homosexuelle Paare (als Beispiel) mehr Akzeptanz herrscht als für Familien aus Mann, Frau und Kind muss mir mal jemand belegen. Und stärkere Akzeptanz als früher kann ja wohl auch nicht sein, außer früher ist sehr kurz. So am Rande: Du bist der Meinung, dass man in den 90ern schon gut als Homosexueller leben konnte. Witzig, weil das für die ersten 4 Jahre nicht gelten kann. Das Straftrecht wurde erst 1994 geändert, laut dem homosexuelle Handlungen von Männern unter Strafe stand.

Und jetzt in Verbindung das hier, was kurz darüber steht:
So werden wir etwa den „Gleichstellungsbeauftragten“ durch einen „Familienbeauftragten“ AfD Sachsen-Anhalt ersetzen. Zu seinen Aufgaben gehört die Bewertung der Auswirkungen allen staatlichen Handelns auf die Geburtenrate und die Weiterentwicklung familien- und kinderfreundlicher Maßnahmen. Neue Regelungen und Verordnungen, aber auch bestehende Gesetze, müssen auf ihre Familien- und Kinderfreundlichkeit hin geprüft werden. Sachsen-Anhalt kann nur dann zum Familienland werden, wenn jegliche Anstrengung unternommen wird, Familien zu entlasten, zu unterstützen und bestehende Belastungen abzubauen.

Bestehende Gesetze müssen auf Familie und Kinderfreundlichkeit geprüft werden. Okay, ist das ein Problem, für Menschen, die ein Leben leben, in dem es nicht um Familiengründung und Familie geht? Zusammen mit dem Satz, dass sexuelle Abweichungen und nicht reproduktive Lebensweisen Akzepanz finden und für eine steigende Abtreibungs- und sinkende Geburtenraten hängen, wäre ich alarmiert. Ich hoffe du kannst dir ausmalen wie mit dieser Denkweise Menschen eingeschränkt werden können, weil sie dem Leitbild nicht entsprechen und "keinen Wert" bieten.

Ingesamt ist das eine ekelhafte Rethorik.

Die CDU hat ein konservatives Familienbild, dass auch Eltern stärken will und Mann, Frau und Kind unterstützen soll. Aber die schaffen es, alle anderen nicht als Schuldige darzustellen und durch die Blume anzukündigen, dass geprüft und bei Bedarf eingeschränkt werden könnte.
« Letzte Änderung: 08.September 2026, 00:56:09 von DragonFox »
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3710 am: 08.September 2026, 07:48:27 »

Du redest doch von unbekannten Kosten die bei Sonne und Wind die nicht eingepreist werden.
Oh my gosh, lies nach, was du zitiert hattest.

Dass diese Kosten "unbekannt" seien ist auch nur deine Erfindung, ich habe nur geschrieben, dass solche Kosten nicht mit eingerechnet werden, wenn von den ach so günstigen EE geredet wird. Wie zB. die Kosten für Speicher, Netzstabilisatoren und den Netzausbau, die uns noch viel Jahrzehnte belasten werden. Weil die komplette Energiewende von Anfang an auf Lügen (Kugel Eis) und Stümperei aufgebaut war und ist.

Zitat
Ich halte es nicht für Panikmache die Risiken der Kernkraft und Braunkohle für Mensch und Umwelt zu berücksichtigen...
Logisch, es ändert aber nichts daran, dass es Panikmache ist. Die deutschen KKW waren die sichersten der Welt, ein Erdbeben wie in Fukushima mit anschließendem Megatsunami gibt es in D nicht. Die Risiken des Abbaus für seltene Erden oder Lithium überlässt man auch gerne anderen Länder. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Zitat
Vor allem wenn es sicherere und Umweltverträglichere Alternativen gibt.
Die uns halt nur in den Ruin treiben, nachdem man voll funktionsfähige Kraftwerke wegen einer geisteskranken Ideologie zerstört hat.

World’s Dumbest Energy Policy
After giving up nuclear power, Germany now wants to abandon coal.

https://www.wsj.com/articles/worlds-dumbest-energy-policy-11548807424
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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3711 am: 08.September 2026, 09:00:35 »

Ja, wir sind längst vom Energie-Vorbild zum abschreckenden Beispiel geworden. Hab ich ja auch schon gesagt - niemand macht uns diesen Irrsinn nach. EE sind toll, müssen aber ins Gesamtkonzept schauen. Ich gucke seit ca. 1 Jahr auch auf 13 Windkraftanlagen. Habe ich kein Problem mit. Einmal habe ich schon gesehen, dass sie sich alle drehen. Mir wurde gesagt, sie schalten automatisch ab, wenn PV genug Energie erzeugt oder sie selber schon genug erzeugt haben. Klingt für mich nach Überkapazität. Allerdings fehlt mir hier das Fachwissen, dass mit anderen Energiequellen zu verrechnen. Meine teuren Stromkosten im Vergleich zum Ausland verstehe ich hingegen sehr wohl. Irgendwas passt also nicht. Entweder ist es teurer und/oder der Staat kassiert unter dem Vorwand der EE ab oder vermutlich beides. Richtig ist vermutlich, dass wir einen starken Überhang bei EE brauchen, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken. Und das teuerste Kraftwerk bestimmt häufig den Preis. Aber dann ist auch weiterhin keine Änderung in Sicht. Die Überbrückung mit Kernkraft wäre hier richtig und umweltfreundlich gewesen. Und zwar weil es die Akzeptanz durch eine Verringerung der Stromkosten gefördert hätte. Kleine Kraftwerke lassen sich inzwischen schneller herunterfahren, was die Sicherheit weiter steigern. Das Endlager-Problem bleibt - zumindest solange bis/falls der deutsche Wissenschaftler, der nach England gehen musste um zu forschen, den Restmüll zur Energiegewinnung brauchbar macht. Gibt glaub ich gerade ein Modellprojekt dazu in Afrika. Mal sehen, ob das funktioniert. Und mal sehen, ob dann die ganzen Grünen/Aktivisten umdenken können.

Unterdessen zieht die SPD aus dem Wahlergebnis aus Sachsen-Anhalt wohl die Konsequenz die Rentenreform wieder aufzuknüpfen. Wie immer kommt die SPD nach einer Schlappe zur irrsinnigen Einsicht man müsse noch linker werden. Nicht dass ich mit der Rentenreform in ihrer jetzigen Form zu 100 % überzeugt wäre. Aber es ist halt der neuerliche Vorstoß die CDU weiter nach links zu ziehen, was dann konservative Wähler eher zur AfD schwenken lässt. Dabei hatte man auf Bundesebene bei diesem Thema zumindest mal Einigkeit demonstriert. Aber was ist schon von einer Arbeitsministerin zu erwarten, die Arbeitgeber als Feindbild sieht.

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3712 am: 08.September 2026, 09:59:25 »

Ich habe auch überhaupt nichts gegen EE, auch eine Energiewende ist sinnvoll, um von Autokraten unabhängiger zu werden. Das muss aber mit Sinn und Verstand gemacht werden, planlos hunderte Milliarden EURO draufzuwerfen und es mit der Brechstange zu versuchen, war die dümmste Alternative, die man anbieten konnte.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3713 am: 08.September 2026, 11:02:40 »

Ich bin sehr gespannt was in den kommenden Jahren in Sachen-Anhalt passiert.
Wird sich die Afd entzaubern und die gleiche Politikverdrossenheit verstärken - wie alle anderen Parteien - oder werden sie merklich Dinge verändern und umsetzen?

Und wird die CDU bei den kommenden Wahlen ebenso in den Keller gehen wie die SPD?
Wie sehen die Wahlergebnisse in 10 Jahren aus. Afd, Linke und Grüne? CDU und SPD scheinen sich ja keinen Millimeter bewegen zu wollen und werden entsprechend abgestraft.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3714 am: 08.September 2026, 12:05:39 »

Falls Siegmund MP wird, dann gehe ich davon aus, dass das Bundesland wo es nur geht blockiert wird, Gelder gestrichen werden und dem MP Knüppel zwischen die Beine geworfen wird.

Dieses undemokratische Verhalten wird dann als "aufrechter Kampf gegen Rechts" zur Rettung "unserer Demokratie" verkauft und wird der AfD einmal mehr die Möglichkeit der Opferrolle und Rechtfertigung, warum man die Wahlversprechen nicht einlösen kann, verschaffen.

Da sich die etablierten Parteien mit diese Maßnahmen zufrieden geben und ansonsten dem "weiter so" in ihrer Politik frönen, wird insbesondere die Union massiv Wählerstimmen verlieren.

Der linke Block steht bei roundabout 40%, mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger, da wandern die Stimmen höchstens untereinander, die Union verliert aber an die AfD und diese Wählerstimmen sind nur schwer zurückzugewinnen, besonders wenn man auf linke Koalitionspartner angewiesen ist, die konservative Politik verabscheuen und blockieren.

Imho ist die Union stark in ihrer Existenz gefährdet und ich weiß nicht, wie sie aus dieser Zwangslage jemals wieder rauskommen will.
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kn0xv1lle

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3715 am: 08.September 2026, 12:16:48 »

Ist doch völlig egal was die etablierten Parteien machen. Die AfD wird so oder so in die Opfer Rolle gehen und behauptet man würde blockiert werden. Da sie die unrealistischen Wahlversprechen eh nicht einhalten können. Das weiß man ganz genau die Rhetorik wird in die Richtung gehen. Das eigene Versagen wird dann halt umgemünzt in wir wollen ja aber die da in Berlin lassen uns nicht.

Dazu ist eine Blockade gar nicht einfach so machbar. Umsatzsteueranteile, Länderfinanzausgleich, Bundesauftragsverwaltung – das sind grundgesetzlich bzw. gesetzlich fixierte Ansprüche, an denen keine Bundesregierung einfach drehen kann. Fördertöpfe und Ansiedlungsentscheidungen vielleicht schon eher. Dann bellt Herr Söder zwar aus Bayern aber ich kann mir nicht vorstellen das man den Länderfinanzausgleich abschafft. Da hängen zuviele andere Bundesländer dran.

Am Ende des Tages ist es eh egal. Ohne den BSW oder einzelne Abgeordnete wird ein Siegmund nicht MP. Ich kann mir nicht vorstellen das da einzelne Personen umkippen und zum Märtyrer werden wollen. Klingt auch blöd in den Geschichtsbüchern wenn man derjenige war,  der geholfen hat den ersten AfD Ministerpräsidenten zu stellen.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3716 am: 08.September 2026, 12:50:02 »

Die AfD wird so oder so in die Opfer Rolle gehen und behauptet man würde blockiert werden. Da sie die unrealistischen Wahlversprechen eh nicht einhalten können. Das weiß man ganz genau die Rhetorik wird in die Richtung gehen.
Also exakt das, was CDU und SPD seit Jahrzehnten machen. Zum Beispiel Bürokratieabbau versprechen und das Gegenteil umsetzen.
Grade an das Wort "Bürokratieabbau" kann ich mich sehr gut erinnern. Das erste Mal habe ich es gehört als ich 8 war und mich gewundert was das ist. In der Tagessschau hatten Politiker das Wort immer benutzt. Das war 1986. In den 40 Jahren seitdem wurde die Bürokratie nicht abgebaut, obwohl das vor jeder Wahl versprochen wird.

Genau diese leeren Versprechungen haben doch zu den massiven Verlusten geführt. Trotzdem gibt es ein "weiter so" mit den exakt gleichen Politikern.
In Wirtschaftsunternehmen funktioniert das anders. Wer Jahr für Jahr für sinkende Zahlen wird ausgetauscht. Warum ist das in der Politik anders?
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3717 am: 08.September 2026, 14:03:00 »

Also exakt das, was CDU und SPD seit Jahrzehnten machen. Zum Beispiel Bürokratieabbau versprechen und das Gegenteil umsetzen.
Grade an das Wort "Bürokratieabbau" kann ich mich sehr gut erinnern. Das erste Mal habe ich es gehört als ich 8 war und mich gewundert was das ist. In der Tagessschau hatten Politiker das Wort immer benutzt. Das war 1986. In den 40 Jahren seitdem wurde die Bürokratie nicht abgebaut, obwohl das vor jeder Wahl versprochen wird.

Geht es noch allgemeiner ? Bürokratieabbau ist genau wie Digitalisierung ein ständiges Buzzword das von jedem benutzt wird.
Google mal Entlastungskabinette. Dann siehst du das deine Aussage nicht der Wahrheit entspricht für die aktuelle Regierung zumindest. Ob das jetzt dem entspricht was du dir unter Bürokratieabbau vorstellst sei dahingestellt.
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3718 am: 08.September 2026, 14:31:33 »

Die aktuelle Regierung hat doch erst 40 Maßnahmen beschlossen. Das Statistische Bundesamt misst mittlerweile sehr umfangreich den Bürokratiekostenindex, Erfüllungsaufwand und Belastungsbarometer. Mal abwarten, wie es sich entwickelt. Die Belastung sinkt seit 10 Jahren kontinuierlich. Mehr könnte immer drin sein. Aber zumindest das Gefühl, dass es schlimmer wird, geben die Zahlen nicht her.


Und zumindest für den Otto-Normal-Verbraucher wie mich hat sich in der Digitalisierung schon was getan. Ich hatte vor kurzem mal nen Umzug, Wohnungswechsel, Auto ummelden, Reisepasse beantragen. Ich bin, bis auf den Reisepass, nicht auf dem Amt gewesen. Und auch dann mit passgenauem Termin per Website und vor Ort zwei Minuten Wartezeit, obwohl da ordentlich voll war. Alles andere online, schnell und ohne Aufwand. Steuererklärung ist mittlerweile digital, Nachweise müssen nicht mehr vorab mitgeschickt werden. Banke und Depot Eröffnungen macht man mittlerweile vom Sofa aus. Digitaler Ausweis und Identverfahren funktionieren. Krankmeldung geht digital an den Arbeitgeber, für Rezepte gehe ich nicht mehr in die Praxis.
Darauf darf man sich nicht ausruhen und mir ist klar, dass meine privaten Vorgänge nicht der große Faktor für Deutschland sind... Aber ich wurde in den letzten zwei bis drei Jahren mehrmals positiv von Vorgängen überrascht, an die ich mich noch von vor 10 oder 20 Jahren mit Schrecken erinnere.
« Letzte Änderung: 08.September 2026, 14:37:04 von DragonFox »
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3719 am: 08.September 2026, 15:09:43 »

@ DragonFox : Ich habe genau auf das reagiert was kn0v1lle geschrieben hat. Lies das nochmal nach. Es ist keine gute Diskussionskultur mir jetzt Rosinenpicken vorzuwerfen. Kn0xv1lle hätte ja genauer ausführen können was man darunter versteht. Nur zu schreiben : Traditionelles Familienleitbild und "Baby-Begrüßungsgeld" ist gegen queere Menschen ist nämlich Schwachsinn. Klingt hart, aber da muss man dann schon in die Tiefe und das genauer ausführen. Er hat die Behauptung schliesslich in den Raum gestellt, er muss das auch untermauern. Denn nicht jeder hat das Interesse sich das gesamte afD-Programm in Sachsen-Anhalt durchzulesen.
Zu deinem Zitat : Die steigenden Abtreibungszahlen sind faktisch falsch. Sie sinken. Ende der 90er waren es 130000, 2025 etwa 106000 und 0,7% weniger als im Vorjahr. Ist es trotzdem zuviel? Ja kann sein. Es ist aber so, dass bei den Frauen zwischen 15 und 24 Jahren die Zahl gesunken ist und bei Frauen über 30 angestiegen ist. Dass die Geburtenrate sinkt ist übrigens richtig. 2025 hat sie mit 1,32 Kindern pro Frau einen TIefstand erreicht. Kann das damit zusammenhängen, dass sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen offensiver beworben werden als Familien? Da liefert die afD keinen Beweis. Vor allem war auch wo die Geburtenrate höher war die Akzeptanz von sexuellen Abweichungen und nicht-reproduktiven Lebensweisen gegeben. Klar kann man Familie mit Kindern bewerben. Aber das tut man halt nicht und ich bezweifle stark, dass dies einen Einfluß auf die Geburtenrate hat. Zumal sexuelle Abweichung super schwammig definiert ist. Homosexualität mag jemand als sexuelle Abweichung sehen, ich eher nicht. Ja zumindest in meinem Umfeld hat es auch 1990 keinen interessiert was das Strafrecht sagt. War man homosexuell, dann war das eben so und das ist auch gut so.
Ich brauche übrigens weder einen "Gleichstellungsbeauftragten" noch einen "Familienbeauftragten", das ist beides nur ABM für arbeitsscheue Leute. Wir haben ein Familienministerium und eine(n) Familienminister/in.
Das mit der Kinderfreundlichkeit ist deine Interpretation. Für mich fällt unter Kinderfreundlichkeit z.B. auch eine Tempo30-Zone vor Schulen, genug Spielplätze und Sportangebote. Und bei Gesetzen z.B. auch, dass man Kinderlärm aushalten muss, denn es sind nunmal Kinder. Familienfreundlichkeit ist auch nicht, was mich z.B. als Kinderlosen alarmiert.
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