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Frust-Ablass-Thread für das Real Life

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Henningway:

Der einzige Ingenieur, den ich kenne und angestellt ist, verdient 250K im Jahr. Er wurde für 200K seinerzeit von einem anderen Unternehmen gelockt und als er abgelehnt hat, wurde das Angebot in einem Sprung auf 250K erhöht.

Alle anderen Ingenieure, die ich kenne, sind selbstständig und haben einen Jahresverdienst von 50K... 

Veilchen blühen ewig:


--- Zitat von: kn0xv1lle am 19.Januar 2023, 22:29:13 ---
--- Zitat von: Robin W. am 19.Januar 2023, 20:51:41 ---"nicht einmal 4.000 Brutto" - puuh, für mich sind 4000 Euro Brutto wirklich sehr sehr viel Geld und keine Selbstverständlichkeit. Ich freue mich für Euch alle, die so viel oder mehr verdienen.

--- Ende Zitat ---

Im Kontext der Ausbildungszeit die man dafür hinnimmt. Diplom Ingenieur sind 5+ Jahre Studium. Und mit 10 Jahren Berufserfahrung nicht auf 4k Brutto zu kommen ist halt in dem Kontext schon recht hart.

--- Ende Zitat ---

Es kommt noch das Firmenauto um 60-70k hinzu. Sowohl für den Techniker, als auch für den Vertriebler.

Aber sorry, ich lerne in meinen Beruf seit 30 Jahre. Ich muss jede Neuerung in zig Programmiersprachen können, und meinen Angestellten genauso.

Ein Vertriebler muss genau nichts lernen, außer dass er unsere Produkte verkauft. Das ist auch eine sehr wichtige Aufgabe, aber ist sie soviel wichtiger, dass der Vertrieb mehr verdient, mit Provisionen, als jeder in unserer Techniker o. Mitarbeiter unsererer Entwicklungsabteilung?

Sehe ich im Gegensatz zum ganzen Konzern überhaupt nicht so.

Edit: Wir reden hier von 200k im Jahr, wenn man die lächerliche 1,7 Mille Umsatz Ziel erreicht. Ein sehr guter Entwickler verdient bei uns 100k.


Tim Twain:

Wenn man mit 100k im Jahr noch jammern muss und einen Hass auf Kollegen hat, weil die mehr verdienen…

anderst:

Mille sind übrigens tausend, und nicht Millionen.

DragonFox:


--- Zitat von: Tim Twain am 22.Januar 2023, 08:47:57 ---Wenn man mit 100k im Jahr noch jammern muss und einen Hass auf Kollegen hat, weil die mehr verdienen…

--- Ende Zitat ---

Ich sehe da in beiden Seiten eine Wahrheit.
Geld als Lohn ist, wie es als Belohnung oder Motivation wirkt, nicht eindimensional. Die "Versorgung" in der Gesellschaft ist wohl das wichtigste und mit 100k im Jahr ist man, würde ich sagen, objektiv gut versorgt in Deutschland und Österreich.
Aber Geld wirkt sich zum Beispiel auch auf das Empfinden von Fairness und Anerkennung aus. Das ist sehr subjektiv.
Die Versorgung spielt ab einem bestimmten Punkt keine Rolle mehr. Wenn man sich darüber hinaus aber branchenweit oder firmenintern mit anderen Gleichbeschäftigten vergleicht, kann man bei zu wenig relativem Gehalt darauf kommen, dass man vom eigenen Unternehmen zu wenig Anerkennung in Form von Geld erfährt.
Wenn man sich mit der Leistung anderen Personen vergleicht und merkt, dass die scheinbar weniger "leisten" aber gleich viel oder sogar mehr verdienen, ist es um die Empfindung von Fairness schlecht bestellt.
In beiden Fällen hat man schlechte(re) Laune und fühlt sich nicht gut behandelt, obwohl es einem eigentlich gut gehen könnte. Wenn man glücklich und unglücklich sein kann ist Unglück meistens die Empfindung die gewinnt.  :-\

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