Naja. Vieles davon ist nunmal notwendig, manches sehe ich ähnlich.
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Hier störe ich mich dann doch an vielen Sachen.
Aktionärsgewinne: Warum ist das schlecht? Ich bin selbstständig und meine Altersvorsorge funktioniert zum großen Teil über Aktien. In den USA ist das üblich. Ausschüttungen an Aktionäre funktionieren nur, wenn Unternehmen Gewinne machen. Gesunde Firmen = sichere Arbeitsplätze. Du musst ja jubilieren, dass die Aktienkurse von VW, Mercedes und Co im Keller sind. Am besten wir werden noch linker, dann vernichten wir nämlich noch mehr Arbeitsplätze. Aktionärsgewinne bleiben dann immerhin aus. Habe diese Sicht nie verstanden. Anstatt Aktionärsgewinne zu verhindern sollten wir mehr Aktionäre schaffen, die dann alle von diesem Wohlstand profitieren!
Klimaschutz und Deutschland als Vorreiter: Ist gescheitert. Die Presse im Ausland lacht über uns und unsere hohen Energiepreise im Zuge der Energiewende. Auch wenn es wegen hoher Steuern und Abgaben ein Stück eine Mogelpackung ist, bleiben nur hohe Kosten im Ausland hängen und natürlich die Deindustralisierung, die hier wie ein Rattenschwanz dranhängt. Grüne haben früher im Zuge der Erneuerbaren behauptet, dass es dadurch günstiger wird. Müsste halt irgendwann mal anfangen. Dann inzwischen zweifelt der "dumme" Bürger daran.
Geld für Unsinn: NGOs mögen im Vergleich zu den Steigerungen der Rentenbeiträge kleine Kosten verursachen. Aber mit den Millionen, die da unnötig verbraten werden, ließen sich zum Beispiel sehr sehr viele Schulen fördern und Lehrer bezahlen. Es ist halt immer die Frage welche Vergleichswerte man heranzieht. Viele NGOs haben sich ja das Fördern der Demokratie und "gegen Rechts" auf die Fahnen geschrieben. AfD im ersten Bundesland bei knapp 44 %. Also definitiv sinnvoll investiert!
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Noch ein paar andere/ähnliche Sachen.
AfD: Ihr großer Vorteil ist, dass sie ihre Wähler noch nie enttäuschen konnten. Die größte Gefahr für die Altparteien ist, dass sie es wirklich besser machen oder sich zumindest auch weiterhin besser verkaufen. Die Leute haben SPD, Grüne, CDU und Co immer aus Gründen gewählt. Und die damit zusammenhängenden Wahlversprechen wurden enttäuscht. Die CDU tönte "links ist vorbei", "mit uns gibt es keine Steuererhöhungen", etc. Nichts ist mit den aktuellen Linken umzusetzen und so wandern dann auch viele CDU-Wähler zur AfD. Also haben die Linken schon etwas damit zu tun, die CDU, die zu viel mit sich machen lässt, aber auch. Und viele Nichtwähler konnten ja auch mobilisiert werden. Ganz nebenbei... ist das nicht sogar demokratiefördernd?
Steuern: Für mich ein wichtiger Punkt, der häufig unterschlagen wird. Wobei es nicht nur Steuern sind. Bürger reagieren sehr sensibel darauf, was ihnen am Monatsende übrig bleibt oder nicht. Die aktuelle Regierung wird wohl nichtmal die Inflation ausgleichen, Beiträge (Rente, Pflege...) werden steigen. Und die Beitragsbemessungsgrenze wird ebenso angehoben. Zudem gibt es eine Zuckersteuer, die erst zweckgebunden ins Gesundheitswesen fließen sollte, jetzt wohl aber nicht mehr. Wo sind die versprochenen Entlastungen? Klimageld? Senkung der Stromkosten? Der Bürger will sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen. Ob es bei der AfD anders läuft? Vielleicht nicht. Aber die konnten sich halt noch nicht beweisen. Ihr Vorteil.
Steuern II: Ich bin der Meinung, dass wir hier an einer sensiblen Stelle sind. 10 % Steuern sind zu wenig. Damit kann der Staat die Straßen, etc. nicht am Laufen halten. 100 % Steuern wären aus Sicht der Politiker optimal, oder? Natürlich nicht, dann würde nämlich niemand mehr Arbeiten gehen. Und irgendwo dazuwischen liegt der Punkt, wo Leute, die es sich leisten können, lieber weniger arbeiten und mehr Freizeit genießen. An diesem Punkt sehe ich mich irgendwo so langsam und andere Leute in der Selbstständigkeit/Freiberuflichkeit mit denen ich rede auch.
Grundsicherung: Puh. Also selbst die AfD sagt ja, dass jeder der hier Arbeit hat, auch hierbleiben darf. Aber das System ist hier m.M.n. sehr dysfunktional. Und ich bleibe auch dabei, dass es im großen Stil ausgenutzt wird. Quelle? Nein, nur meine persönlichen Erfahrungen hier vor Ort, Gespräche mit einem ehemaligen Klassenkameraden der im Jobcenter arbeitet, etc. Irgendwie müsste es umgekehrt sein. Jeder muss eine Leistung nachweisen und erst dann gibt es Geld. Und diese Leistung darf nicht in drei absichtlich fehlerhafte verfassten Bewerbungen bestehen. Und wer nicht eingezahlt hat, der hat mit wenigen Ausnahmen eigentlich kein Recht etwas aus diesem Topf zu erhalten.
Mir ist durchaus bewusst, dass das vermutlich hier als recht "rechts" angesehen wird. Da sehe ich mich auch, aber ausdrücklich nicht rechtsradikal. Habe noch nie die AfD gewählt und hoffe, dass das auch nicht nötig wird. Aber die einzig andere konservative Kraft hat sich zwischen den linken Parteien und der Brandmauer in eine Sackgasse manövriert. Aktuell ist konservative Politik unmöglich, denn solange die CDU zur Brandmauer steht, brauchen sich die linken Partien nicht zu bewegen. Das weiß die SPD sehr genau, weshalb in der Bundespolitik viel durchgesetzt werden kann. Ich denke die CDU würde sich einen Gefallen tun, wenn die Brandmauer fällt, eine Regierung mit der AfD aber nur als stärkere Kraft in Erwägung gezogen wird.
Der Punkt wo ich die Wahl der AfD in Erwägung ziehe ist, wenn die CDU mit "Der Linken" zusammenarbeitet. Die halte ich für noch gefährlicher und damit macht sich die einzig andere konservative Partei halt komplett unglaubwürdig. Das wäre dann der Sargnagel für die CDU. Vielleicht erfindet sich die FDP ja mal neu. Eine starke FDP könnten wir aktuell gut gebrauchen.
LG Veni_vidi_vici