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Frust-Ablass-Thread für das Real Life

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Thorbinho09:

Vielleicht ist genau das das Problem, die "längere Krankheitszeit".

Es gibt Menschen, die nehmen sowas irgendwann wie einen Witz auf und kommunizieren das auch dementsprechend. Als würde man sich nen Larry machen. Die nehmen das dann teils auch persönlich und wenn dann mal "scheiße" auf der Arbeit kommt, was dann übernommen werden muss, ist der "Kranke" dafür auch verantwortlich.

Schade jedenfalls, dass dein Chef sich da rauszieht. Das ist schon ein bisschen ein Armustszeugnis wie ich finde.

Hoffe, dass es für dich bald wieder besser wird, immerhin habt ihr nen Betriebsrat... den haben auch nicht alle.

Snickers12312892:

Ein Idealzustand ist doch kein Stellenwechsel von dir, sondern eine Abmahnung und eine Verhaltensänderung von ihm? Sprich doch mal direkt mit dem Betriebsratsmitglied, dass dir oder deiner Abteilung am nächsten ist und sprich mit ihm. Eine Beleidigung am Arbeitsplatz ist ein Grund für eine Abmahnung und sowas sollte sich dann nicht wiederholen, sonst steht sein Arbeitsverhältnis auf der Kippe. Mach dich da selbst nicht klein, sein Verhalten geht gar nicht. Hast du Zeugen, die du in Gespräche mit dem BR mitnehmen kannst?
Und ihn mal zu konfrontieren ist auch keine schlechte Idee. Kommt er sonst mit allen aus oder gibt es mit anderen auch Probleme?

Muffi:

@DeDaim
Ja, ich habe dreimal das direkte Gespräch gesucht und bei unserem letzten Gespräch wurde er dann beleidigend und meinte "mit Menschen wie mir" wolle er nichts zu tun haben. Und meine Rückfrage, was denn Menschen wie ich wären, meinte der dann "das könne ich mir denken". Andere aus dem Team finden sein Verhalten auch nicht in Ordnung, aber so wirklich etwas unternehmen will da auch keiner.
Und was meinen Vorgesetzten angeht, sehe ich das wie du.

@Thorbinho09
Ja, ich denke auch, dass die Krankheitszeit der Punkt ist, an dem er sich stört. Ich befürchte, es wird erst mit einem Stellenwechsel besser.

@Snickers
Das läuft, wie gesagt, ich bin da im Dialog mit der Personalstelle und dem Betriebsrat. Davonkommen lassen möchte ich in nicht, ich lasse mir hier auch nichts gefallen. Letztlich sehe ich aber in einem Team, wo der Vorgesetzte sich nicht wie ein solcher verhält und ein Teammitglied sich anderen gegenüber derart verhält, nicht mehr meine Zukunft.

KI-Guardiola:

Das kenne ich leider auch. Mir wurde wegen "Kleinigkeiten" von dem Kollegen schon in der Wiedereingliederung damals persönlich gedroht. "Wenn Du noch einmal, dann..." Allerdings war mir nach Reflexion aufgefallen, dass das Verhalten dieser Person eigentlich nur ein Symptom für die Probleme ist, die es im Unternehmensbereich insgesamt untereinander m.E. gibt. Ich drücke das mal so aus: Wer seine Arbeit macht, kann sich ansonsten benehmen, als wäre er überall -- bloß nicht auf Arbeit. Moderiert wird allgemein wenig. Und Kritik an Kollegen geht gerne mal über Dritte, nicht über den Kollegen. Es gibt viel zu tun, was dann natürlich auch in regelmäßigen Überstunden mündet -- und viel Gemecker mündet. Fällt jemand krank aus, ist der erste Reflex: "Der hat bestimmt wieder keine Lust." Da gibts unter einigen regelrechte Schmähgesänge, nach dem Motto: "Wo is denn schon wieder der und der?" Das sind längst nicht alle. Aber auch längst nicht nur Einzelfälle. Auch Azubis schauen sich da einiges bereits ab. Lehrjahre und so.

Ich quatsche ja auch gerne, so ist es nicht. Ich bin nicht stolz über das, was auch ich dazu beigetragen habe. Aber wiederholte Kritik an Kollegen hinter deren Rücken, persöniche Drohungen, das ist für mich die berühmte rote Linie. Es sind in letzter Zeit schon einige gegangen, wohl auch wegen den Überstunden. Zugegeben wollte ich mittelfristig eh sehen, dass ich wieder in was Fuß fasse, das ich einigermaßen damals auch gelernt habe (aktuell nicht der Fall). Habe ein Personalgespräch, mal sehen, wie das läuft. Aber schon angeboten, die entsprechende Konsequenz selbst zu ziehen. Arbeitsatmosphäre ist für mich der Faktor Nr. 1. Ich bin dieses Jahr eh wieder einige Tage ausgefallen, weil es zumindest einige Tage Rückfälle gab (psychosomatische Geschichte, damals u.a. ausgelöst durch einen Verdacht auf eine Augenkrankheit, die bei uns in der Familie wohl erblich ist -- die letztes Jahr dann tatsächlich diagnostiziert und vor kurzem behandelt wurde).

 Der Arbeitsplatz muss keine Wohlfühloase sein. Aber kollegiales und einigermaßen professionelles Verhalten ist wichtig. Du verbringst in Deinem Leben mehr wache Zeit auf Arbeit als mit Familie und Kollegen. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. Zum Glück kann ich es mir aktuell finanziell erlauben, dann evtl. die "Letzte Konsequenz" zu ziehen.

Muffi:


--- Zitat von: KI-Guardiola am 24.August 2022, 10:58:04 --- Der Arbeitsplatz muss keine Wohlfühloase sein. Aber kollegiales und einigermaßen professionelles Verhalten ist wichtig. Du verbringst in Deinem Leben mehr wache Zeit auf Arbeit als mit Familie und Kollegen. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade.

--- Ende Zitat ---

Ich sehe das ganz genauso. Kündigung ist für mich allerdings keine Alternative. Jedoch ist der "Laden" in dem ich arbeite dermaßen groß, dass ein Stellenwechsel hier definitiv Besserung versprechen könnte und ich weder besagtem Chef, noch dem Kollegen groß über den Weg laufe.

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