| Verschiedenes > Andere Sportarten |
| Tour de France |
| << < (42/198) > >> |
| robertob:
Das mit dem Hungerast habe ich auch gehört und vor allem man hat auch gesehen, wie mit einem Schlag nichts mehr ging bei ihm. Und natürlich sind CSC und T-Mobile selbst schuld, das keiner ihrer Fahrer Gelb geholt hat. Gut, auf der Etappe wo Landis so abzog, muß man sehen das Klödi nen schlechten Tag hatte, dafür hätte CSC aber früher fahren müssen, die wollten ja schließlich auch gelb mit Sastre holen. T-Mobile hat dafür vorher schon taktische Fehler (Mazzoleni) und die Tour verloren. Ich glaube landis hat die Etappe wo er wieder fast in Gelb fuhr, gewonnen, weil er ein Tempo gefahren ist. Er hat einen schnellen Rhytmus gefahren, von dem er wußte das er ihn durchhalten kann. Da glaube ich nicht an Doping, vor allem bei der Vorgeschichte dieser Tour- das war einfach eine Wahnsinnsleistung von Landis. mfg robertob |
| Tony Cottee:
Doping-Spekulationen über Tour-Sieger Landis Von Pavo Prskalo und Clemens Gerlach Die Meldungen sind spektakulär. Eine dänische und eine niederländische Zeitung bringen den jüngsten Dopingfall eines namentlich noch nicht bekannten Radprofis mit dem Tour-Sieger Floyd Landis in Verbindung. Der US-Amerikaner hat Rennen in Europa ohne Begründung abgesagt. Die dänische Zeitung "Ekstra Bladet" und das niederländische Blatt "De Telegraaf" stellen einen direkten Zusammenhang zwischen Landis und der bei der Tour genommenen positiven Dopingprobe her. Gestern hatte der Weltradsport-Verband UCI bekannt gegeben, dass es bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt einen Dopingfall gegeben habe. Unter Bezug auf einen Bericht des Pariser Dopingkontroll-Labors hatte die UCI von einer "anormalen" Probe gesprochen. Der Name des Fahrers wurde nicht bekannt gegeben, das zuständige Team und der nationale Verband des betroffenen Profis sind jedoch bereits informiert. Radprofi Landis: Wilde Spekulationen "Wir werden jetzt kein Ergebnis an die Öffentlichkeit geben. Die Identität des Fahrers wird von uns bis zur endgültigen Auswertung der B-Probe geschützt. Unsere Regeln sind dementsprechend", sagte UCI-Sprecher Enrico Carpani SPIEGEL ONLINE. Landis hatte am Mittwochabend beim Radrennen im niederländischen Chaam mit einem spontanen Startverzicht für Empörung gesorgt. Der 30-Jährige vom Schweizer Phonak-Team reiste völlig unerwartet ab. Teamkollege Robert Hunter sprach gegenüber "De Telegraaf" von Hüftproblemen seines Kapitäns. "Wir haben ständig versucht, Floyd ans Telefon zu bekommen, aber niemand hat abgehoben. Alle sind verärgert, weil wir viel Geld für seinen Start ausgegeben haben. Jetzt erwarten wir auf jeden Fall eine Entschuldigung von ihm", sagte Veranstalter John van den Akker. Bei einem heute geplanten Rennen "Grand Prix Jyske Bank" im dänischen Silkeborg wird Landis ebenfalls nicht starten. Gestern hatte der US-Amerikaner bereits die Teilnahme bei den am Sonntag in Hamburg stattfindenden Cyclassics abgesagt. Auch Phonak-Teammanager Jean Lelangue war gestern von "Ekstra Bladet" und "De Telegraf" für keine Stellungnahme zu erreichen. Dieser sei abgetaucht, hieß es. Auch auf mehrfache Anfrage von SPIEGEL ONLINE war Lelangue heute noch immer nicht erreichbar. Der Sprecher des US-Radsportverbandes, Andy Lee, wollte sich zum jüngsten Dopingfall nicht äußern. "Wir kommentieren solche Sachen grundsätzlich nicht", ließ er SPIEGEL ONLINE wissen und verwies auf die US Anti-Doping-Behörde. Landis' wundersame Auferstehung Landis war auf der 16. Tour-Etappe eingebrochen und hatte mehrere Minuten verloren. Am nächsten Tag war er jedoch wieder in Topverfassung und holte mit einem fulminanten Soloritt wieder sehr viel Zeit auf. Beim Einzelzeitfahren, der vorletzten Etappe, nahm er dann dem zuvor führenden Spanier Oscar Pereiro das Gelbe Trikot ab. Dieses gab er bis zum Ziel in Paris nicht mehr her und gewann am vergangenen Sonntag erstmals in seiner Karriere die Tour de France. Landis war von 2002 bis 2004 für US Postal gefahren. Dem Team gehörte auch der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong an. Dieser wurde immer wieder mit Doping in Verbindung gebracht. Zuletzt berichtete die französische Zeitung "L'Equipe" über eine nachträglich analysierte Probe der Frankreich-Rundfahrt 1999, die positiv war und Armstrong zugeordnet werden konnte. Zu einer offiziellen Anklage kam es allerdings nicht - es war in dem französischen Labor nur noch eine Probe vorhanden, die zweite fehlte. Klar ist, dass es sich bei dem des Dopings verdächtigen Fahrer der Tour 2006 um keinen deutschen Profi handelt. "Uns hat niemand kontaktiert", sagte die Büroleiterin des Bund Deutscher Radfahrer, Inga Johannsen zu SPIEGEL ONLINE. Auch aus Frankreich kam ein Dementi. "Der internationale Verband UCI hat uns nicht kontaktiert", erklärte FFC-Präsident Jean Pitallier. Auch der Schweizer Verband Swiss Cycling, mit dessen Lizenz unter anderem der Tour-Dritte Andreas Klöden vom T-Mobile-Team fährt, gab auf Anfrage von tour.ARD.de ebenso wie der österreichische Verband Entwarnung. |
| robertob:
Also das wäre der nächste Hammer und evtl. das Entgültige Aus für den Radsport! Wenn der Toursieger gedopt war, dann gerät alles zur Farce. Es wäre unmöglich den Profiradsport noch ernst zu nehmen, ganz abgesehen davon das mit Sicherheit die Sponsoren, das Fernsehen entweder ganz abspringen, oder zumindest die hohen Summen der letzten Jahre nicht mehr zahlen werden. Vorallem sollte doch eigentlich jeder Radsportler nach dem unrühmlichen Auftackt um die 53 aus der Tour genommenen Fahrer eine Lehre sein. Wenn es so ist das Landis gedopt hat, würde das den Eindruck den viele vom Radsport jetzt eh schon haben, verstärken. Ich fände es dramatisch und traurig. Aber noch ist ja nichts bewiesen, noch sind es haltlose Gerüchte das es Landis ist, also sollte man ihn nicht vorverurteilen und desshalb habe ich auchn nur im Konjunktiv geschrieben. Ich hoffe nicht das sich diese Gerüchte bewahrheiten! mfg roberto |
| Modemfearer:
In der Tat wäre dies traurig. :-[ Wann kommt denn endlich wieder die Zeit wo man nach einem Evenement sagen kann, das ist der Sieger, wo man nicht abwarten muss, bis alle Doping-Kontrolle, Fernseh-Beweise und Schiedsrichter-Betrug Skandale aufgedeckt sind. Wann kommt wieder die Zeit einer Rundfahrt mit Hinault, einer WM mit Brasilien, eines italienischen Liga ohne Skandale. Wann kommen die 80er wieder? ;D Waren die Sportler auch also so korrupt und gedopt wie jetzt, oder sind unsere Tests einfach nur strenger geworden. Irgendwie vermisse ich die Zeit wo Sport eine Frage der Ehre war und nicht des Geldes. Ich glaube ich werde dem Tour auch nächstes Jahr treu bleiben, denn die nicht gedopt sind/waren gehört immer noch mein riesengrosser Respekt. Ciao, Modem |
| Raven:
Eine verklärte Sicht auf die "guten alten Zeiten" ist in meinen Augen leider falsch, vor allem was die Tour angeht. Ich glaube daß bei diesem Rennen gedopt wird seit die Möglichkeiten dazu bestehen. Es hat mal Interviews mit einem früheren luxemburgischen Fahrer gegeben (nicht Gaul, das wüsste ich), der gemeint hat, Doping wäre in der Radsportszene gang und gebe und erst seit die Kontrollen verschärft wurden wüsste die Öffentlichkeit davon. Im Fussball gab es Bestechungs- und Korruptionsskandale ebenfalls "schon immer", siehe 70er in der Bundesliga. Ich sehe es so, daß es immer da, wo Leistungssport gebracht wird, schwarze Schafe gibt, die mit allen Mitteln versuchen, zu gewinnen´- und das ist nicht nur Doping und Bestechung.Ist es im Sinne des Sports, wenn ein Abramovitsch einen Verein in Besitz nimmt und mit seinem (aus fragwürdigen Quellen stammendem) Milliardenvermögen einfach eine Startruppe zusammenkauft? Ist ein "Red Bull Salzburg" im Sinne des Sports? Vieles von dem, was wir als legal ansehen, ist in meinen Augen ebenfalls höchst fragwürdig und keinenfalls in den Bereich der von dir gewünschten "Ehre" einzuordnen. Der Sport in seiner pursten Form ist heute doch im professionnellen Bereich zunehmend in den Hintergrund gerückt, es zählt die Knete und die PR. |
| Navigation |
| Themen-Index |
| Nächste Seite |
| Vorherige Sete |