Über Gold ranken sich ziemlich viele Mythen, nachweisbar ist eine solche Korrelation zwischen Inflation und Gold nicht wirklich. Gold hat schon deutlich verloren, als die Inflation sehr hoch war.
Ah ja, dann erkläre mir doch bitte diese Grafik. Bildet den Goldpreis der letzten 30 Jahre ab.
https://www.finanzen.at/rohstoffe/goldpreis/euro
Gold wird teurer, wenn die Währungen weicher werden. Und weichere Weltwährungen als Dollar und Euro gibt es nicht. Sind nur Papierstücke, welche bald nichts mehr wert sein werden. Die Eu wird bald den digitalen Euro einführen. Ja, warum wohl? Kann ja nichts mit einer Währungsabwertung zu tun haben.
Ach ja, Gold ist mittlerweile 4,6k die Unze wert. Aber klar, das sind ja nur ominöse Gerüchte.
Aber ok, ich habe ja mittlerweile nur knapp 400% Gewinn gemacht. Mir egal was andere darüber denken. Aber Gold deckt wirklich immer zumindest die Inflation ab. Nicht die Öffentliche, sondern die Reale.
Ich gehe mal auf deine Grafik ein. Von 1999 bis 2006 ging der Goldpreis nur seitwärts. Ingesamt dürfte die Inflation dort zwischen 25% und 30% im gesamten Zeitraum gelegen haben. Du hast also Inflationsbereinigt soviel Geld verbrannt. Zwischen 1980 und 2006 ging der Goldpreis übrigens erst zurück und erreichte erst 2006 wieder den Stand von 1980. Kannst überlegen, wie sich da ein Goldinvestment geschlagen hat, vor allem im Hinblick darauf, dass Anfang der 80er die Inflation auch noch hoch war.
Um das nochmal zu verdeutlichen : Zwischen 1975 und 2024 war die Rendite in Gold 4,2% pro Jahr (da ist die Rally die gerade stattfindet mit drin), der MSCI World hat 9,7% geschafft.
Zwischen 1980 und 1990 war die Rendite von Gold negativ (-2,7%), der MSCI World hatte 18,5%...
1990 bis 2000 war es ebenfalls negativ (-1,8%) und der MSCI hat 13% erreicht.
Vergleicht man seit 1980 jede Dekade bis 2020, dann ist Gold nur im Zeitraum von 2000-2010 besser gelaufen (Platzen der New Economy-Blase 2000-2003, Finanzkrise 2008). Ansonsten hat man immer verloren und oft auch nichtmal die Inflation ausgeglichen. Damit wäre deine Aussage, dass Gold immer mindestens die Inflation ausgleicht, sachlich falsch.
Gold ist außerdem volatiler als andere Anlageformen.Ich nehme jetzt mal die Daten von 1975 bis 2024.
In diesem Zeitraum war die durchschnittliche Rendite von Gold 4,9% einer durchschnittlichen Standardabweichung von 17,5% pro Jahr. Ein reines Aktiendepot hätte 9,7% gebracht (trotz Krisen) und nur mit 15,1% geschwankt. Im Idealfall hättest du 90% Aktien und 10% Gold gehabt. Deine Rendite wäre dann 9,5% gewesen und die Schwankungen nur 13,8%. Du hättest also für "nur" 0,2% weniger Rendite mit Gold dein Anlage-Portfolio schwankungsresistenter gemacht (ein Hoch auf die Diversifikation).
Also faktisch und mit Zahlen hinterlegt ist es nicht falsch Gold zu kaufen. Nur allein auf Gold zu setzen ist selten eine gute Idee (wie bei allen Investments übrigens).
Zum Thema Sparkassen : Ich habe seit ich 16 bin ein Konto bei der Sparkasse (also 27 Jahre) und würde mich nicht als ältere Herrschaft bezeichnen. Funktioniert auch alles gut. Habe dort (will mein Haus ein wenig modernisieren) mal angefragt und sofort einen Termin in der gleichen Woche bei meiner Beraterin bekommen. Sind dann meine finanzielle Situation durchgegangen und bekam dann noch am selben Tag die Zusage, dass ich bis 50000 € nur anrufen brauche und die würde das sofort freigeben zu einem Zinssatz, den ich bei Check24 nicht bekommen hätte. Ist also nicht alles schlecht bei den Sparkassen. Und die 10 € im Monat für das Konto kann ich ja auch von der Steuer absetzen, es stört also nicht wirklich. Es kam dabei übrigens auch raus, dass ich keinen Dispo habe, also mein Konto gar nicht überziehen kann (wohl ein Relikt daraus, als ich mit 16 das Konto eröffnet habe). Das ist übrigens kein Plädoyer dafür, dass ihr alle zur Sparkasse lauft, sondern einfach nur dafür, dass ihr wenn ihr eine Bank findet, mit der ihr gut zurecht kommt, dort auch bleiben könnt, selbst wenn sie leicht teurer ist.