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Umfrage

Entscheidende Planungsfragen am Uhlenkrug - Sollte Sascha Engel eine weitere Saison für den ETB spielen?

Ja! Ein verdienter Spieler wie er muss weiter für den ETB stürmen.
- 10 (100%)
Nein, er ist für die Regionalliga nicht tauglich. Mit einem anderen Stürmer wäre der ETB besser aufgestellt.
- 0 (0%)

Stimmen insgesamt: 10

Umfrage geschlossen: 17.Mai 2021, 13:38:42


Autor Thema: [FM21] Lehmann im Lackschuh: Zettelwirtschaft beim ETB Schwarz-Weiß Essen  (Gelesen 12553 mal)

knufschu

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@Akumaru: Danke! Ja, viel zu viele Tore. Die meisten fallen über die Außen. Das bekommt Lehmann nicht in den Griff. Gerne nehme ich Tipps an, wie man die Außenverteidiger in einem 4-4-2 gut einsetzt. Beide haben bisweilen miese Noten (6,3 usw.).

@Larreiter: Danke! Dann müsste dir dieses Posting gut gefallen :-) Ich spiele weiterhin zumeist auf "Vorsichtig / Ausgewogen" im 4-4-2, allerdings ist der linke Flügelspieler inzwischen eher ein Flügelstürmer, der Spielmacher mitunter ein VeSm (un) oder ein VoSm (un/an).


Kapitel 28 „Aus dem Playbook Lehmanns: Tiefe suchen“

Vorwort: In Tobias Eschers Buch „Der Schlüssel zum Spiel: Wie moderner Fußball funktioniert“ werden einzelne, wiederkehrende Situationen im Fußball sehr präzise definiert und es wird erläutert, wie diese Szenen im „modernen Fußball“ mit Erfolg bringenden Prinzipien verbunden sind und dann auch Spiele oder Spielphasen entscheiden.

Ein wesentliches Erfolgsrezept ist im „modernen Fußball“, dass erfolgreiche Mannschaften den Weg in die „Tiefe“ finden und aus diesen Spielsituationen dann Tore erzielen.

In diesem Post wird einmal auf die goldene Seite der Medaille geblickt: Wie fallen die Tore des ETB in der aktuellen Spielzeit? (Die Tore in der Hinrunde sind hier erstmal die Bezugsgröße)

Variante a) Tore durch Flankenspiel



Hierzu gehören alle Tore, die nach einer Flanke aus dem Halbfeld, seitlich der Box oder von der Grundlinie fallen.

Von dieser „Sorte“ Tor hat der ETB ganze neun Stück im Repertoire.

Variante b) Tore durch Konterspiel



Gemeint ist hier der eher klassische Konter, also tiefstehend hinten, langer Ball nach vorne, Tor. Escher selbst definiert alle schnellen Bälle nach Ballgewinn (auch durch Angriffspressing) als Konter.

Von dieser „Sorte“ Tor hat der ETB sieben Tore erzielt.

Variante c) Tor durch Passkombinationen durch die Mitte (z.B. Steckpass, Chipball, usw.)



Wie ich finde, eine der vornehmsten Arten ein Tor zu erzielen, wenn man mit einem perfekt getimten Pass den ohnehin engen Raum in der Mitte durchspielt und so zum Torerfolg kommt.

Diese „Sorte“ gehört bedingt ins Playbook des ETB, kam aber fünf Mal vor.

Sonstige Varianten

Die weiteren Varianten sind im Prinzip schneller erläutert und bis auf den Eckball dann eher nicht zwingend Teil des geplanten Playbooks, werden aber natürlich gerne genommen. Dazu gehören noch folgende „Sorten“ von Tor: Tor nach Eckball oder indirektem Freistoß (5x), Tor nach Elfmeter (3x), Tor nach direktem Freistoß (1x), Tor nach Einzelleistung (1x), der Fernschuss 5x) und Eigentore (0x).



Weiterhin hat der ETB in der Virtualität eine enorme Chancenverwertung von 18%. Im Vergleich haben die Meister folgender beider Bundesligaspielzeiten in der Realität folgende Quoten: BVB 19/20 27,4%, Bayern 20/21 12,8%. Somit liegen die Lehmann-Essener hier wohl im oberen Mittelwertbereich.

20. Spieltag 3. Liga: FC Carl-Zeiss Jena (H)

Ähnlich wie im Hinspiel gehen die Thüringer früh mit 1:0 in Führung, verlieren aber am Ende mit 2:1 gegen die Schwarz-Weißen aus Essen. Die Auszeichnung „Spieler des Spiels“ geht dabei klar an Cairo, der beim Ausgleich in Minute 53 mit einem Wackler am Jenaer Außenverteidiger Ehrlacher vorbeizieht und rund 25 Minuten später den entscheidenden Tiefenpass auf Koko schlägt, der schließlich frei auf das gegnerische Tor zuläuft und zum Sieg einnetzt.



Sicher mit etwas Glück, dieser Pass, aber ein klassischer Treffer der Essener in der Regionalliga der letzten Saison und in der aktuellen Spielzeit der 3. Liga.

21. Spieltag 3. Liga: Hertha BSC Berlin II (A)

„Das was unser schlechteste Saisonspiel. Völliger Schrott!“, blaffte Lehmann nach dem ersten Pflichtspiel in Berlin in die hingehaltenen Mikrofone. Zuvor hatte seine Elf völlig verdient gegen Hertha II mit 0:2 verloren und sich dabei mickrige zwei Torszenen erarbeitet. 

22. Spieltag 3. Liga: Karlsruher SC (A)

Das zweite Auswärtsspiel in Folge und die anstehende englische Woche kommen mit Blick auf die Verletzungen des ETB zu einem unglücklichen Zeitpunkt. In der Woche vor dem Spiel fallen beide Stamm-Außenverteidiger (Becker (Virus: 3 Wochen), Kolke (Knöchel: 6-7 Wochen)) sowie Ersatzkeeper Klein (Bauchmuskelzerrung 3 Wochen) teilweise langfristig aus.



Das Spiel selbst verläuft allerdings unerwartet gut, denn der ETB gewinnt im Wildparkstadion mit 3:0. Dieser Spielstand hat wesentlich mit der (gelb-) roten Karte nach Tätlichkeit in Minute 20 für den KSC-Akteur Eisenhuth zu tun. Die drei Buden fallen durch Freistoß (Cairo), nach einem langen Ball auf Koko und nach Flanke (Ibrahimi).

Achtelfinale Niederrheinpokal: KFC Uerdingen 05 (A)

Anknüpfend an die Leistung des vorletzten Ligaspiels gegen die Hertha, setzen die „Schwatten“ noch einen drauf und scheiden gegen den Regionalligisten völlig verdient aus. Erschwerend kommt in der Bewertung hinzu, dass sich bei dem KFC noch zwei der besten Spieler während der Partie verletzen, Uerdingen eine rote Karte bekommt und dennoch kein Sieg für den ETB dabei herauskommt.

Dieser Weg in den DFB-Pokal ist nun bereits versperrt. Bleibt die zwar mögliche, aber doch schwierige Chance über einen der ersten vier Ränge in der 3. Liga.

23. Spieltag 3. Liga: Erzgebirge Aue (H)



Dank des Torgaranten Konjuhi gelingt dem ETB daheim ein dreckiges 2:1. Goal.com bezeichnet es als „locker“. Das mag daran liegen, dass die Reporter nicht vor Ort waren, wie z.T. die Sky-Kommentatoren in der 2. Bundesliga. Kokos Treffer fallen beiden in den ersten 15 Minuten, ehe dann der Gast aus dem Erzgebirge zunehmend ins Spiel findet, aber nur einen Treffer erzielen kann.

24. Spieltag 3. Liga: FC Augsburg II (A)

In einem engen Spiel gewinnen die Gäste aus dem Revier knapp mit 2:1 und können sich bei der starken Leistung zweier Spieler bedanken. Auf den ersten Blick ist Ibrahimi mit seinen zwei Buden der Matchwinner, doch die Neuverpflichtung Lieder hat ebenfalls ein starkes Spiel gemacht und sich als vertikaler Spielmacher viele Bälle geholt und exzellent weiter verteilt, was die Karte mit den Ballkontakten belegt.





Die Ibrahimi-Treffer fallen nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten und durch eine Einzelleistung.

25. Spieltag 3. Liga: Kickers Offenbach (H)

Langer Ball auf Koko ist Plan A im Lehmann-Playbook der letzten beiden Spielzeiten und so oft hat er damit Recht, weil der Kosovare die teils trägen Innenverteidiger gerne abschüttelt, um dann alleine auf das gegnerische Tor zu stürmen. Zwei Mal gelingt genau dieser Spielzug gegen die Kickers auf Offenbach und er führt zu einem Treffer. Die Offenbacher selbst haben eine Reihe ordentlicher Chancen, doch Escher hält den Kasten sauber.

26. Spieltag 3. Liga: Hannover 96 (A)

Das Duell zwischen dem Tabellenführer und dem Tabellenschlusslicht wird für den ETB zur Farce. Etwas ausgepumpt durch die englische Woche oder einfach nur mental nicht auf der Höhe? Man weiß es nicht. Die Niedersachsen schlagen den Ligaprimus mit 2:1.

28. Spieltag 3. Liga: FC Hansa Rostock (A)

Das eigentlich geplante Spiel gegen den SC Freiburg II fällt aufgrund Starkregens aus, so dass nach einem Freundschaftsspiel der Tabellenzweite der Formtabelle in Rostock besucht wird.

Vor 14.000 Zuschauern im Ostseestadion entfaltet sich ein Spiel gleichwertiger Teams, bei dem Rostock etwas zufällig in Führung geht. Ein langer Ball mit dem Prädikat „mit viel Hoffnung nach vorne gepöhlt“ wird per Kopf verlängert und plötzlich steht Donkor frei vor Escher und schiebt zum 1:0 ein. Der Ausgleich fällt nach der Pause nach einer Ecke per Kopf durch Krause. Die Leihgabe aus Fürth erzielt damit Saisontor Nummer vier! Später können die Hansestädter ebenfalls per Eckball noch den Siegtreffer erzielen, so dass das Spielglück heute mal nicht auf Seite des ETB liegt, was Coach Lehmann ein wenig wütend macht.



27. Spieltag 3. Liga: SC Freiburg II (H)



Gegen den SC aus Freiburg, die am Wochenende zuvor einen 0:2 Rückstand gedreht haben, folgt nun das Nachholspiel im eigenen Stadion. Ein heftiger Bock Krauses schenkt dem SC nach 38 Minuten das 1:0. Er segelt unter einem langen Abschlag des SC-Keepers hindurch und macht zudem damit den Weg frei für Rausch, der mehr oder weniger unbedrängt netzt. Bis zu 89. Minute müssen die „Schwatten“ dann warten, ehe Koko den aber sowas von verdienten Ausgleich per Konter erzielt. Bereits zuvor haben er und auch sein Mitspieler Ibrahimi beste Chancen versemmelt.





Nach zuletzt einer eher mageren, aber realistischen Ausbeute, liegt Schwarz-Weiß auf Rang 2, hinter Carl-Zeiss Jena. Die Tordifferenz verrät, dass man leicht über den Möglichkeiten spielt. Der KSC, der 1. FC Magdeburg sowie Hoffenheim II sind die direkten Verfolger, deren Atmen man spürt, riecht und hört. Die Enttäuschung in Kiel ist mit Sicherheit sehr groß, hat man eigentlich das meiste Gehalt der Liga investiert. Auch Bayern II ist überraschend weit hinten. Bei Letzteren hat das in Teilen etwas mit den taktischen Vorgaben zu tun, denn nach wie vor agieren diese im 4-5-1 mit einer falschen Neun, ohne große offensive Durchschlagskraft (20 Tore).
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knufschu

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Re: [FM21] Lehmann im Lackschuh: Zettelwirtschaft beim ETB Schwarz-Weiß Essen
« Antwort #81 am: 02.September 2021, 19:59:21 »

Kapitel 29 „Durchmarsch ins Ruhrstadion? - Das Saisonfinale 2026/27“

Vorwort: Das etwas militaristisch anmutende Wort - wie so viele Begriffe im Fußball - „Durchmarsch“ wird häufig in dem Zusammenhang genutzt, wenn eine Mannschaft innerhalb von nur zwei Spielzeiten zwei Mal in Folge die Spielklasse in einem hierarchischen System nach oben hin wechselt, also aufsteigt. Jetzt suggeriert die zweite Worthälfte, es handele sich um einen („Ein“-) Marsch, der womöglich wie „heißes Messer durch Butter“ von statten ginge.

Seltenheit haben diese Durchmärsche logischerweise, immerhin geht man grundsätzlich davon aus, dass ein Aufsteiger sportliche Probleme in der neuen Spielklasse hat. Dennoch kennt jeder Fußballfan diese Geschichten, gehäufter in den 90er Jahren, von 1860 München unter Werner Lorant oder Fortuna Düsseldorf. Auch in jüngster Vergangenheit des Profifußballs hat es diese Sport-Märchen gegeben mit dem SC Paderborn, der irgendwie alle Wege nach oben und unten schnell genommen hat und mitunter von Lizenzproblemen Dritter gerettet worden ist.

In der Virtualität schickt der ETB Schwarz-Weiß Essen unter Lehmann sich an, dieses Wunder zu vollbringen. Ihnen ist der Aufstieg aus der Regionalliga West in die 3. Liga gelungen und zehn Spieltage vor Saisonende haben die Lackschuhe die reale Option auf einen schnellen Aufstieg („Durchmarsch“) in die 2. Bundesliga.
Freilich ist der Weg dorthin noch steinig, immerhin hat niemand bei klarem Verstand vor der Saison auch nur einen Cent auf dieses Szenario gesetzt und zudem warten auf dem Spielplan noch einige große Herausforderungen in einer Rückrunde, die aktuell etwas holperig läuft, denn angesichts der tabellarischen Konstellation wird der ETB nicht mehr als Underdog wahrgenommen und muss mitunter das Spiel selbst gestalten und kann nicht nur auf schnellen Konterfußball bauen.

29. Spieltag 3. Liga: SV Holstein Kiel (H)

„Ab sofort denken wir nur noch von Spiel zu Spiel. Zehn Spieltage vor Schluss stehen wir vor der Option des Aufstiegs, wer hätte das auch nur annährend vermutet? Der Weg ist aber noch sehr lang. Das sind 30 Punkte. Wir wollen und dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen und darüber freuen, dass wir den Klassenerhalt und damit unser eigentliches Saisonziel erreicht haben, sondern von nun an ist alles möglich, vom grauen Mittelfeldplatz bis zum direkten Aufstieg.“, antwortet Lehmann auf die Frage nach den Aufstiegschancen des ETB vor der Partie gegen den Tabellenneunzehnten, Holstein Kiel.

Frei nach Brehme kann über die Norddeutschen behaupten: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“ Die Kieler stellen sich gegen den ETB spielerisch eigentlich nicht so schlecht an, verlieren aber mit 3:0 im Pott.



30. Spieltag 3. Liga: DSC Arminia Bielefeld (A)



In Bielefeld spielen beide Mannschaften munter nach vorne und werden bei dem 1:1 mit je einem Tor belohnt. Etwas verdienter wäre der Sieg für den Gast aus Essen gewesen, bei dem Ibrahimi zwei gute Torchancen am zweiten Pfosten nicht nutzt.

31. Spieltag 3. Liga: VfB Stuttgart (H)



Gegen ein formstarkes Stuttgart II sind die Essener v.a. darauf bedacht, die Mitte vor dem Tor (VeSm --> ZSm (un)) dicht zu bekommen und die in den ersten Minuten starken Außenspieler Yigit und Marcel Halstenberg (Breiter verteidigen) nicht ständig Flanken zu lassen. Die besten Chancen des 0:0 – und das spricht gegen die Qualität des Spiels – entstehen für den ETB durch Freistoßflanken, deren Abschlüsse am Ende jeweils von Kolke und Holtkamp am Kasten vorbeigesetzt werden.

32. Spieltag 3. Liga: 1. FC Köln II (A)



Der 300-Spiele-Jubilar Lehmann kann sich nach dem Spiel über ein Geschenk des 1. FC Köln II freuen, denn diese – v.a. Julian Fuchs - haben aufgrund eines Eigentors einen großen Anteil an den drei wichtigen Auswärtspunkten für den ETB. Insgesamt muss man aber auch anmerken, dass der ETB – wie zuletzt - eine wirklich stabile Abwehrleistung gezeigt hat.



Der Dreier ist für den weiterhin von diversen Verletzungen geplagten ETB (Lieder, Herzenbruch, Girth, Alexander, Deters) enorm wichtig, denn es folgen nun – verpackt in einer englischen Woche – zwei Partien gegen direkte Verfolger und z.T. Mitstreiter um einen Aufstiegsplatz bzw. einen der begehrten Startplätze im DFB-Pokal.

34. Spieltag 3. Liga: SV Sandhausen (A)

Wie gerufen kommt Starkregen, so dass der 33. Spieltag (Gegner: TSG 1899 Hoffenheim II) verlegt werden muss und man somit vorerst einer englischen Woche aus dem Weg geht.

Leider bringt es den „Schwatten“ ergebnistechnisch wenig, denn die Partie gegen den SVS endet mit 2:0 für den Gastgeber. Wie schon häufiger in der Rückrunde bekommen die Essener viel Ballbesitz, kommen damit aber nur mäßig zurecht.

33. Spieltag 3. Liga: TSG 1899 Hoffenheim II (H)

Platz Zwei gegen Platz Drei – Das verlegte Spitzenspiel in der 3. Liga! Für Hoffenheim II im Grunde nicht wirklich wichtig, denn ihnen kann der Rang in der Abschlusstabelle vergleichsweise egal sein. Nicht so beim ETB, denn dieser hofft im besten Fall auf einen direkten Aufstiegsplatz oder mindestens auf den vierten Platz unter den Nicht-Zweitmannschaften.

Die „Schwatten“ wählen im Spiel gegen die TSG II als Matchplan das Aufbauspiel über den langen Abschlag, die Hoffenheimer versuchen v.a. über harte Tacklings Dominanz auszustrahlen, was sicherlich aufgrund der höheren individuellen Klasse nicht zwingend nötig gewesen wäre. So fangen sie sich innerhalb der ersten 33 Minuten sechs Verwarnungen. Eine davon ist spielentscheidend, nämlich die gelb-rote Karte für Gerd Leist. Die erste Verwarnung holt dieser sich wegen Haltens gegen den für einen langen Pass startenden Koko und die zweite Verwarnung erfolgt im Sechszehnmeterraum, bringt ihm den Platzverweis ein und zugleich den Elfmeter für den ETB, den Lieder sicher im Tor unterbringt.



Wofür die Karte allerdings gegeben wird, bleibt wohl ein Mysterium? Wie dem auch sei, die sechste gelbe Karte für die TSG an Wieczorek ist nicht minder wichtig, denn sie bringt dem ETB einen Freistoß aus 17 Metern ein, den ebenfalls Lieder nimmt und die Kugel unter die Latte nagelt und den 2:0-Endstand herstellt, den sich die Essener, trotz eines Spielers mehr, bis zum Abpfiff hart erarbeiten müssen.

35. Spieltag 3. Liga: FC Bayern München II (H)

Erneut ein hartes Brot auf dem Spielplan, denn zuletzt haben die kleinen Bayern 11 Spiele in Folge nicht verloren.

Die Zuschauer am Uhlenkrug wurden für ihren Besuch mit einem sehenswerten Spiel belohnt, bei dem beide Mannschaften bis zu Beginn der Nachspielzeit je eine Bude erzielen konnten. Es war bereits die offizielle Nachspielzeit beendet, Lehmann hatte zudem schon mehrfach vehement den Abpfiff gefordert und schien mit dem Punkt d’accord, da landet ein Befreiungsschlag beim Joker und Torschützen des 1:0 Alexander. Dieser sprintet mit leichtem Abstand begleitet auf den Bayern-II-Keeper Roussel zu, vertändelt die Kugel dann aber, gerät in einen sehr spitzen Winkel, der Ball kommt irgendwie zum eingewechselten Girth und der setzt das Leder routiniert ins lange Halbnetz zum 2:1 Heimsieg für Schwarz-Weiß!





Für den Defensivfanatiker war das Highlight des Spiels eine Rettungsaktion Krauses. In dieser Szene schiebt der Bayernspieler Lehmann die Pille vermeintlich locker an Escher vorbei, setzt schon zum Torjubel an, doch aus der „blind side“ fliegt Krause in den Ball, lenkt diesen am Tor vorbei und verhindert damit den Rückstand! Grandios!

36. Spieltag 3. Liga: FC Energie Cottbus (A)



Ein tristes Spiel, das in beide Richtungen ausfallen kann, geht mit 1:0 an Energie Cottbus.

Aus Sicht der Essener können sowohl der KSC als auch Hansa Rostock aufholen, während Jena an der Tabellenspitze Federn lässt. Das ist brutal spannend!

37. Spieltag 3. Liga: Würzburger Kickers (H)

Am vorletzten Spieltag der Saison 2026/27 sind wir in der 3. Liga in der Hochkonjunktur der Crunch-Time angekommen!

In der Partie zwischen dem ETB Schwarz-Weiß und den Kickers aus Würzburg erwischen die Gastgeber den besseren Start und können nach 13 Minuten durch einen Treffer des formstarken Benjamin Girth in Führungen gehen. Im Anschluss ist allerdings ein wenig Zittern für die Anhänger der Essener angesagt, denn die Würzburger kommen immer besser ins Spiel und die Konterpässe auf Koko oder Girth landen zu oft beim Gegner aus dem Süden, während dieser dem Ausgleich nach und nach näherkommt. Dieses Bild sehen die Fans bis zur 88. Minute, ehe dann ein Konter der Heimmannschaft sitzt. Lieder köpft eine Flanke auf Pyryt, der gibt lang weiter auf Koko und dieser netzt zum Saisontor Nummer 19.



Zwar gelingt den Kickers noch der Anschluss in der Nachspielzeit, aber mit dem Dreier übernimmt er ETB die Tabellenführung wieder.

Im Spitzenspiel der Mitkonkurrenten, dem KSC (3. Platz) und Jena (1. Platz), gehen drei Punkte nach Karlsruhe, so dass Jena die Tabellenführung nach Lehmanns Elf abgibt.

Vor dem finalen Spieltag spielen also drei Mannschaften und zwei direkte Aufstiegsplätze und einen Relegationsplatz, während Hansa Rostock sich mit der Teilnahme am DFB-Pokal begnügen muss. Spannender geht es kaum!

38. Spieltag 3.Liga: FC Magdeburg (A)

An das Freakspiel der Hinrunde, das der FCM mit 4:3 für sich entschied, konnte man sich am Uhlenkrug noch gut erinnern! Folglich setzte Lehmann zum Saisonfinale in Magdeburg, bei dem der „eine [berühmte] Punkt reicht“, auf eine eher defensive Formation und die Magdeburger, gecoacht von Pavel Dotchev, spiegelten die Formation des ETB und liefen in einem 4-4-2 auf, was sie in den Wochen zuvor nie gespielt haben.



Dotchevs Schachzug erwies sich in den ersten 45 Minuten der Partie als überlegen und der wild coachende (gefühlt alles verstellt) Lehmann musste vom Spielfeldrand ertragen, wie seine Mannschaft hinten drin steht und Flanke um Flanke (~ 50 Stück in 90 Minuten) und Fernschuss um Fernschuss wegverteidigen muss, ohne dass die Gastgeber dabei so richtig gefährlich sind.

Zur Halbzeit sollte sich für den ETB etwas ändern, sonst würde irgendwann ein Ball ins Tor purzeln. Lehmann wechselte in der Pause daher mit Deters und Holtkamp das komplette zentrale Mittelfeld aus, denn sowohl der stets eng gedeckte Lieder (Note: 6,3) als auch Wagner (Note: 6,4) hatten einen zur Unzeit miesen Tag erwischt. Weiterhin wurde dem Mittelfeld ein dritter Spieler zugeführt und Werner Kolke vom klassischen Außenverteidiger zum inversen Flügelverteidiger umfunktioniert, um in der Zentrale eine zahlenmäßige Überlegenheit zu generieren.



Ob es nun die Umstellung war, eine durchweg sehr positiv angenommene Halbzeitansprache Lehmanns oder einfach Spielglück? Das Spiel sah fortan besser aus und Essen konnte nun mindestens mithalten. In der 65. Minute spielt dann jener Kolke aus der 8er-Position, in der er sich mit dem Ball gerne aufhielt, einen entscheidenden Pass auf Spielmacher Deters, dieser bringt den Ball auf Koko und der legt schnell weiter auf den angeschlagenen, aber trotzdem eingewechselten und flinken Ibrahimi und es steht 1:0 für den ETB!!!

Weil der KSC im Parallelspiel gegen Arminia Bielefeld inzwischen mit 3:0 hinten lag, konnte sich Lehmann am Seitenrand nun etwas entspannen und in der 78. Minute genießen, wie Zuhs einen langen Chipball auf Koko spielt und dieser die Drittligameisterschaft, den Durchmarsch, das Wunder von der Ruhr, die Sensation oder wie auch immer man es nennen mag, eintütet!



„Hömma, Wahnsinn, Waaaahnsinn! Der ETB inne zweiten Bundesliga!“





Eine unfassbare Saison mit 38 harten Spielen geht vorbei und Schwarz-Weiß Essen gelingt wahrhaftig eine märchenhafte Geschichte! Neben dem ETB steigt Carl-Zeiss Jena in die 2. Bundesliga auf und der KSC muss in die Relegation gegen Dynamo Dresden gehen. Würzburg, denen der ETB den Abstieg beschert hat, Aue, Kiel und Hannover 96 II steigen in die zugehörigen Regionalligen ab.



Neben literweise Stauder zur Feier des Aufstiegs gibt es am Uhlenkrug einen Wehmutstropfen zu beklagen, denn das heimelige Stadion am Uhlenkrug wird für die 2. Bundesliga nicht reichen, so dass man für die kommende Spielzeit ins Ruhrstadion nach Bochum ziehen muss und zudem ein neues, kreditfinanziertes Stadion in Essen für die „Schwatten“ gebaut wird.
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Emanuel

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Re: [FM21] Lehmann im Lackschuh: Zettelwirtschaft beim ETB Schwarz-Weiß Essen
« Antwort #82 am: 03.September 2021, 09:34:13 »

Herzlichen Glückwunsch.
Da bin ich mal gespannt wie es weitergeht und der Kader verändert wird. Auf welchem Niveau sind denn die Trainings und Jugendeinrichtungen? Ist hier nach dem Aufstieg an einen Ausbau zu denken oder bleibt das Geld Mangelware?

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Akumaru

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Re: [FM21] Lehmann im Lackschuh: Zettelwirtschaft beim ETB Schwarz-Weiß Essen
« Antwort #83 am: 05.September 2021, 14:14:29 »

Wow! Was für ein Saisonfinish! Glückwunsch zum Aufstieg - 2. Bundesliga wird aber richtig, richtig hart. Und ja, die Antwort auf die Frage meines Vorposters interessiert mich auch - wie steht es um die Vereinseinrichtungen?

knufschu

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Re: [FM21] Lehmann im Lackschuh: Zettelwirtschaft beim ETB Schwarz-Weiß Essen
« Antwort #84 am: 09.September 2021, 20:26:35 »

@Emanuel&Akumaru: Danke! In Sachen Kaderplanung ist Lehmann nun keine extremen Risiken eingegangen, bzw. sie ist auch noch nicht abgeschlossen. Daher wird die Saison (@Akumaru) wirklich hart.

Die Vereinseinrichtungen sind fast, ausgenommen des VIP-Bereichs (Level 5 von 6), auf niedrigstem Level. Lediglich die Nachwuchsrekrutierung ist auf Level 2. Am Ende der Saison gibt es für den letzten Platz in der 2. Bundesliga knapp 8 Millionen Euro. Da wird vermutlich einw enig übrig bleiben. Aktiv hat Lehmann aber nicht um Veränderungen gebeten. Das Stadion wird ja aktuell neugebaut, dafür hat der Verein einen Kredit aufgenommen.


Kapitel 30 „Saisonrückblick 2026/27 – Der schlechteste Meister“



Vorwort: Es gibt Titel, die verleihen einem eine zweifelhafte Ehre, wie z.B. die „Goldene Himbeere“ für die schlechteste Schauspielerei oder der „Goldenen Windbeutel“ im Bereich der Lebensmittelindustrie für fälschlicherweise als gesund dargebotene Lebensmittel. Man nennt diese Preise dann Negativpreise oder Schmähtitel. Im Fußball – mindestens seit dem Zeitalter der „big data“ - gibt es diese zweifelhaften „Titel“, wenn man über den schlechtesten Saisonstart seit xy Jahren oder den Stürmer mit der längsten Torflaute usw. spricht.

Noch etwas benommen von dem ein oder anderen Stauder zu viel, mussten die noch gerade als Helden gefeierten Spieler des ETB Schwarz-Weiß Essen bereits einen Tag nach Titelgewinn in der morgendlichen Gazette oder der Onlinepresse auf dem Smartphone lesen, dass sie der bisher „Schlechteste Meister der 3. Liga“ sind. Fußball ist ein Tagesgeschäft: Wird man an einem Tag noch gefeiert, so kann man am Folgetag bereits der Trottel sein.



Wie man es dreht und wendet, der ETB hat eine starke Saison gespielt und wäre auch in den vergangenen Spielzeiten mit 69 Punkten aus der 3.Liga aufgestiegen, wenngleich nicht als Meister.

Mit dem Rückblick in die virtuelle Saison 2026/27 des ETB soll das „Wunder von der Ruhr“ etwas genauer beleuchtet werden. Größtenteils lässt sich der Durchmarsch v.a. auf einen gefestigten und in den Einzelpositionen funktionellen Kader zurückführen, der definitiv nicht die besten Einzelkönner besitzt, aber bereits in der harten Regionalliga West den schweren ersten Platz erreichen konnte und damit die grundsätzliche Qualität besaß, dieses Glanzstück zu vollbringen. Dieses Wunder ist übrigens in der Virtualität auch Preußen Münster in paar Jahre zuvor in diesem Save gelungen.

Das Team



Viele Tore, wenig Gegentore und gute Standards – Das ist wahrlich kein Geheimrezept, sondern das sind essenzielle Zutaten für eine erfolgreiche Saison. Mit dem dritten bzw. zweiten Platz hinsichtlich der erzielten Tore kann sich der ETB Schwarz-Weiß hier sehen lassen.

Nach der tendenziell gegentorreichen Hinrunde ist es kaum zu glauben, aber auch in der Tabelle der gefangenen Tore ist der ETB in der Endabrechnung auf dem geteilten vierten Rang. Das liegt mitunter daran, dass – gerade in der Rückrunde – viele Gegner nicht mehr so offensiv gegen den vermeintlichen Underdog angetreten sind und die Essener das Spiel machen mussten.



Taktisch hat Lehmann die gesamte Saison über ein halbwegs klassisches 4-4-2 spielen lassen. Einblicke in die taktischen Kniffe wurden bereits in vorherigen Postings dargestellt. Für die starke Saison wird Lehmann Zweiter bei der jährlichen Trainerauszeichnung der 3. Liga.



Die Spieler





Wie es sich für eine Meistermannschaft gehört, haben es auch einige ETB-Akteure in die Mannschaft des Jahres geschafft: Die Nummer 1 Escher, der immer - auch im Pokal - gespielt hat, der rechte Innenverteidiger Krause, der zudem auf starke vier Saisontore per Kopf kommt, sowie der Flügelflitzer Ibrahimi und der Torschützenkönig Koko Konjuhi.

Neben den bereits genannten, herausragenden Spielern hat die Lehmann-Elf insgesamt eine recht geschlossene Mannschaftleistung gezeigt. Weiterhin zu nennen sind Cairo, der auf der rechten Seite und hinsichtlich der Standards eine hohe Bedeutung hat, Holtkamp, der als Sechser viele einfache Pässe mit hoher Erfolgsrate an die Mitspieler gebracht hat und die Position der „Hängenden Spitze“, die wahlweise Pyryt oder Girth eingenommen haben. Diese Position hat wirklich gut als Annahmestelle für lange (Not-)Bälle, Ballhaltephasen zum Verzögern und Aufrücken der Mitspieler und als Ballverteiler im letzten Drittel funktioniert.

Für die Ehrentafel



Ein großer Dank geht an dieser Stelle an Sascha Engel, der in dieser Spielzeit still ins zweite Glied gerutscht ist und sich dem Mentoring gewidmet hat und schließlich nun seine erfolgreiche Karriere beendet. Danke für 120 Buden!!!

Nationales & Internationales (Auf-/Abstiege)

„Boah, wat is die Bundesliga öde!“ Bayern München gewinnt den fünfzehnten Titel in Folge, gefolgt von den Westclubs aus Dortmund und Schalke 04. Mit Augsburg, Nürnberg und Hannover 96 trifft der ETB in der kommenden Saison gleich auf drei Bundesligaabsteiger.

Aus der zweiten Bundesliga sind der MSV Duisburg und der FSV Zwickau abgestiegen, während Union Berlin, Heidenheim und der VfB Stuttgart ins Oberhaus wechseln.

In der Regionalliga West hat Schalke 04 II den Aufstieg gepackt, während die 09er-Fahrstuhlmannschaften aus Wattenscheid, Bergisch-Gladbach sowie die SSVg Velbert und die Sportfreunde aus Baumberg in die Oberliga absteigen.

Der DFB-Pokalsieg wurde im Westderby entschieden und der Titel geht dabei an Königsblau. In der packenden Partie konnten sie dank eines Doppelpacks von Matondo und eines Treffers von Moussaoui einen 2:0-Rückstand in den letzten 15 Minuten drehen.

Internationales

Manchester City gewinnt den Titel in der Premier League, PSG in der französischen Liga 1 und der AC Mailand kontert den letztjährigen Titel von Inter in Italien. Ajax Amsterdam wird niederländischer Meister, der FC St. Gallen schweizerischer Meister und in LaLiga gewinnt Real Madrid den Titel.

Der Titel in der Europa League geht im Elfmeterschießen an Lazio Rom. Sie schlagen dabei RB Leipzig. Durch einen späten Treffer in der 89. Minute hatten die Leipziger sich noch in die Verlängerung gerettet.

Das Finale in der Champions League ist eine eindeutige Sache, denn der FC Barcelona gewinnt 4:0 gegen Inter Mailand. Unter den Torschützen sind u.a. Kai Havertz und Jadon Sancho. Trainiert werden die Finalisten von Ronald Koemann (Barca) und Antonio Conte (Inter).
« Letzte Änderung: 09.September 2021, 20:30:27 von knufschu »
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Emanuel

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Re: [FM21] Lehmann im Lackschuh: Zettelwirtschaft beim ETB Schwarz-Weiß Essen
« Antwort #85 am: 28.September 2021, 17:11:53 »

The show must go on!
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knufschu

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@Emanuel: Geht weiter! :-)


Kapitel 31 „2. Bundesliga Nord“

Vorwort: Die Zeit des ETB Schwarz-Weiß Essen in der zweithöchsten Spielklasse des deutschen (Profi-)Fußballs liegt bereits sehr lange zurück. Damals gab es berechtigte Gründe, dass die „Schwatten“ sogar in die neugegründete Bundesliga hätten aufgenommen werden können. Dazu gäbe es dann mehr, wenn der ETB denn tatsächlich im Oberhaus landete.

Ganze zehn Neuverpflichtungen, aus den verschiedensten Himmelsrichtungen Deutschlands kommend und mit Dahmanie sogar einen gestandenen tunesischen A-Nationalspieler, gönnte sich der ETB für die Spielzeit 1974/75 in der 2. Bundesliga Nord. Diese zweistaffelige 2. Liga (Nord & Süd) wurde für diese Saison erst aus den verschiedenen Regionalligen geschaffen, um die Attraktivität des zweitklassigen Fußballs zu maximieren, indem attraktivere Paarungen entstanden.

In der neuen, spielstärkeren Spielklasse durchlebten die Essener eine erwartungsgemäß schwierige Saison, in der man dank starker Heimleistungen am Uhlenkrug (11 Siege, 5 Unentschieden, 3 Niederlagen) die nötigen Punkte für den 12. Tabellenrang erreichen konnte. In der Abschlusstabelle schafften es die Essener sich vor einigen regionalen sowie überregionalen, namhaften Konkurrenten zu platzieren, wie etwa vor RWO (18.), Alemannia Aachen (15.) oder dem VfL Wolfsburg (19.). Schaut man auf die Spielergebnisse gab es einige Glanzlichter, wie z.B. ein 4:0 gegen Olympia Wilhelmshaven oder der einige Auswärtserfolg der Saison gegen Borussia Dortmund (3:1). Sinnbildlich für die schwachen Auswärtsspiele des ETB in dieser Spielzeit steht aber u.a. eine 8:1-Klatsche am legendären Aachener Tivoli.
Zentraler Bestandteil des Klassenerhalts waren die 18 Buden des Neuzugangs Hannes Fritsche, der zuvor bei Viktoria Köln gespielt hat.

In der Virtualität wurde schon der Klassenerhalt in der 3. Liga fälschlicherweise als „Himmelfahrtskommando“ tituliert und es kam zum direkten Durchmarsch, aber mehr als der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ist wahrhaft nicht angedacht und selbst im allerstillsten Kämmerchen zwischen den neuen Fixpunkten Uhlenkrug und Ruhrstadion glaubt niemand, sei er oder sie selbst noch so kühn, an eine entspannte Saison.

Die Sommertransfers & Der Kader



In diesem Transfersommer hat an der Geschäftsstelle am Uhlenkrug in Essen Stadtwald niemand Geld für eine Ablösesumme in die Hand genommen, wenngleich das gesamte Vereinsvermögen durch eine Investorenübernahme leicht erhöht worden ist und man selbst als 18. in der 2. Bundesliga mit rund 7-8 Millionen Euro rechnen kann. Auch sind die 230.000 € aus dem Investment zwar viel Geld, aber für eine Kaderplanung in der 2. Bundesliga ein bereits in der Luft verdampftes Tröpfchen Flüssigkeit auf einen ohnehin überhitzten Stein.

Im Tor

Im Kasten steht weiterhin Manu Escher, er bekommt aber durch den etwas Leihspieler Müller aus Osnabrück eine (etwas) kleine Konkurrenz.



In der Abwehr

Die Innenverteidigerpositionen bleiben auch in der 2. Bundesliga in Teilen unverändert. Als Stammkräfte geht man zunächst mit Krause, dessen Leihe verlängert worden ist, und mit Zuhs in die neue Spielzeit.



Aus dem RB-Imperium kommt mit Eckmann ein weiterer Leihspieler an die Ruhr. Er ist gerade in der Spieleröffnung etwas besser als seine Mitkonkurrenten, aber ihm fehlt es an Tempo. Man könnte seine geplante Rolle mit den Worten „Stammkraft in Wartschlange“ umschreiben. Zur Not kann er auf der klamm besetzen Rechtsverteidigerposition spielen.

Die zuletzt genannte Position nimmt Becker ein, der eigentlich auch in der 3. Liga schon eher als Reservist gedacht war, aber auf dem Markt konnte keine wirklich sinnvolle Alternative entdeckt werden. Er spielt weiterhin nur mit einem Prämienvertrag!
Geplant ist hier alternativ noch ein Transfer oder die Besetzung mit einem Linksfuß oder einem Mittelfeldspieler als inverse Rolle.



Auf Links kommt ein Routinier aus der Eredivisie nach Essen. Oude Kotte bringt nicht nur einen Erfahrungsboost, sondern auch eine Option im defensiven Mittelfeld. Seine Ersatzmann Köppel ist ein gutes Backup.

Im Mittelfeld

Die beiden zentralen Mittelfeldpositionen sind für die neue Spielzeit vielfältig besetzt. Zunächst hat der ETB mit Lieder in der letzten Saison bereits ein riesiges Talent nach Essen geholt und mit Wagner, Holtkamp und Deters eine große Auswahl an defensiven Optionen. Gerade letzterer hat aber die komplette Vorbereitung verletzt gefehlt und sich dann nach wenigen Trainingstagen erneut schwer verletzt.

Neu im Sortiment sind gleich zwei weitere Spieler für die Positionen als Spielmacher oder auch als hängende Spitze.



Simplice Bitumba kommt ablösefrei aus Rostock in den tiefen Westen. Seine Linksfüßigkeit sowie seine Übersicht machen ihn zu einer guten Option im zentralen Mittelfeld als Spielmacher, denn der Spielmacher in Lehmanns Taktik ist auf der Doppelsechs eher links unterwegs. Zudem ist er mental sehr stark, muss aber noch an seinen individuellen Eigenschaften arbeiten oder gar einzelne abtrainieren. Hier ist der neuen Co-Trainer bereits „am Machen dran“.





Neuzugang Nummer 2 ist Ismail Erol. Im direkten Vergleich spielt er das Leder mit etwas feinerem Füßchen und zudem ist er gehaltstechnisch ein Schnapper und musste einfach verpflichtet werden.

Die beiden Außenpositionen im 4-4-2 Lehmanns beackern Cairo und Ibrahimi als Stammkräfte. Unter den Backups gibt es einen neuen und einen bekannten Namen. Alexanders Leihe wurde verlängert und neu im Kader des ETB steht Erich Berko, dessen Gehalt zwar wehtut, aber er bringt natürlich Routine in der neuen Spielklasse mit. Vorher war er u.a. für Aue, Darmstadt und Dynamo Dresden auf dem Rasen der 2. Bundesliga unterwegs. Leider fällt auch er vorerst längerfristig aus.



In der Offensive

An Koko als Sturmspitze führt auch in der 2. Bundesliga vorerst kein Weg vorbei, wobei seine Geschwindigkeit inzwischen immer näher an die der gegnerischen Innenverteidiger heranrückt und er ihnen vermutlich nicht mehr so einfach entkommen wird. Etwas schneller ist der Youngster Lietz, der mit Sicherheit seine Spielzeit bekommen wird, wenn er sich ehrgeiziger zeigt und er von Lehmann und im Mentoring die Pflichtimpfung in Sachen Ehrgeiz verordnet bekommt.



Da das Mittelfeld etwas überbesetzt scheint, rücken wahlweise Bitumba, Erol oder Lieder auf die zweite Stürmerposition als hängende Spitze und damit als Verbindungsspieler, Ballhalter / - verteiler, Wandspieler, usw.



Am Dealine-Day kam dann noch mit Willi Schlittenhelm ein Deutsch-Spanier aus Bielefeld an die Ruhr. Auch bei ihm handelt es sich um ein großes Talent, der das überquellende Mittelfeld verstärkt.

1. Spieltag 2. Bundesliga: FC Ingolstadt (A)



Zum Saisonauftakt reisen die „Schwatten“ in den Süden zum FC Ingolstadt und holen zum Start direkt drei Punkte! In einer Partie auf Augenhöhe haben die Essener das Spielglück auf ihrer Seite. Das 1:0 fällt, da sich Luca Benz bei einer Flanke von Koko Konjuhi falsch positioniert, zum falschen Zeitpunkt abspringt und Cairo dann zu seinem ersten Zweitligator einnetzen kann. Das Tor zum 2:0 Endstand nickt Krause nach einer Standardsituation ein.

2. Spieltag 2. Bundesliga: FSV Mainz 05 (H)



Das Spielglück hält an und bereits am zweiten Spieltag hat der ETB sechs Punkte auf dem Konto! Gegen den FSV Mainz, der eigentlich im dem oberen Regal der Liga lagert, sind die Essener im „eigenen“ Ruhrstadion deutlich effizienter und machen aus zwei guten Chancen auch zwei Hütten, während bei den 05ern aus 26 Torschüssen (9 aufs Tor) und einem xG-Wert von 1,90 nur der zwischenzeitliche Führungstreffer von Evina erwächst. Für den Westclub treffen Cairo und Koko.

1. Runde DFB Pokal: 1. FC Kaiserslautern (A)

 Auf dem legendären Betzenberg haben die Schwarz-Weißen keine wirkliche Chance und verlieren das Pokalspiel völlig verdient mit 3:1. Lediglich die zweite Halbzeit war halbwegs akzeptabel.

3. Spieltag 2. Bundesliga: 1. FC Kaiserslautern (H)



Auch das zweite Aufeinandertreffen zwischen den Roten Teufeln und dem ETB in direkter Folge ist eine klare Sache, wenngleich das schiere Ergebnis diese Klarheit nicht erkennen lässt.
Im Grunde stehen die Gastgeber hinten drin, haben aber zwei bis drei sehr gute Konterchancen, von denen eine sogar im Netz landet, aber aufgrund einer Abseitsstellung zurecht nicht gegeben wird. Palko Dardai bekommt die Lehmann-Elf (über 180 Minuten) auch mit Manndeckung nicht in den Griff und dieser ist es auch, der das Tor des Tages zum 0:1 Auswärtssieg nach einem Steckpass erzielt. Bereits im Pokalspiel hatte Dardai zwei Treffer erzielt.

4. Spieltag 2. Bundesliga: Carl-Zeiss Jena (H)

Vor Anpfiff war das Setting für den ETB klar: Im direkten Duell gegen den Mitabstiegskandidaten aus Jena ist ein Dreier „daheim“ extrem wichtig, will man die Klasse halten.

Nach den beiden Partien gegen den FCK war es nett, gegen einen etwa gleichwertigen Gegner zu spielen. Der Siegtreffer zum 1:0 der Essener fällt nach einem starken tödlichen Ball von Cairo, der aktuell in einer herausragenden Form ist, auf Koko, der seinen zweiten Saisontreffer vor gerade mal 4900 Zuschauern im Ruhrstadion erzielen kann.



5. Spieltag 2. Bundesliga: SC Paderborn 07 (H)

Den Aufwind des ETB aus dem Sieg gegen Jena konnte Lehmann in der Frühphase der Paarung zwischen dem SC Paderborn und Schwarz-Weiß Essen im lockigen Haar spüren, denn dieser mündete in ein frühes 1:0 durch Ibrahimi, welches bis zur Halbzeit Bestand hatte. Nach dem Seitentausch folgt dann eine krasse VAR-Fehlentscheidung zu Lasten der Essener.



Quaschner legt den ETB-Rechtsverteidiger Becker ganz klar (und von hinten!) im Sechszehner, Schiedsrichter Heft guckt sich das Ganze irritierenderweise sogar noch auf dem Monitor an und entscheidet schließlich auf Freistoß außerhalb der Box, anstelle eines Elfmeters!? Die Absurdität scheint dem SCP die nötige Moral verliehen zu haben, denn sie drehen in der Folge das Spiel auf einen 2:1 Sieg und klettern an die Tabellenspitze.





Nach fünf Spieltagen kann man aus der besagten Tabelle maximal einen Trend ablesen und dieser zeigt, dass die „Schwatten“ immerhin schon 9 Punkte gesammelt haben. Somit wird das noch ein harter Ritt, denn in den vergangenen Jahren brauchte man in der 2. Bundesliga im Durchschnitt über 34 Punkte, um die Klasse sicher zu halten. Die Aufstiegsfavoriten aus Augsburg und Mainz kommen schwer in den Tritt, sind aber bereits in Position, während der FCK und Paderborn ihre Ambitionen bereits früh belegen. Mit Jena, Fürth und Münster sind erwartbare Teams in dem gefährlichen Tabellenbereich, den man in Essen tunlichst nie betreten möchte. Dazu gilt es in den kommenden Paarungen gegen Fürth, Regensburg oder Osnabrück mindestens einen Dreier zu ergattern.
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Emanuel

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Und direkt das nächste Update bis zur Winterpause.
 ;D los! Ich bin nicht zufrieden bis Lehmann in der Bundesliga ist. Und wenn er es nicht schafft, muss Lehmann junior ran.
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knufschu

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@Emanuel: Weiter geht es... Grüße aus Essen!  ;)


Kapitel 32 „Maloche“

Vorwort: Am Uhlenkrug, also der Geschäftsstelle des ETB, ist trotz des guten Starts in die 2. Bundesliga jedem klar, dass man mit etwas Fortune und sehr viel Arbeit den Klassenerhalt erreichen kann.

Im Ruhrgebiet nannte man Arbeit in der Hochzeit der Schwerindustrie gerne auch „Maloche“. Und gerade, weil es so viele Westvereine gegeben hat und weiterhin gibt, hat der Begriff auch in das klassische, vielleicht etwas angestaubte Fußballballvokabular Einzug gefunden. So gibt es im FM sogar die Option als Halbzeitansprache, „Wenn ihr jetzt alle richtig malocht, …“ und einige reale Clubs bezeichnen sich mitunter als Verein für Malocher, so wie es besonders der FC Schalke 04 als „Kumpel- und Malocherclub“ bisweilen kultiviert.

Der aufmerksame Leser weiß, dass der ETB hier eigentlich aus dem Rahmen fällt, in der (Fremd-)Wahrnehmung als Lackschuhverein (s. Kapitel 4).

Geschmückt wird Maloche auch gerne mit den Adjektiven „hart“ und „ehrlich“. Gut, in den frühen 70er Jahren des deutschen Profifußballs hat man es mit „ehrlich“ in der westlichen Herzklappe des Profifußballs nicht immer so ganz ehrlich genommen, denkt man an den Wettskandal, in den diverse Vereine aus Nordrhein-Westfalen und dem Ruhrgebiet verbandelt waren.

„Harte“ Arbeit hingegen kann und kennt man im Pott und diese wird der virtuelle Lehmann von seinen Spielern auf dem Trainingsplatz und „unten auf dem Rasen“, wie man im aktuellen Heimstadion - dem Ruhrstadion - gerne singt, verlangen, um das Wunder des Klassenerhalts zu vollbringen.

In den FM übersetzt beinhaltet das mitunter folgende Maßnahmen:

- Kritische Gespräche bei Trainingswerten von weniger als 6,5
- Verwarnungen oder gar wohl dosierte Geldstrafen bei Leistungen „unten auf dem Rasen“ unter 6,5 (Link: https://fm.zweierkette.de/tipps/praktische-football-manager-features/#spielerumgang)
- Verpflichtung von Spielern mit hoher „Zielstrebigkeit“ und „Einsatzfreude“
- Spieler, die es mit dem Ehrgeiz („Ohne Ehrgeiz“) nicht so haben, werden früher als oben dargestellt angemeckert, schneller härter bestraft und in der Mentoringgruppe „Eine Frage der Einstellung“ geschliffen. Weiterhin muss deren Verpflichtung kadertechnisch schon einen klaren Mehrwert haben, ansonsten fallen sie durch das Raster. Bei Leihgeschäften ist es nicht so schlimm.
- u.v.m.

6. Spieltag 2. Bundesliga: SpVgg Greuther Fürth (A)



Im Auswärtsspiel gegen die Fürther ist der ETB ständig mit defensiver Arbeit beschäftigt, kann sich aber beim treffsicheren Koko bedanken, der einen Konter gekonnt vollendet und einmal mit seinem schwachen Fuß erfolgreich ist. Somit steht am Ende der Auswärtsreise ein dreckiger Punkt auf der Habenseite.

7. Spieltag 2. Bundesliga: SSV Jahn Regensburg (H)

Zwei starke Phasen seiner Elf konnte Lehmann beim „Heimspiel“ gegen Jahn Regensburg beobachten, denn sowohl die Start- als auch die Schlussphase des Spiels gehörten dem ETB. Den Start nutzten sie gut und konnten durch einen Kopfballstoß von Koko nach einer gut vorbereiteten Flanke von Oude Kotte in Führung gehen. Die Zwischenphase gehörte dann den Turnersöhnen aus Regensburg. Auch sie konnten in jener einen Treffer setzen, leisteten sich aber sechs gelbe Karten, so dass ihnen hinten heraus ein wenig die Intensität flöten ging und sie froh über den Punkt sein müssen, denn Koko vergurkte noch zwei Mal aus bester Lage.



Zudem gab es was aus meiner Lieblingskategorie „Spieler mit Supernamen“ zu bestaunen: Lancelot Carbon!

8. Spieltag 2. Bundesliga: VfL Osnabrück (A)

In Osnabrück fangen sich die Essener eine derbe 4:1 Auswärtsniederlage und rutschen so langsam ins tabellarische Mittelfeld hinab. Es klingt blöd, aber es hätte auch anders ausgehen können, denn chancentechnisch hat der ETB das Spiel auf einem ausgeglichenen Niveau halten können, ist sogar mit 1:0 in Führung gegangen, aber am Ende hat die individuelle Klasse, gepaart mit diversen schwachen Saisonleistungen, den Unterschied gemacht.



9. Spieltag 2. Bundesliga: SV Darmstadt 98 (H)



Beim deutlichen 4:0-Heimsieg der „Schwatten“ fallen gleich drei Buden nach einer Standardsituation. Neuzugang Schittenhelm trägt seinen Namen zwei Mal in die Torschützenliste ein, während Krause und Koko jeweils ein Tor beisteuern.

10. Spieltag 2. Bundesliga: Eintracht Braunschweig (A)



Der spielentscheidende Matchball ist bereits in der Länderspielphase vor dem Spiel der ETB gegen die Eintracht aus Braunschweig gemacht worden und geht an den Co-Trainer Feulner. Dieser trainiert Willi Schittenhelm das „Geht bei jeder Gelegenheit in den Sechszehner“ ab und macht aus ihm den erwünschten Spielmacher!

Schittenhelm tut fortan, das, was man von einem Taktgeber erwartet, er spielt (sechs) entscheidende Pässe, darunter zwei Assists zum 2:1-Auswärtssieg gegen die Niedersachsen.

11. Spieltag 2. Bundesliga: Hannover 96 (H)



Leichte Parallelen zur Lehmann-Karriere kann man auch bei dem virtuellen 96-Coach Mats Hummels sehen, wenn man sie erzwingen will.
Als noch aktiver Spieler wechselte er in der Saison 2022/23 auf die Insel, aber zu den Spurs, spielte dort drei Saisons, ehe er dann in Norwich seine Karriere mit dem Abstieg aus der Premier League beendete. Recht schnell nach dem Karriereende holt ihn Hannover 96 als Feuerwehrmann an den Maschsee, er steigt aber dennoch mit ihnen aus der Bundesliga ab.

Viel Vorrede zum 96-Coach, denn seine Mannschaft zerlegt den ETB mit 4:0 vor 7500 Zuschauern im Ruhrstadion.

12. Spieltag 2. Bundesliga: SC Preußen Münster (A)



Die 20 magischen, Punkte, die man in der Vorrunde holen wollte, hat der ETB mit einem Auswärtsdreier in Münster nun erarbeitet, freilich mit etwas Glück und einer Portion Maloche.
Das Spiel läuft im Grunde wie erwartet, beide Mannschaften sind klare Abstiegskandidaten und gehen nicht ins absolute Risiko. In Minute 40 bekommen die „Schwatten“ einen Foulelfmeter zugesprochen, den Cairo mithilfe des Innenpfostens einnetzt. Die Preußen haben insgesamt etwas mehr vom Spiel, aber keine zwingende Chance.

13. Spieltag 2. Bundesliga: VfL Bochum (H)

Das Ruhrstadion-Derby endet mit den hämischen Fangesängen „Hier regiert der VfL!“, denn die Blauen gewinnen locker mit 2:0 im Auswärtsheimspiel gegen den Truchsess aus Essen.

Für die Lackschuhe klingelt es immerhin in der Kasse, denn 25.600 Zuschauer sehen sich das Spiel an. Für viele Spieler sicherlich ein Highlight in ihrer teils noch jungen Karriere.



14. Spieltag 2. Bundesliga: 1. FC Nürnberg (A)

Ohne die Sturm-Stammkraft Koko, dafür mit dem Youngster Lietz in der Startelf, reisten die „Schwatten“ nach Nürnberg und konnten die bisher überragende Hinrunde mit drei weiteren Punkten im Mannschaftsbus auf der Rückreise gen Westen feiern. Beide Buden fallen über die Außenspieler Cairo und den heute mal „nur“ eingewechselten Ibrahimi.



15. Spieltag 2. Bundesliga: SG Dynamo Dresden (H)

Bis zur 85. Minute roch es im Ruhrstadion nach einer Mischung aus Dönninghaus und Sensation, denn der ETB lag zu diesem Zeitpunkt gegen den Zweiten der 2. Bundesliga mit einem Tor in Führung. Leider – aus Sicht der Essener – hat es am Ende nur zu einem Punkt gereicht.



Die besondere Geschichte der Partie erzählt das Tor des ehemaligen Dresdners Robin Brand, der nach seinem Wechsel aus Homburg am Ende der Spielzeit 2022/23 nach Dresden immerhin über 50 Spiele für Dynamo gemacht und für den Ex-Verein knapp 20 Tore erzielt hat. Zudem wurde er Spieler des Spiels.

16. Spieltag 2. Bundesliga: FC St. Pauli (A)



Nach wilden ersten 45 Minuten kann man die Partie so zusammenfassen: Bei Pauli geht alles und beim ETB funktionieren die Standards. Wenn man nun diese kryptischen Formulierungen übersetzt, bedeutet das, dass für St. Pauli aus einem zusammengerechneten xG-Wert von 0,26 drei Tore entstehen und Innenverteidiger Zuhs für die Essener zwei Mal netzt. Nach dem Seitentausch passiert an der Anzeigetafel dann nichts mehr.

17. Spieltag 2. Bundesliga: FC Augsburg (H)



Einen Tag vor dem letzten Spiel der Hinrunde konnte man am Uhlenkrug hektisches Treiben beobachten, denn das Interesse an der Pressekonferenz rund 24 Stunden vor dem Spiel der Tabellennachbarn (10 gegen 11) war außergewöhnlich hoch. Und in der Tat präsentierte Lehmann zu transferunüblichen Zeiten einen unerwarteten Transfercoup! Mit Slamet Chaniago hat man ein indonesisches Top-Talent und einen Modellbürger an die Ruhr gelockt.

Beim Spiel gegen das zusammengewürfelte, leicht alternde Star-Ensemble aus Augsburg (Schick, Volland, Mvogo, Stenzel, Kohr) gab es dann nach einem 3:0 Sieg weiteren Grund zum Feiern.
Schnell konnte man in dem Spiel erkennen, dass es ein Koko-Spiel (2 Tore) werden würde, denn der FCA verteidigte sehr hoch, war auch im Grunde ständig vor dem Kasten des ETB mit dem „U des Grauens“ (Hintenrumscheiße) beschäftigt und fing sich Konterläufe der schnellen ETB-Spieler. Letztere konnten oftmals nur mit Fouls gestoppt werden, so dass im Prinzip die komplette Defensivabteilung nach spätestens 60 Minuten mit Gelb vorbelastet war.



Als Sidekick-Information: Nach der Niederlage hat FCA-Coach David Wagner seinen Job verloren.

18. Spieltag 2. Bundesliga: FC Ingolstadt

Die „Schwatten“ sind zwar komfortabelerweise nicht in der Situation, solche Spiele zu Endspielen zu stilisieren, aber gegen den FCI war zu diesem Saisonzeitpunkt mit Sicherheit die Hoffnung da, aus dieser Paarung drei Punkte zu holen.

Und tatsächlich fand man unter dem vorweihnachtlichen Baum drei Hütten von Koko und sichte eines des FCI vergeblich! So kam jedenfalls bei den knapp 5000 ETB-Fans beim letzten Spiel des Jahres eine besinnliche, glückliche Stimmung auf.





Schaut man sich die Tabelle an, hat sich die Maloche für den ETB Schwarz-Weiß aber richtig gelohnt und man hat sich bereits vor der Winterpause ein dickes Punktepolster auf die metaphorischen Rippen gehamstert. Das lässt auf jeden Fall Zuversicht aufkommen. Weniger hoffnungsvoll blickt man in Jena, Regensburg und Ingolstadt Richtung 2028, denn es droht leidenschaftliche, harte Maloche im Abstiegskampf. Der FCK ist bereits tabellarisch von dannen gesprungen, während die weiteren Aufstiegsfavoriten, ausgenommen des FC Augsburg, in guter Position lauern. Und mitten unter ihnen, wie ein kleines Weihnachtswunder, steht der ETB Schwarz-Weiß aus dem Revier.
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Akumaru

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Also wenn ihr jetzt doch noch absteigt, muß Lehmann aber gehen!