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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 1689486 mal)

fussballmonster

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3920 am: 16.Oktober 2026, 09:51:40 »

Über 350 Kinderehen alleine in Bawü: https://de.euronews.com/2026/10/13/auch-11-jahrige-verheiratet-uber-350-kinderehen-in-baden-wurttemberg-erfasst

Warum wird so etwas nicht automatisch aufgehoben und das Kind in die Obhut der Jugendamtes überstellt?
Es wird der gleiche Grund sein, warum in UK die Grooming Gangs über Jahre hinweg Mädchen missbrauchen konnten.
Die große Angst der Behörden als ausländerfeindlich / rassistisch zu gelten. Da wird lieber weggeschaut als diese, komplett falsche, Anschuldigung an der Backe zu haben.
Die Täter hatten allesamt pakistanische Wurzeln.


Das Gleiche ist in den USA mit der Feeding-Our-Future Organisation passiert. Eine Hilfsorganisation die vorgab Mahlzeiten an Kinder auszugeben und großzügig vom Staat unterstützt wurde. Mitarbeiter der Stadt haben frühzeitig gewarnt, dass die Abrechnungen nicht stimmen können. Die Verantwortlichen Stadt hatten Sorge, bei eingehender Prüfung, als Rassisten zu gelten da die Macher aus Minnesotas somalischen Community kamen. Also wurde jahrelang nichts gemacht und brav weiter bezahlt.
Als letztendlich alles aufflog kam Trump´s unnötige Aussage "their country stinks, we don't want them".
https://www.justice.gov/usao-mn/pr/three-defendants-feeding-our-future-fraud-scheme-sentenced-total-155-months-imprisonment

Alles beruht auf falsch verstandener Toleranz.
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Thorbinho09

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3921 am: 16.Oktober 2026, 10:51:16 »

Wenn du jetzt noch Linksradikale/-extremisten mit ins Boot holst, ist dein posting vollends rund :)

Gut, ich hatte in diesem Moment nur die nMn akute Gefahr für die BRD benannt, da ich nicht glaube, dass die Linke über kurz oder lang auf Bundesebene so zulegen wird. Extreme, rechts wie links, lehne ich generell ab.

Ich verstehe das auch alles nicht mehr. Auch jetzt dieses Gezänk um Bas und die böse CDU, die nicht rücksichtsvoll genug war. Es ist sehr nachvollziehbar, dass ein Trauerfall in der Familie jemand schwer belastet und die Arbeit darüber dann völlig nebensächlich wird, aber als Minister muss man trotzdem liefern, das ist kein simpler Bürojob.

Da hätte es ja aber auch Wege gegeben, zB. der Stellvertreter übernimmt für ein paar Wochen oder ein kommissarischer Minister wird bis zur Rückkehr ernannt. Aber nein, es muss die öffentliche Schlammschlacht sein und der Wähler guckt sich den Kindergarten von außen an und schüttelt nur noch mit dem Kopf.

Anstatt lediglich Mitgefühl auszudrücken und es dabei zu belassen... was ist wirklich wichtig im Leben?

Der Tankrabatt ist wirkungslos? Das sehe ich in der Form nicht, ich konnte heute morgen für 2,05 EUR tanken, das ist zwar immer noch sehr viel, aber doch 20 Cent weniger als zu Spitzenzeiten.

Also hier bei uns (Arnsberg) ist seit dem Tankrabatt der Preis (für Super Benzin) im Schnitt zwischen 2,25€ und 2,35€, also morgens wie nachmittags. Es waren vorher aber auch keine 2,50€. Somit ist hier nicht viel zu merken.

Die Sorge um die Zukunft ist schon belastend, zum Glück habe ich gerade in den 90ern auch sehr unbeschwerte Zeiten erleben dürfen, jetzt jung zu sein stelle ich mir echt schwierig vor.

Und das meine ich. Ich bin froh, dass mittlerweile auch meine Familienplanung abgeschlossen ist, denn ob wir heute nochmal (3) Kinder bekommen würden, haben meine Frau und ich auch schon diskutiert. Es gäbe bis dato keinen klaren Beschluss.

Und um diese meine Schätze sorge ich mich schon, wenn ich sowieso schon täglich überlege, wie es generell mit allem weitergeht. Daher kann ich die Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit total nachvollziehen.
Leider habe ich auch keine Lösung parat.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3922 am: 16.Oktober 2026, 22:06:42 »

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Magic1111

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3923 am: 27.Oktober 2026, 16:07:09 »

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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3924 am: 27.Oktober 2026, 18:12:44 »

Man darf gespannt sein, was die Linksextremisten am 31.10. veranstalten. Gibt es da Krawalle und ähnliche Szenen wie in Frankreich, ist auch das wieder nur Wasser auf die Mühlen der AfD.
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Magic1111

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3925 am: 27.Oktober 2026, 18:26:42 »

Man darf gespannt sein, was die Linksextremisten am 31.10. veranstalten. Gibt es da Krawalle und ähnliche Szenen wie in Frankreich, ist auch das wieder nur Wasser auf die Mühlen der AfD.

Das ist ja das Paradoxe an der Situation: Viele der eingesetzten "Mittel" der anderen Parteien, um die AfD politisch zu bekämpfen, bewirken genau das Gegenteil (u.a. die Brandmauer; keine Posten als Parlamentsvizepräsidenten; keine Posten in Ausschüssen und vieles andere).

Durch diverse Maßnahmen, die eigentlich gegen die AfD gerichtet sind, machen sie sie nur noch stärker.

Vielleicht wäre es mal an der Zeit, es genau anders zu probieren: Entzaubern durch (Mit-) regieren. Nämlich wenn die Wähler merken, dass die AfD auch keine Wunder wirken kann (sogar das Gegenteil), und viele in ihren Reihen von Politik keine Ahnung haben.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3926 am: 27.Oktober 2026, 21:14:17 »

Entzaubern durch (Mit-) regieren. Nämlich wenn die Wähler merken, dass die AfD auch keine Wunder wirken kann (sogar das Gegenteil), und viele in ihren Reihen von Politik keine Ahnung haben.
Der Zug ist auf Bundesebene schon abgefahren, die Union wird sicher nicht mit der AfD als größerem Partner regieren. Das müsste sich dann schon wieder umdrehen und die Union auch deutlich stärker als die AfD sein.
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Thorbinho09

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3927 am: 28.Oktober 2026, 11:29:13 »

Man darf gespannt sein, was die Linksextremisten am 31.10. veranstalten. Gibt es da Krawalle und ähnliche Szenen wie in Frankreich, ist auch das wieder nur Wasser auf die Mühlen der AfD.

Das ist ja das Paradoxe an der Situation: Viele der eingesetzten "Mittel" der anderen Parteien, um die AfD politisch zu bekämpfen, bewirken genau das Gegenteil (u.a. die Brandmauer; keine Posten als Parlamentsvizepräsidenten; keine Posten in Ausschüssen und vieles andere).

Durch diverse Maßnahmen, die eigentlich gegen die AfD gerichtet sind, machen sie sie nur noch stärker.

Vielleicht wäre es mal an der Zeit, es genau anders zu probieren: Entzaubern durch (Mit-) regieren. Nämlich wenn die Wähler merken, dass die AfD auch keine Wunder wirken kann (sogar das Gegenteil), und viele in ihren Reihen von Politik keine Ahnung haben.

Das könnte aber auch die Gefahr beinhalten, die AfD zu normalisieren bzw. als gewöhnliche Partei wie alle anderen anzusehen. Das wird sie nach dem Aufstreben der letzten Jahre sicherlich nicht so schnell entzaubern und in die Bedeutungslosigkeit bringen, wie erhofft.

Eventuell sollten die Parteien aber wirklich mal nicht immer auf AfD-Themen anspringen und versuchen, das Original zu kopieren - denn auch das bewirkt nur eine Normalisierung und Förderung des Originals - sondern sich einfach mal wieder auf ihre Kernkompetenzen besinnen und Politik für die Leute machen, für die diese Parteien stehen oder wohl eher mal standen. Einfach ehrlich arbeiten und als Volkspartei agieren. Das könnte für die SPD der allerletzte Strang sein, um wieder Volkspartei zu werden. Das geht in meinen Augen aber auch nur mit nem personellen Neustart und den wird es wohl bei all den Selbstdarstellern in vorderster Reihe nicht geben. Keiner räumt sein Pöstchen zum Wohle der Partei bzw. zum Wohle des Volkes. Neulich hörte ich noch, ob CDU und vor allem die SPD nicht eh schon klinisch tot sind und ob nicht Neugründungen von Parteien hülfen.
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Magic1111

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3928 am: 28.Oktober 2026, 12:38:22 »

...
Eventuell sollten die Parteien aber wirklich mal nicht immer auf AfD-Themen anspringen und versuchen, das Original zu kopieren - denn auch das bewirkt nur eine Normalisierung und Förderung des Originals
...

Vielleicht muss man sich aber in diesem Land langsam damit abfinden, dass die AfD-Themen von einer Mehrheit mittlerweile aller Wahlberechtigten in Deutschland genauso umgesetzt sehen wollen.

Hier vordergründig ein wirklich spür- und sichtbarer Rückgang nicht-europäischer Ausländer in Deutschland, in erster Linie aus dem Nahen Osten und Nordafrika (und zwar alle, die straffällig und/oder auf Kosten des Staates hier leben).

Welche Partei genau das verspricht, hat m.E. die Nase vorn. Da das seit Jahren im Prinzip nur die AfD macht, ist ein Punkt (von einigen anderen), warum die Umfrage- und Wahlergebnisse quasi bereits bundesweit so sind, wie sie sind.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3929 am: 28.Oktober 2026, 16:56:12 »

Das könnte aber auch die Gefahr beinhalten, die AfD zu normalisieren bzw. als gewöhnliche Partei wie alle anderen anzusehen.
Solange die AfD nicht verboten ist, müsste man als Demokrat genau das tun, die SED-Rechtsnachfolger wurden doch auch direkt eingebunden.

Zitat
...und Politik für die Leute machen, für die diese Parteien stehen oder wohl eher mal standen.
Wie stellst du dir denn konservative Politik mit einem Koalitionspartner SPD vor? Man bekommt ja nichtmal Minikompromisse, die alles andere als konservativ sind, hin. Die Union müsste also sehr viel konservativere Politik machen, darf aber nichts tun, was die AfD schon besetzt hat.

Wie soll das denn funktionieren? Die großen Themen sind immer noch Zuwanderung bzw. Abschiebung und innere Sicherheit, da hat sich die AfD breit gemacht und wenn man denen Stimmen wegnehmen will, dann muss man diese Themen ernsthaft angehen, nicht nur ankündigen und dann doch nichts tun, das funktioniert nicht mehr.

Die AfD einfach mal machen lassen, dann sehen die Wähler, dass die auch nur mit Wasser kochen und nur wenig davon umsetzen können, was sie vor der Wahl versprochen haben. In Sachsen-Anhalt wird es vermutlich das erste Beispiel geben.

Und nein, dann wird nicht das 4. Reich kommen. Diese andauernden Parallelen, die von Medien, NGOs und Politikern zu den Nazis gezogen werden, finde ich einfach nur noch widerlich. Genauso widerlich wie die Anspielungen eines Höcke oder den Gauland'schen Fliegenschiss. Weil sie die furchtbaren Verbrechen der Nazis verharmlosen.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3930 am: 29.Oktober 2026, 09:03:57 »

Der neueste Streich der CDU: wir hebeln Art. 41 der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt und das Wahlgeheimnis mittels eidesstattlicher Versicherung auf.

Kann man die Demokratie retten, indem man selber zum Antidemokraten wird? Ich meine nicht.
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Thorbinho09

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3931 am: 29.Oktober 2026, 09:10:52 »

Der neueste Streich der CDU: wir hebeln Art. 41 der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt und das Wahlgeheimnis mittels eidesstattlicher Versicherung auf.

Kann man die Demokratie retten, indem man selber zum Antidemokraten wird? Ich meine nicht.

Auch, wenn es so wohl nicht gekommen ist, aber ey... genau das! So wird es nichts mit der Demokratie und Rückgewinnung des Vertrauens.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3932 am: 29.Oktober 2026, 10:28:11 »

Ich frage mich halt auch, ob die Damen und Herren Politiker das Volk für doof halten!?

Neulich auch diese SPDler, passt auch wunderbar ins Thema:

„Wer ernsthaft fordert, unserer Hauptstadt sicherheitsrelevante Informationen vorzuenthalten, gefährdet die Arbeit unserer Sicherheitsbehörden für die Menschen in Berlin und den Schutz der Landes- und Bundesliegenschaften“, erklärte die SPD-Politikerin.
(Berlins Innensenatorin Iris Spranger, SPD)
 
Aber Sachsen-Anhalt sollen sicherheitsrelevante Informationen vorenthalten werden, da gefährdet das anscheinend nicht die Arbeit der Sicherheitsbehörden für die Menschen in Sachsen-Anhalt und den Schutz der Landesliegenschaften  ::)

Oder das hier:

„Und wenn man Wähler ernst nimmt, dann muss man das jetzt auch mal versuchen.“ „Ich denke, die Berliner haben recht klargemacht, dass sie sich einen Politikwechsel wünschen [..]“
(Juso-Chef Philipp Türmer)

Darf in Sachsen-Anhalt oder im Bund auch nicht gelten, da wird dieser Wunsch nach einem Politikwechsel als rechtsextrem geframed.

Quelle für beide Zitate: https://www.tagesspiegel.de/berlin/liveblog/grune-und-spd-stimmen-fur-koalitionsgesprache-mit-linken-franziska-giffey-fordert-erneut-mitgliedervotum-16053722.html

Solange man die AfD wählen darf, solange muss man die Wahlentscheidung des Souveräns auch akzeptieren und nicht versuchen, sich mit Tricks und Winkelzügen aller Art über das Votum hinwegzusetzen. Ganz besonders dann nicht, wenn das für Parteien ganz weit links draußen nicht ebenso gilt.
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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3933 am: 29.Oktober 2026, 10:50:13 »

https://www.bild.de/politik/inland/reaktionen-auf-elif-eralp-war-es-das-mit-rot-gruen-rot-in-berlin-6ae2f6372b12699033dfdcb6

Spätestens jetzt muss doch Rot-Rot-Grün in Berlin ohnehin vom Tisch sein. Ist übrigens eine Spiegel-Recherche, dort aber hinter der Bezahlschranke.

LG Veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3934 am: 29.Oktober 2026, 15:09:43 »

Die SPD, zumindest in Berlin, hat auch fertig:

https://www.bild.de/politik/politik-talkshows-im-tv-talk-kritik/berliner-spd-chef-windet-sich-lanz-quetscht-krach-das-nein-zur-linken-raus-6ae2be922b12699033dfd946

Es ist doch alles kein Wunder mehr, dass die AfD stärker und stärker wird.

Wenn das so weiter geht, wovon in D auszugehen ist, wird die AfD irgendwann überall im Land (mit vielleicht wenigen Ausnahmen) auch nach Wahlen und nicht nur in Umfragen die stärkste Kraft sein.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3935 am: 29.Oktober 2026, 15:55:01 »

Wenn das so weiter geht, wovon in D auszugehen ist, wird die AfD irgendwann überall im Land (mit vielleicht wenigen Ausnahmen) auch nach Wahlen und nicht nur in Umfragen die stärkste Kraft sein.

Dann haben wir Pest oder Cholera: entweder eine AfD-Alleinregierung oder eine Koalition aus Union, SPD, Grünen und Linkspartei.
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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3936 am: 29.Oktober 2026, 17:20:44 »

Und wieder etwas was von linker Seite seit Jahren kleingeredet wird: https://www.bild.de/politik/inland/rumaenien-buergermeister-nennt-deutsche-sozialleistungen-einen-schatz-6ae31177063ab7e38a99fb7b

Außer dem Namen zur Grundsicherung hat sich ja anscheinend auch nicht viel verändert. Und ohne  diese Art von Gerechtigkeit wieder herzustellen, bekommst du die AfD auch schwer klein. Hängt aber natürlich alles zusammen. Aber egal mit welcher linken Partei, reelle Politik am arbeitenden Bürger scheint unmöglich.

LG Veni_vidi_vici

Magic1111

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3937 am: 29.Oktober 2026, 17:50:44 »

Dann haben wir Pest oder Cholera: entweder eine AfD-Alleinregierung oder eine Koalition aus Union, SPD, Grünen und Linkspartei.

Beides wie Du schreibst Müll, aber wenn ich wirklich nur zwischen diesen beiden Optionen die Wahl hätte, würde ich mich für "Pest", sprich AfD, entscheiden.

Das andere, ein Bündnis aus 4/5 Parteien (5 wenn man die CSU dazu zählt), ist der noch viel größere Müll. Da würde nix, aber rein gar nix, gehen. Die wären nur mit sich selber, statt mit regieren beschäftigt.
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Octavianus

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3938 am: 30.Oktober 2026, 11:50:50 »

Wenn ich das richtig lese und deute, dann ist der Vorwurf also, dass die etablierten Parteien ihren Arsch nicht hochkriegen und keine Politik für das Volk machen.
Hinzu kommt noch, dass für einige von euch die Linkspartei absolut unwählbar ist und keine Regierungsverantwortung übernehmen darf aufgrund der SED-Vergangenheit und der teils offen gezeigten Nähe zum Antisemitismus. Richtig?
Und die AfD kann man eigentlich auch nicht wählen, da ihr "Konzept" in puncto Euro-Austritt, Russlandnähe und Fantasien von Ausweisungen von Menschen mit deutschem Pass offenkundig als problematisch empfunden wird.

Das heißt also im Endeffekt, dass es für euch keine sinnvolle Interessenvertretung gibt? Richtig?

Falls ich mit diesen Punkten (verzeiht die teils überspitzten Zusammenfassungen der Kernkritikpunkte) also grundsätzlich eure Kritik richtig aufgefasst habe, was ist dann eine wählbare Alternative oder wie müsste sich eine der Parteien so ändern, dass ihr sie unterstützt?

Mich würde auch interessieren, ob ihr ohne Mitglied in einer Partei sein zu wollen/müssen, auch bislang schon immer mit fast allem zugestimmt habt, was eine Partei so fordert?

Worauf will ich damit hinaus? Der gemeine Wähler, und damit meine ich uns alle, hat manchmal die Vorstellung, dass eine Partei alle Partikularinteressen des Einzelnen abbildet. Aber so funktioniert das ja nicht. Eine Partei kann immer nur Schnittmengen anbieten und im Zweifelsfall muss ich eben abwägen, was mir für die nächsten 4 Jahre einer Legislaturperiode gerade wichtig ist und inwiefern ich davon ausgehen kann, dass diese Partei einige meiner wesentlichen Ansprüche an den Staat und die Gesellschaft erfüllen kann. Eventuell ist mein Zeithorizont auch kürzer oder weiter gefasst, aber das ist doch letztlich Aufgabe von Politik, oder nicht? Wir wählen Parteien mit der Erwartung, dass diese bis zur nächsten Wahl Gesetze und Initiativen auf den Weg bringen, die das Land, die Gesellschaft und im Idealfall die Situation jedes Einzelnen verbessern.

Was mich also in der Debatte ratlos zurücklässt, ist die offenkundige Partikularisierung unserer Gesellschaft. Das zeigt sich übrigens auch sehr schön an einem Lieblingsbeispiel. Offenbar sind junge Menschen nicht gerade begeistert über die schrittweise Wiedereinführung der Wehrpflicht. Hat mir damals auch nicht gefallen, dass ich ranmusste und viele meiner Mitschüler darum herumkamen. Die Gerechtigkeit war und ist daher ein berechtigtes Anliegen, das man sinnvoll angehen muss. Aber ich plädiere dennoch für eine Dienstpflicht und freiwillig auch für Frauen, da Frauen Kinder austragen (sicher nicht alle, aber nur sie können es) und daher nicht gezwungen werden sollten, neben 9 Monaten Schwangerschaft und X Monaten Kinderbetreuung nach der Geburt auch noch 12 Monate für den Staat etwas zu tun. Eine Dienstpflicht für Männer wäre nur auf kurze Sicht ein beruflicher Nachteil, denn spätestens wenn Frauen eine Babypause einlegen, dann holen Männer diesen vermeintlichen Rückschritt wieder auf. Außerdem sollte nach wie vor niemand zum Dienst an der Waffe gezwungen werden, daher wäre ein Einsatz und Aufbau von Katastrophenhelfern und somit ein Beitrag zur Resilienz der Infrastruktur geschaffen werden. Wer einmal Übungen mitgemacht hat zur Versorgung bei Unwetterkatastrophen und dergleichen, der kann im Ernstfall (Stichwort: hybride Kriegsführung) dazu beitragen, dass nicht einfach das Licht ausgeht. Ich bin also für eine Dienstpflicht.
Bin ich deswegen konservativ? Ja, vielleicht in diesem Punkt. Aber in anderen Punkten habe ich beispielsweise eine deutlich liberalere Haltung. Sei es Abtreibung oder Organspende. Da haben wir alle sehr unterschiedliche Vorstellungen. Aber dennoch sollten wir uns als Gesellschaft doch darauf einigen können, dass wir gemeinsam wieder nach Nennern suchen. Will ich keine Steuern zahlen und ohne Bedenken konsumieren? Wäre schon geil, geht halt massiv zulasten anderer. Ich glaube, dass eine Forderung nach Gemeinwohl und gesellschaftlichem Zusammenhalt nicht per so sozialistisch oder nationalistisch geframt werden muss, wenn das zugrundeliegende Weltbild eben mit dem GG konform ist. Aber gerade das findet ja permanent statt und darauf würde ich mir gute Angebote von Parteien wünschen.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3939 am: 30.Oktober 2026, 19:47:40 »

Das heißt also im Endeffekt, dass es für euch keine sinnvolle Interessenvertretung gibt? Richtig?
Ich kann nur für mich sprechen: richtig.

Zitat
Falls ich mit diesen Punkten (verzeiht die teils überspitzten Zusammenfassungen der Kernkritikpunkte) also grundsätzlich eure Kritik richtig aufgefasst habe, was ist dann eine wählbare Alternative oder wie müsste sich eine der Parteien so ändern, dass ihr sie unterstützt?
1. Wählbare Alternative zur FDP: Partei der Humanisten, leider sehr klein. Union eher nicht, viel zu viele gebrochene Versprechen, von der Leyens Machenschaften in der EU halte ich auch für eine einzige, gewaltige Katastrophe. Freie Wähler? Mit deren Positionen habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht beschäftigt. SPD, Grüne, Linkspartei etc.pp.? Für mich unwählbar, ich halte den Sozialismus für eine fürchterliche Ideologie.

2. Ich würde mir von der FDP wünschen, dass sie mehr und lauter für die Bürgerrechte eintritt und dass sie pro Wirtschaft ist, aber mit einem sozialen Touch, vom Wirtschaftswachstum sollte mehr bei den Arbeitnehmern ankommen. Dazu müsste man aber auch dringend die ESt. reformieren und an den Sozialabgaben schrauben. Und, und, und.

Zitat
Mich würde auch interessieren, ob ihr ohne Mitglied in einer Partei sein zu wollen/müssen, auch bislang schon immer mit fast allem zugestimmt habt, was eine Partei so fordert?
Nein, selbstverständlich nicht, in jeder Partei gibt es Strömungen und Flügel, die untereinander um einen Kompromiss ringen sollten, der dann als Parteipolitik gemacht wird. Im Idealfall, in der Realität geben wohl mehr die Parteigranden den Kurs vor. Ich persönlich finde auch nicht alles gut, was die FDP macht, aber bei dieser Partei sehe ich für mich die größten Schnittmengen, insbesondere in dem Punkt "So wenig Staat wie gerade noch nötig". Alleine damit bin ich diametral zu SPD und Union eingestellt, von den anderen linken Parteien gar nicht erst zu reden.

Zitat
Ich glaube, dass eine Forderung nach Gemeinwohl und gesellschaftlichem Zusammenhalt nicht per so sozialistisch oder nationalistisch geframt werden muss...
Die Frage ist, wie Gemeinwohl und gesellschaftlicher Zusammenhalt erreicht werden soll. Die konservative Seite sieht die Familie als das Fundament der Gesellschaft und des gesellschaftlichem Zusammenhalts an, verbunden mit unserer europäischen Kultur, basierend auf Christen- und Judentum. Der linken Seite ist beides ein Gräuel und sie setzt vieles daran, sowohl Familie als auch unsere Kultur zurück zu drängen (um es freundlich zu formulieren).

Die eine Seite will Gemeinwohl aufbauen, indem sie die Wirtschaft anfeuert und fleißige Menschen belohnt, die andere Seite bestraft die Wirtschaft und fleißige Menschen und nimmt denen viel Geld weg, um es "den Armen" zu geben. Das nennen die dann "soziale Gerechtigkeit".

Nicht falsch verstehen, die soziale Marktwirtschaft ist eine super Sache, die den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland über viele Jahrzehnte gesichert hat. Aber ein überbordender Sozialstaat, der sich auch noch zum Ziel gesetzt hat, möglichst viele Menschen aus dem Ausland zu alimentieren, droht unbezahlbar zu werden, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Schwäche. Ein Zusammenbrechen des Sozialstaates sehe ich als allergrößte Gefahr für unsere Demokratie an, dann haben wir nämlich wirklich Weimar 2.0.
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