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Mchairhill:



West Brom, der zweite Versuch

Unmittelbar vor dem Pokalspiel bittet mich Paul McGowan zum Gespräch unter 4 Augen.

Paul: „Trainer halten sie das für eine gute Idee, unbedingt diesen Dyer zu verpflichten? Ich hätte gedacht die Situation mit Lee ist schon schwierig genug.“
Ich: „Häh, ich verstehe nicht?“
Paul: „Sie kennen sich wirklich nicht aus im englischen Fußball, oder? Lee hat sich vor Jahren mit dem Dyer während eines Spiels geprügelt und das obwohl sie sogar Teamkameraden waren. Meinen sie wirklich das ist für die Stimmung zuträglich?“
Ich: „Paul, ich bitte sie, haben sie schon den ganzen Namen gelesen. Nathan Dyer, heißt unser neuer, nicht Kieron Dyer. Ich glaube sie verwechseln da etwas. Aber schön das sie so besorgt sind um unsere Stimmung.“
Paul: „Oh mein Gott, wie peinlich. Ich bin ein Idiot. Ich hoffe sie sind nicht sauer.“
Ich: „Schon OK, sie haben es ja gut gemeint. Gibt es sonst noch was?“
Paul: „Ja schon, ich bin mir nicht sicher, was ich von den heimgeschickten Leihspielern halten soll. Sie gefährden damit unsern Aufstieg. Und außerdem war ich mit Drei von den Vieren befreundet, finde die Situation gerade extrem schwierig. Ich bin mir nicht sicher, wie weit ich mich motivieren kann, weiter für die Seasiders alles zu geben.“
Ich: „Ich bitte sie, Paul. Sie stehen hier unter Vertrag, und das erst seit einem halben Jahr und sie erzählen mit was von Motivationsproblemen. Sicherlich ist es blöd gelaufen mit den Vieren, aber für sie winkt auch mehr Spielzeit. Wir brauchen sie in guter Form.“
Paul: „Wenn ich einen neuen Verein finde, der genug Ablöse be....“
Ich: „Halt Stop, NEIN. Sie werden nicht wechseln. Sie spielen weiterhin für Blackpool und wenn sie meinen sie haben Motivationsprobleme, dann schauen sie zu, bis sie wieder Lust haben. Haben wir uns verstanden?
Paul: „JA, wenn sie meinen.“
Ich: „Nein, nix wenn sie meinen. Sie spielen heute Abend und sie werden gut spielen. Ich baue auf sie, wir brauchen sie. Also kriegen sie sich wieder ein.“
Paul: „Ich werde mein Bestes geben.“


FA-Cup Wiederholungsspiel

Die Aufstellung:



Im Tor steht natürlich Farnolle, Blake spielt in der Innenverteidigung. Lee Bowyer darf auf der Sechs ran, da Harvey auf Linksaußen gebraucht wird. McGowan soll über rechts Druck machen.

Das Spiel:

(click to show/hide)Es ist in allen Belangen ausgeglichen, man kann nicht sehen wer Erst und wer Zweitligist ist. Nur in einer Statistik liegt West Brom vorne, leider in der Entscheidenden. West Brom schießt 3 Tore, zwei in unser und eins in ihr Eigenes. So heißt es am Ende 1:2. Wir haben uns wacker geschlagen, freuen uns über ein ausverkauftes Haus und trotzdem ärgern wir uns, da durchaus mehr drin gewesen wäre.

Auswechslung:

62.min Cowie für Bowyer
68.min Ironside für Corradi
78.min Petagna für Maupay
Tore:

0:1 Berahino   8.min
0:2 Berahino   58.min
1:2 Reid (Eig.)   89.min


McGowan spielte schwach, wirkte aber bemüht. Lee Bowyer merkt man an, das in ihm etwas arbeitet und ihn das sehr beschäftigt. Wahrscheinlich war es ein Fehler ihn aufzustellen, aber wir wollten ein Zeichen setzen und ihm zeigen, dass wir hinter ihm stehen. Er zeigte sich dafür nach dem Spiel auch sehr dankbar, aber leider konnte er es nicht mit Leistung zurückzahlen.

Wir müssen hoffen das unsere Neuzugänge einschlagen, sonst wird es schwer oben zu bleiben.



Sheffield Wednesday

In der Liga treffen wir auf Sheffield Wednesday. Im Hinspiel gab es ein klares 5:0 für uns, ganz so leicht wird es diesmal nicht werden. Sheffield steht im gesicherten Mittelfeld, kann befreit aufspielen und ist aufgrund des Hinspiels sicherlich hoch motiviert.

Die Aufstellung:

 

Mutch, Cowie und Bartley kommen ins Team, zudem feiert Dyer sein Debüt im orangen Trikot.


Das Spiel:
(click to show/hide)Schlecht, ganz schlecht, furchtbar schlecht. Ich hab in der Kreisliga schon bessere Spiele gesehen. Spielerisch von beiden Seiten unbeschreiblich schwach. Sheffield fiel gegen unser Pressing nichts ein. Uns merkte man deutlich an, dass wir einige neue Leute auf dem Platz hatten und die Abstimmung überhaupt nicht passte. Im ganzen Spiel gab es 8 Torschüsse, beide Seiten addiert. Zum Glück können wir uns den Torfuchs von Corradi verlassen, der mit einem Abstauber zum wichtigen 0:1 einnetzt. Das Spiel war sicherlich keine Werbung für den Fußball, was uns aber egal ist, da wir gewonnen haben.

Auswechslungen:

62. min Bowyer für Mutch
74.min Svensson für Corradi
78.min Gabilondo für Dyer

Tore:

0:1 Corradi   40.min


Wir fahren froh und erleichtert zurück, eine Niederlage hätte heute richtig weh getan. Reading gewinnt deutlich gegen Wigan, Fulham sehr knapp und glücklich gegen Ipswich. 

Mchairhill:
Karl Oyston unter Beobachtung


--- Zitat ---Gut informierte Kreise ließen verlauten, dass FC Blackpool Clubchef Karl Oyston in das Visier mehrerer Ermittler geraten ist. So soll der Englische Fußballverband Unregelmäßigkeiten bei Transfers untersuchen. Angeblich sind Teile von Ablösesummen über Umwege zurück nach Blackpool geflossen, aber nicht in die Vereinskasse. Auch das Finanzamt scheint sich für diese Vorgänge zu interessieren. Gerüchten zu Folge wurde der Fußballverein benutzt, um Provisionszahlung anderer Firmen vom Oyston Imperium zu verstecken. Auch die Stadt Blackpool prüft momentan die Auftragsvergabe vom Ausbau des Stadions und der Jugendeinrichtungen. Zudem ermittelt die Uefa gegen Blackpool, da es bei den Wintertransfers von Maupay und Petagna ebenfalls zu Ungereimtheiten gekommen seinen soll. Noch ist ungeklärt, wie schwer die Vorwürfe gegen Karl Oyston wiegen und welche Rolle Trainer Magnus Falkner dabei spielt.
 
Die Saison der Seasiders läuft mehr als gut, Blackpool steht überraschend auf Platz 1 und spielt um den  Aufstieg mit. Allerdings durch die neuen Informationen und Vorwürfe tauchen ganz dunkle Wolken am Himmel auf.
--- Ende Zitat ---

Mchairhill:
Ich bekomme Bauchschmerzen als ich am Morgen den Artikel in der Zeitung lese. Karl hat sich letzte Zeit sehr rar gemacht, auch jetzt geht er nicht an Telefon. Ich weiß ja nicht viel von Karls Geschäften, aber das was ich weiß beruhigt mich jetzt nicht gerade. Meine Frau allerdings versucht mich zu beruhigen, sie meint ihr Vater würde schon lange solche Geschäfte machen und kenne sich aus. Er sei viel zu clever und gerissen um erwischt zu werden. Karl habe stets einen Plan, er handelt immer sehr bewusst und durchdacht. Er lässt sich meist Optionen offen und vor allem sei er ein Meister darin, andere hin zuhängen und andere Köpfe rollen zu lassen. Beim Aussprechen des letzten Satzes, merkte sie recht schnell, das er mich nicht gerade beruhigt. Sie fügt hinzu, natürlich nicht innerhalb in der Familie, um die kümmere er sich immer.

Mit tausend Gedanken im Kopf fahre ich Richtung Trainingsgelände, ich bin mit Darren und Paul verabredet. Wir wollen noch ein paar Sachen durchsprechen und vor allem ablösefreie Verstärkungen sichten.

Ich: „Guten Morgen, schon Zeitung gelesen?“
Darren: „Ach hör mir auf, so richtig in Ruhe arbeiten ist gerade schwer. Irgendwas ist immer, aber diesmal hört es sich echt bedrohlich an.“
Paul: „Ich hab in der letzten Zeit viel gehört, und das was es zu hören gab, stimmt mich jetzt nicht optimistisch.“
Ich: „Wollen wir es wissen? Oder ist eh nur so Scout-Flurfunkgequatsche?“
Paul: „Viele Sachen hörten sich schon sehr detailliert an. So soll der  Zenjov, tatsächlich nur bei uns spielen, weil sein Vater das als Provision bei einem Geschäft mit Herrn Oyston so ausgehandelt hat. Zum Glück konnten wir ihn verleihen, da er uns sportlich sicher nicht weitergeholfen hätte.”
Ich muß mich kurz räuspern: “Ach komm, das kann ich mir nicht vorstellen.”
Darren: “Ich fand das Gehalt von ihm schon immer überzogen, kann schon sein, dass da was nicht stimmt.”
Paul: “Es gibt da aber noch ganz andere Gerüchte, der Corradi zum Beispiel soll in einem Oyston-Casino sein letztes Hemd verspielt haben. Noch am selben Abend bekam Bernado vom Herrn Oyston einen unterschriftsreifen Vertrag vorgelegt. Und das sind noch die lustigen Geschichten”
Darren: “Was weißt du über die finanziellen Sachen? Is da was dran?”
Paul: “Naja, dass da mit der Vergabe der Bauaufträge Schindluder getrieben wurde, liegt ja fast auf der Hand. Aber wahrscheinlich is da alles im Rahmen des erlaubten. Dafür ist unser Boss zu clever, das er da Fehler macht.”
Ich: “Wo kommen die vielen Millionen auf mal her, die unbedingt ausgegeben werden mussten?”
Paul flüstert: “Das habt ihr aber nicht von mir, Herr Oyston scheint dem Verein ein Darlehen gegeben zuhaben. Er spekuliert mit dem Aufstieg und den zukünftigen Fernseheinnahmen.”
Darren: “Ja aber das ist doch gut, wir konnten doch so die Truppe verstärken.”
Paul: “Ja aber der Zinssatz ist nur für Herr Oyston gut, genau weiß ich den nicht, aber er wird sicherlich sehr profitabel für Herr Oyston sein.”
Ich: “Aber was ist, wenn wir nicht aufsteigen?”
Paul: “Ja gute Frage, es sieht im ja schon im Moment so aus, als arbeiten wir nicht mehr kostendeckend, Herr Oyston scheint jeden Monat den Kredit zu erweitern, natürlich mit steigenden Zinsen.”
Ich: “Ich verstehe nicht, laut Karl war doch genug Geld da. Sonst hätten wir es ja nicht ausgeben. Wir hauen die Kohle raus, haben aber eigentlich keine?”
Paul: “Eigentlicht schon, der Kreislauf ist eigentlich so, also jetzt mal vereinfacht. Herr Oyston hat den Verein über Jahre gemolken, überall Geld rausgeholt, wo es geht. Über dubiose Wege ist das Geld auf seine Konten gewandert. Jetzt verleiht er das Geld mit sehr hohen Zinsen an den Verein und profitiert noch mal davon. Aber irgendwann war es mal das Geld vom Verein. Wie weit das alles rechtens ist, weiß ich nicht, aber Herr Oyston wird schon das ein oder andere Gesetzt gebeugt haben.”
Darren: “Oh Mann, daher der Druck Aufsteigen zu müssen. Eigentlich will doch nur Fußball machen und nicht so ein Scheiß.”    
Ich: “Dito, gibts noch mehr Paul?”
Paul: “Ich könnte noch mehr erzählen, aber vielleicht reicht es für heute. Wir sollten noch ein paar Spieler durchsprechen!”
Ich: “Ok, vielleicht lenkt das ein wenig ab.”

Wir sprechen 2 Stunden lang über mögliche Neuzugänge, so richtig Konzentration kommt aber nicht auf und so bleiben wir ohne Ergebnisse. Paul bekommt von mir den Auftrag einen jungen schottischen Innenverteidiger zu scouten, der mir letztens aufgefallen ist.

Meine Bauchschmerzen sind im Laufe des Vormittags nicht besser geworden, Karl ist immer noch nicht erreichbar und als ich zum Training auf den Platz komme, wartet da Fabien Farnolle auf mich. Er zieht ein Gesicht, wie sieben Tage Regenwetter. Ich bin gespannt, was er von mir will.

Sebastian:
Über was sich die Leute so alles aufregen  ::) Die Art, wie Oyston Geschäfte macht, nennen wir hier im Sauerland "kurzer Dienstweg" (Gebt mal bei Google die Begriffe "Gaddafi" und "Iserlohn" ein, dann versteht ihr, was ich meine)   :laugh:

Als langjähriger Anhänger des FC Blackpool möchte ich hiermit einerseits meinem Vertrauen in die Seriositätärätätät des Herrn Oysten und andererseits meine Empörung über das Vorgehen der Medien und Behörden zum Ausdruck bringen ! Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder clevere Geschäftsmann - ich bin selber in der Im- und Exportbranche - solch einer Hexenjagd ausgesetzt wird  >:(

Schnorrer:

--- Zitat von: Sebastian am 18.Februar 2015, 00:11:40 ---ich bin selber in der Im- und Exportbranche

--- Ende Zitat ---

 :police:

Im- und Export hat einen eher negativen Touch  ;D

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