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| Tony Cottee:
--- Zitat von: Rejs am 29.Mai 2021, 19:54:04 ---Schade, dass es Köln geschafft hat. Nach der maximalen Unsportlichkeit am letzten Spieltag der letzten Saison am letzten Spieltag (Sieggeschenk an Bremen) hätten einfach beide im Sinne des Fair Play den Abstieg verdient gehabt. So leidet Kiel und es zeigt sich mal wieder, dass die Relegation am meisten den Bundesligisten nützt. --- Ende Zitat --- Maximale Unsportlichkeit? Geht es noch ne Spur sensationeller? Die haben da am letzten Spieltag ohne die nötige Spannung mit einer Gurkentruppe ein Gurkenspiel gemacht. Das war ganz sicher keine Glanzleistung. Kommt aber in jedem Sport jedes Jahr mehrfach vor, dass eine Mannschaft, für die es um nichts mehr geht, nicht mehr die nötige Werttkampfspannung auf den Platz bringt. Du stellst es so dar, als ob ein Sieg in Bremen unter normalen Umständen eine Selbstverständlichkeit für den Effzeh gewesen wäre und sie es mutwillig verschoben hätten. Maximale Unsportlichkeit, die den Abstieg verdient hätte... warum nicht gleich Lizenzentzug? Ist aber auch irgendwie modern geworden. Übertreibungen als Effekthascherei. |
| White:
Die größte Unsportlichkeit die mir einfällt, als es um den Abstieg ging ist der 34. Spieltag 1996. Leverkusen (37 Punkte, Platz 15) empfängt den FCK (35 Punkte, Platz 16). Lautern geht nach etwa einer Stunde in Führung, ist komplett feldüberlegen, von Leverkusen kommt gar nix bis zu diesem Zeitpunkt. Danach werden sie zugegebenermaßen wach, aber nicht wirklich gefährlich, der FCK hat ein paar gute Konter, macht aber nix draus. In der 80. Minute liegt ein lautrer Spieler, ich glaube es war Marschall, verletzt am Boden. Der FCK befördert den Ball völlig ohne Bedrängnis ins Aus. Leverkusens Torhüter Heinen kommt schon nach außen um seinem Einwerfer anscheinend zu signalisieren, dass er ihm den Ball werfen soll, er würde ihn nach vorne (zurück zum FCK) schlagen. Marschall wird währenddessen vom Feld getragen und ausgewechselt. Der Einwurf wird ausgeführt, Heinen nimmt den Ball auf und macht einen langen Abschlag, der - nach meiner Interpretation - ca. auf 16er-Höhe des FCK ins aus gegangen wäre oder eben an der Außenlinie gefahrlos angenommen werden könnte. Der Leverkusener Spieler in Ballnähe - Rudi Völler - geht allerdings in den Zweikampf, während etwa 80% der anderen Spieler so aussehen als warten sie auf die faire Rückgabe des Balls. Völler wird dabei an der Außenlinie leicht gestoßen und somit gefoult. Während der FCK sich noch beschwert ist er schon wieder aufgesprungen um den Freistoß auszuführen, ein bisschen nach hinten ins Halbfeld wo jemand völlig ungedeckt steht und aus 25 Metern abzieht. Der abgewehrte Ball landet vor den Füßen von Markus Münch, der zum 1:1 Endstand trifft. Ca. 15 Jahre später sagte Münch in einem Interview sinngemäß "Es ging um alles, da gibt es kein Fair Play." Ich war damals 10 Jahre alt und erinnere mich jetzt noch ziemlich gut daran, vielleicht ist die Erzählung etwas verklärt, aber das blieb mir immer als Gipfel der Unsportlichkeit in Erinnerung. Und ist meiner Meinung nach ein völlig anderes Kaliber, als ein Team, was am letzten Spieltag der Saison kollektiv versagt. Das mag "Geschmäckle" haben, aber ich glaube nicht, dass die Kölner da absichtlich verloren haben. Keiner verliert gerne, auch wenn es um nichts mehr geht. |
| Henningway:
Ich erinnere mich an die exakt gleiche Szene und an den Ärger. Immerhin bin ich seit 1991 FCK-Sympathisant. Fairerweise muss man aber sagen, dass Pele Wollitz ein paar Jahre später für den FCK spielend etwas ähnliches abgezogen hat. |
| Towelie:
Als FCK-Fan konnte man in den 90ern zumindest zwei Meisterschaften, zwei Pokalsiege und einen Aufstieg feiern ;) Köln stieg '98 zum ersten Mal ab, weil Oliver Held für Schalke den Ball mit der Hand übers Tor klärte. Die wurden also selbst sehr benachteiligt. Und Herthas Relegationsspiel in Düsseldorf ging auch nicht so fair zu Ende. |
| Ledwon:
--- Zitat von: Towelie am 30.Mai 2021, 22:22:09 --- Köln stieg '98 zum ersten Mal ab, weil Oliver Held für Schalke den Ball mit der Hand übers Tor klärte. Die wurden also selbst sehr benachteiligt. --- Ende Zitat --- Wurde ja sogar noch vom Schiedsrichter gefragt ob es Hand war, was er dann verneinte. Für Schalke ging es in dem Jahr um nix mehr. Da war ich 7 und am Boden zerstört (Ähnlich zur Story die White schilderte). Toni Polster sagte nach dem Spiel, dass er Held alles schlechte wünschen würde.. |
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