@Hep1982 und LucaBall: Vielen lieben Dank! Schön, dass ihr stetig mitlest.

Saisonrückblick 2015/2016Der FC Fulham kann zurückblicken und das nun mit Freude. Nach zwei Jahren in den tiefen der Championship hat sich eine sehr junge, aber reife Mannschaft den Aufstieg verdient und darf wieder im Oberhaus mitkicken. Man hat auf diesem Weg namhafte Mannschaften wie Aston Villa, den FC Sunderland oder Derby County hinter sich gelassen. Auf
Hochs und Tiefs kann der Verein zurückschauen. Auf Gala-Vorstellungen, Schützenfeste und Traumkombinationen, aber auch auf Nachlässigkeiten, Enttäuschungen und Nervenflattern.
Es liegt aber auch viel Arbeit vor uns. Das offensive Potential der Mannschaft ist kaum wegzureden, angesichts von
99 erzielten Toren, mit denen einzig West Bromwich Albion gleichzuziehen vermag. Die Defensivleistungen allerdings muss man für einen Aufsteiger fast schon als unterirdisch einstufen, immerhin war in der ganzen oberen Tabellenhälfte gerade mal eine Mannschaft löchriger. Insbesondere das
Abwehrverhalten nach Standards gehört massiv verbessert, sonst wird man gegen Stoke City viele Gegentore hinnehmen müssen.

Die
Jugend der Mannschaft ist ein grosser Trumpf. Wo ich mir vielleicht in der vergangenen Saison das eine oder andere Mal mehr Erfahrung auf dem Platz gewünscht hätte, verfüge ich jetzt doch über eine eingespielte Truppe, die alle ein Jahr reifer und erfahrener sind und von denen ich deswegen umso mehr konstante Leistungen erwarte. Über den Zenit ist eigentlich niemand. Nur Scott Parker (35), der über die gesamte Saison eine solide Rotationsmöglichkeit war und in nicht allzu ferner Zukunft Bryan Ruiz (31) müssen kürzer treten. der restliche Kader hat noch viele Jahre Leistungssport vor sich, ohne Zweifel.
Es war in der Summe einfach eine grossartige Truppe und wird hoffentlich so weitestgehend zusammenbleiben.
Die MannschaftIch möchte zu den Einzelspielern kommen. Ich möchte jeden Spieler kurz hervorheben, der seinen Teil zum Aufstieg beigetragen hat.
Marcus Bettinelli: Eigentlich als Nummer Zwei vorgesehen verdrängte noch in der Hinrunde den etablierten Scott Carson und erkämpfte sich den Stammplatz. Über weite Strecken rettete er uns viele Punkte und beherrschte solide seinen Strafraum. Auch die Spieleröffnung wurde von Woche zu Woche ruhiger und souveräner. In den entscheidenden Partien allerdings hatte er Aussetzer drin, die Punkte kosteten. Daran muss er arbeiten, ansonsten muss man sich trotz seines Talents nach Alternativen umschauen.
Scott Carson: Er verlor seinen Stammplatz und musste mit der Bank vorlieb nehmen. Ich bin ihm dankbar, dass er die Situation so akzeptiert hat. Man wird sich zur neuen Saison mit ihm zusammensetzen, um eine Lösung zu erarbeiten.
Luke Garbutt: Einer meiner Transfers und er hat gewaltig eingeschlagen. Das Rennen gege Sean Kavanagh hat er klar für sich entschieden und verzeichnete mit seinen Flanken zahlreiche Assists. Gerade Mitroglou müsste ihm den einen oder anderen Ouzo ausgeben. Ein toller Aussenverteidiger, mit dem ihm bedenkenlos in die Premier League gehen kann. Dazu versenkte er ganz cool den Aufstiegs-Elfmeter. Dafür gebe ich ihm einen aus. Einen Orangensaft, versteht sich.
Sean Kavanagh: Der Ire hatte Pech, dass Garbutt derart überzeugte. Als Backup möchte ich ihn gerne halten, aber das wird er kaum so wollen. Auch er ist ein toller, nach vorne stürmender Wingback.
Cameron Burgess: In der zweiten Mannschaft fand ich dieses Talent vor und zog ihn sofort nach oben. Ein Glückgriff. Der Australier entwickelte sich stark, zog an Dan Burn vorbei und wurde zu meinem besten Mann in der Abwehr. Seine gute Strafraumverteidigung wird ergänzt durch ein sehr sauberes Passspiel. Das kleine Schnelligkeitsdefizit macht er mit bemerkenswerter Antizipation aus. Durch seine geringe natürliche Aggression ist er der ideale Spieler um einen gegnerischen Stürmer aus dem Spiel zu nehmen. Er bedrängt sauber ohne dabei unnötige gelbe Karten zu sehen.
Alberto Masi: Wie schon damals in Udinese habe ich mir den spielstarken Verteidiger gesichert. Er ist der schnellste und technisch beste unserer Abwehr, was man jederzeit bemerkt hat. Klarer Leistungsträger. Das passt mit uns.
Dan Burn: Je länger die Saison dauerte, desto fixer wurde das Abwehrzentrum ohne den Engländer. Er wird aber auf jeden Fall weiter seine Chance erhalten, wenn er bleiben möchte. Seine Wechselgedanken scheinen sich vorerst zerschlagen zu haben.
Shaun Hutchinson: Er war IV Nummer vier und bekam kaum Spielzeit. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Er murrte nie und war ein guter Kaderspieler. Alles Gute!
Cyrus Christie: Auch einer meiner Transfers und ich bin zufrieden. Er ragte nicht heraus und öfters verteidigte auch Coquelin hinten rechts. Sein Offensivdrang tat uns gut und er hat noch Potential. Wenn er sich Dribblings gegen drei Gegenspieler abgewöhnen kann (oder sie Messi-like gewinnt meinethalben), wird er noch besser.
Tim Hoogland: Ich hatte keine Verwendung für den Deutschen. Im Winter hatte ich die Idee, ihn gegen sehr defensive Gegner als Innenverteidiger spielen zu lassen, da er sehr schnell ist gross genug ist und damit Konter hätte unterbinden können. Durch eine mehrmonatige Verletzung zerschlug sich dieser Plan aber. Er darf gehen.
Francis Coquelin: Ihn möchte ich besonders herausheben. Zu Beginn wusste ich nicht recht, was ich mit ihm machen sollte. Hinten rechts zu wenig offensiv im Zentrum sehr viel Konkurrenz. Er hat es mir schlussendlich ganz einfach gemacht: Ganz egal, wo, Francis spielte einfach gut. Er hatte zahlreiche Rollen inne. Offensiver Aussenverteidiger wie Dani Alves, stabilisierender, aufbauender Rechtsverteidiger wie Rafinha, Balleroberer im Mittelfeld wie Gattuso und tiefer Spielmacher, der die ersten Pässe nach vorne bringen sollte wie Schweinsteiger. Im Endeffekt war Coquelin alles und nirgends nichts. Quasi unser Philipp Lahm. Ein toller Junge, der selten weniger als 12km abspulte und weniger als 15 Zweikämpfe bestritt, selbstredend erfolgreich. Dazu oftmals mit Passquoten über 90%. Schade nur, dass sein Elfmeter den Aufstieg nciht besiegelte. Aber Elfer kann der Lahm ja auch nicht zuverlässig. Kein Drama.
Scott Parker: Der Kapitän, der das auch war, wenn er nicht spielte. Nach einer dummen roten Karte war ich sauer, aber ansonsten sehr zufrieden. Er brachte Erfahrung und sehr viel physische Härte mit rein, die uns durchwegs gut taten. Danke dafür. Nun tritt er zurück. Viel besser als wieder aufzusteigen geht auch nicht als Abschluss einer langen Karriere. Mach's gut, Scottie!
Emerson Hyndman: Unser Kücken mit sehr viel Einsatzzeit. Überaus beweglich für's Zentrum. In Bedrängnis schlägt er einfach so lange Haken bis auch der letzte Angreifer zurückgelassen ist. Immer noch erst 19 Jahre jung, zeigte er abgebrühte, stilsichere Vorstellungen und bleibt ein gigantisches Versprechen für die Zukunft. Muss körperlich aber zulegen für den englischen Fussball.
Lasse Vigen Christensen: Unser Motor im Mittelfeld und der Allrounder. Ob wichtige Zweikämpfe am eigenen Strafraum oder starke Distanzschüsse, LVC war für alles zu haben. Gut möglich, dass er mein nächster Kapitän wird. Bester Mann.
Haris Mendunjanin: Auch einer meiner Transfers und da lag ich daneben. Trotz enormer technischer Fähigkeiten, die auch in München oder Barcelona nicht abfallen würden, brachte er es nie auf den Platz. Sicher hatte er Probleme mit der Physis in England, aber wohl auch mit seiner Psyche. Ich denke, die Wege werden sich trennen müssen. Schade.
Alexander Szymanowski: Ebenso unter meiner Amtszeit zum Cottager geworden. Gekommen als technisch hochbegabter Backup, war der Argentinier lange Unzufrieden. Gegen Saisonende bekam er ordentlich Einsatzzeit und entschloss sich jüngst, dass er doch gerne bleiben möchte. Gerne!
Alexander Kacaniklic: Was soll ich über meinen Schweden sagen. Wunderbarer Spieler. Schnell, kreativ, konzentriert. Eigentlich fiel er niemals ab und harmonierte links bestens mit Garbutt. Danke, Alex, für das Tor im Finale!
Bryan Ruiz: Unser exotisches Zauberfüsschen. Physisch lässt er nach, der schnellste war er ohnehin nie. Aber technisch machte ihm keiner war vor. Immer für den besonderen Moment gut im zentralen oder rechten offensiven Mittelfeld.
Ross McCormack: Vize-Kapitän und Leader. Wechselte munter zwischen Stürmer und Zehner und gegen Ende auch zwischen Bank und Stammelf. Ein wichtiger Spieler für die Moral und einer, der sich nie gehen lässt. Schottischer Einsatz mit feinem Fuss und Torriecher.
George Williams: Mit Burgess wohl der Senkrechtstarter im Cottage. Das Talent aus Wales wurde zur Stammkraft über rechts, glänzte mit Toren und Vorlagen. Gerade sein hohes Tempo stellte alle Abwehrreihen vor Probleme. Wurde auch zum Nationalspieler. Sein Weg ist noch längst nicht vorbei.
Cauley Woodrow: Der Pechvogel. Erst 21 Jahre alt und schon sehr stark, eigentlich ein wichtiger Spieler. Zu Beginn lange verletzt und dann mit dem Problem, dass 1.) Mitroglou nicht mehr wegzudenken war als Torjäger und er 2.) keine ander Position sinnvoll spielen kann. Seine Hoffnung muss bleiben, dass ich einen vernünftigen Zwei-Mann-Sturm in meine Taktik integrieren kann. Mal schauen. Dankbar bin ich, dass er im Finale mal kurz einen der Elfmeter verwandelte.
Kostas Mitroglou: Besser bekannt als "Mitrogoal". Wie @Sokratis ankündigte, hat er mich in die erste Liga geballert. 39 Tore, Mamma Mia! Der Spieler des Jahres, ganz ohne Frage.

Die Fans haben gewählt, kann man so stehen lassen.

Kurz lohnt sich ein Blick auf die
Statistiken:

Keine Überraschung, dass
Mitroglou die beste Durchschnittsbewertung hat.

Auch da klar der Grieche vorne. Ohne Worte. Okay, eines: Sagenhaft. Wie Herkules. (Okay, das waren nun doch drei...)

Sogar bei den Vorlagen mischt er oben mit, aber
Garbutt steckt sie alle in die Tasche. 15 Assists, mindestens 14 davon durch präzise Flankenbälle. Absolut top, der Junge!
Bei den besten Passqualitäten sind von den Stammspielern LVC und Coquelin ganz oben anzutreffen, vor Kacaniklic, McCormack und... Mitroglou.
Albert de StijlKurz möchte ich auch auf meine Person zu sprechen kommen. Ich habe mich offenkundig richtig entschieden, nach Fulham zu wechseln und nach der Enttäuschung in Hamburg (und der kleinen Alkohol-Eskapade) bin ich dankbar, hier
einen grossen Erfolg meiner jungen Karriere hinzufügen zu dürfen.

Dies wurde nach der Saison auch in Angeboten bemerkbar, wobei mich allerhöchstens dasjenige des FC Torino gereizt hätte, da ich Italien gut mag und die Stiere nächstes Jahr in der Champions League vertreten sein werden. Dennoch abgelehnt. Höchstens bei Milan wäre ich schwach geworden. Die anderen haben mich wenig bis nicht interessiert.





Ich glaube, nicht Nein sagen könnte ich bei Bayern München, Real Madrid, Barcelona, Manchester United, Liverpool, AC Milan, Olympique Marseille, Olympique Lyon, Ajax Amsterdam und natürlich dem HSV.

Bis allerdings solche Angebote reinflattern, dürfte es noch ein Weilchen dauern... ^^
Blick über den TellerrandUnd was ging sonst so in der Welt? Hier folgen erstmal die
Tabellen der Topligen. Die eine oder andere dicke Überraschung ist da schon dabei in meinen Augen.

Überdies hat sich in der Premier League in Sachen Trainer einiges getan. Louis van Gaal ist zurückgetreten und wird wohl auch nicht mehr weiter coachen. Dazu wurde José Mourinho "The Fired One" bei Chelsea entlassen.
In der Champions League hat
Real Madrid den Bayern die Lederhosen ausgezogen:

Die Europa League gewann überraschend
Galatasaray gegen den FC Barcelona und dies keineswegs unverdient:

Die
Europameisterschaft ist noch in vollem Gang, auch einige meiner Jungs sind am Werke.
