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Auf welche Games wartet Ihr?

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DeDaim:

Klar leben sie von der Vergangenheit, aber das tun doch alle großen Studios. Bei Bioware ist halt das Problem, dass sie an die Qualität von früher schon länger nicht mehr rangekommen sind. Trotzdem ist es konsequent, dass sie versucht haben, neue Wege zu gehen und nicht, alte Erfolge zu wiederholen. Schlecht war's ja nie, soweit sind wir uns ja einig gewesen.

BG3 hätte kein anderes Studio der Welt so wie Larian hinbekommen. Das waren ganz besondere Produktionsbedingungen in einem ungewöhnlichen Studio mit einem ungewöhnlichen Chef. Der Vergleich ist Bioware gegenüber also ziemlich unfair. Und was die Erwartungshaltung betrifft: Mir geht es da ähnlich, aber ich bin halt auch Nostalgiker und Romantiker und hoffe deshalb auf eine Comeback-Story. Meine Sorge ist eher eine andere: Sie machen ein (sehr) gutes Spiel, aber es kommt nicht an den kommerziellen Erfolg der Vorgänger oder gar BG3 ran, weil die Marke einfach nicht mehr zieht und eben viele von Bioware nicht mehr viel erwarten. Dazu das grausige Marketing. Und dann zieht EA den Stecker.

Im Übrigen war auch Mass Effect nie der riesige kommerzielle Erfolg. Die Trilogie hat sich ca. 14 Mio. mal verkauft (DA: Inquisition allein 12 Mio. Mal), Andromeda 2,5 Mio. Mal. Das ist nicht schlecht, für Triple A-Anspruch aber schon zu wenig. Aus rein wirtschaftlicher Sicht (die Entwicklung von Games wird ja auch immer teurer) kann man den Schritt, bei Andromeda den Stecker zu ziehen schon nachvollziehen, wenn dann auch die Rezensionen nicht so wahnsinnig berauschend waren. Ob man dann Shepard wieder ausgraben muss... halte ich auch nicht viel von.

D4n1v4l:

Alien: Isolation bekommt nun endlich doch einen Nachfolger. Aber kaum zu glauben, dass das schon zehn Jahre jetzt her ist. :D

https://jpgames.de/2024/10/zum-10-geburstag-des-spiels-al-hope-kuendigt-nachfolger-zu-alien-isolation-an

DragonFox:


--- Zitat von: DeDaim am 08.Oktober 2024, 07:07:06 ---Klar leben sie von der Vergangenheit, aber das tun doch alle großen Studios. Bei Bioware ist halt das Problem, dass sie an die Qualität von früher schon länger nicht mehr rangekommen sind. Trotzdem ist es konsequent, dass sie versucht haben, neue Wege zu gehen und nicht, alte Erfolge zu wiederholen. Schlecht war's ja nie, soweit sind wir uns ja einig gewesen.

BG3 hätte kein anderes Studio der Welt so wie Larian hinbekommen. Das waren ganz besondere Produktionsbedingungen in einem ungewöhnlichen Studio mit einem ungewöhnlichen Chef. Der Vergleich ist Bioware gegenüber also ziemlich unfair. Und was die Erwartungshaltung betrifft: Mir geht es da ähnlich, aber ich bin halt auch Nostalgiker und Romantiker und hoffe deshalb auf eine Comeback-Story. Meine Sorge ist eher eine andere: Sie machen ein (sehr) gutes Spiel, aber es kommt nicht an den kommerziellen Erfolg der Vorgänger oder gar BG3 ran, weil die Marke einfach nicht mehr zieht und eben viele von Bioware nicht mehr viel erwarten. Dazu das grausige Marketing. Und dann zieht EA den Stecker.

Im Übrigen war auch Mass Effect nie der riesige kommerzielle Erfolg. Die Trilogie hat sich ca. 14 Mio. mal verkauft (DA: Inquisition allein 12 Mio. Mal), Andromeda 2,5 Mio. Mal. Das ist nicht schlecht, für Triple A-Anspruch aber schon zu wenig. Aus rein wirtschaftlicher Sicht (die Entwicklung von Games wird ja auch immer teurer) kann man den Schritt, bei Andromeda den Stecker zu ziehen schon nachvollziehen, wenn dann auch die Rezensionen nicht so wahnsinnig berauschend waren. Ob man dann Shepard wieder ausgraben muss... halte ich auch nicht viel von.

--- Ende Zitat ---

Gibt aber auch nicht viele AAA Spiele-Entwickler, die in den Sphären schweben. Bioware steht gut da. Die haben es mit Andromeda (qualitativ aber nicht finanziell) verkackt und Anthem war schwach. Aber das Remake der Trilogy kam gut an und das neue Dragon Age ist eben eine Bewährungsprobe, wie es weiter geht. Vor Andromeda gab es doch keine Schwäche, oder? Mass Effect 1-3, Dragon Age 1-3, Jade Empire? Was davon waren schlechte Spiele? Bioware kam sogar mit einem absolut unfertigen, gehetzten und an allen Ecken und Enden gekürzten Kotor 2 durch, dass von jedem warum auch immer gelobt wird. Dafür ist das erste Kotor über alle Zweifel erhaben. Und jetzt sind wir schon im Jahr 2003...

Ja, die sind kein Rockstar und kein CD Projekt... Aber ich sehe nicht, dass Bioware "nur" von der Vergangenheit lebt. Dafür gibt es in den letzten 5-20 Jahren zu viele hoch gepriesene und finanziell erfolgreiche Spiele. Das es erfolgreichere Spiele gibt sei einmal dahingestellt... Und, ob einem diese Spiele im Vergleich zu den Spielen von vor >20 Jahre gefallen ist auch eine andere Sache.

DeDaim:


--- Zitat von: DragonFox am 08.Oktober 2024, 16:46:29 ---
--- Zitat von: DeDaim am 08.Oktober 2024, 07:07:06 ---Klar leben sie von der Vergangenheit, aber das tun doch alle großen Studios. Bei Bioware ist halt das Problem, dass sie an die Qualität von früher schon länger nicht mehr rangekommen sind. Trotzdem ist es konsequent, dass sie versucht haben, neue Wege zu gehen und nicht, alte Erfolge zu wiederholen. Schlecht war's ja nie, soweit sind wir uns ja einig gewesen.

BG3 hätte kein anderes Studio der Welt so wie Larian hinbekommen. Das waren ganz besondere Produktionsbedingungen in einem ungewöhnlichen Studio mit einem ungewöhnlichen Chef. Der Vergleich ist Bioware gegenüber also ziemlich unfair. Und was die Erwartungshaltung betrifft: Mir geht es da ähnlich, aber ich bin halt auch Nostalgiker und Romantiker und hoffe deshalb auf eine Comeback-Story. Meine Sorge ist eher eine andere: Sie machen ein (sehr) gutes Spiel, aber es kommt nicht an den kommerziellen Erfolg der Vorgänger oder gar BG3 ran, weil die Marke einfach nicht mehr zieht und eben viele von Bioware nicht mehr viel erwarten. Dazu das grausige Marketing. Und dann zieht EA den Stecker.

Im Übrigen war auch Mass Effect nie der riesige kommerzielle Erfolg. Die Trilogie hat sich ca. 14 Mio. mal verkauft (DA: Inquisition allein 12 Mio. Mal), Andromeda 2,5 Mio. Mal. Das ist nicht schlecht, für Triple A-Anspruch aber schon zu wenig. Aus rein wirtschaftlicher Sicht (die Entwicklung von Games wird ja auch immer teurer) kann man den Schritt, bei Andromeda den Stecker zu ziehen schon nachvollziehen, wenn dann auch die Rezensionen nicht so wahnsinnig berauschend waren. Ob man dann Shepard wieder ausgraben muss... halte ich auch nicht viel von.

--- Ende Zitat ---

Gibt aber auch nicht viele AAA Spiele-Entwickler, die in den Sphären schweben. Bioware steht gut da. Die haben es mit Andromeda (qualitativ aber nicht finanziell) verkackt und Anthem war schwach. Aber das Remake der Trilogy kam gut an und das neue Dragon Age ist eben eine Bewährungsprobe, wie es weiter geht. Vor Andromeda gab es doch keine Schwäche, oder? Mass Effect 1-3, Dragon Age 1-3, Jade Empire? Was davon waren schlechte Spiele? Bioware kam sogar mit einem absolut unfertigen, gehetzten und an allen Ecken und Enden gekürzten Kotor 2 durch, dass von jedem warum auch immer gelobt wird. Dafür ist das erste Kotor über alle Zweifel erhaben. Und jetzt sind wir schon im Jahr 2003...

Ja, die sind kein Rockstar und kein CD Projekt... Aber ich sehe nicht, dass Bioware "nur" von der Vergangenheit lebt. Dafür gibt es in den letzten 5-20 Jahren zu viele hoch gepriesene und finanziell erfolgreiche Spiele. Das es erfolgreichere Spiele gibt sei einmal dahingestellt... Und, ob einem diese Spiele im Vergleich zu den Spielen von vor >20 Jahre gefallen ist auch eine andere Sache.

--- Ende Zitat ---

KOTOR 2 ist von Obsidian. ;)

Was die Verkaufszahlen anbelangt, sieht das bei RPGs im Vergleich vielleicht noch gut aus, man muss aber halt auch sagen: Der letzte große Verkaufserfolg eines neuen Spiels war Inquisition und das ist nunmal 10 Jahre her. Also würde ich schon sagen, dass sie natürlich von ihrer Vergangenheit leben und das meine ich gar nicht als Vorwurf. Sie haben sich einen Ruf erarbeitet und von dem zehren sie - unter anderem weil Nostalgiker wie ich hoffen, dass sie wieder einen echten Banger raushauen. Abgesehen davon: Relativ gesehen sind die 2,5 Mio. Verkäufe bei Andromeda dann eben nicht wirklich überragend, wenn das Spiel davor sich 12 Mio. Mal verkauft hat und Andromeda das Erbe einer der erfolgreichsten und besten (RPG)-Spielereihen der 00er-Jahre antreten sollte. Finanziell gerechnet hat es sich natürlich trotzdem.

Zur Qualität: Da habe ich ja ausgeführt, warum für mich bei den letzten Titeln "klassische" Bioware-Stärken fehlten, die nicht anderweitig kompensiert werden konnten. Das Ergebnis waren Spiele, die nicht schlecht waren. Ich wiederhole mich da, aber: Das reicht nicht, gemessen an der Vergangenheit. Um die Qualität noch zu quantifizieren: Mass Effect hat einen Metascore von 91, ME2: 96, ME3: 93, ME:A 76. Inquisition steht mit 85 sehr gut da, Anthem kratzt gerade mal an den 60. Kurzum: Die letzten beiden (neuen) Spiele von Bioware waren qualitativ nicht auf dem Level, das sie selbst gesetzt haben.

Ich wollte aber eigentlich auch gar nicht so eine riesige Diskussion lostreten. Um es also nochmal kurz auf den Punkt zu bringen: Mich hat Bioware mit den letzten Spielen verloren, die ME Legendary Edition hat mir viel Freude bereitet und ich sehe nun Anzeichen dafür, dass das neue Dragon Age mal wieder was für mich sein könnte und hoffe, sie kommen an die Qualität von früher heran. Das würde ich mir einerseits wünschen, weil Bioware-Spiele meine Jugend und damit meine frühe Gamer-Zeit geprägt haben, aber auch, weil ein weiteres Studio, das qualitativ hochwertige RPGs produziert (statt Mittelmaß) für uns Spieler nur gut sein kann.

DragonFox:

Das mit Obsidian ist mir entfallen. Na das erklärt ja einiges.  ;D Das Spiel kam trotzdem viel zu gut weg.

Ja, da gebe ich dir recht. Ich bin ja nur über dieses "Von der Vergangenheit Leben" gestolpert. In einer Branche, in der die Projekte 4-5 Jahre dauern, dann eines davon floppt und man gerade vor der Veröffentlichung des danach nächsten steht sind halt 10 Jahre vergangen. Das ist ne Menge Zeit mit relativ wenig Handlungsspielraum. Deswegen habe ich Vergangenheit eher in größere Maßsstäben, also 20+ Jahre gesehen.

Ich drücke ihnen die Daumen. Mir geht es da ähnlich wie dir.

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